Kreatives Leipzig http://www.kreatives-leipzig.de Verband der Kultur- und Kreativwirtschaft in Leipzig und Region Wed, 14 Jun 2017 06:27:53 +0000 de-DE hourly 1 Business Speeddating »Macher trifft Gestalter« http://www.kreatives-leipzig.de/allgemein/business-speeddating-macher-trifft-gestalter.html?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=business-speeddating-macher-trifft-gestalter http://www.kreatives-leipzig.de/allgemein/business-speeddating-macher-trifft-gestalter.html#comments Mon, 20 Feb 2017 15:22:07 +0000 thomas http://www.kreatives-leipzig.de/?p=8498 Am 17. Februar 2017 war es soweit. Beim Business Speeddating »Macher trifft Gestalter« auf der Mitteldeutschen Handwerksmesse, trafen 18 Vertreter aus Handwerk, produzierendem Gewerbe und Industrie auf 18 Akteure der Kultur– und Kreativwirtschaft. Ein großes Dankeschön an alle TeilnehmerInnen und unsere Partner von der Handwerkskammer zu Leipzig der IHK zu Leipzig und dem Amt für Wirtschaftsförderung der Stadt Leipzig. Wir sind gespannt, was sich aus den Dates ergibt und werden darüber berichten…

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Erste Koordinierungstreffen zur Leipziger Kreativwirtschaft http://www.kreatives-leipzig.de/allgemein/erste-koordinierungstreffen-zur-leipziger-kreativwirtschaft.html?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=erste-koordinierungstreffen-zur-leipziger-kreativwirtschaft http://www.kreatives-leipzig.de/allgemein/erste-koordinierungstreffen-zur-leipziger-kreativwirtschaft.html#comments Wed, 08 Feb 2017 15:30:17 +0000 thomas http://www.kreatives-leipzig.de/?p=8503 Am Mittwoch, dem 08.02.2017, fand im Neuen Rathaus das erste Koordinierungstreffen zur Leipziger Kreativwirtschaft statt. Kreatives Leipzig und das Amt für Wirtschaftsförderung der Stadt Leipzig initiierten das Treffen und holten damit erstmals Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus dem Amt für Wirtschaftsförderung, dem Kulturamt, dem Amt für Stadterneuerung und Wohnungsbauförderung, der Industrie– und Handelskammer, der Handwerkskammer und dem ArbeitsladenPlus im Leipziger Osten und Leipziger Westen an einen Tisch.

Das Treffen dient dem Wissens– und Erfahrungsaustausch zwischen allen Beteiligten, der Koordinierung gemeinsamer Aktivitäten und soll auch eine Plattform für Vorhaben zur Unterstützung der Leipziger Kreativwirtschaft schaffen.

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GEMEINSAM FÜR DIE KREATIVWIRTSCHAFT IN LEIPZIG http://www.kreatives-leipzig.de/allgemein/gemeinsam-fur-die-kreativwirtschaft-in-leipzig.html?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=gemeinsam-fur-die-kreativwirtschaft-in-leipzig http://www.kreatives-leipzig.de/allgemein/gemeinsam-fur-die-kreativwirtschaft-in-leipzig.html#comments Thu, 15 Dec 2016 15:27:17 +0000 thomas http://www.kreatives-leipzig.de/?p=8487 Wir haben in den letzten Jahren immer wieder mit der Stadt Leipzig zusammen gearbeitet, nun verstetigen wir die Kooperation.
Bei einem Treffen mit Elisabeth Hauck von der Wirtschaftsförderung haben wir am Dienstag schon mal die ersten Punkte des Arbeitsprogramms für 2017 besprochen. Euch erwarten u.a. Netzwerkveranstaltungen, gebündelte Informationen zu Fördermöglichkeiten, Unternehmensreisen und eine ämterübergeifende Verankerung unserer Lobbyarbeit für die Anliegen Kultur– und Kreativschaffender. Mehr Informationen gibt es hier.

 

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Kreatives Leipzig unterstützt im Ausschuss Kreativwirtschaft der IHK zu Leipzig http://www.kreatives-leipzig.de/allgemein/kreatives-leipzig-unterstutzt-im-ausschuss-kreativwirtschaft-der-ihk-zu-leipzig.html?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=kreatives-leipzig-unterstutzt-im-ausschuss-kreativwirtschaft-der-ihk-zu-leipzig http://www.kreatives-leipzig.de/allgemein/kreatives-leipzig-unterstutzt-im-ausschuss-kreativwirtschaft-der-ihk-zu-leipzig.html#comments Thu, 29 Sep 2016 11:02:55 +0000 thomas http://www.kreatives-leipzig.de/?p=8451 Am Dienstag, den 27. September 2016 fand die konstituierende Sitzung des Ausschusses für Kreativwirtschaft der Industrie– und Handelskammer zu Leipzig statt. Die IHK zu Leipzig vereint rund 67.000 Mitglieder im Kammerbezirk Leipzig (Stadt Leipzig, Landkreis Nordsachsen, Landkreis Leipzig), darunter über 4.400 Unternehmen mit rund 44.000 Festangestellten & freien MitarbeiterInnen (Stand 09/2016, IHK-Statistik). Für die Dauer der VIII. Wahlperiode der Vollversammlung der IHK (2016 bis 2021) werden zukünftig insgesamt 20 Köpfe aus der Kreativbranche im beratenden Fachausschuss Kreativwirtschaft aktiv sein und die Arbeit der Vollversammlung oder des Präsidiums unterstützen.

16 Uhr eröffnete Matthias Locker, Abteilungsleiter Mitgliederbetreuung die Sitzung und begrüßte die durch das Präsidium berufenen und somit stimmberechtigte Ausschussmitglieder.

Nach der Vorstellungsrunde aller Anwesenden und der Übergabe der Berufungsurkunden, erfolgte die Beschlussfassung der Geschäftsordnung und die offene Wahl der/s Vorsitzenden sowie der/s Stellvertreters/in durch die 18 stimmberechtigten Mitglieder.

Zum Vorsitz des Ausschusses wurde einstimmig Sándor Mohácsi gewählt. Mohácsi ist Geschäftsführender Gesellschafter der commlab GmbH und seit 21.6.2016 einer der acht Vizepräsidenten der Industrie– und Handelskammer zu Leipzig. Er wird zukünftig ehrenamtlich den Ausschuss leiten und in der Vollversammlung für den Ausschuss sprechen.

Für die Position des Stellvertreters zeigten zwei Kandidaten Interesse. Marcus Viefeld, ebenfalls gewähltes Mitglied der IHK-Vollversammlung und seit 2012 Mitglied im Verein Kreatives Leipzig wurde mehrheitlich zum stellvertretenden Vorsitz des Ausschusses gewählt.

Der Verein Kreatives Leipzig wird von Vorstandsmitglied Maria Köhler vertreten. Weitere Mitglieder bzw. Mitgliedsunternehmen sind dem Aufruf zur Beteiligung durch Kreatives Leipzig gefolgt und haben sich erfolgreich für die Berufung in den Ausschuss empfohlen:

-    Anja Herzog, TNC Production GmbH

-    Stefan Kurzawski, Wurzelschläger & friends GmbH

-    Denis Schmidt, Druck & Werte GmbH

-    Thomas Wagner, Wagner & Klabes GbR

(Bild: IHK zu Leipzig)

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Kreatives-Sachsen@DesignersOpen 2016 http://www.kreatives-leipzig.de/allgemein/kreatives-sachsendesignersopen-2016.html?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=kreatives-sachsendesignersopen-2016 http://www.kreatives-leipzig.de/allgemein/kreatives-sachsendesignersopen-2016.html#comments Wed, 21 Sep 2016 08:24:42 +0000 thomas http://www.kreatives-leipzig.de/?p=8440 Auch dieses Jahr sind Kreatives ChemnitzWir Gestalten Dresden und Kreatives Leipzig mit einem gemeinsamen Informationsstand auf der Designers‹ Open 2016 vertreten. Vom 21.10. bis 23.10.2016 informieren wir über Produkte uns Leistungen unserer Mitglieder sowie über die Arbeit der drei Verbände in Sachsen.

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Gemeinsamer Stammtisch der Drehbuchautoren + BetaWebLab (interaktives Erzählen) http://www.kreatives-leipzig.de/allgemein/gemeinsamer-stammtisch-der-drehbuchautoren-betaweblab-interaktives-erzahlen.html?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=gemeinsamer-stammtisch-der-drehbuchautoren-betaweblab-interaktives-erzahlen http://www.kreatives-leipzig.de/allgemein/gemeinsamer-stammtisch-der-drehbuchautoren-betaweblab-interaktives-erzahlen.html#comments Mon, 05 Sep 2016 11:03:37 +0000 thomas http://www.kreatives-leipzig.de/?p=8404 Am kommenden Mittwoch, dem 07. September, findet die nächste gemeinsame Veranstaltung des Stammtisches der Drehbuchautoren und des BetaWebLab statt. Los geht´s um 20:00 Uhr im Sublab (Karl-Heine-Straße 93 / 4. OG/ der Eingang ist gegenüber des Kaiserbad Biergartens).Zu Gast ist in diesem ersten Treffen nach der ’Sommerpause’ Rainer Rodewald vom Bündnis für Privatsphäre Leipzig. Er wird von den Unternehmungen des Vereins, den Cryptopartys und der Cryptocon und vor allem von den anstehenden Projekten berichten.
Dazu gehört auch ein interaktiver Film und die Suche nach Unterstützern aus dem Bereich Storytelling und Gestaltung. Mehr Infos zum Bündnis finden sich hier.
Danach gibt es wie immer viel Zeit zum Bier/ Mate trinken und Anstehendes zu besprechen.
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Kreatives Leipzig Stammtisch http://www.kreatives-leipzig.de/allgemein/kreatives-leipzig-stammtisch.html?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=kreatives-leipzig-stammtisch http://www.kreatives-leipzig.de/allgemein/kreatives-leipzig-stammtisch.html#comments Fri, 29 Jul 2016 11:06:42 +0000 thomas http://www.kreatives-leipzig.de/?p=8373 Seit Juni gibt es ihn wieder, den »Kreatives Leipzig Stammtisch. An jedem 2. Montag im Monat lädt der Vorstand vom Kreativen Leipzig zum Stammtisch ein. Ab 20 Uhr freuen wir uns auf neue und bekannte Gesichter aus dem Verein und der Leipziger Kultur– und Kreativwirtschaft. Wer Lust auf Austausch & gute Gespräche hat, Kontakte knüpfen, Projektideen besprechen oder einfach nur „schnuppern“ möchte, ist herzlich eingeladen im Barcelona (Gottschedstraße 12, 04109 Leipzig) vorbeizuschauen!

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Der Leipziger Drehbuchstammtisch und das BetaWebLab (Leipziger Stammtisch für interaktives Erzählen) machen gemeinsame Sache! http://www.kreatives-leipzig.de/leipzig/der-leipziger-drehbuchstammtisch-und-das-betaweblab-leipziger-stammtisch-fur-interaktives-erzahlen-machen-gemeinsame-sache.html?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=der-leipziger-drehbuchstammtisch-und-das-betaweblab-leipziger-stammtisch-fur-interaktives-erzahlen-machen-gemeinsame-sache http://www.kreatives-leipzig.de/leipzig/der-leipziger-drehbuchstammtisch-und-das-betaweblab-leipziger-stammtisch-fur-interaktives-erzahlen-machen-gemeinsame-sache.html#comments Tue, 03 May 2016 06:50:48 +0000 thomas http://www.kreatives-leipzig.de/?p=8347 Als Leipziger Stammtische, die Kreative vernetzen und das Thema Storytelling in all seinen Facetten umkreisen, wollen der Leipziger Drehbuchstammtisch und das BetaWebLab in Zukunft enger zusammenarbeiten. So werden beide Treffen gemeinsam ausrichten und monatlich abwechselnd für einen kontinuierlichen Austausch der Branchen sorgen. Als Kalendermarker einfach ab sofort immer den ersten Mittwoch des Monats anstreichen.

Los geht’s am MITTWOCH, DEN 4. MAI 2016 AB 19:30 UHR IM ›FAUSER‹ (Lützner Str. 100, 04177 Leipzig) mit einem gemeinsamen Kennenlernstammtisch

Hier eine kleine Vorstellung:

BetaWebLab – Der Leipziger Stammtisch für interaktives Erzählen

Du interessierst Dich für Storytelling, Webdokus, programmierst Apps, entwickelst Spiele oder willst wissen wie man interaktive Geschichten erzählt? Dann komm zum Leipziger BetaWebLab. Wir bringen Autoren, Programmierer, Graphiker, Designer und Webenthusiasten zusammen. Wir bieten Raum, um sich über neue Entwicklungen auszutauschen, aktuelle Projekte zu diskutieren und eigene Ideen anzustoßen.

Wir sind offizielles Mitglied bei ›Kreatives Leipzig e.V.‹ http://www.kreatives-leipzig.de/ und sind auch als FB-Gruppe (https://www.facebook.com/groups/170915776438837/) aktiv. Bei Fragen gerne auch eine Mail an: .

Leipziger Drehbuchstammtisch

Zum Drehbuchstammtisch sind Autoren, Producer, Regisseure und alle, die an Film– und Serienstoffentwicklung interessiert sind, herzlich willkommen! In gemütlicher Atmosphäre tauschen wir uns regelmäßig über aktuelle Projekte, Ausschreibungen und Aufträge sowie über Tendenzen, Fragen und Probleme aus und laden zum Netzwerken ein. Für Fragen und Infos einfach eine Mail an: .

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Gewinner-Plakat für die DRUPA steht fest. http://www.kreatives-leipzig.de/allgemein/gewinner-plakat-fur-die-drupa-steht-fest-2.html?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=gewinner-plakat-fur-die-drupa-steht-fest-2 http://www.kreatives-leipzig.de/allgemein/gewinner-plakat-fur-die-drupa-steht-fest-2.html#comments Thu, 31 Mar 2016 12:23:40 +0000 thomas http://www.kreatives-leipzig.de/?p=8321 Am 23. März 2016 fand die Jurysitzung zum Plakatwettbewerb des Museum für Druckkunst und des Kreativen Leipzig statt, der vom Amt für Wirtschaftsförderung unterstützt wurde. Es ging um die Auswahl eines Motivs, welches auf dem Messestand des Museums auf der DRUPA, der weltgrößten Druckfachmesse in Düsseldorf, mit einem Hochdruckverfahren veredelt werden sollte. Hierzu sollten Motive entworfen werden, die in einer Kombination aus Offset und Hochdruck umsetzbar sind. Thema der Posters sollte Leipzig und sein kreatives Potential sein.

Die Jury bestand aus Susanne Richter (Direktorin des Museums für Druckkunst), Jay Rutherford, (Professor an der Bauhaus Universität Weimar) und David Voss (Gestalter und Mitglied des Kreativen Leipzig e.V.). Diese begutachteten die 20 eingereichten Plakatentwürfe von 18 Leipziger Gestalterinnen und Gestaltern. In der zwei Stunden dauernden Sitzung kristallisierten sich gegen Ende drei Finalisten heraus. Diese drei Motive wurden in der Druckwerkstatt auf ihre drucktechnischen Möglichkeiten des Museums auf der Messe überprüft.
Der dritte Platz des Wettbewerbes ging an BARBAR (Beatrice Barth & Sandra Barth). Ihr Motiv überzeugte durch eine lebendige Abstaktion von Stadtsignets und Elementen digitaler und analoger Arbeitsprozesse.
Auf dem zweiten Platz, und nur sehr knapp hinter dem Gewinner-Motiv landete der Plakatentwurf von Happy Little Accidents (Tobias Dahl & Patrick Martin). Dieses zeichnet sich durch eine gelungene Einbindung von Holzbuchstaben aus dem Bestand des Museums in einen zeitgemäßen Entwurf aus.
Der erste Platz ging an Katja Rub. Ihre Posterentwurf überzeugte durch eine prägnante und zugleich vielschichtige Idee. Katja Rub schuf ein signifikantes Motiv, welches sich inhaltlich sowohl mit Leipzig und seiner jüngsten Geschichte als auch mit dem Hochdruck an sich auseinandersetzt. Herzlichen Glückwunsch an die Gewinnerin!
Der Sieger-Entwurf wird in Kürze in Zusammenarbeit mit den Druckern des Museums für die Produktion überarbeitet. In der ersten Phase wird ein Offsetdruck des Motives entstehen. Die Fertigstellung findet dann durch den Eindruck eines Hochdrucks am Stand des Museums auf der DRUPA vor internationalem Publikum statt. Die Messe findet vom 31. Mai bis 10. Juni 2016 in Düsseldorf statt Erster Platz - Katja Rub Zweiter Platz - Happy Little Accidents - Tobias Dahl & Patrick Martin Dritter Platz - BARBAR -  Beatrice Barth & Sandra Barth jurysitzung-5 jurysitzung-4 jurysitzung-3 jurysitzung-2 jurysitzung-1 Erster Platz - Katja Rub Zweiter Platz - Happy Little Accidents - Tobias Dahl & Patrick Martin Dritter Platz - BARBAR -  Beatrice Barth & Sandra Barth jurysitzung-5 jurysitzung-4 jurysitzung-3 jurysitzung-2 jurysitzung-1

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Hannover trifft Leipzig http://www.kreatives-leipzig.de/allgemein/hannover-trifft-leipzig.html?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=hannover-trifft-leipzig http://www.kreatives-leipzig.de/allgemein/hannover-trifft-leipzig.html#comments Sun, 13 Mar 2016 19:13:40 +0000 thomas http://www.kreatives-leipzig.de/?p=8279 Vom 10.03. bis 11.03.2016 war eine Delegation Kultur– und Kreativschaffender aus Hannover zu Gast in Leipzig. Organisiert vom [kre|H|tiv] Netzwerk Hannover e.V. und unterstützt durch Kreatives Leipzig, startete das Treffen der Partnerstädte mit einem Empfang beim Kulturbürgermeister im Rathaus zu Leipzig. Danach ging es weiter mit Unternehmensbesuchen bei »Druck und Werte« und der »VisionBakery«. Den Abschluss des ersten Tages bildeten ein gemeinsamer Besuch im »GRASSI Museum für Angewandte Kunst« in Leipzig und die Teilnahme von Designern aus Hannover und Leipzig bei einer PECHA KUCHA NIGHT. Am zweiten Tag der Exkursion besuchten die Gäste aus Hannover unter anderem das »Museum für Druckkunst«, den »Laden für Nichts« auf dem Leipziger Spinnereigelände sowie das »Social Impact Lab« in Leipzig.
Ein Gegenbesuch Leipziger Kultur– und Kreativschaffender in Hannover ist für den Herbst 2016 geplant.

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Plakatwettbewerb für Leipziger Gestalterinnen und Gestalter http://www.kreatives-leipzig.de/allgemein/ausschreibung-januar-2016-plakatwettbewerb-fur-leipziger-gestalterinnen-und-gestalter.html?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=ausschreibung-januar-2016-plakatwettbewerb-fur-leipziger-gestalterinnen-und-gestalter http://www.kreatives-leipzig.de/allgemein/ausschreibung-januar-2016-plakatwettbewerb-fur-leipziger-gestalterinnen-und-gestalter.html#comments Wed, 06 Jan 2016 15:25:53 +0000 thomas http://www.kreatives-leipzig.de/?p=8202 Das Museum für Druckkunst Leipzig lobt in Kooperation mit Kreatives Leipzig, unterstützt durch das Amt für Wirtschaftsförderung Leipzig, einen Plakatwettbewerb für Leipziger Gestalterinnen und Gestalter aus.

Das Preisgeld für die/den Gewinner(in) betragt 1.000 Euro sowie den Druck 
des Siegerplakates.
Bewerbungsschluss: 29. Februar 2016.

Ziel des Wettbewerbs ist eine Werbung für den Kreativstandort Leipzig in Form eines Plakates, das moderne gestalterische Mittel mit analogen verbindet. Das Gewinner-Plakat wird am Stand des Museums für Druckkunst Leipzig auf der weltgrößten Druckfachmesse DRUPA in Düsseldorf im Juni 2016 präsentiert und dort auf einer historischen Schnellpresse von 1894 im Buchdruck „vollendet“.

Gestalterisch soll das Plakat Elemente des Buchdrucks enthalten, die in einer Farbe in das Plakat vom Museum eingedruckt werden können. Hierzu können z.B. Holzbuchstaben und Klischees aus der Sammlung des Museums verwendet werden. Es können aber auch einfarbige Bildvorlagen im Hochdruck eigens für das Plakat hergestellt werden, die auf Daten basieren. Die Gestaltung ist frei, sollte 
aber einen sichtbaren Bezug zu Leipzig als Kreativstandort aufweisen.

Das Format des Plakates ist DIN A2, bis zu vier Farben, inkl. Sonderfarben, sowie eine Farbe für die im Buchdruck hergestellten Elemente, sofern diese nicht 
bereits in den vier Farben enthalten ist.

Das Sieger-Plakat wird in einer limitierten Auflage von 100 Exemplare im Offset gedruckt, die Hälfte erhält der/die Gewinner(in), die andere Hälfte präsentiert 
das Museum auf der DRUPA in Düsseldorf.

Zusätzlich zur limitierten Auflage lässt das Museum eine weitere Auflage von 
ca. 10.000 Exemplare, mit den Logos der Veranstalter und Förderer, für 
die Druckvorführung auf der DRUPA herstellen, die auf der Messe live mit einer Hochdruckform bedruckt werden.

Das Museum bewirbt im Vorfeld der DRUPA das Projekt und macht flankierend dazu umfangreiche Pressearbeit, um den Kreativstandort Leipzig einem internationalen Publikum bekannt zu machen.

Bewerbungsschluss ist der 29. Februar 2016. (Posteingang im Museum). Eingereicht werden muss der Vorschlag als farbiger Ausdruck mindestens 
in DIN A3 samt PDF-Datei.

Zugelassen zum Wettbewerb sind nur Gestalterinnen und Gestalter, die einen Wohnsitz oder Arbeitsort in Leipzig nachweisen können. Das Preisgeld beträgt 1.000 Euro und wird dem/der Gewinner(in) bargeldlos auf ein von ihm/ihr benanntes Konto überwiesen. Weitere Preisgelder gibt es nicht, der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Fragen zum Wettbewerb beantwortet im Museum für Druckkunst Steffi Schreier telefonisch unter 0341–231 62 22 (Mo–Fr 9–17 Uhr) oder per Email unter . Das Museum bietet zwei Termine vor Ort an, um sich mit den besonderen Anforderungen des Buchdrucks sowie mit den Holzbuchstaben/Klischees aus der Sammlung vertraut zu machen, am Fr, 29.01.2016 und Mo, 01.02.2016, jeweils 10–17 Uhr, Anmeldung erbeten.

Nach Eingang der Bewerbungen wählt eine Jury, bestehend aus der Direktorin des Museums, Dr. Susanne Richter, einem Vertreter von Kreatives Leipzig, David Voss, sowie einem Hochschullehrer, Prof. Jay Rutherford, Bauhaus-Uni Weimar, das Siegerplakat aus. Der/die Gewinner(in) wird rund um die Leipziger Buchmesse im März 2016 bekanntgegeben und der Preis übergeben.

Der/die Gewinner(in) verpflichtet sich, im April 2016 zusammen mit dem Museum die Druckvorlage für die DRUPA zu gestalten. Das Siegerplakat wird bis Mitte 
Mai in zwei verschiedenen Ausführungen, wie vorher beschrieben, gedruckt und 
auf der DRUPA vom 31.5. bis 10.6.2016 präsentiert.

Kontakt:
Museum für Druckkunst Leipzig

Steffi Schreier

Nonnenstraße 38

04229 Leipzig

Tel. 0341– 231 62 22


www.druckkunst-museum.de
www.facebook.com/museumfuerdruckkunst

Ausschreibung Plakatwettbewerb DRUPA 2016
Museum für Druckkunst Leipzig Museum für Druck­kunst Leip­zig

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Aktuelle Vor-Ort-Beratungstermine der Kontaktstelle Kreativwirtschaft (1. Quartal 2016) http://www.kreatives-leipzig.de/allgemein/aktuelle-vor-ort-beratungstermine-der-kontaktstelle-kreativwirtschaft-1-quartal-2016.html?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=aktuelle-vor-ort-beratungstermine-der-kontaktstelle-kreativwirtschaft-1-quartal-2016 http://www.kreatives-leipzig.de/allgemein/aktuelle-vor-ort-beratungstermine-der-kontaktstelle-kreativwirtschaft-1-quartal-2016.html#comments Fri, 18 Dec 2015 09:00:23 +0000 Kreatives Leipzig e.V. http://www.kreatives-leipzig.de/?p=8194 Das Angebot umfasst der Kontaktstelle Kreativwirtschaft der Stadt Leipzig umfasst
– Beratung für das Mittelstandsförderprogramm der Stadt Leipzig
– Informationen zu Angeboten für die Kreativwirtschaft (Förder– & Finanzierungsmöglichkeiten) auf kommunaler, Landes– und Bundesebene
– Vermittlung & Vernetzung zu anderen Ämtern der Stadt Leipzig und weiteren Institutionen/Vereinen und Akteuren der Kreativwirtschaft

Folgende Vor-Ort-Termine sind im 1. Quartal 2016 geplant:

20. Januar 2016, 9:00 Uhr – 16:00 Uhr
Coworking Raumstation
Tapetenwerk Haus K, 2. OG, Lützner Straße 91, 04177 Leipzig

24. Februar 2016, 9:00 Uhr – 16:00 Uhr
IC-E InfoCenter Eisenbahnstraße
Eisenbahnstrasse 49, 04315 Leipzig

23. März 2016, 9:00 Uhr – 16:00 Uhr
Magistralenmanagement
Georg-Schumann-Str. 126, 04155 Leipzig

Weitere Vor Ort-Termine für das zweite Quartal 2016 werden zeitnah bekannt gegeben. Darüber hinaus gibt es jederzeit die Möglichkeit einen Beratungstermin im Rathaus zu vereinbaren.

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Aktuelle Crowdfunding-Projekte im Kreativbereich http://www.kreatives-leipzig.de/leipzig/aktuelle-crowdfunding-projekte-im-kreativbereich.html?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=aktuelle-crowdfunding-projekte-im-kreativbereich http://www.kreatives-leipzig.de/leipzig/aktuelle-crowdfunding-projekte-im-kreativbereich.html#comments Tue, 01 Dec 2015 13:53:37 +0000 Kreatives Leipzig e.V. http://www.kreatives-leipzig.de/?p=8170 Momentan gibt es eine ganze Reihe spannender Crowdfunding-Projekte aus der Leipziger Kreativbranche, die kurz vor ihrem (erfolgreichen) Abschluss stehen, so dass wir hier gern darauf aufmerksam machen möchten. Schließlich hat sich Crowdfunding in den letzten Jahren immer mehr zu einer wichtigen Alternative gegenüber einer Kreditaufnahme oder eine Finanzierung mit Hilfe von Omas Sparstrumpf erwiesen.

 

Radio: Moderierte Vormittagssendung 

Bereits seit sechs Jahren sendet detektor.fm von Leipzig aus in das weltweite Netz und hat sich als viel beachtete Alternative zum sonstigen »Dudelfunk« entwickelt. Von 16 bis 19 Uhr läuft im Wort-Stream die Sendung »Der Tag«, bei der aktuelle politische Ereignisse genauso behandelt werden die Alltagsprobleme. Wer im Frühjahr 2015 vormittags einschaltete, konnte sich davon überzeugen, dass das Team inzwischen auch eine Morgensendung stemmen kann. Um diese gesichert für ein Jahr anbieten zu können, möchte der Sender insgesamt knapp 45.000 Euro per Crowdfunding einsammeln. Wenn alles gut endet (mehr als 32.000 Euro sind bereits zugesagt), wird am kommenden Samstag nicht nur der 6. Geburtstag des Internet-Radios gefeiert. Übrigens: Bei den angebotenen Gegenleistungen bleibt fast kein Wunsch offen..

Blog: Endlich mehr Inhalte — und auch Videos

Wer sich mit Leipzigs elektronischer Musikszene befasst, kommt an frohfroh nicht vorbei. Knapp 11.000 Euro sollen hier gecrowdfundet werden, um den Blog auszubauen und zu professionalisieren. Neben den Veranstaltungsankündigungen und Plattenrezensionen haben die Macher um Jens Wollweber allerhand gute Ideen, die sie gern umsetzen möchten. Auch hier gibt es viele attraktive Gegenleistungen, die sich auch bestens als Weihnachtsgeschenke für die Liebste oder den Liebsten eignen. Zwei Tage vor Torschluss sind bereits 96 Prozent erreicht.

Fotografie: Stadtbildmontagen

Derzeit läuft, auf Einladung des Institut Francais, ein Crowdfunding-Projekt, um eine einmalige Galerie linearer Stadtbildmontagen aus deutsch-französischen Partnerstädten zu erstellen. Natürlich auch mit Leipzig-Lyon, Dresden-Strasbourg oder Berlin-Paris im Paket. Wie bei Crowdfunding üblich, erhält ein Unterstützer, je nach Betrag, eine Gegenleistung. Hier reichen diese von kleinen Drucken bis zu hochklassigen großformatigen Wanddrucken, Auftragsarbeiten oder Nutzungslizenzen. Gesucht werden hier aber nicht nur finanzielle Unterstützer sondern auch Partner und potentielle Ausstellungsorte für die später wandernde Ausstellung. Einen Eindruck, wie die Panoramen aussehen, gibt es hier.

Wir drücken allen Crowdfunding-Projekten die Daumen!

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Designers‹ Open 2015 http://www.kreatives-leipzig.de/design/designers-open-2015.html?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=designers-open-2015 http://www.kreatives-leipzig.de/design/designers-open-2015.html#comments Fri, 23 Oct 2015 09:01:38 +0000 Kreatives Leipzig e.V. http://www.kreatives-leipzig.de/?p=8120 Urbane Lebensräume, eine lebendige und bunte Szene, innovative Impulse: In der Messestadt wird Design schon lang gelebt und gefeiert. Vom 23. bis 25. Oktober wird Leipzig zum Dreh– und Angelpunkt der Designwelt. In der Glashalle der Leipziger Messe und dem gesamten Stadtgebiet präsentieren über 250 Designer, Labels und Newcomer die Trends von morgen. Die 11. Ausgabe der Designmesse besticht durch ihre einzigartige Vielfalt in den Bereichen DO/Interior & Furniture, DO/Fashion & Accessories, DO/Research & Industry, DO/Architecture und DO/Graphic.

Auch dieses Jahr werden die sächsischen Branchenverbände der Kultur– und Kreativwirtschaft Kreatives Chemnitz, Wir gestalten Dresden und Kreatives Leipzig auf der Messe vertreten sein. Ihr findet uns vom 23. bis 25. Oktober in der Glashalle (Ebene 1) der Leipziger Messe. Unterstützt wird unser diesjähriger Auftritt vom Produkt– und Objektdesigner Sebastian Kalies.

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Aktuelle Vor-Ort-Beratungstermine der Kontaktstelle Kreativwirtschaft (4. Quartal) http://www.kreatives-leipzig.de/allgemein/aktuelle-vor-ort-beratungstermine-der-kontaktstelle-kreativwirtschaft-4-quartal-2.html?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=aktuelle-vor-ort-beratungstermine-der-kontaktstelle-kreativwirtschaft-4-quartal-2 http://www.kreatives-leipzig.de/allgemein/aktuelle-vor-ort-beratungstermine-der-kontaktstelle-kreativwirtschaft-4-quartal-2.html#comments Tue, 15 Sep 2015 12:17:20 +0000 Kreatives Leipzig e.V. http://www.kreatives-leipzig.de/?p=8066 Auch im letzten Quartal 2015 ist Elisabeth Hauck (Kontaktstelle Kreativwirtschaft) im Coworking Space Raumstation des Tapetenwerks für Beratungstermine vor Ort anzutreffen. Von Existenzgründern bis zu etablierten Unternehmern können alle, die in der Kreativwirtschaft tätig sind, dieses Beratungs– & Informationsangebot nutzen.
Das Angebot ist kostenfrei, um eine Anmeldung wird gebeten (unter mail: elisabeth.hauck[at]leipzig.de oder Tel. 0341–123 5824).

Das Angebot umfasst Informationen zu Angeboten für die Kreativwirtschaft (Förder– & Finanzierungsmöglichkeiten) auf kommunaler, Landes– und Bundesebene sowie die Vermittlung & Vernetzung zu anderen Ämtern der Stadt Leipzig und weiteren Institutionen/Vereinen.

// Die Termine im Überblick:
21. Oktober 2015 9:00 Uhr – 16:00 Uhr
25. November 2015 9:00 Uhr – 16:00 Uhr
16. Dezember 2015 9:00 Uhr – 16:00 Uhr

// Ort:
Raumstation Coworking in Leipzig
Tapetenwerk Haus K Obergeschoss
Lützner Straße 91
04177 Leipzig

Neue Vor-Ort Termine für 2016 werden zeitnah bekannt gegeben. Darüber hinaus gibt es jederzeit die Möglichkeit einen Beratungstermin im Rathaus zu vereinbaren.

Weitere Infos hier

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Leipziger Musik sichtbar machen — #listentoleipzig http://www.kreatives-leipzig.de/musik/leipziger-musik-sichtbar-machen-listentoleipzig.html?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=leipziger-musik-sichtbar-machen-listentoleipzig http://www.kreatives-leipzig.de/musik/leipziger-musik-sichtbar-machen-listentoleipzig.html#comments Mon, 31 Aug 2015 06:04:43 +0000 Kreatives Leipzig e.V. http://www.kreatives-leipzig.de/?p=8048

Seit etwa zwei Wochen gibt es eine neue Initiative, um musikalische Perlen aus Leipzig sichtbarer zu machen. Dabei setzen die InitiatorInnen vor allem auf Social Media. Unter dem Hashtag #listentoleipzig wird gesammelt, was in Leipzig musikalisch hervorgebracht wird. Unterstützt wird diese Initiative u. a. von den Blogs frohfroh und heldenstadt.de, einzelnen Bands und Solo-Artists sowie dem Internetradio mottt.fm. Der nachfolgende Text stammt von den InitiatorInnen.

#Häh, wieso?

Uns nervt es, dass die Vielfalt und vor allem Qualität der hiesigen Acts nicht gebührend wahrgenommen wird. Musik aus Leipzig ist nicht nur in der eigenen Stadt deutlich unterrepräsentiert. Deswegen wollten wir etwas machen, dass offen für jede/n ist, im Social Web funktioniert und die Leipziger Szene(n) in »Echtzeit« abbilden kann. 2015 halt.

#Moment mal, wer seid ihr eigentlich?

Fabian und Andi von analogsoul, Martin (Hommel) von Wanderlust Booking und August von Krahnstøver. Wir sind kein Verein, keine Projekt, keine Initiative, sondern einfach befreundete Kollegen, die offenbar zu viel Zeit im Internet verbringen.

#Und was hat das mit mir zu tun?

Wir würden uns total freuen, wenn das Hashtag (und damit die Aufmerksamkeit für die Leipziger Musikszenen) »trending« wird. D.h. das so viele Leute es verfolgen und befüttern, dass es für andere Nutzer aus der ganzen Welt zur Anlaufstelle wird. Deswegen laden wir euch ein, eure Musik auf Spotify, Youtube, Soundcloud, Mixcloud, … mit #ListentoLeipzig zu taggen und Postings zu euren Musikvideos, Konzertankündigungen, Streams, Downloads, Fotos, … auf Facebook, Twitter und Instgram mit #ListentoLeipzig zu versehen. Wenn das gerade jetzt zum Anfang der Live-Saison in den nächsten Wochen geschieht, wird das ziemlich Brummen.

#Aha, und wenn ich einmal dabei bin?

Ihr könnt unseren Facebook– und Twitter-Kanal abonnieren (Links s.u.), uns Vorschläge schicken (), unsere Website teilen. Selbst Aufrufe an eure Fans und Kollegen schicken oder ganz billo aber sicher nicht umsonst diese Mail an eure Bandkollegen, Proberaummitbewohner oder die nette Frau mit dem Akkordeon aus der Fußgängerzone weiterleiten. Achso und morgen werden wir auf unserem Blog eine kleine Aktion beginnen, in der wir Musikhörer_innen bitte, ihre liebsten musikalischen Leipzig-Momente unter dem Hashtag zu teilen.

#Ok, witzig, und was soll das mal werden?

Neben dem kurzfristigen Effekt von einzelnen Wellen auf dem Hashtag, soll das ganze eine Anlaufstation, ein Anlass, eine Vignette werden. Aber eben explizit nicht nach dem überholten Modell »zentraler Sender — Massen von Empfängern«. Sondern vielmehr auf Basis von Interesse und kleineren Communities: Englischer Musikfan entdeckt Band, sieht Hashtag, findet noch mehr Bands — Beginnt schon langsam auf Twitter! Oder Leipziger Väterchen guckt in dieses Internetdings, findet nen Act, den seine Tochter teilt, merkt, dass da noch mehr geht, etc. Außerdem erstellen wir regelmäßig wechselnde Spotify-Playlisten — In Absprache mit den heldenstädtern, die das schon so toll machen. Und bald vielleicht, wollen wir damit mal an Radios und andere Musikverbreitende herantreten, um denen »eine Stunde Leipzig« zu kuratieren. Oder euch bitten, uns eine Stunde Leipziger Hip Hop, Leipziger House mit Soul, etc. zu kuratieren.

Die Musik ist ja da, wir wollen nur einen kleinen Schritt gehen, um ein bisschen Geschichten darum zu stricken und sie ins Schaufenster zu stellen.

Diese Mail versteht sich als Werbung dafür, selbst etwas aus dem Hashtag zu machen, wir wollen das weder monopolisieren noch instrumentalisieren. Wir fänden es nur cool, wenn mehr Leipziger Musik im Netz präsent ist. Und das soll und kann nicht nur von vier Hanseln und den armen Menschen, die sie direkt belästigen können, kommen.

 

Bild: Lots of Hashtags // Michael Coghlan // CC BY-SA 2.0

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Kreativverbände gründen Landesverband der Kultur– und Kreativwirtschaft für ganz Sachsen http://www.kreatives-leipzig.de/allgemein/kreativverbande-grunden-landesverband-der-kultur-und-kreativwirtschaft-fur-ganz-sachsen.html?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=kreativverbande-grunden-landesverband-der-kultur-und-kreativwirtschaft-fur-ganz-sachsen http://www.kreatives-leipzig.de/allgemein/kreativverbande-grunden-landesverband-der-kultur-und-kreativwirtschaft-fur-ganz-sachsen.html#comments Fri, 24 Jul 2015 11:41:36 +0000 Kreatives Leipzig e.V. http://www.kreatives-leipzig.de/?p=8024 In der Landeshauptstadt Dresden wurde gestern der sächsische Landesverband der Kultur– und Kreativwirtschaft gegründet. Er ist ein Zusammenschluss der drei sächsischen Kreativwirtschaftsverbände Kreatives Chemnitz, Wir gestalten Dresden und Kreatives Leipzig. Der Landesverband soll in Zukunft die Interessen der Kreativschaffenden auf Landesebene vertreten.

„Die drei Branchenverbände haben schon in der Vergangenheit eng auf Basis eines gemeinsamen Kooperationsvertrages zusammengearbeitet. Die Gründung eines Landesverbandes war der logische nächste Schritt“, erklärt Martin Fiedler, Vorstand von Wir gestalten Dresden.

Der neu gegründete Landesverband der Kultur– und Kreativwirtschaft Sachsen e.V. mit Sitz in Dresden und Niederlassungen in Chemnitz und Leipzig hat die Förderung der Kultur– und Kreativwirtschaft in Sachsen zum Zweck. „Wir wollen durch diesen Schritt vor allem die Interessen der Branche gegenüber der Landes– und Bundespolitik vertreten. Für eine effektive Gestaltung von Rahmenbedingungen der hiesigen Kultur– und Kreativwirtschaft sind diese Ebenen unumgänglich“, erläutert Lars Fassmann, Vorstand von Kreatives Chemnitz.

Kultur– und Kreativwirtschaft als Chance für ganz Sachsen

Neben den sächsischen Großstädten Chemnitz, Dresden und Leipzig soll der Fokus vor allem auf den ländlichen Regionen des Freistaates liegen. Vom Erzgebirge bis in die Oberlausitz werden Veranstaltungen zur Förderung der Kultur– und Kreativwirtschaft durchgeführt, um somit die Potentiale für die ländliche Region und für die Branche selbst zu vermitteln. Die Aufgabe wird zudem sein, die Aktivitäten der einzelnen Verbände zu koordinieren und der Kultur– und Kreativwirtschaft in ganz Sachsen eine starke Stimme zu verleihen.

„Binnen weniger Jahre haben engagierte Akteure der sächsischen Kultur– und Kreativwirtschaft eine beachtliche Entwicklung in Gang gebracht: Was mit der Gründung lokaler Interessenvertretungen in Leipzig, Dresden und Chemnitz begann, wurde zu einer zunehmend sachsenweiten Brancheninitiative, die eine stabile Verankerung in der kreativunternehmerischen Wirklichkeit mit politischem Gestaltungswillen verbindet. Das klare Bekenntnis zur Branche im aktuellen Koalitionsvertrag sind dafür ebenso Beleg wie die Entstehung weiterer lokaler und regionaler Initiativen in letzter Zeit“, beschreibt Katja Großer, bisheriger Sprecherin der sächsischen Kreativwirtschaftsverbände, den Weg zum sächsischen Landesverband.

Mit der Gründung des gemeinsamen Landesverbands wird vor allem ermöglicht, die sächsische Kultur– und Kreativwirtschaft einer breiten Öffentlichkeit näherzubringen. „Vernetzung und Erfahrungsaustausch zwischen den Mitgliedern werden dadurch über die einzelnen Verbände hinaus verbessert. Nicht zuletzt steht nun vielen Institutionen und Verbänden auf Landesebene mit dem Landesverband der Kultur– und Kreativwirtschaft Sachsen ein gleichwertiger Partner zur Seite“, beschreibt Ivo Zibulla, Vorstand von Kreatives Leipzig, die Chancen des sächsischen Landesverbands der Kultur– und Kreativwirtschaft.

Hintergrund

Die Kultur– und Kreativwirtschaft in Sachsen ist eine der bedeutendsten Wirtschaftsbranchen. In Sachsen gibt es über 11.000 Unternehmen in der Kultur– und Kreativwirtschaft mit hohem Wachstumspotenzial. Dabei basiert die Arbeit der Menschen und Unternehmen in der Kultur– und Kreativwirtschaft vor allem auf Wissen und Innovation. Besonders Freiberufler, Klein– und Kleinstbetriebe prägen diese Branche. Im Mittelpunkt ihrer Tätigkeit stehen Schaffung, Produktion, Verteilung und Verbreitung von kulturellen und kreativen Gütern und Dienstleistungen. Die Kultur– und Kreativwirtschaft gliedert sich in elf Teilmärkte. Diese untergliedern sich in Architekturmarkt, Buchmarkt, Darstellende Kunst, Designwirtschaft, Filmwirtschaft, Kunstmarkt, Musikwirtschaft, Pressemarkt, Rundfunkwirtschaft, Software/Games-Industrie sowie Werbemarkt.

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Keine Sommerpause beim Kompetenzzentrum Kultur– und Kreativwirtschaft des Bundes http://www.kreatives-leipzig.de/allgemein/keine-sommerpause-beim-kompetenzzentrum-kultur-und-kreativwirtschaft-des-bundes.html?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=keine-sommerpause-beim-kompetenzzentrum-kultur-und-kreativwirtschaft-des-bundes http://www.kreatives-leipzig.de/allgemein/keine-sommerpause-beim-kompetenzzentrum-kultur-und-kreativwirtschaft-des-bundes.html#comments Thu, 23 Jul 2015 09:28:34 +0000 Kreatives Leipzig e.V. http://www.kreatives-leipzig.de/?p=8034 Auch im Sommer unterstützt das Kompetenzzentrum Kultur– und Kreativwirtschaft des Bundes in Fragen der Existenzgründung, bei der Entwicklung von Geschäftsideen oder neuen Geschäftsfeldern als auch alltäglichen Fragen des Unternehmertums und bieten dafür kostenfreie Orientierungsberatungen an: Leipzig, Stadtteilladen Leipziger Westen, Karl-Heine-Str. 54 Mi, 05.08.2015 Mi, 12.08.2015 Mi, 02.09.2015 Mi, 23.09.2015 Mi, 30.09.2015.

Die Orientierungsberatungen sind kostenfrei. Eine vorherige Terminvereinbarung ist allerdings erforderlich und erfolgt unter der bundesweiten Telefonnummer 030 34 64 65 300 oder direkt per E-Mail an

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Was hat der Flying Music Circus mit dem Festival »Eat Eat Eat« zu tun? http://www.kreatives-leipzig.de/musik/was-hat-der-flying-music-circus-mit-dem-festival-eat-eat-eat-zu-tun.html?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=was-hat-der-flying-music-circus-mit-dem-festival-eat-eat-eat-zu-tun http://www.kreatives-leipzig.de/musik/was-hat-der-flying-music-circus-mit-dem-festival-eat-eat-eat-zu-tun.html#comments Thu, 16 Jul 2015 14:57:54 +0000 Kreatives Leipzig e.V. http://www.kreatives-leipzig.de/?p=8016 Im Moment sind die im Projekt engagierten Köpfe des Musikprojektes des Kreativen Leipzig e. V., dem Flying Music Circus, aus persönlichen und beruflichen Gründen stark ausgelastet, so dass im Jahr 2015 bislang nur wenige Aktivitäten stattfinden konnten. Am letzten August-Wochenende wird sich dies ändern. Dann findet mit Unterstützung zahlreicher Partner und Sponsoren das Festival »Eat Eat Eat« auf der Pferderennbahn im Leipziger Scheibenholz statt.

Wie der Festivalname bereits nahe legt, geht es bei der Veranstaltung nicht nur um Musik sondern auch um Essen, genau gesagt um Street Food. Präsentiert werden an dem Wochenende musikalische und kulinarische Perlen aus den Leipziger Partnerstädten sowie aus dem DÉLICE-Netzwerk, in dem Leipzig als Mitglied dabei ist. Das Besondere aus Sicht des Flying Music Circus ist, dass Artists aus den Partnerstädten während ihres Aufenthalts in Leipzig mit Bands und Solo Acts aus unserer Stadt zusammengebracht werden, um sich näher kennenzulernen und auszutauschen. Im Jahr 2016 sollen dann Artists aus Leipzig die Möglichkeit erhalten, in den Partnerstädten aufzutreten. Die Stadt Leipzig hat hierfür eine logistische und finanzielle Unterstützung in Aussicht gestellt. Wenn alles so wie geplant umgesetzt werden kann, werden Artists aus Leipzig im Rahmen des Flying Music Circus tatsächlich in den Flieger steigen können.

Das Festival Ende August wird von unserem Vereinsmitglied Blues Agency GmbH realisiert. Mehrere weitere Mitglieder sind an der Umsetzung beteiligt.

 

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Kompetenzzentrum Kultur– und Kreativwirtschaft des Bundes ruft zur Teilnahme am »Jackpot« auf http://www.kreatives-leipzig.de/allgemein/kompetenzzentrum-kultur-und-kreativwirtschaft-des-bundes-ruft-zur-teilnahme-am-jackpot-auf.html?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=kompetenzzentrum-kultur-und-kreativwirtschaft-des-bundes-ruft-zur-teilnahme-am-jackpot-auf http://www.kreatives-leipzig.de/allgemein/kompetenzzentrum-kultur-und-kreativwirtschaft-des-bundes-ruft-zur-teilnahme-am-jackpot-auf.html#comments Tue, 14 Jul 2015 09:47:41 +0000 Kreatives Leipzig e.V. http://www.kreatives-leipzig.de/?p=8009 Am 4. September findet der erste bundesweite Tag der Kultur– und Kreativwirtschaft in Deutschland, initiiert vom Kompetenzzentrum Kultur– und Kreativwirtschaft des Bundes, statt.

24 Stunden lang präsentiert sich die Kultur– und Kreativwirtschaft in ihrer ganzen Vielfalt. Dazu können Agenturen, Ateliers und Kreativbüros ihre Türen öffnen, Kreative und Künstler Ausstellungen oder Konzerte organisieren, Workshops anbieten oder zum gemeinsamen Kochen einladen, Vorträge und Diskussionsrunden veranstalten oder Backstage-Führungen unternehmen – der Kreativität sind naturgemäß an diesem Tag keine Grenzen gesetzt.

Mitmachen kann prinzipiell jede/r aus der Kultur– und Kreativwirtschaft, egal ob als Einzelperson, Unternehmen, Kollektiv, Gruppe oder in sonstiger Konstellation.

Darüber hinaus ist dieser Tag auch als Tag der Begegnung mit der Kultur– und Kreativwirtschaft gedacht. Deshalb sind auch Beiträge anderer Branchen und Institutionen für die Kultur– und Kreativwirtschaft möglich. Auch hier ist eigentlich jedes Format denkbar – vom gemeinsamen Unternehmerfrühstück, über Workshops und Gesprächsrunden, bis zu Fahrradtouren oder einem einfachen get-together. Jede Idee ist willkommen.

Auf der Website www.kreativ-jackpot.de können Beiträge über eine einfache „Mitmach-Funktion“ eingestellt werden. Zu jeder Veranstaltung kann ein Bild und ein kurzer Beschreibungstext hochgeladen werden. Zusätzlich wird ein editierbarer Flyer zum Download zur Verfügung gestellt, so dass individuelles Werbematerial erstellt werden kann. Alle Veranstaltungen werden auf einer Deutschlandkarte abgebildet, so dass Besucher auf einfache Weise Veranstaltungen in ihrer Nähe suchen können.

Weitere Informationen und Fragen: .

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Sächsische Industrie– und Handelskammern legen Branchenbericht der Kultur– und Kreativwirtschaft vor http://www.kreatives-leipzig.de/allgemein/sachsische-industrie-und-handelskammern-legen-branchenbericht-der-kultur-und-kreativwirtschaft-vor.html?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=sachsische-industrie-und-handelskammern-legen-branchenbericht-der-kultur-und-kreativwirtschaft-vor http://www.kreatives-leipzig.de/allgemein/sachsische-industrie-und-handelskammern-legen-branchenbericht-der-kultur-und-kreativwirtschaft-vor.html#comments Thu, 09 Jul 2015 15:05:12 +0000 Kreatives Leipzig e.V. http://www.kreatives-leipzig.de/?p=8007 Die Landesarbeitsgemeinschaft der Industrie– und Handelskammern in Sachsen legte ihren Branchenbericht zur Kultur– und Kreativwirtschaft in Sachsen vor. Die drei sächsischen Branchenverbände der Kultur– und Kreativwirtschaft, Kreatives Chemnitz, Wir gestalten Dresden und Kreatives Leipzig, begrüßen das Engagement der sächsischen Industrie– und Handelskammern auf diesem Feld. Der Branchenbericht liefert einen ersten wichtigen Beitrag für die zukünftige Arbeit der Kammern, vor allem aber für die Kreativwirtschaftsverbände, welche sich bei der Erstellung eingebracht haben.

Umfassender Kulturwirtschaftsbericht und stetiges Monitoring in Sachsen sind notwendig

„Der Bericht gibt eine sehr gute Übersicht zur Branchenstruktur der IHK-Mitgliedsunternehmen, bildet aber nur einen kleinen Teilbereich der Kultur– und Kreativwirtschaft in Sachsen ab“, betont Ivo Zibulla, Vorstandsvorsitzender Kreatives Leipzig. „Es besteht daher dringend die Notwendigkeit eines neuerlichen umfassenden sächsischen Kulturwirtschaftsberichtes, sowie eines stetigen Monitorings. Die Branche selbst, ist aufgrund ihrer Kleinteiligkeit nicht in der Lage diese Aufgabe aus eigener Kraft zu stemmen. Es braucht daher die Unterstützung aus der Politik.“

Der Bericht zeigt, dass der Anteil der IHK-Mitgliedsunternehmen, welche formal zur Kultur– und Kreativwirtschaft zählen, noch höher ist, als der Anteil aller Kultur– und Kreativwirtschaftsunternehmen in der sächsischen Wirtschaft insgesamt. Grund genug für die drei Kreativverbände, in Zukunft die schon bestehende erfolgreiche Kooperation mit den Kammern in Sachsen noch weiter auszubauen.

Beispielsweise haben die Kreativverbände neben dem Werbemarkt, welcher bei den IHK-Mitgliedsunternehmen dominiert, einen breiten Zugang zu allen Teilbranchen der Kultur– und Kreativwirtschaft in Sachsen. Auch der Auftraggeberanteil aus Handwerk und Industrie ist noch ausbaufähig und ebenso liegt der Internationalisierungsgrad mit 11% noch deutlich unter dem Potential der Branche im bundesvergleich. „Wie der Branchenbericht zeigt, ist die Ertragslage der Kultur– und Kreativwirtschaft im Freistaat gut, kann aber noch ausgebaut werden. Die Branchenverbände sehen ihren Auftrag darin, hierfür Unterstützungsangebote zu schaffen“, erläutert Claudia Muntschick, Vorstand von Wir gestalten Dresden.

Kreativverbände in Sachsen sind gut aufgestellt und bereit Auftrag für ein selbstorganisiertes Kompetenzzentrum umzusetzen

Der Vernetzungsgrad der sächsischen Kreativwirtschaft ist noch sehr gering, dennoch ist der Wunsch nach mehr Vernetzung, gerade bei Freiberuflern, vorhanden. „Erste Vernetzungsangebote bieten die sächsischen Kreativverbände schon jetzt und werden diese in Zukunft noch ausbauen“ bekräftigt Lars Fassmann, Vorstand Kreatives Chemnitz. „Wir sind für die beschriebenen Bedarfe der Kultur– und Kreativwirtschaft in Sachsen sehr gut aufgestellt. Mehrjährige Erfahrungen in Bereichen wie Qualifizierung, Vernetzung, Sichtbarkeit oder Wertschöpfung mit allen Teilbranchen und Größenklassen der Kultur– und Kreativwirtschaft in Sachsen, aber auch die von Akteuren getragene Struktur machen die Branchenverbände zum Wissensträger Nummer 1 für dieses Thema.“

Gemeinsam mit den Kammern und Teilmarkbereichen sind die Verbände interessiert, die Zukunft der Kultur– und Kreativwirtschaft in Sachsen zu gestalten. Eine erste Grundlage für diesen Schritt ist der Koalitionsvertrag zwischen CDU und SPD und der darin enthaltene Auftrag an die sächsischen Verbände, selbstorganisierte Unterstützungsangebote für die hiesige Kultur– und Kreativwirtschaft  im ganzen Freistaat umzusetzen.

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Wettbewerb — Amt für Wirtschaftsförderung Stadt Leipzig — Deadline 19.07.2015 http://www.kreatives-leipzig.de/allgemein/wettbewerb-amt-fur-wirtschaftsforderung-stadt-leipzig-deadline-19-07-2015.html?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=wettbewerb-amt-fur-wirtschaftsforderung-stadt-leipzig-deadline-19-07-2015 http://www.kreatives-leipzig.de/allgemein/wettbewerb-amt-fur-wirtschaftsforderung-stadt-leipzig-deadline-19-07-2015.html#comments Mon, 29 Jun 2015 05:42:41 +0000 Kreatives Leipzig e.V. http://www.kreatives-leipzig.de/?p=7993 Das Amt für Wirtschaftsförderung der Stadt Leipzig prämier Akteure aus dem Bereich der Medien– und Kreativwirtschaft, die sich internationalisieren wollen.

Was genau wird prämiert?

Das Amt für Wirtschaftsförderung der Stadt Leipzig bietet Leipziger Akteuren der Medien– und Kreativwirtschaft die Möglichkeit, Projekte zur Internationalisierung ihrer Produkte oder Dienstleistungen einzureichen. In einem Konzept soll das jeweilige Projektvorhaben und die geplante Umsetzung schlüssig vorgestellt werden. In einem Wettbewerbsverfahren werden die Konzepte bewertet und durch das Amt für Wirtschaftsförderung prämiert. Die Prämie dient zur Kofinanzierung der Projektkosten.
Mögliche Aktivitäten können zum Beispiel die Beteiligung an einem Festival, Netzwerkbildung oder ein konkretes Projekt mit einem internationalen Partner sein. Nicht förderfähig sind Projekte, die über das Mittelstandsförderprogramm der Stadt Leipzig gefördert werden.

Deadline: 19. Juli 2015

Wer wird prämiert?

Unternehmen bzw. Freiberufler des Leipziger Clusters Medien– & Kreativwirtschaft aus den Subbranchen: Informations– und Kommunikationstechnologie, Druck– und Verlagsgewerbe, Rundfunk und Film, Künste und Musik, Werbung und Öffentlichkeitsarbeit, Architektur und Design, Messe und Dienstleistungen können am Wettbewerb teilnehmen.

Wie wird prämiert?

Im Rahmen eines Wettbewerbsverfahrens können maximal 5 Projekte mit bis zu 3.000,00 € finanziell unterstützt werden. Die Prämie orientiert sich am Umfang des Projektes. Die Finanzierung des Projektes setzt sich aus Eigenanteil und Prämie zusammen. Der Eigenanteil kann aus Eigenleistung und/oder Barmitteln bestehen.

Weitere Informationen hier.

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Kreative Deutschland beschließt Kooperationsvertrag http://www.kreatives-leipzig.de/allgemein/kreative-deutschland-beschliest-kooperationsvertrag.html?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=kreative-deutschland-beschliest-kooperationsvertrag http://www.kreatives-leipzig.de/allgemein/kreative-deutschland-beschliest-kooperationsvertrag.html#comments Wed, 10 Jun 2015 10:19:13 +0000 Kreatives Leipzig e.V. http://www.kreatives-leipzig.de/?p=7982 Beim zweitägigen Bundeskongress der Kreative Deutschland in Hannover haben 14 Netzwerke der Kultur– und Kreativwirtschaft aus dem Bundesgebiet, darunter Kreatives Leipzig e.V., einen Kooperationsvertrag unterschrieben.

Die Netzwerke wollen in Zukunft eng zusammenarbeiten, um die Interessen der Kreativschaffenden auf Bundesebene und international gemeinsam zu vertreten. Weitere regionale Netzwerke haben bereits angekündigt, den Vertrag zu unterzeichnen.

Kooperationsvertrag und Sprecher des Bundesnetzwerks

„Die Kooperation der Netzwerke unter dem Dach der Kreative Deutschland soll dazu beitragen, die Vernetzung der Kreativen auf Bundesebene zu stärken, die Sichtbarkeit der Branche zu erhöhen und die Rahmenbedingungen der Kultur– und Kreativwirtschaft in Deutschland zu verbessern“, sagte Kai Schirmeyer vom Netzwerk [kre|H|tiv] aus Hannover, der auf dem Bundeskongress als neuer Sprecher der Kreative Deutschland gewählt wurde.

„Die Bundesregierung beabsichtigt, die erfolgreiche Initiative Kultur– und Kreativwirtschaft in den folgenden Jahren fortzusetzen und den Dialog zwischen Politik und Kreativwirtschaft zu verstärken. Wir bieten an, als Vertreter der Kreativen in Deutschland diesen Dialog aktiv zu befördern und die Bundesministerien sowie die Wirtschaftsministerkonferenz der Länder zu beraten, wie die Potentiale unserer Branche besser erschlossen werden können. Ziel ist es, Deutschland innovativer zu machen,“ sagte Schirmeyer. Wichtig sei es daher, die Förderprogramme zur Innovationsstärkung in Deutschland für die Kultur– und Kreativwirtschaft zu öffnen. Der nächste Bundeskongress der Kreative Deutschland soll am 6. und 7.10.2015 in Berlin stattfinden.

Staatssekretärin Brigitte Zypries: Dialog mit der Kreativwirtschaft entscheidend für den Erfolg der Bundesinitiative

Die Kultur– und Kreativwirtschaft gilt in vielen Regionen Deutschlands und weltweit als Schlüsselbranche und Innovationsmotor, um kreative Lösungen für die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Herausforderungen der Zukunft zu entwickeln. Brigitte Zypries, Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Wirtschaft und Energie, hatte nach ersten Gesprächen der Kreative Deutschland mit Vertretern des Bundeswirtschaftsministeriums angekündigt: „Die Kreativität und die Innovationskraft der Menschen und der Unternehmen sind sowohl für unsere Gesellschaft als auch für die Gesamtwirtschaft unverzichtbar. Entscheidend für den Erfolg unserer Initiative ist der Dialog zwischen Politik und Kultur– und Kreativwirtschaft. Es ist uns daher wichtig, gemeinsam mit der Branche über die zukünftigen Handlungsfelder und über neue Wege der Zusammenarbeit zu diskutieren.«

Nach dem letzten Monitoring der Bundesregierung aus dem Jahr 2013 waren rund 249 Tausend Unternehmen in der Kultur– und Kreativwirtschaft in Deutschland tätig. Zusammen erwirtschafteten sie 145 Milliarden Euro Umsatz. Der Beitrag der Branche zur gesamten Bruttowertschöpfung liegt höher als in der Chemieindustrie und bei den Energieversorgern.

Gemeinsame Außendarstellung und Beitritt weiterer regionaler Netzwerke

Der Kooperationsvertrag der Kreative Deutschland sieht vor, eine gemeinsame Außendarstellung zu entwickeln und die Potentiale der Kultur– und Kreativwirtschaft verstärkt zu kommunizieren. Auf dem Webportal der Kreative Deutschland sollen die Aktivitäten der regionalen Netzwerke und des Bundesnetzwerkes vorgestellt werden und Erfahrungen erfolgreicher Veranstaltungsformate und Projekte ausgetauscht werden. Das Bundesnetzwerk ist offen für den Beitritt weiterer regionaler Netzwerke, um die Kultur– und Kreativwirtschaft flächendeckend, sowohl in den Städten als auch in ländlichen Räumen, abzubilden und zu vertreten.

Außerdem soll der Austausch mit den Verbänden der 11 Teilmärkte der Kultur– und Kreativwirtschaft verstärkt werden. So wurden im Gespräch mit Victoria Ringleb, Geschäftsführerin der Allianz deutscher Designer e.V., Kooperationsmöglichkeiten und Synergien durch gemeinsame Veranstaltungen und Kampagnen erörtert.

Oberbürgermeister Stefan Schostok: Kreativwirtschaft als Entwicklungsmotor des 21. Jahrhunderts

Der Bundeskongress der Kreative Deutschland fand im Kreativzentrum „HALLE 96“ in Hannover statt, auf dem ehemaligen Industriegelände der traditionsreichen Hanomag-Werke. Oberbürgermeister Stefan Schostok tauschte sich bei einem
Marktfrühstück mit den Vertretern der Netzwerke aus und bekräftigte die Bedeutung der Branche für die Landeshauptstadt Hannover: „Die Kreativwirtschaft kann der Entwicklungsmotor der Städte des 21. Jahrhunderts sein.“

So können Kreative dazu beitragen, Brachflächen der Städte und Problemstandorte zu beleben und aufzuwerten. Schostok sagte, dass er sich für Modelle einsetze, wie die Kreativen auch monetär an der von ihnen geleisteten Aufwertung und Belebung der städtischen Räume stärker beteiligt werden könnten, beispielsweise durch Kreativfonds. Das Bundesnetzwerk Kreative Deutschland besichtigte anschließend die brachliegende ehemalige Einkaufspassage „Ihme-Zentrum“ in Hannover und sammelte Ideen für eine mögliche Umnutzung des Zentrums.

Weitere Inormationen und ein Video zum Netzwerktreffen finden Sie auf der Website Kreative Deutschland sowie hier.

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Aktuelle Vor-Ort-Beratungstermine der Kontaktstelle Kreativwirtschaft (3. Quartal) http://www.kreatives-leipzig.de/allgemein/aktuelle-vor-ort-beratungstermine-der-kontaktstelle-kreativwirtschaft-3-quartal.html?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=aktuelle-vor-ort-beratungstermine-der-kontaktstelle-kreativwirtschaft-3-quartal http://www.kreatives-leipzig.de/allgemein/aktuelle-vor-ort-beratungstermine-der-kontaktstelle-kreativwirtschaft-3-quartal.html#comments Tue, 02 Jun 2015 12:34:21 +0000 Kreatives Leipzig e.V. http://www.kreatives-leipzig.de/?p=7964 Auch 2015 ist Elisabeth Hauck (Kontaktstelle Kreativwirtschaft) im Coworking Space Raumstation des Tapetenwerks für Beratungstermine vor Ort anzutreffen. Von Existenzgründern bis zu etablierten Unternehmern können alle, die in der Kreativwirtschaft tätig sind, dieses Beratungs– & Informationsangebot nutzen.
Das Angebot ist kostenfrei, um eine Anmeldung wird gebeten (unter mail: elisabeth.hauck[at]leipzig.de oder Tel. 0341–123 5824).

Das Angebot umfasst
• Erstberatung für das Mittelstandsförderprogramm der Stadt Leipzig
• Informationen zu Angeboten für die Kreativwirtschaft (Förder– & Finanzierungsmöglichkeiten) auf kommunaler, Landes– und Bundesebene
• Vermittlung & Vernetzung zu anderen Ämtern der Stadt Leipzig und weiteren Institutionen/Vereinen

// Die Termine im Überblick:
08. Juli 2015, 9:00 Uhr – 16:00 Uhr
05. August 2015, 9:00 Uhr – 16:00 Uhr
23. September 2015, 9:00 Uhr – 16:00 Uhr

// Ort:
Raumstation Coworking in Leipzig -
Tapetenwerk Haus K, Obergeschoss
Lützner Straße 91
04177 Leipzig

Weitere Vor Ort-Termine für das letzte Quartal werden zeitnah bekannt gegeben. Darüber hinaus gibt es jederzeit die Möglichkeit einen Beratungstermin im Rathaus zu vereinbaren. Weitere Infos hier.

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Wie arbeitet man erfolgreich in der digitalen Kreativwirtschaft? http://www.kreatives-leipzig.de/allgemein/wie-arbeitet-man-erfolgreich-in-der-digitalen-kreativwirtschaft.html?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=wie-arbeitet-man-erfolgreich-in-der-digitalen-kreativwirtschaft http://www.kreatives-leipzig.de/allgemein/wie-arbeitet-man-erfolgreich-in-der-digitalen-kreativwirtschaft.html#comments Mon, 13 Apr 2015 09:16:46 +0000 Kreatives Leipzig e.V. http://www.kreatives-leipzig.de/?p=7915 Im Rahmen eines Themenabends eBusiness– Lotsen am 06.05.15 geht unter anderem unserer Mitglied Stephan Popp von der Visionbackery als Referent der Frage nach:

»Wie arbeitet man erfolgreich in der digitalen Kreativwirtschaft?«

Diese Frage wird dann im Rahmen eines Themenabends für Kreativschaffende, veranstaltet vom eBusiness– Lotsen Mitteldeutschland, am 06.05.15 im Kubus diskutiert.

Denn in einer Gesellschaft, die digitaler wird  und in ihren informations–  bzw. kommunikationstechnischen Möglichkeiten stetig wächst, stehen kreative Köpfe immer wieder vor neuen Herausforderungen. Marketing, Produktvertrieb, Prozessoptimierungen im eignen Unternehmen oder die Frage nach Finanzierung sind Felder, mit denen sich kleine und mittlere Unternehmen aus der Kreativwirtschaft auseinandersetzen müssen. Deshalb werden in dieser Veranstaltung speziell auf die Kreativwirtschaft zugeschnittene Vorträge zum Thema Marketing und zum Crowdfunding als alternative Finanzierungmethode stattfinden. Des Weiteren wird die Rolle des Kunden für Unternehmen und die unternehmerische Weiterentwicklung diskutiert.

Veranstaltungsprogramm

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Aktuelle Vor-Ort-Beratungstermine der Kontaktstelle Kreativwirtschaft der Stadt Leipzig http://www.kreatives-leipzig.de/allgemein/aktuelle-vor-ort-beratungstermine-der-kontaktstelle-kreativwirtschaft-der-stadt-leipzig.html?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=aktuelle-vor-ort-beratungstermine-der-kontaktstelle-kreativwirtschaft-der-stadt-leipzig http://www.kreatives-leipzig.de/allgemein/aktuelle-vor-ort-beratungstermine-der-kontaktstelle-kreativwirtschaft-der-stadt-leipzig.html#comments Tue, 31 Mar 2015 10:44:11 +0000 Kreatives Leipzig e.V. http://www.kreatives-leipzig.de/?p=7891 Auch 2015 ist Elisabeth Hauck (Kontaktstelle Kreativwirtschaft) im Coworking Space Raumstation des Tapetenwerks für Beratungstermine vor Ort anzutreffen. Von Existenzgründern bis zu etablierten Unternehmern können alle, die in der Kreativwirtschaft tätig sind, dieses Beratungs– & Informationsangebot nutzen.

Das Angebot ist kostenfrei, um eine Anmeldung wird gebeten (unter mail: oder Tel. 0341–123 5824).

Das Angebot umfasst
• Erstberatung für das Mittelstandsförderprogramm (www.leipzig.de/Mittelstand) der Stadt Leipzig
• Informationen zu Angeboten für die Kreativwirtschaft (Förder– & Finanzierungsmöglichkeiten) auf kommunaler, Landes– und Bundesebene
• Vermittlung & Vernetzung zu anderen Ämtern der Stadt Leipzig und weiteren Institutionen/Vereinen

Die Termine im Überblick:
29. April 2015 9:00 Uhr – 16:00 Uhr
27. Mai 2015 9:00 Uhr – 16:00 Uhr
24. Juni 2015 9:00 Uhr – 16:00 Uhr

Ort:
Raumstation Coworking in Leipzig -
Tapetenwerk Haus K, Obergeschoss
Lützner Straße 91
04177 Leipzig

Weitere Vor Ort-Termine für das zweite Halbjahr 2015 werden zeitnah bekannt gegeben. Darüber hinaus gibt es jederzeit die Möglichkeit einen Beratungstermin im Rathaus zu vereinbaren. Weitere Infos (Link)

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Work in Progress — Rückblick auf die Veranstaltung in Hamburg http://www.kreatives-leipzig.de/allgemein/work-in-progress-ruckblick-auf-die-veranstaltung-in-hamburg.html?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=work-in-progress-ruckblick-auf-die-veranstaltung-in-hamburg http://www.kreatives-leipzig.de/allgemein/work-in-progress-ruckblick-auf-die-veranstaltung-in-hamburg.html#comments Tue, 24 Mar 2015 13:13:26 +0000 Kreatives Leipzig e.V. http://www.kreatives-leipzig.de/?p=7885 Letztes Wochenende waren wir bei „Work in Progress“ in Hamburg um die neuesten Trends in der Arbeitswelt aufzugreifen. Über 3 Tage fanden auf Kampnagel – Deutschlands größter Spiel– und Produktionsfläche für darstellende Künste – spannende Diskussionen, Vorträge und Performances statt.

Die Kreativwirtschaft geht, laut der Begrüßungsrede des Hamburger Bürgermeisters Olaf Scholz, beispielhaft voran und nimmt so eine Veränderungen in den Arbeitsverhältnissen vorweg, auf die sich die Politik, die Gesellschaft, die Ökonomie und die uns umgebenden Strukturen in den kommenden Jahren einstellen werden müssen. Dazu gehört, dass die Menschen nicht mehr nur arbeiten, um Karriere zu machen und Geld zu verdienen. Sie suchen Sinnhaftigkeit in ihrer Arbeit, wollen, dass die Arbeit sie persönlich ausfüllt und glücklich macht. Jobsharing und Konsensdemokratie im Unternehmen sind Wünsche mit denen alt eingesessene Unternehmen lernen müssen umzugehen.

„Dark Horse“ zum Beispiel hilft als junge Unternehmensberatung bei der Umstrukturierung und dem Umdenken im Betrieb um Mitarbeiter mehr und anders einzubinden und so den Sprung in die neue digitale Gesellschaft zu schaffen. Andere Unternehmen schaffen es schon jetzt innerhalb unseres kapitalistischen Systems zu funktionieren ohne sich darauf einzulassen. Bei „Premium Cola“ gibt es gleiche Löhne für alle, keine Arbeitsverträge, keine Werbung und vor allem keinen erzwungenen Wachstum. Außerdem wird – ganz ohne Konkurrenz-Gedanken – die gesamte Unternehmensphilosophie mit ausdrücklicher Aufforderung zum Nachmachen auf der Webseite geteilt.

In der Kreativwirtschaft gibt es zudem oft keine „normalen“ Angestelltenverhältnisse mehr, oder verschiedene Formen – von selbstständig bis zu ehrenamtlich engagiert – überschneiden sich. Die Politik hinkt hier hinterher und bietet keine Strukturen oder Gesetzte, die mit solchen Situationen umzugehen wüssten. Gabriele Koch baut für Deutschland gerade das Netzwerk „SMartDE“ mit auf, welches Kunstschaffende bei Fragen die Unternehmensform, die Besteuerung oder die Sozial– bzw. Rentenversicherung betreffend unterstützt. Auch der Deutsche Gewerkschaftsbund, vertreten durch die Vorsitzende Katja Karger, appelliert genauso für die Organisation der Kreativwirtschaft (denn auch Gewerkschaften sind nur so stark, wie ihre Mitglieder), dann reagiere auch die Politik.

Jeremy Rifkin sah in seiner Keynote diese ganzen Veränderungen und Umbrüche als Zeichen einer Gesellschaftsrevolution. Weg vom Kapitalismus, hin zu digitalisierten Systemen, in denen jegliche Inhalte geteilt werden. Eine Gesellschaft, in der Produkte mit Grenzkosten gegen 0 hergestellt werden und so am Ende keiner mehr arbeiten muss und Kapazitäten für seine persönliche Entfaltung ausschöpfen kann. Nur durch eine so radikale Veränderung meint er, könne die Menschheit ihrer bevorstehenden Auslöschung durch den Klimawandel entgehen.

Als ein erster realisierbarer, nicht so global gedachter Schritt zu einer neuen (besseren?) Gesellschaft wurde auch das Grundeinkommen viel diskutiert. Gedanken und Ideen, die inspirieren, die es schaffen existierende Probleme und damit einhergehende Chancen zu artikulieren und ins Bewusstsein zu holen, die einen davon überzeugen, dass etwas Neues auf dem Weg ist.

Hier gibt es den Twitter-Feed zum Kongress mit vielen spannenden Zitaten, Fotos und Diskussionen.

 

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Ein kurzes Interview mit »Leo Hört Rauschen« über den Flying Music Circus und ihr neues Album http://www.kreatives-leipzig.de/musik/7829.html?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=7829 http://www.kreatives-leipzig.de/musik/7829.html#comments Fri, 27 Feb 2015 06:54:59 +0000 Kreatives Leipzig e.V. http://www.kreatives-leipzig.de/?p=7829 Zu Jahresbeginn 2013 gehörte die Band Leo Hört Rauschen zu den sächsischen Acts, die am von Kreatives Leipzig e. V. getragenen Projekt Flying Music Circus teilnahmen. Demnächst präsentieren sie auf einer ausgedehnten Tour ihr neues Album Modern Modern — Zeit also für ein Interview. Gesprochen haben wir dazu kürzlich mit Marius.

Hallo Marius! Bevor wir anfangen: Wer ist eigentlich »Leo« bzw. was hat es mit eurem Bandnamen auf sich?
Das mit dem Bandnamen ist für uns eine Frage die sich nach über 3 Jahren eigentlich nicht mehr stellt. Leo ist im Ursprung eigentlich mehr eine Projektionsfläche als ein Name. Entscheidend war da mehr der Klang als die tatsächliche Personifizierung.

Vor etwa zwei Jahren hattet ihr mit auf unserer Mini-Tournee im Rahmen des Projektes Flying Music Circus mitgespielt? Wie habt ihr das Projekt in Erinnerung?
In erster Linie als gut organisierten Mikrokosmos, tatsächlich als kleinen Wanderzirkus talentierter Künstler. Es waren intensive Abende an deren Enden jeweils die alkoholische Verbrüderung mit den anderen Bands stattfand.

Wie habt ihr euch seit dem musikalisch und wirtschaftlich entwickelt?
Die Frage nach der musikalischen Entwicklung ist sicherlich die interessantere, da die Frage nach der Wirtschaftlichkeit einer Indie Band eher nur rhetorisch gemeint sein kann. Musikalisch haben wir durch viele Veränderungen und Experimente endlich einen Duktus gefunden der zu uns passt. Unbequem, verstörend und beunruhigend.

In rund einem Monat spielt ihr in der Halle D (Werk II) auf und habt ein neues Album mit im Gepäck. Ein paar Worte dazu?
Das Album ist Startschuss und Abschluss zugleich. Wir beenden damit die lange aber notwendige Findungsphase und starten zugleich in einen Abschnitt, der für Bands sicherlich immer ein Abenteuer ist. Wir konfrontieren die Öffentlichkeit mit unserer intimen Arbeit und warten auf Reaktionen. Das ist ein bisschen wie der Beginn einer Medikamententestreihe. Wie werden die Patienten reagieren?

Und zum Schluss noch ein Blick in die Zukunft: Ein Teil von euch ist ja schon in Leipzig zu Hause? Wann kommt der Rest nach?
Das ist eine Fehlinformation. Derjenige, der in Leipzig lebt, Albrecht, hat die Band im letzten Jahr verlassen. Was natürlich nicht heißen soll, dass wir nicht doch irgendwann unseren Lebensmittelpunkt verlagern könnten. Die Gesellschaft in Dresden scheint zu verrohen und in solchen Momenten flüchten die Künstler gern. Vielleicht sollten wir deshalb erst recht bleiben.

In Leipzig sind Leo Hört Rauschen am 18. März 2015 in der Halle D (Werk II) zu hören und erleben. Hier ein kleiner Vorgeschmack aus dem Studio.
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Kreatives Leipzig in der Jury für den Sächsischen Staatspreis für Innovation http://www.kreatives-leipzig.de/design/kreatives-leipzig-in-der-jury-fur-den-sachsischen-staatspreis-fur-innovation.html?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=kreatives-leipzig-in-der-jury-fur-den-sachsischen-staatspreis-fur-innovation http://www.kreatives-leipzig.de/design/kreatives-leipzig-in-der-jury-fur-den-sachsischen-staatspreis-fur-innovation.html#comments Mon, 23 Feb 2015 12:29:56 +0000 Kreatives Leipzig e.V. http://www.kreatives-leipzig.de/?p=7822 Bis zum 15. Februar 2015 hatten Sächsische GründerInnen und UnternehmerInnen die Möglichkeit, sich für den diesjährigen Sächsischen Staatspreis für Innovation und den futureSAX-Ideenwettbewerb zu bewerben.

Mit der Preisausschreibung möchte der Freistaat herausragende Leistungen und wirtschaftliche Erfolge von UnternehmenInnen ehren und gleichzeitig Anreize schaffen für noch mehr Unternehmergeist, Innovationskraft und Ideenreichtum in Sachsen.

„Innovativ sein – das heißt mutig und kreativ sein. Mit dem Sächsischen Staatspreis für Innovation wollen wir diejenigen Unternehmen für ihre Anstrengungen belohnen, die mit einer kreativen Idee und viel Engagement Sachsen dabei unterstützen, zu einem der führenden Innovationsstandorte in Europa zu werden. Gleichzeitig machen wir anderen Mut, in Innovation und damit in die Zukunft zu investieren“, betont Staatsminister Martin Dulig.

Beide Wettbewerbe unter dem Motto „Zukunft beginnt mit Innovation“

Der Sächsische Staatspreis für Innovation ist mit Preisgeldern von insgesamt 50.000 Euro dotiert. Er richtet sich an in Sachsen ansässige mittelständische Unternehmen mit bis zu 500 MitarbeiterInnen und bis zu 100 Mio. Euro Umsatz im Jahr, deren Gründung mindestens fünf Jahre zurückliegt. Mit dem Staatspreis sollen wirtschaftlich erfolgreiche Innovationen geehrt werden, die in Produkten, Dienstleistungen, Prozessen oder dem Geschäftsmodell als solchem Niederschlag gefunden haben.

Zusätzlich wird für die Handwerksunternehmen ein Sonderpreis der sächsischen Handwerkskammern in Höhe von 5.000 Euro vergeben. Mit dem futureSAX-Ideenwettbewerb sollen innovative und wachstumsorientierte Gründungsvorhaben in Sachsen gefördert sowie erste Ideen in tragfähige Geschäftskonzepte weiterentwickelt werden. Insgesamt sind für diesen Wettbewerb Preisgelder in Höhe von 30.000 Euro ausgelobt. Teilnehmen können gründungswillige StudentInnen, WissenschaftlerInnen, ArbeitnehmerInnen, Selbstständige oder Erfinderinnen. Die Unternehmensgründung muss innerhalb der letzten drei Jahre erfolgt sein oder innerhalb der nächsten zwei Jahre angestrebt werden.

2015: Kreatives Leipzig erstmals Jurymitglied

Die PreisträgerInnen werden in zwei Wertungsrunden durch die JurorInnen bestimmt. Die Jury setzt sich aus VertreterInnen verschiedener Branchen in ganz Sachsen zusammen – so bringt jedes Mitglied spezielle Kompetenzen und Erfahrungswerte in den Wettbewerb mit ein. In diesem Jahr ist Kreatives Leipzig zum ersten Mal Teil der Jury für den Sächsischen Staatspreis für Innovation. Ivo Zibulla wird als Vorstandsvorsitzender des Branchenverbands einzelne Konzepte bewerten und direktes Feedback zur Weiterentwicklung geben. Neben Kreatives Leipzig sind als Vertreter der Kultur– und Kreativwirtschaft auch die Branchenverbände Kreatives Chemnitz und Wir gestalten Dresden in der Jury für den Sächsischen Staatspreis für Innovation aktiv.

Am 31. März werden die Nominierten bekanntgegeben. Die innovativsten GründerInnen und Unternehmen werden bei der futureSAX-Innovationskonferenz in Dresden Anfang Juli 2015 prämiert.

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Zusammenfassung zur Veranstaltung „Klub-Konkret-Design – Wie wir arbeiten und was wir wollen!“ http://www.kreatives-leipzig.de/design/zusammenfassung-zur-veranstaltung-klub-konkret-design-wie-wir-arbeiten-und-was-wir-wollen.html?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=zusammenfassung-zur-veranstaltung-klub-konkret-design-wie-wir-arbeiten-und-was-wir-wollen http://www.kreatives-leipzig.de/design/zusammenfassung-zur-veranstaltung-klub-konkret-design-wie-wir-arbeiten-und-was-wir-wollen.html#comments Tue, 09 Dec 2014 08:25:47 +0000 Kreatives Leipzig e.V. http://www.kreatives-leipzig.de/?p=7743 Nach den beiden erfolgreichen Veranstaltungsreihen des Vereins Kreatives Leipzig „LE Klub Analog“ und „FOKUS“ in den Jahren 2011 und 2012 fand nun am 23.10.2014 in der neuen Galerie „contemporary urban“ die dritte Veranstaltung der Reihe „Klub Konkret – Wie wir arbeiten und was wir wollen!“ statt.

In Kooperation mit dem Amt für Wirtschaftsförderung der Stadt Leipzig wurden die vielfältigen Aspekte der Arbeitswelt der Design-Branche untersucht und diskutiert. Die Veranstaltung strukturierte sich in Podiumsdiskussion und Workshopteil, um den Abend offen und interaktiv zu gestalten sowie möglichst viele Ideen und Ergebnisse zu den Problemstellungen der Arbeits– und Lebensbedingungen zu generieren. Das Ziel hierbei war es gemeinsam Ansätze und Handlungsempfehlungen für Politik/Verwaltung, Verbände und die Einzelakteure/Unternehmen zu erarbeiten.

Als Teil der Kultur– und Kreativbranche gehört die Designbranche zu einer der größten Innovationsfelder dieser Zeit. In Leipzig hat sie spätestens seit der Etablierung der jährlichen Messe „Designer´s Open“ einen hohen Stellenwert im Wirtschaftsgeschehen der Region, gleichzeitig prägt sie einen Image-gebenden Charakter für die Stadt Leipzig, die sich zu einem der wichtigsten Standorte der Kreativbranche bundesweit entwickelt hat.

Die Arbeit des Designers ist dem ständigen Wandel und einer rasanten Weiterentwicklung unterworfen, auffallend ist bei genauer Betrachtung vor allem die interdisziplinäre Arbeitsvielfalt.

Die klassischen Design-Disziplinen wie Grafik-, Mode-, Produkt– oder Industriedesign werden mittlerweile in stark zunehmendem Maße ergänzt durch Interface-, Interaction-, Service-, oder Experience-Design. Die entstehenden Produkte sind immer seltener materieller Natur, immer öfter werden sie auf der Basis von Webanwendungen verschiedenster Art realisiert, das Internet ist demnach ein großer und vielleicht der wichtigste „Arbeitsraum“ der heutigen Design-Branche.

Auch auf den jeweiligen Bedarf optimierte Strategien und verschiedenste Methoden zur Lösungsentwicklung sowie das projektbezogene Arbeiten in interdisziplinären Teams sind wachsende Handlungsfelder von Designern.

Um einen möglichst breitgefächerten Eindruck dieser komplexen Zusammenhänge und unterschiedlichen Beschaffenheiten der Arbeitswirklichkeiten zu bekommen, waren vier spannende Referenten aus unterschiedlichen Bereichen zu Gast: Mary-Anne Kockel (Paka/me) ist selbstständige Interaction-Designerin, Daniel Probst (Verwegener & Trefflich) bringt interdisziplinäre Teams schnell in produktive Zusammenarbeit, Stefan Hölldobler (diefabrik) entwickelt aus recycelten Materialien innovative Designobjekte und Daniel Funke (Form & Drang) kombiniert Interface und Interaction Design mit Industriedesign für ganzheitliche Systeme.

Während des Workshopteils wurden von den Teilnehmern sowie den Podiumsgästen Bedarfe und Ideen formuliert, die nach ihrer Sicht die Arbeit der Designer in der Region effizienter gestalten könnten.

An die Verbände als Interessensvertretung und Netzwerk-Knotenpunkte der Branche wurden Ideen gerichtet wie eine leicht verständliche Online-Sammlung aller Fördermöglichkeiten der Region, Aufklärungskampagnen über Innovation als Überlebensnotwendigkeit unabhängig von Fördermitteln und die Idee einer aktiven Plattform für Projektvermittlung/Jobbörse für Designer.

Veranstaltungsformate, wie die Klub-Konkret-Reihe werden als wichtig und nützlich angesehen zum Zweck von Austausch und des Netzwerkens untereinander. Im Bereich des Produktdesigns wurde der Bedarf an temporären Nutzungsmöglichkeiten von Produktionsmitteln wie z.B. Holzbearbeitungsmaschinen laut, um Prototypen zu entwickeln, hier könnten Verbände und Vereine über ihre Website als Vermittler fungieren.

Die Einzelakteure können sich selbst helfen mit Netzwerktreffen zum Austausch von Erfahrungen und um mögliche Geschäftspartner oder potenzielle Kunden zu finden. Gegenseitige Unterstützung für die bürokratische Organisation in der Gründungsphase wäre von Vorteil. Die Kundenaquise ist ein wichtiges Thema und mehrfach benannt worden, so gibt es z.B. Bedarf an mehr Kontakten zu Unternehmen bzw. Auftraggebern, besonders dann wenn es sich um erste Aufträge für notwendige Referenzen handelt. Eine weitere Idee war die Einrichtung eines Seminares mit den Inhalten: innerbetriebliche Kommunikation, Unternehmensstrukturen, Marketing, Aufgabenverteilung, Unternehmensführung. Die Szene sollte außerdem mehr Initiative zeigen bezüglich der Vernetzung und des sich Sichtbarmachens auf dem Markt.

In die Richtung der Verwaltung bzw. Politik wurden Bedarfe adressiert wie die Bereitstellung von günstigen Arbeitsräumen (Co-working-spaces), ein „Kreatives-Leipzig-Kaufhaus“ in guter Lage mit Online-shop, ein Designer-Katalog für alle Unternehmen der Region, eine Plattform für

Ausschreibungen, ein leicht zugänglicher Leitfaden für Existenzgründer, die Vereinfachung des bürokratischen Aufwands für Kreativunternehmen sowie die Einrichtung von Anlaufstellen mit Informationen über die KSK, Finanzen, Gewerbeanmeldung, Messeförderung.

Um die Designbranche Leipzigs zu fördern wurde die Idee laut, dass städtische Aufträge lieber an die kleinteilige Szene vor Ort vergeben werden könnten anstelle von großen Marketingunternehmen. Außerdem wurde auf die oft unüberwindbare Hürde hingewiesen, die sich ergibt, wenn finanzielle Förderungen zwar bewilligt werden, die Summe aber aus eigener Kraft vorgestreckt werden soll.

Vielen Dank für den Text an Anne Schön & Maxi Blunk.

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Branchenverbände der Sächsischen Kultur– und Kreativwirtschaft begrüßen Koalitionsvertrag zwischen CDU und SPD in Sachsen http://www.kreatives-leipzig.de/allgemein/branchenverbande-der-sachsischen-kultur-und-kreativwirtschaft-begrusen-koalitionsvertrag-zwischen-cdu-und-spd-in-sachsen.html?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=branchenverbande-der-sachsischen-kultur-und-kreativwirtschaft-begrusen-koalitionsvertrag-zwischen-cdu-und-spd-in-sachsen http://www.kreatives-leipzig.de/allgemein/branchenverbande-der-sachsischen-kultur-und-kreativwirtschaft-begrusen-koalitionsvertrag-zwischen-cdu-und-spd-in-sachsen.html#comments Tue, 11 Nov 2014 06:05:19 +0000 Kreatives Leipzig e.V. http://www.kreatives-leipzig.de/?p=7725 Vier Wochen nach Beginn der Koalitionsverhandlungen haben sich CDU und SPD in Sachsen in einem Koalitionsvertrag auf Grundzüge einer gemeinsamen Regierungspolitik für die kommende Legislaturperiode geeinigt. Auch das Thema Kultur– und Kreativwirtschaft findet Eingang in den 110 Seiten starken Koalitionsvertrag, der von beiden Parteien in der vergangenen Woche bestätigt wurde. Nach der Wahl des Ministerpräsidenten und der Vereidigung der Minister kann jetzt auch die Zukunft Sachsens endlich gemeinsam gestaltet werden, wie es in der Überschrift des Koalitionsvertrages heißt.

Die drei Branchenverbände Wir gestalten Dresden, Kreatives Leipzig und Kreatives Chemnitz begrüßen den neugefassten Fahrplan für Sachsen und befürworten die Positionen hinsichtlich der Förderung der sächsischen Kultur– und Kreativwirtschaft.

Darin heißt es u. a. : Die Koalition sieht in der Kultur‐ und Kreativwirtschaft in Sachsen eine Branche mit hoher Innovationskraft, geprägt von Vielfalt und guten Beschäftigungs‐ und Entwicklungspotenzialen. Wir unterstützen die Kultur‐ und Kreativwirtschaft im Rahmen einer stärkeren Beratung zu bestehenden Fördermöglichkeiten und Rahmenbedingungen sowie durch die Anschubfinanzierung eines selbstorganisierten Kompetenzzentrums als Schnittstelle und Ansprechpartner zwischen administrativer Ebene und Kultur‐ und Kreativbranche. Die sächsischen Kreativen können zukünftig auch mit dafür geeigneten Instrumenten sächsischer Wirtschaftsförderung unterstützt werden. Unser Ziel ist es, die Innovationsprämie für die KMU der Kultur‐ und Kreativwirtschaft zu öffnen. Der erste sächsische Kultur‐ und Kreativwirtschaftsbericht von 2008 wird unter quantitativen und qualitativen Aspekten fortgeschrieben.“ (Koalitionsvertrag, Seite 35)

Mit diesen Punkten bekennt sich die neue Sächsische Landesregierung zur Kultur– und Kreativwirtschaft als wichtiger Wirtschaftsfaktor mit hoher Innovationskraft. Ferner werden explizit die sächsische Filmwirtschaft und die bildende Kunst als Teilmärkte der Kultur– und Kreativwirtschaft erwähnt und erhalten eine gesonderte Förderung.

Die drei Sächsischen Branchenverbände der Kultur– und Kreativwirtschaft, welche schon seit Anfang 2014 auf engster Ebene zusammen arbeiten, sind gerade dabei einen Landesverband zu gründen. Dieser wird ab 2015 seinen Aufgaben als Schnittstelle und Ansprechpartner zwischen administrativer Ebene und Kultur– und Kreativwirtschaft nachkommen und sich für die Belange der sächsischen Kultur– und Kreativwirtschaft einsetzen. „Auf kommunaler Ebene konnten wir uns mit unseren Verbänden bereits als feste Ansprechpartner für wirtschaftspolitische Vertreter etablieren und so diese dynamische Entwicklung der Kultur– und Kreativwirtschaft unterstützen“ erklären die Vorstände der Verbände Claudia Muntschick, Ivo Zibulla und Frank Müller. „Um uns künftig noch besser für die Förderung Kreativschaffender in ganz Sachsen einsetzen zu können, möchten wir die bereits bestehenden Verbindungen zwischen unseren Vereinen weiter ausbauen und mögliche Synergieeffekte nutzen.“

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Honorar– & Gehaltsreport 2014 für Designer — Pressemitteilung des VDI http://www.kreatives-leipzig.de/design/honorar-gehaltsreport-2014-fur-designer-pressemitteilung-des-vdi.html?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=honorar-gehaltsreport-2014-fur-designer-pressemitteilung-des-vdi http://www.kreatives-leipzig.de/design/honorar-gehaltsreport-2014-fur-designer-pressemitteilung-des-vdi.html#comments Sun, 09 Nov 2014 13:23:59 +0000 Kreatives Leipzig e.V. http://www.kreatives-leipzig.de/?p=7719 Nachfolgende Pressemitteilung des VDI (Verband deutscher Industrie Designer e. V.) erreichte uns mit der Bitte, diese zu veröffentlichen. Da dieses Thema für viele freiberuflich Tätige von hoher Relevanz ist, weisen wir sehr gern auf die Umfrage hin und würden uns über eine möglichst hohe Beteiligung aus Leipzig freuen.

Wieviel soll ich verlangen? Mit welchem Umsatz kann ich als Designer rechnen? Wie hoch ist mein Einstiegsgehalt als Designer? Wieviel bekomme ich als Praktikant? Die aktuelle Mindestlohndebatte zeigt es deutlich – 8,50 Euro in der Stunde werden längst nicht von jedem Selbstständigen in der Kreativwirtschaft erwirtschaftet. Die Lücke zu anderen Berufsgruppen wird auch deshalb immer größer, weil kaum ein Designer wirklich einen belastbaren Vergleichswert für seinen Tätigkeitsschwerpunkt kennt, wie es ihn z. B. mit dem Entgelt-Rahmenabkommen (ERA) für die angestellten Ingenieure oder Betriebswirte gibt.

Welche Berufsgruppen im Design tatsächlich welche Umsätze, Gewinne bzw. welche Einkommen erwirtschaften, wird in den nächsten Wochen anonym durch die Designerverbände BDG, VDID und designaustria mit Hilfe der Online-Umfrage Honorar– & Gehaltsreport 2014 erhoben. Da eine hohe Beteiligungsquote für die statistische Aussage sehr wichtig ist, zählt jede Teilnahme ganz unabhängig davon, ob Er oder Sie Mitglied in einem der Verbände ist!

Die Ergebnisse werden Anfang nächsten Jahres ausgewertet und im Mai 2015 veröffentlicht.

Zur Onlineumfrage

 

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Rückblich Designers Open 2014, ein Gastbeitrag von Thea Kirsch, einer Mitarbeiterin von unseren VerbandskollegInnen aus Dresden http://www.kreatives-leipzig.de/design/ruckblich-designers-open-2014-ein-gastbeitrag-von-thea-kirsch-einer-mitarbeiterin-von-unseren-verbandskolleginnen-aus-dresden.html?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=ruckblich-designers-open-2014-ein-gastbeitrag-von-thea-kirsch-einer-mitarbeiterin-von-unseren-verbandskolleginnen-aus-dresden http://www.kreatives-leipzig.de/design/ruckblich-designers-open-2014-ein-gastbeitrag-von-thea-kirsch-einer-mitarbeiterin-von-unseren-verbandskolleginnen-aus-dresden.html#comments Thu, 30 Oct 2014 09:34:29 +0000 Kreatives Leipzig e.V. http://www.kreatives-leipzig.de/?p=7707 „Durchhaltevermögen. Verdammt viel Durchhaltevermögen.“, erwidert David Sievers auf die Frage, was man braucht um als Kreativer Erfolg zu haben. Sein Modelabel „Ein Löffel voll Zucker“ präsentierte er dieses Jahr zum ersten Mal auf den Designers‘ Open in Leipzig. Für das dreitägige Designfestival hoffte er auf viele Besucher — 16.200 Fachleute und Designbegeisterte kamen. „Für uns ein guter Grund zum Feiern«, erklärt Markus Geisenberger, Geschäftsführer der Leipziger Messe. »Schon im Vorfeld konnten wir einen deutlichen Zuwachs bei der Ausstellerzahl und den teilnehmenden Spots verzeichnen. Die gestiegene Besucherzahl von 16.200 freut uns sehr und macht deutlich, dass wir auf einem guten Weg sind, Deutschlands führendes Designfestival zu werden.«

Zur Jubiläumsausgabe der Designers‘ Open in Leipzig trafen sich die sächsischen Branchenverbände der Kultur– und Kreativwirtschaft – Kreatives Chemnitz, Kreatives Leipzig und Wir gestalten Dresden – zum gemeinsamen Stand auf dem Messegelände, um vor Ort über Netzwerkarbeit, Herausforderungen und Zukunftsperspektiven der Branche zu diskutieren. Vom 24. – 26. Oktober verwandelten 264 Aussteller die Leipziger Messe und das Stadtgebiet in eine Bühne für kreative Köpfe aus der Designbranche. Bereits zum zehnten Mal präsentierten Produkt-, Mode-, Grafik– und Industriedesigner sowie Architekten während der international ausgerichteten Designausstellung ihre Produkte, Konzepte und Projekte.

Aussteller suchten auf der Messe vor allem den Kontakt zum bunt gemischten Publikum; sowohl zu potentiellen Kunden als auch Kollegen – um Werbung zu machen, zu verkaufen, aber auch  um Feedback zu bekommen, sich auszutauschen und sich inspirieren zu lassen. Junge Start-ups treffen auf etablierte Designer und solche, die es noch werden wollen. „Die Designers‘ Open ist für mich eine gute Möglichkeit, um eigene Projekte vorzustellen und ihre Außenwirkung kennenzulernen. Ich möchte wissen wie die Leute auf meine Werke reagieren!“, erzählt Nicole Vetter, Diplomstudentin für Schmuckdesign der Hochschule Wismar und Messeneuling. Für Evelina Wert gehören Messen wie die Designers‘ Open zu ihrem Alltag. Die 27-Jährige hat sich mit ihrem Taschen– und Modelabel STIL-MIX vor einigen Jahren selbstständig gemacht. „Masse produzieren, ständig Werbung machen, Fachwissen aneignen, alles selber machen und sieben Tage die Woche, immer, arbeiten… Dass es trotzdem so schnell so groß wird, hätte ich nicht gedacht“ Für ihren Erfolg versteht sie Messen als essentiellen Schauplatz und Verkaufsort: „Durch den Messebetrieb erreiche ich mit meinen Taschen ganz Deutschland – und nicht nur meine Heimatstadt Osnabrück.“

14. Sächsische Staatspreis für Design

Zum Auftakt der Designers‘ Open regnete es Preise für Dresden – im Rahmen der Eröffnung der Messe wurde am Freitagabend der 14. Sächsische Staatspreis für Design in vier Kategorien verliehen. Gleich zwei Dresdner Designbüros gingen als Sieger in den beiden Hauptkategorien Produkt– und Kommunikationsdesign hervor. In der „Königsdisziplin“ Produktdesign gewann das Dresdner Designbüro neongrau den mit 10.000 Euro dotierten ersten Preis für seinen Entwurf eines universellen, nachrüstbaren Elektroantriebes für Fahrräder. In der Kategorie Kommunikationsdesign siegte die Dresdner Firma intolight, die sich schwerpunktmäßig mit „digital experience design“ beschäftigt. Ausgezeichnet wurden mehrere Exponate, die in einem Mediationszentrum nahe dem Frankfurter Flughafen Befürworter und Gegner des Landebahnausbaus auf wissenschaftlich neutrale Weise zusammen bringen. Erstmals wurde außerdem der Sonderpreis »Apps – mobile neue Medien« vergeben. In dieser Kategorie überzeugte erneut neongrau mit der in Zusammenarbeit mit der Kiwigrid GmbH entwickelten App für die Solarwatt GmbH, die es ermöglicht von der Couch oder unterwegs aus zum Beispiel die heimische Solaranlage zu überwachen und den Verbrauch des selbst erzeugten Stroms zu steuern. Der Sächsische Staatspreis wird alle zwei Jahre durch das Staatministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr (SMWA) ausgerichtet. »Mit der Verleihung des Sächsischen Staatspreises für Design würdigt der Freistaat die Kreativität und die Kompetenz sächsischer Gestalter und Unternehmen«, sagte Staatsminister Sven Morlok.

DO Spot der Sächsischen Kreativverbände

Galerien, Boutiquen und kleine Läden öffneten abseits der Messe bereits ab Montag ihre Türen im Zeichen der DO/Spots und boten die Möglichkeit durch Workshops, Ausstellungen und Diskussionsrunden tiefer in die Kreativwelt einzutauchen. Insgesamt 71 DO/Spots erfüllten Leipzigs Luft mit Neugier, neuen Sounds und künstlerischen Impulsen. Mit dem oh’KS Pop-up Café waren Kreatives Chemnitz, Kreatives Leipzig und Wir gestalten Dresden gemeinsam zu Gast bei cu (contemporary urban) in der Kolonnadenstraße und luden zum Blick hinter die Kulissen ein.

Das dreitägige Programm startete am Donnerstag mit dem „Klub Konkret — Design“ und dem Ziel, Rahmenbedingungen und Handlungschancen der Designbranche in Sachsen zu diskutieren und zu erarbeiten. Freitags reiste Bloggerin und Autorin Katja Kullmann aus Berlin an, um über ihr Buch „Echtleben“ zu reden, das sie selbst als eine „Abrechnung mit dem Hype um die Kreativwirtschaft“ versteht. In der anschließenden Diskussionsrunde sprach Katja Kullmann zusammen mit Anja Dünnebier (Wir gestalten Dresden), Christian Rost (Kreatives Leipzig) und Lars Fassmann (Kreatives Chemnitz) über Crowdfunding, die Bedeutung des Netzwerk-Gedanken und den neuen „Verzweiflungsmut“ junger Leute, die wissen, dass sie mit ihrer Arbeit nicht viel verdienen werden und es trotzdem tun. Zum Abschluss der Veranstaltungsreihe am Samstag thematisierte die Serie „Constanze W. – Ein Tag in fünf Teilen“ mit der Aufführung der ersten Folge „Aufstehen und losgehen“ aktuelle Themen vieler Freiberufler in einer Inszenierung des modernen Lebens.

Über die gesamten drei Tage stellten Kreative aus Dresden, Chemnitz und Leipzig ihre Produkte in einem Pop_Up Store aus und lieferten ein Bild über das Spektrum der sächsischen Kreativwirtschaft.

Zurück auf der Designers‘ Open bringen Nils Hauer und Knut Weitzel vom Einrichtungslabel Blechmöbel es auf den Punkt, warum die Designers‘ Open und andere Messen für so viele Akteure unentbehrlich sind und weiterhin sein werden: „Um als Kreativer erfolgreich zu sein braucht es Qualität, Kundennähe, einen guten Namen und gute Messen, die ein gutes Publikum bringen.“

 

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Sieger des 2. Leipziger Fotomarathon auf der Fotolounge prämiert http://www.kreatives-leipzig.de/allgemein/sieger-des-2-leipziger-fotomarathon-auf-der-fotolounge-pramiert.html?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=sieger-des-2-leipziger-fotomarathon-auf-der-fotolounge-pramiert http://www.kreatives-leipzig.de/allgemein/sieger-des-2-leipziger-fotomarathon-auf-der-fotolounge-pramiert.html#comments Mon, 06 Oct 2014 07:55:15 +0000 Kreatives Leipzig e.V. http://www.kreatives-leipzig.de/?p=7658 Über 300 Fotobegeisterte feierten am Samstag das Finale des 2. Leipziger Fotomarathons auf der Fotolounge im Täubchenthal. Das Bühnenprogramm mit der feierliche Siegerehrung moderierte August Geyler.

Musikalisch untermalt von der Band Choirs überreichte Fotomarathon-Initiator und Projektleiter Corwin von Kuhwede den Siegern der einzelnen Themenkategorien und des SIGMA-Sonderpreises die Pokale und Sachpreise. Nach fast 3 Stunden Bühnenprogramm u.a. mit einer UV-Lichtshow von inflammati wurde zudem der live vor Ort ermittelte Publikumspreis überreicht und sowohl die Teilnehmer– als auch die Siegerbilder in einer Ausstellung präsentiert. „Es war auch dieses Jahr wieder ein ganz besonderes Event und wir freuen uns über die zahlreichen Teilnehmer und Gäste, die vielen beeindruckenden Fotos die entstanden sind und das tolle Finale im Täubchenthal“  blickt Pressesprecherin Maria Köhler auf den vom Verein Kreatives Leipzig veranstalteten Fotomarathon zurück. Die Ausstellung aller Teilnehmer– und Siegerbilder findet vom 10. — 26. Oktober 2014 im Untergeschoss in den Promenaden Hauptbahnhof statt. Zur öffentlichen Vernissage am Freitag, den 10.10.2014, 10:10 Uhr, sind alle Interessenten herzlich eingeladen.

180 Leipziger und zahlreiche Teilnehmer aus ganz Deutschland und sogar Norwegen reichten zum 2. Leipziger Fotomarathon, am 27. September, je ein Foto für ein vorgegebenes Thema ein. In nur acht Stunden absolvierten die Teilnehmer drei Stationen in der Stadt verteilt um die entsprechenden Themen zu erhalten. Eine Fachjury, bestehend u.a. aus den Fotografen Olaf Martens, Anika Dollmeyer und Fotoredakteur Volkmar Heinz sowie Andreas J. Müller vom Deutschen Fotomuseum, kürten die Sieger der einzelnen Themen.

Die Themen lauteten:

1. Von A nach B

2. Stille Orte

3. Mit Gefühl

4. Spieglein, Spieglein

5. Gaumenfreuden

6. Vorhang auf!

7. Lichtblick — SIGMA Sonderthema

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Wie Kunden effektiv in Innovationsprozesse integriert werden können: Der 4. Sächsische Innovationsgipfel bricht eine Lanze für Open Innovation (Text: Josephine Hage) http://www.kreatives-leipzig.de/allgemein/wie-kunden-effektiv-in-innovationsprozesse-integriert-werden-konnen-der-4-sachsische-innovationsgipfel-bricht-eine-lanze-fur-open-innovation-text-josephine-hage.html?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=wie-kunden-effektiv-in-innovationsprozesse-integriert-werden-konnen-der-4-sachsische-innovationsgipfel-bricht-eine-lanze-fur-open-innovation-text-josephine-hage http://www.kreatives-leipzig.de/allgemein/wie-kunden-effektiv-in-innovationsprozesse-integriert-werden-konnen-der-4-sachsische-innovationsgipfel-bricht-eine-lanze-fur-open-innovation-text-josephine-hage.html#comments Sun, 05 Oct 2014 09:24:12 +0000 Kreatives Leipzig e.V. http://www.kreatives-leipzig.de/?p=7654 Das Dresdner Hygienemuseum bot am 16. Juli 2014 die Kulisse für den 4. Sächsischen Innovationsgipfel. Nach dem Innovationsforum „Gemeinsam erfolgreich im Innovationsprozess — Industrie trifft Kreativwirtschaft“ im Herbst 2013 widmete sich die Veranstaltung erneut einem Kooperationsthema: Open Innovation, also der Öffnung des Innovationsprozesses nach außen für die Entwicklung neuer Produkte, Dienstleistungen, Prozesse und Geschäftsmodelle.

Es wäre naheliegend gewesen, einen inhaltlichen Brückenschlag zum futuresax Innovationsforum „Industrie trifft Kreativwirtschaft“ im September 2013 zu schlagen. Dort hatte Prof. Dr. Diane Robers von der European Business School in ihrem Vortrag auf die Rolle der Kreativwirtschaft als Vorreiter für Open Innovation Prozesse hingewiesen. Eine im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie erstellte Studie konstatierte bereits 2012, dass „Branchen wie die Medien-, Design-, Games– oder Werbewirtschaft […] als Vorreiter für neue Formen, Organisation und Prozesse der Innovation (z. B. Open Innovation, Design Thinking, Co-Working, virtuelle Kollaboration) [gelten].“ (Vgl. „Die Kultur– und  Kreativwirtschaft in der gesamtwirtschaftlichen Wertschöpfungskette – Wirkungsketten, Innovationskraft, Potenziale“, S. 3).

Zunächst verwies der Wirtschaftsminister des Freistaats auf die Verabschiedung der neuen Innovationsstrategie mit einem betont offenen Innovationsbegriff. Das größte Innovations– und Wachstumspotenzial sieht er dabei in »cross cutting technologies“.

Wolf Lotter entwickelte seine erfrischende Keynote aus einem innovationstheoretischen Kontext heraus. Für den Mitbegründer des Wirtschaftsmagazins brand eins ist Innovation zunächst „die Fähigkeit, das Neue und die Veränderung zu erkennen.“ Er konstatiert, dass wir uns nicht gern verändern und Innovationen uns genau dabei stören. Lotter beschrieb zunächst ausführlich die Innovationslogik des Industriezeitalters („abgeschottet, Top Secret, geheim“). Open Innovation hingegen ist für ihn nicht Post-Schumpeter, sondern der „wahre Schumpeter“.

Teilnehmereinbindung ließ die Veranstaltung selbst leider vermissen, dabei wäre gerade für Sachsen interessant gewesen, wie auch kleine und mittlere Unternehmen ohne eigene Forschungs– und Entwicklungsabteilung und angesichts mangelnder personeller und finanzieller Ressourcen von OI-Prozessen profitieren können und welche Rolle die Kultur– und Kreativwirtschaft dabei spielen kann.

 

Joesephine Hage ist Mitglied von Kreatives Leipzig e. V. und hat diesen Artikel als Rückblick auf die Veranstaltung im Juli 2014 erstellt.

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Deutschlandweites Treffen von Netzwerken der Kultur– und Kreativwirtschaft in Leipzig – Akteure planen engere Zusammenarbeit auf Bundesebene http://www.kreatives-leipzig.de/allgemein/deutschlandweites-treffen-von-netzwerken-der-kultur-und-kreativwirtschaft-in-leipzig-akteure-planen-engere-zusammenarbeit-auf-bundesebene.html?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=deutschlandweites-treffen-von-netzwerken-der-kultur-und-kreativwirtschaft-in-leipzig-akteure-planen-engere-zusammenarbeit-auf-bundesebene http://www.kreatives-leipzig.de/allgemein/deutschlandweites-treffen-von-netzwerken-der-kultur-und-kreativwirtschaft-in-leipzig-akteure-planen-engere-zusammenarbeit-auf-bundesebene.html#comments Fri, 26 Sep 2014 12:36:22 +0000 Kreatives Leipzig e.V. http://www.kreatives-leipzig.de/?p=7650 Bereits zum vierten Mal trafen sich am 19. und 20. September 2014 Netzwerke und Initiativen von Akteuren aus der Kultur– und Kreativwirtschaft zu einem bundesweiten Austausch. Vertreten waren unter anderem Initiativen aus Bayern, Berlin, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Sachsen. Zusätzlich waren zwei weitere bundesweit agierende Initiativen vor Ort.

Allen gemein ist, dass sie sich zumeist ehrenamtlich der Förderung der Kultur– und Kreativwirtschaft in ihrer jeweiligen Stadt oder Region verschrieben haben. Dabei vertreten sie im Kern die Interessen der Solo-Selbstständigen und Kleinstunternehmen, welche im Durchschnitt 97 % der 244.000 Unternehmen (BMWi, 2011) ausmachen. Die Netzwerke und Initiativen kümmern sich in diesem Sinne vor allem um teilmarktübergreifende Themen.

Die anwesenden 11 Initiativen sind Teil eines aktuell noch losen Verbundes von mehr als 20 Netzwerken aus dem gesamten Bundesgebiet.  Das Treffen diente zum einen dem Austausch zu aktuellen Projekten, Erfahrungen und der jeweiligen Arbeit vor Ort. Zum anderen wurde überlegt, wie man zukünftig noch intensiver auf Bundesebene zusammenarbeiten kann. „Auf kommunaler Ebene konnten wir uns mit unserem Verein Kreatives Leipzig e. V. bereits als feste Ansprechpartner für kultur– und wirtschaftspolitische Vertreter etablieren und so diese dynamische Entwicklung der Kultur– und Kreativwirtschaft unterstützen“, erkläre Vereinsvorsitzender Ivo Zibulla. „Um uns künftig noch besser für die Förderung Kultur– und Kreativschaffender im Interesse der Akteure auch auf Bundesebene einsetzen zu können, möchten wir die bereits bestehenden Verbindungen zwischen den vorhandenen Initiativen und Netzwerken weiter ausbauen und mögliche Synergieeffekte nutzen“.

In einem weiteren Treffen Anfang November in Berlin sollen für eine intensivere Zusammenarbeit die Weichen gestellt werden. So ist ein intensiverer Austausch zu inhaltlichen Fragestellung, die Planung gemeinsamer Projekte und die Gestaltung einer zukünftigen Kooperation angedacht. Zudem sind in diesem Zusammenhang Gespräche mit Vertretern des Bundes geplant. Die bundesweiten Netzwerke und Initiativen haben es sich zur Aufgabe gemacht, Leistung, Angebot und Wert der Kultur– und Kreativwirtschaft einer breiten Öffentlichkeit näherzubringen. Gleichzeitig versuchen sie, die Kultur– Kreativschaffenden stärker zu vernetzen und bieten ihnen eine Plattform zum Erfahrungsaustausch.

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»Klub Konkret Film — Wie wir arbeiten und was wir wollen!“: Eine Rückblende http://www.kreatives-leipzig.de/allgemein/klub-konkret-film-wie-wir-arbeiten-und-was-wir-wollen-eine-ruckblende.html?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=klub-konkret-film-wie-wir-arbeiten-und-was-wir-wollen-eine-ruckblende http://www.kreatives-leipzig.de/allgemein/klub-konkret-film-wie-wir-arbeiten-und-was-wir-wollen-eine-ruckblende.html#comments Thu, 25 Sep 2014 11:28:42 +0000 Kreatives Leipzig e.V. http://www.kreatives-leipzig.de/?p=7648 Am 08.09.2014 fand im UT-Connewitz die zweite Veranstaltung der Reihe »Klub Konkret – Wie wir arbeiten und was wir wollen!“ statt. Diesmal ging es um das Thema Film, vielmehr um die Lebens– und Arbeitsbedingungen der Filmschaffenden in Leipzig. Nach den beiden erfolgreichen Veranstaltungsreihen des Vereins Kreatives Leipzig, LE Klub Analog und FOKUS in den Jahren 2011 und 2012, sollte nun in Kooperation mit dem Amt für Wirtschaftsförderung der Stadt Leipzig ein Rück– und Ausblick gewagt werden.

Als Teil der Kultur– und Kreativwirtschaft gehört die „Filmbranche“ zu einer der am schnellsten wachsenden Branchen unserer Zeit. Doch die Rahmenbedingungen verändern sich ständig. Nicht nur, dass die technische Ausstattung immer günstiger zu erwerben ist, und somit ständig neue Player auf den Markt kommen, auch die Bedingungen für eine Existenzgründung für freiberuflich Schaffende in der Filmbranche werden seit Jahren schwieriger. Wie lebe und überlebe ich als FilmemacherIn? Kann ich von dem, was ich gelernt habe und was für mich mehr als nur eine Erwerbstätigkeit ist meinen Lebensunterhalt bestreiten? Diese Fragen und vor allen Dingen die Rahmenbedingungen diskutierten im Rahmen der Veranstaltung Angela Seidel (Cinématèque Leipzig), Sandra Strauß (Glücklicher Montag), Elisabeth Hauck (Amt für Wirtschaftsförderung der Stadt Leipzig), Frank Just (Lumalenscape) und Thomas Král (DEPARTURES Film) zusammen mit dem Publikum.

Das die Zielstellung der Veranstaltung, einen Überblick über den gesamten Bereich des Filmischen Schaffens in Leipzig  zu erhalten, sehr ambitioniert war, ließ sich im Vorfeld durchaus an den Branchenzahlen ablesen. Demnach sind laut Studie zur Medien– und Kreativwirtschaft in Leipzig von 2010 rund 300 Unternehmen, von der Film– und Fernsehproduktion, über Kamera– und Tonfachleuten bis zu freien AutorInnen, aus Rundfunk– und Filmbranche in der Messestadt ansässig. Diese ermöglichen ca. 5500 Erwerbstätigen ein stetiges Einkommen und generieren einen Gesamtumsatz von über 1,4 Mrd. Euro.

Als Einstieg stellte die neue Kontaktstelle der Kreativwirtschaft Elisabeth Hauck zunächst den Blick der Wirtschaftsförderung auf die Filmbranche vor und informierte über Fördermöglichkeiten durch das Mittelstandsförderprogramm der Stadt Leipzig.

Trotz dieser Heterogenität ist es gelungen, VertreterInnen aus den unterschiedlichen Sparten des Filmbusiness an diesem Abend zu einem gemeinsamen Austausch zu versammeln. So waren unter anderem Vertreter des Filmverbandes Sachsen aus Dresden angereist. Auch die kürzlich aus Thüringen nach Leipzig umgesiedelte Filmproduktion SONS OF MOTION PICTURES war mit einigen VertreterInnen vor Ort und diskutierte fleißig mit. Unter anderem auch die Frage, warum man in Leipzig so schwer Gleichgesinnte finden kann. Die sehr konstruktiven Gespräche veranlassten dann auch einen Gast zu dem Kommentar: »Gut, dass es mal um die positive Entwicklung der Branche geht und nicht wie bei anderen Veranstaltungen das endlose Thema Finanzierung/Lohn den Abend bestimmt hat«.

Die Autorin Heike Rübbert fasste ihre Eindrücke des Abends wie folgt zusammen:

„Also, ich fand den Abend im UT-Connewitz wichtig, weil Kreatives Leipzig ja ein Sprachrohr und Sammelbecken sein will, und jetzt mal einige betroffene Kreative vor allem aus dem Filmbereich zusammen kamen. Man konnte sich kennenlernen, austauschen und über Ziele, Bedürfnisse und Probleme reden, die alle betreffen. Gut fand ich auch, dass man mal einen kleinen Überblick über die ›Szene‹ erhalten hat, die sich im Schatten der MDM-Termine und großen Produzenten überall in Leipzig verteilt und trifft. Vielleicht könnte man so einen Abend optimieren, indem ein Thema festgelegt und fokussiert wird. Auch eine Teilnehmerliste, in die sich jeder eintragen kann, wäre ganz interessant.“

In der Tat hatte der Abend das Ziel, einen ersten Einblick und Austausch über die verschiedenen Bedarfe und Potentiale der Filmschaffenden zu ermöglichen. So standen drei Themenschwerpunkte im Vordergrund der Podiumsdiskussion sowie des anschließenden Workshopteils.

Unter dem Stichpunkt, was kann Verwaltung und Politik für die Filmschaffenden in Leipzig tun, wurden so erste Eindrücke gesammelt. Ein Bedarf, der so erfasst werden konnte, betrifft die Qualität der Ausbildung, z. B. im Bereich Ton, welche über eine rein technische Qualifizierung hinaus gehen sollte. Auch bei DrehbuchautorInnen fehlt es demnach an gutem, qualifizierten Personal. Zusätzlich wurde die Forderung nach Weiterbildungsangeboten oder auch Qualifizierungsworkshops formuliert.

Ein weiterer Komplex bei den Bedarfen bildet die Förderung, insbesondere von DebütantInnen, Quereinsteigern und kleineren, unbekannten Akteuren der Filmbranche. In diesem Zusammenhang wurde in der Diskussion auch darauf hingewiesen, dass die eigentliche Qualifizierung erst im Rahmen einer Tätigkeit in der Branche selbst stattfinde und diese ggf. durch Fördermittel zu unterstützen wäre.

Darüber hinaus war insbesondere die Forderung zu einer stärkeren Vernetzung und zu einer Kontaktstelle für die Filmbranche geäußert worden. In diesem Kontext wurde auch der Bedarf nach einem „Leipziger Filmhaus“ benannt.

Nicht zuletzt wurden auch Forderung nach einer besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf, insbesondere für Frauen im Filmbusiness laut. Aber auch die Akteure der Filmbranche selbst nehmen sich in die Pflicht. So fehlt es nach einigen Aussagen immer noch an guten Stoffen für Produktionen in der Messestadt. Auch die Bedarfe an geeigneten Fachkräften im Bereich Ton und Animation. Insgesamt scheint die Nachfrage an Allround-Talenten groß, auch wenn immer noch Spezialisten für einzelne Nischen gesucht werden. Viele der Anwesenden wünschen sich zudem eine starke Vernetzung über die einzelnen Branchensegmente hinweg. Weitere Themen, die während der Veranstaltung eine Rolle spielten, waren unter anderem neue Möglichkeiten im Social-Media-Bereich, Freiräume, Experimente zu wagen, mehr Selbsbewusstsein bei der Preisgestaltung und die überregionale Vernetzung.

Als Fazit bleiben ein paar Gedanken festzuhalten. So ist der Wunsch nach einem Filmhaus in Leipzig sehr groß, welches einen Vernetzungsknoten und eine erste Anlaufstelle für alle Akteure der Filmbranche bieten kann. Hier gibt es erste Entwicklungen mit dem Vorhaben eines Filmkunsthauses in der ehemaligen „Neuen Szene“ im Leipziger Zentrum. Darüber hinaus besteht ein großer Wunsch der Vernetzung. Auch hier gibt es mit dem Dreh-Frei-Bier erste erfolgversprechende Ansätze. Zudem wurden die Branchenverbände (Filmverband Sachsen, Kreatives Leipzig) ermutigt, mehr Angebote in diese Richtung zu unterbreiten. Beide Verbände stehen hierzu schon in Kontakt.

Als Herausforderung bleibt die Komplexität der Filmwirtschaft mit ihren verschiedenen Problemfeldern. Hier könnten Folgeveranstaltungen Anknüpfen und sowohl die Bedarfe der KleinstunternehmerInnen, als auch größerer Produktionsfirmen erfassen helfen.

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Was hat eigentlich die Kulturpolitik mit der Kultur– und Kreativwirtschaft zu tun? Christian Rost über das Kulturpolitische Forum Tutzing http://www.kreatives-leipzig.de/allgemein/was-hat-eigentlich-die-kulturpolitik-mit-der-kultur-und-kreativwirtschaft-zu-tun-christian-rost-uber-das-kulturpolitische-forum-tutzing.html?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=was-hat-eigentlich-die-kulturpolitik-mit-der-kultur-und-kreativwirtschaft-zu-tun-christian-rost-uber-das-kulturpolitische-forum-tutzing http://www.kreatives-leipzig.de/allgemein/was-hat-eigentlich-die-kulturpolitik-mit-der-kultur-und-kreativwirtschaft-zu-tun-christian-rost-uber-das-kulturpolitische-forum-tutzing.html#comments Wed, 24 Sep 2014 07:55:02 +0000 Kreatives Leipzig e.V. http://www.kreatives-leipzig.de/?p=7642 Der Frage, was Kulturpolitik mit der Kultur– und Kreativwirtschaft zu tun hat, stellte sich vom 12. bis 14. September 2014 das Kulturpolitische Forum Tutzing. Veranstaltet von der Kulturpolitischen Gesellschaft, dem Stadtkulturnetzwerk Bayerischer Städte, dem Deutschen und Bayerischen Städtetag sowie dem Kulturreferat der Landeshauptstadt München diskutierten TeilnehmerInnen aus dem gesamten Bundesgebiet unter dem Titel „Kulturwerte: Zur kulturellen Seite der Kreativwirtschaft“.

Dabei schien es um nichts geringeres, als um eine kulturpolitische Perspektive auf das Thema Kultur– und Kreativwirtschaft zu gehen. Denn während die Wirtschaftspolitik in Bund, Ländern und Kommunen mit verschiedensten Maßnahmen wie z. B. Studien und Wirtschaftsförderprogrammen das Thema nach und nach langfristig erschließt, scheint die Kulturpolitik dem Doppelcharakter kultur– und kreativwirtschaftlicher Leistungen noch nicht genügend Rechnung zu tragen.

Dass es hier Vorreiter gibt, zeigte der erste Konferenzbeitrag von Dr. Hans-Georg Küppers (Kulturreferent der Landeshauptstadt München) mit dem Titel „Zum Wert der Kultur“. Er benannte zusammenfassend fünf Erkenntnisse bzw. Handlungsempfehlungen für die Kulturpolitik:
– Der Begriff der Kultur– und Kreativwirtschaft muss verständlicher und kommunizierbar werden, damit alle, die damit befasst sind, vor allem die Akteure der Branche, diesen erfassen können und er nicht nur zur Worthülse wird!
– Die Sichtbarkeit für die Branchenakteure muss erhöht werden, insbesondere für die Kulturberufe, damit Wertschätzung da ankommt, wo sie ihren Ursprung nimmt!
– Die Kultur– und Kreativwirtschaft ist nicht Sozialhilfeempfänger, sondern benötigt, z. B. beim Thema Qualifizierung eine Begleitung auf Augenhöhe.
– Die Förderung der Kultur– und Kreativwirtschaft darf keine parallele Kulturförderung sein, sondern muss dem Doppelcharakter der Branche Rechnung tragen!
– Es muss eine Ansprechbarkeit gewährleisten werden, welche die Branchenakteure in ihrem Handeln unterstützt und begleitet und nicht nur die Förderstruktur bedient.

In diesem Sinne sollten kulturpolitisch die Potentiale der Kultur– und Kreativwirtschaft genutzt werden, anstatt auf den Gegensätzen zwischen wirtschaftlichem und kulturellem Charakter zu beharren!

Am darauffolgenden Tag ging die Veranstaltung mit verschiedenen Redebeiträgen in die zweite Runde. Herauszuheben ist hier insbesondere der Beitrag von Michael Söndermann, welcher beeindruckende Zahlen aus der Studie zur Kultur– und Kreativwirtschaft in Bayern präsentierte. Demnach sind knapp ein fünftel aller Akteure und Unternehmen der Branche in Deutschland im Freistaat ansässig. Und das, obwohl in Bayern erst jetzt mit dem landesweiten Zentrum für Kultur– und Kreativwirtschaft und dem Kompetenzteam Kultur– und Kreativwirtschaft der Landeshauptstadt unterstützende Strukturen entstehen bzw. entstanden sind. Letzteres wurde im Übrigen auch als Modellprojekt im Rahmen der Konferenz vorgestellt. Das durch Jürgen Enninger geleitete Kompetenzteam, ist eines der wenigen Angebote in Deutschland, welches über einen ämter– und fachübergreifenden Ansatz funktioniert und so die verschiedenen Bedarfe der Branchenakteure bedienen kann.

Fortgesetzt wurde die Konferenz mit vier parallelen Workshops. So ging es unter anderem um „Initiativen zur Stärkung der regionalen Kulturwirtschaft“ mit Beispielen aus Nürnberg (mehrwertzone.net) und dem Fichtelgebirge (Künstlerkolonie Fichtelgebirge). In einem weiteren Workshop wurde zum Thema „Kreativwirtschaft und Stadtentwicklung“ mit Gästen aus München (KunstWohnWerke) und Berlin (Freie Szene Berlin) diskutiert.

Den Abschluss der Konferenz bildete am Sonntag die Zusammenfassung der Tagungsinhalte, welche in kürze auch als Dokumentation verfügbar sein werden.
Die Suche nach einer kulturpolitischen Perspektive auf das Thema Kultur– und Kreativwirtschaft wird wohl trotz einiger Studien und Tagungen weiter gehen. Die bisherigen Ergebnisse des Diskurses sind eher unbefriedigend. In der Praxis gibt es aber schon heute vielversprechende Ansätze, wie das Beispiel des Kompetenzteams Kultur– und Kreativwirtschaft in München zeigt. Hier kann man wohl eher über einen kultur– und kreativwirtschaftspolitischen Ansatz sprechen, der im Ursprung auch der Initiative Kultur– und Kreativwirtschaft des Bundes zugrunde liegt.

Link zum Tagungsprogramm

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Sächsische Verbände der Kultur– und Kreativwirtschaft legen für die nächste Legislaturperiode gemeinsame Handlungsempfehlung vor (Pressemitteilung) http://www.kreatives-leipzig.de/allgemein/sachsische-verbande-der-kultur-und-kreativwirtschaft-legen-fur-die-nachste-legislaturperiode-gemeinsame-handlungsempfehlung-vor-pressemitteilung.html?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=sachsische-verbande-der-kultur-und-kreativwirtschaft-legen-fur-die-nachste-legislaturperiode-gemeinsame-handlungsempfehlung-vor-pressemitteilung http://www.kreatives-leipzig.de/allgemein/sachsische-verbande-der-kultur-und-kreativwirtschaft-legen-fur-die-nachste-legislaturperiode-gemeinsame-handlungsempfehlung-vor-pressemitteilung.html#comments Tue, 09 Sep 2014 12:38:30 +0000 Kreatives Leipzig e.V. http://www.kreatives-leipzig.de/?p=7624 Mit einem gemeinsamen Papier positionieren sich die sächsischen Branchenverbände der Kultur– und Kreativwirtschaft und geben den künftigen Regierungsverantwortlichen des Freistaates Sachsen Handlungsempfehlungen für die kommende Legislaturperiode. In dem Papier, das die Verbände sowohl der sächsischen Staatskanzlei, den zuständigen Ministerien und verschiedenen Fraktionen des sächsischen Landtags sendeten, fordern sie die Entwicklung einer nachhaltigen Strategie zur flächendeckenden Förderung und Unterstützung der Kultur– und Kreativwirtschaft im Freistaat Sachsen.

„Die Kultur– und Kreativwirtschaft ist mit ihren 11.000 Unternehmen eine wichtige Säule der sächsischen Wirtschaft. Die Branche erwirtschaftete 2010 einen Umsatz von 3,1 Milliarden Euro. Von 2009 zu 2010 hat sich diese sowohl im Bereich der Steuerpflicht als auch des Umsatzes dynamischer als die gesamte sächsische Wirtschaft entwickelt“, erklären Friedemann Rentsch, Vorstand Wir gestalten Dresden – Branchenverband der Dresdener Kultur– und Kreativwirtschaft e. V., Ivo Zibulla, Vorstand Kreatives Leipzig – Branchenverband der Kultur– und Kreativwirtschaft Leipzig e. V. und Frank Müller, Vorstand Kreatives Chemnitz – Branchenverband der Kultur– und Kreativwirtschaft Chemnitz und Umgebung e. V. „Der Freistaat Sachsen hat schon maßgebliche Hürden zur Förderung der Kultur– und Kreativwirtschaft genommen und steht den Akteuren tatkräftig zur Seite. Mit einer nachhaltigen Strategie kann es dem Freistaat gelingen, sich nicht nur deutschlandweit, sondern auch international, als Zentrum der Kultur– und Kreativwirtschaft zu etablieren“, so die Vorstände der Branchenverbände.

Zu den strategischen Handlungsempfehlungen der Verbände zählt das Schaffen einer zentralen Anlaufstelle für die Kultur– und Kreativwirtschaft in Sachsen. Diese soll den Kreativwirtschaftenden, aber auch der Landesregierung, als Ansprechpartner, Koordinierungsstelle und Kompetenzzentrum dienen. Um eine bessere Kommunikation zwischen den Verbänden und den politischen Verantwortlichen gewährleisten zu können, befürworten Wir gestalten Dresden, Kreatives Leipzig und Kreatives Chemnitz die Benennung eines direkten Ansprechpartners aus dem Ressort Wirtschaft der Landesregierung.

Die Verbände raten der künftigen Landesregierung außerdem zu einer Weiterentwicklung bei den existierenden Förderstrukturen. Hürden bei den Zugängen zu Fördermitteln sollten noch weiter abgebaut werden und so Projektentwicklungsprozesse noch stärker vorangetrieben werden. Dies beinhaltet u. a. das Abrücken von einem rein technologiekonzentrierten Innovationsbegriff als Förderkriterium hin zu einer Erweiterung um das Kriterium sozialer Innovation. Für die Kultur– und Kreativwirtschaft müssen zudem noch mehr eigene, branchenspezifische Förderinstrumente entwickelt werden.

In dem Positionspapier erklären die Verbände außerdem, dass es zwingend einer konstanten Datenerhebung und –auswertung für die Branchenentwicklung bedarf. Nur so könne das Potential der Branche tatsächlich erfasst und eine ideale Förderung und Unterstützung der sächsischen Kultur– und Kreativwirtschaft gewährleistet werden. Sie fordern die Regierung des Freistaates Sachsen daher auf, den Kulturwirtschaftsbericht des Landes kontinuierlich fortzuschreiben, jährlich Daten zu den elf Teilbranchen des Wirtschaftszweiges zu erheben und umfassende Kriterien zur Datenerhebung festzulegen Um die wirtschaftliche Realität der Branche tatsächlich erfassen zu können, fordern die Verbände daher Kleinunternehmer und –unternehmerinnen mit einem jährlichen Umsatz von weniger als 17.500 € in die Statistiken einzubeziehen.

Die Verbände bewerten zudem bezahlbaren Raum als die Grundvoraussetzung einer wachsenden Kultur– und Kreativwirtschaft in Sachsen. Sie sehen daher die Förderung alternativer Eigentümer– und Bauträgerstrukturen, also Genossenschaften, Syndikate etc., und die Möglichkeit des Erwerbs und die niedrigschwellige Entwicklung von Industriebrachen in Sachsen im Zentrum einer nachhaltigen Strategie. Auch dürfe der ländliche Raum nicht weiter ins Abseits gerückt werden: Es bedürfe gezielter Fördermaßnahmen für diese Regionen, so etwa der Entwicklung der technischen (INetz) und mobilen (ÖPNV) Infrastruktur.

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Wahlprüfsteine Kreativwirtschaft zur Wahl des Sächsischen Landtags 2014: Die Antworten der Partei Bündnis 90/Grüne http://www.kreatives-leipzig.de/sachsen/wahlprufsteine-kreativwirtschaft-zur-wahl-des-sachsischen-landtags-2014-die-antworten-der-partei-bundnis-90grune.html?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=wahlprufsteine-kreativwirtschaft-zur-wahl-des-sachsischen-landtags-2014-die-antworten-der-partei-bundnis-90grune http://www.kreatives-leipzig.de/sachsen/wahlprufsteine-kreativwirtschaft-zur-wahl-des-sachsischen-landtags-2014-die-antworten-der-partei-bundnis-90grune.html#comments Thu, 28 Aug 2014 08:23:30 +0000 Kreatives Leipzig e.V. http://www.kreatives-leipzig.de/?p=7601 Gemeinsam mit unseren Geschwistervereinen Kreatives Chemnitz und Wir Gestalten Dresden haben wir sechs Wahlprüfsteine zur Wahl des Sächsischen Landtages am 31. August 2014 formuliert und den vier aktuell im Deutschen Bundestag vertretenen Parteien gesandt. Heute veröffentlichen wir die Antworten der GRÜNEN.

1) Worin sehen Sie die spezifische Qualität der sächsischen Kultur-und Kreativwirtschaft? Worin ist diese spezifische Qualität ablesbar?

Die Branche ist gekennzeichnet durch eine überwiegend kleinteilige Wirtschaftsstruktur aus Klein– und Kleinstunternehmen sowie Solo-Selbstständigen. Die Unternehmen sind flexibel, unternehmerisch kreativ, offen für Kooperationen, wollen gute Arbeit schaffen und nachhaltig wirtschaften, erbringen Innovationen auch für andere Branchen und die Gesamtgesellschaft. Das große Potenzial der Zukunftsbranche Kultur– und Kreativwirtschaft für Innovation und Wirtschaftswachstum gilt es zu nutzen [Link].

2) Wie sehen Sie die Situation der Kultur-und Kreativwirtschaft im Sachsen bezüglich Förderung und Sichtbarkeit?

Die Sichtbarkeit der Schlüsselbranche ebenso wie die Kenntnisse und die Beachtung der (Teil-)Branchenspezifika müssen dringend ausgebaut werden. Wir wollen die Ausstrahlung und die Förderpolitik von Sachsen in diesem Sinne deutlich verbessern. Eine Sichtbarkeit wollen wir jedoch nicht allein staatlicherseits herstellen, sondern die Präsentation der Gesamtbranche und der Teilbranchen in Eigenregie besser unterstützen. Kultur– und Kreativwirtschaft hat für uns wirtschaftspolitisch Priorität.

3) Welche Strukturen gilt es zu entwickeln und welche Förderinstrumente wird eine von Ihrer Partei (mit)getragene Landesregierung ein– bzw. fortführen?

Wir wollen eine effektive Zusammenarbeit von Wirtschafts– und Kulturressort. Bei der Förderung wollen wir allgemeine Hürden senken sowie gemeinsam mit den Teilbranchen spezifische Instrumente entwickeln (z.B. Export– oder Gastspielförderung). Wir wollen Beratungsleistungen für Kreative ausbauen und eine landesweite und angemessen mit Ressourcen ausgestattete Initiative Kultur– und Kreativwirtschaft zur Struktur– und Strategienbildung starten [Link].

4) Welchen Stellenwert hat eine Standortförderung für die Kultur– und Kreativwirtschaft in Sachsen für Sie?

Standortförderung ist für uns ein wichtiges Handlungsfeld der Förderung der Kultur– und Kreativwirtschaft. Dies betrifft den Standort Sachsen, für den sowohl die realen Bedingungen für einzelne Kreative, wie für kreative Wertschöpfungsnetzwerke verbessert, als auch die Wahrnehmbarkeit der Chancen erhöht werden muss. Ferner wollen wir die Kommunen in dieser Hinsicht besser unterstützen. Vor Ort zählen zudem günstige Lebens– und Arbeitsbedingungen, z. B. Frei– und Experimentierräume für Kreative.

5) Wie wollen Sie die Sächsischen Branchenverbände der Kultur– und Kreativwirtschaft zukünftig in Ihre Aktivitäten einbinden?

Bedarfsgerechte politische Konzepte entstehen erst durch den regelmäßigen und intensiven Austausch zwischen Kreativen und Politik. Unsere Landtagsfraktion hat dies in den letzten Jahren mit Blick auf die Situation in den drei Großstädten und auf dem Musik- und dem Literaturmarkt umgesetzt. Wir wollen den Austausch fortsetzen und auf spezifische Themen ausdehnen und werden VertreterInnen in Entscheidungsprozesse innerhalb unserer Partei und in parlamentarische Aushandlungsprozesse einbinden.

6) Wie stehen Sie zu einer Fortschreibung des Sächsischen Kulturwirtschaftsberichtes von 2009?

Eine Fortschreibung ist ein längst überfälliger Schritt. Die landesweiten quantitativen Daten aus der Erhebung 2006 müssen aktualisiert und um Zahlen zu Unternehmen mit geringen Jahresumsätzen angereichert werden. So können Markttendenzen und –zutrittschancen auf den Teilmärkten erfasst und Förderinstrumente bedarfsgerecht gestaltet werden. Darüber hinaus sollen in einem offenen qualitativen Verfahren Handlungsempfehlungen gemeinsam mit Kreativen aller Wertschöpfungsstufen erarbeitet werden.

 

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Wahlprüfsteine Kreativwirtschaft zur Wahl des Sächsischen Landtags 2014: Die Antworten der SPD http://www.kreatives-leipzig.de/sachsen/wahlprufsteine-kreativwirtschaft-zur-wahl-des-sachsischen-landtags-2014-die-antworten-der-spd.html?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=wahlprufsteine-kreativwirtschaft-zur-wahl-des-sachsischen-landtags-2014-die-antworten-der-spd http://www.kreatives-leipzig.de/sachsen/wahlprufsteine-kreativwirtschaft-zur-wahl-des-sachsischen-landtags-2014-die-antworten-der-spd.html#comments Wed, 27 Aug 2014 08:17:18 +0000 Kreatives Leipzig e.V. http://www.kreatives-leipzig.de/?p=7598 Gemeinsam mit unseren Geschwistervereinen Kreatives Chemnitz und Wir Gestalten Dresden haben wir sechs Wahlprüfsteine zur Wahl des Sächsischen Landtages am 31. August 2014 formuliert und den vier aktuell im Deutschen Bundestag vertretenen Parteien gesandt. Heute veröffentlichen wir die Antworten der SPD.

1) Worin sehen Sie die spezifische Qualität der sächsischen Kultur-und Kreativwirtschaft? Worin ist diese spezifische Qualität ablesbar?

Die Kultur– und Kreativwirtschaft ist wirtschaftlich gesehen eine Schlüsselbranche und Motor der sächsischen Wirtschaft. Denn Ideen, Wissen und Kreativität sind die Rohstoffe des 21. Jahrhunderts. Es sind vor allem hochqualifizierte Freiberufler und Soloselbstständige. Die Branche weist hohe Umsatzzahlen und steigende Beschäftigungseffekte auf und ist Indikator neuer Arbeits– und Lebensmodelle.  Die SPD wird die Bedingungen, unter denen dieser „neue Mittelstand“ am Markt agiert so gestalten, dass sowohl Kreativität und Ideen am Markt umgesetzt werden können als auch dass die Rahmenbedingungen für ein faires Einkommen verbessert werden.

2) Wie sehen Sie die Situation der Kultur-und Kreativwirtschaft im Sachsen bezüglich Förderung und Sichtbarkeit?

Die CDU/FDP-Koalition hat die Kultur– und Kreativschaffenden allein gelassen und damit Chancen für Sachsen verspielt. Dabei geht es nicht nur um die Anpassung von Förderinstrumenten, sondern auch um die Schaffung eines Bewusstseins für die Belange der Branche auf allen administrativen Ebenen. Die SPD hat gemeinsam mit Kultur– und Kreativschaffenden ein Handlungskonzept erarbeitet, dass wir in Regierungsverantwortung umsetzen werden.

3) Welche Strukturen gilt es zu entwickeln und welche Förderinstrumente wird eine von Ihrer Partei (mit)getragene Landesregierung ein– bzw. fortführen?

Wir werden u. a. auf Landesebene zentrale Ansprechpartner für die Belange der Kultur– und Kreativwirtschaft einrichten bzw. fördern, die Förderlücke zwischen Kultur– und Wirtschaftsförderung schließen, die Einführung von sozialen Mindeststandards in der Kulturförderung vorantreiben und den Kulturwirtschaftsbericht von 2008 fortschreiben.

4) Welchen Stellenwert hat eine Standortförderung für die Kultur– und Kreativwirtschaft in Sachsen für Sie?

Mangelnde politische Unterstützung der Branche führt zur Abwanderung der Kreativen und ihrer Unternehmen. Damit gehen der sächsischen Wirtschaft nicht nur Impulsgeber sondern wichtige strategische Partner verloren.

5) Wie wollen Sie die Sächsischen Branchenverbände der Kultur– und Kreativwirtschaft zukünftig in Ihre Aktivitäten einbinden?

Beratungs– und Professionalisierungsangebote, die Vernetzung der Branche untereinander und „Übersetzung“ in die administrative Ebene ist nur in enger Zusammenarbeit mit und aus der Branche selbst heraus zielführend. Akteursbasierte Netzwerke, wie die derzeitigen drei Branchenverbände gilt es daher zu stärken. Auch dies ist mit unserer Zielstellung von Ansprechpartnern für die Belange der Kultur– und Kreativwirtschaft verbunden. In den ländlichen Regionen wollen wir regionale Kreativmanager einrichten.

6) Wie stehen Sie zu einer Fortschreibung des Sächsischen Kulturwirtschaftsberichtes von 2009?

Die SPD hat 2008 in Regierungsverantwortung den ersten sächsischen Kulturwirtschaftsbericht vorgelegt. Die verwendeten Zahlen beruhen auf Erhebungen des Jahres 2006. Wir brauchen dringend eine Fortschreibung des Berichtes mit aktueller und landeweit einheitlicher Datenbasis, die verlässliche wirtschaftliche Kennzahlen liefert. Ebenso bedarf es einer Fortschreibung des Berichtes unter qualitativen Aspekten, um für die Teilmärkte passgenaue Förderinstrumente zu entwickeln.

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Wahlprüfsteine Kreativwirtschaft zur Wahl des Sächsischen Landtags 2014: Die Antworten der Partei DIE LINKE http://www.kreatives-leipzig.de/sachsen/wahlprufsteine-kreativwirtschaft-zur-wahl-des-sachsischen-landtags-2014-die-antworten-der-partei-die-linke.html?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=wahlprufsteine-kreativwirtschaft-zur-wahl-des-sachsischen-landtags-2014-die-antworten-der-partei-die-linke http://www.kreatives-leipzig.de/sachsen/wahlprufsteine-kreativwirtschaft-zur-wahl-des-sachsischen-landtags-2014-die-antworten-der-partei-die-linke.html#comments Tue, 26 Aug 2014 08:09:12 +0000 Kreatives Leipzig e.V. http://www.kreatives-leipzig.de/?p=7595 Gemeinsam mit unseren Geschwistervereinen Kreatives Chemnitz und Wir Gestalten Dresden haben wir sechs Wahlprüfsteine zur Wahl des Sächsischen Landtages am 31. August 2014 formuliert und den vier aktuell im Deutschen Bundestag vertretenen Parteien gesandt. Heute veröffentlichen wir die Antworten der LINKE.

1) Worin sehen Sie die spezifische Qualität der sächsischen Kultur-und Kreativwirtschaft? Worin ist diese spezifische Qualität ablesbar?

Die Kultur– und Kreativwirtschaft in Sachsen wurde bisher erst einmal umfassend im Rahmen des „Ersten Kulturwirtschaftsberichts für den Freistaat Sachsen 2008“ untersucht. Um sich ein aktuelles Bild von der spezifischen Qualität der sächsischen Kultur– und Kreativwirtschaft (KKW) machen zu können, hat sich die Fraktion DIE LINKE im Sächsischen Landtag mit einer Großen Anfrage (Drs 5/ 12662) an die Staatsregierung gewandt und in der Folge zu einer Experten-Anhörung im zuständigen Landtagsausschuss  eingeladen. Dabei stellte sich erneut heraus, dass die Staatsregierung kein Interesse an einer umfassenden Untersuchung und einer strategisch ausgerichteten Förderpolitik der KKW hat. Wer sich über die spezifische Qualität der KKW in Sachsen ein Bild machen möchte, der sieht sich auf regionale Untersuchungsergebnisse verwiesen, z.B. den Bericht über die Kultur– und Kreativwirtschaft in Dresden 2011 und die Studie zum Medien– und  Kreativstandort Leipzig 2010/ 2011. Das Institut für Arbeitsmarkt– und Berufsforschung hat 2013 die KKW als Arbeitgeber untersucht.

Die Kultur– und Kreativwirtschaft ist einer der dynamischsten Wirtschaftszweige. Im Jahr 2011 existierten bundesweit 244.000 Unternehmen. Sie erwirtschafteten  einen Umsatz von 143 Mrd. €. Insgesamt leistete die Kultur– und Kreativwirtschaft damit einen Beitrag von schätzungsweise 62,7 Mrd. € zur Bruttowertschöpfung. Der Anteil der Bruttowertschöpfung der Branche an der Gesamtwirtschaft betrug 2,4 % im Jahr 2011 (vgl. Bericht des BMWi „Monitoring zu ausgewählten wirtschaftlichen Eckdaten der Kultur– und Kreativwirtschaft 2011“, 2012). Eine Besonderheit der Branche ist ihre ausgeprägte Heterogenität. So beträgt der Anteil der Kleinst– und Kleinunternehmen z.B. in Sachsen 97,4 % (IAB-Studie). Hinzu kommt eine hohe Selbstständigenquote von schätzungsweise 30 % im Bundesdurchschnitt. Darüber hinaus wird der Branche eine bedeutende Impulsfunktion für Wirtschaft und Gesellschaft zugeschrieben. Sie gilt als ein Innovationsmotor auch für Unternehmen anderer Branchen. Meist suchen die Akteure der KKW  Großstädte mit geschichtlicher Aura und mit Zentralitätsfunktion.

2) Wie sehen Sie die Situation der Kultur-und Kreativwirtschaft im Sachsen bezüglich Förderung und Sichtbarkeit?

In diesem Bereich ist das kulturpolitische Versagen der Staatsregierung besonders offensichtlich. Beispielsweise blieben die insgesamt 41 Handlungsempfehlungen aus dem Kulturwirtschaftsbericht für Sachsen 2008 bislang weitgehend Makulatur. Aus Sicht der LINKEN gehört der starke Fokus auf die klassische Kultur– und Kreativwirtschaft zu den Defiziten. Das Marketing für zeitgenössische moderne Kultur– und Kreativwirtschaft ist relativ wenig entwickelt und muss gestärkt werden.  Dennoch hat sich die öffentliche Wahrnehmung der KKW in Sachsen dank der Initiativen auf  Bundesebene merklich verbessert. Durch Wettbewerbe wie „Bewegungsmelder“ oder „Kreativpiloten“ kommen auch die Leistungen der sächsischen Branchenakteure zur Geltung. Dennoch wird von Vertretern der KKW wird immer wieder der Wunsch nach einem Monitoring geäußert, das belastbare empirische Angaben über die Branche auch jenseits der Großstädte Dresden und Leipzig liefert und deren Sichtbarkeit erhöht: DIE Linke strebt in der kommenden Legislaturperiode ein systematisches Monitoring der sächsischen KKW an und unterstützt die zielgenaue Förderung von Fachforen, Messen etc.

Aus Sicht des Verwerters der Kreativleistung muss in Zukunft  mehr auf die Verknüpfung zwischen Kreativwirtschaft und Innovationskraft des Unternehmens geachtet werden. Dem wirtschaftlichen Verwerter muss die Notwendigkeit bzw. auch der Nutzen, den der Einsatz von Kreativ– und Designwirtschaft bringen kann, noch stärker hervorgehoben werden. Allerdings ist auch hier darauf hin zu wirken, dass kreative Dienstleistungen angemessen vergütet werden. Das gilt insbesondere für öffentliche Auftragnehmer.

3) Welche Strukturen gilt es zu entwickeln und welche Förderinstrumente wird eine von Ihrer Partei (mit)getragene Landesregierung ein– bzw. fortführen?

Der wachsenden Vielfalt der Kultur– und Kreativwirtschaft gebührt stärkeres politisches Gewicht. Zu den Herausforderungen, die die Landespolitik in Sachen KKW in Angriff zu nehmen hat, gehören, das fehlende aktuelle Zahlenmaterial für Sachsen, die Begrenztheit der vorhandenen Förderinstrumente auf KMU, der Technologie dominierte Innovationsbegriff und das Fehlen einer passgenauen Unterstützung von Aktivitäten außerhalb Sachsens. DIE LINKE plädiert für die Schaffung eines Kompetenzzentrums Kultur– und Kreativwirtschaft analog zur Bundesinitiative „Kompetenzzentrum Kultur– und Kreativwirtschaft“ mit dem Regionalbüro Mitteldeutschland auf Landesebene.  Darüber hinaus muss eine entsprechende  Koordinierungsstelle beim Ministerium für Wirtschaft eingerichtet werden. Dessen erste Aufgabe müsste eine Überprüfung der Förderinstrumente des Staatsministeriums für Wirtschaft und Arbeit sein, inwieweit sie für Akteure der Kultur– und Kreativwirtschaft wirklich offen sind oder spezifischer Anpassungen bedürfen. DIE LINKE kann sich auch die Einrichtung eines Kultur– und Wirtschaftsreferates im Wirtschaftsministerium vorstellen.

Dazu gehört, dass Standorte der Kultur– und Kreativwirtschaft, die sich oftmals ohne Eingriffe von Politik und Verwaltung aus sich heraus entwickeln, durch stadtplanerische Maßnahmen geschützt werden. Der Mechanismus, dass Kreative einen zunächst undefinierten Standort besetzen, entwickeln und aufwerten, der dann von einem Investor aufgrund des gewachsenen positiven Umfeldes erworben und nicht selten zu hochwertigem Wohnraum entwickelt wird, so dass den Kreativen nur der Weg zu hin zu neuen Standorten bleibt, muss durchbrochen werden. Hier sind die Mittel der Stadtplanung einschließlich öffentlicher Beteiligung konsequenter als bislang anzuwenden. Aus kulturpolitischer Sicht sind die Rahmenbedingungen für Kulturschaffende und Kreative so zu gestalten, dass sie in ihrem Bereich auskömmlich und qualitativ hochwertig arbeiten können.

DIE LINKE wird die in dem „Gemeinsamen Positionspapier der sächsischen Branchenverbände der Kreativwirtschaft zur Programmierung des Europäischen Strukturfonds für Sachsen in der Förderperiode 2014–2020“ Vorschläge in den Maßnahmefeldern Innovationsförderung und Innovationsassistenz sowie zu Messe, Außenwirtschaft – Erhaltung und Erschließung neuer Märkte aufgreifen und umsetzen.

4) Welchen Stellenwert hat eine Standortförderung für die Kultur– und Kreativwirtschaft in Sachsen für Sie?

Zur Stärkung der Kulturwirtschaft will DIE LINKE Existenzgründerprogramme und Beratungsangebote sowie die Mittelstandspolitik präziser auf die speziellen Anforderungen von Klein– und Kleinstunternehmen der Kultur– und Kreativwirtschaft ausrichten. Die vorhandenen  Fördermöglichkeiten sind für die klassische Industriepolitik entworfen worden. Zwar gibt es mittlerweile vielfältigere Ansätze zur Förderung der Kreativwirtschaft, die aber unkoordiniert eingesetzt werden. DIE LINKE strebt eine Förderpolitik an, die auf die regionalen Besonderheiten und Stärken der KKW ausgerichtet ist. Ein systematisches Monitoring verbessert die Zielgenauigkeit der Fördermöglichkeiten. Künftige Förderprogramme haben dabei sowohl die Gründungs– als auch die Wachstumsphasen junger Unternehmen zu berücksichtigen.

Ein Denken jenseits der Clustergrenzen kann einen Beitrag leisten, die Kooperation beispielsweise zwischen Wissenschaft und Wirtschaft sowie zwischen verschiedenen Branchen (Kreativwirtschaft und verarbeitendes Gewerbe) zu verbessern.

5) Wie wollen Sie die Sächsischen Branchenverbände der Kultur– und Kreativwirtschaft zukünftig in Ihre Aktivitäten einbinden?

DIE LINKE wird eine Initiative Kultur– und Kreativwirtschaft starten, mit der Beratungs– und Informationsangebote bereitgestellt, eine Austauschplattform eingerichtet und  der Aufbau von Netzwerken unterstützt werden.

6) Wie stehen Sie zu einer Fortschreibung des Sächsischen Kulturwirtschaftsberichtes von 2009?

Der „Erste Kulturwirtschaftsbericht für den Freistaat Sachsen 2008“ war ein erster wichtiger Schritt, um die Bedeutung der Kultur– und Kreativwirtschaft für den Freistaat aufzuzeigen. Mittlerweile sind die hierin aufgeführten Ergebnisse allerdings nicht mehr auf nationaler sowie internationaler Ebene vergleichbar. Hier besteht ein dringender Handlungsbedarf, um die Potentiale der Kultur– und Kreativwirtschaft in Sachsen  besser bewerten und fördern zu können. Die insgesamt 41 Handlungsempfehlungen aus dem Kulturwirtschaftsbericht für Sachsen 2008 sind bislang weitgehend unberücksichtigt geblieben. Eine aktualisierende Fortschreibung des Berichts sowie die Erarbeitung und Umsetzung einer entsprechenden Handlungsstrategie zur Unterstützung der Kultur– und Kreativwirtschaft ist daher zwingend geboten. 

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Wahlprüfsteine Kreativwirtschaft zur Wahl des Sächsischen Landtags 2014: Die Antworten der CDU http://www.kreatives-leipzig.de/sachsen/wahlprufsteine-kreativwirtschaft-zur-wahl-des-sachsischen-landtags-2014-die-antworten-der-cdu.html?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=wahlprufsteine-kreativwirtschaft-zur-wahl-des-sachsischen-landtags-2014-die-antworten-der-cdu http://www.kreatives-leipzig.de/sachsen/wahlprufsteine-kreativwirtschaft-zur-wahl-des-sachsischen-landtags-2014-die-antworten-der-cdu.html#comments Mon, 25 Aug 2014 08:00:15 +0000 Kreatives Leipzig e.V. http://www.kreatives-leipzig.de/?p=7591 Gemeinsam mit unseren Geschwistervereinen Kreatives Chemnitz und Wir Gestalten Dresden haben wir sechs Wahlprüfsteine zur Wahl des Sächsischen Landtages am 31. August 2014 formuliert und den vier aktuell im Deutschen Bundestag vertretenen Parteien gesandt. Heute veröffentlichen wir die Antworten der CDU, beantwortet von Robert Clemen.

1) Worin sehen Sie die spezifische Qualität der sächsischen Kultur-und Kreativwirtschaft? Worin ist diese spezifische Qualität ablesbar?

Die Sächsische Kreativwirtschaft verfügt meiner Meinung nach über eine besondere Dynamik und Kreativität und zeichnet sich insbesondere durch Einfallsreichtum und Pfiffigkeit aus.

2) Wie sehen Sie die Situation der Kultur-und Kreativwirtschaft im Sachsen bezüglich Förderung und Sichtbarkeit?

Die Sichtbarkeit und Wahrnehmung der Kreativwirtschaft in Sachsen stellt sich nach meiner Erfahrung in den einzelnen Landesteilen sehr unterschiedlich dar. Während sie in Leipzig, Dresden und zum Teil auch Chemnitz sehr gut erkennbar ist, sehe ich insbesondere in den ländlichen Gebieten noch deutliche Defizite.

3) Welche Strukturen gilt es zu entwickeln und welche Förderinstrumente wird eine von Ihrer Partei (mit)getragene Landesregierung ein– bzw. fortführen?

Insbesondere die Vernetzung, aber auch die Unternehmensgrößen müssen weiter entwickelt werden. Derzeitige Förderinstrumente haben sich als recht pragmatisch erwiesen, jedoch gilt es meiner Meinung nach, die vorhandenen Förderinstrumente auf die zum großen Teil in Sachsen sehr kleinteilige Unternehmens– und Vereinsstrukturen anzupassen. Auch die Kooperation über die Landesgrenzen hinweg, insbesondere zu Sachsen– Anhalt und Thüringen sollte weiter intensiviert werden.

4) Welchen Stellenwert hat eine Standortförderung für die Kultur– und Kreativwirtschaft in Sachsen für Sie?

Einen sehr hohen Stellenwert. Allerdings sehe ich hier insbesondere bei den Unternehmensstrukturen deutlichen Handlungsbedarf. Um national und international erfolgreich zu sein, bedarf es entweder größerer und schlagkräftiger Unternehmen oder bessere Kooperation kleinerer Unternehmen und/oder Akteure.

5) Wie wollen Sie die Sächsischen Branchenverbände der Kultur– und Kreativwirtschaft zukünftig in Ihre Aktivitäten einbinden?

Die Sächsischen Unternehmen und Verbände sind bereits Teil meiner politischen Aktivitäten und werden dies auch im Falle meiner Wiederwahl weiterhin bleiben.

6) Wie stehen Sie zu einer Fortschreibung des Sächsischen Kulturwirtschaftsberichtes von 2009?

Da ich den ersten Kulturwirtschaftsbericht als damaliger Vorsitzender des Ausschusses für Wissenschaft und Hochschule, Kultur und Medien wesentlich mit begleiten durfte, sehe ich die Fortschreibung des Kulturwirtschaftsberichtes natürlich außerordentlich positiv.

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In eigener Sache: Ein kleines Zwischenfazit zur beta-Sommerakademie http://www.kreatives-leipzig.de/allgemein/in-eigener-sache-ein-kleines-zwischenfazit-zur-beta-sommerakademie.html?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=in-eigener-sache-ein-kleines-zwischenfazit-zur-beta-sommerakademie http://www.kreatives-leipzig.de/allgemein/in-eigener-sache-ein-kleines-zwischenfazit-zur-beta-sommerakademie.html#comments Fri, 08 Aug 2014 12:25:36 +0000 Kreatives Leipzig e.V. http://www.kreatives-leipzig.de/?p=7584 Immer Samstags findet seit Anfang Juli die erste Sommerakademie des Vereins Kreatives Leipzig statt. Ziel ist es, die Kultur– und Kreativwirtschaft mit verschiedenen Workshop-Methoden und –Formaten vertraut zu machen. Als erster Test eines kleinen vereinsinternen Weiterbildungsprogramms geplant, haben Mitglieder der Branchenverbände Kreatives Chemnitz, Wir gestalten Dresden und Kreatives Leipzig in den letzten Wochen damit begonnen, einen Wissensaustausch  anzuregen sowie sich gegenseitig weiterzubilden und damit ein Stück zur Professionalisierung der Kreativunternehmen in Sachsen beizutragen.

Der erste Termin fand zum Thema Business Model Canvas, geleitet von Katja Großer, statt. Worum ging es? Ich habe wieder einmal diese phantastische Idee. Aber wie muss mein Produkt und mein Service gestaltet sein, damit sie den Anforderungen des Marktes genügt? Vielen Kreativen fällt das Verfassen eines Business Plans schwer — und häufig ist das auch nicht notwendig. Stattdessen hilft der „Business Model Canvas“ (Link 1, Link 2), in neun verschiedene Rollen zu schlüpfen und sich beispielsweise zu fragen: Welches Problem löst mein Produkt, wie erreiche ich meine Zielgruppe, und woraus erziele ich Einnahmen? Der Business Model Canvas eignet sich für Ein-Mann Unternehmen wie für Konzerne, für Startups genauso wie für bestehende Organisationen, z. B. um alternative oder künftige Szenarien durchzuspielen.

Beim zweiten Termin stand das Thema Mediation im Vordergrund (Dozent Maxi Blunck): Ein Team arbeitet bis zur Selbstaufgabe, und jeder fühlt sich vom anderen ausgenutzt. Dabei hat das Projekt so verheißungsvoll begonnen. Und eigentlich kann man sich privat ja auch noch ganz gut leiden. Hier kann Mediation helfen: es ist ein Schlichtungsmodell bei Konflikten, die sich festgefahren haben, für Parteien, die freiwillig eine Lösung anstreben. Wenn man sich z. B. beruflich nicht mehr riechen kann, aber privat weiterhin gerne noch ein Bierchen trinken möchte. Hier kann ein Mediator als neutraler Vermittler helfen, gemeinsam mit den Medianten verbindliche Lösungsvorschläge zu entwickeln. Anhand eines fiktiven Beispiels haben wir bei der Sommerakademie einen Fall durchgespielt, um einen Einblick in die Abläufe und die Methode zu erhalten. Am Ende wird vielleicht nicht alles gut, aber vieles wieder besser!

Die Sommerakademie geht nun in die zweite Phase. Die nächsten Termine finden zu den Themen Human Centered Design (9.8.), kollegiale Beratung (24.8.) und Gamestorming (30.8.) jeweils in Leipzig statt. Meldet euch bei Interesse unter und wir teilen euch mit, ob wir noch freie Plätze haben. Für Mitglieder von Kreatives Chemnitz, Wir gestalten Dresden und Kreatives Leipzig ist eine Teilnahme kostenlos.

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DOK Leipzig Hackathon mit dem Tribeca Film Institute (Anmeldung bis 2. September 2014) http://www.kreatives-leipzig.de/film/dok-leipzig-hackathon-mit-dem-tribeca-film-institute-anmeldung-bis-2-september-2014.html?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=dok-leipzig-hackathon-mit-dem-tribeca-film-institute-anmeldung-bis-2-september-2014 http://www.kreatives-leipzig.de/film/dok-leipzig-hackathon-mit-dem-tribeca-film-institute-anmeldung-bis-2-september-2014.html#comments Thu, 07 Aug 2014 07:39:25 +0000 Kreatives Leipzig e.V. http://www.kreatives-leipzig.de/?p=7580 Im Rahmen des diesjährigen DOK-Festivals veranstalten das DOK Leipzig und das unter anderem von Robert de Niro gegründete Tribeca Film Institute gemeinsam einen Hackathon, der sich an Programmierende, Webdesigner, Apps-/Games-Developper und alle anderen aus dem IT-Bereich richtet. Zusammengesetzt aus den Worten »Hacken« und »Marathon«, werden bei ›Tribeca hacks <DOK> with DOK Leipzig‹ Filmemacher/Autoren/Storyteller im Non-Fiction-Bereich mit Tech-Experten zusammengebracht, um innerhalb von zwei Tagen gemeinsam neue Möglichkeiten des digitalen Storytelling auszutesten. Dabei geht es um wichtige Themen mit audiovisuellem Content. Doch die Ideen werden erst im kollaborativen Prozess der Teilnehmenden entstehen und vor Ort gemeinsam entwickelt.

Wie immer ist also der Weg das Ziel. Es geht hier um eine neue Art der Zusammenarbeit, gemeinsames Kreativsein und die Arbeitstools der anderen kennen und schätzen lernen. Nicht immer nur lösungsorientiertes Abarbeiten, sondern auch mal offenes Experimentieren und Rumgefrickel. Ist das was für mich? Wenn du gerne dein Know-How einbringst, Ideen hast und diese gerne teilst, neugierig auf neue Themen und Leute bist und dich für Entwicklungen im Bereich Web/interactive Storytelling/Games/App/Transmedia interessierst, dann solltest du dich hier anmelden.

Der Hackathon startet am Dienstagabend, 28. Oktober 2014, und endet am Donnerstag, 30. Oktober 2014. Der Anmeldeschluss ist am 2. September 2014. Es wird eine Teilnahme– und Verpflegungsgebühr von 55 Euro erhoben, wobei Teilnehmende eine vergünstigte Akkreditierung für das parallele DOK-Festival gleich mit erwerben können (50 Euro statt 100 Euro). Workshopsprache ist Englisch. Für weitere Fragen steht Britta Senn vom DOK-Team gern zur Verfügung (; Tel.: 0341 30 864–29).

Beim DOK Leipzig Festival für Dokumentar– und Animationsfilm widmet sich seit vier Jahren den Entwicklungen im Cross Media/Transmedia-Bereich, die in Verbindung zu Bewegtbild/Film stehen. Hierzu werden Fallstudien, Panels, Workshops und Cross Media — Screenings im Kino angeboten, die sich sowohl an das Fach– als auch unser Zuschauerpublikum richten.

Erklärtes Ziel ist es, den Blick zu öffnen für das innovative Erzählen im Netz, neue Kooperationen und Netzwerke aufzubauen und die Möglichkeiten des Dokumentar– und Animationsfilms für das Web auszuloten. Zudem werden Filmproduzenten und –regisseure mit Webdoku-Projekten zu unserem ›DOK Leipzig Net Lab‹ eingeladen, wo sie mit ausgewählten Tutoren intensiv an ihren Projekten arbeiten. Dabei fällt auf, dass große Berührungsängste zur technischen Seite herrschen und die Teamarbeit für transmediale Projekte erst mühsam erlernt werden muss.

Mit dem in New York beheimateten Tribeca Film Institute als Partner wird daher nun zum ersten Mal ein praxisnahes Workshop-Event in Form eines Hackathons stattfinden, bei dem Filmemacher, Storyteller, Autoren und Webprogrammierer/ Gamesdesigner/ App-Developer zusammenkommen. In dem experimentierfreudigen Umfeld mit offenem Ausgang, aber vielen branchenübergreifenden Kennen(Lern)effekten sollen gemeinsam neue Ideen für interaktives audiovisuelles Erzählen im Netz entwickelt und umgesetzt werden.

 

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2. Leipziger Fotomarathon — Jetzt anmelden http://www.kreatives-leipzig.de/fotografie/2-leipziger-fotomarathon-jetzt-anmelden.html?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=2-leipziger-fotomarathon-jetzt-anmelden http://www.kreatives-leipzig.de/fotografie/2-leipziger-fotomarathon-jetzt-anmelden.html#comments Mon, 04 Aug 2014 13:10:47 +0000 Kreatives Leipzig e.V. http://www.kreatives-leipzig.de/?p=7572 Am 27. September 2014 findet der 2. Leipziger Fotomarathon statt. Nach der erfolgreichen Premiere in 2013 mit über 200 Teilnehmern organisiert das Team um Corwin von Kuhwede (Branchenbotschafter Fotografie Kreatives Leipzig e. V. ) nun bereits den 2. Leipziger Fotomarathon.

Vielsagend lautet das Oberthema »Leipziger Allerlei“ — jedes der sechs vorgegeben Themen wird von den Teilnehmenden fotografisch mit je nur einem Motiv umgesetzt. Zusätzlich gibt es ein SIGMA-Sonderthema, welches als Zusatzaufgabe kreativ angegangen werden kann. Anders als bei der Erstveranstaltung 2013 gibt es dieses Jahr zudem nicht nur eine Start/Ziel-Location sondern zusätzlich einzelne Stationen in der Stadt verteilt, an denen die Themenaufgaben ausgegeben werden. Eine weiteres Highlight für 2014 ist die Einführung von zwei zusätzlichen Preisen: der SIGMA-Sonderpreis und der Publikumspreis.

Für die Bewertung und Platzierung der sechs vorgegebenen Themen unterstützt uns auch dieses Jahr wieder eine hochkarätige Jury (u. a. Volkmar Heinz // LVZ Ressortleiter Foto, Andreas J. Mueller // Deutsches Fotomuseum).

Teilnehmen können alle, die mindestens 16 Jahre alt und im Besitz einer Digitalkamera sind. Handyfotos sind nicht zum Wettbewerb zugelassen. Tickets zum Preis von 25 Euro gibt es hier.

Die Siegerehrung und die gemeinsame Abschlussparty findet zur 2. Leipziger Fotolounge am Samstag, 4. Oktober 2014, im Täubchenthal statt (Einlass ab 18 Uhr, Beginn: 19 Uhr). Neben der Siegerehrung und einer Ausstellung der besten Fotos gibt es eine UV-Lichtshow von inflammati, ein Konzert der Leipziger Band Choirs sowie Electro Swing mit DJ Ratz Baddz (Vibes Ambassadors). Teilnehmende des 2. Leipziger Fotomarathon haben freien Eintritt, Gäste zahlen 7 Euro (ab 23 Uhr für alle 5 Euro).

Die Ausstellung der Siegerbilder und aller Teilnehmerbilder findet vom 10. bis 26. Oktober in den PROMENADEN Hauptbahnhof statt.

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Cross Innovation im Stadtraum: Neue Impulse durch die Kultur– und Kreativwirtschaft in Leipzig http://www.kreatives-leipzig.de/allgemein/cross-innovation-im-stadtraum-neue-impulse-durch-die-kultur-und-kreativwirtschaft-in-leipzig.html?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=cross-innovation-im-stadtraum-neue-impulse-durch-die-kultur-und-kreativwirtschaft-in-leipzig http://www.kreatives-leipzig.de/allgemein/cross-innovation-im-stadtraum-neue-impulse-durch-die-kultur-und-kreativwirtschaft-in-leipzig.html#comments Tue, 29 Jul 2014 07:41:15 +0000 Kreatives Leipzig e.V. http://www.kreatives-leipzig.de/?p=7559 Was passiert eigentlich, wenn sich Stadtplaner, Architekten, Künstler, Geographen und Gärtner zusammen tun, um Probleme im städtischen Kontext zu lösen? Dies erprobt gerade eine interkulturelle Projektgruppe anhand des Huygensplatzes in Leipzig. Akteure aus Ungarn, Slowenien, Serbien und Deutschland werden im September 2014 den Platz zwischen altem Olympia-Kino und Jobcenter für eine Woche „neu erfinden“ und so eine langfristige Belebung initiieren.

Die internationale Projektgruppe „Federation of Urban Imagination“ wird vom 1. bis 6. September 2014 ihre Ideen zur Revitalisierung des Huygensplatzes in Leipzig-Gohlis in die Tat umsetzen. So ist die Errichtung eines alternativen Jobcenters in unmittelbarer Nachbarschaft der Leipziger Arbeitsagentur geplant. Statt langes Warten auf staatliche Unterstützung gibt es hier Arbeit auf Abruf, natürlich nicht ohne Gegenleistung.

Außerdem warten auf die Besucherinnen und Besucher eine mobile Küche, Radio-Livesendungen und Open-Air-Kino. Zur „Nacht der Kunst“ auf der Georg-Schumann-Straße am 6. September 2014 wird es dann den großen Showdown geben. Dirk Zinner von der Leipziger Stadtpflanzern: „Wir versuchen mit der einwöchigen Aktion einen bisher kaum durch die Anwohnerschaft genutztes Areal zu beleben. Dabei tragen wir die Funktionen der umliegenden Gebäude für eine Woche auf den Platz.“ So wird getanzt wie früher im Hotel „Goldener Löwe“, sich verzaubert wie in den roten Sesseln des Olympia-Palast-Theaters und getrunken wie einst in der alten Brauerei.

Der Grund für die Aktion ist einfach. In den letzten Jahrzehnten ist der einst pulsierende Huygensplatz zu einer Straßenkreuzung verkommen, die ausschließlich durch Autos und Straßenbahn genutzt wurde. Orte des Verweilens und Zusammenseins gab es kaum noch. Durch Bemühen der Stadt aber ist seit 2013 die Sanierung des Platzes abgeschlossen – Sitzflächen laden zum Verweilen ein, auch einen Wochenmarkt gibt es. Nur die Bewohnerinnen und Bewohner und Vorübergehenden scheinen die neue Freifläche nicht recht anzunehmen, kaum jemand verweilt auf dem Areal.

Dies will die Projektgruppe mit innovativen Konzepten und partizipatorischen Projekten nun ändern. Das Projekt „Federation of Urban Imagination“ ist Gewinner des Wettbewerbs kultur-im-dialog.moe 2014, – ein Programm der Schering Stiftung und des MitOst e. V., Berlin.

Mehr Informationen zu den Projektpartnern gibt es hier, hier, hier und hier.

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Gemeinsam ist man weniger allein http://www.kreatives-leipzig.de/leipzig/gemeinsam-ist-man-weniger-allein.html?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=gemeinsam-ist-man-weniger-allein http://www.kreatives-leipzig.de/leipzig/gemeinsam-ist-man-weniger-allein.html#comments Mon, 30 Jun 2014 13:26:35 +0000 Kreatives Leipzig e.V. http://www.kreatives-leipzig.de/?p=7546 Gemeinsam ist man weniger allein – ein Kommentar zur gegenwärtigen Entwicklung der städtischen Kultur– und Kreativwirtschaftsförderung!

Es ist ein paar Tage her, das Oberbürgermeister Burkhard Jung das Arbeitsprogramm 2020 für die Stadt Leipzig vorgestellt hat. In benanntem Papier finden sich unter anderem Aussagen zur Kultur– und Kreativwirtschaft — in Leipzig bekannt unter der Bezeichnung Cluster „Medien– und Kreativwirtschaft“. Darin subsumiert die Wirtschaftsförderung der Stadt zumindest einige Teilbereiche der anderenorts als Kultur– und Kreativwirtschaft beschriebenen Branche.

Das Positive zuerst: es ist ein Arbeitspapier und lässt viel Freiraum zur Ausgestaltung möglicher Maßnahmen.

Leider bleibt das Arbeitspapier 2020 bei weiterer Betrachtung im kreativwirtschaftlichen als auch kulturellem Segment unkonkret und beschreibt beide Seiten der „Kreativmedaille“ eher als ein „schön zu haben“ denn als ein „absolut notwendig“. Eine kulturpolitische Perspektive auf das Thema Kultur– und Kreativwirtschaft fehlt zudem gänzlich.

Dass es im Thema seitens der Stadt dennoch vorangeht zeigt nicht zuletzt die Neubesetzung einer extra geschaffenen Stelle im Amt für Wirtschaftsförderung. Seit April arbeitet Elisabeth Hauck als Kontaktstelle der Kreativwirtschaft für die Stadt Leipzig. Frau Hauck hat Theaterwissenschaft und Germanistik studiert und war in den letzten Jahren verstärkt im Theaterbereich und der Filmbranche Leipzigs und Mitteldeutschlands unterwegs.

Die Kontaktstelle ist ein Erbe aus dem EU-Projekt Creative Cities, das die Stadt Leipzig 2010 bis 2013 mit anderen europäischen Partnern realisiert hatte. War das EU-Projekt noch verstärkt auf den Austausch der verschiedenen Ämter in den Teilnehmerstädten fokussiert, wird es nun konkreter.

Erste Amtshandlung der neuen Kontaktstelle war Anfang Juni 2014 die Schaltung der Internetseite www.kreativwirtschaft-leipzig.de.

Die Entwicklung der Seite wurde in enger Abstimmung mit Kreatives Leipzig e.V. getätigt. Um die Seite als effektives Informationsportal zu entwickeln, ist weiterführend eine Contentpartnerschaft zwischen dem Verband und dem Amt geplant. Auch wenn an dieser Stelle eine konkrete Vereinbarung noch auf sich warten lässt, sollen so wichtige Informationen aus der Kreativwirtschaft zusammengeführt und sichtbar gemachen werden.
Neben jetzt schon verfügbaren News, Terminen und einem regelmäßigen Newsletter gibt es dann auch die Möglichkeit, Statements zu Leipzig abzugeben.

Außerdem sind gemeinsame Veranstaltungen der Kontaktstelle mit dem Branchenverband geplant, um Netzwerk und Dialog mit den Branchenakteuren zu ermöglichen.
Ab Herbst wird Elisabeth Hauck zudem für ein regelmäßiges Beratungsangebot (zu Fördermöglichkeiten, grundlegenden Schritten bei Existenzgründung usw.) zur Verfügung stehen. Dieses Angebot kann von allen kreativen Gründern und Unternehmern kostenfrei genutzt werden. Die genauen Termine und Beratungsorte werden bald auf www.kreativwirtschaft-leipzig.de bekannt gegeben.

Kreatives Leipzig e. V. freut sich auf die Zusammenarbeit und auf die gegenseitige Unterstützung bei der Förderung der Kultur– und Kreativwirtschaft vor Ort. Denn gerade bei den vorhandenen kleinstteiligen Strukturen, welche auch im Clusterbericht der Stadt-Leipzig (vorgestellt im Januar 2014) benannt sind, gilt „zusammen ist man weniger allen“ und kann letztlich viel mehr erreichen, als vielleicht ursprünglich angenommen. Das zeigt die Geschichte des Branchenverbandes und seiner Mitglieder…

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Die Werft 34 in Erfurt: Frischer Wind in der Gründerförderung — Ein Gastbeitrag von Katja Großer http://www.kreatives-leipzig.de/allgemein/die-werft-34-in-erfurt-frischer-wind-in-der-grunderforderung-ein-gastbeitrag-von-katja-groser.html?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=die-werft-34-in-erfurt-frischer-wind-in-der-grunderforderung-ein-gastbeitrag-von-katja-groser http://www.kreatives-leipzig.de/allgemein/die-werft-34-in-erfurt-frischer-wind-in-der-grunderforderung-ein-gastbeitrag-von-katja-groser.html#comments Mon, 02 Jun 2014 15:49:08 +0000 Kreatives Leipzig e.V. http://www.kreatives-leipzig.de/?p=7517 Den Kenner überrascht es nicht: Thüringen hat eine durchaus lebendige kreativwirtschaftliche Szene. Diese speist sich – und das ist gar nicht so ungewöhnlich, wie der 1. Sächsische Kulturwirtschaftsbericht zeigt[1] – in hohem Maße aus soziokulturellen Strukturen. Vor allem Festivals wie Auerworld-Festival, PENG, auch der thüringische Veranstalter der inzwischen recht bekannten IBUg haben ihre Wurzeln in der soziokulturellen Szene. Trägervereine mit diesem Fokus fungieren vielfach als Experimentierfeld für kreative und künstlerische Projektemacher, deren Aktivitäten sich einerseits positiv auf Stadtbild und Gesellschaft auswirken, andererseits aber auch Vorübungen für eine spätere unternehmerische Existenz sein können. So hat beispielsweise das international anerkannte Label Freude am Tanzen  aus Jena seine Anfänge im soziokulturellen Zentrum Kassablanca Gleis 1 genommen.

An dieser Stelle, dem Übergang von geförderter Projektarbeit zu wirtschaftlich nachhaltigem Unternehmertum mit gesellschaftlicher Wirkung, setzt das Gründerlabor der Werft34 in Erfurt an.

Die Werft34 in der Salinenstraße 34 im Erfurter Norden ist ein dreijähriges Projekt, das vom Plattform e.V. realisiert und von der Schweizer Stiftung drosos finanziert wird. Acht ausgewählte Projekte erhalten über einen Zeitraum von zweieinhalb Jahren einen Arbeitsraum in der Salinenstraße 34, individuelle Coachings, können an Workshops teilnehmen und haben Gelegenheit, ihre Unternehmensidee in einer Prototypenphase am Markt zu testen. Zusätzlich gibt es ein kleines Startkapital von 2.500 EUR.

Maßgeblich für die Auswahl der Projekte ist dabei nicht die Profitabilität oder das Wachstumspotential einer Idee, sondern ihre gesellschaftliche Wirksamkeit in Verbindung mit einem nachhaltigen Finanzierungskonzept.  Dieses Selbstverständnis – Wirtschaften als Mittel zum Zweck und nicht als Zweck an sich – kommt dem vieler Kreativer auch hier in Sachsen recht nahe und stellt einen neuen, niedrigschwelligen Ansatz der Gründerförderung dar, der auch aus meiner Sicht unterstützenswert ist.

Nicht nur deshalb war ich hoch erfreut, als Sprecherin der sächsischen Kreativwirtschaftsverbände neben Bettina Rößger (LAG Soziokultur Thüringen), Sandra Bach (Sandruschka), Oliver Krahl (Mikrofinanzagentur Thüringen) und Martin Arnold (Werft34) Teil der Jury zu sein, die die acht Glücklichen am vergangenen Dienstag auswählen durfte.

Jede Präsentation durfte fünf Minuten dauern, danach gab es ausgiebig Zeit zum Fragen beantworten, für Gespräche und Feedback. Die Bewerber sorgten dabei für einige Überraschungsmomente: Der Künstler Veit Goßler sprach in Bildern, Sven Soederberg von Spirit of Football über Weltveränderung durch Fußball, Anke Weismantel tauchte kurzerhand mit Baby und Tragetasche auf, um uns von der Bugwelle Bindung zu überzeugen und fast wäre aus dem Ladenlokal der Saline34 auch noch ein Yoga-Studio geworden.

Es war ein inspirierender Tag: Nicht nur in Bezug auf die spannenden Ideen und Persönlichkeiten, sondern auch hinsichtlich dessen, was Gründungsförderung in der Kreativwirtschaft auch sein kann, nämlich wirtschafts– und wertbezogen gleichermaßen.

Wer letztlich das Rennen gemacht hat, wird noch nicht verraten, ist aber in Kürze auf der Website der Werft34 oder auf deren Facebook-Seite nachzulesen.



[1] Erster Kulturwirtschaftsbericht des Freistaates Sachsen, 2009, Hrsg. SMWA/SMWK. Auf Seite 89ff. gehen die Autoren ausführlich auf die Wechselwirkungen von Soziokultur und Kultur– und Kreativwirtschaft ein.

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Branchenverbände der Sächsischen Kultur– und Kreativwirtschaft im Gespräch mit der SAB http://www.kreatives-leipzig.de/allgemein/branchenverbande-der-sachsischen-kultur-und-kreativwirtschaft-im-gesprach-mit-der-sab.html?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=branchenverbande-der-sachsischen-kultur-und-kreativwirtschaft-im-gesprach-mit-der-sab http://www.kreatives-leipzig.de/allgemein/branchenverbande-der-sachsischen-kultur-und-kreativwirtschaft-im-gesprach-mit-der-sab.html#comments Mon, 26 May 2014 09:49:40 +0000 Kreatives Leipzig e.V. http://www.kreatives-leipzig.de/?p=7507 Die drei Branchenverbände „Wir gestalten Dresden – Branchenverband der Dresdner Kultur– und Kreativwirtschaft e. V.“, „Kreatives Leipzig – Branchenverband der Kultur– und Kreativwirtschaft Leipzig e. V.“ und „Kreatives Chemnitz – Branchenverband der Kultur– und Kreativwirtschaft Chemnitz und Umgebung e. V.“ trafen sich am Donnerstag, dem 22.05.2014 auf Einladung der Sächsischen Aufbaubank in Dresden mit VertreterInnen der Fördereinrichtung des Freistaates.

In dem Gespräch ging es unter anderem um die spezifischen Bedarfe der Branchenakteure in der Kultur– und Kreativwirtschaft in Sachsen. Dabei konnten die VerbandsvertreterInnen aus Dresden, Leipzig und Chemnitz ihre Erfahrungen mit den Förderinstrumenten des Freistaates wiedergeben. Berichtet wurde unter anderem über die Schwierigkeiten bei der Antragstellung und Abrechnung sowie über oftmals lange Verfahren bei der Bewilligung und Mittelfreigabe. Ein positives Feedback gab es vor allem für die Kommunikation und das unkomplizierte Krisenmanagement seitens der SAB.

Die VertreterInnen der Sächsischen Aufbaubank verwiesen zudem darauf, dass die meisten der zur Verfügung stehenden Programme auch den Akteuren der Kultur– und Kreativwirtschaft offen stehen würden und im Einzelfall jederzeit eine individuelle Beratung erfolgen kann.

Beide Seiten waren sich zudem darüber einig, dass die Angebote der SAB noch nicht in vollem Umfang die Akteure der Kultur– und Kreativwirtschaft erreichen. Aus diesem Grund wurde insbesondere die Bereitschaft zu weiteren Gesprächen vereinbart. So sollen z. B. diesen Herbst, zu Beginn der neuen EU-Förderperiode 2014–2020, die entsprechenden Programme zusammen mit den Verbänden in Dresden, Leipzig und Chemnitz vorgestellt werden. Ein besonderes Augenmerk bei den angedachten Informationsveranstaltungen liegt dabei auf den Abrechnungsmodalitäten der Programme.

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Endlich ist es wieder soweit: Das Startup Weekend Leipzig steht vor der Tür! http://www.kreatives-leipzig.de/allgemein/endlich-ist-es-wieder-soweit-das-startup-weekend-leipzig-steht-vor-der-tur.html?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=endlich-ist-es-wieder-soweit-das-startup-weekend-leipzig-steht-vor-der-tur http://www.kreatives-leipzig.de/allgemein/endlich-ist-es-wieder-soweit-das-startup-weekend-leipzig-steht-vor-der-tur.html#comments Sat, 17 May 2014 09:30:28 +0000 Kreatives Leipzig e.V. http://www.kreatives-leipzig.de/?p=7489 Kreatives Leipzig e. V. ist dieses Jahr erneut Partner des Startup Weekend Leipzig. Die Veranstaltung richtet sich insbesondere an GründerInnen, die gerade dabei sind, in den ersten Schritt zu gehen, um einen innovativen Plan in die Realität umzusetzen. Das Startup Weekend Leipzig will Gründungsinteressierten helfen, ihre Idee zu teilen, Unterstützer zu finden und mit deren Beteiligung ein Konzept zu einem marktfähigen Produkt weiterzuentwickeln.

Im Rahmen der dreitägigen Veranstaltung  vom 30.05. bis 01.06.2014 in der HALLE 14 — Zentrum für zeitgenössische Kunst auf dem Gelände der Leipziger Baumwollspinnerei werden zunächst Ideengeber in kurzen Pitches ihren Gründungsgedanken präsentieren und so andere Gründungsinteressierte unverbindlich für ihr Team gewinnen. Die darauffolgenden 54 Stunden nutzen die Teams, um aus der innovativen Geschäftsidee ein erfolgreiches Konzept zu entwickeln. Dazu stehen ihnen Coaches und Mentoren aus verschiedenen Branchen beratend zur Seite. Am Sonntagabend kürt eine hochkarätige Jury schließlich die besten Teams.

Das Gewinnerteam erhält den Startup Weekend Pokal. Außerdem werden die besten Gründungsideen mit tollen Sachpreisen prämiert, die die Teilnehmer bei der weiteren Umsetzung ihrer Idee unterstützen sollen. Ein weiteres Sahnehäubchen: In Anwesenheit von potenziellen Investoren, Sponsoren und Gleichgesinnten können sich die Teilnehmer in ungezwungener Atmosphäre über eine zukünftige Zusammenarbeit austauschen.

Die Teilnahme am Startup Weekend Leipzig lohnt sich, mit oder ohne eigene Idee!  Ob StudentIn, GründerIn oder etablierteR UnternehmerIn – jedeR ist hier herzlich willkommen. Weitere Information und Tickets gibt es unter leipzig.startupweekend.org.

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Internetprojekt für geprellte Kultur– und Kreativunternehmen startet http://www.kreatives-leipzig.de/allgemein/internetprojekt-fur-geprellte-kultur-und-kreativunternehmen-startet.html?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=internetprojekt-fur-geprellte-kultur-und-kreativunternehmen-startet http://www.kreatives-leipzig.de/allgemein/internetprojekt-fur-geprellte-kultur-und-kreativunternehmen-startet.html#comments Fri, 16 May 2014 15:19:32 +0000 Kreatives Leipzig e.V. http://www.kreatives-leipzig.de/?p=7485 Am 2. Mai 2014 haben die Webentwickler Martin Braun und Kay Spiegel das freie Internetprojekt „Wo bleibt mein Honorar?“ gestartet. Die Internetplattform bietet Kultur– und Kreativunternehmern deren Honorarrechnungen nicht bezahlt worden sind die Möglichkeit, mit Zahlen und Fakten auf diesen Missstand öffentlich aufmerksam zu machen. Ziel der Plattform ist es, ein vielseitig verschwiegenes Problem transparent zu machen und den Betroffenen Handlungsmöglichkeiten anzubieten.

Eine Woche vor dem Start haben Braun und Spiegel 50 Unternehmer eingeladen die Plattform zu testen, falls diese von Kunden geprellt wurden. 15 Betroffene (30%) haben sich mit einer Gesamtsumme von 13.635 EUR eingetragen. Neun (18%) haben geantwortet, dass sie bereits geprellt wurden, es aber nicht eintragen möchten und drei (6%) befinden sich gerade in einem laufenden Verfahren.
Ab sofort kann jeder geprellte Akteur der Kultur– und Kreativwirtschaft über ein Formular auf wobleibtmeinhonorar.de mit vier bis acht Fragen eigene Fälle einreichen und veröffentlichen. Dabei steht es den Unternehmern frei, die eigene Identität zu anonymisieren. Alle eingereichten Fälle werden publiziert und die Summe der Ausfälle aggregiert.

Nach dem amerikanischen Vorbild worldslongestinvoice.com gehen Braun und Spiegel hiermit nun in Deutschland der Frage nach, wie hoch der wirtschaftliche Schaden für diese Branche ist. Ab Juni werden über die Plattform monatlich detaillierte Statistiken veröffentlicht. Unter anderem zur Entwicklung der Gesamtsituation und zur Branchenverteilung der Schuldner. Über Einzelfälle wird im eigenen Blog berichtet und schrittweise ergänzen best practice Handlungsmöglichkeiten das Projekt.

Zu den Köpfen hinter dem Projekt: Martin lebt in Saarbrücken und ist Projektmanager in der iGaming Industrie. Seit Anfang 2011 entwickelt er Webseiten in „Ruby on Rails“. Kay wohnt seit kurzem in Grevenbroich und bin Webdesigner und „freelance creative director“. Zuvor gründete er unser Partnernetzwerk Die Kreativen Trier.

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Phonecase aus der Mikrowelle: Mein erster 3D-Print (Ein Erfahrungsbericht) http://www.kreatives-leipzig.de/design/phonecase-aus-der-mikrowelle-mein-erster-3d-print-ein-erfahrungsbericht.html?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=phonecase-aus-der-mikrowelle-mein-erster-3d-print-ein-erfahrungsbericht http://www.kreatives-leipzig.de/design/phonecase-aus-der-mikrowelle-mein-erster-3d-print-ein-erfahrungsbericht.html#comments Wed, 07 May 2014 14:24:08 +0000 Kreatives Leipzig e.V. http://www.kreatives-leipzig.de/?p=7474 Seit Anfang des Jahres bin ich stolzer Besitzer eines Fairphones. Wer es nicht kennt: Das Fairphone ist eine Initiative einer holländischen Stiftung und soll zeigen, dass moderne Smartphone auch fair produziert werden können, das heißt ohne Konfliktmineralien und gefertigt in Fabriken, wo vergleichsweise hohe soziale und ökologische Standards gerantiert werden. Damit das gute Teil nicht das Schicksal seiner Vorgänger erleidet, bestellte ich mir zum Telefon auch noch eine Case — nur leider gab es da bei der Lieferung Probleme und es kam nie bei mir an. Fairphone entschuldigte sich dreimal, überwies mir mein Geld zurück und gab mir den Ratschlag, dass ich mir ja ein Case per 3D-Druck selbst herstellen könnte. Dazu gab’s noch einen Link zu einer Crowdsourcing-Plattform, wo sich andere schon damit auseinander gesetzt hatten und entsprechende Dateien »druckfertig« anboten, sowie den Link zu 3D Hubs, um mir einen Drucker in der Nähe suchen zu können.

Nun weiß ich, dass letztes Jahr sogar schon eine Handfeuerwaffe per 3D-Druck produziert wurde. Auch hatte ich schon mal einen Drucker gesehen, der gerade eine Figur aus einem Computerspiel dreidimensional Schicht um Schicht spritzte. Jetzt aber über eine Website ein Case für das Telefon zu bestellen, war dann doch eine andere Nummer. Dachte ich zumindest, aber der Bestellprozess war ziemlich einfach und binnen einer Stunde meldete sich Sebastian Friedrich, dessen Drucker ich auf 3D-Hubs ausgewählt hatte, bei mir. Mit der hochgeladenen Datei konnte er zu meiner Überraschung problemlos arbeiten, wollte aber die Strukturen an den verschleißanfälligen Ecken noch ein wenig nachbessern. Die Neugier in mir siegte und ich bot an, doch gleich mal selbst vorbei zu kommen, um mir zeigen zu lassen, worum es geht.

Die Firma von Sebastian, 3ddrucken24, residiert seit letztem Jahr im Gewerbehof Naumburger Straße 38 in Plagwitz. Dort stehen auch zwei 3D-Drucker vom Typ Ultimaker2, die optisch und von der Größe her an eine Mikrowelle erinnern. Die Firma möchte neben 3D-Druckleistungen mittelfristig Kindern erlauben, ihre eigenen Spielsachen zu entwerfen und dann selbst »auszudrucken« (TinkerToys). Ein tolles Konzept — vor allem, wenn man bedenkt, was die Knirpse spielerisch dabei alles lernen können. Am Bildschirm zeigte mir Sebastian dann aus allen Winkeln mein künftiges Case und wo er am Rand noch etwas nachgebessert hat. Er zeigte mir, wie das von mir im Online-Bestellprozess ausgewählte Material aussieht und sich anfühlt. Per Knopfdruck ging es dann gleich darauf los. Nach kurzer Aufwärmzeit fängt der Drucker an, Schicht und Schicht zu spritzen. Minute um Minute wächst mein Case hinter dem Sichtschutz, was allerdings am Ende rund drei Stunden werden. Da sich die Faszination ähnlich schnell abbaut, wie zum ersten Mal einer Waschmaschine mit Guckloch zuzuschauen, beschließe ich, den Drucker lieber seinen Job machen zu lassen und in ein paar Tagen wiederzukommen.

Telefon und Case haben mittlerweile zusammengefunden. Etwas Bammel hatte ich ja noch, ob das Telefon auch tatsächlich ins Case passen würde. Aber auch diese Angst war völlig unbegründet. Dank Plattformen wie 3D Hubs ist ein dreidimensionaler Druck mittlerweile selbst wie technisch schnell überforderte Menschen wie mich wirklich kein Problem. Kein Wunder, dass viele in 3D-Druckverfahren die nächste industrielle Revolution sehen.

Autor: Frank Trepte

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Kreatives Sachsen ist auf Bundesebene angekommen http://www.kreatives-leipzig.de/allgemein/kreatives-sachsen-ist-auf-bundesebene-angekommen.html?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=kreatives-sachsen-ist-auf-bundesebene-angekommen http://www.kreatives-leipzig.de/allgemein/kreatives-sachsen-ist-auf-bundesebene-angekommen.html#comments Wed, 23 Apr 2014 09:18:00 +0000 Kreatives Leipzig e.V. http://www.kreatives-leipzig.de/?p=7461 Am Freitag, den 11. April 2014 trafen sich die Parlamentarische Staatssekretärin des Bundesministers für Wirtschaft und Energie, Brigitte Zypries, und die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien, Staatsministerin Prof. Monika Grütters, mit Verbänden der Kultur– und Kreativwirtschaft zu einem Auftaktgespräch im Bundeswirtschaftsministerium in Berlin.

Geladen waren ca. 50 Initiativen, Verbände und Institutionen der Kultur– und Kreativwirtschaft der Bundesrepublik. Darunter das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung GmbH , die GEMA, aber auch der Bundesverband Freier Theater und der Verband Deutscher Drehbuchautoren e. V.. Auch Sachsen war vertreten durch die drei Branchenverbände Kreatives Chemnitz – Branchenverband der Kultur– und Kreativwirtschaft Chemnitz und Umgebung e. V., Wir gestalten Dresden– Branchenverband der Dresdner Kultur– und Kreativwirtschaft e. V. und Kreatives Leipzig– Branchenverband der Kultur– und Kreativwirtschaft Leipzig e. V..

»Nach der gemeinsamen Entscheidung im März 2014 auf Landesebene noch enger zusammen zu arbeiten, war es für uns nur folgerichtig, auf Bundesebene geschlossen als Initiative »Kreatives Sachsen« aufzutreten.« erklären die Vorsitzenden der Verbände Friedemann Rentsch, Ivo Zibulla und Frank Müller. So unterstrichen die drei Verbände bei der Auftaktveranstaltung die Vorbildrolle der Kreativwirtschaft im gesellschaftlichen Wandel und dessen Folgen auf klassische Arbeitsmodelle. Auch die Themen prekäre Arbeitsverhältnisse in der KKW, sowie die zunehmende Verknappung von bezahlbarem Gewerberaum für die Kreativwirtschaft wurden angesprochen.

Erfreulich nahmen die drei sächsischen Verbände die Tatsache zur Kenntnis, dass auch andere branchenübergreifende Verbände geladen waren, z. B. Hamburg Hoch 11 und Kreative Darmstadt e. V.. Dies deutet auf einen immer stärker werdenden Einfluss der branchenübergreifenden Verbände der Kreativwirtschaft in Deutschland hin. Weitere Themen die während der Anhörung vor allem von Seiten der Verbände der Teilbranchen  angesprochen wurden, waren die Reformierung der Künstlersozialkasse als wichtiges Instrument der Künstlersozialversicherung. Auch die Anpassung des Urheberrechts an die digitale Welt und in Bezug auf das geplante Freihandelsabkommen mit den USA kam zur Sprache.

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Wir wollen spielen — Rückblick auf den Booking-Workshop am 31. März 2014 http://www.kreatives-leipzig.de/musik/wir-wollen-spielen-ruckblick-auf-den-booking-workshop-am-31-marz-2014.html?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=wir-wollen-spielen-ruckblick-auf-den-booking-workshop-am-31-marz-2014 http://www.kreatives-leipzig.de/musik/wir-wollen-spielen-ruckblick-auf-den-booking-workshop-am-31-marz-2014.html#comments Fri, 04 Apr 2014 06:58:37 +0000 Kreatives Leipzig e.V. http://www.kreatives-leipzig.de/?p=7451 Wer in einer Band oder als Solo-Act musikalisch aktiv ist, will natürlich auch spielen. Mindestens sollen dabei die Auslagen für Transport und ggf. Übernachtung eingespielt werden, bestenfalls eine Gage einen Teil des Lebensunterhalts finanzieren. Doch wie komme ich auf die Bühnen und an die richtigen Leute heran, die mich für einen Gig buchen? Wer hierauf Antworten und neue Impulse oder einfach den Austausch mit Gleichgesinnten suchte, war beim ersten Workshop des FLYING MUSIC CIRCUS im Jahr 2014 richtig.

Dass das Thema Booking viele bewegt, zeigte sich allein schon daran, dass zwischenzeitlich die Stühle im Salon des Noch Besser Leben nicht mehr reichten. Diskutiert wurden unterschiedliche Erfahrungen sowohl aus Sicht der Musikschaffenden als auch der anwesenden Clubbetreiber. Während es keine Checkliste geben kann, so haben sich am Ende doch ein paar Ratschläge herauskristallisiert:

1) Clubs und Booker individuell ansprechen

Clubbetreiber und ihre Booker erhalten täglich Dutzende Anfragen von Agenturen und Musikschaffenden selbst. Lange Kettenmails werden da als Erstes heraussortiert. Beim Booking kommt es hingegen darauf an, ob Profil des Clubs und angebotene Musik zusammenpassen. Der Rat daher: Vor dem Erstkontakt überlegen, wieso ich in diesem Club spielen will bzw. glaube, dort mit meiner Musik hinzupassen — nicht einfach den Pressetext nehmen und hoffen, dass der Booker den cool findet.

Bei größeren Bühnen ist für Booker darüber hinaus wichtig, zu wissen, wie viel Publikum gezogen wird, wie ggf. der Vorverkauf in anderen Clubs/Städten lief. Auch wenn die künstlerische Qualität auch hier im Vordergrund steht, sind Facebook-Fans oder YouTube-Klicks relavante Entscheidungsfaktoren. Vermieden werden sollte, Anhänge >1 MB per Mail zu versenden. Ein Foto und ein Link zur Website genügt.

2) Auch mal zum Telefon greifen

Viele Booker haben nichts dagegen, auch mal telefonisch angesprochen zu werden. Innerhalb Leipzigs empfiehlt sich sogar der persönliche Kontakt — einfach mal bei einem anderen Konzert vorbeigehen und nachfragen, wer verantwortlich ist. Wie bei allen zwischenmenschlichen Begegnungen sollte der Kontakt natürlich freundlich und keinesfalls aufdringlich sein.

3) professionalle Website haben 

Ein Booker hat oft nur wenige Minuten um sich ein Bild zu machen. Eine professionelle Website, wo schnell relevante Informationen gefunden werden, ist dabei essentiell. Idealerweise sind dort Bild, Video (am besten Live-Mitschnitt), Sound (der beste Song), Links zu weiteren Social Media (insbesondere Facebook) und vergangene Tourdaten mit einem Blick erfassbar. YouTube oder Soundcloud stellen entsprechende Player zur Verfügung, die direkt eingebunden werden können. Wichtig ist auch, dass sich Kontaktdaten schnell finden lassen.

4) zügige Kommunikation gewährleisten

Booking ist ein schnelllebiges Geschäft. Wer länger als zwei Tage braucht, um zurückzurufen oder eine Mail zu beantworten, ist schnell raus und vergessen. Bei größeren Bands ist wichtig, dass innerhalb der Gruppe Termine zügig geklärt werden können und die Ansprechperson gegenüber dem Booker relativ freie Hand beim Verhandeln der Konditionen hat.

5) Win-Win-Situation anstreben

Sowohl Musikschaffende als auch Clubbetreibende leben letztlich vom Publikum, welches das Geld mitbringt, von dem beide leben. Wenn es um Gagen oder Door Deals geht, sollte keine Scheu bestehen, über Kosten zu reden. Dabei ist es wichtig, realistisch die eigene Zugkraft einzuschätzen. Ein gelungener Abend ist es letztlich nur, wenn der Laden gut gefüllt ist und alle Beteiligten keine Miesen machen. Um mitreden zu können, sollte man eine gute Vorstellung davon haben, welche Kosten der Veranstaltungsstätte durch den Gig entstehen (Technikleihe, GEMA, Personal, Werbung).

6) eventuell mit einer Agentur zusammenarbeiten

Wer sich nicht selbst um das Booking kümmern möchte, kann hierbei mit einer Agentur zusammenarbeiten. Dabei gilt, dass eine gute und seriöse Agentur auch an die eigenen musikalischen Schützlinge glaubt und nicht schon vor dem ersten Gig Geld sehen will (solche »schwarzen Schafe« gibt es auch in Leipzig). Üblich ist vielmehr eine prozentuale Beteiligung an den ausgehandelten Gagen.

7) mit anderen Musikschaffenden vernetzen

Wenn man in naher Zukunft mal in beispielsweise Erfurt auftreten möchte, aber keinen Plan von der dortigen Szene hat, empfiehlt sich die Vernetzung mit stilistisch ähnlichen Acts der Stadt. Sie können helfen, die richtigen Clubs anzusprechen — oder man vereinbart einen Austausch-Gig zum beiderseitigen Vorteil. Im Idealfall mischen sich die Fans und auch beim Auswärts-Gig spielt man vor mehr Publikum als wenn man allein als unbekannter Act in fremder Stadt auftritt.

Wer sich nicht auf das mühsame Booking-Geschäft einlassen will, hat auch die Option, sich einen Club zu mieten und selbst als Veranstalter aufzutreten. Dann landen allerdings nicht nur die gesamten Einnahmen sondern auch alle Ausgaben sondern auch zahlreiche Aufgaben (insbesondere Werbung) beim Musikschaffenden, was gut überlegt sein will.

Der nächste Workshop des FLYING MUSIC CIRCUS findet am Donnerstag, 5. Juni 2014, zum Thema Fotografie statt. Dann geht es um Bewerbungs– bzw. Pressefotos sowie um Konzertfotografie. Diese Veranstaltung wird gemeinsam mit dem FO.DO — Der Fotodonnerstag umgesetzt.

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Honky Tonk meets Flying Music Circus am 22.03.2014 im Alten Landratsamt + Freikartenverlosung http://www.kreatives-leipzig.de/musik/honky-tonk-meets-flying-music-circus-am-22-03-2014-im-alten-landratsamt-freikartenverlosung.html?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=honky-tonk-meets-flying-music-circus-am-22-03-2014-im-alten-landratsamt-freikartenverlosung http://www.kreatives-leipzig.de/musik/honky-tonk-meets-flying-music-circus-am-22-03-2014-im-alten-landratsamt-freikartenverlosung.html#comments Thu, 13 Mar 2014 06:19:29 +0000 Kreatives Leipzig e.V. http://www.kreatives-leipzig.de/?p=7421 Nach zwei erfolgreichen Mini-Tourneen mit Konzerten in Dresden, Chemnitz und Leipzig präsentiert Kreatives Leipzig e. V. erneut einen Abend mit Musik aus Leipzig. Am 22. März 2014 teilen sich ab 21 Uhr die Bands ME and Oceans, Leo Hört Rauschen, Elsterclub und Totally Overrated Youngsters (TOY) die Bühne im Alten Landratsamt. Außerdem wird als Special Guest die Band »I am in Love«, unter Vertrag beim Leipziger Label Velocity Sounds, das Line-up vervollständigen. Ein zweiter Floor wird durch die Bandcommunity Leipzig kuratiert. Der Festivalabend ist in das Honky Tonk® eingebettet, welches von der Blues Agency GmbH (Mitglied Kreatives Leipzig e. V.) veranstaltet wird. Daher haben alle Gäste des Honky Tonk® freien Eintritt zu der Veranstaltung. Alternativ können Einzeltickets für das Alte Landratsamt zum Preis von 10 Euro erworben werden.

Kreatives Leipzig e. V. verlost aus diesem Anlass 2x2 Freikarten (Festivalbändchen für das gesamte Honky Tonk®). Wer diese gewinnen möchte, muss nachfolgende Frage beantworten: Welche Brauerei ist Sponsor des Flying Music Circus? Die richtige Antwort bitte an richten. Bitte dabei auch eine Postadresse hinterlassen, damit die Festivalbändchen rechtzeitig zugestellt werden können. Die Adressdaten werden natürlich im Anschluss an die Verlosung wieder gelöscht! Einsendeschluss ist der 18. März 2014, 24 Uhr.

Das vollständige Line-Up des Flying Music Circus:
21 Uhr ME and Oceans — Pop
22 Uhr Leo hört Rauschen — Deutscher Indie-Pop
23 Uhr Elster Club — Electro-Pop
0 Uhr I am in Love — Synth-Pop aus London
1 Uhr Terribly overrated youngsters (TOY) — Electro-Pop

Weitere Infos zum Projekt Flying Music Circus und Profils (einschl. Hörproben) der Bands gibt es unter www.flying-music-circus.de. Das komplette Programm des Honky Tonk®  findet man auf www.honky-tonk.de.

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Branchenverbände der Sächsischen Kultur– und Kreativwirtschaft verstärken ihr Engagement auf Landesebene (Pressemitteilung) http://www.kreatives-leipzig.de/allgemein/branchenverbande-der-sachsischen-kultur-und-kreativwirtschaft-verstarken-ihr-engagement-auf-landesebene.html?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=branchenverbande-der-sachsischen-kultur-und-kreativwirtschaft-verstarken-ihr-engagement-auf-landesebene http://www.kreatives-leipzig.de/allgemein/branchenverbande-der-sachsischen-kultur-und-kreativwirtschaft-verstarken-ihr-engagement-auf-landesebene.html#comments Mon, 10 Mar 2014 05:49:23 +0000 Kreatives Leipzig e.V. http://www.kreatives-leipzig.de/?p=7394 In Sachsen gibt es über 11.000 Unternehmen, die in der Kultur– und Kreativwirtschaft tätig sind. Diese erwirtschafteten 2010 einen Umsatz von 3,1 Milliarden Euro. Umsatz und Unternehmenszahlen stiegen im Vergleich zum Vorjahr somit erneut an.

Die drei Branchenverbände „Wir gestalten Dresden – Branchenverband der Dresdner Kultur– und Kreativwirtschaft e. V.“, „Kreatives Leipzig – Branchenverband der Kultur– und Kreativwirtschaft Leipzig e. V.“ und „Kreatives Chemnitz – Branchenverband der Kultur– und Kreativwirtschaft Chemnitz und Umgebung e. V.“ haben nun eine engere Zusammenarbeit beschlossen. „Auf kommunaler Ebene konnten wir uns mit unseren Verbänden bereits als feste Ansprechpartner für wirtschaftspolitische Vertreter etablieren und so diese dynamische Entwicklung der Kultur– und Kreativwirtschaft unterstützen“, erklären die Vorsitzenden der Verbände Friedemann Rentsch, Ivo Zibulla und Frank Müller. „Um uns künftig noch besser für die Förderung Kreativschaffender in ganz Sachsen einsetzen zu können, möchten wir die bereits bestehenden Verbindungen zwischen unseren Vereinen weiter ausbauen und mögliche Synergieeffekte nutzen.“

In einem Kooperationsvertrag, den Rentsch, Zibulla und Müller am vergangenen Donnerstag in Dresden unterzeichneten, bekunden die Vereine ihre Absichten genauer: Auf Landes– und Bundesebene etwa möchten sie in Zukunft abgestimmt handeln, gemeinsam nach außen auftreten und sich bei Bedarf gegenseitig auf Veranstaltungen vertreten. Die geplanten Schritte zur Vertiefung der Netzwerkstrukturen umfassen u. a. regelmäßige Treffen zum Erfahrungs– und Informationsaustausch sowie die gemeinsame Organisation von Veranstaltungen.

Auf Landes– und Bundesebene vertritt Katja Großer Wir Gestalten Dresden, Kreatives Leipzig und Kreatives Chemnitz künftig als gemeinsame Sprecherin. Großer war vier Jahre Mitarbeiterin im Kompetenzzentrum Kultur– und Kreativwirtschaft des Bundes. Dabei stand sie stets im Dialog mit Kreativschaffenden und Vertretern aus Politik und Verwaltung. „Damit kennt sie die besonderen Bedürfnisse der Kreativschaffenden bestens und stellt daher sowohl für Vertreter des Landes als auch des Bundes die ideale Ansprechpartnerin dar“, begründen die Vereinsvorsitzenden Frank Müller, Ivo Zibulla und Friedemann Rentsch die Entscheidung für Katja Großer. Ihre Ernennung gaben sie am Donnerstagabend bei der Auftaktveranstaltung des Sächsischen Staatspreis für Design 2014 bekannt.

HINTERGRUND
Die Sächsischen Branchenverbände haben es sich zur Aufgabe gemacht, Leistung, Angebot und Wert der Sächsischen Kultur– und Kreativwirtschaft einer breiten Öffentlichkeit näherzubringen. Gleichzeitig versuchen sie, die Kreativschaffenden stärker zu vernetzen und bieten ihnen eine Plattform zum Erfahrungsaustausch. Wir Gestalten Dresden gründet sich 2012, Kreatives Leipzig 2010 und Kreatives Chemnitz 2013. Katja Großer studierte Kultur und Management in Görlitz und Vilnius/Litauen. Nach Ausflügen in die Kulturpolitik, Kulturarbeit und das klassische Eventmanagement war sie zuletzt für das Kompetenzzentrum Kultur– und Kreativwirtschaft des Bundes tätig, für das sie zwischen 2010 und 2013 in den Ländern Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen die Vernetzung und Professionalisierung von Kreativschaffenden vorantrieb.
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Kreatives Leipzig offizieller Partner des Sächsischen Staatspreises für Design 2014 http://www.kreatives-leipzig.de/design/kreatives-leipzig-offizieller-partner-des-sachsischen-staatspreises-fur-design-2014.html?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=kreatives-leipzig-offizieller-partner-des-sachsischen-staatspreises-fur-design-2014 http://www.kreatives-leipzig.de/design/kreatives-leipzig-offizieller-partner-des-sachsischen-staatspreises-fur-design-2014.html#comments Mon, 24 Feb 2014 09:06:37 +0000 Kreatives Leipzig e.V. http://www.kreatives-leipzig.de/?p=7374 Neben den Branchenverbänden „Kreatives Chemnitz“ und „Wir gestalten Dresden“, ist auch der Verein „Kreatives Leipzig“ offizieller Partner des Sächsischen Staatspreises für Design 2014. Der diesjährige Wettbewerb steht unter dem Motto “Mehr Wert durch Design – Design. Innovation. Mehrwert.”

Gesucht werden für die mit 50.000 Euro dotierte Auszeichnung spannende Ideen und Produkte. Den Startschuss für die Bewerbungsphase vom 06.03.2014 bis 08.08.2014 bildet erstmals eine Auftaktveranstaltung (06.03.2014, Kraftwerk-Mitte, Dresden), bei der sich auch die Sächsischen Kreativwirtschaftsverbände aus Chemnitz, Dresden und Leipzig präsentieren werden. Vorgestellt werden zudem der Wettbewerb und Antragsverfahren.

Kreatives Leipzig e. V. wird als Partner in der Bewerbungsfrist über den Wettbewerb sowie das Antragsverfahren innerhalb der Bürozeiten (jeweils Donnerstag und Freitag, 10:00 bis 16:00 Uhr) alle Interessierten in der Region  Leipzig informieren. Für Mitglieder besteht nach Absprache auch die Möglichkeit der Abgabe von Exponaten und Bewerbungsunterlagen im Vereinsbüro (c/o Ungestalt, Tapetenwerk, Haus K, Lützner Straße 91, 04177 Leipzig, Tel. 0341–6042528, E-Mail: ).

Weitere Informationen zum Sächsischen Staatspreis für Design 2014 erhalten Sie hier.

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Kreativwirtschaft — was nun? Ein Gastbeitrag von Christian Bollert http://www.kreatives-leipzig.de/allgemein/kreativwirtschaft-was-nun-ein-gastbeitrag-von-christian-bollert.html?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=kreativwirtschaft-was-nun-ein-gastbeitrag-von-christian-bollert http://www.kreatives-leipzig.de/allgemein/kreativwirtschaft-was-nun-ein-gastbeitrag-von-christian-bollert.html#comments Wed, 19 Feb 2014 11:24:10 +0000 Kreatives Leipzig e.V. http://www.kreatives-leipzig.de/?p=7364 Wir haben in den letzten Jahren verstanden, dass es neben den klassischen Industrien auch noch die “Kultur– und Kreativwirtschaft” gibt. Hier heißt sie “Cultural Industry”, dort “Creative Industry” und woanders “Creative Economy”.

Kulturwirtschaftsberichte und Studien haben gezeigt, dass diese Branche anders tickt, aber eben auch, dass ihre Akteure volkswirtschaftlich bedeutend sind. Der Kern der Arbeit von InitiativenVereinen oderWissenschaftlern ist bisher die Etablierung des Begriffs “Kultur– und Kreativwirtschaft” gewesen. Das ist für bestimmte Zielgruppen (Verwaltung, Politik) sehr gut gelungen, während die Mehrheit der Deutschen beim Begriff #Kreativwirtschaft nur mit den Achseln zuckt.

Simon Grand und Christoph Weckerle stellen nun die Frage, ob die Akteure der Kreativwirtschaft nicht lieber mal an ihre Zukunft denken sollten. Ihre These: Die Beschreibung des status quo hilft nicht mehr weiter. Sie fragen: “What’s next?

Die beiden attestieren der Kreativwirtschaft ein Paradox: “Viele Akteure der Kultur– und Kreativwirtschaft positionieren sich in netzwerkartigen Konstellationen, die aus Sicht klassischer Industriepolitik oder Wirtschaftsförderung wenig attraktiv sind.” Grand und Weckerle fordern die Entwicklung von Produkten und Dienstleistungen, “welche über den Status als Experiment und Prototypen hinauswirken und sich früher oder später gegenüber größeren “audiences” oder in der Alltagskultur der Gesellschaft profilieren.”

Aus ihrer Sicht sollten sich Kreative am Begriff des “Entwurfs” orientieren und die Frage beantworten, wie die Welt künftig aussehen könnte. Natürlich kann das Probleme mit der Welt, wie sie momentan ist, schaffen. Dann würde die Kreativwirtschaft zu einem “Laboratorium ihrer eigenen Zukunft” und “Inspirationsquelle für andere Industrien”.

Fazit: “Machen statt quatschen” — sollte das Motto der Kreativwirtschaft sein. Radikale Behauptungen sollten realisiert werden. Kreative aus verschiedenen Teilbereichen sollten gemeinsam an neuen großen Ideen und Projekten arbeiten.

Für mich eine interessante und herausfordernde Perspektive auf die Kreativwirtschaft.

Transparenz: Mit dem Onlineradio detektor.fm gehören wir zur Kreativwirtschaft und arbeiten an der Zukunft des Radios. Wir gehören zum ersten Jahrgang der “Kultur– und Kreativpiloten” des Bundeswirtschaftsministeriums und sind Mitglied im Branchennetzwerk “Kreatives Leipzig”.

 

Den Text hat uns Christian Bollert, Geschäftsführer der BEBE Medien GmbH (detektor.fm), dankenswerterweise zur Verfügung gestellt. In seinem Blog schreibt Christian unter anderem regelmäßig über Rundfunk, Social Media und Kreativwirtschaft.

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Was ist ein gerechter Lohn — Stundensatzkalkulator als Hilfestellung http://www.kreatives-leipzig.de/allgemein/was-ist-ein-gerechter-lohn-stundensatzkalkulator-als-hilfestellung.html?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=was-ist-ein-gerechter-lohn-stundensatzkalkulator-als-hilfestellung http://www.kreatives-leipzig.de/allgemein/was-ist-ein-gerechter-lohn-stundensatzkalkulator-als-hilfestellung.html#comments Wed, 13 Nov 2013 07:21:22 +0000 Kreatives Leipzig e.V. http://www.kreatives-leipzig.de/?p=7255 Der Berufsverband der Deutschen Kommunikationsdesigner e. V. veröffentlichte vor Kurzem einen Stundensatz-Kalkulator. Dieser soll vor allem beim Berufsstart helfen, damit nicht mit viel zu niedrigen Stundensätzen kalkuliert wird.

David Voss, selbst Grafikdesigner und Mitglied von Kreatives Leipzig e. V., hat ihn ausprobiert: “Eine sehr gute Sache, die hilft, eine Vorstellung zu entwickeln, auf welcher Grundlage eine profunde Kalkulation basieren sollte. Ich empfehle es gern weiter.” Positiv fällt vor allem ins Auge, dass Kosten wie Bildung und soziale Absicherung mit aufgerufen werden. Gerade BerufseinsteigerInnen vernachlässigen diese gern und werden so animiert, hierüber nachzudenken. Andererseits hat der Kalkulator kleine Schwächen in der Usability, so Voss. Zudem kritisiert er, dass bei Mobilitätskosten der Fokus auf das Auto gelegt wird — in Leipzig sind viele auch geschäftlich mit dem Fahrrad unterwegs.

Der Berufsverband hat den Kalkulator kostenfrei zur Verfügung gestellt. Nach eigenen Angaben soll so dazu beigetragen werden, dass Preisdumping bereits in der Kalkulation verhindert wird. Trägt man die eigenen Kosten und die durchschnittliche abrechenbare Arbeitszeit ein, so erhält man einen Mindeststundensatz, der zum “Überleben” ausreicht. Gleichsam kann man aber auch den “Break-Even Point” frei definieren, in dem man sich  beispielsweise das Ziel setzt, mit 75 Prozent der abgerechneten Arbeitszeit die eigenen monatlichen Kosten zu decken und mit dem Rest Rücklagen zu bilden. So erhält man dann mit dem Kalkulator einen Stundensatz, der es erlaubt, tatsächlich wirtschaftlich zu arbeiten.

Auch wenn der Kalkulator primär für KommunikationsdesignerInnen entworfen wurde, kann er gleichsam auch von allen anderen EinzelunternehmerInnen genutzt werden, um einen vernünftigen Stundensatz zu berechnen.

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Paradigmenwechsel im Rathaus: Neues Mittelstandsförderprogramm stärkt die Leipziger Kreativwirtschaft http://www.kreatives-leipzig.de/allgemein/paradigmenwechsel-im-rathaus-neues-mittelstandsforderprogramm-starkt-die-leipziger-kreativwirtschaft.html?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=paradigmenwechsel-im-rathaus-neues-mittelstandsforderprogramm-starkt-die-leipziger-kreativwirtschaft http://www.kreatives-leipzig.de/allgemein/paradigmenwechsel-im-rathaus-neues-mittelstandsforderprogramm-starkt-die-leipziger-kreativwirtschaft.html#comments Fri, 08 Nov 2013 07:30:11 +0000 Kreatives Leipzig e.V. http://www.kreatives-leipzig.de/?p=7135 Als Branchenverband der Leipziger Kreativwirtschaft setzt sich Kreatives Leipzig e. V. schon seit Langem dafür ein, insbesondere die Nachfrage nach Leistungen von Kreativunternehmen zu fördern. Mit dem neuen Mittelstandsförderprogramm legt die Stadt Leipzig ein bislang in dieser Form völlig neues Instrument auf, welches genau dies zum Gegenstand hat. Nachfolgend stellen wir die für Kreativunternehmen wichtigsten Fördermaßnahmen vor und zeigen die damit verbundenen Möglichkeiten auf.

Fördermaßnahme “Transfer von kreativen Ideen in kleine Unternehmen”

Um die Nachfrage nach kreativwirtschaftlichen Leistungen und die Entwicklung von branchenübergreifenden Wertschöpfungsketten zu fördern, unterstützt die Stadt Leipzig die wirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen Unternehmen der Kreativwirtschaft und anderer Branchen. Ganz konkret die Inanspruchnahme “kreativwirtschaftliche[r] Leistungen, die zur Ideen­generierung, Konzeption, Entwicklung, Anwendung, Umsetzung und/ oder Marktüberleitung von neuen Produkten oder Dienstleistungen marktteilnehmender Unternehmen führen”, gefördert werden. Voraussetzung dafür ist, dass die Zusammenarbeit zu Innovationen führt bzw. dadurch neue Technologien zum Einsatz kommen. Das heißt, dass die Erarbeitung einer Website nur dann förderfähig wäre, wenn dort Anwendungen programmiert werden, die klar über den herkömmlichen Standard hinausgehen. Eingehende Förderanträge werden denn auch dahingehend geprüft, ob die “Inanspruchnahme von Kreativleistungen für die eigene Innovations­tätigkeit und/oder unternehmerische sowie produkt– und leistungsbezogene Professionalisierung” führen wird. Innovativ kann dabei aber auch sein, wenn Dank der Zusammenarbeit mit einem Kreativunternehmen neue Methoden im Marketing oder der Kundenbindung, beispielsweise durch die Nutzung von Sozialen Netzwerken, zum Einsatz kommen. “Der Interpretationsspielraum ist bewusst weit gewählt, um neue Ideen nicht im Vorhinein ausschließen zu müssen”, erklärt dazu der zuständige Sachbearbeiter Michael Körner gegenüber Kreatives Leipzig.

Antragsteller für die Förderung muss daher auch das Unternehmen sein, dass von der Beauftragung und Zusammenarbeit mit einem Kreativunternehmen profitiert. Den Antragsunterlagen muss auch ein Kostenvoranschlag des kreativwirtschaftlichen Partners beigefügt werden. Das heißt, die Idee und Konzeption muss bereits gemeinsam erfolgen. Besteht der Antrag die Prüfung (unter anderem wird die Verhältnismäßigkeit der veranschlagten Kosten betrachtet), kann die Beauftragung anschließend bis maximal 50 Prozent gefördert werden. Damit soll Unternehmen, die bislang davor zurückschreckten, Kreativunternehmen zu beauftragen, ein Anreiz gegeben werden, zusammen neue Wege zu beschreiten.

Fördermaßnahme “Erschließung neuer Märkte”

Da die Nachfrage nach kreativwirtschaftlichen Leistungen aufgrund der schwachen Wirtschaftskraft trotz Förderanreizen auch in der Zukunft nur langsam wachsen kann, sind viele Kreativunternehmen darauf angewiesen, Aufträge aus anderen Bundesländern oder gar anderen Staaten zu akquirieren. Auch hier setzt das neue Mittelstandsförderprogramm an: Ein weiteres Ziel “ist die Förderung von Vorhaben zur Erschließung neuer Märkte mit dem Ziel, den Bekanntheitsgrad und die Akzeptanz Leipziger Unternehmen und ihrer Erzeugnisse und Dienstleistungen im In– und Ausland zu verbessern, neue Absatzmärkte zu erschließen und neue Kunden zu gewinnen.” Das heißt, dass Produktpräsentationen unterstützt werden, bspw. im Rahmen einer Messe bzw. eines Kongresses. Voraussetzung für die Förderung einer Messeteilnahme ist jedoch, dass diese Messe weder im so genannten AUMA-Katalog des Bundes aufgenommen wurde, noch das Auslandsmesseprogramm des Landes Sachsen hierfür genutzt werden kann. Besonders positiv ist an dieser Stelle, dass das Programm hier nicht nur auf klassische Messen ausgelegt ist, sondern beispielsweise auch eine Roadshow eines Leipziger Designunternehmens unterstützt werden könnte.

Neben den beiden hier beschriebenen Fördermaßnahmen umfasst das Programm noch mehr als 20 andere Maßnahmen (bspw. zur Unternehmensnachfolge, zur Abfederung von Beeinträchtigungen durch Straßenbaumaßnahmen), die jedoch für die Kreativwirtschaft weitaus weniger interessant sind. In der Summe stehen für alle Fördermaßnahmen gemäß Beschluss des Stadtrates pro Jahr 400.000 Euro zur Verfügung.

 

Alle Details zum Programm und zur Antragstellung hat unser Mitglied Maria Köhler dankenswerter Weise noch einmal hier zusammengefasst.

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Das Ende der Fahnenstange? Wie Streaming-Dienste die Musik– und Filmindustrie auf den Kopf stellen http://www.kreatives-leipzig.de/allgemein/das-ende-der-fahnenstange-wie-streaming-dienste-die-musik-und-filmindustrie-auf-den-kopf-stellen.html?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=das-ende-der-fahnenstange-wie-streaming-dienste-die-musik-und-filmindustrie-auf-den-kopf-stellen http://www.kreatives-leipzig.de/allgemein/das-ende-der-fahnenstange-wie-streaming-dienste-die-musik-und-filmindustrie-auf-den-kopf-stellen.html#comments Wed, 06 Nov 2013 19:43:22 +0000 Kreatives Leipzig e.V. http://www.kreatives-leipzig.de/?p=7126 In der gestrigen Ausgabe der Süddeutschen Zeitung ist im Feuilleton ein Essay von David Bryne, Sänger der Band Talking Heads, abgedruckt. Der Titel lautet „Das ist keine Lösung! Ein Aufschrei gegen die Musikdienste im Internet, die Musikern die Lebensgrundlage rauben und uns die Musik“ (Link zum englischsprachigen Originaltext). In seinem Text stellt Bryne dar, wie wenig selbst bekannte Künstler wie Daft Punk, deren Sommerhit Get Lucky es auf über 100 Millionen Abrufe bei Spotify gebracht hat, am Ende durch Streaming-Plattformen erwirtschaften können. Um es kurz zu machen: Nicht einmal ihr Existenzminimum könnten selbst Daft Punk so einspielen. Anlass für eine kleine Betrachtung des Themas.

Streaming-Dienste wie Spotify oder die Konkurrenzangebote von Google oder Apple im Bereich der Musik bzw. für Film und TV-Serien Netflix, welches in den USA bereits sehr erfolgreich ist und gerade im Begriff steht, den Sprung nach Europa zu vollziehen, verändern unser Konsumverhalten stark. Für eine Pauschale von ein paar Euro pro Monat lassen sich beliebig viele Songs online hören bzw. TV-Serien anschauen – bei freier Wahl von Ort und Zeit. Was an sich großartig klingt, hat aber auch eine Schattenseite: Wenn sich das Konsumverhalten immer stärker in Richtung dieser zweifelsohne attraktiven Dienste verschiebt und die Entlohnung auf einem vergleichsweise niedrigem Niveau verharrt, werden immer weniger MusikerInnen und FilmemacherInnen von den Erlösen ihrer Werke leben können.

»Spotify sind gerade mal 1,5% unserer Einnahmen aus dem digitalen Vertrieb« weiß Janika Groß von der Leipziger Band molllust zu berichten (siehe Foto). Rein wirtschaftlich betrachtet lohnt sich Streaming also kaum. Ob sich dadurch neue Fanherzen erobern lassen, kann sie nicht sagen: »Es ist nicht einschätzbar, wie viele der Streams von Leuten gehört wurden, die das Album zusätzlich zuvor oder im Nachgang gekauft haben oder wie viele Leute über Spotify auf uns aufmerksam geworden sind. Es wäre schön zu wissen, wer unsere Songs hört, aber diese Information gibt es leider nicht.«

Der These vom Untergang der Musik– und Filmindustrie aufgrund von früher Digitalisierung und heute Streaming wird oft entgegen gehalten, dass sich die Wertschöpfung letztlich nur auf andere Bereiche verlagere, dass dafür mehr Menschen bereit sind, für Merchandise-Artikel oder Live-Shows auch mehr Geld auszugeben. Tatsächlich sind Gagen im Musikbereich ebenso wie die Ticketpreise in den vergangenen Jahren stark gestiegen – gleichzeitig bekommen nur wenige (bekannte) Acts eine Konzerthalle auch wirklich gefüllt. Um auf Daft Punk zurückzukommen: Wenn „Get Lucky“ so viele Zuhörende auf Spotify begeistert, wird der Song natürlich auch entsprechend oft im Radio gespielt bzw. kann er für Werbung und andere Zwecke entsprechend teuer lizensiert werden. Um das wirtschaftliche Überleben des französischen Elektro-Duos braucht sich niemand Sorgen machen (zu mal nicht wenige Menschen bereit wären, sehr viel Geld dafür zu bezahlen, bei einem der sehr wenigen Live-Auftritte von Daft Punk dabei sein zu können)! Ähnlich verhält es sich bei Filmen und Serien: Auch wenn weniger Menschen auf den klassischen Wegen geldbringend die Werke anschauen und stattdessen Streaming-Dienste nutzen, wird es genug Unternehmen geben, die bereit dafür sein werden, viel Geld dafür auszugeben, ihre Marke bzw. ihre Produkte mit den Werken in Verbindung setzen zu dürfen.

Die Digitalisierung der Unterhaltungsmedien hat bislang vor allem dazu geführt, den Markt zu demokratisieren (nie zuvor war es einer Band so einfach und zu so geringen Kosten möglich, eine CD herauszubringen). Die Verlagerung der Konsumgewohnheiten hin zu den Streaming-Diensten ist nun aber mit der großen Gefahr verbunden, den Verlagen ihre ursprüngliche Bedeutung eines Filters zwischen Konsumierenden und Kreativschaffenden und die damit verbundene Geldmehrung zurück zu geben. Wer wissen möchte, wieso dies so ist, schaue sich nur an, wer die größten Anteile an Spotify oder Netflix mittlerweile hält – und bei einem weiteren Wachstum finanziell profitieren wird. Kleinere Labels und unabhängige MusikerInnen (ebenso Filmemachende) stehen erneut – zumindest  erst einmal – auf der Verliererseite: Einerseits können sie es sich nur selten leisten, auf den entsprechenden Streaming-Plattformen nicht vertreten zu sein. Ist insbesondere im Musikbereich die Zahl der Facebook-Likes aktuell die Währung, wird es immer mehr die Anzahl der Streams im Netz sein, anhand der sich typische Musikhörende überlegen werden, ob sie sich ein Konzertticket kaufen, anhand der sich Radiosender orientieren, wen sie auf die Playlist setzen, und anhand der sich wird bemessen lassen, welche Werke für andere Lizensierungen in Frage kommen. Andererseits wird der Verkauf von Musik oder bewegten Bildern im Dateiformat für die eigene Festplatte, von klassischen Abspielmedien wie CD oder DVD ganz zu schweigen, vermutlich noch viel stärker zurückgehen.

Für Lady Gaga, Steven Spielberg und andere weltbekannte Akteure wird dies lediglich bedeuten, dass sich Einnahmen von einer Quelle zur nächsten verlagern. Doch für Kreativschaffende, die sich in den letzten Jahren erfolgreich eine Nische erarbeitet haben, von der sie leben können, wird es immer schwerer. Die Gefahr ist groß, dass immer weniger Menschen von dieser Form kreativen Arbeitens ihren Lebensunterhalt bestreiten können. Die Folge wäre, dass entweder die Vielfalt im Angebot zurückgeht oder immer mehr Musik– und Filmschaffende gezwungen sein werden, ihr Kreativschaffen eher als Hobby zu betrachten, zum Gelderwerb einen anderen Job zu suchen.

Um dies zu verhindern, braucht es mehr gesellschaftliches Problembewusstsein – und die Bereitschaft, für kreatives Schaffen auch jenseits der klassischen Vertriebswege zu bezahlen, beispielsweise indem eine neue CD oder eine Filmproduktion per Crowdfunding unterstützt wird oder indem staatliche Förderprogramme besser finanziell ausgestattet werden und sich neue Musik– und Filmformaten stärker öffnen.

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Vor allem viel Potential — die Designers‹ Open im Glashaus http://www.kreatives-leipzig.de/leipzig/vor-allem-viel-potential-die-designers-open-im-glashaus.html?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=vor-allem-viel-potential-die-designers-open-im-glashaus http://www.kreatives-leipzig.de/leipzig/vor-allem-viel-potential-die-designers-open-im-glashaus.html#comments Mon, 28 Oct 2013 13:29:12 +0000 Kreatives Leipzig e.V. http://www.kreatives-leipzig.de/?p=7110 Als die Nachricht im Frühjahr die Runde machte, dass die Leipziger Messe künftig die Designers‹ Open ausrichten würde, war das Echo gespalten: die einen, vor allem Ausstellender von weiter her, begrüßten den Schritt ob der zu erwartenden Professionalität, die anderen sprachen vom Anfang vom Ende. Einen ersten Versuch, herauszufinden, wer hier recht behält, konnte man am vergangenen Wochenende machen. Und was man sah, war vor allem viel Potential.

Doch der Reihe nach: Die Idee einer Designmesse als Treffpunkt und Austauschplattform kam den bisherigen Machern Andreas Neubert und Jan Hartmann kurz nach dem Umzug aus ihrer Schneeberger WG in das gemeinsame Studio in Leipzig. War die Designers‹ Open anfangs als Hobby gedacht, wuchs die Messe aufgrund der ungeahnten Resonanz schnell zu einem Projekt heran, welches über ein halbes Jahr hinweg kaum Luft für andere Aufträge der beiden Designer ließ. Und während die Designers‹ Open lange vor allem vom Charme der Improvisation lebte (man denke an die fast schon legendären Messeveranstaltungen in der leerstehenden Blechbüchse oder im Hôtel de Pologne), erwarteten Ausstellende aber auch Besuchende von Jahr zu Jahr mehr Professionalität. Und so mussten in den letzten Jahren Veranstaltungsorte gefunden werden, wo eben nicht eine Woche vor der Messe noch schnell die Wände verputzt werden. Doch gerade die letztjährige Designers‹ Open auf dem Campus Jahnallee wäre fast zum Desaster geworden: Aufgrund veränderter Antragsfristen und somit fehlen wichtiger Unterschriften vom Bauordnungsamt entzog die Universitätsleitung am Vortag die Veranstaltungserlaubnis. Nur eine eilige Intervention aus dem Rathaus konnte die Messe retten. Ein einschneidendes Erlebnis, denn die Macher sahen zu diesem Zeitpunkt bereits ihre gesamte Existenz gefährdet. Um so attraktiver war das Angebot der Leipziger Messe, die Designers‹ Open zu übernehmen, das bisherige Team aber als Berater weiter eng in die Gestaltung einzubeziehen.

Die viel größeren personellen und — Dank der Subvention der Leipziger Messe durch ihre öffentlichen Gesellschafter — finanziellen Ressourcen wurden bereits vor dem letzten Wochenende deutlich. Überregional wurde die Designers‹ Open unter anderem im Süddeutsche Zeitung Magazin beworben, große Banner grüßten in der Innenstadt. Gespannt fragen sich alle, wie die Designers‹ Open in der Glashalle auf der Neuen Messe wirken würden.

Wer am Samstagnachmittag trotz sommerlichen Herbstwetters den Weg nicht scheute, betrat eine brummelnde Halle mit vielen Hin und Her wuselnden Menschen. Die Musik von detektor.fm lieferte sich ein kleines Dezibelduell mit der für Modenschauen und Ausstellerpräsentationen bespielten Bühne im hinteren Bereich der Halle. In mehreren Reihen dazwischen waren die Aussteller zu finden, die wohltuend wenig auf klassische Messebauelemente setzten sondern sich bewusst individuell präsentierten. Auch ein gemeinsamer Infostand der drei sächsischen Branchenverbände der Chemnitzer, Dresdner und Leipziger Kreativwirtschaft war zu finden. Auffällig war aber auch, dass mancher Aussteller dieses Jahr auf dem Messegelände fehlte, die Designstudiengänge von Hochschulen dafür überproportional vertreten waren. Auch fehlten Bereiche, in denen sich Kreativschaffende in entspannter Atmosphäre treffen und austauschen konnten. In früheren Messejahren war dies allein durch die Architektur der gewählten Veranstaltungsorte einfacher.

Zurück zur Ausgangsfrage: Wer hat nun recht? So richtig wird sich das wohl erst bei der zweiten Designers‹ Open unter Regie der Messe zeigen können. Viel wird davon abhängen, ob die Messe die richtigen Schlüsse aus der Erfahrung vom letzten Wochenende ziehen wird. Anders als in vergangenen Jahren, wo allein die Neugierde auf das von der Designers‹ Open bespielte Gebäude viele Menschen anlockte, die noch dazu im urbanen Raum stattfanden, erfordert der Weg auf die Neue Messe und der Eintritt von 11 Euro (ermäßigt 9 Euro) für die bekannte Glashalle schon einige Überwindung. Trotzdem ist der Umzug zur Leipziger Messe eine große Chance, in Leipzig eine überregional vielbeachtete Veranstaltung für die Designszene und andere Bereiche der Kreativwirtschaft zu schaffen. Was bei der Buchmesse das überall im Stadtgebiet verteilte Lesefestival »Leipzig liest« ist, könnten die »DO/Spots« künftig für die Designers‹ Open sein. Dafür muss die Veranstaltung jedoch überregional mehr Menschen nach Leipzig locken, was die Leipziger Messe sicherlich Dank ihrer Kontakte und Ressourcen schaffen kann. Aber daneben braucht es in der Zukunft auf der Messe selbst mehr Flächen und Freiräume für den Austausch untereinander, mehr Aussteller und mehr haptische »Attraktionen«, die den Gang in die Glashalle zum Erlebnis werden lassen. Gelingt dies nicht, wird sich der Weg auf das Messegelände im nächsten Jahr nur noch für wenige Menschen lohnen.

Für die Fotos herzlicher Dank an Peter Zimolong.

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Musik im Netz — Rückblick auf den popoolären WebMontag http://www.kreatives-leipzig.de/musik/musik-im-netz-ruckblick-auf-den-popoolaren-webmontag.html?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=musik-im-netz-ruckblick-auf-den-popoolaren-webmontag http://www.kreatives-leipzig.de/musik/musik-im-netz-ruckblick-auf-den-popoolaren-webmontag.html#comments Tue, 15 Oct 2013 11:09:33 +0000 Kreatives Leipzig e.V. http://www.kreatives-leipzig.de/?p=7098 Wie können sich Bands, DJs und Solo-Artists im Netz präsentieren? Welche Tools (Soundcloud, Mixcloud, Bandpage, etc.) lassen sich sinnvoll dafür nutzen? Welche Strategie sollte dabei gefahren werden? Das waren die Fragen, die beim popoolär-WebMontag am 7. Oktober 2013 im kulturkaffee plan b im Mittelpunkt standen. Hier ein kurzer Rückblick auf die Veranstaltung.

Als Gäste begrüßten wir den Drum’n’Bass-Veranstalter, DJ und Booker audite sowie die lokale Indie-Größe Choirs. Beide zeigten der Runde, in der die Musikschaffenden ganz klar und untypisch für einen WebMontag die Mehrheit stellten, wie sie sich im Netz aktuell präsentieren und welche Vor– und Nachteile sie bei den einzelnen Plattformen sehen. Egal ob elektronische Tanzmusik oder Pop, alle waren sich darüber einig, dass aktuell Facebook die wichtigste Plattform zur Selbstdarstellung ist. Nicht weil Facebook besonders beliebt ist (»Facebook nervt«) — sondern aus Mangel an Alternativen. Sowohl audite als auch Choirs investieren parallel viel Zeit und Mühe in eine eigene Homepage. Sie versuchen, dorthin ihren Traffic zu lenken bzw. sehen die Homepage als Knotenpunkt und langlebiges Archiv ihrer Online-Aktivitäten. Thomas Wagner, Veranstalter des WebMontag und Schatzmeister von Kreatives Leipzig e. V., lobte diesen Weg: Einerseits ist eine Webpage unabhängig von kurzzeitigen Trends und hat auf viele Jahre Bestand, andererseits ist es richtig, dorthin online zu gehen, wo die meisten Fans sich tummeln, also Facebook.

Weiterhin wird Soundcloud als wichtige Plattform gesehen. Hier hören viele rein, bevor sie sich dazu entscheiden, als Besuchende zu einem Gig bzw. Konzert zu kommen. Außerdem lässt sich der Soundcloud-Player komfortabel in die eigene Homepage oder auf einer anderen Plattform einbauen. Als soziales Netzwerk ist Soundcloud hingegen weniger relevant.

Mehr als zwei Stunden lang diskutierten die Teilnehmenden gemeinsam auch andere Plattformen wie zum Beispiel Mixcloud (Nachteil: kein Download möglich), Streaming-Dienste wie Spotify oder Simfy (Vorteil: neue Fans können erreicht werden, Nachteil: faktisch keine Einnahmen), Twitter (in Deutschland im Musikbereich kaum relevant), pinterest (dito), Bandpage, Gigmit (beide eher zur Vernetzung zwischen Musikschaffenden und Bookern/Veranstaltern), Instagram (stark wachsend und weniger »nervig« als Facebook), Gigatools (nutzvoll für die gleichzeitige Pflege unterschiedlicher Plattformen) sowie positive Erfahrungen, via Crowdfunding neue Fans zu gewinnen (Choirs).

Letztlich sollte aber jeder Artist für sich selbst ausprobieren, welche Plattformen zusätzlich zur eigenen Website am besten geeignet sind. Thomas Wagner empfahl in seinem Resumée, unterschiedliche und vor allem neue Plattformen durchaus mal anzutesten, bei wenig Feedback ggf. die Profile dort wieder zu löschen.

Der nächste WebMontag wird sich mit dem Relaunch von www.leipzig.de befassen. Der nächste popoolär-Abend wird im November zur Auswertung der zweiten Runde des FLYING MUSIC CIRCUS genutzt, an dem unter anderen Choirs teilnehmen werden. Die genauen Daten werden noch bekannt gegeben.

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Über 200 Teilnehmer beim 1. Leipziger Fotomarathon http://www.kreatives-leipzig.de/allgemein/1_leipziger_fotomaratho.html?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=1_leipziger_fotomaratho http://www.kreatives-leipzig.de/allgemein/1_leipziger_fotomaratho.html#comments Thu, 03 Oct 2013 19:18:45 +0000 Kreatives Leipzig e.V. http://www.kreatives-leipzig.de/?p=7068 Am 14./15. September 2013 fand der erste Leipziger Fotomarathon statt. Für über 200 Fotografen hieß es am Samstag innerhalb von 10 Stunden 8 Themen in chronologischer Reihenfolge umzusetzen. 
Auch in der Jury und im Orga-Team herrschten straffe Marathon-Bedingungen, denn bereits am Folgetag fand die Siegerehrung und Preisverleihung im historischen Leipziger Stadtbad statt. Dies war nur möglich, in dem die Fach-Jury unmittelbar nach der Bildabgabe aller Teilnehmer ihre Arbeit begann. Olaf Martens (freier Fotograf), Volkmar Heinz (Ressortleiter Foto der LVZ, Andreas Müller (Fotomuseum Leipzig), Dr. Claus Baumann (Sächsische Kunstwerk) und Linda Baller (TOP Magazin) sichteten knapp 1.300 Fotos. Nach reichlich 4 Stunden standen die Ergebnisse fest.

01) Architektur
auf | geweckt und un | vollendet
1. Platz: Julia Härtel, Quedlinburg, 23 Jahre

02) Buch & Druck
un | geschrieben und  un | gelesen
1. Platz: Cindy Heß, Leipzig, 32 Jahre

03) Musik
un | er | hört
1.Platz: Christian Lorenz, Leipzig, 23 Jahre

04) Mode
stil | voll  un |getragen
1.Platz: Rene Schroeder, Leipzig, 34 Jahre

05) Design
form | voll | endet
1.Platz: Ludmilla Kloninger, Leipzig, 23 Jahre

06) Fotografie & Malerei
farben | los
1.Platz: Ruslan Hrushchak, Leipzig, 34 Jahre

07) Street-Art & Graffiti
un | gewollt | es  un |gekonnt
1.Platz: Christiane Weber, Leipzig, 44 Jahre

08) Theater & Bewegungskunst
un | be |wegte  spieler | ei
1.Platz: Susanne Jeschke, Leipzig, 44 Jahre

Zur Siegerehrung und Preisverleihung fanden sich am Sonntag ca. 450 Gäste im alten Leipziger Stadtbad zur feierlichen Abschlussveranstaltung — der Fotolounge — ein. Martin Lobst (R.SA-Moderator) führte mit Projektleiter Corwin von Kuhwede durch den Abend. Die Siegerpokale wurden ganz im Sinne des Marathongedankens vor Ort während der Preisverleihung vom Unternehmen style-ich mit den Gewinnernamen versehen. Für den musikalischen Rahmen sorgte die Band Stilbruch und La Line Hoop begeisterte durch eine einzigartige Hoop-Dance-Show. Außerdem standen für alle Gäste Fotosets zur Verfügung, die für Live-Fotoshootings genutzt wurden.

Einen Film mit Impressionen gibt es auch:

Verantwortlich dafür ist abgedreht productions.

Weitere Informationen über den 1. Leipziger Fotomarathon und die Sponsoren & Förderer im Netz:

www.leipziger-fotomarathon.de  | www.facebook.com/LeipzigerFotomarathon

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Wahlprüfstein #5 zur Bundestagswahl: Die Sicherung der Künstlersozialkasse http://www.kreatives-leipzig.de/allgemein/wahlprufstein-5-die-sicherung-der-kunstlersozialkasse.html?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=wahlprufstein-5-die-sicherung-der-kunstlersozialkasse http://www.kreatives-leipzig.de/allgemein/wahlprufstein-5-die-sicherung-der-kunstlersozialkasse.html#comments Tue, 17 Sep 2013 06:45:46 +0000 Kreatives Leipzig e.V. http://www.kreatives-leipzig.de/?p=6957 Gemeinsam mit den Mitgliedern der unter Kreative Deutschland zusammengeschlossenen Branchenverbände der Kreativwirtschaft formulierten wir fünf Wahlprüfsteine, die von allen aktuell im Bundestag vertretenen Parteien schriftlich beantwortet wurden.
 

Wahlprüfstein #5: Viele schöpferisch tätige KreativunternehmerInnen sind in der Künstlersozialkasse (KSK) abgesichert. Wie möchte Ihre Partei das System der Sozialversicherung für diesen Personenkreis künftig gestalten?

// CDU/CSU

Viele selbstständige Künstler, freie Journalisten, Schriftsteller und Autoren leben in wirtschaftlich unsicheren Verhältnissen. Mit der Künstlersozialversicherung, die wir dauerhaft stabilisieren wollen, haben wir ein bewährtes Instrument, um freischaffenden Künstlern und Publizisten Zugang zur gesetzlichen Kranken-, Pflege– und Rentenversicherung zu ermöglichen. Unser vorrangiges Ziel ist es, einen Anstieg des Abgabesatzes zu verhindern.

// SPD

Die SPD setzt sich für den Erhalt und die Weiterentwicklung der Künstlersozialkasse (KSK) ein. Angesichts der Situation, dass sich aufgrund ihrer Attraktivität immer mehr selbstständige Kultur-, Medien– und Kreativschaffende in der KSK – jährlich sind es etwa 4.500 zusätzliche Versicherte – versichern, muss diese einzigartige kultur– und sozialpolitische Errungenschaft stabilisiert werden. Hierzu gehört auch, dass sicher gestellt, dass alle abgabepflichtigen Unternehmen auch tatsächlich zur Abgabe heran gezogen werden, damit der Satz für die beitragsehrlichen Unternehmen nicht steigt, und so die Akzeptanz der KSK erhalten bleibt. Wenn dies gewährleistet ist, ist keine Erhöhung des Bundeszuschusses notwendig.

// FDP

Wir Liberalen wollen einen fairen Ausgleich zwischen Versicherten und Verwertern in der Künstlersozial-versicherung. Um die Akzeptanz der Künstlersozialkasse zu erhöhen, müssen auch weitere Anstrengun-gen unternommen werden, um den Kostendruck auf Künstler, Publizisten und Verwerter langfristig zu mindern. Unklarheiten über den Anwendungsbereich der Künstlersozialversicherung haben zu wachsendem Unmut bei Unternehmen, Vereinen sowie Künstlern und Publizisten geführt. Doch im Rechtsverkehr muss klar sein, wann die Künstlersozialabgabe fällig wird. Die FDP will deshalb den Versichertenkreis gesetzlich klarer fassen. Wir haben in der schwarz-gelben Koalition in einem ersten Schritt den Anwendungsbereich für Publizisten angepasst. In einem weiteren Schritt ist der Künstlerbegriff zu definieren. Er soll grund-sätzlich offen gegenüber der Entstehung neuer, künstlerisch geprägter Berufsformen sein.

// BÜNDNIS90/DIE GRÜNEN

Wir wollen die Kranken– und die Pflegeversicherung zu Bürgerversicherungen weiterentwickeln. Allerdings ist die Künstlersozialversicherung stark auf die besondere Arbeits– und Lebenssituation ihrer Mitglieder zugeschnitten. Bei der Einführung der Bürgerversicherung wollen wir deshalb die Prinzipien der Künstlersozialversicherung verhalten. Selbstständige unterliegen in der Altersvorsorge unterschiedlichen Pflichten — oft nur historisch erklärbar. Die gesetzlichen Regelungen sind kompliziert, das Recht und die Zuständigkeit zersplittert. Die Schwierigkeiten nehmen noch dadurch zu, dass Beschäftigungsformen fließend geworden sind und viele Menschen ihren beruflichen Status im Laufe des Lebens immer wieder wechseln. Darunter haben nicht nur, aber besonders, Künstlerinnen und Künstler zu leiden. Zur Abgrenzung des Kreises der Versicherten werden deshalb häufig die Gerichte bemüht. Wir setzen uns dafür ein, dass die gesetzlichen Regelungen einfacher und transparenter werden.

// DIE LINKE

DIE LINKE will die Künstlersozialkasse (KSK) erhalten und ausbauen. Sie ist eine der wesentlichen sozialpolitischen Errungenschaften und ist auch längerfristig aufrecht zu erhalten. Voraussetzung dafür ist, dass ihre Finanzierung gesichert wird. Es ist dringend notwendig, dass alle Verwerter künstlerischer und publizistischer Leistungen ihrer Verpflichtung zur Zahlung der Künstlersozialabgabe nachkommen. Die Entrichtung der Künstlersozialabgabe sollte deshalb künftig intensiver im Rahmen einer effizienten einheitlichen Prüfung aller Arbeitgeber durch die Deutsche Rentenversicherung geprüft werden. Für die Weiterentwicklung der Künstlersozialkasse ist uns besonders wichtig, dass am offenen Kunstbegriff festgehalten und der vorhandene Spielraum zur Aufnahme neu entstandener Berufsgruppen weitestmöglich ausgeschöpft wird. Darüber hinaus müssen neue Lösungen für die auch in anderen Berufsfeldern wachsende Zahl von Selbständigen und in wechselnden Erwerbsformen Tätigen gefunden werden.

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Wahlprüfstein #4 zur Bundestagswahl : Die Altersicherung für Kreative http://www.kreatives-leipzig.de/allgemein/wahlprufstein-4-die-altersicherung-fur-kreative.html?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=wahlprufstein-4-die-altersicherung-fur-kreative http://www.kreatives-leipzig.de/allgemein/wahlprufstein-4-die-altersicherung-fur-kreative.html#comments Mon, 16 Sep 2013 06:42:39 +0000 Kreatives Leipzig e.V. http://www.kreatives-leipzig.de/?p=6954 Gemeinsam mit den Mitgliedern der unter Kreative Deutschland zusammengeschlossenen Branchenverbände der Kreativwirtschaft formulierten wir fünf Wahlprüfsteine, die von allen aktuell im Bundestag vertretenen Parteien schriftlich beantwortet wurden.
 

Wahlprüfstein #4: Anders als für abhängig Beschäftigte gibt es für junge Selbständige und UnternehmerInnen keine attraktive Angebote zum Aufbau einer Altersvorsorge (die so genannte „Rürup-Rente“ ist gerade für junge Menschen im Gegensatz zur „Riester-Rente“ finanziell unattraktiv). Wie möchte Ihre Partei diese Situation ändern?

// CDU/CSU

In Deutschland gibt es rund 2,6 Millionen Selbstständige ohne eigene Mitarbeiter. Viele von ihnen sind oft nur unzureichend für das Alter oder Krankheitsfälle abgesichert. Wir wollen ihren sozialen Schutz verbessern und eine Altersvorsorgepflicht für alle Selbständigen einführen, die nicht bereits anderweitig abgesichert sind. Dabei sollen sie zwischen der gesetzlichen Rentenversicherung und anderen Vorsorgearten wählen können. Wir werden Lösungen entwickeln, die auf bereits heute selbstständig Tätige Rücksicht nehmen und Selbstständige in der Existenzgründungsphase nicht überfordern. In diesem Zusammenhang wollen wir auch eine Ausweitung des Personenkreises der Förderberechtigten bei der Riesterrente prüfen.

// SPD

Die Schaffung einer angemessenen Altersversorgung von Selbständigen ist eine der wichtigsten sozialpolitischen Herausforderungen der nächsten Jahre. Die SPD spricht sich dafür aus, dass Selbständige in die gesetzliche Rentenversicherung einbezogen werden. Dabei sprechen wir uns für einkommensgerechte Beiträge aus, da so vermieden wird, dass durch Pauschalbeiträge eine Überlastung von Personen mit geringem Einkommen stattfindet. Bei der Beitragszahlung soll zudem durch flexible Beiträge der besonderen Einkommenssituation von Selbständigen Rechnung getragen werden. Als Pflichtversicherten in der Rentenversicherung stehen ihnen dann auch die Möglichkeiten der geförderten Altersvorsorge nach § 10a EStG („Riester-Rente“) offen.

// FDP

Wir wollen Selbständigen den Weg zur Riester-Förderung eröffnen. Die Vorteile der staatlich geförderten Altersvorsorge müssen allen Bürgern zugutekommen.

// BÜNDNIS90/DIE GRÜNEN

Die Gesetzliche Rentenversicherung ist aus unserer Sicht die zentrale und weiter zu stärkende Säule der Alterssicherung. Wir wollen die Rentenversicherung Schritt für Schritt zu einer Bürgerversicherung fortentwickeln. Das führt zu mehr Gerechtigkeit in der Finanzierung der Alterssicherung. Das führt zudem zu mehr Stabilität bei Rentenniveau und Beitragssätzen und bringt mehr Menschen in den Schutz der Sozialversicherungen. Viele Menschen gehen inzwischen davon aus, dass sich Beiträge an die Rentenversicherung nicht lohnen, dass sie im Alter ohnehin ein Fall für das Grundsicherungsamt sein werden. Das ist ein Problem. Für Einzahlungen in eine private Rentenkasse fehlt dann erst recht jede Motivation. Das wollen wir ändern. Wir wollen eine Grüne Garantierente einführen: Wer mindestens 30 Jahre Mitglied in der Rentenversicherung war, soll mindestens 850 Euro erhalten.

// DIE LINKE

Die Erfahrung hat gezeigt, dass das öffentliche Versicherungssystem sicherer ist, besseren Schutz bietet und für die Versicherten billiger ist als die Absicherung über den Kapitalmarkt. Wir wollen deshalb die gesetzliche Rentenversicherung stärken und alle Berufsgruppen – also auch Selbständige, Beamtinnen und Beamte, Politikerinnen und Politiker – einbeziehen. In einem ersten Schritt wollen wir die bisher nicht obligatorisch abgesicherten Selbständigen einbeziehen und ihnen damit den Zugang zum vollen Leistungspaket der Alters-, Hinterbliebenen– und Erwerbsminderungsabsicherung sowie der Rehabilitationsleistungen eröffnen.  Statt teurer Pauschalen wollen wir Beiträge, die sich zeitnah am tatsächlichen Einkommen orientieren. Selbstständige mit geringem Einkommen zahlen zudem bei vollen Leistungsansprüchen nur 50 Prozent des Beitragssatzes. Mit steigendem Einkommen erhöht sich der Beitragssatz linear bis hin zur vollständigen Selbstzahlung der Beiträge. Die gesetzliche Rentenversicherung erhält vom Bund zum Ausgleich für nicht vollständig bezahlte Beiträge einen entsprechenden Zuschuss. Zur Refinanzierung dieses Steuerzuschusses wird beim Öffentlichen Dienst, bei Unternehmen und Organisationen, die als Auftraggeberinnen und Auftraggeber agieren, eine abzuführende Sonderabgabe auf die Honorare erhoben.

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Wahlprüfstein #3 zur Bundestagswahl: Die Parteien zum Urheberschutz http://www.kreatives-leipzig.de/allgemein/wahlprufstein-3-die-parteien-zum-urheberschutz.html?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=wahlprufstein-3-die-parteien-zum-urheberschutz http://www.kreatives-leipzig.de/allgemein/wahlprufstein-3-die-parteien-zum-urheberschutz.html#comments Fri, 13 Sep 2013 06:39:15 +0000 Kreatives Leipzig e.V. http://www.kreatives-leipzig.de/?p=6951 Gemeinsam mit den Mitgliedern der unter Kreative Deutschland zusammengeschlossenen Branchenverbände der Kreativwirtschaft formulierten wir fünf Wahlprüfsteine, die von allen aktuell im Bundestag vertretenen Parteien schriftlich beantwortet wurden.
 

Wahlprüfstein #3: In den vergangenen Jahren fand in Deutschland und Europa eine intensive Auseinandersetzung über den Schutz von Urheberrechten im digitalen Zeitalter statt. Diese Diskussion ist für die Kreativökonomie, zu der sowohl Urhebende (bspw. JournalistInnen, KomponistInnen, TexterInnen) als auch Verwertende (bspw. Blogger, DJs) gehören, von hoher Bedeutung. Welche Standpunkte vertritt Ihre Partei in Bezug auf den Urheber– und Leistungsschutz?

// CDU/CSU

Durch die Digitalisierung ist das Spannungsfeld um das Urheberrecht sicht– und spürbarer geworden. Aber auch im digitalen Zeitalter gilt der Anspruch des Urhebers auf Schutz seines geistigen Eigentums und das Recht auf eine angemessene Vergütung seiner Leistung. Es sichert nicht nur das Einkommen der Urheber, es ermöglicht auch künstlerische Vielfalt. Das Urheberrecht muss zugleich von den Nutzern verstanden und akzeptiert werden sowie Antworten auf die veränderten digitalen Anwendungsmöglichkeiten geben. CDU und CSU wollen daher das Urheberrecht weiterentwickeln, zum Beispiel beim Thema Privatkopie, beim Umgang mit Rechtsverstößen durch Nutzer oder der wachsenden Zahl neuer Formen der digitalen Verwertung. Dazu ist eine technische und rechtspolitische Abwägung notwendig, um den berechtigten Interessen der Urheber, der Rechteinhaber, der Verwerter und der Verbraucher gerecht zu werden. Viele Fragen werden nicht nur national zu lösen sein. Wir müssen unsere Vorstellungen daher auch auf EU-Ebene bzw. international einbringen.

// SPD

Wir setzen uns für eine Modernisierung des Urheberrechts ein, das Kreative, Urheber und ihre Partner stärkt und das Recht mit neuen digitalen Nutzungspraktiken in Einklang bringt. Die Verbindung zwischen Urheber und Werk darf dabei aber nicht in Frage gestellt werden. Unser Ziel ist es, einen fairen und gerechten Ausgleich der Interessen von Urhebern, Verwertern und Nutzern sicherzustellen, der die kulturellen und ökonomischen Rahmenbedingungen der Kultur– und Kreativwirtschaft gewährleistet. Das von Schwarz-Gelb beschlossenen Leistungsschutzrecht lehnen wir ab. Wir wollen nach der Regierungsübernahme unter Einbeziehung aller Akteure einen Vorschlag entwickeln, der die Möglichkeiten der Presseverleger zur Rechtsdurchsetzung im Hinblick auf ihre bereits bestehenden Urheberrechte stärkt, dabei die Interessen der Urheber (hier insbesondere Journalistinnen und Journalisten) vollständig wahrt, den Grundsatz der Informationsfreiheit gewährleistet und die Auffindbarkeit von Informationen gewährleistet. Für weitere Einzelheiten verweisen wir auf unser Wahlprogramm (Seite 63 ff.) sowie unser Positionspapier „Für ein faires und zukunftsfähiges Urheberrecht“.

// FDP

Im Bereich des Urheberrechts ist es uns ein besonderes Anliegen Anreize, kreativ tätig zu werden und damit neue, innovative Inhalte zu schaffen, weiter zu fördern. Hierdurch dürfen technischer Fortschritt und neue legale Geschäftsmodelle nicht unnötig behindert werden. Allgemein gilt, wer urheberrechtlich geschützte Werke verwenden möchte, muss den jeweiligen Rechteinhaber fragen, denn diesem obliegt die Entscheidung, welche Nutzung er für seine Werke zulässt. Das Urheberrecht in seiner geltenden Form hat sich bewährt und zeichnet sich zu Recht durch ein hohes Schutzniveau aus. Dieses hohe Schutzniveau muss in der digitalen Welt bewahrt werden. Forderungen nach einer grundlegenden Revision des Urheberrechts sind unbegründet. Bei einer Modernisierung des Urheberrechtes müssen die berechtigten Belange der Nutzer im Rahmen eines angemessenen Interessenausgleichs auf sachgerechte Weise berücksichtigt werden. Im Zentrum des Urheberrechts muss daher auch in Zukunft der Schutz der kreativen Leistung stehen.

// BÜNDNIS90/DIE GRÜNEN

Die größte Stärkung des Urheberrechts liegt in einem fairen Interessenausgleich. Zugang zu und Teilhabe an kulturellen Gütern ist gleichermaßen schützenswert wie die Rechte Kreativer. Wir wollen die Vergütungssituation für UrheberInnen verbessern: das Schlichtungsverfahren im Urhebervertragsrecht über gemeinsame Vergütungsregeln so gestalten, dass es zu einem für beide Seiten bindenden Ergebnis führt. Wir wollen Vereinigungen von Urhebern die Möglichkeit geben, die Einhaltung der Vergütungsregeln einzuklagen und fordern einen gesetzlichen Auskunftsanspruch gegenüber den Inhabern der Nutzungsrechte über Art und Umfang der Werknutzung. Das Leistungsschutzrecht für Presseverlage lehnen wir in dieser Form ab. Es wird die Situation der Verlage nicht ändern und birgt die Gefahr, dass Informationen online nicht gefunden werden. Vor weiteren Tätigkeiten bezüglich der Presseverlage braucht es eine valide Analyse, um Vorschläge zum Erhalt journalistischer Vielfalt zu erarbeiten.

// DIE LINKE

Wissen soll produktiv weiter verwendet werden dürfen. Das muss mit dem Recht der Schöpferinnen und Schöpfer geistiger Werke auf angemessene Bezahlung in Einklang gebracht werden. Wir wollen diese Fragen in einem modernen Patent– und Urheberrecht regeln. Wir fordern eine Reform des Urhebervertragsrechts, damit Kreative ihre Ansprüche auf angemessene Vergütung wirksam durchsetzen können. Wir wollen die Möglichkeit zu Total-Buyouts, durch die sich die Verwerter ausschließliche Nutzungsrechte auch in die Zukunft einräumen lassen, vertragsrechtlich einschränken. Urheberinnen und Urheber sollen eine bessere Kontrolle über ihre Rechte haben. Gemeinsame Vergütungsregeln müssen notfalls auf dem Wege der Rechtsverordnung in Kraft gesetzt werden können. Der Anspruch auf angemessene Vergütung sollte von Berufsverbänden der Urheberinnen und Urheber auf dem Klageweg geltend gemacht werden können. Wir setzen uns für neue Lizenz– und Vergütungsmodelle (Creative Commons, Kulturwertmark, Crowdfunding) sowie für eine umfassende Reform der Verwertungsgesellschaften ein.

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Wahlprüfstein #2 zur Bundestagswahl: Das Kompetenzzentrum Kultur– und Kreativwirtschaft des Bundes nach 2014 http://www.kreatives-leipzig.de/allgemein/wahlprufstein-2-das-kompetenzzentrum-kultur-und-kreativwirtschaft-des-bundes-nach-2014.html?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=wahlprufstein-2-das-kompetenzzentrum-kultur-und-kreativwirtschaft-des-bundes-nach-2014 http://www.kreatives-leipzig.de/allgemein/wahlprufstein-2-das-kompetenzzentrum-kultur-und-kreativwirtschaft-des-bundes-nach-2014.html#comments Thu, 12 Sep 2013 06:21:20 +0000 Kreatives Leipzig e.V. http://www.kreatives-leipzig.de/?p=6948 Gemeinsam mit den Mitgliedern der unter Kreative Deutschland zusammengeschlossenen Branchenverbände der Kreativwirtschaft formulierten wir fünf Wahlprüfsteine, die von allen aktuell im Bundestag vertretenen Parteien schriftlich beantwortet wurden.
 

Wahlprüfstein #2: Das Kompetenzzentrum Kultur– und Kreativwirtschaft des Bundes nahm im Herbst 2009 seine Arbeit auf. Seit 2010 und noch bis voraussichtlich 2014 decken mehrere Regionalbüros das gesamte Land ab. Diese Stellen sind für viele Kreativschaffende wichtige Ansprechpersonen. Welche zukünftige Rolle wird das Kompetenzzentrum nach dem Willen Ihrer Partei mittel– und langfristig erhalten?

// CDU/CSU

Um die Kultur– und Kreativwirtschaft weiter zu unterstützen und zu fördern, werden CDU und CSU die „Initiative Kultur– und Kreativwirtschaft“ fortführen. Dies schließt die erfolgreiche Arbeit des Kompetenzzentrums Kultur– und Kreativwirtschaft des Bundes ein. Siehe hierzu auch: „Wettbewerbsfähigkeit der Kultur– und Kreativwirtschaft weiter erhöhen – Initiative der Bundesregierung verstetigen und ausbauen“ (Antrag der Fraktion der CDU/CSU sowie der Fraktion der FDP vom 19.02.2013. Drs. 17/12383).

// SPD

Das Kompetenzzentrum Kultur– und Kreativwirtschaft war eine der zentralen Forderung in dem von SPD, CDU/CSU, B90/G und FDP gemeinsam getragenen Antrag „Kulturwirtschaft als Motor für Wachstum und Beschäftigung stärken“ (Drucksache 16/6742), den wir in der Großen Koalition umgesetzt haben. Das Kompetenzzentrum und die regionalen Ansprechpartner erfüllen eine wichtige Funktion als Ansprechpartner für die Kultur– und Kreativschaffenden und ihre jeweiligen Bedürfnisse, aber auch als Vermittler und Netzwerker hin zu Politik und Verwaltung Das Kompetenzzentrum hat sich mit seinen Regionalbüros gut  etabliert. Das wollen und werden wir fortführen und ausbauen. Gleichwohl darf sich die Initiative zur Förderung der Kultur– und Kreativwirtschaft nicht auf dieses Angebot beschränken. Um der Kultur– und Kreativwirtschaft in Deutschland weiterzuentwickeln bedarf es weiterer Maßnahmen, wie sie die SPD zusammen mit Akteuren der Kreativwirtschaft mit dem Kreativpakt erarbeitet hat.

// FDP

Das Kompetenzzentrum mit den dazugehörigen Regionalbüros ist für die FDP ein ganz wichtiger Baustein der Initiative Kultur– und Kreativwirtschaft. Die Bedeutung des Kompetenzzentrums brachten wir als FDP im Deutschen Bundestag auch mit unserem Antrag „Wettbewerbsfähigkeit der Kultur– und Kreativwirt-schaft weiter erhöhen – Initiative der Bundesregierung verstetigen und ausbauen.“ (BT-Drs. 17/12383) zum Ausdruck (siehe Forderung Nummer 9). Wir wollen die Arbeit stärken und die Zusammenarbeit mit den Fachverbänden ausbauen, um die bisherige Politik des Bundes in diesem Bereich in Kooperation mit den Ländern und den Städten erfolgreich fortzuentwickeln und das Informations– und Beratungsangebot zu erweitern und zu verstetigen.

// BÜNDNIS90/DIE GRÜNEN

Beratung spielt in der Kultur– und Kreativwirtschaft, insbesondere im StartUp-Bereich, eine essentielle Rolle. BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN sieht deshalb die Notwendigkeit für Stellen, die Information, Beratung und Vernetzung bieten — im besten Fall für die Ratsuchenden kostenfrei. Wenn die Evaluation der Arbeit der Regionalbüros und des Kompetenzzentrums Kultur– und Kreativwirtschaft unseren Ansprüchen an Vielfalt und Vernetzung, Förderberatung und Finanzierung, sowie Qualifizierung und  Transparenz genügt, halten wir eine Weiterführung für sinnvoll. In enger Zusammenarbeit mit Ländern und Kommunen. Gradmesser ist für uns dabei, ob es gelingt, die Diskrepanz zwischen dem enormen wirtschaftlichen Erfolg der Kreativwirtschaft und der stagnierend prekären Einkommenssituation ihrer Wertschöpfer endlich aufzulösen und eine nachhaltige, sozial faire Struktur aufzubauen, den fairen Ausgleich zwischen Nutzern und Urhebern auch im digitalen Raum zu finden und die Künstlersozialkasse nachhaltig zu stärken.

// DIE LINKE

Wir halten die Arbeit des Kompetenzzentrums mit seinen Büros in den verschiedenen Regionen für sehr wichtig und wollen sie deshalb stärken. Die Kreativschaffenden brauchen Ansprechpersonen in ihrer Nähe. Die Angebote der Regionalbüros werden sehr stark nachgefragt und können den Bedarf derzeit gar nicht decken. Es gibt zum Teil monatelange Wartezeiten. Deshalb ist ein Ausbau der Kapazitäten dringend nötig. „Die regionalen Kompetenzzentren für die Kultur– und Kreativwirtschaft sind personell zu vergrößern und besser auszustatten, damit nicht zuletzt auch Beratungsleistungen verstärkt angeboten werden können.“ – heißt es dazu in unserem Bundestagswahlprogramm. Wir werden uns auf Bundesebene für eine ausreichende Finanzausstattung des Kompetenzzentrums Kultur– und Kreativwirtschaft engagieren. Der Bund kann hiermit auch Impulse für die Länder geben.

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Fotoausstellung in Stötteritz gewährt unkonventionellen Blick auf Südafrika: Architektur, Landschaft und Lebenswirklichkeit einer noch immer gespaltenen Gesellschaft im Fokus http://www.kreatives-leipzig.de/fotografie/fotoausstellung-in-stotteritz-gewahrt-unkonventionellen-blick-auf-sudafrika-architektur-landschaft-und-lebenswirklichkeit-einer-noch-immer-gespaltenen-gesellschaft-im-fokus.html?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=fotoausstellung-in-stotteritz-gewahrt-unkonventionellen-blick-auf-sudafrika-architektur-landschaft-und-lebenswirklichkeit-einer-noch-immer-gespaltenen-gesellschaft-im-fokus http://www.kreatives-leipzig.de/fotografie/fotoausstellung-in-stotteritz-gewahrt-unkonventionellen-blick-auf-sudafrika-architektur-landschaft-und-lebenswirklichkeit-einer-noch-immer-gespaltenen-gesellschaft-im-fokus.html#comments Wed, 11 Sep 2013 07:39:15 +0000 Kreatives Leipzig e.V. http://www.kreatives-leipzig.de/?p=6978 Am 26. September eröffnet um 18 Uhr in Stötteritz eine Ausstellung, die auf erstmals öffentlich gezeigten Aufnahmen des Leipziger Fotografen Jakob Gleisberg Architektur, Landschaft und Lebenswirklichkeit Südafrikas kontrovers thematisiert; Interessierte sind herzlich eingeladen. Jakob Gleisberg ist Inhaber der Agentur Kollaborat und Mitglied bei Kreatives Leipzig e. V.

Kurze Texte des Journalisten Michael Kunze illustrieren die einesteils großformatig reproduzierten und beleuchteten Fotos, zum anderen solche, die auf handliches Postkartenformat gedruckt wurden. Sie geben Hintergrundinformationen zur aktuellen Lage in dem Land, das trotz des Endes des Apartheidsystems vor zwanzig Jahren weiter tief gespalten ist. Wohlstand und Reichtum aus der Rohstoffindustrie und einer neuerdings erfolgreichen Filmbranche stehen im Einklang mit westlicher Architektur und liberalen, freizügigen Lebensstilen in den Großstädten von Kapstadt bis Pretoria. In deren Umland aber und in entlegenen, infrastrukturell schlecht versorgten Landesteilen herrschen weiter vielfach Armut, entstehen noch immer illegal angelegte Elendssiedlungen, in denen Aids grassiert und für die Menschen kaum Chancen bestehen, ihre Notlage zu überwinden.

Jakob Gleisberg hat vor einigen Jahren dutzende Aufnahmen, kunstvolle wie eher dokumentarische, von einem mehrmonatigen Arbeitsaufenthalt in Südafrika mitgebracht, aus denen für die aktuelle Ausstellung die aussagekräftigsten ausgewählt, neu bearbeitet und illustriert wurden.

Die Ausstellung, die im Rahmen der Interkulturellen Wochen Leipzig stattfindet, ist nach der Eröffnung am 26. September ab dem Folgetag täglich von 13 bis 18 Uhr zu sehen. Sie findet in den Räumen der Agentur für Kommunikation und Gestaltung Kollaborat statt, Ferdinand-Jost-Straße 31, 04299 Leipzig-Stötteritz.

 

Ausstellungseröffnung: 26. September 2013, 18 Uhr
Midissage: 1. Oktober 2011, 18 Uhr, Eintritt frei
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Wahlprüfstein #1 zur Bundestagswahl: Die Parteien zur Bedeutung der Kreativwirtschaft http://www.kreatives-leipzig.de/allgemein/wahlprufstein-1-zur-bundestagswahl-die-parteien-zur-bedeutung-der-kreativwirtschaft.html?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=wahlprufstein-1-zur-bundestagswahl-die-parteien-zur-bedeutung-der-kreativwirtschaft http://www.kreatives-leipzig.de/allgemein/wahlprufstein-1-zur-bundestagswahl-die-parteien-zur-bedeutung-der-kreativwirtschaft.html#comments Wed, 11 Sep 2013 06:14:35 +0000 Kreatives Leipzig e.V. http://www.kreatives-leipzig.de/?p=6943 Gemeinsam mit den Mitgliedern der unter Kreative Deutschland zusammengeschlossenen Branchenverbände der Kreativwirtschaft formulierten wir fünf Wahlprüfsteine, die von allen aktuell im Bundestag vertretenen Parteien schriftlich beantwortet wurden.
 

Wahlprüfstein #1: In den vergangenen Jahren wuchs insbesondere durch die Arbeit des Kompetenzzentrums Kultur– und Kreativwirtschaft des Bundes die volkswirtschaftliche und wirtschaftspolitische Anerkennung der aus vielen Kleinst– und Einzelunternehmen bestehenden Kreativökonomie. Welchen Stellenwert nimmt die Branche im Programm Ihrer Partei ein?

// CDU/CSU

Die Kultur– und Kreativwirtschaft ist nicht nur eine vielfältige Branche, sie bringt auch kulturell und wirtschaftlich bedeutende Produkte und Dienstleistungen hervor. Für CDU und CSU ist die Kultur– und Kreativwirtschaft deshalb ein wichtiger Motor für Wachstum und Beschäftigung in Deutschland: Allein im Jahr 2011 trug dieser Bereich mit 62,7 Mrd. Euro zur Bruttowertschöpfung bei. Die Umsätze der Kultur– und Kreativwirtschaft lagen bei rund 143 Mrd. Euro. Zudem sind 244.000 Unternehmen und knapp eine Million Erwerbstätige in diesem Wirtschaftszweig tätig.

// SPD

Im Regierungsprogramm der SPD nimmt die Kreativwirtschaft einen hohen Stellenwert ein. Dort heißt es: „Kreativität ist der Rohstoff des 21. Jahrhunderts mit immensen Wachstums– und Beschäftigungspotenzialen. Wir werden zusammen mit Kreativen die Rahmenbedingungen schaffen, um diese Potenziale zu entfalten und gleichzeitig sozial besser abzusichern.“ Weiterhin wird dort ausgeführt: „Die Kreativbranche wird immer wichtiger für den Erfolg unserer Wirtschaft. Wir wollen die Kreativwirtschaft noch stärker fördern und ausbauen”. Auch im Kapitel „Kultur-, Medien und Netzpolitik“ des SPD-Regierungsprogramms gehen wir ausführlich auf die Bedeutung der Kultur– und Kreativwirtschaft ein. Insgesamt werden damit zentrale Punkte des von der SPD-Bundestagsfraktion gemeinsam mit Akteuren der Kerativwirtschaft erarbeiteten Kreativpaktes aufgegriffen. Dieses Konzept wollen wir gemeinsam mit Kreativschaffenden in der nächsten Legislaturperiode umsetzen.

// FDP

Die FDP kümmert sich immer mit besonderem Engagement um die Belange der Branchen der Kultur– und Kreativwirtschaft. Die Branche nimmt einen sehr hohen Stellenwert in unserem Wahlprogramm ein: Wir erkennen den Innovationsmotor der Branche an und wollen diesen stärker würdigen. Wir wollen dafür sorgen, dass Selbst-ständige und Unternehmen der Kultur– und Kreativwirtschaft einen besseren Zugang zu Fremdkapital erhalten und werden Unternehmen bei der Erschließung ausländischer Märkte unterstützen. Zudem konnten wir – insbesondere durch das Engagement des Parlamentarischen Staatssekretärs im Bundeswirtschaftsministerium – Hans-Joachim Otto – die erfolgreiche Initiative Kultur– und Kreativwirtschaft der Bundesregierung im Bundeswirtschaftsministerium verstetigen und im Jahr 2013 sogar um eine Millionen Euro aufstocken. Wir wollen die Initiative weiterführen und möglichst ausbauen.

// BÜNDNIS90/DIE GRÜNEN

Kultur– und Kreativwirtschaft ist ein bedeutender Wirtschaftsfaktor, der 1 Millionen Arbeitsplätze sichert. Es ist BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN sehr wichtig, möglichst gute Rahmenbedingungen dafür zu schaffen. Sie müssen in drei Bereichen verbessert werden: Existenzgründungen, Zugang zu Wirtschaftsförderung, soziale Lage der Kreativen und KünstlerInnen. Existenzgründungen unterstützen: Die Arbeit der Förderzentren mit Arbeitsagenturen und Liegenschaftsverwaltungen besser koordinieren. Eine gute kulturelle Infrastruktur mit flächendeckendem Breitbandzugang sichern. Wirtschaftsförderung anpassen: Zugang zu Finanzierungen und Netzwerken erleichtern. Soziale Lage: Mindestabsicherungen und Honoraruntergrenzen einführen. Bei der Einführung der Bürgerversicherung die Prinzipien der Künstlersozialversicherung erhalten. Und ein Urhebervertragsrecht schaffen mit Auskunftsrecht, Verbandsklagerecht und verbindlichen Schiedssprüchen.

// DIE LINKE

Der Partei DIE LINKE ist sowohl die wirtschaftliche als auch die kulturelle Bedeutung der Kultur– und Kreativwirtschaft wohl bewusst. Zugleich aber sehen wir erhebliche Probleme insbesondere für die soziale Lage von Kreativen in diesem Wirtschaftsbereich. Deshalb enthält unser Bundestagswahlprogramm einen eigenständigen Kulturabschnitt mit einem Unterabschnitt zur Kultur– und Kreativwirtschaft, in dem unsere Forderungen zur Verbesserung der sozialen Lage der Kreativen und zur Entwicklung dieser Branche aufgeführt sind. Dreh– und Angelpunkt ist die Verknüpfung von Kulturpolitik und Kultur– und Kreativwirtschaft. Politik, Verwaltung und Akteurinnen und Akteure müssen ressortübergreifend denken und arbeiten. DIE LINKE möchte die Förderinstrumente für diesen Wirtschaftszweig spezialisieren und ausbauen. Ressortübergreifende Förderprogramme müssen eingerichtet werden. Die Kleinteiligkeit und die damit verbundene Unorganisiertheit der Kreativbranchen bedürfen einer speziellen Netzwerkförderung.

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Zukunft des Kompetenzzentrums Kultur– und Kreativwirtschaft des Bundes auch nach der Wahl gesichert: In den Wahlprüfsteinen für »Kreative Deutschland« unterstreichen alle aktuell im Bundestag vertretenen Parteien die Bedeutung der Branche http://www.kreatives-leipzig.de/allgemein/zukunft-des-kompetenzzentrums-kultur-und-kreativwirtschaft-des-bundes-auch-nach-der-wahl-gesichert-in-den-wahlprufsteinen-fur-kreative-deutschland-unterstreichen-alle-aktuell-im-bundestag-vertre.html?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=zukunft-des-kompetenzzentrums-kultur-und-kreativwirtschaft-des-bundes-auch-nach-der-wahl-gesichert-in-den-wahlprufsteinen-fur-kreative-deutschland-unterstreichen-alle-aktuell-im-bundestag-vertre http://www.kreatives-leipzig.de/allgemein/zukunft-des-kompetenzzentrums-kultur-und-kreativwirtschaft-des-bundes-auch-nach-der-wahl-gesichert-in-den-wahlprufsteinen-fur-kreative-deutschland-unterstreichen-alle-aktuell-im-bundestag-vertre.html#comments Tue, 10 Sep 2013 06:10:30 +0000 Kreatives Leipzig e.V. http://www.kreatives-leipzig.de/?p=6939 Die ursprünglich auf zunächst nur drei Jahre ausgelegte Arbeit des Kompetenzzentrums Kultur– und Kreativwirtschaft des Bundes mit seinen acht Regionalbüros ist auch nach der Bundestagswahl 2013 gesichert.

Bei der Beantwortung der Wahlprüfsteine von Kreative Deutschland, einem Zusammenschluss der lokalen Branchenverbände der Kultur– und Kreativwirtschaft Deutschlands, bekannten sich alle aktuell im Bundestag vertretenen Parteien zur Fortführung der Bundesfinanzierung für das Zentrum über das Jahr 2014 hinaus.

Mehrere Parteien stellten dabei sogar eine Erhöhung der Mittel und eine Vertiefung des Angebots an kostenfreien Erstberatungen insbesondere für Start-ups in Aussicht.

Vom Tisch scheinen frühere Vorschläge, dass die Verantwortung für die Finanzierung der Regionalbüros des Kompetenzzentrums in die Verantwortung der Länder übergeht. Diese wie auch die kommunale Ebene sollen aber stärker einbezogen und Aktivitäten besser verzahnt werden.

Weitgehende Einigkeit zwischen allen fünf Parteien (CDU/CSU, SPD, FDP, BÜNDNIS90/DIE GRÜNEN und DIE LINKE) besteht auch darin, das Urheberrecht zeitgemäß weiterzuentwickeln und an die Rahmenbedingungen der digitalen Gesellschaft anzupassen. Streitpunkt dabei bleibt das seit Kurzem gültige Leistungsschutzrecht, welches zum Beispiel die SPD ablehnt.

Für die Debatte in der nächsten Legislaturperiode nennen die Parteien gegenüber Kreative Deutschland Ansätze wie erleichterte Bedingungen für Privatkopien (CDU/CSU), eine rechtliche Stärkung der Urheber gegenüber den Rechteverwertern (SPD), Vereinfachungen für neue Geschäftsmodelle (FDP), ein gesetzliches Auskunftsrecht gegenüber Rechteinhabern (BÜNDNIS90/DIE GRÜNEN) oder eine Reform der Verwertungsgesellschaften (DIE LINKE).

Auch im Bereich der sozialen Sicherung für Kreative können in der nächsten Legislaturperiode Verbesserungen für Kreative erwartet werden: Einig sind sich alle Parteien, Selbständigen den Zugang zur Riesterrente zu verschaffen.

Alle Parteien erkennen den Handlungsbedarf bei der Sicherung der Künstlersozialkasse (KSK). Im Detail, z. B. bei der Höhe der Beiträge bzw. der einzubeziehenden Berufsgruppen, zeigen sich aber auch Unterschiede zwischen.

Gemeinsam werden die zusammengeschlossenen Branchenverbände die Arbeit der nächsten Bundesregierung an den in den Wahlprüfsteinen formulierten Antworten messen.

Die Antworten der Parteien werden wir in den folgenden Tagen nach und nach veröffentlichen.

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In eigener Sache: Wir freuen uns auf den 1. Leipziger Fotomarathon http://www.kreatives-leipzig.de/fotografie/in-eigener-sache-wir-freuen-uns-auf-den-1-leipziger-fotomarathon.html?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=in-eigener-sache-wir-freuen-uns-auf-den-1-leipziger-fotomarathon http://www.kreatives-leipzig.de/fotografie/in-eigener-sache-wir-freuen-uns-auf-den-1-leipziger-fotomarathon.html#comments Thu, 29 Aug 2013 15:39:10 +0000 Kreatives Leipzig e.V. http://www.kreatives-leipzig.de/?p=6820 Mit 196 angemeldeten Teilnehmenden aus Leipzig und der Region zeigt sich der geplante 1. Leipziger Fotomarathon bereits jetzt als großer Erfolg für die Stadt und das ehrenamtlich arbeitende Team um unser Mitglied und Bildermacher Corwin von Kuhwede. Das Vorhaben: In zehn Stunden sind acht vorgegebene Kategorien fotografisch umzusetzen. Das übergeordnete Thema Leipzig kreativ! ist dabei Programm. Die ersten vier Kategorien werden 8 Uhr zum Marathonstart vor Ort im alten Leipziger Stadtbad bekanntgegeben. Die Bekanntgabe der weiteren vier Aufgaben erfolgt zur Halbzeit an einem Infopoint in der Innenstadt und über Facebook & Twitter.

Wir sind begeistert über die große positive Resonanz, auch in Hinsicht auf die Unterstützung von zahlreichen Preisstiftern und Sponsoren, sowohl aus der Fotobranche (z. B. Tamron), als auch von lokalen Unternehmen. Für die Teilnehmenden und interessierten Gäste steht am Ende des Events nicht nur die Fotolounge als große Abschlussfeier mit Siegerehrung unterstützt von MeyerEvent an. In diesem Rahmen wird zudem die Ausstellung der Siegerfotos präsentiert und vor Ort die Siegerpokale von dem Leipziger Start-up Style-ich graviert. Tickets hierfür sind für 5 Euro sind an der Abendkasse erhältlich. Für die Teilnehmenden des Fotomarathons ist der Eintritt frei. Ein besonderes Highlight, sowohl für die MarathongewinnerIn als auch die interessierten LeipzigerInnen, ist die öffentliche Ausstellung ab 16. September in den Höfen am Brühl dank großzügiger Unterstützung des Centermanagements.

Die bereits in vielen Großstädten erfolgreich umgesetzte Idee des Fotomarathons hält mit dem engagiertem Team und der Unterstützung des Amtes für Wirtschaftsförderung Einzug in Leipzig und schließt damit endlich eine Lücke im mitteldeutschen Raum. „Die Medienpartner der Fotobranche wie DigitalPHOTO und Fotolia haben unser Leipziger Event begeistert aufgenommen und unterstützen uns nicht nur auf all ihren Kommunikationskanälen, sondern planen sogar eine Teilnahme“ freut sich Maria Köhler, selbstständige PR-Beraterin, Verantwortliche für die Öffentlichkeitsarbeit des 1. Leipziger Fotomarathons und Mitglied von Kreatives Leipzig eV. „Aber ohne die lokalen Medienpartner wie culturtraeger, die Medialeistung in Form von Anzeigen und Postkarten ermöglicht haben, hätten wir kaum diese Bekanntheit in der eigenen Stadt für unser Fotoevent erreicht.“ ergänzt Köhler.

Das alte Leipziger Stadtbad ist nicht nur Start & Zielort der Veranstaltung, sondern steht ebenso am 14. und 15. September als Fotolocation zur Verfügung.

AmSamstag, den 14. September steht für alle Fotografen, ob Einsteiger oder Profi, die es bevorzugen Menschen zu fotografieren, das Stadtbad als Fotolocation bereit. In der alten Frauenschwimmhalle oder im orientalischen Saunabereich kann mit einem eigenen oder über das Fotomarathon-Team gebuchten Modell die Location angemietet werden. Ergänzt wir das Angebot für Einsteiger und Profis durch eine breite Auswahl an Lichttechnik, die unser Partner Hensel vor Ort zur Verfügung stellt und dabei auch beratend zur Seite steht. Alle Infos sind dazu auf der Website zu finden.

Am Sonntag, den 15. September besteht zudem die Möglichkeit die alte Frauenschwimmhalle und das orientalische Bad auf eigene Faust mit der Kamera zu entdecken. Bis zu fünf Fotografinnen und Fotografen können zeitgleich die Räumlichkeiten nutzen. Eine verbindliche Reservierung und Bezahlung ist vor Ort am Infopoint möglich. Der Unkostenbeitrag beträgt für Fotomarathon-Teilnehmer 10 € und für Gäste 15 €, die Voranmeldung wird ab sofort unter info [at] leipziger-fotomarathon [Punkt] de" target="_blank"> entgegen genommen.

 

Termin: 14./15. September 2013 // Thema: Leipzig kreativ! // Veranstalter: Kreatives Leipzig e.V. // Projektleitung: Corwin von Kuhwede (Bildermacher & Fotograf) // Veranstaltungsort: Leipziger Stadtbad (Start und Ziel für den Marathon und Location für die Siegerehrung & Ausstellung) // Teilnehmer: Jeder über 18 Jahre (ab 16 Jahre mit Einwilligungserklärung) mit Digitalkamera // www.leipziger-fotomarathon.de
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LVB rufen Kreativwettbewerb zur Zukunft der »ÖPNV-Website 2025″ aus http://www.kreatives-leipzig.de/allgemein/lvb-rufen-kreativwettbewerb-zur-zukunft-der-opnv-website-2025-aus.html?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=lvb-rufen-kreativwettbewerb-zur-zukunft-der-opnv-website-2025-aus http://www.kreatives-leipzig.de/allgemein/lvb-rufen-kreativwettbewerb-zur-zukunft-der-opnv-website-2025-aus.html#comments Wed, 14 Aug 2013 10:27:43 +0000 Kreatives Leipzig e.V. http://www.kreatives-leipzig.de/?p=6722 Nachdem die Leipziger Verkehrsbetriebe (LVB) für den zurückliegenden Relaunch ihrer Website viel Kritik einstecken mussten (nachzulesen im Blog von Daniel Große), möchte das kommunale Unternehmen diesmal den umgekehrten Weg gehen und die Leipziger Kreativszene einladen, ihr Wissen und Know-how einzubringen. Selbiges wurde bereits beim letzten Webmontag am 15. Juli 2013 von Peter Nebe, Marketingleiter der LVB, angekündigt. Während beim Webmontag vor allem die Website aus der technischen und funktionalen Sicht diskutiert wurde, entzündete sich anschließend innerhalb von Kreatives Leipzig e. V. eine Debatte, wie sich der Branchenverband zu dem Kreativwettbewerb positionieren sollte.

Doch zunächst ein paar Worte zur LVB-Website: Das Unternehmen möchte die eigene Website mittelfristig zu einem Mobilitäts-, Vertriebs– und Stammkundenportal wandeln. Während aktuell die meisten Besuchenden der Seite nachschauen, wann die nächste Bahn kommt, gehen die LVB davon aus, dass sich diese Anfragen zunehmend in Richtung Kartendienste à la GoogleMaps verschieben werden. In den USA ist dies bereits in den meisten Städten Realität: Hier zeigt der Kartendienst wahlweise an, wie man per Auto, zu Fuß oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln von A nach B kommt – einschließlich von Abfahrzeiten und ggf. aktuellen Verspätungen. Da Google (und vergleichbare Anbieter) auch andere Daten wie beispielsweise Verkehrsstaus in seinen Kartendienst integriert, können viel bessere Informationen geliefert werden als es den LVB mit einem vergleichsweise bescheidenen Budget für eine Fahrplanauskunft möglich wäre. Im Kreativwettbewerb fragen die LVB folglich: „Wie muss eine ÖPNV-Webseite aus Nutzer– und aus Entwicklersicht künftig aussehen? Welchen Nutzen muss sie bieten? Was ist relevant für die Nutzer von morgen?“

Ursprünglich planten die LVB, in einem Wettbewerb quasi fertige Konzepte abzufragen, die anschließend mit 3.000 Euro (1. Platz), 2.000 Euro (2. Platz) und 1.000 Euro (3. Platz) entlohnt werden. Während es natürlich zu begrüßen war, dass die LVB den Prozess früh für Anregungen aus der Leipziger Kreativszene öffneten, so stand andererseits die Befürchtung im Raum, dass viele Kreativschaffende ihr Wissen für vergleichsweise wenig oder gar kein Geld einbringen – die LVB andererseits viel Input für wenig Geld erhält. Das Unbehagen verstand das Verkehrsunternehmen schnell – und suchte gemeinsam mit dem Vorstand von Kreatives Leipzig e. V. nach einer Lösung. Selbige kann nun seit ein paar Tagen auf der LVB-Website nachgelesen werden: In dem Kreativwettbewerb werden keine fertigen Konzepte, sondern vor allem innovative Ideen gesammelt. Die sechs Personen bzw. Unternehmen, deren Vorschläge am interessantesten erscheinen, werden im Oktober 2013 zu einem Workshop eingeladen – und erhalten hierfür jeweils eine Aufwandsentschädigung von 1.000 Euro. So kann gewährleistet werden, dass einerseits der Input in die Konzeption des Relaunch der LVB-Website einfließt, andererseits aber die beteiligten Kreativschaffenden nicht große Konzepte für einen Hungerlohn ausarbeiten. Wer Interesse an einer Teilnahme hat, kann sich bis 31. August 2013 bei der LVB bewerben. Alle Informationen dazu befinden sich hier.

PS: Die Diskussion hinsichtlich des Ideenwettbewerbs zeigt eine grundsätzliche Schwierigkeit, die viele Auftraggeber bei der Vergabe kreativer Leistungen haben. Einerseits möchten sie nicht „die Katze im Sack“ kaufen, andererseits ist es unsittlich, bereits mit der Angebotsabfrage das fertige Produkt – ein technisches Konzept wie im Falle der LVB oder bspw. ein Logo – zu erhalten. Kreatives Leipzig e. V. bietet daher Auftraggebern eine kostenfreie Beratung vor Eröffnung eines Vergabeverfahrens an, um sowohl die Interessen der Auftraggeber als auch der Kreativschaffenden in Einklang zu bringen.

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Manege frei für Runde zwei! The FLYING MUSIC CIRCUS comes back to town http://www.kreatives-leipzig.de/musik/manege-frei-fur-runde-zwei-the-flying-music-circus-comes-back-to-town.html?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=manege-frei-fur-runde-zwei-the-flying-music-circus-comes-back-to-town http://www.kreatives-leipzig.de/musik/manege-frei-fur-runde-zwei-the-flying-music-circus-comes-back-to-town.html#comments Thu, 20 Jun 2013 07:48:31 +0000 Kreatives Leipzig e.V. http://www.kreatives-leipzig.de/?p=6686 Im Herbst 2013 (von 31. Oktober bis 2. November) werden erneut vielversprechende Artists aus Sachsen gemeinsam eine Mini-Tour durch die großen Städte des Freistaats absolvieren. Unterstützt und präsentiert wird die zweite Runde des FLYING MUSIC CIRCUS erneut durch die „Wahre Helden“-Kampagne von Ur-Krostitzer.

Die Tournee wird dabei von Akteuren aus der sächsischen Populärmusikszene selbst realisiert. Als organisatorisches Dach mit koordinierender Funktion dient die popoolär-Initiative von Kreatives Leipzig, die Blues Agency, vielen bekannt als Veranstalter der Honky Tonk — Festivals in vielen Städten Deutschlands, Österreichs und der Schweiz unterstützt im Rahmen einer Kulturpatenschaft die Medienarbeit. Veranstalter und Clubs sowie ehrenamtlich Helfende aus den beteiligten Städten ermöglichen die Durchführung der Konzertabende.

Bis 7.Juli 2013 können sich Artists für die Teilnahme an der Tournee durch ihre Registrierung auf flying-music-circus.de bewerben. Für bereits registrierte Artists, die bis dahin ihr Profil aktualisieren, ist die weitere Präsenz auf dem Portal kostenlos. Für alle anderen wird eine Verwaltungsgebühr von 10 Euro erhoben, um laufende Kosten des Projekts zu decken. Die Auswahl der Teilnehmenden an der Tournee erfolgt bis Ende Juli 2013.

Dank des Sponsoring-Partners und der ehrenamtlich Helfenden können die Produktionskosten der Konzertabende (Raum– bzw. Technikmiete, GEMA-Gebühren, Catering) vollständig gedeckt werden, so dass die Einnahmen aus den Eintrittsgeldern vollständig an die auftretenden Artists ausgeschüttet werden können.

Kreatives Leipzig e. V. ist Träger und Initiator des Projektes. Mehr Information auf der Homepage des FLYING MUSIC CIRCUS.

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Kreativwirtschaft in Thessaloniki — Drei kurze Fragen an Claudius Nießen http://www.kreatives-leipzig.de/allgemein/kreativwirtschaft-in-thessaloniki-drei-kurze-fragen-an-claudius-niesen.html?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=kreativwirtschaft-in-thessaloniki-drei-kurze-fragen-an-claudius-niesen http://www.kreatives-leipzig.de/allgemein/kreativwirtschaft-in-thessaloniki-drei-kurze-fragen-an-claudius-niesen.html#comments Wed, 19 Jun 2013 14:04:44 +0000 Kreatives Leipzig e.V. http://www.kreatives-leipzig.de/?p=6673 Hallo Claudius, du hast in Thessaloniki (Griechenland) vor wenigen Tagen an einer Fachveranstaltung zur Kreativwirtschaft teilgenommen. Wie kam es dazu?

Thessaloniki ist ja eine von Leipzigs Partnerstädten und dort fand über Pfingsten eine Tagung statt in deren Mittelpunkt das Thema »Design« stand. Zum Einstieg gab es auch ein Panel das sich mit den Chancen und Möglichkeiten von Kreativwirtschaft beschäftigt hat, dort habe ich auf Einladung des Referates Internationales der Stadt Leipzig von der Situation in Deutschland, Sachsen und insbesondere natürlich Leipzig berichtet.

 

Und die Themen, die dort besprochen wurden, waren die anders, als wir sie bei einer ähnlichen Veranstaltung in Leipzig aufgerufen hätten?

Nicht wirklich, nein. In Thessaloniki hat sich eine Initiative aus den Akteuren selbst heraus gegründet, Creativity Forth, die ähnliche Ziele verfolgt wie unsere drei Branchenverbände hier in Sachsen. Ein Austausch wäre sicherlich für alle Seiten ein Gewinn.

 

Was war dein Eindruck — sieht man die Kreativwirtschaft in Griechenland als Chance, das bisher unterentwickelte Unternehmertum auszubauen?

Ich kenne die griechischen Verhältnisse zu wenig, um zu sagen wie das Unternehmertum bislang entwickelt wurde. Mit Blick auf das was ich von Akteuren der Kreativwirtschaft in Thessaloniki mitbekommen habe, würde ich sagen, es gibt die gleichen Probleme wie bei uns in Deutschland. Das fängt dabei an immer und immer wieder nach allen Seiten zu vermitteln, was Kreativwirtschaft ist, welche Chancen und Möglichkeiten die Branche bietet, welche Probleme auf diesem Weg gelöst werden müssen…

 

Claudius Nießen ist Geschäftsführer des Deutschen Literaturinstitutes Leipzig. Unter dem Label ClaraPark entwickelt er Literaturveranstaltungen und berät öffentliche Einrichtungen, Stiftungen und Unternehmen in Fragen der Kunst– und Kulturförderung. Claudius Nießen ist seit 2010 Mitglied im Branchenverband Kreatives Leipzig.

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Gemeinsames Positionspapier der sächsischen Branchenverbände der Kreativwirtschaft zur Programmierung der Europäischen Strukturfonds für Sachsen in der Förderperiode 2014–2020 http://www.kreatives-leipzig.de/allgemein/gemeinsames-positionspapier-der-sachsischen-branchenverbande-der-kreativwirtschaft-zur-programmierung-der-europaischen-strukturfonds-fur-sachsen-in-der-forderperiode-2014-2020.html?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=gemeinsames-positionspapier-der-sachsischen-branchenverbande-der-kreativwirtschaft-zur-programmierung-der-europaischen-strukturfonds-fur-sachsen-in-der-forderperiode-2014-2020 http://www.kreatives-leipzig.de/allgemein/gemeinsames-positionspapier-der-sachsischen-branchenverbande-der-kreativwirtschaft-zur-programmierung-der-europaischen-strukturfonds-fur-sachsen-in-der-forderperiode-2014-2020.html#comments Wed, 12 Jun 2013 14:30:23 +0000 admin http://www.kreatives-leipzig.de/?p=6640 Unter Anderem im Kulturwirtschaftsbericht des Freistaates Sachsen und in Stellungnahmen der Landesregierung (vgl. Drucksache 5/8771) wird die volkswirtschaftliche Bedeutung der Kreativwirtschaft auch in Sachsen auf Landesebene herausgestellt. Dabei stehen hier aktuell insbesondere die  enorm hohe Innovationsbereitschaft und Bedeutung für den Arbeitsmarkt im Fokus der politischen Betrachtung. Nachweislich übt die Kreativwirtschaft in wachsendem Maße daneben jedoch nicht zuletzt die Funktion eines potenten Innovationstreibers für die Gesamtwirtschaft aus.

Wir fordern die Sächsische Staatsregierung auf, in der anstehenden Programmierung der Europäischen Strukturfonds für Sachsen (Förderperiode 2014–2020) eine gezielte Förderung der Nachfrage nach kreativwirtschaftlichen Leistungen vorzusehen, um damit sowohl die Entfaltungskraft der sächsischen Kreativwirtschaft, als auch die Innovations– und Zukunftsfähigkeit der sächsischen Gesamtwirtschaft nachhaltig zu unterstützen.

 

Hintergrund

Die vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) in Auftrag gegebene Studie »Die Kultur– und Kreativwirtschaft in der gesamtwirtschaftlichen Wertschöpfungskette« (Prognos AG / Fraunhofer Institut für System– und Innovationsforschung, 12/2012) erörtert Elemente und Besonderheiten der Kultur– und Kreativwirtschaft (KKW) insbesondere im Hinblick auf ihre Effekte für die Gesamtwirtschaft. Die Studie stellt in ihren Ergebnissen heraus, dass

  • die KKW von offenen Innovationsprozessen und kurzen Innovationszyklen geprägt ist, wobei über 86 Prozent der Befragten Unternehmen in den letzten drei Jahren Marktneuheiten entwickelt haben,
  • den Akteuren der KKW als (Ver-)Mittlern zwischen Branchen, zwischen Nutzern und Produzenten, wie auch zwischen Technologien und Arbeitsmethoden eine außerordentliche Funktion zukommt,
  • die KKW einen wesentlichen Beitrag zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit einer Gesamtwirtschaft leistet, indem sie Unternehmen in der Anfangsphase von Innovationsprozessen unterstützt und damit zur Ideenfindung und Konzeption neuer Produkte beiträgt, und
  • insbesondere durch die Teilmärkte Werbung, Design und Film die Konkurrenzfähigkeit von Produkten und Dienstleistungen der Gesamtwirtschaft massiv unterstützt wird.

 

Im Ergebnis hält die Studie fest, dass Produktionsprozesse wie Arbeitsergebnisse der KKW die Wettbewerbsfähigkeit von Regionen nachhaltig fördern (vgl. BMWi-Studie, 2012, S. 3–5)

Bekannt ist, dass die KKW klassischen Industrieunternehmen und Produzenten wertvolle Arbeitsgrundlagen insbesondere auf dem Gebiet der Wissensgenerierung, –prozessierung und –kommerzialisierung zur Verfügung stellt (Schumpeter, Theorie der wirtschaftlichen Entwicklung, 1997, i.V.m. BMWi-Studie, Endbericht, 2012, S. 17) und jene zugrundeliegenden Mechanismen im Zuge der strukturell-ökonomischen Gesamtentwicklung absehbar weiter an Relevanz gewinnen werden. Eine Förderung der KKW ist demnach insbesondere im Zusammenhang mit der Findung, Entwicklung und Vermarktung von Innovationen sinnvoll, will man die Gesamtwirtschaft einer Region stärken. Im Rahmen der gegenwärtigen Förderstrukturen wird eine entsprechende Unterstützung der Gesamtwirtschaft jedoch nur unzureichend bedient. Daher fordern wir zu einer Anpassung der gegebenen sächsischen Förderprogramme auf.

Beispiele anderer europäischer Regionen zeigen, dass die Innovationsfähigkeit der gewerblichen Wirtschaft durch die Integration kreativwirtschaftlicher Dienstleistungen nachhaltig gestärkt wird. Als Beispiel mit Vorbildwirkung betrachten wir in diesem Zusammenhang unter anderem folgende realisierte Programme:

  • Im Rahmen der Einzelbetrieblichen Förderung wurde in Manchester (UK) die Verankerung von Creative Credits erfolgreich erprobt. Hier wurden klassische KMU unterstützt, die in Kooperation mit Unternehmen der KKW getreten sind. Die Wahrscheinlichkeit, dass die geförderten Unternehmen neue Produkte oder Dienstleistungen auf den Markt gebracht haben, lag um 25% über jener in vergleichbaren Unternehmungen. Ähnlich gelagert werden aktuell in Sachsen-Anhalt im Rahmen des Wettbewerbs BESTFORM 2013 Partnerschaften zwischen Industrie und Kreativwirtschaft gezielt unterstützt.
  • Ein ähnliches Konzept existiert in Berlin: Hier werden anhand des Programms Design-Transfer-Bonus KMU gezielt animiert, in der Produktentwicklung mit professionellen Designern zusammenzuarbeiten. Dadurch können neue Wertschöpfungszusammenhänge hergestellt und ausgebaut werden.

 

Aufforderung an die Sächsische Staatsregierung

Die sächsischen Branchenverbände für Kreativwirtschaft fordern die Sächsische Staatsregierung auf, in der anstehenden Programmierung der Europäischen Strukturfonds für Sachsen (Förderperiode 2014–2020) insbesondere die Förderung der Nachfrage nach kreativwirtschaftlichen Leistungen vorzusehen.

Für den Wirtschaftsraum Sachsen und die Wettbewerbsfähigkeit der ansässigen Unternehmen ist eine nachhaltige Strategie zur Stärkung der Innovationsfähigkeit unerlässlich. Wir möchten dazu anregen, nachfolgende Ansätze in der Strukturförderung zu verankern, indem die als Grundlage aufgeführten, bestehenden Programme entsprechend hier ausgeführter Stoßrichtungen angepasst werden. Dabei sollten die Programme in jedem Fall dergestalt flexibilisiert werden, dass wirtschaftlich tätige Akteure der Kreativwirtschaft unabhängig von ihrer Rechtsform profitieren.

Maßnahmenfeld 1: Markteinführung innovativer Produkte und Produktdesign / Innovationsförderung

Das aktuell bestehende Programm im Rahmen der Mittelstandsrichtlinie kann bereits als weitgehend vorbildlich gelten, da es den Bezug und damit die Nachfrage nach kreativwirtschaftlichen Leistungen in Prozessen der Produktentwicklung und Marketing fördert. Allerdings wird die Umsetzung von Marketingkonzeptionen aktuell nur dann gefördert, wenn sie in Eigenleistung und nicht durch ein beauftragtes Unternehmen realisiert wird. Diese Einschränkung ist hinsichtlich des Ziels einer Stärkung der sächsischen Kreativwirtschaft nicht sinnvoll und muss in der neuen Förderperiode modifiziert werden. Damit das Programm seine volle Wirkung entfalten kann, müssen sowohl mögliche Fördermittelempfänger als auch indirekt Begünstigte (d. h. Subauftragnehmer aus der Kreativwirtschaft) zudem besser mit den Möglichkeiten vertraut gemacht werden. Gern leisten die Branchenverbände hier in Zusammenarbeit mit der Sächsischen Aufbaubank (SAB) einen entsprechenden Beitrag.

Maßnahmenfeld 2: Innovationsassistenz

Das Programm zur Förderung der Beschäftigung von Innovationsassistenten/-innen und von hochqualifiziertem Personal kann mit seiner derzeitigen Ausrichtung von den Unternehmen der Kultur– und Kreativwirtschaft nur unzureichend in Anspruch genommen werden, da dem eingenommenen Technologie-Fokus in der Regel allüberwiegend nur Software-Unternehmen gerecht werden.

Die beabsichtigte Initiierung und Etablierung von Innovationsprozessen in KMU zur Stärkung der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit wird hier an die einseitige, unzeitgemäße Interpretation des Innovationsbegriffs gekoppelt, da die Bearbeitung technologieorientierter Projekte Fördervoraussetzung ist. Dabei wird vernachlässigt, dass die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen zunehmend auch durch die Entwicklung und Umsetzung innovativer Prozesse und Methoden gesteigert wird. Hier sollte dringend eine erweiterte Definition des Innovationsbegriffes integriert werden, wie sie der Freistaat beispielsweise für den Sächsischen Innovationspreis verwendet.

Das Programm unterstützt daneben auch die Beschäftigung von Designern und Marketingspezialisten mit Universitätsabschluss – jedoch nur, wenn diese zuvor geforscht haben und wenigstens fünf Jahre einschlägige Berufserfahrung nachweisen können. Hier sollte zwingend darüber nachgedacht werden, das Programm für die Einstellung von Absolventen im Bereich Design und Marketing zu öffnen – sind es doch gerade die eingesessenen sächsischen KMU, die (über alle Branchen hinweg) Defizite im Herausstellen der eigenen Leistungsfähigkeit aufweisen. Spezifisch Marketing-Verantwortliche oder gar –abteilungen trifft man auch bei innovationsfreudigen kleinen und mittleren Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft in Sachsen nach wie vor zu selten an. Hier bleiben wertvolle Chancen zur Erhöhung der (überregionalen) Bekanntheit und Marktdurchdringung und damit zur Verbesserung der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit ungenutzt.

Maßnahmenfeld 3: Messe, Außenwirtschaft – Erhaltung und Erschließung neuer Märkte

Die Teilnahme an Messen im Rahmen des Programms zur Förderung der Messe/Außenwirtschaft beinhaltet im Bereich der KKW auch die Darbietung performativer Elemente (Tänzer, Musiker, etc.). In diesem Sinne sind oftmals Kooperationen mit anderen Gewerken und Branchen üblich. Die Teilnahme an wissenschaftlichen Konferenzen und Produktpräsentationen setzt die Übernahme von Fahrtkosten voraus, die im Programm leider nur im Transport von Ausstellungsgütern Niederschlag finden. Der dritte Teil des Programms (Machbarkeitsstudien) setzt vermutlich einen bereits etablierten Heimatmarkt voraus. Die Rahmenbedingungen der Förderrichtlinie sollten an konkreten Beispielen besprochen werden, um den Akteuren der KKW die Potentiale und Chancen für eine Förderung  aufzuzeigen.

 

Das Positionspapier wurde von den drei Branchenverbänden gemeinsam erarbeitet und am heutigen Tag an Entscheidungstragende in der sächsischen Politik und Verwaltung übersandt.

 
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Flashmob am Hauptbahnhof? Eine Trailerproduktion als Beispiel für wirtschaftliche Kooperation zwischen Mitgliedern von Kreatives Leipzig http://www.kreatives-leipzig.de/allgemein/flashmob-am-hauptbahnhof-eine-trailerproduktion-als-beispiel-fur-wirtschaftliche-kooperation-zwischen-mitgliedern-von-kreatives-leipzig.html?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=flashmob-am-hauptbahnhof-eine-trailerproduktion-als-beispiel-fur-wirtschaftliche-kooperation-zwischen-mitgliedern-von-kreatives-leipzig http://www.kreatives-leipzig.de/allgemein/flashmob-am-hauptbahnhof-eine-trailerproduktion-als-beispiel-fur-wirtschaftliche-kooperation-zwischen-mitgliedern-von-kreatives-leipzig.html#comments Wed, 12 Jun 2013 05:14:59 +0000 Kreatives Leipzig e.V. http://www.kreatives-leipzig.de/?p=6659 Der Branchenverband Kreatives Leipzig e. V. existiert nun seit fast genau drei Jahren. Die Anzahl der Mitglieder steht kurz vor der Dreistelligkeit und wir können mit Fug und Recht behaupten, als Sprachrohr insbesondere der freiberuflich Tätigen und Kleinstunternehmen in Leipzig und Dresden wahrgenommen und akzeptiert zu werden. Neben der Arbeit als Interessensvertretung ist der Verein ein gutes Netzwerk, in dem sich in der Kreativwirtschaft Tätige kennenlernen und die Basis für gemeinsame Projekte schaffen können. Über solche möchten wir hier gern künftig stärker berichten.

Wer Anfang Juni den schlechten Nachrichten getrotzt hat und statt zum Sandsäckefüllen auch mal ins Kino (Passage-Kinos, LURU-Kino, Kinobar Prager Frühling) gegangen ist, hat dort vielleicht den Trailer für die TANZOFFENSIVE gesehen. Die TANZOFFENSIVE ist ein überregionales Tanzfestival, welches 2013 bereits zum 7. Mal vom LOFFT veranstaltet wurde. Dieses Jahr stand das Festival unter dem Motto „mixed-abled“, um im Umgang mit Menschen mit unterschiedlichen Fähigkeiten den inklusiven Gedanken im Tanz vorzustellen und zu leben. In Zusammenarbeit mit der mixed-abled Tanzkompagnie „Tanzlabor Leipzig“ und der Choreografin Julia Sparmann hat die Firma Kollaborat einen Kino-Trailer produziert, der die Thematik aufgreift: Die Tanzkompagnie begibt sich auf die Straße – der Tanz verschmilzt in der alltäglichen Situation mit dem Stadtleben. Sowohl das LOFFT als Auftraggeber der Filmproduktion als auch die ausführende Firma Kollaborat sind Mitglieder bei Kreatives Leipzig e. V. – mithin also ein schönes Beispiel für die wirtschaftliche Kooperation zwischen Mitgliedern des Netzwerkes.

Gedreht wurde der Film mit der mixed-abled Tanzgruppe vom Tanzlabor Leipzig und der Theaterpädagogin Julia Sparmann am kleinen Willy-Brand-Platz vorm Hauptbahnhof (siehe Bild). Das Storyboard lieferte die Designerin Michaela Anzer. „Eine typische Produktion war es nicht,“ erinnert sich Hendrik Möller (Kollaborat), „sondern vielmehr eine Mischung zwischen Performance im öffentlichen Raum und Filmdreh. Es war auch erstmalig, dass die Tanzgruppe unter freiem Himmel auftrat. Für Vorbeigehende wirkte es sicher wie ein Flashmob.“

Auch beim Schnitt ging das Team ungewöhnliche Wege: Zum erweiterten Kollaborat-Team gehört auch der Designer Chien-Tung Chen – sein Wohnsitz: Taipeh. Allein der Daten-Upload des Materials dauerte sage und schreibe drei Tage. Für ein Kleinstunternehmen ist ein ausgeprägtes internationales Netzwerk ungewöhnlich, bringt aber aufgrund der dadurch gegebenen Kompetenz im Bereich der visuellen Interkulturalität das entscheidende Alleinstellungsmerkmal für die Stötteritzer Agentur.

Auch wenn die Tanzoffensive mittlerweile vorbei ist, lohnt es sich, den knapp eine Minute langen Trailer mal anzuschauen.

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Einfacher an Investitionskapital? Bund bezuschusst privates Wagniskapital für Kreativwirtschaft http://www.kreatives-leipzig.de/allgemein/einfacher-an-investitionskapital-bund-bezuschusst-privates-wagniskapital-fur-kreativwirtschaft.html?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=einfacher-an-investitionskapital-bund-bezuschusst-privates-wagniskapital-fur-kreativwirtschaft http://www.kreatives-leipzig.de/allgemein/einfacher-an-investitionskapital-bund-bezuschusst-privates-wagniskapital-fur-kreativwirtschaft.html#comments Thu, 06 Jun 2013 13:47:49 +0000 Kreatives Leipzig e.V. http://www.kreatives-leipzig.de/?p=6637 Für Existenzgründungen gibt es vergleichsweise günstige Möglichkeiten, an einen Kredit für den Start des eigenen Unternehmens zu erhalten. Sind die ersten paar Jahre erst einmal überstanden und hat sich die Gründung erfolgreich am Markt positioniert, sind weitere Investitionen notwendig, um sich zu professionalisieren bzw. die Stärken so auszubauen, dass das Unternehmen dauerhaft rentabel arbeiten kann. Da dies immer noch mit einem Wagnis verbunden ist, sind Banken oftmals nicht zu einer Kreditvergabe bereit oder die Zinslast wäre erdrückend. Bislang mussten sich viele Unternehmen in dieser Phase mit einem Privatkredit selbst helfen oder versuchten die Finanzierungslücke mit einem Crowdfunding-Projekt zu schließen (wie aktuell detektor.fm für den Ausbau des Sendestudios).

Eine weitere Möglichkeit ist die Gewinnung privater Investoren. Hierzulande wurde dies bislang kaum genutzt, auch weil es kaum finanzstarke Privatpersonen gibt, die hierfür bereit wären. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie hat vor Kurzem ein Programm veröffentlicht, was helfen könnte, diese Lücke auch für kreativwirtschaftliche Unternehmen zu schließen. Wir haben uns die Programmrichtlinie einmal näher angeschaut.

Gefördert wird der Erwerb von Gesellschaftsanteilen durch Privatpersonen, die sich an innovativen Unternehmen mit Kapital beteiligen. Voraussetzung ist, dass das Unternehmen weniger als 50 Mitarbeitende hat und der Jahresumsatz unterhalb von 10 Millionen Euro liegt. Außerdem darf das Unternehmen nicht älter als 10 Jahre sein und es muss gewinnorientiert arbeiten. Die investierende Privatperson darf an dem Unternehmen bislang nicht beteiligt gewesen sein und auch keine familiären Beziehungen zu den übrigen Anteilsbesitzenden haben.

Weiterhin ist das Programm auf bestimmte Branchen beschränkt. Explizit weist das Bundesministerium die folgenden Branchen als mögliche Begünstigte aus: Verlagswesen, Filmwirtschaft, Rundfunk, Musikwirtschaft, IT-Dienstleistungen, Werbemarkt, Architektur sowie »kreative, künstlerische und unterhaltende Tätigkeiten« — mithin also alle Teilmärkte der Kreativwirtschaft.

Gefördert wird letztlich der Erwerb von Gesellschaftsanteilen durch die investierende Privatperson. Voraussetzung ist, dass die Beteiligung mit eigenem Geld erfolgt und vollumfänglich ist — mit allen Chancen und Risiken. Die Anteile müssen für mindestens drei Jahre gehalten werden, ohne dass dabei Vorkaufsrechte nach Ende der Mindesthaltefrist für die übrigen Gesellschafter oder Dritte eingeräumt werden dürfen. Erfolgt eine Unternehmensbeteiligung unter diesen Voraussetzungen, erhält die investierende Person 20 Prozent der Investition nachträglich als Zuschuss vom Bund. Vorher müssen beide Parteien ihre Anträge beim für die Abwicklung der Förderung zuständigen Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) einreichen und genehmigen lassen. Obergrenzen für die Förderung gibt es natürlich auch, aber diese dürften von keinem Unternehmen der Kreativwirtschaft zu knacken sein (maximal 50.000 Euro pro investierender Person und Jahr, maximal 200.000 Euro pro Unternehmen und Jahr). Allerdings gibt es auch eine Untergrenze für eine förderfähige Investition: Diese liegt aber »nur« bei 10.000 Euro und damit verhältnismäßig niedrig.

Unser Fazit: Die Unternehmen der Kreativwirtschaft sind bei diesem Förderprogramm explizit als mögliche Begünstigte genannt. Wer bereits mit dem Gedanken gespielt hat, mittels Risikokapital sich dringend benötigte Finanzmittel ins Unternehmen zu holen, kann Dank des Programms mit attraktiveren Konditionen mögliche Geldgebende locken. Aber: Der Schritt, sich Außenstehende als Anteilseigner ins eigene Unternehmen zu holen, muss gut überlegt werden und ist sicher nicht für alle ein gehbarer Weg.

 

PS: Falls jemand bereits auf dem Gebiet Erfahrungen gemacht hat, würden wir uns sehr freuen, diese in den Kommentaren mit anderen zu teilen (oder uns eine Nachricht zu senden.

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Es netzwerkt, was vernetzt gehört – Kreatives Leipzig baut Kooperationen mit Branchenverbänden bundesweit aus http://www.kreatives-leipzig.de/allgemein/es-netzwerkt-was-vernetzt-gehort-kreatives-leipzig-baut-kooperationen-mit-branchenverbanden-bundesweit-aus.html?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=es-netzwerkt-was-vernetzt-gehort-kreatives-leipzig-baut-kooperationen-mit-branchenverbanden-bundesweit-aus http://www.kreatives-leipzig.de/allgemein/es-netzwerkt-was-vernetzt-gehort-kreatives-leipzig-baut-kooperationen-mit-branchenverbanden-bundesweit-aus.html#comments Fri, 24 May 2013 09:07:35 +0000 Kreatives Leipzig e.V. http://www.kreatives-leipzig.de/?p=6622 Der Leipziger Branchenverband der lokalen Kreativwirtschaft gründete sich im Juni 2010. Damit gehört Kreatives Leipzig e. V. zu den ältesten vergleichbaren Strukturen in Deutschland – insbesondere was die Gründung durch die Akteure selbst betrifft („bottom-up“). Ähnliche Netzwerke von schöpferisch tätigen Kleinstunternehmen sind mittlerweile in vielen Städten Deutschland zu finden. Was uns besonders freut: Sachsen ist das einzige Bundesland, in dem es mittlerweile mit Kreatives Chemnitz e. V., Wir Gestalten Dresden e. V. und Kreatives Leipzig e. V. in allen Großstädten institutionalisierte Akteursnetzwerke gibt.

Dies eröffnet sowohl auf landes– als auch als bundesweiter Ebene neue Möglichkeiten, die Rahmenbedingungen für kreatives Arbeiten mitzugestalten und im Sinne der von den Branchenverbänden vertretenen Akteure zu verbessern. Auf Einladung des Kompetenzzentrums Kultur– und Kreativwirtschaft des Bundes fand bereits Ende letzten Jahres ein erstes Arbeitstreffen mit Vertretern aus Hamburg, Berlin, Nürnberg, Trier und vielen weiteren Netzwerken statt. Gemeinsam mit Die Kreativen Trier haben wir eine Internetplattform Kreative Deutschland ins Leben gerufen, um die Vernetzung auch vorzeigbar zu machen. Regelmäßig finden inzwischen Videokonferenzen der Netzwerke statt. In einer Facebook-Gruppe tauschen sich die bereits etablierten Netzwerke mit Akteuren in anderen Städten aus, wo sich ähnliche Strukturen gerade etablieren.

Eine erste gemeinsame Initiative der unter der Marke „Kreative Deutschland“ zusammengeschlossenen Netzwerke wird ein gemeinsamer Fragekatalog für die im September 2013 zur Bundestagswahl antretenden Parteien sein. In „Wahlprüfsteinen“ möchten wir deren Positionen zu Problemlagen wie ein zeitgemäßes Schutzrechtesystem, die Altersvorsorge für JungunternehmerInnen oder die Zukunft des Kompetenzzentrums Kultur– und Kreativwirtschaft des Bundes abfragen – und so nicht nur eine Orientierung für das Kreuzchen in der Wahlkabine geben sondern auch die Basis (eine Messlatte) für die Zusammenarbeit mit den Parteien der zukünftigen Bundesregierung schaffen.

Innerhalb Sachsens ist die Zusammenarbeit bereits heute ein Stück weiter: Nach einem wiederum vom Kompetenzzentrum Kultur– und Kreativwirtschaft des Bundes koordinierten Gespräch mit VertreterInnen sächsischer Ministerien und der Sächsischen Aufbaubank (SAB) erarbeiten Kreatives Chemnitz, Wir Gestalten Dresden und Kreatives Leipzig aktuell ein gemeinsames Positionspapier zu den Förderschwerpunkten des Freistaates.

Und dies ist erst der Anfang. Fortsetzung folgt..

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Das ewige Raumproblem — Nachbetrachtung zum popoolär-Abend im Mai http://www.kreatives-leipzig.de/musik/das-ewige-raumproblem-nachbetrachtung-zum-popoolar-abend-im-mai.html?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=das-ewige-raumproblem-nachbetrachtung-zum-popoolar-abend-im-mai http://www.kreatives-leipzig.de/musik/das-ewige-raumproblem-nachbetrachtung-zum-popoolar-abend-im-mai.html#comments Tue, 21 May 2013 16:22:31 +0000 Kreatives Leipzig e.V. http://www.kreatives-leipzig.de/?p=6617 Ob Band oder Solokünstler, Elektrofrickler oder Hardrocker, Musikschaffende benötigen geeignete Arbeitsräume für ihre Projekte. Da die Lautstärkepegel höher als beim Zeichnen eines Logoentwurfs sind, gelten für Probe– bzw. Studioräume andere Anforderungen. In der Praxis sieht es dann so aus, dass aufgrund ihres baulichen und hygienischen Zustandes anders nicht vermietbare Räume in Gewerbebrachen an Musikschaffende vermietet werden — teilweise zu Quadratmeterpreisen, für die man anderswo Wohnraum mieten könnte. Hinzu kommt erschwerend, dass der Bedarf an geeigneten Räumen seit Jahren nicht mehr gedeckt werden kann.

Die Situation ist allen Akteuren bekannt, wurde in Studien und Artikeln aufgearbeitet, und war Anlass von Anträgen im Stadtrat (Link1, Link2). Trotzdem entstand bei Diskussionen im Facebook der Wunsch, das Thema beim popoolär-Abend am 13. Mai 2013 in den Fokus zu stellen. Das städtische Kulturamt ließ sich nicht zu einer Einschätzung der Situation bewegen bzw. machte Terminschwierigkeiten (Montag, 20 Uhr..) geltend, steuerte aber immerhin ein paar neue Informationen bei, in welchen Objekten aktuell bzw. demnächst Proberäume anmietbar sind. Außerdem fördert das Kulturamt seit diesem Jahr eine halbe Stelle bei der Bandcommunity Leipzig, um Räume für Musikschaffende zu koordinieren. Florian Friedrich hat sich mittlerweile eine gute Übersicht erarbeitet und steht allen Rauminteressierten gern mit Informationen zur Seite.

Die Bandcommunity, die seit 2010 das Bandhaus hinter dem Gelände der Baumwollspinnerei betreibt, stand dann auch im Fokus der Diskussion beim popoolär-Abend. Fast fünf Jahre dauerte es, bis ein geeignetes Objekt ausfindig gemacht und mit dem Eigentümer eine Vereinbarung zu Stande kam. Das Interesse an den Räumen ist nach wie vor sehr hoch, die Warteliste lang, in vielen Fällen teilen sich mehrere Bands auch einen Raum. Ein weiteres Bandhaus, ebenso in der Größenordnung von 40–50 Räumen und idealerweise in räumlicher Nähe, ist der große Wunsch der Bandcommunity. Zahlreiche Objekte wurden schon gesichtet, konnten aber wegen zu großer baulicher Mängel oder mangelnder Bereitschaft des Eigentümers nicht weiter verfolgt werden.

Viel diskutiert wurde auch die Frage, ob die Kommune in einer besonderer Verantwortung steht, Proberäume bereitzustellen. Der Idealfall wäre sicherlich, wenn ein Objekt mit städtischen Mitteln so saniert würde, dass es als Proberaumhaus betrieben werden kann. Aus eigener Kraft werden das weder die Bandcommunity noch andere Akteure bewerkstelligen können. Was es heißt, ein Objekt mit 50 Mietparteien zu bewirtschaften, darüber hinaus noch Veranstaltungen zu organisieren und jungen Musikschaffenden mit Rat und Tat zur Seite zu stehen, darin hat die Bandcommunity in den letzten drei Jahren reichlich Erfahrung gesammelt. Nur ein neues Objekt ist derzeit noch nicht in Sicht (wer aber einen Tipp hat, kann sich gern an die Bandcommunity wenden)..

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Innovationspreis 2013 – SMWA ermutigt Unternehmen der Kreativwirtschaft zur Bewerbung http://www.kreatives-leipzig.de/allgemein/innovationspreis-2013-smwa-ermutigt-unternehmen-der-kreativwirtschaft-zur-bewerbung.html?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=innovationspreis-2013-smwa-ermutigt-unternehmen-der-kreativwirtschaft-zur-bewerbung http://www.kreatives-leipzig.de/allgemein/innovationspreis-2013-smwa-ermutigt-unternehmen-der-kreativwirtschaft-zur-bewerbung.html#comments Mon, 06 May 2013 08:14:34 +0000 Kreatives Leipzig e.V. http://www.kreatives-leipzig.de/?p=6594 Das Sächsische Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr vergibt 2013 zum 17. Mal den Sächsischen Innovationspreis an mittelständige Unternehmen. Mit dem Preis sollen herausragende neue Produkte, Verfahren und Dienstleistungen mittelständiger Unternehmen aus Sachsen herausgestellt werden. Die Gewinner bekommen ein Gesamtpreisgeld von 50.000 Euro, eine Urkunde und eine entsprechende Auszeichnung. Zusätzlich gibt es zum zweiten Mal den mit weiteren 5.000 Euro dotierten Sonderpreis der ansässigen Handwerkskammern. Für den Erstplatzierten gibt es eine Siegerskulptur. Alle Preisträger erhalten zudem Vorrang bei der Öffentlichkeitsarbeit des Freistaates. Bis zum 17. Mai 2013 können sich alle Unternehmen mit Sitz in Sachsen bewerben, die weniger als 500 Mitarbeitende haben. Die Entscheidung fällt im Herbst 2013.

Auf Nachfrage von Kreatives Leipzig eV betonte die zuständige Referentin im Sächsischen Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr (SMWA), Frau Dr. Monika Meschede von Bülow, dass der Innovationspreis branchenoffen sei. Zwar gab es in der Vergangenheit eher Preisträger aus dem industriellen Bereich, was sicherlich auch damit zusammenhängt, dass sich kreative Unternehmen eher für den Sächsischen Staatspreis für Design interessieren. Unternehmen aus der Kreativwirtschaft ermutigt sie explizit zu einer Bewerbung.

Wirft man einen Blick auf die Definition des Innovationsbegriffs, der dem Wettbewerb zu Grunde liegt, stellt man fest, dass dieser sehr weit gefasst ist und somit auch ohne Not die meisten kreativwirtschaftlichen Innovationen umfasst: Nicht nur technologische Innovationen sondern auch neuartige Dienstleistungen, neue Prozesse und Organisationsinnovationen sollen ausgezeichnet werden – sogar innovative Geschäftsmodelle und Strukturinnovation werden hier gennant. Voraussetzung ist jedoch, dass die Innovation nicht nur auf dem Papier existiert sondern in den letzten drei Jahren im Unternehmen auch tatsächlich eingeführt wurde.

Nähere Informationen für Interessierte gibt es direkt beim SMWA unter Tel. 0351 564‑8421 oder per E-Mail (innovationspreis [at] sachsen [Punkt] de">). Viel Erfolg!

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Einladung & Call für Kreativunternehmen — Kreativ in Mitteldeutschland http://www.kreatives-leipzig.de/allgemein/einladung-call-fur-kreativunternehmen-kreativ-in-mitteldeutschland.html?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=einladung-call-fur-kreativunternehmen-kreativ-in-mitteldeutschland http://www.kreatives-leipzig.de/allgemein/einladung-call-fur-kreativunternehmen-kreativ-in-mitteldeutschland.html#comments Tue, 30 Apr 2013 07:51:46 +0000 Kreatives Leipzig e.V. http://www.kreatives-leipzig.de/?p=6533 Gemeinsam haben die Branchenverbände der Kreativwirtschaft aus den drei mitteldeutschen Bundesländern als Kooperationspartner für das Programm im Open Lab des Medientreffpunkt Mitteldeutschland an zwei Tagen ein Programm zur Kultur– und Kreativwirtschaft gestaltet und laden gemeinsam dazu ein.

Eingeladen sind Kreativnetzwerke, Akteure und Unternehmen der Branche. Kostenfreie Akkreditierungen können bis Freitag, 3. Mai 2013, mit einer E-Mail an  beantragt werden.

Programmpunkte

Montag, 6.5.2013 in der Media City, Leipzig

13 Uhr bis 15.30 Uhr Panel “Kreativ in Mitteldeutschland”

17 Uhr bis 18.30 Uhr  WebMontag Leipzig @ MTM

Im Rahmen des Medientreffpunkts Mitteldeutschland stellen euch die Großen der Branche ihre aktuellen Mediendienste rund um Radio,TV und Internet vor. Und vielleicht schauen wir auch ein wenig in die Zukunft.

Dienstag, 7.5.2013 in der Media City, Leipzig

9.30 Uhr bis 17.30 Uhr OpenLab “Blattkritik”

Mitmachen und präsentieren!

Eure medialen Ideen und Produkte — Feedback vom Profi für Euch! Eure Produktidee im Fokus: Ihr erläutert einem professionellen Medienmacher eurer Wahl, kurz Nutzen, Hintergrund und Zukunftsfähigkeit eures Vorhabens. Im Anschluss erhaltet ihr fachgerechtes Feedback und es gibt Raum für ein konstruktives Gespräch.

Die Themen und Ansprechpartner des Medientreffpunkt Mitteldeutschland — ausgewählte Manager, Produzenten, Direktoren der großen Medienanstalten und –unternehmen aus dem gesamten Bundesgebiet — findet ihr hier und da. Jetzt schnell bei eurer lokalen Interessenvertretung bewerben! Leitet uns einfach Wünsche für Themen und Ansprechpartner eurer Wahl weiter.

 Kreatives Leipzig e. V.

Wir gestalten Dresden e. V.

Thüringer Agentur für Kreativwirtschaft

Kreativwirtschaft Sachsen-Anhalt e. V.

Unterstützt durch die Stadt Leipzig und den Medientreffpunkt Mitteldeutschland

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Nachbetrachtung zum popoolär-Abend zum Thema pay2play http://www.kreatives-leipzig.de/allgemein/nachbetrachtung-zum-popoolar-abend-zum-thema-pay2play.html?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=nachbetrachtung-zum-popoolar-abend-zum-thema-pay2play http://www.kreatives-leipzig.de/allgemein/nachbetrachtung-zum-popoolar-abend-zum-thema-pay2play.html#comments Tue, 09 Apr 2013 05:22:52 +0000 Kreatives Leipzig e.V. http://www.kreatives-leipzig.de/?p=6490 So stellt man sich die schöne heile Welt als Musikschaffender vor: Man spielt ein paar Stücke ein, veröffentlicht ein Album, verschafft sich zumindest lokal durch ein paar coole Konzerte eine Fanbase und dann wird schon mal ein Booker kommen, der einem Auftritte anbietet und dafür eine Gage locker macht. In der Realität ist dies leider die absolute Ausnahme. Unabhängig von ihrer Qualität haben alle wenig bekannten Acts große Mühe, die gewünschten und finanziell machbaren Gigs zu erhalten. Als Antwort auf eine Anfrage bei einem Club erhalten Musikschaffende statt einer möglichen Gage oftmals das Angebot, sich gegen Zahlung eines Betrages X in den Club einzumieten. Bezahlen um aufzutreten, ist das nicht pay2play? Und sollte es nicht genau andersherum sein?

Genau an dieser Frage entzündete sich in der Facebook-Gruppe, die aus dem sachsenweiten Projekt Flying Music Circus hervorging, eine so lebhafte Diskussion, dass es nahe lag, das Thema in den Mittelpunkt des popoolär-Abends am 25. März 2013 im Neuen Schauspiel Leipzig zu stellen. Mehr als 20 Booker, Musikschaffende und Veranstalter kamen schließlich anlässlich des popoolär-Abends zusammen, um ihre Positionen zu dieser Frage auszutauschen.

Zunächst zu den Begrifflichkeiten: »pay2play« bedeutet ursprünglich, dass Veranstalter gegen Zahlung eines Betrages X vor allem aufstrebenden Acts anbieten, vor einem entweder zahlenmäßig oder aufgrund seiner Zusammensetzung (Labelmanager, Musikverlage, Presse) attraktivem Publikum aufzutreten — bspw. im Vorprogramm eines bereits sehr erfolgreichen Artists. Von dieser Geschäftspraxis mag man halten, was man möchte, aber anscheinend gibt es dafür auch eine Nachfrage — und vielleicht lohnt es sich auch manchmal, wenn tatsächlich die richtigen Personen im Publikum sind. Entzündet hatte sich die Diskussion aber viel mehr daran, dass Clubs wie bspw. das 4rooms oder das Neue Schauspiel Leipzig ihre Räume auch zur Miete anbieten — die Rolle des Veranstalters also an die Mietenden abtreten. Wer nicht bei einer Agentur unter Vertrag ist und/oder einen Kümmerer an der Seite hat, ist dann auf einmal Künstler, Veranstalter, Promoter und Einlasser in Personalunion. Andererseits gehen dann auch alle Eintrittsgelder an die Mietenden, die Einnahmen aus dem Getränkeverkauf bleiben beim Vermieter.

»In der Szene  elektronischer Musik gab es eigentlich nie andere Deals«, wirft Frank Morgner, dessen Ulan Bator — Crew regelmäßig in wechselnden Clubs Jungle-Partys veranstaltet, ein. »Es gehört hier zum Selbstverständnis, dass man auch als Veranstalter auftritt, seine Leute bucht, aber auch andere Künstler einlädt.« Da es für Veranstaltungen mit elektronischer Musik fast nie öffentlicher Gelder gibt und Sponsoren auch nur kleine Beträge geben, eruiert er vor jeder Veranstaltung vorsichtig, wie viele Gäste potentiell bereit sein werden, mindestens 5 Euro Einlass zu bezahlen — oder wie viel Risiko die eigene Veranstaltung am Ende wert ist.

Eine Veranstaltung im Neuen Schauspiel Leipzig, fügt Uwe Brückner hinzu, verursacht schon vor dem ersten Zuschauer etwa 500 Euro an Kosten: Technik muss ausgeliehen werden, jemand muss sich am Mischpult um den Ton kümmern, die GEMA verlangt Gebühren, Personal muss anwesend sein, usw. Die eigene Miete und Nebenkosten des Clubbetreibers, die schließlich auch bezahlt werden müssen, sind hier noch nicht einmal mitgerechnet. Da nicht bei allen Acts die Sicherheit gegeben ist, dass sie genügend Zuschauer ziehen, um diese Ausgaben durch die Gewinnspanne im Getränkeverkauf auszugleichen, schrecken viele Veranstalter davor zurück, unbekanntere Acts auf die Bühne zu stellen, ihnen vielleicht sogar noch eine Gage zu versprechen. Hinzu kommt noch, dass nicht alle Clubbetreiber die Zeit und Kenntnis haben, die Zugkraft und Professionalität von Acts unterschiedlichster Genre zu beurteilen, ergänzt Tobias Quart vom 4rooms. Er bietet daher seinen Club auch zur Miete an, stellt dafür die notwendige Technik und sorgt für Sauberkeit und Ordnung. Aber auch andere Vereinbarungen sind möglich und werden ebenso häufig auch praktiziert,  betont er.

Markus Rennhack, dessen Band unloved schon viele Anfragen auswärtiger Bands erhielt, diese bei Gigs als Vorband zu unterstützen, missfällt dieses Modell aus verschiedenen Gründen. Einerseits sieht er Bands nicht als Veranstalter sondern als “Dienstleister”, die Dank ihrer Performance den Club füllen und dem Betreiber den gewinnträchtigen Getränkeumsatz bescheren. Er sieht die Veranstalter (die Clubs) in der Pflicht, auftretenden Acts eine mindestens kostendeckende Vergütung zu zahlen. Ob eine darüber hinaus gehende Gage gezahlt werde, könne durchaus auch am Erfolg eines Abends gemessen werden, bspw. in Form eines “door deals”.

Die anwesenden Clubbetreiber und freien Veranstalter verweisen darauf, dass sie Wege suchen und finden müssen, ihr betriebswirtschaftliches Risiko für Live-Veranstaltungen mit noch nicht so bekannten Artists zu minimieren — andernfalls drohen Verluste und damit das wirtschaftliche Aus. Anders als die finanziell besser ausgestatteten sozio-kulturellen Zentren muss zwischen den eigenen qualitativen Ansprüchen und dem finanziell Leistbarem immer wieder Kompromisse gemacht werden. Was sich auch in der Diskussion zeigt: Vor allem die freien Veranstalter waren schon immer gezwungen, ihre Entscheidungen unter betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten zu treffen. Viele Bands oder Solo-Projekte sind hingegen eher ein Hobby — und da sind viele bereit, für das Gefühl, vor einer größeren Menschenmenge spielen zu können, in die eigene Tasche zu greifen und draufzuzahlen. Wer vom Musikmachen leben möchte, hat hart zu kämpfen und muss manchen Kompromiss eingehen. Die Neu-Leipzigerin Susann Großmann schafft die Erwirtschaftung ihres Lebensunterhalts beispielsweise nur dadurch, dass sie nicht nur eigene Werke singt, sondern sich auch für Empfänge buchen lässt, wo sie Cover bekannter Songs vorträgt. Und wenn es in einem Monat mal gar nicht läuft, stellt sie sich zur Not in die Fußgängerzone, bis sie ihr Soll beisammen hat.

Einig sind sich am Abend immerhin alle, dass es wichtig ist, dass jeder in Leipzig auftretende Artist die Möglichkeit hat, zwischen verschiedenen Optionen zu wählen — ob sie selbst ins Risiko  (dann aber auch an einem guten Abend mit einem guten Überschuss nach Hause) gehen oder ob sie beispielsweise lieber im Noch Besser Leben auftreten möchten, wo die Gäste je nach Gefallen nichts oder einen kleinen Schein in den nach Konzertende rumgehenden Hut werfen. Gegen das Darben der Künstler bringt Frank Schumacher von der Band molllust noch ein Modell aus Frankreich ins Spiel: Im Rahmen der staatlichen Kulturförderung legt hier der Staat bei französisch-sprachigen Künstlern bei vielen öffentlichen Auftritten, vor allem im Ausland, noch eine kleine Gage oben drauf. In Deutschland wurden ähnliche Modelle zur Förderung der Vielfalt und Anzahl von Live-Auftritten auch schon von der GEMA angeregt, die zumindest auch die notwendigen finanziellen Ressourcen hätte, dies bei einer anderen Kosten– und Verteilungsstruktur auch umzusetzen. Weitere Empfehlungen zur Vertragsgestaltung zwischen Veranstaltern und Künstlern gibt es auch von der Fair Music Initiative.

Der nächste popoolär-Abend wird im Mai 2013 stattfinden.

Text: Frank Trepte

 

 

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»Rendezvous in Belgrad« — Leipziger Indie-Produzent bringt Film ins Kino http://www.kreatives-leipzig.de/allgemein/rendezvous-in-belgrad-leipziger-indie-produzent-bringt-film-ins-kino.html?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=rendezvous-in-belgrad-leipziger-indie-produzent-bringt-film-ins-kino http://www.kreatives-leipzig.de/allgemein/rendezvous-in-belgrad-leipziger-indie-produzent-bringt-film-ins-kino.html#comments Fri, 15 Mar 2013 09:44:02 +0000 Kreatives Leipzig e.V. http://www.kreatives-leipzig.de/?p=6471 Dass es Dank der Nähe zum MDR hierzulande eine ganze Anzahl von Medienunternehmen gibt, die im Bereich der Filmproduktion tätig sind, dürfte kein Geheimnis sein. Bekannt ist auch, dass in Leipzig hochqualitative Werbeclips oder Musikvideos entstehen — die Framebrothers, die Videogruppe und noch ein paar andere fallen da ein. Nicht zu vergessen ist beim Thema Film auch René Eckert, der sich mit außergewöhnlichen Dokumentationen über Snowboarder in Lesotho oder Surfer am Strand von Azerbaidschan einen Namen gemacht hat. Recherchiert man weiter, entdeckt man eine kleine aber feine Leipziger Filmszene. Mit Neue Mediopolis und rohfilm sind zwei Produktionsfirmen in Leipzig zu Hause, die internationale Koproduktionen machen. Neufilm produziert sogar selbst, und Departures Film — erst seit 2010 aktiv — hat für den Kurzfilm »Von Hunden und Pferden« sowohl den Deutschen Kurzfilmpreis als auch den Silbernen Studentenoskar gewonnen.

Nun zu »Rendezvous in Belgrad«: Am 11. April 2013 kommt der Film in die deutschen Kinos. Einer der Produzenten des Films ist der Leipziger Oliver Röpke — seit 2011 ist sein Unternehem Röpke Films Mitglied von Kreatives Leipzig e. V. Wie bei so vielen begann sein Weg  zum Film an der Hochschule für Film und Fernsehen „Konrad Wolf« Potsdam-Babelsberg, wo er als freier Mitarbeiter tätig war. Nach der Mitarbeit an einigen studentischen Kurzfilmprojekten verdiente er seine ersten Euro mit Werbefilmen u. a. für Ahoj Brause und Spee Waschmittel. Sein ersten Kurzfilme als Producer waren »Transport«, der während der Berlinale Premiere feierte, und »Tage aus Nacht«, der den FIRST STEPS Award gewann. Regisseur seines Erstlings als Koproduzent war der Ungar Török Ferenc mit dem Film Overnight. Etwa zur selben Zeit arbeitete er in »Hoppet« mit Peter Naess, der zuvor mit Elling bekannt wurde. Gemeinsam mit Matthias Tuchmann gründete er danach die TR9 Film GbR. Unter diesem Label entstand das in Cannes ausgezeichnete Drama »Bi, don’t be afraid« und der jetzt in die Kinos kommende Liebesfilm »Rendezvous in Belgrad« (Facebook Page), der auf dem wichten A-Festival in Karlovy Vary internationale Premiere feierte.

Unter dem Originaltitel »Practical Guide to Belgrade with Singing and Crying« lief der Film zunächst in den serbischen Kinos. Da es für Indie-Filme kaum etablierte Vertriebsstrukturen gibt, bzw. es sehr schwierig ist, in diese hineinzukommen, folgte dann die Ochsentour quer durch Europa zu den Filmfestivals von Novi Sad, Warschau, Pula, London (Raindance) und Karlovy Vary, um Verleihe auf den Film aufmerksam zu machen. Oliver Röpke ist glücklich, dass der Bonner Verleih Film Kino Text sein Werk jetzt in zunächst 13 deutsche Programmkinos bringt. Kleiner Wehmutstropfen: Ein Leipziger Kino ist beim Bundesstart nicht dabei. Oliver Röpke ist aber optimistisch, dass der Film etwas verzögert auch noch auf einer Leipziger Leinwand zu sehen sein wird.

Und worum geht es? »Vier Paare unterschiedlicher Nationalität finden sich in Belgrad und erfahren die kleinen Unmöglichkeiten der großen Liebe« heißt es in der offiziellen Filmbeschreibung. Der erste Teaser verhieß viele Knutschszenen an außergewöhnlichen Orten der serbischen Hauptstadt, der nun veröffentlichte Trailer enthüllt nun auch ein paar Elemente der Storyline. Oliver Röpke selbst beschreibt seinen Film so: »Regisseur Bojan Vuletić erzählt mit Hilfe dieser verschiedenen Liebesgeschichten von dem Wunsch der Bewohner der serbischen Hauptstadt nach einem normalen europäischen Leben nach den Kriegen in den 90ern.«

Seit »Rendezvous in Belgrad« hat Oliver Röpke inzwischen einen weiteren Film als Koproduzent verantwortet: »The Passion of Michelangelo« zeigt eine Geschichte der Hoffnung im Chile zu Zeiten der Pinochet-Diktatur, in der ein Junge die Jungfrau Maria erblickt und eine Aufmerksamkeit unter der Bevölkerung erregt, die nicht allen Recht sein kann.

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Piloten gesucht: Wettbewerb des Kompetenzzentrums Kultur– und Kreativwirtschaft des Bundes geht in die vierte Runde http://www.kreatives-leipzig.de/allgemein/piloten-gesucht-wettbewerb-des-kompetenzzentrums-kultur-und-kreativwirtschaft-des-bundes-geht-in-die-vierte-runde.html?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=piloten-gesucht-wettbewerb-des-kompetenzzentrums-kultur-und-kreativwirtschaft-des-bundes-geht-in-die-vierte-runde http://www.kreatives-leipzig.de/allgemein/piloten-gesucht-wettbewerb-des-kompetenzzentrums-kultur-und-kreativwirtschaft-des-bundes-geht-in-die-vierte-runde.html#comments Tue, 05 Mar 2013 07:27:28 +0000 Kreatives Leipzig e.V. http://www.kreatives-leipzig.de/?p=6457 Bereits zum vierten Mal möchte das Kompetenzzentrum Kultur– und Kreativwirtschaft des Bundes gemeinsam mit dem Bremer u-institut für unternehmerisches Denken und Handeln innovative Unternehmen auf dem Sprung zum Erfolg unterstützen. Wie in den Vorjahren sollen insgesamt 32 Unternehmen aus allen Branchen der Kreativwirtschaft für ein Jahr eine intensive Betreuung erfahren, um das eigene Marktpotential zu erkennen und die wirtschaftliche Ausrichtung zu optimieren. Der Wettbewerb ist dabei nicht nur für bereits etablierte Unternehmen offen — auch Einzelpersonen und Projektgruppen können sich bewerben. Voraussetzung ist ein unternehmerischer Ansatz. Bei der Auswahl geht es jedoch nicht nur um das beste wirtschaftliche Konzept sondern auch um Originalität und Charme.

In den vergangenen Jahren erhielten vier Leipziger Unternehmungen den Titel »Kreativpilot« und die dazugehörige Unterstützung in Form von Coachings, der Teilnahme an Workshops mit Gleichgesinnten und PR-Unterstützung, bspw. in Form eines Radioportraits in der Sendung »Machen statt quatschen« des Leipziger Internetradios detektor.fm. Die Radiomacher, die im letzten Jahr mit dem Deutschen Radiopreis ausgezeichnet wurden, waren vor drei Jahren selbst Kreativpiloten. Die weiteren Titelträger aus Leipzig waren die Produktdesigner diefabrik, das Hybrid Art Lab sowie der Aktionskünstler Julius Popp, der sein Projekt »bit.fall« letztes Jahr im  Olympischen Dorf in London präsentieren durfte. Auch wenn insgesamt bereits vier Titelträger aus Leipzig stammen, so ging in der 3. Wettbewerbsrunde kein Titel nach Leipzig.

Bewerbungen sind bis zum 31. März 2013 möglich. Dafür muss auf drei Seiten das eigene Konzept dargestellt und ein Lebenslauf beigefügt werden. Optional kann auch ein 30 Sekunden langer Video-Clip die Dinge erklären, die sich nicht so leicht in Sätze fassen lassen. Informieren kann man sich auch bei einer Informationsveranstaltung am 11. März 2013 ab 18 Uhr im Weltecho Chemnitz.

 

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Nachlese zur Stadtratssitzung vom 20. Februar 2013: Sicherung von Standorten für die Kreativwirtschaft beschlossen http://www.kreatives-leipzig.de/leipzig/nachlese-zur-stadtratssitzung-vom-20-februar-2013-sicherung-von-standorten-fur-die-kreativwirtschaft-beschlossen.html?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=nachlese-zur-stadtratssitzung-vom-20-februar-2013-sicherung-von-standorten-fur-die-kreativwirtschaft-beschlossen http://www.kreatives-leipzig.de/leipzig/nachlese-zur-stadtratssitzung-vom-20-februar-2013-sicherung-von-standorten-fur-die-kreativwirtschaft-beschlossen.html#comments Mon, 04 Mar 2013 11:39:00 +0000 Kreatives Leipzig e.V. http://www.kreatives-leipzig.de/?p=6454 Auch nach Ende des OBM-Wahlkampfes spielt das Thema Kreativwirtschaft in beinahe jeder Stadtratsitzung eine Rolle. Wie wir bereits im letzten Jahr berichteten, war der eklatante Mangel an Atelier– und Proberäumen von Musikschaffende der Anlass für die Anträge aus dem Stadtrat. Zuletzt waren hier an mehreren Standorten (bspw. Erich-Zeigner-Allee, Pittlerstraße) den Mietern gekündigt wurden, was die Situation verschärft hatte. Als Reaktion darauf erhöhte das Kulturamt der Stadt Leipzig die institutionelle Förderung für den Bund bildender Künstler Leipzig e. V. und die Bandcommunity Leipzig e. V., die beide bereits seit Jahren an dieser Stelle unterstützen. Allerdings haben beide mehr den Künstler als den Unternehmer im Fokus.

Die Stadtratsfraktion DIE LINKE beantragte daher die „Entwicklung eines ämterübergreifenden Strategieplans mit konkreten Förder– und Unterstützungsmaßnahmen zur langfristigen Erhaltung und Sicherung von Standorten der Clubkultur, der selbstorganisierten Kulturszene und der Kultur– und Kreativwirtschaft“ (Antrag V/A 342 / 2012). Dieser Teil des Antrags wird im Standpunkt der Verwaltung unter Verweis auf das Integrierte Stadtentwicklungskonzept und andere bereits laufende Prozesse abgelehnt und nicht mehr zur Abstimmung gestellt. Schade, denn in besagten Dokumenten wird zwar auf Kultureinrichtungen eingegangen, nicht aber auf die räumlichen Bedingungen, die kreativwirtschaftliche Unternehmen benötigen. Dass dies unterschiedliche Belange sind, ist im Rathaus leider noch nicht überall angekommen.

Im zweiten Teil des Antrags, der wiederum mit großer Mehrheit im Stadtrat bei der Sitzung am 20.02.2013 angenommen wurde, wird die Stadtverwaltung beauftragt, bis zum III. Quartal einen Prüfkatalog zu erarbeiten, „der der im Rahmen der Erstellung von B-Plan-Verfahren und beim Verkauf kommunaler Liegenschaften zur Anwendung kommt. Ziel des Prüfkatalogs ist, zukünftig die Interessen von potenziellen Investoren denen einer ausgewogenen Stadtentwicklung unter besonderer Berücksichtigung der Kultur-, Medien– und Kreativwirtschaft gleichrangig zu behandeln.“ Laut Skadi Jennicke (DIE LINKE) bedeutet dies, dass „kommunale Liegenschaften nur noch mit Rücksicht auf Kreative veräußert werden dürfen.“ Im Klartext dürfte dies bedeuten, dass beispielsweise eine ehemalige Fabrikanlage nicht an einen Investor verkauft werden kann, der dort Loft-Wohnungen bauen möchte, wenn ein Konzept auf dem Tisch liegt, in der gleichen Immobilien kreativwirtschaftliche Unternehmen anzusiedeln. Sobald der Prüfkatalog der Verwaltung vorliegt, wird man mehr wissen, was dies im Konkreten bedeuten kann. Fakt ist schon jetzt, dass die Wahrnehmung kreativwirtschaftlicher Unternehmen gestärkt wurde.

Zustimmung erfuhr auch ein Antrag der FDP-Fraktion unter dem Titel „Gläserne Stadtverwaltung“ (V/A 361/12), bei dem es um die Umsetzung der EU-rechtlich vorgegebenen Informationsfreiheit geht. Ziel müsse es sein, so heißt es im Antrag, „dass alle Informationen, deren Veröffentlichung nicht aufgrund Gesetz oder aufgrund von Rechten Dritter untersagt ist, in digital abrufbarer Form veröffentlicht werden“. Explizit verweist die FDP dabei auf das Projekt API.Leipzig, welches genau hierfür initiiert wurde. Ebenfalls bis zum Herbst ist nun die Verwaltung am Zuge, ein konkretes Konzept vorzulegen, wie dies umgesetzt werden kann. Andere Städte, wie zum Beispiel Rostock, die ihre Daten bereits jetzt auf dem Open Data — Portal des Bundes veröffentlichen, sind da gefühlt um Jahre voraus.

Ein weiteres Thema, welches uns auch schon beim  WebMontag im Oktober 2012 beschäftigte, ist ein freies WLAN-Netz für Leipzig. Ein entsprechender Antrag (VA 306/12) wurde in 2. Lesung behandelt. Obwohl das Anliegen fraktionsübergreifend unterstützt wird, gehen die Meinungen in Detailfragen doch recht weit auseinander, beispielsweise wenn’s um die Finanzierung geht. Genaueres hat der Lipsia-Blog zusammengetragen. Das Thema wird den Stadtrat noch vor der Sommerpause erneut beschäftigten.

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Junge Kreative holen Weltkongress nach Leipzig http://www.kreatives-leipzig.de/allgemein/junge-kreative-holen-weltkongress-nach-leipzig.html?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=junge-kreative-holen-weltkongress-nach-leipzig http://www.kreatives-leipzig.de/allgemein/junge-kreative-holen-weltkongress-nach-leipzig.html#comments Fri, 01 Mar 2013 08:22:05 +0000 Kreatives Leipzig e.V. http://www.kreatives-leipzig.de/?p=6447 Im letzten November reiste eine Leipziger Delegation nach Taiwan, um dort kräftig die Werbetrommel für die Stadt an der Pleiße zu schlagen. Mit Erfolg: Ende 2014 wird die Weltkonferenz der Wirtschaftsjunioren (weltweit organisiert als Junior Chamber International – JCI) in Leipzig stattfinden (seit 1981 in West-Berlin zum zweiten Mal überhaupt in Deutschland). Etwa 5.000 junge UnternehmerInnen werden in Leipzig zu Erfahrungsaustausch und Networking erwartet.

Tonangebend bei den Leipziger Wirtschaftsjunioren sind derzeit die  Kreativen: Sándor Mohácsi, Geschäftsführer der Leipziger Medienproduktionsfirma commlab GmbH, ist derzeit sogar Bundesvorsitzender der Wirtschaftsjunioren. In dieser Funktion vertritt er ca. 10.000 junge UnternehmerInnen und Führungskräfte. Trotz der Größe ist der Wirtschaftsverband nicht hierarchisch organisiert, sagt Sándor Mohácsi, vielmehr geht die Initiative von mehr als 200 Kreisverbänden aus. Sprecher des Leipziger Verbands mit knapp 100 Mitgliedern ist aktuell Matti Kawecki, Geschäftsführer der AppSourcing GmbH. Pressesprecher ist Thomas Kleinwächter, Büroleiter der Frank Schröder Agentur für Kommunikation, einer Werbe– und Eventagentur. Das internationale Ressort des Leipziger Kreisverbandes leitet wiederum Sandra Strauß, Produzentin und Studioleiterin der Agentur Glücklicher Montag. Sie und Sándor Mohácsi gehörten auch zu der Delegation, die im letzten November in Taipeh erfolgreich für Leipzig als Austragungsort des übernächsten Weltkongresses warben.

Neben der Vertretung der Interessen von JungunternehmerInnen führt der Verband auch eigene Projekte durch. So gehen die ehrenamtlichen Wirtschaftsjunioren beispielsweise in Schulen, um dort die Wirtschaftskompetenz der SchülerInnen zu verbessern (»Jugend stärken«). Unter anderem erklären sie dort den Unterschied zwischen Umsatz und Gewinn, zwischen brutto und netto. Außerdem engagieren sich die Junioren als verantwortliche UnternehmerInnen im Bereich Ausbildung und Fachkräftesicherung.

Und der Weltkongress? Natürlich bringen 5.000 Teilnehmende viel Geld nach Leipzig, vor allem das Gastrogewerbe wird hiervon profitieren. Für die Leipziger Wirtschaftsjunioren sind die internationalen Kontakte am wertvollsten. Darüber hinaus freuen sie sich natürlich, einen wichtigen Beitrag zur Stärkung des Wirtschaftsstandortes Leipzig und zur Herausstellung Innovationskraft der jungen Unternehmen zu leisten. Toll ist natürlich auch, so Sandra Strauß, dass nicht nur in Leipzig sondern auch international überdurchschnittlich viele junge KreativunternehmerInnen an den Veranstaltungen teilnehmen, die auch auf der ›gleichen Wellenlänge‹ sind. So eine große Anzahl interessanter Menschen in Leipzig versammeln zu können, sei schon etwas ganz Besonderes.

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Herzlichen Glückwunsch und ein paar Wünsche in eigener Sache – Offener Brief des Vorstands an OBM Burkhard Jung http://www.kreatives-leipzig.de/allgemein/herzlichen-gluckwunsch-und-ein-paar-wunsche-in-eigener-sache-offener-brief-des-vorstands-an-obm-burkhard-jung.html?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=herzlichen-gluckwunsch-und-ein-paar-wunsche-in-eigener-sache-offener-brief-des-vorstands-an-obm-burkhard-jung http://www.kreatives-leipzig.de/allgemein/herzlichen-gluckwunsch-und-ein-paar-wunsche-in-eigener-sache-offener-brief-des-vorstands-an-obm-burkhard-jung.html#comments Wed, 27 Feb 2013 06:52:30 +0000 Kreatives Leipzig e.V. http://www.kreatives-leipzig.de/?p=6433 Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Jung,

zu Ihrer Wiederwahl als Oberbürgermeister der Stadt Leipzig möchten wir Ihnen recht herzlich gratulieren. Wir freuen uns auf sieben weitere Jahre gute Zusammenarbeit mit Ihnen und der von Ihnen geführten Verwaltung.

Im Wahlkampf hatten wir Ihnen und den weiteren Kandidierenden fünf Fragen gestellt und Sie um eine schriftliche Antwort gebeten. Dankenswerter Weise haben Sie den Ball aufgenommen und uns Ihre Wahlprüfsteine gesandt. Dabei haben Sie unseren Wirtschaftszweig – den der Fotografen, Grafikdesigner, Modemacher, Musiker, Software-Programmierer, Gestalter, u.s.w, also die so genannte Kreativwirtschaft – als eine der fünf zentralen Ihrer Wirtschaftspolitik bezeichnet. Eine Stellung, die uns ehrt – aber mit der Sie zugleich die Messlatte für Ihre zweite Amtsperiode höher gelegt haben.

In diesem Jahr, so schrieben Sie in Ihren Wahlprüfsteinen und sicherten es auch bei einer Podiumsdiskussion im Rahmen unserer letztjährigen FOKUS-Reihe zu, werden die personellen Kapazitäten im Amt für Wirtschaftsförderung zur Unterstützung der Kreativwirtschaft aufgestockt. Wir begrüßen dies ausdrücklich. Insbesondere fehlt es aktuell noch an geeigneten Plattformen und Strategien, echte Wertschöpfungsketten zwischen der “traditionellen“ Wirtschaft – also den vier anderen Clustern – und den Kreativschaffenden aufzubauen. Gemeinsam mit den Branchenverbänden aus den beiden anderen sächsischen Großstädten, Wir Gestalten Dresden und Kreatives Chemnitz, haben wir uns bereits beim Freistaat für Programme eingesetzt, die die Nachfrage nach Leistungen und Produkten der Kreativwirtschaft fördern. Auf lokaler Ebene kommt es weniger auf Fördergelder als auf Engagement und Partnerschaft an, um das Ziel zu realisieren. Wir würden uns freuen, wenn Ihre Verwaltung mit Hilfe der neu eingerichteten Stelle mit uns und weiteren Partnern eng mit uns an diesem Ziel zusammenarbeitet.

Gefreut hat uns auch Ihre Ankündigung, sich für den Erhalt der Freiräume einzusetzen, die Leipzig in den letzten Jahren zu einer kreativen Stadt gemacht haben. Dass es buchstäblich enger wird, lässt sich schon am sprunghaften Anstieg der Immobilienpreise ablesen. Wir möchten nicht, dass unsere Stadt das Schicksal von Prenzlauer Berg ereilt und sich heutige Kreativquartiere innerhalb kürzester Zeit in Viertel mit hochpreisigen Eigentumswohnungen verwandeln – Clubs, Galerien und andere Läden dafür schließen müssen. Eine engagierte Stadtverwaltung darf dem nicht tatenlos  zusehen sondern muss „Milieuschutz“ gewähren!

Auch wenn Sie uns Kreative während Ihres Wahlkampfes umwarben, wie es ja auch Ihre Gegenkandidaten taten, so werden Unternehmer der Kreativwirtschaft in manchen Ämtern Ihrer Verwaltung nicht als Steuerzahler und Arbeitsplatzgaranten sondern als Störenfriede angesehen – bzw. wie uns als Branchenverband selbst im letzten Jahr geschah, schlichtweg ignoriert. In Partnerschaft mit dem Amt für Wirtschaftsförderung und der Veranstaltungsstelle im Ordnungsamt versuchten wir über mehr als zwölf Monate, die gesetzlichen Rahmenbedingungen sowie die städtischen Prüfkriterien für die Genehmigung von Veranstaltungen bzw. der Zulassung als Veranstaltungsstätte in Form eines Wiki („Veranstalterfibel“) zusammenzutragen – doch die zuständigen Ämter verweigerten jede Kommunikation, nicht einmal Briefe mit Bitte um Unterstützung an die zuständigen Amtsleiter halfen.

Ein weiterer Bereich, in der die Stadt Leipzig mittlerweile riesigen Nachholbedarf hat, ist die Offenlegung von Daten, deren Erhebung vom Steuerzahlen finanziert wird. Wir wünschen uns, dass die Stadt Leipzig zügig Datensätze im Open Data — Portal des Bundesinnenministeriums veröffentlicht und sich hier wieder die Vorreiterrolle zurückerkämpft, die unsere Stadt vor etwa zwei Jahren mit dem Projekt „API.Leipzig“ einnehmen konnte. Welches wirtschaftliche Potential hier im Netzwerk der Verwaltung ungenutzt schlummert, lässt sich vor allem im angelsächsischen Raum eindrucksvoll studieren. Gerade die Kreativschaffenden könnten von einer Offenlegung profitieren – ebenso wie die Bürgerschaft dieser Stadt, wenn die Daten beispielsweise mit Hilfe von innovativen Smartphone-Apps für alle nutzbar gemacht werden. Dies wäre ein viel besseres Stadtmarketing als jede Kampagne!

Wir hoffen, dass Sie als Oberbürgermeister der nächsten sieben Jahre alles dafür tun werden, damit Leipzig weiterhin als kreative Stadt prosperiert. Gern sind wir dabei Ihre Partner.

Mit kreativen Grüßen

Kreatives Leipzig e. V. — Der Vorstand

 

Foto: Jörg Lange Die Bildermanufaktur (via burkhardjung.de)

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Eine weitere Website für Leipzigs Kreative – Amt für Wirtschaftsförderung bittet um Angebote http://www.kreatives-leipzig.de/allgemein/eine-weitere-website-fur-leipzigs-kreative-amt-fur-wirtschaftsforderung-bittet-um-angebote.html?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=eine-weitere-website-fur-leipzigs-kreative-amt-fur-wirtschaftsforderung-bittet-um-angebote http://www.kreatives-leipzig.de/allgemein/eine-weitere-website-fur-leipzigs-kreative-amt-fur-wirtschaftsforderung-bittet-um-angebote.html#comments Tue, 26 Feb 2013 07:20:55 +0000 Kreatives Leipzig e.V. http://www.kreatives-leipzig.de/?p=6421 Leipzigs Kreative dürfen sich auf eine neue Website freuen, die auf ihre Bedürfnisse zugeschnitten ist. Das klingt ja erst einmal ganz gut – nur worin besteht der Mehrwert zu den bestehenden Seiten der Stadtverwaltung oder auch www.kreatives-leipzig.de? Wir haben uns das inhaltliche Konzept der Stadtverwaltung mal näher angeschaut und zu manchen Punkten beim zuständigen Projektleiter für die Medien– und Kreativwirtschaft im Amt für Wirtschaftsförderung der Stadt Leipzig, Michael Körner, einmal nachgefragt.

Zuerst fragt man sich natürlich, wozu ein von der Stadt Leipzig betriebenes Internet-Portal überhaupt notwendig ist, wenn bereits eine Vielzahl von Informationen auf leipzig.de und auf dem Portal der Kreativen selbst zur Verfügung gestellt werden. Michael Körner dazu: “Das neue Portal soll eine Ergänzung zu den bestehenden Angeboten darstellen. Wir wollen durch Kooperationen auch Inhalte mit den Akteueren gemeinsam erstellen und aktuelle Themen diskutieren und von verschiedenen Seiten aus betrachten.“. Stimmt das auch? Gehen wir die geplanten Bereiche und Funktionen der geplanten Website einmal durch.

Auf der Startseite ist neben der Vorschau auf verschiedene andere Rubriken auch die Veröffentlichung von Neuigkeiten geplant. Hier plant die Stadtverwaltung, in der ihr gebotenen Objektivität zu veröffentlichen, was die Leipziger Kreativwelt interessieren könnte. Ein Angebot, für das man durchaus dankbar sein sollte. Wer unsere eigenen Blog regelmäßig besucht, wird erkannt haben, dass hier vor allem Interviews und redaktionelle Artikel erscheinen, oft mit einer subjektiven Einfärbung aus Sicht des Vereins. Hier dürften sich beide Angebote gut ergänzen – eine gegenseitige Verlinkung ist laut Michael Körner auch vorgesehen.

Kommen wir zum Kalender: Vor etwa zwei Jahren ist mit der API.Leipzig eine Schnittstelle geschaffen wurden, um Veranstaltungsangebote nicht nur auf der eigenen Website zu veröffentlichen, sondern mit allen angeschlossenen Akteuren zu teilen. Wer selbst eine Veranstaltung einspeisen möchte, kann dies schon heute hier tun. Auch auf kreatives-leipzig.de werden regelmäßig Fremdveranstaltungen veröffentlicht, die wir aus der Schnittstelle importieren. Gleiches ist nun auch seitens des Amtes für Wirtschaftsförderung angedacht, so dass künftig noch mehr relevante Veranstaltungen über die API.Leipzig ausgetauscht werden.

Der nächste Punkt betrifft die Einbindung des so genannten Medienhandbuchs der Stadt Leipzig. Wer auf unserer Website den Menüpunkt „Kreative“ ansteuert, erkennt das eine Visualisierung der Einträge auch hier bereits angedacht war. Das Problem war bislang, dass sich die Daten der Stadt Leipzig abgerufenen Daten nur mit einem hohen technischen Aufwand ansprechend darstellen lassen. Auch hier werden sich beide Seiten künftig gut ergänzen, denn im Laufe des Frühjahrs werden unter diesem Punkt die etwa 90 Mitglieder unseres Branchenverbands in Kurzportraits vorgestellt, nebst einem Beratungsangebot für Auftraggeber kreativer Leistungen. Hier ist unser Ziel, das eigene Netzwerk hervorzuheben – was bei einer deutlich größeren Zahl von Einträgen im Medienhandbuch kaum realisierbar wäre. Außerdem planen wir, hier die gängige Unterteilung der Kreativwirtschaft in elf Branchen hinter uns zu lassen und stattdessen Kategorien zu wählen, die näher an der Lebenswirklichkeit liegen – Fotografie wird hier beispielsweise eine eigene Kategorie bilden, statt im Kunst– oder Designmarkt versteckt zu sein. Wer dennoch bei uns nicht fündig wird, kann danach immer noch auf der städtischen Seite suchen.

Bis hierhin ergänzen sich beide Seiten also nahezu ideal. Geplant ist aber auch die Veröffentlichung von Informationen zu Ansprechpartnern, Bildungsangeboten, Wettbewerben, etc. – ein Bereich, für den viel Zeit notwendig ist, um ihn aktuell zu halten (weswegen man auf kreatives-leipzig.de hierzu auch nur wenig Informationen finden kann). Ob dies langfristig durch die Stadtverwaltung geleistet werden kann, muss bezweifelt werden. Viel sinnvoller aus unserer Sicht wäre hier die Einrichtung eines Wikis, welches anfangs mit den in der Stadtverwaltung gesammelten Daten gefüllt und danach auch von Dritten editiert werden kann. Damit hier auch individuelle Anbieter gelistet werden können, wäre Kreatives Leipzig e. V. bereit, diesen Teil der neuen Website zu verantworten. Auf den Vorschlag angesprochen, zeigte sich Michael Körner offen, verwies aber darauf, dass es nun an den Bietern liegt, diese Idee aufzugreifen.

In die Kategorie „Standortmarketing“ fallen die weiteren Bereiche der geplanten städtischen Website: Leipzigs Kreative werden um Statements „pro Leipzig“ gebeten, Imagefilme gezeigt und weiterführende Informationen als Download angeboten – Angebote, die auf kreatives-leipzig.de auch künftig nicht vorgesehen sind.

In der Summe wird die neue Website das bestehende Angebot also sehr gut ergänzen und Leipzigs Kreativen bessere Informationsmöglichkeiten bieten, als dies aktuell möglich ist. Bleibt zu hoffen, dass die Umsetzung entsprechend professionell laufen wird. À propos: Angebote können bis 5. März 2013 abgegeben werden. Die ausführlichen Ausschreibungsunterlagen können hier abgerufen werden. Wir werden natürlich am Ball bleiben und über das Projekt regelmäßig informieren.

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»Ich wollte mit der Fotografie nie ernsthaft Geld verdienen« — Interview mit Corwin von Kuhwede http://www.kreatives-leipzig.de/leipzig/ich-wollte-mit-der-fotografie-nie-ernsthaft-geld-verdienen-interview-mit-corwin-von-kuhwede.html?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=ich-wollte-mit-der-fotografie-nie-ernsthaft-geld-verdienen-interview-mit-corwin-von-kuhwede http://www.kreatives-leipzig.de/leipzig/ich-wollte-mit-der-fotografie-nie-ernsthaft-geld-verdienen-interview-mit-corwin-von-kuhwede.html#comments Mon, 25 Feb 2013 11:00:00 +0000 Kreatives Leipzig e.V. http://www.kreatives-leipzig.de/?p=6398 Moin Corwin, du bist nun seit fast zwei Jahren Mitglied bei Kreatives Leipzig eV und verantwortest seit einiger Zeit den beliebten FO.DO — FotoDonnerstag. Was treibt dein Engagement an?

Ich könnte sagen, ich habe den ganzen Tag nichts zu tun und möchte meine viele Zeit mit anderen teilen (schmunzelt) — aber eigentlich ist meine Motivation, dass ich es mag mich mit anderen Menschen auszutauschen und gemeinsame Projekte zu realisieren. Ich habe in den Jahren meiner beruflichen Laufbahn immer wieder die Erfahrung gemacht, dass gemeinschaftliche Aktivitäten den Einzelnen stärken und weiterbringen. Da gibt es neue Impulse, persönliche Weiterentwicklungen und interessante Sichtweisen von Außen. Es mag Kollegen geben, die lieber nur in ihrer eigenen Suppe rühren, für mich war das noch nie etwas. Ich habe mich schon immer gern mit Gleichgesinnten herum getrieben und mit anderen die Suppe gekocht und anschließend gegessen.

Für alle, die den FO.DO nicht kennen, sage doch mal kurz, wer sich wann, wo und wozu trifft?

Der FO.DO ist ein offener Treff für alle fotobegeisterten Freunde und Freundinnen, die sich gern in geselliger Runde über alle möglichen Themen der Fotografie austauschen. Dabei geht es bei uns nicht darum den ganzen Abend über technische Details zu fachsimpeln, eher ergeben sich die unterschiedlichsten Gespräche je nach Interessenlage der Teilnehmer. Es gibt auch verschiedene Themen, zu denen wir uns treffen, beispielsweise besuchen wir mal eine interessante Fotoausstellung, besprechen gegenseitig unsere Bilder, laden Menschen ein, die Vorträge zu bestimmten Themen halten, oder schauen uns eine Filmbiographie von anderen Fotografen an. Und das gepflegte Abendessen und Gläschen dazu fehlt natürlich nicht. Und wir freuen und stets über neue Gesichter.

..und für den Herbst plant die Gruppe ein größeres Event..

Wir planen gerade den 1. Leipziger Fotomarathon. Viele Städte, wie Berlin, organisieren solch ein Event teilweise schon seit 1998. Immer einmal im Jahr treffen sich Amateur– & Profifotografen und fotografieren in einem straff geplanten Zeitfenster Motive zu vorgegebenen Themen, die am Ende von einer Jury bewertet und in einer Ausstellung gezeigt werden. Mehr dazu findet man auf unserer Facebook-Seite oder auf unserer Website.

Vor wenigen Tagen hast du ein Crowdfunding-Projekt gestartet, um einen Bildband herauszubringen. Auf was für Bilder dürfen sich die Unterstützenden freuen?

Im Laufe der Jahre sind viele besondere Bilder vor einer ganz bestimmten Wand in meinem Atelier entstanden. Kurioser Weise kamen diese Bilder immer besonders gut an. Auch mein Jahreskalender freute sich im letzten Jahr über gute Absatzzahlen. Und das in Kombination, dass ich immer wieder gefragt werde, wann es wieder mal ein Bildband von mir gibt, veranlasste mich dazu, das Crowdfounding-Projekt ins Leben zu rufen, über das ich das Bildband im Eigenverlag finanzieren möchte. Zwischen 10 Euro und 1.000 Euro sind Unterstützungen via VisionBakery möglich. Ich bin echt gespannt, ob es genug Sympathisanten werden.

Du betreibst dein Atelier in der Nikolaistraße seit mittlerweile fünf Jahren und bist mittlerweile einer der bekanntesten Fotografen Leipzigs. Wann kam bei dir der Punkt, dass du dir sicher sein konntest, dass dein Konzept auch wirtschaftlich aufgeht und sich das Risiko der Selbständigkeit lohnt?

Diesen Punkt gab es nie, auch habe ich nie ein Konzept gehabt. Ich habe einfach das gemacht worauf ich Lust hatte und was mir Spaß machte. Ich wollte mit der Fotografie nie ernsthaft Geld verdienen, es hat sich einfach so ergeben. Und mittlerweile ist es so, dass es Zeiten gibt, in denen es gut läuft, und Zeiten, in denen eher weniger Aufträge sind. Und in ruhigen Zeiten kümmere ich mich dann vermehrt um meine freien Projekte und lebe etwas weniger verschwenderisch. Zu tun habe ich immer etwas, aber dass irgendein wirtschaftliches Konzept aufgeht, davon kann keine Rede sein. Ich bin in der Vergangenheit einfach intuitiv meinen Weg gegangen, lag auch oft daneben und bin falsch abgebogen — aber scheinbar waren es in der Gesamtheit die richtigen Entscheidungen. 

Du erfreust dich ja auch in den sozialen Netzen großer Beliebtheit.. Wie stark trägt diese »Online-Reputation« mittlerweile zu deinem Umsatz bei?

Die sozialen Netzwerke sind für mich nicht direkt mit dem Umsatz messbar. Nach wie vor kommen 80% meiner Kunden über Google, 10% »verfolgen« meine Arbeit schon seit langer Zeit und die restlichen 10% kommen über Empfehlung.

Das Interview führte Frank Trepte. Mehr über und Bilder von Corwin von Kuhwede gibt es auf seiner Website sowie im Facebook und bei Google+.

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Leipziger »Haus der Computerspiele« zog zwei Millionen Besucher an http://www.kreatives-leipzig.de/allgemein/leipziger-haus-der-computerspiele-zog-zwei-millionen-besucher-an.html?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=leipziger-haus-der-computerspiele-zog-zwei-millionen-besucher-an http://www.kreatives-leipzig.de/allgemein/leipziger-haus-der-computerspiele-zog-zwei-millionen-besucher-an.html#comments Tue, 22 Jan 2013 14:22:08 +0000 Kreatives Leipzig e.V. http://www.kreatives-leipzig.de/?p=6366 die Leipziger Privatsammlung „Haus der Computerspiele“ erreichte in den vergangenen fünf Jahren mehr als zwei Millionen Besucher – dank ihres Konzepts als Wanderausstellung auf zahlreichen Publikumsmessen, Festivals und Kongressen.

Damit ist sie nicht nur die meistgesehene Schau über Computerspiele in Europa, sondern auch eine der bekanntesten Sammlungen zur Technikgeschichte und zur digitalen Kultur in Deutschland.

Schwerpunkt sind eintausend Spielkonsolen und Heimcomputer aus vier Jahrzehnten; ergänzt durch viele tausend Spiele, Zeitschriften, Bücher und Zubehör. Für jede Schau werden Exponate passend zum Umfeld gewählt – mal in Vitrinen, mal spielbar, mal kombiniert. Auf diese Weise gerät die Sammlung auf einem Businesskongress genauso zu einem Magneten wie auf einem Familienfest.

Zu sehen war das „Haus der Computerspiele“ bisher auf rund dreißig Ausstellungen. Darunter auf der Games Convention, der Leipziger und Frankfurter Buchmesse, der Automesse AMI, auf dem Living Games Festival in Bochum, den Deutschen Gamestagen in Berlin und in mehreren Hochschulen und Museen.

Jährliche Höhepunkte sind die Lange Nacht der Computerspiele, die am 4. Mai 2013 gemeinsam mit der HTWK Leipzig bereits im siebenten Jahr ausgerichtet wird, und die beliebte Retroschau auf der Gamescom in Köln, der weltgrößten Messe für digitale Spiele.

Am 2. Februar 2013 ist die Sammlung erstmals beim Familien-Spiel-Fest „Leipzig spielt“ im Neuen Rathaus vertreten. Aufgebaut werden dort rund zwanzig klassische Spielsysteme wie der Commodore 64. Die Veranstaltungen demonstrieren die Geschichte des Videospiels als erstes rein digitales Unterhatungsmedium und Antriebskraft für die gesamte Computerindustrie. Sie sind Zeugnis der Entwicklung von Design, Handhabung und Technik. Und sie sind kreatives Zentrum für eine Vielzahl von Subkulturen. Die Kunstwerke mit Motiven von Spieleklassikern entwerfen. Die Musikstücke von damals neu mischen und in die Konzertsäle bringen. Und die noch immer Spiele für Heimcomputer und Spielkonsolen entwickeln, die seit Jahrzehnten nicht mehr im Handel sind.

Parallel zu den Veranstaltungen arbeitet das hinter dem Privatmuseum stehende Redaktionsbüro Die Schreibfabrik an einer virtuellen Schau im Internet. Ein erster Schritt wurde mit der Übernahme des langjährigen Online-Museums ClassicComputer.de vor wenigen Tagen vollzogen.

Langfristig ist eine Dauerausstellung in Leipzig geplant. Nicht nur als Museum, sondern – gleich dem „Haus des Buches“ – als ein tatsächliches „Haus der Computerspiele“ mit Vortragssaal, Ausstellungen, Konzerten und Arbeitsräumen.

Das Leipziger »Haus der Computerspiele« ist ein Projekt von René Meyer, Gründungsmitglied von Kreatives Leipzig e. V. Mehr zur Sammlung findet man hier in einer Präsentation.

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Und es gibt sie doch — Förderprogramme der SAB für Kreativschaffende http://www.kreatives-leipzig.de/allgemein/und-es-gibt-sie-doch-forderprogramme-der-sab-fur-kreativschaffende.html?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=und-es-gibt-sie-doch-forderprogramme-der-sab-fur-kreativschaffende http://www.kreatives-leipzig.de/allgemein/und-es-gibt-sie-doch-forderprogramme-der-sab-fur-kreativschaffende.html#comments Wed, 02 Jan 2013 10:57:30 +0000 Kreatives Leipzig e.V. http://www.kreatives-leipzig.de/?p=6347 Wenig bekannt, noch weniger genutzt, doch es gibt sie. Und sie sind nicht einmal verkehrt: Die Förderangebote der Sächsischen AufbauBank – Förderbank (SAB). Wir stellen drei Programme vor, die uns von der SAB für die Kreativwirtschaft freundlicherweise empfohlen wurden.

Nummer 1, auch in der Beliebtheit, ist das so genannte Einzelbetriebliche Förderverfahren, welches u. a. dazu genutzt werden kann, eine berufliche Weiterbildung zu finanzieren. Das Spektrum ist dabei sehr offen gefasst: Sowohl ein Social Media — Kurs als auch ein praktischer Lehrgang zum Umgang mit einer neuen Fotokamera können gefördert werden. Voraussetzung ist aber, dass die Weiterbildung die persönlichen beruflichen Chancen verbessert. Auch Selbständigen steht das Förderprogramm offen. Dabei ist sogar unerheblich, ob die Weiterbildung in Leipzig oder in New York City absolviert wird – die Kursgebühren erhält man nachträglich zu 80 Prozent zurückerstattet. Das Mindestfördervolumen beträgt 200 Euro. Vorher muss unbedingt beachtet werden, dass die Förderung rechtzeitig (mindestens 6 Wochen vor der Teilnahme an der Weiterbildungsmaßnahme) beantragt und für die Auswahl der Weiterbildung eine angemessene Marktrecherche durchgeführt und dokumentiert wird.

Für Existenzgründende ist ein Mikrodarlehen in Höhe von maximal 20.000 Euro eine interessante Möglichkeit, sich zügig die für die Aufnahme einer selbständigen Tätigkeit benötigten Geräte anzuschaffen. Das Darlehen vergibt die SAB direkt, ohne dass eine Absicherung des Kredits notwendig ist. Die notwendige persönliche Bonität sollte man aber haben, ebenso ein unternehmerisches Konzept, aus dem hervorgeht, dass mit Hilfe des Darlehens innerhalb von einem Jahr eine rentable selbständige Tätigkeit bzw. Unternehmen entstehen wird. Bescheinigt wird dies in einer fachkundigen Stellungnahme, bspw. eines Wirtschaftsberaters, bzw. sollte es aus der Rentabilitätsvorschau hervorgehen. Beantragt werden kann ein Mikrodarlehen auch noch nach Gründung der eigenen Existenz, spätestens aber im 5. Jahr. Sogar ein zweites Darlehen ist in dem Zeitraum möglich. Der Mikrokredit kann dafür genutzt werden, Investitionen zu tätigen, Personal zu entlohnen oder externe Dienstleister zu bezahlen. Nur für die eigenen Kosten darf man das Darlehen nicht verwenden – diese müssen erwirtschaftet werden. Der Zinssatz liegt aktuell bei 3,5 Prozent, auch Sondertilgungen sind ohne Aufschläge möglich. Mindestens 20 Prozent Eigenkapital für die Umsetzung des unternehmerischen Konzepts müssen allerdings auch bereitstehen.

Wenn’s etwas mehr sein muss, kann das Instrument Gründungs– und Wachstumsfinanzierung der SAB in Anspruch genommen werden. Hier liegt der Mindestantragssumme bei 25.000 Euro. Beantragt und abgewickelt wird der Kredit über die Hausbank – allerdings zu günstigeren Zinskonditionen als bei einem klassischen Kredit. Die Finanzmittel werden zwar durch die Hausbank ausgereicht, welche auch das Risiko trägt und entsprechende Sicherheiten verlangt, das Programm letztlich aber von der SAB und der bundeseigenen KfW-Bank finanziert.

Weitere interessante Programme könnten im Einzelfall auch die so genannte Mittelstandsrichtlinie und hier bspw. die Förderung von eBusiness-Projekten oder die Beteiligung an Messen im In– und Ausland. Nähere Informationen zu den SAB-Programmen erhält man in Leipzig übrigens auch persönlich – im Städtischen Kaufhaus. In vielen Fällen empfiehlt es sich aber, zuvor mit einem Gründungs– bzw. Unternehmensberater das Konzept durchzusprechen.

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Peter Seaton-Clark über seine weltweit aktive Leipziger Firma Offstimme — Teil 9 unserer Interview-Serie Leipzig INTERNATIONAL http://www.kreatives-leipzig.de/leipzig/peter-seaton-clark-uber-seine-weltweit-aktive-leipziger-firma-offstimme-teil-9-unserer-interview-serie-leipzig-international.html?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=peter-seaton-clark-uber-seine-weltweit-aktive-leipziger-firma-offstimme-teil-9-unserer-interview-serie-leipzig-international http://www.kreatives-leipzig.de/leipzig/peter-seaton-clark-uber-seine-weltweit-aktive-leipziger-firma-offstimme-teil-9-unserer-interview-serie-leipzig-international.html#comments Mon, 24 Dec 2012 05:49:29 +0000 Kreatives Leipzig e.V. http://www.kreatives-leipzig.de/?p=6343 Peter Seaton-Clark ist Gründer und Inhaber der Fa. Offstimme – der einzigen Synchronisationsfirma weit und breit, die sich auf nicht-deutsche Stimmen spezialisiert hat. Zum Abschluss der Interview-Reihe über die internationalen Kreativen Leipzig sprachen wir mit dem Engländer, dessen Stimme beinahe allen Leipzigern bekannt ist. Wieso steht im Text..

 

Peter, when growing up in Plymouth, UK, had you ever heard about our city?

Not really, although growing up in a major naval city in the 70s and 80s with an enormous military dockyard we were well aware of the GDR and other countries behind the iron curtain. Perhaps when the wall fell, Leipzig was mentioned, but in everybody’s mind Berlin seemed to be the focal point. It was a huge surprise to learn about the events of the peaceful revolution when I moved here.

You came here almost a decade ago. Why would you move to a place you knew only little about?

A colleague in Barcelona knew I was looking to move, and in particular where there was the possibility of paying off my student loans with some comfort. At the time the best places to make money as an English teacher was to move somewhere either dangerous or somewhere that people didn’t really want to go. When Leipzig was mentioned I imagined a cold, grey city full of concrete blocks. When I arrived here I was blown away by the beautiful architecture and how hot it was. It was that very hot summer of 2003.

I well remember that summer.. Now you are running your own business here, called Offstimme. If I understood it correctly, you are offering English synchronisation. Correct?

So, I founded my company Offstimme to provide non German voices to the Germany media industry. The idea was simple, once a film, advert or imagefilm had been made in German, we would come in and then do the audio in English, Spanish or French. In fact, we have grown rapidly and offer almost 50 languages with over 250 voice artists. Our clients are no longer German only, we have clients all over the world for example from the US, UK, Denmark, UAE, China and South Africa.

Amazing! But who are your customers?

Our clients are mostly media production companies and advertising agencies but the brands we have worked on include Bugatti, Bosch, Siemens, Audi, B. Braun, Max Planck Institut, Grundig, Dräger, Tschibo, BeYu cosmetics, BoConcept furniture, many apps for the iPhone, the German Hairdressing Awards and locally, Zoo Leipzig and LVB (the English announcements on the trams) to name but a few.

So many, if not most, of your customers are not based in Leipzig, some not even in Europe. Is it easy to manage all this from Leipzig?

Yes, very. We run most things through the internet, recordings can be done in the US and then sent to me via a file transfer website or by ftp if the voice artist uses one.

Well done! And when you put everything together, how would you evaluate Leipzig’s attractiveness for a business like Offstimme?

It’s great, I would say that it’s the quality of life here and the premium and affordable office spaces that really make it stand out. Then you have the infrastructure, the airport, trade fairs and culture. It covers all bases!


Das Interview führte Frank Trepte.

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Fünf Fragen zur OBM-Wahl 2013 (Teil 5/5) http://www.kreatives-leipzig.de/allgemein/funf-fragen-zur-obm-wahl-2013-teil-55.html?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=funf-fragen-zur-obm-wahl-2013-teil-55 http://www.kreatives-leipzig.de/allgemein/funf-fragen-zur-obm-wahl-2013-teil-55.html#comments Fri, 21 Dec 2012 08:01:59 +0000 Kreatives Leipzig e.V. http://www.kreatives-leipzig.de/?p=6312 Am 27. Januar 2013 fin­det in Leip­zig die Wahl des Ober­bür­ger­meis­ters statt. Wir haben den sechs Kan­di­die­ren­den vorab fünf Fra­gen gestellt, um zu erfah­ren, wie sie zur loka­len Krea­tiv­szene ste­hen und diese för­dern möchten.

Selbst das Wirtschaftsministerium Sachsens hat jüngst anerkannt, dass die Kreativszene unter anderem dank der Arbeit von Kreatives Leipzig e. V. mittlerweile gut vernetzt ist. Anders als in der Energie-, Gesundheits– oder Logistikwirtschaft geschah diese weitgehend ohne Mitwirkung der Stadt Leipzig, die anders als bei den genannten Wirtschaftszweigen auch nicht Mitglied im lokalen Branchenverband der Leipziger Kreativwirtschaft ist. Folge davon ist beispielsweise, dass die Netzwerkmanager für die Kreativwirtschaft allesamt ehrenamtlich arbeiten – was in anderen Branchen völlig undenkbar wäre.

Frage 5: Wie würden Sie als Oberbürgermeister die Zusammenarbeit mit den Vertretungen der Leipziger Kreativwirtschaft gestalten?

Felix Ekardt: Der Impuls zur Gründung des Kreativen Leipzig war absolut richtig. Inzwischen orientieren sich auch viele kleinere Städte am Beispiel von Leipzig und das ohne dass die Stadtverwaltung hier einen signifikanten Beitrag geleistet hätte. Es ist wichtig, die Vernetzung der Akteure weiter zu fördern. Die finanzielle Unterstützung der Bandcommunity für ihre Vernetzungsarbeit und für ihre Unterstützung der Musikszene ist ein guter Ansatz, der meines Erachtens auch auf Kreatives Leipzig und andere Zusammenschlüsse von Akteuren ausgedehnt werden muss. Das betrifft einerseits konkrete Projekte oder Veranstaltungen, die die Branche vorwärts bringen, andererseits aber auch die alltägliche Vernetzungsarbeit, die ohne eine Unterstützung auf die Dauer nur schwer ehrenamtlich zu leisten ist. Der Dialog zwischen Stadt und Kreativbranche, auch darüber, wer was leisten kann, muss deutlich ausgebaut werden. Wir brauchen starke Netzwerke. Denn nur starke Netzwerke sind in der Lage Forderungen gegenüber der Politik klar zu äußern und durchsetzen und können sich unter einander helfen. Die Weiterführung der Vernetzungsarbeit und der Austausch mit den Akteuren wird daher ein ganz wesentlicher Punkt meiner Strategie sein.

Dirk Fei­er­tag: Ich werde mich als Oberbürgermeister dafür einsetzten, dass die Stadt Mitglied im lokalen Branchenverband der Leipziger Kreativwirtschaft wird. Was in anderen Branchen üblich ist, sollte auch im Bereich der Kreativwirtschaft eingeführt werden. So hätte die Stadt einen direkten Draht zur Branche. Weil ich für mehr Transparenz und Bürgerbeteiligung eintrete, wird die Kooperation der Kreativszene nicht nur ermöglicht, sondern ausdrücklich erwünscht! Durch die Stärkung der Ortschaftsräte und der Strukturen in den Stadtteilen werden alle Bürger mehr Gehör finden und ihre Tatkraft und Ideen in die Gestaltung ihres Kiezes einbringen dürfen. Gerade in Stadteilen in denen viele Menschen in der Kreativwirtschaft arbeiten, bieten diese Instrumente die Möglichkeit, die Zusammenarbeit zwischen Stadt und Kreativwirtschaft zu intensivieren.

René Hobusch: Die Stadt hat die Kreativwirtschaft als einen der zu fördernden Cluster erkannt. Daher ist es nötig, auch mit den Vertretern dieser Branchen das Gespräch zu suchen. Die bereits angesprochene engere Kooperation im Stadtmarketing ist dabei nur eine Facette. Die Vertreter der Kreativwirtschaft sind, wie die Vertreter der anderen Cluster auch, als Experten anzusehen und dementsprechend bei Entscheidungen mit anzuhören. Zudem muss die Stadt sich an der Netzwerkbildung in diesem Cluster aktiv beteiligen. 

Bar­bara Höll: Selbstverständlich würde die Stadt Leipzig mit mir als Oberbürgermeisterin ein verlässlicher Partner der Branchenvertretung der Kreativen in Leipzig sein. Eine direkte öffentliche Förderung der Branchenvertretung ist jedoch aus meiner Sicht nur schwer vermittelbar. Sinnvoller halte ich die Einrichtung der o.g. Förderinstrumente in Kooperation mit der Branchenvertretung.

Burk­hard Jung: In der Wirtschaftsförderung der Stadt Leipzig sind für das Cluster Medien-­ und  Kreativwirtschaft bereits erfolgreiche Arbeitsstrukturen geschaffen. Das Cluster Medien-­ und Kreativwirtschaft soll im nächsten Jahr mit neuem Personal im Amt für Wirtschaftsförderung gestärkt werden, diese sollen auch zu einer besseren Vernetzung beitragen. Der Lotsenservice der Wirtschaftsförderung berät, hilft bei der Suche nach Partnern, Standorten, Förder-­ und Finanzierungsmöglichkeiten. Mit dem neuen Mittelstandsprogramm stehen ab 2013 auch die finanziellen Rahmenbedingungen für Strukturförderungen zur Verfügung, die es gemeinsam mit den Branchenvertretern auszugestalten gilt.

Horst Wawr­zyn­ski: Nach meinem Verständnis kann ein Oberbürgermeister nicht allwissend sein, gerade deshalb muss er den Dialog mit kompetenten Fachleuten suchen. Daher strebe ich die Bildung von Kompetenzteams zur unmittelbaren Beteiligung der Leipziger Wirtschaft an kommunalpolitischen Weichenstellungen und zur Beratung in wirtschaftlichen Fragen an. Mit einem entsprechenden Team aus Vertretern der Kreativwirtschaft würde der Austausch auf ein dauerhaftes und solides Fundament gestellt und mit den notwendigen Ressourcen untersetzt. Zudem muss der Cluster Kreativwirtschaft gerade aufgrund seiner großen Wachstumspotentiale mehr Aufmerksamkeit genießen. Vertreter der Stadtverwaltung – und das schließt den „normalen“ Referenten genauso ein wie den Oberbürgermeister – sollten sich regelmäßig mit den Kreativen treffen – zum Beispiel beim Leipziger Webmontag und anderen Branchentreffen. Im Übrigen: Meine Bürotür steht der Leipziger Kreativwirtschaft stets offen.

 

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Fünf Fragen zur OBM-Wahl 2013 (Teil 4/5) http://www.kreatives-leipzig.de/allgemein/funf-fragen-zur-obm-wahl-2013-teil-45.html?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=funf-fragen-zur-obm-wahl-2013-teil-45 http://www.kreatives-leipzig.de/allgemein/funf-fragen-zur-obm-wahl-2013-teil-45.html#comments Thu, 20 Dec 2012 07:52:05 +0000 Kreatives Leipzig e.V. http://www.kreatives-leipzig.de/?p=6308 Am 27. Januar 2013 fin­det in Leip­zig die Wahl des Ober­bür­ger­meis­ters statt. Wir haben den sechs Kan­di­die­ren­den vorab fünf Fra­gen gestellt, um zu erfah­ren, wie sie zur loka­len Krea­tiv­szene ste­hen und diese för­dern möchten.

In den letzten Jahren haben sich viele kreativwirtschaftliche Akteure in Sanierungsgebieten angesiedelt, insbesondere im Leipziger Westen. Günstige Mieten sowie Anreize der Stadtverwaltung, wie zum Beispiel die Wächterhäuser, waren dabei ausschlaggebend. Die Belebung und Attraktivitätssteigerung in jüngster Zeit sind insbesondere den Kreativen zu verdanken. Aktuell steigen die Mieten in diesen Gebieten jedoch überdurchschnittlich an und es gibt Beschwerden von Zugezogenen über Lärm, so dass die Sorge besteht, dass gerade diejenigen, die die Viertel erst einmal für Investoren interessant gemacht haben, nun Opfer ihres eigenen Erfolges werden und durch die Mietsteigerungen vertrieben werden.

Frage 4: Welche Instrumente wird eine von Ihnen geführte Stadtverwaltung ergreifen, um die in jüngster Zeit vor allem im Leipziger Westen entstandenen Kreativquartiere vor Gentrifizierungstendenzen zu schützen?

Felix Ekardt: Ganz einfach Freiräume schützen und bewahren. Eine nachhaltige Stadtentwicklung hat genau das im Auge und verkauft nicht ziellos kommunales Eigentum. Dass etwa das Plagwitzer Rathaus an einem Großinvestor von Seiten der Stadt verkauft wurde, statt an eine Projektgruppe, die eine kleinteilige Vorstellung hatte, halte ich für einen unverzeihlichen Fehler.Auf der einen Seite ist die gerade durch die Kreativszene angestoßene Entwicklung zu begrüßen auf der anderen Seite tut die Stadt zu wenig um diese Szene vor der Verdrängung zu schützen. Eine gezielte Strategie, etwa durch Ausübung des Vorkaufsrechtes der Gemeinde, durch Unterstützung von Selbstnutzerprojekten, durch Aufstellung von Bebauungsplänen und durch ein angepasstes integriertes Stadtentwicklungskonzeptes kann helfen.

Dirk Feiertag: Gentrifizierung als globales Phänomen, kann nur in geringem Maße durch die Möglichkeiten kommunaler Politik gesteuert werden. Zunächst sollte sichergestellt werden, dass das kommunale Wohneigentum im Leipziger Westen im Besitz der Stadt verbleibt. Durch diese Sicherung preisgünstigen Wohnraums bleiben die Stadtteile auch für weniger verdienende Menschen ein Zuhause. sollte es für potenzielle Selbstnutzer leichter werden Häuser kaufen zu können. Dies bezieht sich sowohl auf die Vermittlung zwischen Eigentümern und Interessenten als auch auf die gezielte Abgabe von Wohnhäusern aus dem kommunalen Bestand. Letztendlich muss — um einem globalen Trend wie der Gentrifizierung entgegenzutreten — der Ankauf von Immobilien durch Großinvestoren eingedämmt werden. Ich denke, dies geht nur auf der Grundlage der guten Wirtschaft mit dem Aufbau des eigenen Bestands.

René Hobusch: Als Oberbürgermeister liegen mir die neu belebten Viertel natürlich am Herzen. Eine Verdrängung ist daher definitiv nicht wünschenswert. Allerdings kann es sich die Stadt schlicht und ergreifend nicht leisten, die Mieten in bestimmten Gegenden künstlich niedrig zu halten. Wer etwas gegenteiliges behauptet, streut den Betroffenen nur Sand in die Augen. Im Übrigen teile ich nicht die Auffassung, dass wir in Leipzig Verdrängungstendenzen erleben wie zum Beispiel in Berlin oder Hamburg. Ich halte es für die beste Lösung, dass die Stadt die Anwohner dabei unterstützt, den Weg alternative Eigentumsformen wie Genossenschaften zu gehen. Dadurch sind auch langfristige und nachhaltige Stadtentwicklungskonzepte möglich, ohne die ansässigen Kreativquartiere zu schädigen.

Barbara Höll: Leipzig steht diesbezüglich an einem Scheideweg. Verdrängungsmechanismen in einzelnen Stadtgebieten sind unverkennbar. Kreative haben stadtplanerisch eine Pionierfunktion. Gleichwohl bin ich der Auffassung, dass eine Stadt diese nicht einseitig ausnutzen darf, um unterentwickelte Stadtgebiete aufzuwerten. Als Oberbürgermeisterin wäre ich bestrebt, Kreative in der Entwicklung von städtischen Freiräumen langfristig zu unterstützen. Das heißt auch, dass sie die Möglichkeit haben sollten, neue gesellschaftliche Lebensformen, etwa wie die Wächterhäuser oder anderes, auszuprobieren und zu entwickeln. Dieses Interesse darf nicht jenem von Großinvestoren untergeordnet werden. Dabei kommt selbstredend der LWB eine Schlüsselrolle zu. Bedingungslose Verkäufe wie in der Windmühlen-/Brüderstraße mit den bekannten Folgen dürfen sich nicht wiederholen. Die verbindliche Abfrage der Auswirkungen auf die Kreativwirtschaft bei allen Bebauungsvorhaben der Stadt und im Liegenschaftsmanagement könnte hier Abhilfe schaffen.

Burkhard Jung: Mit strategischer Stadtentwicklungspolitik und den Leipzig zur Verfügung stehenden deutschen und europäischen Förderprogrammen werden wir – wie bisher auch – die ausgewogene Stadtteilentwicklung fördern. Gemeinsam mit unserer Sparkasse unterstützen und finanzieren wir Start-Ups und helfen ihnen Eigentum zu erwerben und deren Standorte nachhaltig zu sichern. Gemeinsam mit
der LWB und anderen Akteuren am Markt können wir Ausbau-­ und Wächterhäuser noch deutlicher unterstützen. Wir werden die Kleinst-­ und Kleinunternehmer unterstützen – z. B. über neue Genossenschaftsmodelle – Eigentümer der genutzten Immobilien zu werden.

Horst Wawrzynski: Grundsätzlich ist die Aufwertung von Stadtteilen zunächst einmal positiv zu bewerten, stellt sie doch die Attraktivität der lebendigen Kreativszene in Leipzig und deren Bedeutung als Standortfaktor unter Beweis. Allerdings darf diese Tendenz nicht dazu führen, dass die Kreativen als Motor der Entwicklung ihrem eigenen Erfolg zum Opfer fallen. Um dieser Gefahr zu begegnen, stehe ich für ein klares Bekenntnis der Stadtverwaltung zum Erhalt der Kerne kreativer Quartiere, im Leipziger Westen etwa Westwerk, Tapetenwerk und die vielen Orte im Quartier rund um die Karl-Heine– und die Lützner Straße. Es ist Aufgabe der Stadt, diese Freiräume zu schützen ohne dass dadurch jedoch Stillstand entsteht. Vor diesem Hintergrund will ich mit Ihnen auch darüber ins Gespräch kommen, ob und wie die Kreativen weiterhin Pioniere der Stadtteilentwicklung – zum Beispiel im Leipziger Osten – sein können und welchen Beitrag die Stadt zum Gelingen solcher Konzepte leisten kann.

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Fünf Fragen zur OBM-Wahl 2013 (Teil 3/5) http://www.kreatives-leipzig.de/allgemein/funf-fragen-zur-obm-wahl-2013-teil-35.html?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=funf-fragen-zur-obm-wahl-2013-teil-35 http://www.kreatives-leipzig.de/allgemein/funf-fragen-zur-obm-wahl-2013-teil-35.html#comments Wed, 19 Dec 2012 07:36:38 +0000 Kreatives Leipzig e.V. http://www.kreatives-leipzig.de/?p=6304 Am 27. Januar 2013 fin­det in Leip­zig die Wahl des Ober­bür­ger­meis­ters statt. Wir haben den sechs Kan­di­die­ren­den vorab fünf Fra­gen gestellt, um zu erfah­ren, wie sie zur loka­len Krea­tiv­szene ste­hen und diese för­dern möchten.

Schaut man sich die in den letzten Jahren in überregionalen und internationalen Tageszeitungen erschienenen Artikel über das “coole Leipzig” an, so ist fast immer von den Leipziger Kreativen die Rede (vgl. New York Times, Die Zeit, Guardian, etc). Viele Kreative haben aber das Gefühl, dass sich Stadtverwaltung und Stadtmarketing zwar gern mit ihnen schmücken, aber wenig dafür getan wird, ihre Arbeitsbedingungen zu verbessern.

Frage 3: Leipzigs Kreativschaffende haben in den letzten Jahren sehr viel geleistet, um Leipzig zu einem begehrten Standort und viel besuchten Tourismusziel zu machen. Was möchten Sie als OBM unternehmen, um Leipzig auch langfristig als einen attraktiven Lebens– und Arbeitsraum für Kreative zu erhalten?

Felix Ekardt: Zunächst mal benötigen wir die Anerkennung, für die Arbeit die in der Kreativenszene geleistet wird. Als erstes wäre es notwendig, die angeschobene aber leider nie umgesetzte Studie zur Nacht– und Veranstaltungsökonomie, sowie zur Umwegrentabilität durchzuführen um damit endlich auch belastbare Zahlen zu bekommen. Momentan gibt es das Problem, dass viele Arbeitsverhältnisse im Bereich der Kreativen Szene prekär sind. Bedeutet, dass wir zum einen funktionierende Förderprogramme brauchen, die auf die Bedürfnisse der Kreativen passgenau zugeschnitten sind. Auf der anderen Seite gilt es die Gründungen zu unterstützen, etwa durch zur Verfügung Stellung von preiswerten Büroräumen, direkten Ansprechpartnern in der Verwaltung. Häufig reicht es schon, wenn bürokratische Verfahren vereinfacht würden und Ämter vernünftig miteinander kommunizieren würden, so dass die Stadt den Kreativen Wege eröffnen kann.

Dirk Feiertag: Wenn man aus der beeindruckenden Entwicklung der Leipziger Kulturszene eine bedeutende Lehre ziehen konnte, dann jene, dass die Kreativität besonders dort schöne Blüten trieb, wo sich die Verwaltung am wenigsten eingemischt hat. Solange die »Spielwiesen« zum Experimentieren zahlreich und günstig sind, werden sich kreative Menschen dort verwirklichen wollen. Dieser Maxime werde ich auch als OBM folgen. Es braucht keine besonderen Investitionen bei potentiell selbständigen Leuten, die ihr Metier beherrschen, sondern lediglich die Absicherung der Rahmenbedingungen. Wenn es um erschwingliche Arbeitsräume, Ateliers o.ä. geht, kann die Stadt einen großen Beitrag leisten. Bei leerstehenden Gebäuden könnte die Stadtverwaltung diese für die künstlerische Zwischennutzung ähnlich dem Wächterhausmodell freigeben bzw. dort vermitteln, wo die Stadt nicht selbst Eigentümer ist.

René Hobusch: Ob Leipzig für Kreative eine attraktive Stadt bleibt, geht letztendlich Hand in Hand mit der Stärkung der Kreativwirtschaft. Darüber hinaus ist es wünschenswert, die Vernetzung der Kreativwirtschaft mit der Stadt und insbesondere den Hochschulen zu intensivieren. Gerade beim Thema Stadtmarketing sehe ich da großes Potential. Ich werde eine beim Oberbürgermeister angesiedelte Projektgruppe initiieren. Daran werden neben den Stadträten auch Unternehmen, Verbände, Kammern und Vertreter der Leipziger Kreativwirtschaft beteiligt. Die Projektgruppe soll Zielgruppen, Botschaften und wirtschaftspolitische Schwerpunkte für die Stadt erarbeiten. Das schließt natürlich auch die Außendarstellung der Kreativbranchen mit ein.

Barbara Höll: Als Oberbürgermeisterin würde ich dafür sorgen, dass die Arbeit zwischen den Dezernaten Wirtschaft und Arbeit sowie Kultur kooperativ und ergänzend aufeinander abgestimmt wird. Zwingend ist eine Stelle, die eine Brückenfunktion zwischen Akteuren und Verwaltung einnimmt und die konkreten Belange der Kreativakteure aus eigener Erfahrung kennt. Denkbar wären sogar städtische Beauftragte für einzelne Branchen. Andere Städte machen mit Musikbeauftragten (etwa Mannheim) beispielswiese hervorragende Erfahrungen. Ebenfalls denkbar wären Modelle wie Managementsharing oder die Einrichtung eines Fonds für Kreativwirtschaft. Städtische Aufträge müssen so ausgeschrieben werden, dass sie für lokale Akteure attraktiv und zugänglich sind. Unvergütete Pitches wird es mit mir als Oberbürgermeisterin nicht geben.

Burkhard Jung: Leipzigs kultureller Reichtum ist weit mehr als die öffentlichen und kommerziellen Kulturangebote unserer Stadt. Unser kultureller Reichtum ist auch all das, was tagtäglich neu in unserer Stadt entsteht. Die Freiräume in unserer Stadt sind zu einer Heimat für junge Kreative aus Deutschland, Europa und der Welt geworden. Überall in Leipzig wächst Neues, Großes und Kleines. In der Neustadt erwacht multikulturelles, vielsprachiges Leben. Im Leipziger Westen und Südwesten entstehen gerade zahlreiche Projekte und Galerien, gründen junge Menschen Start-­Ups und verwirklichen ihre Ideen. Unsere Stadt erscheint „angesagt“, voller Chancen und Möglichkeiten Nicht zuletzt deshalb zieht Leipzig unvermindert Hochqualifizierte und Kreative aus vielen Ländern an. Diese Kreativität und Vielfalt in unserer Stadt tut uns gut. Wir wollen diese Freiheit! Wir wollen Kreativen und manchmal auch Träumern Entwicklung ermöglichen. Deshalb werden wir achtsam sein, dass die Freiräume in unserer Stadt nicht verloren gehen. Wir werden gemeinsam mit der LWB Ausbau-­ und Wächterhäuser noch deutlicher unterstützen. Kulturentwicklung ist Stadtentwicklung. Wir werden neue Genossenschaftsmodelle für Kreative prüfen. Kreativität braucht manchmal auch Freiraum jenseits monetärer Geldvermehrung Hier können und müssen wir achtsam sein und Schützenswertes stärken und erhalten.

Horst Wawrzynski: Kreative brauchen in erster Linie geistige und materielle Freiräume, in denen sie sich entfalten können. Die beste politische Unterstützung dafür ist meines Erachtens Offenheit der Verwaltung für neue Ideen und eine Kultur des Ermöglichens. Zudem wollen Kreativschaffende nicht nur hier arbeiten, sondern vor allem auch hier leben und Familien gründen. Darum setze ich mich für ein breites und vielfältiges Bildungsangebot in gut sanierten sowie ausgestatteten Schulen und Kitas ein, das den Nachwuchs zur Kreativität anregt und auch den Eltern den nötigen Freiraum und die nötige Sicherheit bietet, ihren Berufen und Berufungen nachgehen zu können. Gammelnde Schulen und Kitas sind jedenfalls nicht hilfreich im Wettbewerb um die besten Köpfe für unsere Stadt. Hier ist in den letzten Jahren viel zu wenig passiert. Das werde ich als OBM ändern.

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Fünf Fragen zur OBM-Wahl 2013 (Teil 2/5) http://www.kreatives-leipzig.de/allgemein/funf-fragen-an-die-kandidierenden-der-obm-wahl-2013-teil-25.html?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=funf-fragen-an-die-kandidierenden-der-obm-wahl-2013-teil-25 http://www.kreatives-leipzig.de/allgemein/funf-fragen-an-die-kandidierenden-der-obm-wahl-2013-teil-25.html#comments Tue, 18 Dec 2012 07:20:51 +0000 Kreatives Leipzig e.V. http://www.kreatives-leipzig.de/?p=6300 Am 27. Januar 2013 findet in Leipzig die Wahl des Oberbürgermeisters statt. Wir haben den sechs Kandidierenden vorab fünf Fragen gestellt, um zu erfahren, wie sie zur lokalen Kreativszene stehen und diese fördern möchten.

Die Wachstumsmöglichkeiten für Kreativunternehmen sind in Leipzig sehr begrenzt, da die Nachfrage nach kreativwirtschaftlichen Leistungen von Seiten der Wirtschaft recht gering ist. Viele Kreativschaffende sind daher Subauftragnehmer von größeren Agenturen in anderen Ballungszentren und erzielen dabei niedrigere Preise, d. h. die Profitmargen kommen in Leipzig kaum an. Für Unternehmen der Kreativwirtschaft gibt es außerdem nur wenige Möglichkeiten, ihre Leistungen effektiv zu präsentieren, um neue Kundschaften bzw. Märkte für ihre Produkte und Dienstleistungen zu erschließen.

Frage 2: Wie möchten Sie die Nachfrage nach kreativwirtschaftlichen Leistungen  und damit die Konsolidierung und das Wachstum der Branche fördern?

Felix Ekardt: In einigen Bereichen fehlen große Unternehmen, die kleinere Unternehmen mitziehen können. Es ist zum Beispiel im Bereich der Musikwirtschaft gut und richtig, Proberäume zu schaffen, aber ebenso wichtig wäre es, auch Verlage zu unterstützen und Bands zum Durchbruch zu helfen. Ich glaube etwa, dass einer Band mehr geholfen wäre, wenn sie bei Promotion und Auftrittsmöglichkeiten in Deutschland unterstützt wird, als wenn ausschließlich eine Aufnahme gefördert wird. Gezielte Unterstützung der Branche heißt, die Kleinteiligkeit und Dynamik zum Ausgangspunkt zu nehmen, also statt nur mittelständische Unternehmen auch die kreativen Wertschöpfungsketten zu fördern, in denen häufig Solo-Selbständige und Kleinstunternehmen temporär kooperieren. Mit passender Unterstützung kann die Branche in Leipzig ihre Marktfähigkeit verbessern und auch selbst innovative Modelle beispielsweise für die Absatzförderung entwickeln (Matching-Angebote, neue Messe-Konzepte etc.).

Dirk Feiertag: Leipzig ist Aufstockerhauptstadt Deutschlands, sehr viele Menschen sind trotz Arbeit auf Transferleistungen angewiesen. Die Leipziger Wirtschaft hat sich zwar in den letzten 20 Jahren entwickelt, liegt aber im Vergleich mit gleichgroßen westdeutschen Städten immer noch weit zurück. Dies alles wirkt sich besonders stark auf die Nachfrage im Bereich der  Kreativwirtschaft negativ aus. Allerdings hat es die Leipziger Kreativwirtschaft trotz dieser schlechten Ausgangsbedingungen geschafft zu wachsen. Die  Leipziger Wirtschaft zu sensibilisieren für den Mehrwert, den die Kreativwirtschaft für die Unternehmen, die Mitarbeiter und die Stadt schafft, wird eine meiner Aufgaben als Oberbürgermeister sein. Kultur, Kunst und Kreativität ist nicht allein eine Vertriebs– und PR-Problematik, sondern auch eine  Lebenseinstellung. Wenn die Wirtschaft sich über das Paradigma des Shareholder Value hinwegsetzen kann, dann wird sie reif sein, die Gesellschaft mit wertvollen Produkten zu befördern. Stellen Sie sich vor, analog zur Kunst-am-Bau-Regelung gäbe es eine Kultur-in-der-Wirtschaft-Obligation, so dass mindestens 1% der Gewinne in Leistungen aus der Kreativwirtschaft reinvestiert würden. Eine Selbstverpflichtung die einen Mehrwert für die gesamte Gesellschaft schafft. Die städtischen Unternehmen könnten hier mit gutem Beispiel voran gehen.

René Hobusch: Als Oberbürgermeister von Leipzig bin ich natürlich auch Botschafter der Stadt und ihrer Bürger. Als solcher werde ich mich die Leistungsfähigkeit der Leipziger Kreativwirtschaft stets umfangreich nach außen präsentieren. Ansonsten gilt für die Branche, was auch für alle anderen Leipziger Unternehmen gilt: gute wirtschaftliche Rahmenbedingungen schaffen Wachstum und Arbeitsplätze. Dazu gehört eine schlanke Verwaltung mit kurzen Wegen und eindeutigen Ansprechpartnern genauso wie Hürden für Unternehmer abzubauen. Ich will, dass die Stadtverwaltung mit den Betroffenen zusammenarbeitet, statt ihnen Knüppel zwischen die Beine zu werfen. Gerade in der Kreativwirtschaft müssen sich auch die Ämter offen zeigen für neue Ideen.

Barbara Höll: Die Kreativwirtschaft in Leipzig ist auf der Angebotsseite hervorragend entwickelt. Es kommt nun darauf an, die Nachfrageseite zu stärken. Wir brauchen in Leipzig eine weitsichtige und zukunftsorientierte Wirtschaftspolitik. Die Zeit der Leuchtturmpolitik in Form von Großansiedlungen ist vorbei. Jetzt ist Kärrnerarbeit bei der regionalen Wirtschaft gefragt. Nur wenn die Menschen an den Leistungszuwächsen der Wirtschaft beteiligt werden, kann sich die Stadtgesellschaft solide entwickeln. Für einige Subbranchen gibt es in Leipzig hervorragende Möglichkeiten, sich zu präsentieren, etwa die Grassimesse oder die Leipziger Filmkunst– oder Buchmesse sowie verschiedene Festivals. Denkbar wäre aber die Einführung einer Kreativmesse. Das könnte dem Kreativstandort Leipzig einen neuen Schub verleihen und zudem Auftragnehmer nach Leipzig locken.

Burkhard Jung: Die Unternehmen der Kreativwirtschaft zählen überwiegend zu den über 28.000 Klein-­ und Mittelständischen Unternehmen in Leipzig. Sie sind Leipzigs Rückgrat. Die Instrumente der Unterstützung sind in diesem Bereich andere, als im industriellen Bereich. Darum werden  wir im Haushalt 2013 ff. unsere Mittelstandsförderung mit weiteren zusätzlichen 500.000 Euro gezielt aufstocken, um die Vernetzung im Cluster, gemeinsame nationale und internationale Auftritte und Marketingaktivitäten zu unterstützen. Wir müssen unsere Leipziger Unternehmen stärken, in dem wir ihnen helfen, überregional Aufträge zu akquirieren.

Horst Wawrzynski: Natürlich sind die Möglichkeiten der Kommunalpolitik zur Steuerung von Nachfrage in der freien Wirtschaft begrenzt. Aus diesem Grund ist es aber umso wichtiger, dass die Stadt mit gutem Beispiel vorangeht und bei der Vergabe von kreativen Leistungen die Zugangsmöglichkeiten für örtliche Anbieter durch intelligente Gestaltung von Ausschreibungen und Losen sicherstellt. Darüber hinaus müssen Initiativen zur Vernetzung – Kreatives Leipzig e.V. ist an dieser Stelle beispielgebend – nachhaltig unterstützt werden, um die Stellung der lokalen Unternehmen am Markt durch Kooperation zu verbessern. Zu guter Letzt müssen durch Unterstützung für Messeauftritte und die gezielte Vermarktung der Kreativwirtschaft als Branche Präsentationsmöglichkeiten erschlossen werden, die weit über die Region hinausreichen.

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Fünf Fragen zur OBM-Wahl 2013 (Teil 1/5) http://www.kreatives-leipzig.de/allgemein/funf-fragen-an-die-kandidierenden-der-obm-wahl-2013-teil-15.html?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=funf-fragen-an-die-kandidierenden-der-obm-wahl-2013-teil-15 http://www.kreatives-leipzig.de/allgemein/funf-fragen-an-die-kandidierenden-der-obm-wahl-2013-teil-15.html#comments Mon, 17 Dec 2012 07:43:34 +0000 Kreatives Leipzig e.V. http://www.kreatives-leipzig.de/?p=6293 Am 27. Januar 2013 findet in Leipzig die Wahl des Oberbürgermeisters statt. Wir haben den sechs Kandidierenden vorab fünf Fragen gestellt, um zu erfahren, wie sie zur lokalen Kreativszene stehen und diese fördern möchten.

In keiner anderen Branche existieren in Leipzig so viele Unternehmen wie in der Kreativwirtschaft, viele davon haben jedoch keine oder nur sehr wenige Angestellte. Mit der Verankerung eines Clusters Medien– und Kreativwirtschaft in der kommunalen Wirtschaftsförderstrategie wurde bereits eine wichtige Grundlage für eine Anerkennung der volkswirtschaftlichen Bedeutung der Branche gesetzt. Leider hat die Kreativwirtschaft noch immer ein Wahrnehmungsproblem: Nach wie vor verorten viele Entscheidungstragenden die kreativwirtschaftlich Tätigen eher in der Kulturförderung. Kultur ist unserer Meinung nach eine gesellschaftliche Aufgabe und Verantwortung. In der Kreativwirtschaft treten hingegen Unternehmen an, um Umsätze und Gewinne zu erwirtschaften — oftmals geht es dabei natürlich auch um kulturelle Güter (bspw. Filme).

 

Frage 1: Welchen Stellenwert hat die Kreativwirtschaft für Ihre wirtschaftspolitische Strategie?

Felix Ekardt: Einen sehr hohen. Der Bereich der Kultur– und Kreativwirtschaft ist einer der am schnellsten wachsenden Sektoren und trägt maßgeblich zur Attraktivität der Stadt als Tourismus– und Kulturstandort bei. Junge Leute kommen nach Leipzig auch und gerade deswegen. Hier die Kreativwirtschaft zu stärken und damit Existenzgründungen zu fördern und geeignete Förderprogramme zu entwickeln um die Marktreife von Entwicklungen zu unterstützen hat oberste Priorität wenn man die wachsende Bedeutung der Branche erkennt, folgt daraus auch eine konsequente Berücksichtigung bei der Wirtschaftsförderung. Für die KKW muss das gelten, was für andere Branchen selbstverständlich ist. Insbesondere wenn man sich die Entwicklung dieses Sektors anschaut.

Dirk Feiertag: Ich werde als Oberbürgermeister nicht »meine« Strategie in Sachen Wirtschaftsförderung umsetzten. Vielmehr will ich eine gemeinsame wirtschaftspolitische Strategie mit den Stadträten, der Wirtschaft und den Bürgern erarbeiten. Der Kreativwirtschaft werde ich hier einen besonderen Stellenwert beimessen. Sie trägt nicht nur wesentlich zum Image von Leipzig bei und schafft dadurch einen Rahmen für die Ansiedlung von Unternehmen aus anderen Branchen. Sie ist auch ein eigenständiger innovativer Wirtschaftszweig mit großer Bedeutung für die postindustrielle Wissensgesellschaft. Sie besteht zum großen Teil aus kleinen und Kleinstunternehmen mit den damit verbundenen Problemen. Ein  Problem sind die prekären Verhältnisse, in denen viele Beschäftigte der  Kreativwirtschaft leben. Verhältnisse in denen sie Arm trotz Arbeit sind. Abhilfe könnte hier die Einführung eines Bedingungslosen Grundeinkommens schaffen (BGE). Dessen Einführung müsste jedoch vom Bund beschlossen werden, so dass auf kommunaler Ebene uns hier weitestgehend die Hände gebunden sind. Die Stadt wird durch regelmäßige Koordinationstreffen die Anforderungen und Probleme der Kreativwirtschaft, z. B. an Räumen und Flächen, Infrastruktur und verwaltungstechnische Schwierigkeiten, aufnehmen und nach gemeinsamen Lösungen suchen. Hier ist das Ziel, durch eine Unterstützung der Vernetzung positive Effekte zu erreichen. Gleichzeitig kann die Stadt über Projektförderungen sich auch in begrenztem Maße finanziell engagieren. Eine Kooperation mit städtischen Kultureinrichtungen und Wirtschaftsbetrieben kann zu beträchtlichen Synergien, z. B. bei der Werbung, Vermarktung und Raumauslastung führen. Auch in der Außendarstellung ist eine deutlich größere Unterstützung als derzeit möglich.

René Hobusch: Leipzig hat sich in den letzten Jahren eindeutig als kreatives Zentrum in Deutschland etabliert. Dies spiegelt sich nicht nur in der hohen Anzahl an Personen wider, die in der Kreativwirtschaft beschäftigt oder selbstständig aktiv sind, sondern auch in den steigenden steuerpflichtigen Umsätzen. Damit hat die Kreativwirtschaft und das zugehörige Cluster eine hohe Relevanz für sämtliche wirtschaftspolitische Überlegungen.

Barbara Höll: Die Kreativwirtschaft hat sich in Leipzig zu einem unverzichtbaren Wirtschaftszweig entwickelt, dessen überregionale Ausstrahlung längst zum Standortfaktor geworden ist. Das gilt es weiter zu entwickeln. Ich werde jedoch darauf achten, dass die derzeitigen Lebens– und Arbeitsbedingungen in der Kreativwirtschaft nicht länger einseitig als Vorbild einer neoliberalen Arbeitswelt inszeniert werden, in der wirtschaftliche Eigenverantwortung und prekäre Lebensbedingungen zum Standard erhoben werden. Auch in der Kreativwirtschaft sind Mindestlöhne bzw. Mindestvergütungssätze einzuführen. Diese Debatte wird jedoch nicht in Leipzig allein zu führen sein. Der Trennung zwischen Kultur einerseits und Kreativwirtschaft andererseits sollte stärkere Aufmerksamkeit gewidmet werden, um wechselseitige Verdrängungsmechanismen zu vermeiden.

Burkhard Jung: Mit unserer wirtschaftlichen Clusterstrategie setzen wir auch künftig auf unsere zentralen Zukunftsbranchen. Die Kernbereiche Automobil-­ und Zulieferindustrie, Gesundheitswirtschaft und Biotechnologie, Energie und Umwelttechnik, Logistik und Dienstleistungen, Medien und Kreativwirtschaft sind richtig fokussiert. Wir wollen weiter unsere Stärken stärken: Arbeitsteilig eng vernetzt, nah beieinander, nachhaltig auf Wachstum ausgerichtet. Die Medien-­ und Kreativwirtschaft ist eine der fünf zentralen Säulen der Leipziger Wirtschaftsförderstrategie. Im Haushalt 2013 sind zusätzliche Stellen zur  Untersetzung einzelner Bereiche der Clusterstrategie vorgesehen, die Medien-­ und Kreativwirtschaft ist dabei ein Schwerpunkt.

Horst Wawrzynski: Schon heute ist die Kreativwirtschaft neben der Automobilindustrie und der Logistik eines der wichtigsten wirtschaftlichen Cluster in Leipzig. Sie birgt ein immenses Potential für dringend benötigtes Wachstum der Wirtschaft im Allgemeinen sowie des Arbeitsmarktes im Besonderen, welches bei weitem noch nicht ausgeschöpft ist. Deshalb will ich gezielt die betriebswirtschaftliche Kompetenzbildung und die Entwicklung tragfähiger Geschäftsmodelle in der Kreativwirtschaft unterstützen. Ein wichtiger Baustein dafür können „Kreative Gründerzentren“ sein, die neben Räumen, Ateliers und technischer Infrastruktur auch qualifizierte Beratung und Förderung für Unternehmensgründer anbieten. Im Rathaus plane ich eine zentrale Anlaufstelle für Unternehmen und Investoren. Diese steht dem Großkonzern ebenso offen, wie dem kreativwirtschaftlichen Existenzgründer.

 

 

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Matti Kawecki über Apps und Gamification — Teil 8 unserer Interview-Serie Leipzig INTERNATIONAL http://www.kreatives-leipzig.de/software/matti-kawecki-uber-apps-und-gamification-teil-8-unserer-interview-serie-leipzig-international.html?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=matti-kawecki-uber-apps-und-gamification-teil-8-unserer-interview-serie-leipzig-international http://www.kreatives-leipzig.de/software/matti-kawecki-uber-apps-und-gamification-teil-8-unserer-interview-serie-leipzig-international.html#comments Mon, 17 Dec 2012 04:22:08 +0000 Kreatives Leipzig e.V. http://www.kreatives-leipzig.de/?p=6228 Matti Kawecki ist Geschäftsführer der Appsourcing GmbH – einem erfolgreichen Leipziger IT-Unternehmen. Kreatives Leipzig sprach mit ihm über seinen Weg von Polen nach Leipzig, sein Unternehmen und seine Kunden.

 

Hallo Matti! Wenn ich meine Hausaufgaben richtig gemacht habe, stammst du ursprünglich aus dem Raum Wrocław (früher: Breslau). Richtig?

Genau, ich bin gebürtig aus Wrocław und dort aufgewachsen.

Die Distanz ist zwar nicht so groß..

380 Kilometer!

..aber es ist ja trotzdem sicherlich keine einfache Entscheidung, die Heimat zu verlassen und in ein anderes Land, in eine andere Stadt zu ziehen. Was war für dich der Grund dafür?

Es fing damit an, dass ich nach Sachsen zum Studieren gegangen bin. Schon im Gymnasium war ich in einer bilingualen Klasse und die Hälfte von uns ging nach Deutschland zum Studieren.

Wo hast du studiert?

In Zittau. Meine Freunde haben alle Jura oder BWL gewählt, ich entschied mich für das Fach Elektrotechnik. Nach Leipzig bin ich das erste Mal 2002 für mein Praxissemester gekommen, welches ich bei Siemens in Böhlitz-Ehrenberg absolvierte. Bei Siemens schrieb ich anschließend auch meine Diplomarbeit. Doch danach verließ ich Leipzig erst einmal wieder und arbeitete in Wrocław für polnische Firmen.

Aber du bist ja doch wieder zurück gekommen..

Ja, in der Zwischenzeit fing mein Bruder an, in Görlitz Informatik zu studieren. Und kurz nach dem er damit fertig war, haben wir gemeinsam – das war so Anfang 2010 – gemeinsam eine IT-Firma in Leipzig gegründet.

Und wieso in Leipzig?

Naja, wir dachten uns, dass Görlitz in der Adresse nicht so gut aussieht. Und hier kannten wir auch schon einige erfolgreiche Firmen. Der Draht nach Leipzig war über die ganzen Jahre nie so richtig abgerissen – selbst mit dem Pächter der Wermsdorfer Fischteiche hatte ich in Wrocław regelmäßig zu tun..

Das war die Geburtsstunde der Appsourcing GmbH?

Genau. Am Anfang war es erst noch eine UG, die dann zur GmbH umgewandelt wurde.

Auf eurer Website liest man viel von Smartphone Apps und Gamification. Worin besteht typischerweise eure Dienstleistung?

Wir hatten mit C#/.NET angefangen – das ist eine Programmiersprache ähnlich wie Java, bloß von Microsoft. Aber für die Kunden, die damit arbeiten, waren wir damals zu klein. Also haben wir den Geschäftsbereich gewechselt und uns stärker auf Apps konzentriert. Das war auch die richtige Entscheidung, da es dafür sofort eine viel größere Marktnachfrage gab. Mittlerweile sind aber unsere Beratungsleistungen viel mehr gefragt. Unsere Kunden kommen meist mit einem konkreten Wunsch zu uns. Aber wir fragen dann erst einmal nach dem Wieso und gemeinsam suchen wir dann nach der tatsächlich passenden Lösung.

Und die programmiert ihr dann in Form einer App?

Oftmals. Wir bauen dann verschiedene interaktive Elemente ein, ob die Leute zu involvieren, sie zum Mitmachen zu animieren – wenden also Gamification an.

Gibt es ein schönes Beispiel dafür?

Viele der Apps sind recht kompliziert. Aber ein schönes Beispiel gibt es hier in Leipzig: Die Löffelfamilie in der Südvorstadt. Die dortige Neonreklame kann man ja mit einer Spende zum Leuchten bringen. Hier haben wir ein Spender-Ranking installiert. Für die Hoffeste der Feinkost werden die Top-Platzierten dann eingeladen und erhalten ein persönliches Dankeschön, bspw. ein T-Shirt. Ein anderes Beispiel: Für eine Leipziger Unternehmensberatung bauen wir aktuell ein App, womit sich Freelancer selbst motivieren können – womit man Punkte gewinnen kann. Das motiviert zur Nutzung der App und hilft dadurch letztlich den Leuten beim Weiterkommen.

Das waren jetzt gerade zwei Beispiele aus Leipzig. Die meisten aus der Leipziger Kreativwirtschaft verdienen den Großteil ihres Geldes mit Kunden aus den alten Bundesländern. Ist das bei euch ähnlich?

Wir machen zwar auch ein paar Projekte in Leipzig, aber wir leben von Aufträgen aus dem Rhein/Main-Gebiet. Richtung Frankfurt haben wir daher auch eine zweite Niederlassung gegründet – die Kunden möchten sich ja auch vor Ort betreut wissen – für viele ist Leipzig mental schon zu weit weg.

Nichtsdestotrotz behaltet ihr euren Firmensitz in Leipzig.. Spielen da eher emotionale oder rationale Gründe eine Rolle?

Da muss ich erst einmal die Hebesätze in Frankfurt anschauen, bevor ich da rational antworte (lacht). Nein, im Ernst, die Entscheidung pro Leipzig ist in erster Linie privat motiviert.

Na dann hoffe ich mal, dass das möglichst lange so bleibt! Danke dir für deine Zeit und weiterhin viel Erfolg!

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Besessen von Buchstaben — Teil 8 der LVZ-Serie http://www.kreatives-leipzig.de/leipzig/besessen-von-buchstaben-teil-8-der-lvz-serie.html?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=besessen-von-buchstaben-teil-8-der-lvz-serie http://www.kreatives-leipzig.de/leipzig/besessen-von-buchstaben-teil-8-der-lvz-serie.html#comments Sun, 16 Dec 2012 13:24:56 +0000 Kreatives Leipzig e.V. http://www.kreatives-leipzig.de/?p=6326 Gemein­sam mit der Ansprech­part­ne­rin des Kom­pe­tenz­zen­trums Kul­tur– und Krea­tiv­wirt­schaft des Bun­des für Sach­sen, Sach­sen– Anhalt und Thü­rin­gen, Katja Gro­ßer, haben wir eine Arti­kel­se­rie in der LVZ ange­regt, in der Ver­tre­ter der elf Teil­bran­chen vor­ge­stellt wer­den. Die Auto­rin, Verena Lut­ter, hat uns den Text freund­li­cher­weise zur Ver­fü­gung gestellt.

Teil 8 — Von Buchstaben besessen

„Beim Text muss sich einer quälen, der Absender oder der Empfänger. Besser ist, der Absender quält sich.“ Dass schreiben eine Qual sein kann, wie der Journalist und Sprachkritiker Wolf Schneider behauptet, weiß jeder, der schon einmal stundenlang auf ein leeres Blatt Papier oder einen blinkenden Cursor gestarrt hat. Die Suche nach dem passenden Einstieg, der adäquaten Formulierung, dem runden Schluss bedeutet Arbeit. Was wäre, wenn es jemanden gäbe, der einem dabei hilft? Anna Kaleri ist so jemand. Seit 2008 leitet sie in der Rietschelstraße 2, in der Nähe des Lindenauer Markts, eine Prosawerkstatt. Immer dienstags von 15 bis 19 Uhr trifft sie sich dort mit schreibenden Erwachsenen und angehenden Autoren zu Theorie, Schreibübungen und Gruppenlektorat.

Die weißen Buchstaben auf der Fensterscheibe leuchten von weitem. Drei Zeilen Text: Prosa werk statt. Drinnen, am Kopfende eines langen Tischs, eine schmale Frau mit hellbraunen Locken. Die Tür geht auf, ein warmer Händedruck und dann eine Überraschung, weil ihre Stimme so leise ist und nicht zu dem freundlichen, aber auch entschiedenen Ton ihrer E-Mail eine Woche zuvor passt. Auf dem Tisch eine Kanne mit Pfefferminztee, der jetzt genau richtig ist, weil bei der Kälte draußen schon nach fünf Minuten Fahrt mit dem Rad der Kopf einfriert. Eigentlich wollte Kaleri das gar nicht, die Prosawerkstatt ihrer Bekannten übernehmen. „Weil ich Angst hatte, aus dem Schreibfluss rauszukommen.“ Das ist tatsächlich passiert. Sieben Jahre brauchte Kaleri für die Arbeit am Roman „Der Himmel ist ein Fluss“, der im Oktober im Graph Verlag erschien, ihr drittes Buch; 2006 hat sie im Mitteldeutschen Verlag schon den Roman „Hochleben“ veröffentlicht, drei Jahre zuvor im Luchterhand Verlag die Prosa-Miniaturen „Es gibt diesen Mann“. Trotz des eigenen Schreibens hat Kaleri ihr Ja zur Prosawerkstatt nicht bereut. Die Auseinandersetzung mit fremden Texten nützt den eigenen. „Ich lerne sehr viel“, sagt sie. „Und freue mich über jeden Text, der durch die Prosawerkstatt
besser geworden ist.“ „Gute Geschichten gut schreiben“, lautet das Motto der Prosawerkstatt.

Gute Geschichten, glaubt die Absolventin des Deutschen Literaturinstituts, sind jene, „die menschlich sind und in denen sich viele Menschen widerspiegeln“. Sie fischt einen Stapel Papier aus dem Schrank und legt ihn auf den Tisch. Übungsmaterial ihrer Werkstatt-Teilnehmer, die von Berufs wegen Texte schreiben müssen oder einfach so gerne schreiben. Kaleri deutet auf eine Tabelle, gefüllt mit fiktiven Eigenschaften fiktiver Personen, erdacht von ihren Teilnehmern. Die Übung soll ihnen helfen, authentisch wirkende Figuren zu entwickeln. Protagonisten ihrer künftigen Prosatexte.Keiner gibt es offen zu, sagt Kaleri, aber insgeheim will jeder von ihnen seine Geschichten irgendwann zwischen Buchdeckeln sehen. Im März veröffentlichten Teilnehmer der Prosawerkstatt die Anthologie „Der Schlüssel liegt unter dem Stein“ mit einem Best-of ihrer Texte; einige brauchten drei bis sieben Lektorats Durchgänge, ehe sie druckreif waren. Wer seine Texte von Fremden lesen lässt, muss sich ein dickes Fell zulegen.

Die „Bereitschaft, immer weiter an sich zu arbeiten“, setzt Kaleri voraus. Talent ist für sie weniger das Glück, eine Sache gut zu können, weil sie leicht fällt. „Dass man weiß, was man will, und das mit Besessenheit verfolgt, mit Konsequenz und Mut und Ausdauer: Das ist Talent“, sagt sie. Ausdauer braucht auf jeden Fall, wer einen Verlag für sein Buch finden will. Nur ein Prozent aller eingehenden Manuskripte wird tatsächlich veröffentlicht, weiß Kaleri. Es gibt mittlerweile Verlage, die das wissen und mit Anzeigen wie „Schreiben Sie gerne?“ Autoren dazu bringen, einen Teil der Kosten für Lektorat, Grafik, Druck und Marketing aus eigener Tasche zu bezahlen. Wer bei einem seriösen Abnehmer für seine Texte landen will, kann nach Meinung von Kaleri nur eines tun: das Schreiben als Handwerk begreifen, üben und auf den glücklichen Zufall hoffen. „Man würde ja auch nicht eine Geige kaufen und gleich im Gewandhaus fragen, ob man mal spielen darf.“

 
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Licht am Ende vom Tunnel? Internationale Konferenz diskutierte Kreativität und Innovation in Leipzig http://www.kreatives-leipzig.de/allgemein/licht-am-ende-vom-tunnel-internationale-konferenz-diskutierte-kreativitat-und-innovation-in-leipzig.html?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=licht-am-ende-vom-tunnel-internationale-konferenz-diskutierte-kreativitat-und-innovation-in-leipzig http://www.kreatives-leipzig.de/allgemein/licht-am-ende-vom-tunnel-internationale-konferenz-diskutierte-kreativitat-und-innovation-in-leipzig.html#comments Sat, 15 Dec 2012 07:51:21 +0000 Kreatives Leipzig e.V. http://www.kreatives-leipzig.de/?p=6270 Am 29. und 30. November 2012 fand in Leipzig die Abschlussveranstaltung des dreijährigen EU-Projektes »Creative Cities« in Form einer internationalen Konferenz »Open Innovation in Creative Industries« statt. Kreatives Leipzig unterstützte die Stadtverwaltung in der Durchführung der Konferenz als Medienpartner. Zahlreiche Vereinsmitglieder konnten sich bei der Veranstaltung einbringen, z. B. im temporären FabLab oder als Workshopmoderator. Nachdem die L-IZ im Vorfeld der Stadtverwaltung vorwarf, mit dem Thema „Open Innovation“ und Charles Landry als Keynote Speaker das Pferd von hinten aufziehen zu wollen, möchten wir hier der Frage nachgehen, was die Veranstaltung außer vielen Spesen (u. a. Abendessen im Gondwanaland) gebracht hat..

Doch zunächst der Reihe nach: Auch wenn sich am ersten und wesentlichen Konferenztag das Creative Cities — Projekt quasi unsichtbar gemacht hatte, so bildete es ja den organisatorischen Rahmen der Veranstaltung. Viele Kreative waren von dem Projekt schwer enttäuscht, konnten doch viele der Versprechungen aus der Startphase nicht eingelöst werden (u. a. wurde die Schaffung eines mit Vertretern der Kreativwirtschaft besetzter Beirat angekündigt). Selbst wenn im Rahmen von Wettbewerben Gelder auch an Kreative ausgezahlt wurden, blieben die Verfahren ebenso im Dunkeln wie die Geldempfänger, die selbst nicht wussten, wer außen ihnen noch in den Genuss der Förderung kam. Ein breiter Dialog, wohin Leipzig mit seiner vielfältigen aber dennoch atomisierten Kreativbranche steuern möchte, fand nie statt. Als Erfolg kann immerhin gelten, dass sich gleich vier Ämter der Stadtverwaltung über einen dreijährigen Zeitraum hinweg regelmäßig mit den Problemlagen der Kreativwirtschaft befasst haben, auch wenn sich dem konkrete Ergebnisse — zumindest von außen gesehen — nicht zuordnen lassen.

Zurück zur Konferenz: Die Chancen, die man in der Projektumsetzung links liegen ließ, schien man mit der Abschlussveranstaltung doch noch nachholen zu wollen. So wurden wir selbst frühzeitig als Medienpartner angefragt, Vereinsmitglieder durften den Social Media — Auftritt der Veranstaltung gestalten und die Initiativgruppe für ein FabLab Leipzig konnte in einer temporären mit allen gewünschten Geräten ausgestatteten Werkstatt die Potentiale eines Labs demonstrieren. Gerade letzteres mutete während der gesamten Konferenz wie ein lebendiger Bienenkorb an, in dem ständig programmiert, gelasert, ge-3D-druckt und ausprobiert wurde. Selbst die Namensschilder für alle Teilnehmenden, bestehend aus einem QR-Code, mit dem sich gleich die kompletten Kontaktdaten des Gegenüber ins Smartphone importieren konnte, wurde mit dem Lasercutter im FabLab angefertigt.

An der Veranstaltung selbst nahmen zumindest am ersten Tag etwa 130 Personen teil, etwas weniger waren es am Freitag, an dem es dann mehr um die Ergebnisse des EU-Projektes ging. Als Auftaktredner der Konferenz trat der britische Städteforscher Charles Landry auf, der Dank seines Buches »The Creative City« gemeinsam mit Richard Florida zu den weltweit meistgebuchten Rednern zum Thema Kreativwirtschaft zählt. Wie Kultur– und Kreativwirtschaft urbane Zentren transformiert, zeigte er eindrucksvoll anhand von Fotos, die er auf seinen Vortragsreisen in aller Welt aufgenommen hatte. Über die Zusammensetzung des folgenden Panels wunderten sich dann aber viele Gäste: Mit Charles Landry diskutierten der Chef des in Leipzig ansässigen Navigationsdienstleisters TomTom, der aus Dubai angereiste Eigner von Adyton Systems (ein Unternehmen, welches Netzsicherheitssoftware anbietet) sowie der Vorstand des Münchner Wirtschaftsvereins »Munich Network«. So richtig kam eine Diskussion nicht zu Stande, auch wenn der Moderator versuchte, die Runde in Richtung »Open Innovation« zu lenken. Echte Beispiele für kollaboratives Forschen und Entwickeln unter Beteiligung von Kreativen konnte keiner der Gäste einstreuen. Dafür waren sich die Diskutanten einig, dass Risikofreude und Unternehmertum in Deutschland unterentwickelt sind.

In den anschließenden Workshop-Sessions wurden viele Themen andiskutiert, anschließend im Plenum noch einmal konkrete Projekte aus Leipzig vorgestellt. Letztere sollten zeigen, dass auch in Leipzig kollaborative Innovationen entstehen. Allerdings sind die Projekte, u. a. eine Kooperation zwischen dem Organisationsteam des Campusfestes und dem Institut für Informatik der Universität Leipzig noch in der Startphase, so dass man hierzu erst einmal nur den Ansatz aber noch nicht das fertige Ergebnis zeigen konnte. Die Hoffnung ist, dass die entstandenen Beispiele am Ende auch Unternehmen aus klassischen Wirtschaftsbranchen die Möglichkein schmackhaft machen, in ihren Innovationsprozessen gezielt mit Kreativunternehmen zusammenarbeiten.

Am der Konferenz bleiben jede Menge interessanter Ideen und Beispiele hängen — bei vielen sicherlich auch die Möglichkeiten eines FabLabs. Dass über die Leipziger Kreativwirtschaft mit Vertretern aus etwa 10 Ländern diskutiert werden konnte, verdient ebenfalls Beachtung. Manche neue Kontakte, bspw. zu den Betreibern von Co-Working Slovenia in Ljubljana, konnten so aufgebaut werden. Viele der Teilnehmenden vertraten Einrichtungen der Wirtschaftsförderung oder Forschung — es bleibt zu hoffen, dass die Konferenz bei Ihnen dazu beiträgt, künftig die Hebel so zu legen, dass die Kreativwirtschaft von der Innovationsförderung stärker profitieren kann oder gar als innovative Entwicklung an sich gesehen wird. Denn, wie Charles Landry es in der Eingangsrede verdeutlichte, Innovation sollte nicht nur als technisches Produkt sondern ebenso als kreativer Prozess verstanden werden. Und wer kann diesen mehr vorantreiben als die Akteure selbst?!

 

Fotos: Susann Jehnichen

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»Unsere Lieblingsfotos und die Geschichte dahinter« — das ROMKA #7 ist draußen http://www.kreatives-leipzig.de/allgemein/unsere-lieblingsfotos-und-die-geschichte-dahinter-das-romka-7-ist-drausen.html?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=unsere-lieblingsfotos-und-die-geschichte-dahinter-das-romka-7-ist-drausen http://www.kreatives-leipzig.de/allgemein/unsere-lieblingsfotos-und-die-geschichte-dahinter-das-romka-7-ist-drausen.html#comments Thu, 13 Dec 2012 10:20:50 +0000 Kreatives Leipzig e.V. http://www.kreatives-leipzig.de/?p=6283 Denkt man an Publikationen und das Internet, so gehen die Gedanken ganz schnell in Richtung des — ob der durch das Web veränderten Verhaltensmuster — strauchelnden Buch– und Zeitschriftenmarktes. eBooks, Blogs und Tablet-taugliche Magazine sorgen dafür, dass immer weniger Papier bedruckt und dafür mehr online gelesen wird. Dass diese Entwicklung keine Einbahnstraße ist, zeigt das Fotomagazin romka.

Vor ein paar Jahren, damals lebte er noch in Westfalen, schuf Joscha Bruckert eine Website, auf der er sowohl professionelle als auch Amateur-Fotografen aufforderte, ihre Lieblingsfotos und die Geschichte dazu hochzuladen und mit der Netzgemeinde zu teilen. Oftmals sind es Schnappschüsse, die für eine klassische Galerieausstellung nicht in Frage kämen. Enorm ausdrucksstark werden sie aber in dem Moment, wenn man die Geschichte dazu liest. Da ist zum Beispiel das schattenhafte Bild eines alten Mannes, dessen Gesicht man kaum erkennen kann. Aufgenommen hatte es Nadia Sablins Vater in der Sowjetunion in den frühen 1980er Jahren. Zu Gesicht bekam Nadia das Foto ihres Großvaters aber erst zwei Jahrzehnte später. Als ihre Familie in die USA emigrierte, durften sie aus Angst vor Spionage keinerlei Filmnegative mitführen. Die Filmrolle hatte die Tante aufgehoben und übergab sie Nadia bei einem Besuch in der früheren Heimat. Der Großvater war zwischenzeitlich verstorben, so dass man sich die Emotionen vorstellen kann, welche die Entwicklung jenes Fotos bei Nadia Sablin auslöste.

romka ist voll solcher Geschichten: eine mit elterlichem Zutun gepflegte Cannabis-Pflanze (der Fotograf fand Kiffen schnell uncool), eine hübsche junge Frau im Kleid zwischen zwei halbnackten bärtigen Schweden (eine Sauna-Party nach verpasstem Flieger) oder ein wolkenverhangener Tag in Pismo Beach, Kalifornien (die dort aufgewachsene Fotografin zog kurz nach der Aufnahme ins küstenferne Pennsylvania). Hinzu kommen drei Bilderserien. Eine davon steuerte der HGB-Professor Dr. Friedrich Tietjen: Ein privates Fotoalbum aus seiner Sammlung zeigt ein typisches westdeutsches Mittelklasse-Haus aus den 1950er Jahren — inklusive der geöffneten und geschlossenen Treppenluke zum Dachgeschoss. Bildunterschriften der Familie, zeigen den Stolz auf das Eigenheim als Statussymbol. Eine andere Serie zeigt die fürchterlichsten Fotos — ausgewählt von einer hochkarätigen Jury.

Wie schon beim romka #6 übernahm Benedikt Bock die Gestaltung des Heftes. Ihm ist zu verdanken, dass die unterschiedlich langen Erzählungen mit den Fotos nirgendwo in optische Konkurrenz gehen, gleichzeitig so arrangiert sind, dass man sie unbedingt lesen möchte. Wen der Umgang mit Typografie an die Grafikerschulung an der HGB erinnert, liegt vollkommen richtig: Benedikt Bock studiert dort Grafik-Design in der Klasse System-Design im 10. Semester.

Obwohl das aktuelle Magazin die Nummer 7 trägt, ist es eigentlich erst das dritte Heft. Die ersten vier Ausgaben verblieben noch im Netz. Erst dank finanzieller Starthilfe aus der Dortmunder Kreativwirtschaft schaffte Joscha Bruckert vor zwei Jahren den Sprung in die analoge Welt. Da sich das gedruckte Heft ganz gut verkaufte, lieh er sich — inzwischen in Leipzig lebend — das Geld für das romka #6 bei Mama. Inzwischen sind beide Editionen ausverkauft, so dass er für romka #7 sogar die Auflage auf 1.500 Stück erhöhte und inzwischen aus eigener Tasche die Vorfinanzierung aufbringen kann. In Leipzig kann man das Heft unter anderem im MZIN oder bei Kapitaldruck erstehen — wer möchte, findet es aber auch in vergleichbaren Läden in London, New York oder Tokio.


Joscha ist seit diesem Jahr Mitglied bei Kreatives Leipzig e. V. Von dem Erfolg der ersten beiden Druckausgaben ist er selbst nach wie vor überwältigt — schließlich hatte er beim Start der Website nie gedacht, einmal Herausgeber eines weltweit gekauften Fotomagazins zu werden.

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Interview mit Charles Landry über Leipzig als ›kreative Stadt‹ und die Gefahr der Gentrifizierung http://www.kreatives-leipzig.de/allgemein/interview-mit-charles-landry-uber-leipzig-als-kreative-stadt-und-die-gefahr-der-gentrifizierung.html?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=interview-mit-charles-landry-uber-leipzig-als-kreative-stadt-und-die-gefahr-der-gentrifizierung http://www.kreatives-leipzig.de/allgemein/interview-mit-charles-landry-uber-leipzig-als-kreative-stadt-und-die-gefahr-der-gentrifizierung.html#comments Wed, 12 Dec 2012 16:23:43 +0000 Kreatives Leipzig e.V. http://www.kreatives-leipzig.de/?p=6260 Charles Landry ist ein britischer Urbanist und Publizist. Sein Buch „The Creative City – Tools for Urban Planners” gehört zu den meistbeachtesten Werken zum Thema ‘kreative Stadt’. Im Rahmen der internationalen Konferenz „Open Innovation in Creative Industries“ war Charles Landry in der letzten Woche in Leipzig. Gemeinsam mit detektor.fm interviewten wir ihn am Rande der Veranstaltung. Ein Teil des Interviews kann man hier auch nachhören.

Charles Landry, in your perspective, what does the term creative industries stands for nowadays?

Well, I actually don’t think the term creative industries is very good because it defines a specific set of activities – design, music, film, etc – which I do think they are creative. However, I think there are many other activities which are industrial and but which are nevertheless creative. My interest is in creativity in industry as a totality. The key question really is: What is special about that sub-sector of activities which we are calling the creative industries, those industries of the imagination which create content and experiences?

So what would you consider special about them?

Well, the so called creative industries are good at storytelling. They are sensing and defining the emotional. They are good at spectacularising things. As our cities are changing, they are becoming more spectacular, if you like that or not. And obviously, the sub-sectors of creative industries are crucial players in these processes. But more importantly, and that is how I look at things, they are migrating into other spheres – it is like electricity setting sparks in all other parts of the economy, be it logistics, mining, e-commerce.. Take the film industry for example: It is no longer just about movies. There are film cameras being used to monitor the safety conditions in a mine, or think about tele-medicine where film equipment allows long-distance diagnoses. There is a much bigger game being played..

Those are rather technology-based examples. Do you think that creative industries are also impacting the way we work?

Certainly! There are very important innovations coming from the sector, especially those sub-sectors which are included in the creative industry framework but which do not conceive themselves as commercial, such as theatre.They really prefigured how the economy in general and work and its  organization would change. Take a look at film or theatre productions and you will see methods in place which we nowadays call innovation sharing or collaborative working, and which are now embedded to a very big extent in other economies. Jazz music is another good example of task-based or project-based collaborative working.. And think about social media, whose forms of application were pioneered by creative industries, for instance how it has changed how we can connect, how we can communicate with each other – a massive innovation! The whole capacity to be here and there simultaneously, it tremendously changes the world in which we live and work.

Do you think that today’s regulatory framework adequately reflects the changing economy?

It is about openness, about freedom in general, however, you do need some forms of regulation for certain sorts of things. If you look at it from a city planning point of view, you want some regulations because of worries about gentrification. The question is: How do you keep a city developing and growing whilst at the same avoiding the negative aspects of gentrification and keeping the buzz. It is  a fine balance? Moving to products and services, there is a massive debate about intellectual property and the effects of open source innovation processes. There are many regulatory issues at stake – but the sister of regulation is incentive. Economic development entities have to rethink completely how they operate. Because people in creative industries, usually smaller companies, often collaborate in interesting ways, working in co-working spaces, etc. All this has regulatory implications. It is difficult to imagine that just 20 years ago, there was a discussion whether someone should be allowed to work and live in the same place and whether they should have to pay an extra tax. Today that issue seems ridiculous Also classic incentive systems were designed for companies with more than 10 employees, but most of the companies in the so-called creative sector would be much smaller. Hence, many programs need to be adapted as we live in another form of economy – one which is much more based on networking, with lots of small entities connecting to make products and services.

So which conditions should one city give for creative industries to grow?

There are conditions at different levels. At the most general level, which is quite abstract but very important, it is openness – in essence creating the conditions for people to think, plan and act with imagination. This requires on the one hand a relatively free regulatory structure, but much more it is an attitude of the city and its institutions — to say ‘yes’ rather than ‘no’. The default position should be to say ‘yes, if’ rather than ‘no, because’. Another important condition is the availability of space. Because a lot of creative innovations are actually driven by younger people, there is a question of space and cost. That is where the gentrification dilemma comes in because the cheap places where they go tend through their presence to become attractive – and more expensive. It is very difficult to maintain the balance. There are just a few examples where this has been done successfully, yet again, this was done through regulation.

How would you describe the ideal creative city then?

A creative city for me is a place where there is a feeling that I am empowered to be a citizen, which means that you are a maker, shaper and co-creator of your city.  On the other hand, a creative city is a place where you have choices, there are personal choices for you and opportunities for you to be involved. I personally think that a creative city is one where I am a producer or maker, that is why I like things like fab labs, rather than just a passive consumer. I don’t think that a city which is purely spectacularising me with fireworks and colourful advertisements is necessarily a creative city.

There are more and more cities worldwide calling themselves a ‘creative city’. Are you proud that your concepts was taken up by some many?

I was surprised and of course the danger is that the concept has become too fashionable and that people talk about the idea without really understanding its purposes and goals. Also if people overuse the term there is a danger that the concept becomes hollowed out and empty through overuse. Then people might get bored and start using new concepts, maybe ‘smart cities’ or the ‘intelligent city’ and we move on  forgetting the real reason we looked at the ‘creative city’ idea in the first place. And quite clearly, given that I think that what we are calling the creative industries are really embedded and integrated everywhere, I don’t want it to be just fashionable. At its core, the idea of creativity is central to human existence – because it is the capacity of human beings to express themselves. That is why it is important to feel as a maker and shaper of your own city.

Charles Landry (zweiter von rechts) in Leipzig

What do you think about the “Not in Our Name” campaign in Hamburg, given that among Leipzig’s creative pioneers there is a growing discontent about how our city is branded as a “creative city”?

I think that situation has happened rightly because people feel they are being used for city marketing purposes. They feel they are becoming a commodity and just treated like a slogan. So in that sense, I’m sympathetic to that response. The city marketeers are often not really creative and don’t even care about it, they are just going on a band wagon. What’s more important for a city  is not to call yourself a creative city but  to let others call you a creative city. Ideally we want outside people to say something like: “did you know Leipzig was bloody interesting, I didn’t know that”.

Well, thank you very much for your time. Please enjoy the rest of your stay here!

Das Interview führten Florian Leue (detektor.fm) und Frank Trepte (Kreatives Leipzig e. V.). Die Fotos steuerte Susann Jehnichen bei.

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Kopf oder Zahl — Nachbetrachtung zur Abschlussveranstaltung der FOKUS-Reihe http://www.kreatives-leipzig.de/allgemein/kopf-oder-zahl-nachbetrachtung-zur-abschlussveranstaltung-der-fokus-reihe.html?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=kopf-oder-zahl-nachbetrachtung-zur-abschlussveranstaltung-der-fokus-reihe http://www.kreatives-leipzig.de/allgemein/kopf-oder-zahl-nachbetrachtung-zur-abschlussveranstaltung-der-fokus-reihe.html#comments Tue, 11 Dec 2012 16:37:01 +0000 Kreatives Leipzig e.V. http://www.kreatives-leipzig.de/?p=6257 Mit der Diskussionsrunde am 5. Dezember 2012 ist nach neun Einzelveranstaltungen die FOKUS-Reihe zu Ende gegangen. Nachdem im Vorjahr die Teilbranchen der Kreativwirtschaft jeweils einzeln und nacheinander im Mittelpunkt eines Abends der LE Klub Analog — Veranstaltungen standen, lag der Fokus 2012 auf den übergreifenden Themen. Im Laufe des Jahres ging es um gerechte Bezahlung, Selbstverwirklichung, Urheberrecht, Gentrifizierung und natürlich der begrifflichen Einordnung als Kreativwirtschaft. Im Februar 2012 eröffneten wir die Reihe damit, dass wir fragten, »Kreativwirtschaft — WTF?!«.

Dass sich an dem Begriff die Geister spalten, wurde auch bei der Abschlussveranstaltung wieder deutlich — so schließt sich der Kreis quasi. Der Blogger und Medienkünstler Tim Pritlove fand sich in dem Begriff zunächst nicht wieder, wird aber wirtschaftspolitisch darunter gefasst. Michael Söndermann, der an den meisten der in Deutschland erstellten Berichten und Studien zum Thema Kreativwirtschaft beteiligt war, gab denn auch sofort zu, dass es sich hierbei um einen künstlichen Begriff handele, den er im Laufe des Abends noch als »Wolkenkuckucksei« bezeichnete. Am liebsten würde er den Sektor als »emotionale Wirtschaft« umtaufen, denn hier wird Content geschaffen, der die Menschen emotional bewegt.

»Kopf oder Zahl?« wollten die beiden Moderatoren Katja Großer (Kompetenzzentrum Kultur– und Kreativwirtschaft des Bundes) und Christian Bollert (detektor.fm, Kreatives Leipzig) auch vom Leipziger Oberbürgermeister Burkhardt Jung wissen. Dass die hiesige von jungen Mikrounternehmen getragene Kreativszene ein enormer Standortfaktor (Stichwort »Hypezig«) ist, und enorm zu einer positiven Außenwirkung der Stadt beiträgt, ist dem demnächst zur Wiederwahl stehenden OBM anscheinend bewusst (Jung: »fetter Wirtschaftsfaktor«), ebenso ihre Rolle in Stadtentwicklungsprozessen. Ohne jedoch »Gentrifizierung« beim Wort zu nennen, gibt Jung auch zu, dass die Freiräume in Leipzig enger werden. Mit dem Sitz des MDR in Leipzig und der hohen Kulturförderung schaffe die Stadt viele Anreize, damit Leipzig auch weiterhin genug Humus für eine lebendige kreative Szene bietet.

Kulturförderung gleich Kreativwirtschaftsförderung? Das konnten die anderen Teilnehmenden natürlich nicht im Raum stehen lassen. Obwohl Jung in seiner Rechtfertigung ein paar gelungene Beispiele anbringt, wie Einzelunternehmen von Aufträgen aus der hochsubventionierten Kultur profitieren (Bühnenbilder in der Oper, Gestaltung von Veranstaltungsplakaten für das Schauspielhaus), rezitiert Söndermann aus seinen zahlreichen Studien, dass dieser Zusammenhang statistisch kaum nachweisbar ist. Allenfalls die Ansiedlung des MDR-Hauptsitzes in Leipzig lässt er als Argument gelten, weist aber auch gleich darauf hin, dass die Rolle des öffentlichen-rechtlichen Rundfunks als Auftraggeber gegenüber den privaten Sendeanstalten immer mehr zurückgehe. Überhaupt sei in Deutschland die Diskussion um die so genannte Kreativwirtschaft viel zu eng mit dem traditionellen Kulturbegriff verbunden. Ein Gegensatz, durch den Wirtschafts– und Kulturförderung weiterhin fast immer gegensätzliche Ziele verfolgen, obwohl eine Integration eigentlich wünschenswert wäre. Doch da würden ja langjährige Glaubensmuster aufgegeben werden müssen.

Wenn die öffentliche Hand die so genannte Kreativwirtschaft fördern wolle, solle sie viel mehr in die notwendige Infrastruktur investieren, also Breitband-Internetzugang, freie WiFi-Netzwerke und Co-Working Spaces — so würden auch viel mehr Unternehmen von der Förderung profitieren, meint Pritlove. Der Blogger kommt im Laufe des Abends immer wieder auf die digitale Gesellschaft zu sprechen. Den möglichst freien Zugang zu einem hochqualitativen Internet bezeichnet er als »Luft zum Atmen« für die Kreativen. Deutschland laufe Gefahr, den Anschluss regelrecht zu verlieren, wenn im Zusammenhang mit dem Internet eher die Angst vor Urheberrechtsverletzungen statt der Netzausbau dominiere. Die beste Unterstützung aber wären öffentliche Strukturen, die vor allem eines nicht machen: Steine in den Weg werfen und so die Umsetzung neuer unternehmerischer Ideen verhindern.

Peter Grafe, der im Haus des Bundesbeauftragten für Kultur und Medien tätig ist, gibt zu, dass sich selbst die Filmförderung oder die Initiative Musik (Bundesförderprogramm) eher als Institutionen der Kultur– als der Wirtschaftsförderung verstehen. Durch den Bund wird aber mit Hilfe des Kompetenzzentrums Kultur– und Kreativwirtschaft der Fokus vor allem auf die unternehmerische Qualifizierung der Kreativen gelegt — damit »aus künstlerischen Ideen marktfähige Produkte und Dienstleistungen« entstehen können.

Im Laufe der Diskussion bildet sich im Umgang mit dem Begriff Kreativwirtschaft dann doch ein Konsens auf dem Podium: Bei allem Unbehagen über die gängige Definition, beschreibt der Terminus eine Branche, deren Akteure aus gängigen Mustern ausbrechen, die etwas bewegen wollen und eine hohe Risikobereitschaft mitbringen. Damit diese Leistung mehr Anerkennung erfährt, muss sich in Deutschland erst noch eine »Fail-Kultur« entwickeln, so Pritlove. Er selbst fing ja schließlich auch an, mit Dingen Geld zu verdienen, für die es bis dahin noch nicht einmal eine Berufsbezeichnung gab. Dass er dafür nie einen Business Plan aufgestellt hatte, hat seinem geschäftlichen Erfolg eher genutzt als geschadet. Auch Söndermann sieht in Unternehmern wie ihm die Zukunft, die aber der traditionellen Vorstellung von Wirtschaft diametral gegenüber steht. Deren Förderstrukturen sind kaum für die Bedürfnisse der aus vielen Einzelunternehmen bestehenden Wirtschaftsstruktur ausgelegt. Für selbständiges Arbeiten fehlt es hierzulande an den »Leitplanken« (Söndermann), oder wie es Pritlove ausdrückt: Wer angestellt ist, um den wird sich gekümmert; wer hingegen selbständig ist, muss sich um alles allein kümmern.

Jung punktet indessen mit der wenig überraschenden Erkenntnis, dass »wir uns nicht alle gegenseitig die Haare schneiden können«. Gemeint hat er damit, dass in der Verknüpfung der Kreativschaffenden mit industriellen Sektoren der Schlüssel für den langfristigen Erfolg der Branche liegt. Für Leipzig kündigt er ab 2013 eine Stelle an, die sich genau um diese Aufgabe kümmern solle. Wenn diese tatsächlich Realität wird, kann aus einem »Kreativwirtschaft — WTF?!« vielleicht doch mal ein »Kreativwirtschaft — FTW« werden.

Die aus neun Einzelveranstaltungen bestehende FOKUS-Reihe war ein gemeinsames Projekt vom Kompetenzzentrum Kultur– und Kreativwirtschaft des Bundes sowie des Branchenverbandes Kreatives Leipzig e. V. Die Abschlussveranstaltung fand im Rahmen des 3. Geburtstags des Leipziger Internetradios detektor.fm statt und kann auf der Website des Radios angehört und heruntergeladen werden.

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Interview mit Behnud Ghiasynejad über sozialpädagogische Musikprojekte und Rappen auf Persisch — Teil 7 unserer Interview-Serie Leipzig INTERNATIONAL http://www.kreatives-leipzig.de/leipzig/interview-mit-behnud-ghiasynejad-uber-sozialpadagogische-musikprojekte-und-rappen-auf-persisch-teil-7-unserer-interview-serie-leipzig-international.html?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=interview-mit-behnud-ghiasynejad-uber-sozialpadagogische-musikprojekte-und-rappen-auf-persisch-teil-7-unserer-interview-serie-leipzig-international http://www.kreatives-leipzig.de/leipzig/interview-mit-behnud-ghiasynejad-uber-sozialpadagogische-musikprojekte-und-rappen-auf-persisch-teil-7-unserer-interview-serie-leipzig-international.html#comments Mon, 10 Dec 2012 01:15:22 +0000 Kreatives Leipzig e.V. http://www.kreatives-leipzig.de/?p=6108 Behnud Ghiasynejad ist iranischer Sänger, Songwriter und Produzent. Geboren wurde er in Mashhad, der zweitgrößten Stadt Irans. 1995 kam seine Familie nach Deutschland. Schon vier Jahre später gründete er mit seinem Bruder die Gruppe FAIR, die als einzige persischsprachige Band allein in Sachsen mehr als 60 Live-Auftritte absolvierte. Darüber hinaus begleitete die Band Veranstaltungen in den Niederlanden, Dänemark, Schweden, etc.. Seine Songs wurden unter anderem von der Voice of America und der BBC gespielt.

Hallo Behnud, also erzähle mal, wie kommt man als Iraner ausgerechnet nach Leipzig?

Als Kind politischer Flüchtlinge, wobei wir nicht direkt nach Leipzig gekommen sind. Aufgewachsen bin ich in Zwickau. Doch als mein Bruder nach Leipzig umgezogen ist — er war ja auch mein musikalischer Partner — bin ich einfach hinterher. Das war im Jahr 2006. Viel interessanter, wenn ich mir die Frage mal selbst zuspielen darf, ist wieso ich in Leipzig geblieben bin. Ich hatte ursprünglich vor, relativ schnell weiterzuziehen, nach Hamburg.

Du machst mich neugierig. Wieso hat es dich also in Leipzig gehalten?

Der Grund, wieso ich in Leipzig geblieben bin, war, dass die Stadt für das, was ich tue, einfach hundertprozentig die besten Bedingungen geboten hat und auch weiterhin bietet. Und ich hatte Glück, hier in dem Diplompsychologen und Personaltrainer Franz Teichert einen wunderbaren Coach gefunden zu haben, der mir Wege aufgezeigt hat, wie ich mein Potential am besten als Selbständiger nutzen kann.

Jetzt wäre der Punkt, wo du erst mal erklären musst, aus was deine Tätigkeit als freiberuflicher Musiker hier genau besteht.

Genau, ich bin freiberuflicher Musiker und realisiere seit März 2011 sozialpsychologisch und pädagogisch geführte Musikprojekte — mit dem primären Ziel, Sprachförderung zu betreiben. Zurzeit mache ich das hauptsächlich im Leipziger Osten, wo der Migrantenanteil relativ hoch ist und ich mich auch gut aufgehoben fühle. Ich kämpfe sozusagen an der „Front“ der Integration..

Wie kann man sich das näher vorstellen? Gemeinsames Musizieren, gemeinsames Improvisieren..?

Also das Thema Musik spielt dabei eigentlich eine sekundäre Rolle. Es geht hauptsächlich darum, dass die Teilnehmer sich mit Texten auseinander setzen. Gerade Jugendliche aus so genannten „bildungsfernen Schichten“ haben kein klares Bild von ihrer Zukunft. Wenn man sie fragt, was willst du später mal werden, kommen Antworten wie Fußballstar oder Popstar. Aber wenn man mit ihnen anfängt zu arbeiten, merkt man schnell, dass bei ihnen sehr viel Potential da ist, und sie eine hohe Lernbereitschaft haben.

Wenn ich mit ihnen arbeite, müssen sie ihre eigenen Texte schreiben, dabei ihre Probleme verarbeiten können und alles was dann ins Musikalische geht, darum kümmere ich mich. Das finden sie auch gut so. Gerade die Jungs fragen aber schon mal nach, wie ich das jetzt technisch umgesetzt habe — aber nie hat jemand gefragt, wie machst du das mit der Komposition. Die kreative Arbeit liegt schon oft bei mir allein.

Wie komponierst du dann? Vorrangig am Computer oder eher nach Gefühl?

Die Produktion findet meist am Computer statt, für die Komposition nutze ich hauptsächlich meine Gitarre. Ich suche mir da meistens eine Kadenz als Ausgang und lasse mich dann gleiten. Die Melodien entstehen so schrittweise und es kommt immer mehr hinzu. Das dauert dann meistens eine Woche.

Und stilistisch bist du variabel?

Ja, muss ich sein. Ich richte mich da nach den Teilnehmern. Ursprünglich komme ich ja aus der Hip Hop — Ecke. Ich habe jahrelang muttersprachlich persisch gerapt. Mit der Zeit habe ich gemerkt, dass die Elemente auch bei unterschiedlichen Stilen an sich recht ähnlich sind. Was sich immer mal ändert, sind die Sounds — da lernt man laufend hinzu und wird immer variabler.

Du hast gesagt, dass du die Arbeitsbedingungen in Leipzig ideal findest.

Die Arbeitsbedingungen allgemein kann ich nicht beurteilen. Aber da ich in Leipzig als einziger Migrant diese sozialen Projekte mache und es viele Migranten mit Integrationshemmnissen gibt, die sich aber mit mir als Person identifizieren können, ich es dadurch bei der Teilnehmerakquise sehr viel einfacher habe, bietet sich für mich hier eine super Gelegenheit. Ich weiß zum Beispiel aus dem Ruhrgebiet, dass dort ähnliche Projekte in Massen angeboten werden, ebenso in Berlin oder Hamburg. Und in Leipzig gibt es zwar auch andere, die Musikprojekte mit Migranten machen, aber die haben oft Schwierigkeiten, an die Teilnehmer richtig heranzukommen. Sie werden schnell als fremd abgestempelt — und ich habe ja den selben Hintergrund wie die meisten Migranten aus dem Leipziger Osten. Ich habe selber acht Jahre lang in Asylbewerberheimen gelebt, bin selbst als Flüchtling in Deutschland angekommen, so dass ihnen die Identifikation mit mir leichter fällt — rein äußerlich schon.

Wer bezahlt eigentlich deine Arbeit?

Ich habe sehr viel Unterstützung durch das Sächsische Bildungsinstitut und die Stadt Leipzig, z. B. der Migrantenbeauftragte Herr Gugutschkow. Die Stadtwerke und die Sparkasse Leipzig haben meine Projekte ebenfalls über Spenden unterstützt, wofür ich sehr dankbar bin. Und das ist letztendlich der Grund, wieso Leipzig mittlerweile Heimatgefühle in mir weckt. Ich fühle mich durch eine Tätigkeit mit der Stadt sehr eng verbunden und bin froh ein Teil dieser Gemeinschaft zu sein.

Na dann hoffe ich, dass das noch lange so bleibt. Herzlichen Dank für deine Zeit!

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Nachlese zur Stadtratssitzung am 22.11.2012 http://www.kreatives-leipzig.de/allgemein/nachlese-zur-stadtratssitzung-am-22-11-2012.html?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=nachlese-zur-stadtratssitzung-am-22-11-2012 http://www.kreatives-leipzig.de/allgemein/nachlese-zur-stadtratssitzung-am-22-11-2012.html#comments Wed, 05 Dec 2012 06:24:05 +0000 Kreatives Leipzig e.V. http://www.kreatives-leipzig.de/?p=6241 Der Stadtrat tagte und gleich mehrere Punkte auf der Tagesordnung beschäftigten sich mit Belangen der Kreativwirtschaft: Dabei ging es um Probe– bzw. Atelierräume sowie die Rahmenbedingungen für Veranstaltungen. Bereits im Vorfeld hatten wir hier über die Hintergründe informiert.

Der zunehmende Druck auf den Immobilienmarkt führt aktuell dazu, dass insbesondere im Leipziger Westen die Freiräume wieder verloren gehen, die von Akteuren der Kreativwirtschaft ebenso wie von Kunstschaffenden in den letzten Jahren genutzt wurden. Besonders dramatisch ist die Proberaumsituation. Selbst um Räume mit unbenutzbaren Sanitäranlagen oder nassen Wänden gibt es mittlerweile einen regelrechten Kampf. Die Fraktion DIE LINKE wollte die Verwaltung nun in die Pflicht nehmen, hier die Raumsuchenden Kreativen zu unterstützen bzw. selbst tätig zu werden, um mehr Kapazitäten zu schaffen. Außerhalb der eigenen Fraktion erhielt der Antrag allerdings keine einzige Stimme. Die anderen Fraktionen begründeten dies gegenüber der L-IZ damit, dass die Verwaltung zwischenzeitlich in Kooperation mit den Vereinen BBK Leipzig e. V. und Bandcommunity Leipzig e. V. bereits aktiv geworden war.

Dies wäre natürlich wünschenswert, da in Leipzig aufgrund von Zuzug und positivem Geburtensaldo alle Zeichen auf Bevölkerungswachstum und damit noch mehr Nachfrage nach Räumen zum Leben und Arbeiten stehen. Also fragten wir bei beiden Einrichtungen mal nach. Um es vorwegzunehmen, die Realität sieht anders aus als von der Verwaltung dargestellt.

Richtig ist, dass der BBK Leipzig insbesondere aber nicht ausschließlich bildende Künstler bei der Suche nach Räumen zu vertretbaren Preisen vermittelnd unterstützt. Auf der Website des Künstlerbundes findet man für zwei Objekte auch schon die Exposés. Auch wenn die Verantwortlichen mit offenen Augen und Ohren durch die Stadt gehen, so werden Anfragen über die eigene Klientel hinaus nach eigenem Bekunden in der Regel an die bekannten Ansprechpartner weitervermittelt — wie zum Beispiel die Bandcommunity. Im eigenen Bandhaus hat diese 31 Proberäume geschaffen, die sich an die 50 Bands teilen. Hinzu kommt noch eine sehr lange Warteliste von Interessenten. Aufgrund der riesigen Nachfrage werden aktuell Möglichkeiten gesucht, zusätzliche Kapazitäten aufzubauen. Das Kulturamt hat hier Unterstützung zugesagt — die Form allerdings noch offen gelassen.

Was heißt das also im Klartext? Wer auf der Suche nach einem Atelierraum ist, hat gute Chancen, dass ihm von den Verantwortlichen des BBK Leipzig weitergeholfen wird — insbesondere wenn es sich primär um eine künstlerische Tätigkeit handelt (der Bewerbungsbogen ist an das Aufnahmeformular der Künstlersozialkasse angelehnt) und die eigene soziale Lage eher misslich ist (positive Diskriminierung). Damit es in Zukunft wieder mehr auch als solche geeignete Proberäume für Musikschaffende gibt, und zwar sowohl für die Indierock-Band als auch den Electro-Producer, ist noch einiges an öffentlichen Druck notwendig, um sicherzustellen, dass es nicht bei dem Lippenbekenntnis gegenüber der Bandcommunity bleibt sondern tatsächlich etwas bewegt werden kann.

Kreative aus anderen Branchen bleiben bei der Suche nach geeigneten Räumen weitgehend auf sich allein gestellt. Die Lotsen im Amt für Wirtschaftsförderung können eine individuelle Unterstützung aktuell aus Kapazitätsgründen kaum leisten. Hoffnung besteht jedoch auch hier: Mittelfristig soll eine Kontaktstelle Kreativwirtschaft im Amt für Wirtschaftsförderung entstehen, die als Schnittstelle zwischen Kreativen und der Verwaltung entsprechende Angebote bzw. potentielle Ansprechpartner zusammentragen und aktuell halten könnte. Anders als es zunächst einem Schreiben von Bürgermeister Faber zu entnehmen war, ist die Finanzierung dieser zusätzlichen Stelle bislang keinerseits gesichert. Entsprechende Anträge zum Haushalt werden bei der nächsten Stadtratssitzung im Dezember zur Abstimmung gestellt.

In einer Anfrage wurde darüber hinaus auch noch nach den Rahmenbedingungen für die Durchführung von kreativwirtschaftlichen Veranstaltungen gefragt. Zu unserem eigenen Erstaunen nahm die Verwaltung in ihrer Antwort mehrfach Bezug auf die von unseren Mitgliedern unter dem Banner von popoolär!  initiierte Veranstalterfibel — ein Projekt dessen Vollendung seit Monaten aufgrund der fehlenden Bereitschaft zur Mitarbeit der Verwaltung (löbliche Ausnahmen sind hierbei die Veranstaltungsstelle im Ordnungsamt sowie die für das Feld Kreativwirtschaft Verantwortlichen des Amtes für Wirtschaftsförderung) vor dem Aus steht. Leben Totgesagte vielleicht doch länger? Es bleibt spannend..

Übrigens: Alle Kandidierenden der Wahl des Oberbürgermeisters Anfang 2013 haben uns zugesagt, fünf Fragen zu kreativwirtschaftlichen Themen schriftlich zu beantworten. Die ersten Antworten sind bereits bei uns eingetroffen, die Veröffentlichung haben wir Mitte Dezember geplant.

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Allein gegen Alle – Lösungen zur Selbstverwirklichung: Nachtrag zur FOKUS-Veranstaltung vom 14.11.2012 http://www.kreatives-leipzig.de/allgemein/allein-gegen-alle-losungen-zur-selbstverwirklichung-nachtrag-zur-fokus-veranstaltung-vom-14-11-2012.html?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=allein-gegen-alle-losungen-zur-selbstverwirklichung-nachtrag-zur-fokus-veranstaltung-vom-14-11-2012 http://www.kreatives-leipzig.de/allgemein/allein-gegen-alle-losungen-zur-selbstverwirklichung-nachtrag-zur-fokus-veranstaltung-vom-14-11-2012.html#comments Tue, 04 Dec 2012 05:34:00 +0000 Kreatives Leipzig e.V. http://www.kreatives-leipzig.de/?p=6244 FOKUS #2  „Me, myself and I – Wie selbstbestimmt arbeiten wir?« beleuchtete im März 2012 die »schöne neue Arbeitswelt« der Kreativberufler zwischen Prekariat und idealistischer Selbstverwirklichung. Die Veranstaltung zeigte ein emotionales Stimmungsbild von selbstbewussten Kreativen, die im Spagat zwischen Selbstverwirklichung und Selbstausbeutung nach Wirtschaftlichkeit und Anerkennung streben.

Um dieses Streben zu unterstützen, stand FOKUS #8 im November unter dem Titel „Allein gegen Alle?  – Lösungen zur Selbstverwirklichung“.  Die Diskussionsrunde thematisierte die gesellschaftliche Akzeptanz der Branche, die Rolle der Interessenvertretungen und informierte über Möglichkeiten zur Selbstverwirklichung.

Alle Anwesenden waren sich einig, dass die Kreativwirtschaft bezüglich ihrer Arbeitsmodelle und Innovationskraft Pioniercharakter besitzt. Sie schafft neue Ideen und Geschäftsmodelle und etabliert innovative Unternehmen am Markt, was zukünftig weitreichende politische und gesellschaftliche Veränderungen erforderlich macht. Es müssen bspw. neue Modelle der Sozialversicherung geschaffen und flexiblere Formen der Besteuerung installiert werden, um dem Bedarf und den Veränderungen gerecht zu werden.

Dennoch bestätigte Podiumsgast Veronika Mirschel von ver.di, dass die Branche Kreativwirtschaft in ihrer Struktur noch immer zu kleinteilig sei. Die öffentliche Wahrnehmung als Branche ist unzureichend. Meist werden nur einzelne Teilbranchen wie bspw. Architektur oder Presse gesehen und als Wirtschaftszweig bewertet. Akteure anderer Teilbranchen wie darstellende Künste besitzen in der öffentlichen Wahrnehmung noch keine betriebswirtschaftlich tragende Rolle. Auf Akteursebene wird dadurch subjektiv das Gefühl, als Einzelkämpfer unterwegs zu sein unterstützt.

Um dem zu begegnen, setzen sich Branchenverbände und Interessenvertretungen für die Belange der Kreativwirtschaftler ein. Sie fungieren als Sprachrohr, als Mittler zwischen Akteuren und Politik und vernetzen einzelne Kreative untereinander. Sie bieten Rechtsschutz, beraten zu branchenspezifischen Angelegenheiten und veranstalten Workshops zu Themen wie Preisgestaltung oder Marketing.

Das Bereitstellen einzelner Bildungsangebote und Beratungen ist ein wichtiges tool in Richtung Selbstverwirklichung für Freelancer, viel wichtiger jedoch sei ein aktiver Austausch der Akteure untereinander, so Anja Dünnebier von Wir Gestalten Dresden. Dazu zählt auch ein offener Dialog darüber, welches Honorar für bestimmte Leistungen tatsächlich verlangt wird. Viele freiberufliche Übersetzer bieten bspw. ihre Leistungen unter Wert an. Alexander Heyne rät als Verantwortlicher für Öffentlichkeitsarbeit im Bundesverband der Übersetzer (BDÜ) qualitative Übersetzungsleistungen zu einem Festpreis anzubieten, der aus Textvolumen und Normzeilen errechnet werden kann. Eine weitere Lösung bietet die Allianz Deutscher Designer (AGD). Sie bieten den Vergütungstarifvertrag, mit dem Designleistungen klar kalkulierbar und abrechenbar werden. Somit bleibt, laut Andreas Maxbauer vom AGD, Zeit für das Wesentliche – die kreative Arbeit.

Trotz intensiver Bemühungen der Branchenverbände für die Wertschätzung kreativer Arbeit, können nicht alle Akteure aufgefangen werden, da die Grenzen klassischer Berufsstände innerhalb der Kreativwirtschaft oftmals verschwimmen. So ist der Fotograf gleichzeitig (selfmade) Grafik-Designer und der Übersetzer auch Autor. Eine Gefahr für die Berufsstände? Martin Selbmann und Michael Raeck von mucona media sehen darin vielmehr eine Chance für Quereinsteiger und die Notwendigkeit, um als Kleinstunternehmer in der Kreativwirtschaft zu bestehen.

FOKUS #8 hat sich mutig einem großen Thema gestellt. Jedoch zeigte sich am Ende der Veranstaltung, dass fertige Lösungen nicht angeboten werden können. Kreativwirtschaft ist ein weit gefasster Begriff, der noch immer viele ungeklärte Fragen aufwirft und Selbstverwirklichung ist ein individueller Prozess und langer Weg. Allenfalls können Berufsverbände mittels diverser Hilfsangebote zur Selbstwirksamkeit anleiten und Wissen bereitstellen. Interessenvertretungen können vernetzen und die Branche sichtbarer machen. Für die Selbstverwirklichung jedoch sind die Akteure weitgehend selbst verantwortlich. So hätte FOKUS #8 wohl besser „Allein gegen Alle – Hilfen zur Selbstverwirklichung?“  oder „Allein gegen Alle! – Haltet durch!“  heißen sollen.

FOKUS #8 „Allein gegen Alle – Lösungen zur Selbstverwirklichung“ war eine Veranstaltung von Kreatives Leipzig e. V. in Kooperation mit dem Kompetenzzentrum Kultur– und Kreativwirtschaft des Bundes und dem Lofft Leipzig.

Ein Nachtrag von Sylvia Kadur, Kreatives Leipzig e.V.

 

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Mona Enayat über das Thema Menschenrechte in ihrer Kunst — Teil 6 unserer Interview-Serie Leipzig INTERNATIONAL http://www.kreatives-leipzig.de/leipzig/mona-enayat-uber-das-thema-menschenrechte-in-ihrer-kunst-teil-4-unserer-interview-serie-leipzig-international.html?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=mona-enayat-uber-das-thema-menschenrechte-in-ihrer-kunst-teil-4-unserer-interview-serie-leipzig-international http://www.kreatives-leipzig.de/leipzig/mona-enayat-uber-das-thema-menschenrechte-in-ihrer-kunst-teil-4-unserer-interview-serie-leipzig-international.html#comments Mon, 03 Dec 2012 01:13:42 +0000 Kreatives Leipzig e.V. http://www.kreatives-leipzig.de/?p=6104 Nach Leipzig kam sie kurz vor der Wende, geblieben ist sie bis heute: Mona Enayat, geboren und aufgewachsen in Kairo, bereichert als künstlerisches Multitalent die Messestadt. Die Berliner Botschaft ihres Heimatlandes ehrte sie trotz oder vielleicht auch wegen ihres Einsatzes für Frauen– und Menschenrechte mit der Goldmedaille für ihr Lebenswerk. Kreatives Leipzig sprach mit ihr in ihrem Atelier über ihre Arbeit in Leipzig.

Mona Enayat, Sie sind in erster Linie bildende Künstlerin, in Kairo geboren und zum Studium nach Leipzig gekommen.

Genau, ich bin in Kairo aufgewachsen, besuchte dort die französische Schule und anschließend die Akademie der Feinen Künste, wo ich mein Diplom in Malerei, Kunstgeschichte und Theaterdekoration erhielt. Schon aufgrund der Schulzeit war ich international geprägt und wollte für mein Aufbaustudium nach Europa gehen. Zunächst lernte ich in München und Österreich Deutsch, bewarb mich anschließend in München und Leipzig – von beiden Kunsthochschulen erhielt ich auch eine
Zusage. Der Entschluss für Leipzig fiel mir leicht, da ich von Leipzig durch meinen Vater, der Schriftsteller ist, und durch meine Tätigkeit als Illustratorin in einem Kinderbuchverlag viel gehört hatte und ich auch neugierig auf ein Leben in der damaligen DDR war. München kannte ich ja bereits..

Beim Studium an der HGB ist es ja dann nicht geblieben..

Es kam ja dann die Wende und ich war sehr begeistert, so etwas miterleben zu dürfen. Ich fing an, mich politisch zu engagieren, war im Neuen Forum Mitglied, nahm an den Friedensgebeten in der Nikolaikirche und den anschließenden Montagsdemos teil. Nicht nur mein Umfeld veränderte sich damals radikal – auch ich fühlte mich wie neu geboren. Mein Stipendium verlor ich damals, aber Freunde und auch Professoren drängten mich, irgendwie zu versuchen, hier zu bleiben, selbst wenn sie mich finanzieren müssten. Ganz viele Leute haben mir damals geholfen, bis ich ein Doktoranten-Stipendium des Deutschen Akademischen Austauschdienstes erhielt, mit dem ich mein Studium schließlich fortsetzen konnte. Tja, und dann habe ich hier geheiratet und Leipzig wurde meine Heimat. So ist das Leben halt..

Wenn ich mich hier im Atelier umsehe, so scheinen die Erfahrungen der Wendezeit dafür gesorgt zu haben, dass das Thema Menschenrechte dauerhaft Präsenz in ihrer Kunst erhalten hat..

Genau, das ist sowieso mein Thema. Ich selbst bin zwar nicht nach Deutschland geflüchtet, meine Familie gilt in Ägypten als wohlhabend, aber schon dort war ich in der Opposition tätig und habe mich mit den Menschenrechten befasst. Daher steht in meiner Kunst der Mensch im Mittelpunkt, unabhängig von Herkunft oder Nationalität.

Sie leben jetzt seit fast 25 Jahren in Deutschland – wie würden Sie die heutigen Arbeitsbedingungen für freischaffende Künstler in Leipzig beurteilen?

Es ist natürlich schwierig. Es gibt kaum Unterstützung für Freischaffende, oftmals ist es wie Lotto spielen. Ich habe mehr als 80 Ausstellungen gemacht, 10 Bücher herausgegeben, ich spreche fünf Sprachen, habe 12 Jahre studiert – trotzdem kann ich nicht allein von der Kunst leben, davon kein Kind großziehen. Also musste ich darüber hinaus als Kunstpädagogin tätig werden. Freischaffend allein von der
Kunst zu leben – das ist leider eine Illusion. Man muss sich darüber hinaus andere Jobs suchen, um über die Runden zu kommen.

Man sieht hier im Raum bereits die Vielfalt. In welchen Feldern sind Sie alles tätig?

Ich bin Malerin, Grafikerin, Buchillustratorin, ich schreibe eigene Gedichte, ich komponiere, singe arabische Lieder und begleite mich auf der orientalischen Laute, ich habe zwei Musikgruppen, habe hunderte Konzerte gegeben, sogar im Großen Saal vom Gewandhaus, ich arbeite als Kunstpädagogin und ich unterrichte regelmäßig in Schulen. Darüber hinaus bin ich im Frauenkulturzentrum Leipzig und in anderen Vereinen tätig. Ach, und außerdem bekomme ich Aufträge als Arabisch-Übersetzerin – insgesamt habe ich bereits sieben komplette Bücher übersetzt.

Wow, Hut ab. Dann noch die letzte Frage: Wenn jetzt jemand das Interview liest und neugierig geworden ist, wo sind ihre Werke zu sehen?

Auf meiner Internetseite, im Facebook oder gern hier im Atelier in der Anna-Kuhnow-Straße 22 in Leipzig.

Dann vielen Dank für das Interview und weiterhin frohes Schaffen!

Das Interview führte Frank Trepte.

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FLYING MUSIC CIRCUS hebt Dank Sponsor ab — Crowdfunding-Projekt und Tourplan http://www.kreatives-leipzig.de/musik/flying-music-circus-hebt-dank-sponsor-ab-crowdfunding-projekt-und-tourplan.html?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=flying-music-circus-hebt-dank-sponsor-ab-crowdfunding-projekt-und-tourplan http://www.kreatives-leipzig.de/musik/flying-music-circus-hebt-dank-sponsor-ab-crowdfunding-projekt-und-tourplan.html#comments Wed, 28 Nov 2012 09:30:52 +0000 Kreatives Leipzig e.V. http://www.kreatives-leipzig.de/?p=6236 Ur-Krostitzer wird Hauptsponsor des sächsischen Musikprojekts „Flying Music Circus“ / Nach Bandworkshops folgen im Januar 2013 die Live-Tournee sowie ein streng limitierter Band-Sampler auf Vinyl.

Die Krostitzer Brauerei engagiert sich ab sofort als Hauptsponsor für das neue, sachsenweite Musikprojekt „Flying Music Circus“. Das Unternehmen unterstützt bei der Finanzierung sowohl der Marketingmaßnahmen als auch der organisatorischen Abläufe. Außerdem unterstützt es bei der Marketingarbeit durch aufmerksamkeitsstarke Platzierungen des Projekts auf Website und Facebookseite des Unternehmens.

„Das langfristig angelegte Konzept des Flying Music Circus hat uns überzeugt“, erklärt Jörg Staritz, Brand Manager von Ur-Krostitzer. „Denn Flying Music Circus ist kein weiterer klassischer Bandwettbewerb, dessen Wirkung selbst für Gewinnerbands meist schnell wieder verpufft. Statt dessen geht der FMC die Unterstützung von Acts in Sachsen deutlich nachhaltiger, umfassender und grundsätzlicher an. Das halten wir für den richtigen Weg.“

Live-Tournee im Januar 2013

Der Flying Music Circus will die musikwirtschaftlichen Strukturen in Sachsen stärken. Bis April 2012 konnten sich Künstler aus den Partnerstädten Leipzig, Chemnitz und Dresden für das Projekt anmelden. Alle Acts erhielten im Gegenzug in den drei Städten Basis-Seminare mit Musikexperten zu wichtigen Themen aus der Musikwirtschaft. Außerdem bekommen ausgewählte Acts die Möglichkeit, sich im Rahmen einer Livetournee Ende Januar 2013 sowie einem flankierenden Promo-Sampler auf Vinyl einer breiteren Öffentlichkeit zu präsentieren. Ziel ist es, das Projekt auch in 2013 sowie den kommenden Jahren fortzuführen und auszubauen.

Crowdfunding-Aktion für Vinyl-Sampler mit sächsischen Bands

Der Flying Music Circus wird ausgewählte sächsische Bands auf einen Vinyl-Sampler bringen und erhofft sich davon einen zusätzlichen Promotioneffekt für die Künstler. Eine eine Crowdfunding-Aktion zur Teilfinanzierung des Samplers wird derzeit auf der Plattform Vision Bakery durchgeführt.

Namhafte Unterstützer und bundesweite Förderer

Unterstützt wird der Flying Music Circus unter anderem von Schirmherr Sebastian Krumbiegel (Die Prinzen), Uwe Passora (Polarkreis 18), Die Art, der Blues Agency Leipzig, sowie den Städten Leipzig, Chemnitz und Dresden, dem Land Sachsen und der Initiative Musik des Bundes. Initiatoren des Projekts sind die Leipziger Musikinitiative popoolär!, der Scheune e.V. Dresden und das Bandbüro Chemnitz.

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Eric Poscher über Transporträder, Co-Working und Fabbing — Teil 5 unserer Interview-Serie Leipzig INTERNATIONAL http://www.kreatives-leipzig.de/leipzig/eric-poscher-uber-lastenrader-co-working-und-fabbing-teil-5-unserer-interview-serie-leipzig-international.html?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=eric-poscher-uber-lastenrader-co-working-und-fabbing-teil-5-unserer-interview-serie-leipzig-international http://www.kreatives-leipzig.de/leipzig/eric-poscher-uber-lastenrader-co-working-und-fabbing-teil-5-unserer-interview-serie-leipzig-international.html#comments Mon, 26 Nov 2012 03:56:50 +0000 Kreatives Leipzig e.V. http://www.kreatives-leipzig.de/?p=6197 Eric Poscher wuchs in Vorarlberg auf und ist vielen in Leipzig vor allem aufgrund seines Engagements für nachhaltige Mobilität und als Teil der Leipziger FabLab — Initiative bekannt. Was ihn nach Leipzig gebracht hat und wie Leipzig für ihn zur Heimat wurde, verriet er gegenüber kreatives-leipzig.de.

Eric, wie kam es denn bei dir dazu, dass du nach Leipzig gekommen bist? Kanntest du die Stadt bereits?

Ich war vor etlichen Jahren schon mal kurz in Leipzig um eine Freundin zu besuchen und lernte die Stadt damals ein wenig kennen. Im Sommer 2009 hatten wir Besuch von einem Coworking–Interessenten aus Leipzig, der eine Reise machte, um einige Coworkingspaces zu Besuchen. Er war Teil einer Gruppe von Leuten, die den ersten Coworking Space in Leipzig gründen wollten, mit denen ich fortan in Kontakt war.  Ich war damals Manager des net culture lab in Dornbirn, einem Coworking Space und Innovationslabor.

Als ich dann durch eine Beziehung regelmässig nach Leipzig kam, war der Coworking Space ein guter Punkt um anzudocken. Für mich als Pendler natürlich sehr von Vorteil, so dass ich das Angebot gerne nutzte und so immer mehr Leute aus Leipzig kennenlernte. Ein Coworking Space ist ja viel mehr als nur ein flexibler Arbeitsplatz..

Die entstandenen Projekte haben dich dann nach Leipzig gelockt?

Coworking erleichtert es ungemein, in einer zunächst neuen Stadt anzukommen. Zudem erhoffte ich mir, in Leipzig leichter einen Atelier-Raum zu finden, was sich aber nicht so recht erfüllen wollte. Nach knapp zwei Jahren hat sich dann einiges geklärt und die richtigen Leute waren gefunden um Projekte umzusetzen. Hinzu kam natürlich mein privates Interesse, meine Fernbeziehung in eine Nahbeziehung zu ändern.

Und welche Projekte sind das, die du hier umsetzt?

Seit fünf Jahren will ich in einer Stadt leben, in der es ein Fablab gibt. Also entweder die Stadt wechseln oder ein Fablab gemeinsam mit anderen aufbauen. Nun zeichnet sich ab, dass dieser Traum — eine Fortführung von Coworking und Innovationswerkstatt bald umgesetzt werden könnte.  Hier geht es darum, Geräte für Kreative zur Verfügung zu stellen, die es erlauben, digitale Entwürfe analog produzieren zu können. Die Geräte und Maschinen sind zwar in der Industrie schon weit verbreitet, für den Einzelnen Kreativen aber kaum erschwinglich bzw. zugänglich. Gerade, wenn es darum geht, Entwürfe zu testen, bevor man ihre professionelle Produktion in Auftrag gibt, sind Lasercutter und 3D-Drucker super hilfreich. Derzeit betreiben wir ja ein temporäres Fablab, mehr davon gibt es in Kürze.

Gutes Stichwort: In wenigen Tagen sprichst du auch auf der Konferenz „Open Innovation in Creative Industries“ als Vertreter der Leipziger FabLab — Initiative. Was erwartest du dir von der Veranstaltung?

Einerseits bringt die Innovationskonferenz Akteure aus unterschiedlichen Städten, Ländern und Einrichtungen zusammen und nach Leipzig, andererseits kommen auch die FabLab — Szene aus unterschiedlichen Initiativen Deutschlands und den Niederlanden hierher. Damit kann das Thema und die Vorteile eines FabLabs gegenüber der Verwaltung bekannter gemacht werden. Andererseits sprechen wir natürlich auch Kreative aus Leipzig an, die sich im Rahmen der „FabLab Experience“ anschauen können, was ein FabLab ihnen bieten kann und wie sie es nutzen können.

Was genau erwartet einen dort?

Es wird zwei Lasercutter, einen 3D-Drucker und andere Geräte, auch eine Strickmaschine, geben. Alle können ihre Ideen mitbringen, diese gemeinsam mit dem Team vom FabLab digitalisieren und umsetzen.

Ein weiteres Projekt von dir sind ja Lastenräder?

Genau. Ich hatte mich vor einigen Jahren im Rahmen meiner Diplomarbeit mit urbaner Mobilität und ihrer nachhaltigen Gestaltung beschäftigt. Vor drei Jahren hatte ich mir selbst ein Transport-Rad besorgt, um damit größere Lasten bewegen zu können und das Rad nicht nur als Verkehrsmittel zu nutzen. Auf das Rad habe ich eine mobile Theke montiert, die man für verschiedene Veranstaltungen nutzen kann. Mittlerweile gibt es für solche Projekte eine eigene Firma, nämlich „rad3“. Dort werden elektrische und klassische Transporträder unterschiedlichen Types gebaut und verkauft – für die Kinder der Familie, als schneller Lastentransport für die Stadt oder als Teil eines Geschäftskonzeptes wie ein Kaffeerad.

Ihr habt seit Kurzem auch einen Laden..

Ja, seit Juni 2012 findet man uns an der Ecke Erich-Kühn-Straße/Georg–Schwarz-Straße. Dort kann man eine ganze Reihe von Transporträdern – vom Familienrad bis zum Bäckerrad – sehen und auch Probe fahren.

Vielen Dank für das interessante Gespräch.

Das Interview führte Frank Trepte.

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Pascal Müller über die Arbeit als Industriedesigner und den Traum eines FabLab für Leipzig — Teil 4 unserer Interview-Serie Leipzig INTERNATIONAL http://www.kreatives-leipzig.de/leipzig/pascal-muller-uber-die-arbeit-als-industriedesigner-und-den-traum-eines-fablab-fur-leipzig-teil-4-unserer-interview-serie-leipzig-international.html?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=pascal-muller-uber-die-arbeit-als-industriedesigner-und-den-traum-eines-fablab-fur-leipzig-teil-4-unserer-interview-serie-leipzig-international http://www.kreatives-leipzig.de/leipzig/pascal-muller-uber-die-arbeit-als-industriedesigner-und-den-traum-eines-fablab-fur-leipzig-teil-4-unserer-interview-serie-leipzig-international.html#comments Mon, 19 Nov 2012 03:34:37 +0000 Kreatives Leipzig e.V. http://www.kreatives-leipzig.de/?p=6167 Die Industriedesigner Pascal Müller stammt ursprünglich aus Zürich. Gegenüber kreatives-leipzig.de verrät er, was ihn nach Leipzig gelockt und hierbehalten hat.

Hallo Pascal! Dein Weg führte dich aus der Schweiz nach Leipzig. Wieso eigentlich?

Da muss ich erst einmal etwas ausholen. In der Schweiz hatte ich ein Diplom für Industriedesign erworben, dort auch erste berufliche Erfahrungen in der Branche gesammelt. Dabei hatte ich oft mit Produktmanagern und Marketingbeauftragten zu tun. Die wollten von mir Zahlen hören, mir ging es viel auch um die Emotionen, die mittels Design ausgedrückt und vermittelt werden. Und weil solche Situationen immer wieder auftraten, entstand die Idee, durch ein Zweitstudium BWL die Kenntnisse zu erwerben, um meine ‚Emotionen‘ auch in Zahlen darstellen zu können. Ich hatte mir erhofft, so die Brücke zwischen anspruchsvollem Design und betriebswirtschaftlichen Fakten schlagen zu können.

Und für das Studium fiel deine Wahl ausgerechnet auf Leipzig?

So kann man das sagen, wobei es letztlich eine Sächsin war, die für die Wahl Leipzigs entscheidend war. Wirklich viel gewusst hatte ich von der Stadt nicht, als ich hier erstmals aus dem Zug stieg. Also schrieb ich mich an der HTWK ein und begann, erneut zu studieren. Aber schon nach einem Semester musste ich mir eingestehen, dass ein BWL-Studium die für den erhofften Brückenschlag gewünschten Kenntnisse nicht vermittelt.

Geblieben bist du trotzdem. Was hat dich dazu bewegt?

Das frage ich mich ehrlich gesagt auch manchmal.. Irgendwie hatte es mich gereizt, in Leipzig zu bleiben und mich hier selbständig zu machen.

Als Industriedesigner?

Genau. Das Schöne an Leipzig ist ja der Freiraum gewesen, der Platz, sich selbst verwirklichen zu können. Ich hatte eine große Wohnung, ein Atelier, noch dazu eine kleine Werkstatt dazu. Da die Auftraggeber nicht sofort Schlange standen, fing ich erst einmal an, eigene Entwürfe umzusetzen. Ich arbeitete zunächst mit Holz, da man dazu erst einmal nicht viele Geräte benötigt, um loslegen zu können. Entstanden ist so meine eigene erste Reihe an Möbelstücken. Nur beim Vertrieb setzte ich leider am Anfang auf das falsche Pferd und machte meine ersten negativen Erfahrungen in Leipzig. Es war zwar eine tolle Idee, dass sich mehrere Designer in einer Art Agentur zusammenschließen, nur leider hatte es der Chef nicht vermocht, sie auch wirklich umzusetzen. Andererseits entstanden so viele wertvolle Kontakte für mich.

Und wie läuft es jetzt?

Im Moment arbeite ich kaum als Designer und genieße meine Elternzeit. Das Problem ist aber, dass ich auch gar nicht so einfach könnte, da leider meine wertvollste, mit Schweizer Gold bezahlte, Maschine gestohlen wurde..

..das mit dem Schweizer Gold ist jetzt aber nur so ein Spruch, oder?

Nein, nein, jedes Schweizer Kind bekommt so kleine Goldstücke und sammelt diese (schmunzelt). Da kommen schon ein paar Gramm zusammen. Und dann stieg der Goldpreis und meine kleine Sammlung war auf einmal richtig wertvoll. So konnte ich mir eine richtig gute Oberphräse leisten. Das ist ein super Gerät, mit dem man richtig viel machen kann. Nur leider wurde sie mir gestohlen..

Und dann?

..bin ich auf die Idee FabLab gestoßen. Ich brauchte ja wieder Maschinen, um wieder als Designer arbeiten zu können, hatte aber mein gesamtes Gold schon ausgegeben, konnte mir also aus eigener Kraft keine weitere Investition leisten.

Das Thema Fabrikationslabor, englisch kurz FabLab, steht auch Ende des Monats bei der Open Innovation Conference der Stadt Leipzig auf der Agenda.

Richtig, aber meine Erwartungen sind ehrlich gesagt eher gering. Für eine kurze Zeit wird die Illusion eines FabLab (FabLabExperience) geschaffen – aber ich bin skeptisch, dass dann am Ende auch etwas davon übrig bleibt.

Wieso?

Ein FabLab sehe ich erster Linie als Bildungsinstrument bzw. als Raum zum Ausprobieren. Funktionieren kann das am Ende aber nur mit der Unterstützung von Sponsoren oder Förderern, allenfalls die laufenden Kosten könnte man langfristig, also wenn das Lab richtig etabliert ist, durch mögliche Einnahmen decken. Für die Anschaffung der Geräte braucht es andere Mittel, die leider aktuell nicht in Aussicht stehen. Hier sehe ich in erster Linie die öffentliche Hand in der Pflicht, da ein FabLab ja vor allem der Bildung sowie der Förderung des Unternehmertuns dient.

Arbeitest du darüber hinaus, trotz Vaterpflichten, noch an anderen Projekten?

Ja, gemeinsam mit mehreren Partnern arbeite ich an einer Webplattform für die Open Innovation — Community. Dazu gehört ein Maschinenkataster, was zeigt, wo man wann und zu welchen Kosten Geräte und Maschinen nutzen kann – nicht nur in Leipzig. Die Plattform soll aber weit darüber hinausgehen, also unterschiedliche Akteure für gemeinsame Offline-Projekte zusammenführen und die entstandenen Innovationen sichtbar machen. Hier möchten wir schon bald loslegen.

Dann viel Erfolg dabei! Und danke dir für deine Zeit.

 

Das Interview führte Frank Trepte.

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Kennon Turnip über die wütende Speiserübe und eine Alternative zu Facebook — Teil 3 unserer Interview-Serie Leipzig INTERNATIONAL http://www.kreatives-leipzig.de/allgemein/kennon-turnip-uber-die-wutende-speiserube-und-eine-alternative-zu-facebook-teil-3-unserer-interview-serie-leipzig-international.html?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=kennon-turnip-uber-die-wutende-speiserube-und-eine-alternative-zu-facebook-teil-3-unserer-interview-serie-leipzig-international http://www.kreatives-leipzig.de/allgemein/kennon-turnip-uber-die-wutende-speiserube-und-eine-alternative-zu-facebook-teil-3-unserer-interview-serie-leipzig-international.html#comments Mon, 12 Nov 2012 01:10:01 +0000 Kreatives Leipzig e.V. http://www.kreatives-leipzig.de/?p=6089 Kennon Ballou ist Inhaber der Fa. Angry Turnip, Inc. und seit einigen Jahren Wahl-Leipziger. Mit kreatives-leipzig.de sprach er, wie es ihn nach Leipzig verschlagen hat und wo er die Zukunft des Webs sieht.

Hey Kennon, thank you very much for your time. Before you actually moved to Leipzig, did you know much about the place?

Very little. Growing up in the USA in the 80s, all we knew about East Germany was that it was »basically part of the USSR«. I remember watching movies about spies in East Berlin, not much else. I’m sure I had heard of Leipzig with its connection to Bach and Wagner, but I didn’t know anything concrete about it until I moved here. My dad is actually a big fan of Germany and had visited (West Germany) something like a dozen times, but the East was a big mystery to him. My family visited Germany in 1999 but we only spent time in the West then as well, so East Germany was pretty much a »black hole« for me.

I met my future wife (who is from a town between Leipzig and Chemnitz and was a student at the University of Leipzig) in England while she was an Erasmus student and I was doing a master’s degree, and I remember she wore the Leipzig 2012 Olympics t-shirt, and she told me a few things about the city, but I didn’t really have much of an impression of it until I visited myself.

So how was it that you had decided to move here? Was it an easy decision?

My future wife and I had gotten together in England towards the end of the semester, and after I finished my degree I had no other plans so I decided to visit her after she had gone back home (she was still finishing her studies). Thankfully I visited Leipzig for the first time in the summer (and not in the winter :-), and really fell in love with the street cafes, the bars, and the general feel of the city. A friend of hers took me on a bike tour around town and I think that was what really convinced me. It was a pretty big decision for me to move here at all since I couldn’t then speak a word of German, but Leipzig was the only place I would have considered moving to since she was here, so the decision to move to *Leipzig* was pretty easy.

And I’m very glad I did, because in the past eight years I’ve really fallen in love with the city. This is –by far– the smallest city I’ve ever lived in (grew up in Houston, TX with 4.5m, university in Austin, TX with 2m, Tampa, FL with 2.8m, Birmingham UK with 3.7m) but I think it is the *perfect* size. Any smaller and I would probably feel limited, but it’s big enough to have just about everything you could want, although I do miss the lack of excellent authentic »foreign« restaurants sometimes. I feel like, after eight years, I »know« just about every part of Leipzig — which is not something I could even say about Houston where I lived for 18 years of my life. By now I’ve travelled around pretty much everywhere in Germany, but I keep wanting to come back here. Leipzig just has a certain feel that I haven’t felt anywhere else, and is a great place for having a family while still having opportunities to go out and have fun.

Your work involves very much around the internet. For someone working in the web scene, would you consider Leipzig as a good location? Can you find networks of like-minded people here or does it matter less since the online community is a global one anyway?

To be perfectly honest… I haven’t made much of an attempt to be involved in the »web scene« here. I’ve met a handful of people over the years and been to a couple of events like Web Montag or the Ruby on Rails meetup, but with a wife and 2 year old, it’s hard to find time in the evenings. I live most of the day online anyway, and since there is high-speed internet in Leipzig it’s a great place to live and yet participate in the global web scene.

I’ve met enough people who work with the web here to know that a scene exists, but it’s nothing compared to somewhere like Berlin. But it doesn’t matter since we all live on the web anyway..

Let’s speak more about your business activities. You are the owner of a company called Angry Turnip, in German »wütende Speiserübe«? What are you actually selling to your clients and what is the reason behind the name?

In 2003 while I was living in Florida, I had decided to incorporate my business and needed a good name. After racking my brain for quite some time, I was doodling on the back of a napkin and ended up with something that looked very much like the header image on my website. I said to myself, »hey, that looks like an angry turnip!« and thus the name was born.Angry Turnip is full-stack web consultancy, development, hosting, and scaling company. I prefer the consulting and development over the hosting, although since I generally also do the hosting I have much finer control over the eventual deploy environment. I’ve architected and built sites with anywhere between a few hits a month to over 2m+ visits a month. Only something like a third of the problems I’ve ever solved in this line of work have been purely technical — most of what I do involves working with my clients to figure out a) what they want, b) what they need, c) what they say they want, and d) what they say they need (those are quite often four different things!)  I focus on long-term client relationships and do my best to »get my head around« what they are actually trying to do. It’s a whole lot more rewarding (to me) to think through a problem and arrive at a solution with the client than to just be handed a huge spec doc and be expected to deliver it exactly.

Where are your clients from? Is Leipzig a good place to serve them?

I’m actually kind of shocked at how well I’ve been able to run the business remotely. About half of my clients are in the USA, including one client that I met for the first time last year in person after 4+ years of working with them.I also run a social networking site, pleonast.com, which has also been around since 2003. Over the years I’ve lost much of the userbase to Facebook (probably because I refuse to do most of the dodgy, privacy-invading things that caused FB to grow so rapidly) but there is still a loyal core that pay to keep the site running, and it’s still profitable (although not by much).

I guess not many people would have known that a social network is run from Leipzig.. While more and more people, I guess the figure stands close to 100% for Leipzig’s school and university students, join Facebook, many get annoyed and leave because it’s getting just too much redundant information. Do you think that there will be more demand soon for customised social networks?

Well, it’s not a very large social network — we have around five hundred active members — but a good percentage of the most active members are paid subscribers so the site is profitable, at least slightly, although the revenue has been decreasing steadily. It’s very hard to compete with »free«, although what most people don’t realize is that they pay dearly for sites like Facebook, just via a loss in privacy, being shown advertisements, etc.

I haven’t had a FB account in a couple years now so I don’t know what the general feeling on there is, but it would seem to be a waste of time for anyone else to try to do the »connect superficially with everyone you’ve ever known ever« thing — they’ve taken that pretty much to the extreme. The more »customized« networks like LinkedIn and Xing seem to be working well for the kinds of people who use them (I have accounts on both but don’t use them either). As far as more niche networks, these have existed forever in the form of forums, niche websites, etc.

I personally am a big fan of reddit.com — it’s sort of like a social network but you really can exactly specify which niches you want to follow and so you can participate in an extremely customized set of interested. For instance, among many others I subscribe to /r/rpg (role playing games), /r/wearethemusicmakers (musicians), /r/ruby (the ruby programming language), and /r/paleo (for paleo diets) which is a pretty tailored list of my interests.

Is this kind of thing the future? I honestly don’t know, but it sure fits the way I prefer to browse the internet. I DO sense (or at least WANT to believe) that there will be some pushback to the overly optimized »one size fits all« megasolutions like Facebook and more focus on niche and custom websites and services.

Alright, thank you very much for your time.

The interview was conducted by Frank Trepte.

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Es kommt zusammen, was vernetzt gehört — In Eigener Sache http://www.kreatives-leipzig.de/allgemein/es-kommt-zusammen-was-vernetzt-gehort-in-eigener-sache.html?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=es-kommt-zusammen-was-vernetzt-gehort-in-eigener-sache http://www.kreatives-leipzig.de/allgemein/es-kommt-zusammen-was-vernetzt-gehort-in-eigener-sache.html#comments Sun, 11 Nov 2012 11:31:28 +0000 Kreatives Leipzig e.V. http://www.kreatives-leipzig.de/?p=6180 Leipzig ist eine Großstadt und doch manchmal ein Dorf — quasi eine »Weltstadt im Puppenstubenformat«. Netzwerken macht hier besonders viel Sinn, weil die Anzahl der Kreativwirtschaftsunternehmen zwar groß aber auch noch überschaubar ist. So gehen Einzelne nicht unter — sie sind aber auch nicht gleich noch ein weiterer Fisch im Ozean.

Als Branchenverband mit mittlerweile fast 90 Mitgliedern freuen wir uns, durch unsere internen Strukturen wie auch durch unsere öffentlichen Veranstaltungen und eigenen Medien immer wieder Unternehmen zusammenzuführen, die dadurch wirtschaftlich miteinander arbeiten. So verknotet sich das Netzwerk immer mehr — und Wertschöpfung kann in Leipzig nicht nur entstehen sondern auch gehalten werden.

Wir halten uns normalerweise zurück, die entstandenen Kooperationen öffentlich darzustellen. Schließlich ist Kreatives Leipzig als Branchenverband eher eine Interessenvertretung und Plattform für gemeinsame Projekte und keine Agentur, die ihren Beteiligten die Aufträge zuschanzt. Dass durch das Netzwerk dennoch Aufträge generiert werden, freut uns natürlich trotzdem sehr. Ein zwar kleines aber feines Beispiel ist ein Video über das Projekt der Stadtpflanzer, deren Engagement in der Theresienstraße 39/41 in Leipzig-Eutritzsch durch die VLW eG unterstützt wurde. Das Video wurde produziert von Matthias Petzold, der als Geschäftsführer des Hybrid Art  Lab Mitglied unseres Branchenverbandes ist. Die VLW unterstützt Kreatives Leipzig e. V. seit etwa einem Jahr als Fördermitglied. Und die Stadtpflanzer kennen wiederum unsere Gäste unserer Präsentierteller–Veranstaltungsreihe. So schließt sich der Kreis wieder und zeigt, wie wichtig das Netzwerken doch ist.

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LSOD lobt Stipendium aus http://www.kreatives-leipzig.de/leipzig/lsod-lobt-stipendium-aus.html?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=lsod-lobt-stipendium-aus http://www.kreatives-leipzig.de/leipzig/lsod-lobt-stipendium-aus.html#comments Sun, 11 Nov 2012 11:17:55 +0000 Kreatives Leipzig e.V. http://www.kreatives-leipzig.de/?p=6176

Wer sich einmal das Aufnahmeverfahren einer Kunsthochschule wie beispielsweise der Hochschule für Grafik und Buchkunst (HGB) angeschaut hat, der weiß, dass es mit dem Ausfüllen eines Bewerbungsformulars nicht getan ist. Zu den Zulassungsvoraussetzungen gehört der Nachweis der künstlerischen Eignung – also einer Mappe mit studiengangsbezogenen künstlerischen Arbeiten. Selbst wenn diese Mappe die Auswahlkommission überzeugt, erfolgt noch keine Immatrikulation sondern „nur“ die Einladung zur Aufnahmeprüfung. An der HGB besteht diese aus einem künstlerisch-praktischen Teil, also einem Eignungstext, und einem Prüfungsgespräch. Nur wenn danach der Daumen nach oben geht, kann das Wunschstudium begonnen werden.

Hört man sich um, so stellt man fest, dass schon die Mappenschau ein harter Filter ist, und für viele eine unüberwindbare Mauer darstellt. Inzwischen gibt es landesweit mehrere Einrichtungen, die Mappenkurse oder ein Vorstudium anbieten, um die Aufnahmechancen für Bewerbende zu erhöhen. Seit 2010 ist dies auch in Leipzig möglich – an der Leipzig School of Design (LSOD). Bei einem Vorstudium wird eine Ausbildung in den Grundlagen visueller Gestaltung (Zeichenunterricht, Formen– und Kompositionslehre) geboten. Im Ergebnis entsteht eine Mappe, mit der die Bewerbung erfolgsversprechend erfolgen kann. Laut LSOD liegt die Erfolgsquote der eigenen Absolventen, die die Aufnahmeprüfung meistern, bei etwa 95 Prozent.

Da die LSOD ein privates Unternehmen ist, Räume und Lehrkräfte bezahlt werden wollen, ist ein solches Vorstudium natürlich nicht für umsonst zu haben. Die Studiengebühr in Höhe von 2.280 Euro für sechs Monate ist beileibe kein Pappenstil. An der LSOD ist man sich durchaus bewusst, dass viele Begabte durch das Finanzierungsraster fallen, weder Studienkredite in Anspruch noch auf die finanzielle Unterstützung der Eltern setzen können. Ähnlich wie dies beispielsweise in den USA üblich ist, lobt die Designschule daher aktuell zwei Stipendiatenplätze für den Zeitraum 1. Februar bis 31. Juli 2013 aus. Die Bewerbungsfrist endet am 31. Dezember 2012. Bewerben können sich alle begabten Leute zwischen 18 und 40 Jahren, unabhängig von Geschlecht, Nationalität und sozialer Herkunft. Notwendig dazu ist ein kurzes Motivationsschreiben (maximal eine halbe Seite lang).

Wenn es gelingt, durch die Stipendienvergabe vielversprechende Talente zu fördern, könnten die Stipendien zur regelmäßigen Tradition werden, so Steve Hauswald, Industriedesigner und Geschäftsführer der LSOD, „Wir wollen den jungen Leuten die Chance geben, sich in verschiedenen Fachrichtungen auszuprobieren und die persönlichen Neigungen zu entdecken.«

Die Leipzig School of Design ist Mitglied im Branchenverband Kreatives Leipzig e. V.

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Statement von Kreatives Leipzig e. V. zur Kontaktstelle Kultur– und Kreativwirtschaft http://www.kreatives-leipzig.de/leipzig/statement-von-kreatives-leipzig-e-v-zur-kontaktstelle-kultur-und-kreativwirtschaft.html?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=statement-von-kreatives-leipzig-e-v-zur-kontaktstelle-kultur-und-kreativwirtschaft http://www.kreatives-leipzig.de/leipzig/statement-von-kreatives-leipzig-e-v-zur-kontaktstelle-kultur-und-kreativwirtschaft.html#comments Wed, 07 Nov 2012 11:36:14 +0000 Kreatives Leipzig e.V. http://www.kreatives-leipzig.de/?p=6161 Mit einem Schreiben vom 15. Oktober 2012 antwortete der Beigeordnete für Kultur, Bürgermeister Michael Faber, auf eine Anfrage aus der Fraktion DIE LINKE zu Aktivitäten und Zukunft der städtischen Kontaktstelle Kreativwirtschaft. Über die im Schreiben angekündigte Eingliederung und langfristige Absicherung einer Anlaufstelle innerhalb der Verwaltung speziell für Leipzigs Kreative erfreut uns sehr.

Eine Kontaktstelle Kreativwirtschaft in Leipzig einzurichten, hatte der Stadtrat bereits Ende 2010 beschlossen. Da im Rahmen von CREATIVE CITIES zusätzliche Personalkosten zur Verfügung standen, wurde die Kontaktstelle zunächst im Rahmen des Projektes bei einer städtischen Beteiligungsgesellschaft eingerichtet und mit EU– sowie Bundesmitteln finanziert. Die Hoffnung, dass diese Stelle als neutraler Mittler zwischen Verwaltung und Branche tätig werden könne, erwies sich jedoch als Irrglaube. So verhinderte das enge Projektkorsett beispielsweise die unsererseits erhoffte engere Kooperation mit Kreatives Leipzig e. V. und die gewünschte Entlastung unseres ehrenamtlichen Schaffens. Zum Jahreswechsel 2013 wird sich dies nun ändern, was wir ausdrücklich begrüßen.

Die für die Kontaktstelle Kreativwirtschaft benannten Aufgaben, nämlich die Informations– und Unterstützungsaufgaben, die Vermittlung Kreativschaffender in Netzwerke und eine Hilfestellung bei der Suche nach passenden Weiterbildungsangeboten, werden dann mit der Förderung des Clusters Medien– und Kreativwirtschaft im städtischen Amt für Wirtschaftsförderung zusammengelegt. Mit den dort tätigen Branchenlotsen arbeiten wir bereits seit der Vereinsgründung eng zusammen und freuen uns über die Aufwertung ihrer Aufgaben. Besonders vorteilhaft ist dabei, dass laut Herrn Bürgermeister Faber die Finanzierung der Anlaufstelle langfristig über Personalkosten gesichert ist. Wir sehen darin einen wichtigen Etappensieg, für die Leipziger Kreativwirtschaft passende Unterstützungsangebote dauerhaft in der städtischen Wirtschaftsstrategie zu verankern.

Aus der schriftlichen Antwort zur Anfrage aus dem Stadtrat geht weiterhin hervor, dass zur Information der Zielgruppe das an die Kreativwirtschaft gerichtete Online-Angebot der Stadtverwaltung ausgebaut und verbessert werden soll. Sehr gern unterstützen wir dieses Anliegen und bieten unsere partnerschaftliche Mitarbeit an.

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Interview mit der Leipziger Bundestagsabgeordneten Bettina Kudla (CDU) über die Kreativwirtschaft und wieso sie eine Rentenversicherungspflicht für Selbständige ablehnt http://www.kreatives-leipzig.de/allgemein/interview-mit-der-leipziger-bundestagsabgeordneten-bettina-kudla-cdu-uber-die-kreativwirtschaft-und-wieso-sie-eine-rentenversicherungspflicht-fur-selbstandige-ablehnt.html?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=interview-mit-der-leipziger-bundestagsabgeordneten-bettina-kudla-cdu-uber-die-kreativwirtschaft-und-wieso-sie-eine-rentenversicherungspflicht-fur-selbstandige-ablehnt http://www.kreatives-leipzig.de/allgemein/interview-mit-der-leipziger-bundestagsabgeordneten-bettina-kudla-cdu-uber-die-kreativwirtschaft-und-wieso-sie-eine-rentenversicherungspflicht-fur-selbstandige-ablehnt.html#comments Tue, 06 Nov 2012 13:11:52 +0000 Kreatives Leipzig e.V. http://www.kreatives-leipzig.de/?p=6155 Bettina Kudla vertritt seit 2009 den Wahlkreis Leipzig-Nord im Deutschen Bundestag. Die Wahl-Leipzigerin ist dort Mitglied in den Ausschüssen für Finanzen und für Angelegenheiten der Europäischen Union. kreatives-leipzig.de sprach mit ihr, nach dem sie an einem Parlamentarischen Abend »Quo vadis Kunst und Kreativität« teilnahm, bei dem der ostdeutsche Mittelstand die Bedeutung der Kreativwirtschaft diskutierte.

Frau Kudla, welchen Eindruck hat die Veranstaltung zur Kreativwirtschaft bei Ihnen hinterlassen?

Ich denke, es war eine sehr gute Veranstaltung. Es ist immer wichtig, wenn sich Unternehmer treffen. Und das Thema Kunst und Kreativität ist für eine Stadt wie Leipzig natürlich von besonderer Bedeutung — auch wenn ich an dem Abend gelernt habe, dass „Kreativwirtschaft“ ja nichts gänzlich Neues ist, sondern eine Art Oberbegriff für verschiedene Freiberufler — Künstler, Journalisten und andere.

Wie schätzen Sie — mit den Eindrücken des Abends — die Bedeutung der Branche ein?

Die Entwicklung in der Wirtschaft ist ja so, dass das verarbeitende Gewerbe, der klassische industrielle Sektor, heute nicht mehr ganz die Bedeutung hat wie noch beispielsweisevor 30 Jahren. Damals waren 2/3 aller Arbeitsplätze in der Industrie, der Rest im Dienstleistungssektor. Jetzt hat sich das Verhältnis umgedreht — insofern hat die Kreativwirtschaft eine hohe Bedeutung.

Der Bedeutung trägt aktuell in erster Linie die Bundesregierung Rechnung. Seit knapp drei Jahren existiert das Kompetenzzentrum Kultur– und Kreativwirtschaft, dessen Ansprechpartnerin für die Bundesländer Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen in Leipzig sitzt. Andere Bundesländer, bspw. Thüringen mit einer eigenen Agentur für Kreativwirtschaft, gehen sogar noch ein Stück weiter. In Sachsen hingegen wurde die Forderung der Branchenverbände Wir gestalten Dresden und Kreatives Leipzig mit branchenspezifischen Programmen die Kreativwirtschaft zu fördern, von der Landesregierung bislang zurückgewiesen. Wie beurteilen Sie dies als Bundespolitikerin?

Wesentlich ist, dass die Politik auf Bundes– und Landesebene schon gute Rahmenbedingungen geschaffen hat. Man muss bei Förderprogrammen ja auch immer sehen, dass staatliche Interventionen zu einem hohen Verwaltungsaufwand und auch zu Marktverzerrungen führen. Ich denke, sowohl der Bund als auch der Freistaat Sachsen machen eine gute Politik hinsichtlich der Rahmenbedingungen — bspw. keine weiteren Steuererhöhungen, um die Unternehmen und Bürger und Bürgerinnen möglichst wenig zu belasten; bspw. Senkung des Rentenversicherungsbeitrags, um die Arbeitnehmer an wirtschaftlichen Erfolgen mehr teilhaben zu lassen; eine gute Haushaltspolitik, die ein gutes Geschäftsklima schafft. Es ist eine ganz andere Ausgangslage, wenn das Land kurz von der Insolvenz stünde als wenn man sagen kann, dass die Finanzen des Freistaates solide sind und die Finanzlage des Bundes die gesetzlichen Auflagen der Schuldenbremse erfüllen.

Jetzt haben Sie gerade schon selbst das Thema Rentenversicherung angeführt, mit dem Sie sich ja als Mitglied des Finanzausschusses auch beschäftigen. In der Kreativwirtschaft sind ja die meisten selbständig tätig. Viele davon vernachlässigen das Thema Altersvorsorge — auch weil es an passenden Angeboten mangelt. Gerade unter den kreativen Selbständigen haben die Überlegungen der Bundesarbeitsministerin, die Rentenversicherungspflicht auszuweiten, für viel Unruhe gesorgt — manche sehen dadurch sogar ihre wirtschaftliche Existenz bedroht. Wie ist Ihr Standpunkt diesbezüglich?

Also ich halte von einer Rentenversicherungspflicht für Selbständige nichts, denn es ist ja gerade das Wesensmerkmal der selbständigen Tätigkeit, dass es sich von einem Arbeitnehmer unterscheidet. Ein Selbständiger hat ein höheres Risiko und muss daher auch nicht die gesetzlichen Sozialabgaben entrichten. Gleichwohl muss er natürlich für sein Alter eigenverantwortlich vorsorgen. Aber es kann natürlich nicht sein, dass sehr viele Selbständige später im Alter der Allgemeinheit auf der Tasche liegen, in dem sie dann Grundsicherung beziehen müssen. Wenn ein Selbständiger, gerade im kreativwirtschaftlichen Bereich, so wenig verdient, dass er überhaupt nichts für die Rente beiseite legen kann, dann muss man schon realistisch fragen, ob man diese Tätigkeit selbständig ausüben sollte — so hart das auch klingt.

Das ist übrigens eine Diskussion, die wir vereinsintern auch schon sehr emotional führten. Aber viele werden gern lesen, dass Sie sich hier klar gegen eine Pflichtmitgliedschaft in der gesetzlichen Rentenkasse aussprechen. Zum Abschluss möchte ich gern noch einmal auf die Kreativwirtschaft zurückkommen: Vor wenigen Tagen fanden erst die Designers‘ Open, danach das DOK-Festival statt — beide, so meint man, mit hoher bundesweiter Aufmerksamkeit. Wie schätzen Sie Leipzigs Kreativökonomie mit dem Blick aus dem Berliner Bundestag ein?

Mir ist die Leipziger Szene sehr sympathisch. Leipzig hat ein eigenes Flair und die Kreativszene viele beachtenswerte Seiten. Natürlich ist dies quantitativ nicht mit einer 3,5-Millionen-Stadt wie Berlin zu vergleichen — aber dem aktuellen Spruch „Leipzig ist das bessere Berlin“ schließe ich mich gern an!

Zumindest sind wir nicht „arm und sexy“!

(lacht) Nein, von dieser Aussage halte ich wenig.

 

Das Interview führte Frank Trepte.

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http://www.kreatives-leipzig.de/allgemein/interview-mit-der-leipziger-bundestagsabgeordneten-bettina-kudla-cdu-uber-die-kreativwirtschaft-und-wieso-sie-eine-rentenversicherungspflicht-fur-selbstandige-ablehnt.html/feed 0
Laurenz Andritz über Zufälle und 3D-Visualisierungen — Teil 2 unserer Interview-Serie Leipzig INTERNATIONAL http://www.kreatives-leipzig.de/allgemein/laurenz-andritz-uber-zufalle-und-3d-visualisierungen-teil-2-unserer-interview-serie-leipzig-international.html?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=laurenz-andritz-uber-zufalle-und-3d-visualisierungen-teil-2-unserer-interview-serie-leipzig-international http://www.kreatives-leipzig.de/allgemein/laurenz-andritz-uber-zufalle-und-3d-visualisierungen-teil-2-unserer-interview-serie-leipzig-international.html#comments Mon, 05 Nov 2012 05:07:46 +0000 Kreatives Leipzig e.V. http://www.kreatives-leipzig.de/?p=6085 Laurenz Andritz hat in seiner österreichischen Heimat zunächst Maschinenbau gelernt und Architektur studiert, bevor es ihn nach Leipzig verschlug. Hier hat er seine Firma 3ACHS Konstruktion und Design aufgemacht, die Raumsimulationen, Visualisierungen und CAD-Konstruktionen geometrisch anspruchsvoller Sachverhalte anbietet. Darüber hinaus arbeitet er aktuell an einem Buch über aperiodische Geometrie. Kreatives Leipzig traf sich mit ihm zum Gespräch:

Hallo Laurenz, sag was hat dich eigentlich nach Leipzig gebracht?

Der Zufall. Der Beruf hat mich hergelockt, die Liebe hat mich dabehalten.

Spannend. Welcher Zufall verschlägt denn einen Wiener nach Leipzig?

Ich bin eigentlich gelernter Architekt und war im Sommer 2007 mit der Uni fertig. Danach hatte ich den Entschluss gefasst, einmal für einige Zeit weg zu gehen aus Österreich, habe per Internet und Zufall einfach so überall Architekturbüros angeschrieben. Und da hat sich ein Architekturbüro aus Leipzig gemeldet, die mich gern haben wollten. Schon drei Wochen später bin ich dann hier angekommen. Für zweieinhalb Jahre war ich dann für das Büro tätig.

Inzwischen bist du ja selbstständig, aber dennoch in Leipzig..

Ja, Architektur als solche hatte für mich etwas den Reiz verloren, so dass ich neue Wege beschreiten wollte. Ich habe mich hier weiterentwickelt und bin inzwischen 3D-Konstrukteur und Fachmann für parametrisches Konstruieren, also spezialisiert auf komplexe Formen und geometisch anspruchsvolle Konstruktionen.

Das heißt was?

Zum Beispiel wenn es darum geht, freie Formen umsetzbar zu machen. Da kommt mir zu Hilfe, dass ich eineseits von Architektur und andererseits von Maschinenbau Ahnung habe, so dass ich die Schnittstelle zwischen Planung und Ausführung sehr gut besetzen kann. Wenn also ein Architektur am Computer eine Form entwickelt, die dann so gebaut werden soll, und die ausführende Firma versucht diese wie üblich zu rastern, gehen bspw. die Details zur Oberflächengestaltung verloren. Hier komme ich dann ins Spiel, um durch 3D-Darstellungen dem Bautrieb eine Anleitung zur Umsetzung der Vorgaben des Architekten zu geben.

Deine Auftraggeber sind also oft Architekturbüros?

Nein, die meisten Aufträge erhalte ich von Fassadenbauern, die vom dem Dilemma stehen, komplizierte vom Architekturbüro entworfene Formen umsetzen zu müssen.

Bietet dir Leipzig ein gutes Umfeld für diese Tätigkeit oder sitzen die Auftraggeber doch eher woanders?

Also ich habe bis jetzt einen einzigen Leipziger Kunden gehabt — von einem Architekturbüro. Ansonsten kommen alle Aufträge von außerhalb, vor allem aus Österreich.

Und den Auftraggebern ist egal, ob du in Leipzig oder Wien sitzt?

Es ist ja in erster Linie eine virtuelle Tätigkeit, die ich da mache. Es handelt sich ja um Computerdaten, die dann verschickt werden, so dass ich da nicht vor Ort sein muss. Zu Besprechungen muss ich dann natürlich anreisen.

Du hast anfangs gesagt, dass die Liebe dich in Leipzig gehalten hat und weiterhin hält. Gibt es darüber hinaus Faktoren, wo du sagst, dass die für jemanden aus deiner Branche für den Standort Leipzig sprechen?

Eigentlich nicht. Das sagt ja schon die Tatsache, dass alle meine Auftraggeber nicht hier vor Ort sind. Es wird hier einfach nicht so viel los, es wird wenig mit anspruchsvollen Fassaden gebaut. So gesehen ist Leipzig nicht besonders für mich geeignet — die Familie ist letztlich der alles entscheidende Grund, hier zu bleiben.

Gibt es national oder international eigentlich Netzwerke von Firmen mit einem Profil ähnlich dem, was du machst?

Ich glaube nicht. Es ist eine Nische, die es noch nicht gibt — also das konkrete Umsetzen von Formen in ausführbare Geometrien. Was natürlich auch bedeutet, dass ich viel Zeit aufwenden muss, potentiellen Auftraggebern erst einmal zu erklären, was ich ihnen anbieten kann.

Vielen Dank. Das Interview führte Frank Trepte.

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FabLab, Open Data & Co. — Internationale Innovationskonferenz findet Ende November in Leipzig statt http://www.kreatives-leipzig.de/allgemein/fablab-open-data-co-internationale-innovationskonferenz-findet-ende-november-in-leipzig-statt.html?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=fablab-open-data-co-internationale-innovationskonferenz-findet-ende-november-in-leipzig-statt http://www.kreatives-leipzig.de/allgemein/fablab-open-data-co-internationale-innovationskonferenz-findet-ende-november-in-leipzig-statt.html#comments Sun, 04 Nov 2012 12:43:50 +0000 Kreatives Leipzig e.V. http://www.kreatives-leipzig.de/?p=6126 Ende November findet in Leipzig die Konferenz Open Innovation in Creative Industries statt. Dabei geht es um Themen wie Innovationsmanagement, FabLabs oder Open Data und die damit verbundenen Wachstumspotentiale für die Kreativschaffenden. Der Branchenverband Kreatives Leipzig e. V. engagiert sich als offizieller Medienpartner der Veranstaltung und wird im Vorfeld ausgewählte Themen und Gäste der Konferenz in den eigenen Medien vorstellen.

Bereits bei unserer eigenen FOKUS-Veranstaltung im September 2012 befassten wir uns in einer Podiumsdiskussion mit Innovationsaspekten in der Kreativwirtschaft. Dabei zeigte sich, dass der gängige Innovationsbegriff sehr technologiebehaftet ist und dadurch nur bedingt übertrag– und anwendbar ist. Andererseits kann natürlich nicht jedes neue schöpferische Produkt als Innovation einer neuen Technologie gleichgesetzt werden. Wie „Innovation“ definiert wird, ist jedoch keine rein philosophische Frage, sondern erlangt spätestens bei der Beantragung und Bewilligung von Fördermitteln ganz praktische
Relevanz.

Die Konferenz Ende November wird da schon wesentlich spezieller: Hier geht es auch darum, was konkrete Ansätze wie ein FabLab oder der Open Data — Gedanke den Kreativen bringen. Bei Ersterem handelt es sich um ein Fabrikationslabor – eine Idee, die am Massachusetts Institute for Technology (MIT) geboren wurde. Zuvor nur digital (oder sogar nur gedanklich) vorliegende Entwürfe können in einem solchen Labor analog produziert werden. Möglich wird dies Dank der Ausstattung eines FabLab. Zu der gehören üblicherweise verschiedene Werkzeuge, aber auch High-Tech-Geräte wie ein Lasercutter, eine CNC-Fräse oder ein 3D-Drucker – also Maschinen, auf die Kreativschaffende sonst nicht ohne Weiteres zugreifen können. Das FabLab erlaubt ein Ausprobieren und das Erstellen von Prototypen, die nach erfolgreicher Probe in Serie gehen können. Neue Geschäftskonzepte können also erst einmal mit wenig Risiko getestet werden.

Neue Möglichkeiten eröffnet auch der Open Data — Ansatz. In der gesamten Europäischen Union gilt seit ein paar Jahren, dass Daten, die durch öffentliche Einrichtungen und damit durch den Einsatz von Steuermitteln erworben werden, Dritten zugänglich gemacht werden müssen – unter Beachtung des Datenschutzes auch für gewerbliche Nutzungen. In den USA (bspw. in New York City) sind beispielsweise Dank der Verfügbarkeit von Umwelt– oder Verkehrsdaten viele neue spannende IT-Anwendungen und Smartphone-Apps entstanden. Trotz der gesetzlichen Vorgabe hinkt Europa hier noch weiter hinterher. Nur wenige öffentliche Daten wurden bislang so zugänglich gemacht, dass sie maschinenlesbar und damit bearbeitbar sind. In Leipzig sind aber immerhin bereits die Daten des Amtes für Statistik und Wahlen sowie einige Daten der Leipziger Wirtschaftsförderung über die API.Leipzig abrufbar.

Ob FabLab oder OpenData – bei der Konferenz Ende November werden diese und andere Ansätze vorgestellt und ihr praktischer Nutzen für Kreativschaffende diskutiert. Über die Ergebnisse wird kreatives-leipzig.de ausführlich berichten.

Eine Anmeldung zur Konferenz ist ab sofort kostenfrei möglich.

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Der Leipziger Stadtrat beschäftigt sich mit den Arbeitsbedingungen der Kreativen http://www.kreatives-leipzig.de/allgemein/der-leipziger-stadtrat-beschaftigt-sich-mit-den-arbeitsbedingungen-der-kreativen.html?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=der-leipziger-stadtrat-beschaftigt-sich-mit-den-arbeitsbedingungen-der-kreativen http://www.kreatives-leipzig.de/allgemein/der-leipziger-stadtrat-beschaftigt-sich-mit-den-arbeitsbedingungen-der-kreativen.html#comments Wed, 31 Oct 2012 17:47:55 +0000 Kreatives Leipzig e.V. http://www.kreatives-leipzig.de/?p=6121 Bei der nächsten Stadtratssitzung am 22.11.2012 wird sich die Ratsversammlung mit mehreren Anträgen zu den Arbeitsbedingungen der Kreativschaffenden in Leipzig befassen. Anders als jüngste Zeitungsartikel (z. B. SPIEGEL) dies nahe legen, stellt die mittlerweile angespannte Lage auf dem Immobilienmarkt eine große Herausforderung für diejenigen dar, die Atelier-, Studio– oder Proberäume für ihr kreatives Arbeiten benötigen. Beispiele aus anderen Städten (u. a. Dresden) zeigen, dass im Zusammenspiel zwischen Verwaltung und Privatwirtschaft innovative Lösungen gefunden werden können, die den städtischen Haushalt nicht belasten und die Lücke am Markt schließen können. Voraussetzung ist hier aber, dass die Kommune die Akteure dabei unterstützt, geeignete Immobilien zu finden. Eine solche könnte die Friederikenstraße 37 im tiefen Leipziger Süden sein.

Ein anderer interessanter Tagesordnungpunkt betrifft die so genannte „Nachtökonomie“ – also die Rahmenbedingungen für kreativwirtschaftliche Veranstaltungen und die dort erwirtschafteten Umsätze. Hier fragt die Fraktion DIE LINKE nach, welche Daten der Verwaltung hinsichtlich der betroffenen Arbeitsplätze und der erwirtschafteten Umwegrendite (also Umsätze in Gastronomie, Hotellerie, Technikdienstleistern, etc.) von privatwirtschaftlich organisierten Konzerten, Theatervorstellungen, Lesungen und Clubabenden vorliegen. Schätzungen aus anderen Städten legen nahe, dass es in Leipzig mehrere Hundert Menschen ihr wirtschaftliches Auskommen dem Sektor verdanken – die Honorare der auftretenden Kreativschaffenden, die für viele ein fester Einkommensbestandteil sind, noch nicht einmal mitgerechnet. Zu den Ergebnissen der LE Klub Analog – Veranstaltung zur Musikwirtschaft im vergangenen Jahr gehörte der Impuls, mittels einer gemeinsam mit der Verwaltung erarbeiteten Veranstalterfibel eine Grundlage zu haben, um Problemfälle weniger konfrontativ sondern am Runden Tisch zu lösen. Dieses Vorhaben wird vom Amt für Wirtschaftsförderung sowie der Veranstaltungsstelle im Ordnungsamt bereits unterstützt, stockt aber in der Umsetzung aufgrund der schleppenden Mitwirkung weiterer relevanter Ämter.

Wir sind gespannt auf die Ergebnisse der Sitzung.

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DJ K im Interview zu Leipzigs Jungle Music-Szene — Teil 1 unserer Interview-Serie Leipzig INTERNATIONAL http://www.kreatives-leipzig.de/leipzig/dj-k-im-interview.html?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=dj-k-im-interview http://www.kreatives-leipzig.de/leipzig/dj-k-im-interview.html#comments Mon, 29 Oct 2012 01:58:09 +0000 Kreatives Leipzig e.V. http://www.kreatives-leipzig.de/?p=6075 Canadian producer and Killa Records‹ mastermind DJ K performs his jungle music show all around Europe and North America almost each weekend. kreatives-leipzig.de spoke with him why he has nevertheless chosen Leipzig as his new home base.

Please be honest: Had you ever heard of Leipzig prior to your first European Tour in 2008?

My childhood memories are blurry but my father traveled to Europe often when I was young. I have a very vague memory of the cities Hanover and Leipzig being mentioned to me once, however since arriving here I have almost forgotten any past knowledge that I might have once had of Germany. So in short, no. However I would like to think I had.

So how did you hear about the city? What made you choose this place as your homebase?

In 2008 I visited Halle(Saale) for a gig. I fell in love with a Sächsiche girl and also fell in love with the flair of East Germany. Travelling the next day to Vienna through Dresden and along the Elbe I think I already had my mind made up to return here and stay as soon as possible. My life in Canada had never felt so wide open as my heart suddenly felt after traveling across the Atlantic, and by the years end I had prepared everything for my big move. After my 1-year tourist visa expired, it became apparent that the only way to remain in my new country was to obtain a serious employment. I managed to find an English-speaking job in Leipzig and quickly moved here.

For you as an artist, inspiration and exchange with like-minded people is very important? Can Leipzig offer you that?

I made the best choice of moving to Südvorstadt. The people and atmosphere here fosters the freedom of artistic expression and keeps me from getting too serious about growing up. Within the first few days I dropped into Staubi and found a group of DJ’s playing the same kind of music as myself, in fact even many of my own songs. I immediately felt at home in this place and it is still one of my favorite places to visit again and again, among many other comfortable cafes and clubs not so far away. It was easy to make connections with like-minded people here — friendly crews have invited me to play alongside them at some of the most enjoyable events I have ever attended — and the best part, Leipzigers enjoy the same music as myself. Even one of the best jungle audio engineers and vinyl pressing plants in the world is located a short bike-ride from my home. If I tell this to any other artist in my position they can not even believe what I am saying is the truth.
I think many artists from North America such as myself lose their inspiration after a while due to the extremely capitalist-centered society. By a certain age they see all of their friends become business-people and building what to me feels like a superficial life around them. After a while most just feel the pressure to conform to achieve respect and not stand out in a strange way. Many years ago I felt the same pressure to wear formal clothes and attend business-type social events but it killed my spirit. I am grateful that life brought me here, because Leipzig keeps me alive and joyful.

Let’s talk a bit about your creative work: You are both djing and producing own jungle music tracks (including one expressing the love Leipzig’s Südvorstadt). Which of the two are you  liking more?

This is actually really good question because when I look back at how I started it was always a bit of a back and forth between one or the other, however since more than 10 years I have been involved in both equally.  As a child, I was making remixes in my room with a dual tape deck, and when I got the chance to play with the family stereo, I would experiment recording mixtapes running the record player and cd player through the mixer into the tape recorder. Through highschool I became known as the school DJ doing this playing music across the public address system in the mornings, reading announcements and helping set up special events. Near the end of highschool I learned how to play various instruments then quickly moved from a band into making electronic music. At this time my circle of friends were ravers and all trying their hand at DJing.  At first I found it too much of an investment to buy records and turntables and focused my energy on producing hundreds of new tunes on my computer and then giving them out to friends.  After a while, my friends really pushed me into DJing saying that it would fit me really well, so I borrowed a friends decks and records and gave it a shot. Beatmatching and selecting records for the audience came almost instantly to me, and since no label was interested in my music productions at the time, I temporarily switched my focus from producing to DJing. It didn’t take long for DJing to take off for me and eventually I was playing every weekend. In this environment where people were regularly enjoying my dj sets, I thought since I love producing, why not also write some dnb and jungle to play into them? CDJs were new back then and there was always one at the club. This additional step of adding my personal touch to my sets by being able to drop my own remixes and fun original tunes completed what I had always been trying to do since the beginning. It became apparent that the songs I produced were the most well-received ones and got me the most excited to play, and so it was from that point onwards ten years ago that the production helped carry the DJing and the DJing required the productions.

 

With Killa Records you are managing your own record label. Tell me please a little bit what that actually means jobwise?

When I decided to start Killa Records, I had already released a few vinyls that were distributed from Los Angeles worldwide. Once I had realized how the manufacturing and sales worked I thought it should be possible to have my own artistic control over what music was released, and this was why I decided to start my own label. Even back in 2003 this was only a hobby. The chance of making money off vinyl was very slim, and today almost impossible. I was lucky enough to have a good friend invest in me to raise the capital required to press that first batch of records, which fortunately carried me to the next release, and so-on. In today’s music market it is a luxury to press vinyl because everything is digital. I was lucky enough to start my label before digital really took off, so I still have a back-catalogue of physical media which gives a lot of credibility to what I do. These days there are so many strictly-digital producers which means very little effort needs to be taken from production to release. I can remember with KILLA001 I had to pay and ship back and forth from Ottawa to Los Angeles, 7 attempts at a master lathe just to ensure my 2 songs sounded good on vinyl. I am not saying that this progress is bad — actually I find it great that I can get a new song from my favorite producer as soon as it is finished and play it at a gig that weekend. If I am looking for new music I can be sure every day there is a plethora of new releases on each digital store. 
Jobwise, being a label-owner these days means spending the time to work on producing new music, finding new music, and doing a lot of online promotion. Since there are so many good names out there it is important to stay involved, and make it easy for people to access your music. I spend almost all of my free-time thinking of new projects and ways to get jungle music out there through podcasts, video, photo and social media.  Performing live shows it is the best way to make an impression on people face-to-face what it really is you are about. If the audience enjoys your art, the word spreads quickly about what you do, and if you are lucky, more requests for shows come in and people start to buy your music. I have been doing my best to document these travels on my website, and those who I have met have become like my musical family whom we continue to meet and exchange stories and music. It used to be that any music-lover would go into the recordshop each week to see what was on the shelves and decide if they wanted to buy a copy, then find out more about the artist or label.  This culture has shrunken dramatically since I started DJing. I don’t want to make any enemies by saying this, but I believe at this point that every label should do their best to give out as many free downloads as possible — because these make up a large percentage of the songs being played in everyone’s MP3 players.  The consumer can decide on their own without paying anything if they like it, and if they do, this is now how their trust, interest and a fan-following can build. If what you do truly has value to enough people, requests will come in across the world, and soon promoters will ask about booking you for shows, fans will pay the entry to your party and music sales will start to gain momentum — which in turn supports the cycle of spreading the word and demand of the label. But in the end it is almost hard to call it a job. It is what I am passionate about doing, I love it and could never imagine spending my time otherwise because I always come back to it, it’s in my nature, it’s who I am.

So, if you can already tell, when do Leipzigers have the next opportunity to convince themselves of your skills behind the decks?

Well I do not have any official gig date set yet, but I regularly find myself playing here and there — often on short notice. The last few times were at Staubsauger, Global Space Odyssey and Native Vibes (4 Rooms). Everytime I am pleased to share the Leipzig party vibe either on the dancefloor or on the decks — so on any of my free nights you can probably find me at the nearest dnb or jungle party either dancing or spinning. Check flyers, facebook events and clubs. I am sure we will run into each other soon. :)

Thank you very much!

The interview was taken by Frank Trepte. All photos are courtesy of Killa Records.

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http://www.kreatives-leipzig.de/leipzig/dj-k-im-interview.html/feed 0
Interview mit Christine Hille, Koordinatorin des Branchentreffpunktes DOK Industry im Rahmen des DOK-Festivals http://www.kreatives-leipzig.de/leipzig/interview-mit-christine-hille-koordinatorin-des-branchentreffpunktes-dok-industry-im-rahmen-des-dok-festivals.html?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=interview-mit-christine-hille-koordinatorin-des-branchentreffpunktes-dok-industry-im-rahmen-des-dok-festivals http://www.kreatives-leipzig.de/leipzig/interview-mit-christine-hille-koordinatorin-des-branchentreffpunktes-dok-industry-im-rahmen-des-dok-festivals.html#comments Fri, 26 Oct 2012 07:12:45 +0000 Kreatives Leipzig e.V. http://www.kreatives-leipzig.de/?p=6071 Guten Morgen Christine. Am kommenden Montag startet das 55. Internationale DOK-Festival. Tausende Interessierte werden wieder die Kinos stürmen und sich Dokumentarfilme anschauen. Im »Festivalschatten« hat sich das DOK aber inzwischen auch zu einem wichtigen Branchentreff entwickelt. Was passiert dort?

Das Festival an sich ist ja schon ein Branchentreffpunkt: Filmemacher, Redakteure, Förderer, Verleiher und andere Festivalprogrammierer kommen zusammen, um Filme zu sehen und zusammen zu feiern. Wir nutzen das aus und haben ein Programm entwickelt, das speziell die Branche interessiert. Dabei geht es im Wesentlichen um die Verkaufsförderung bereits fertig gestellter Filme, Finanzierungshilfe für Projekte in Entwicklung und Informationsveranstaltungen zu neuen Trends und Entwicklungen in der Welt des Films. Ersteres erreichen wir durch den DOK Markt, wo alle aktuellen Filme des Festival plus ca. 175 weitere Dokumentarfilme bequem an Computersichtungsplätzen angeschaut werden können und durch das Leipzig Screening, eine Veranstaltung im Kino, wo wir einem Fachpublikum neue deutsche Dokumentarfilme präsentieren. Produzenten haben die Möglichkeit, sich mit einem Projekt für das Internationale DOK Leipzig Koproduktionstreffen zu bewerben, wo wir sie in Einzeltreffen gezielt mit potentiellen Finanziers zusammen bringen.
In unseren DOK Summits, DOK Podien und den DOK Industry Talks informieren wir in diesem Jahr u. a. über die Visionen von Redakteuren und anderen Experten, wie sie sich das Fernsehen der Zukunft vorstellen, wie viele Screens jeder so mit sich herumtragen wird, über Distributionsmöglichkeiten von Dokumentarfilmen im Bildungsbereich und wie man mit seinem Film Kampagnen starten kann. Mit DOK Training waren wir das Jahr über intensiv mit DOK.Incubator, einem Workshop für Projekte im Rohschnittstadium beschäftigt. Bei der DOK.Incubator Preview werden diese Projekte unserem Fachpublikum vorgestellt. Ganz neu bei DOK Leipzig sind die Vorführungen von Cross Media — Projekten im Kino für das Leipziger Publikum.

Wow! Das ist eine ganze Menge! Gibt es Programmpunkte, die du Filmschaffenden aus Leipzig besonders empfehlen würdest?

Hach, das ist immer schwer.. Ich versuche trotzdem mal, für jeden Tag eine Empfehlung auszusprechen: Am Dienstag empfehle ich „Wild at Heart“ – unser Experimentierfeld für neue Formate und Inhalte bei DOK Leipzig (10 Uhr, Ringcafé). Hier ist aber unbedingt eine Online–Anmeldung vorab notwendig!
„Documentary goes Education“ ist sicherlich ein sehr interessantes DOK Podium am frühen Mittwochabend (17 Uhr, Polnisches Institut). An den weiteren Tagen würde ich zum Besuch unserer DOK Summits raten (jeweils 11 Uhr im Zeitgeschichtlichen Forum): „Even more new Alliances — Outreach and Campaigning in Focus“ (Donnerstag), „Reclaim your Screen — Visions for the Future Television“ (Freitag) und „DOK Summit: L.A. Confidence — Latin American Documentary Today” (Samstag).

Die weltweite Finanzkrise wirkt sich bestimmt auch auf die Förderkulisse für Dokfilme aus. Spüren das eure Teilnehmenden bereits? Welche Alternativen suchen sich die Filmschaffenden?

Unsere Teilnehmer kommen aus aller Welt und die Finanzkrise hat in verschiedenen Teilen der Welt unterschiedliche Spuren hinterlassen. In Lateinamerika entwickelt sich das Genre gerade vielversprechend, neue Förderstrukturen werden aufgebaut. Ähnliche Tendenzen gibt es in Asien. Für Europe lässt sich grob sagen, dass es in den nördlichen Ländern weitaus bessere Fördermöglichkeiten gibt als im Süden Europas. Für ganz Europa gilt: Ohne öffentlich-rechtliches Fernsehen und ohne Fördersystem gäbe es so gut wie keine europäische Filmindustrie. In Deutschland ist uns unser öffentlich-rechtliches Fernsehen jedes Jahr 7,5 Milliarden Euro wert. Ich glaube, damit stehen wir weltweit an der Spitze. Ab 2013 soll sich diese Zahl für die Veränderung der Abgabemodalität von Gerät auf Haushalt auf 9 Milliarden erhöhen. Weitere geschätzte 300 Millionen Euro vergeben die nationalen und regionalen Filmförderinstitutionen in Deutschland jedes Jahr, davon ca. 12 Millionen für Dokumentarfilme. Es ist also nicht so, dass kein Geld da wäre, es geht um die Verteilung. Sobald man über Finanzierung von Dokumentarfilmen redet, ist man mitten drin in der Medienpolitik. Dazu gibt es am Mittwochnachmittag, 31.10., zwischen 14.30 — 16.00 das DOK Summit »Engagiert Euch!« im Zeitgeschichtlichen Forum Leipzig. 

Der Dokumentarfilm hat es derzeit sowohl im Kino als auch im Fernsehen nicht leicht, auch wenn Deutschland im weltweiten Vergleich immer noch als Eldorado gelten kann. Trotzdem sind sowohl alternative Finanzierungsmöglichkeiten als auch neue Vertriebsmöglichkeiten (Internet, VOD usw.) spannend und wichtig, auch wenn die Zahlen im Vergleich verschwindend gering sind. Für den Einzelnen sind sie oft die einzige Chance und eine gute Alternative, besonders bei regionalen Themen wie z. B. der Dokumentarfilm zur Bar 25 aus Berlin, der zu 100% crowdfunded wurde.

Stichwort Crowdfunding: Nachdem Enno Seifrieds »Lost Places« Anfang des Jahres 12.000€ einheimste, dürfte dieser Rekord eines Leipziger Crowdfunding-Projekts von der geplanten Doku »20 Jahre Distillery — Der Film« schon bald gerissen werden. Während sonst Crowdfunding in Deutschland noch in den Kinderschuhen steckt, werden Dokfilme großzügig unterstützt. Womit erklärst du dir das?

Bei diesen gelungenen Crowdfunding — Projekten handelt es sich meist um gute Kampagnen für eine Sache. Oft ist der Film dann »nur« ein Nebenprodukt, um die eigentliche große Sache publik zu machen: Umweltthemen, Aufmerksamkeit lenken auf Missstände — oder es sind sehr lokale Themen, die die Leute vor Ort betreffen wie die Bar 25 in Berlin oder die Distillery in Leipzig. Dokumentarfilmer haben ein Anliegen, am Ende wollen alle die Welt verbessern. Diese Wichtigkeit und Dringlichkeit kommt bei den Leuten an.

Wichtiges und Dringendes sind glaube ich das Thema vieler Dokfilme, die in den nächsten Tagen zu sehen sein werden. In dem Sinne herzlichen Dank für das Interview und gutes Gelingen!

Das Interview führte Frank Trepte.

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Pressemitteilung / Einladung: Leipziger Kreativschaffende präsentieren sich bis Sonntag gemeinsam im Sportforum / Herbstfest mit Vernissage am Donnerstag http://www.kreatives-leipzig.de/allgemein/pressemitteilung-einladung-leipziger-kreativschaffende-prasentieren-sich-bis-sonntag-gemeinsam-im-sportforum-herbstfest-mit-vernissage-am-donnerstag.html?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=pressemitteilung-einladung-leipziger-kreativschaffende-prasentieren-sich-bis-sonntag-gemeinsam-im-sportforum-herbstfest-mit-vernissage-am-donnerstag http://www.kreatives-leipzig.de/allgemein/pressemitteilung-einladung-leipziger-kreativschaffende-prasentieren-sich-bis-sonntag-gemeinsam-im-sportforum-herbstfest-mit-vernissage-am-donnerstag.html#comments Wed, 24 Oct 2012 05:22:15 +0000 Kreatives Leipzig e.V. http://www.kreatives-leipzig.de/?p=6063 Von diesem Donnerstag an präsentieren ein Dutzend Leipziger Kreativschaffende gemeinsam unter dem Dach des Branchenverbandes Kreatives Leipzig e.V. im historischen Festsaal des Sportforums ihr Schaffen. Genutzt wird hierbei das Konzept eines Popup-Stores, der kurzzeitig an einem sonst unbespielten Ort entsteht und nach nur wenigen Tagen wieder verschwindet.

Eröffnet wird der „oh’K! Popup-Store“ um 17 Uhr mit einer Vernissage, die zugleich als Herbstfest der Leipziger Kreativwirtschaft konzipiert ist.

Um auch Unternehmen aus anderen Branchen für die Kreativszene zu interessieren, wurde als Redner Michael Faschingbauer eingeladen – Autor des Managementbuches des Jahres 2010. Sein Konzept von „Effectuation“ findet weit über die Kreativwirtschaft viel Beachtung, da es zu verstehen hilft, nach welchen Maximen erfolgreiche Unternehmer heutzutage bewusst oder unbewusst denken, handeln und entscheiden.

Anschließend findet ein Empfang statt. Hier sorgen das Spezialitäten-Restaurant Chinabrenner sowie DJ Audite, Veranstalter der Reihe Boundless Beatz, für den kulinarischen und musikalischen Rahmen.

Die Eröffnung wird gemeinsam mit der IHK zu Leipzig sowie dem Kompetenzzentrum Kultur– und Kreativwirtschaft des Bundes ausgerichtet und ermöglicht durch die Unterstützung durch MAXXPrint, fritz-kola sowie Indiebrew — Leipziger Industriebier.

Bis Sonntag haben interessierte Leipziger die Gelegenheit, sich vor Ort ein Bild von der Leistungskraft der Leipziger Kreativszene zu machen — mit weiteren Höhepunkten. So zeigt am Freitagabend die Agentur Glücklicher Montag ihre preisgekrönten Kurzfilme „Schweinevogel“ und „Herr Alptraum“. Am Samstagabend läuft „Sleeping Giants“ – der erste über Crowdfunding finanziert Snowboard-Film.

Den idealen Rahmen für die Schau bietet die nur wenige Gehminuten entfernte Designers‹ Open mit Ausstellern aus ganz Deutschland und darüber hinaus. Sie wird ebenfalls von Vereinsmitgliedern ausgerichtet.

Der Eintritt für den Popup-Store im Sportforum ist an allen Tagen frei.

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* Medienkontakt:
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Kreatives Leipzig e.V.
Eric Kemnitz (Kurator)

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* Veranstaltungsort
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Sportforum (Festsaal im 1. OG)
Am Sportforum 3
04105 Leipzig

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* Öffnungszeiten
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Donnerstag, 25.10.2012, ab 17 Uhr (Vernissage)

Freitag, 26.10.2012, 11 bis 20 Uhr
(19 Uhr: Filmprogramm mit „Schweinevogel“ und „Herr Alptraum“)

Samstag, 27.10.2012, 11 bis 20 Uhr
(19 Uhr: Filmprogramm mit „Sleeping Giants“)

Sonntag, 28.10.2012, 11 bis 18 Uhr

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* Die Aussteller
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Oliver Viehweg, Leipzigs Modemacher, lässt alltägliche Mode links liegen und fertigt modische Unikate und tragbare Kleinkunstwerke. Frei nach dem Motto »aus Visionen entsteht Großes« liefert er mit seinen Kreationen „Inspirationen für Jedermann.«

www.oliverviehweg.com

Die Superfreunde aus Leipzig – Künstler, Gestalter, Illustratoren und natürlich super Freunde. Egal ob handgemalt mit Pinsel oder Dose, auf Leinwand oder Wand, in Sieb– oder Offsetdruck — sie erschaffen Figuren mit hohem Sympathiefaktor und kleine Welten mit großem Potenzial.

www.superfreunde.eu

Glücklicher Montag ist ein Leipziger Studio für Animation + Film, Illustration, Grafik + Design + Logo/CI, Karikatur + Comic + Cartoon und Multimedia + Web. Auch die bekannteste Leipziger Comic-Figur, der inzwischen 25 Jahre alte Schweinevogel, stammt aus dem Haus der Montagsarbeiter.

www.gluecklicher-montag.de
www.schweinevogel.de.

K40design: Ein Material — 1000 Möglichkeiten. Design als Bindeglied von modisch übersetzten Grundformen zu gewagten Schnittführungen oder ausreizenden Spielen von Kontrasten in Farbe und Material. Konservatives Lieblingsteil trifft auf modemutiges Einzelstück. Dazu hochwertige
Accessoires und spannend-witzige Interieurartikel, ebenfalls aus der eigenen Werkstatt einen Steinwurf vom Grassimuseum entfernt.

www.k40design.de

kalaMONO macht Kleidung zum Anziehen. Für Ihn. Urban und leger, farbig und schön anzufassen. „Mode fasziniert aufgrund der unendlichen Vielfalt, die schon durch kleinste Modifikationen in Entwurf und Materialeinsatz, aber ebenso durch die Persönlichkeit des Trägers ensteht.“ Die Silhouetten sind klar, die Farben teils leuchtend, die Details verführen zum genaueren Hinschauen. Je Modell bleibt die Stückzahl auf fünf beschränkt.

www.kalamono.de

komplize steht für individuelle Handdrucke und grafische Accessoires, die den Alltag ein bisschen pusteblumiger machen.

www.komplize-design.de

Eric Kemnitz — Photography und Werbung präsentiert einen Teil seiner Leipzig-Panoramen und einen Querschnitt aus seiner aktuellen Arbeit.

www.sk-picture.com

Corwin von Kuhwede hat ein Auge für Geschichten und ein zweites für Bilder. Zusammen machen sie ihn zu einem Geschichtenerzähler, der Geschichten für das Auge erzählt. In einer unverbissenen Mischung aus Handwerk und Inspiration, Muss und Muse, schafft es von Kuhwede in seinen Bildern, gleichsam Sinn wie Unsinn des Abgebildeten sichtbar zu machen und neben den Dingen auch die Dinge hinter den Dingen abzubilden.

www.merkesdir.de

Lampionade — Papierobjekte & Lampions: Die handgefertigten Lampenschirme von Lampionade schaffen im Handumdrehen eine behagliche Wohnatmosphäre. Auch tagsüber sind sie ein echter Hingucker. Seit ca. zwei Jahren entwirft und faltet Alexander Voigt unter dem Label Lampionade Papierlampions. Neben Serienfertigungen in kleiner Stückzahl werden hauptsächlich Unikate produziert.

www.dawanda.com/shop/Lampionade

 

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20 Jahre jung — zwei Leipziger Kulturbetriebe feiern Geburtstag http://www.kreatives-leipzig.de/allgemein/20-jahre-jung-zwei-leipziger-kulturbetriebe-feiern-geburtstag.html?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=20-jahre-jung-zwei-leipziger-kulturbetriebe-feiern-geburtstag http://www.kreatives-leipzig.de/allgemein/20-jahre-jung-zwei-leipziger-kulturbetriebe-feiern-geburtstag.html#comments Wed, 17 Oct 2012 06:01:48 +0000 Kreatives Leipzig e.V. http://www.kreatives-leipzig.de/?p=6033 Im Herbst 1992 entstanden im Leipziger Süden zwei Einrichtungen, die bis heute die Leipziger Veranstaltungszene wesentlich prägen: die Distillery und der WERK 2 — Kulturfabrik e. V. Beide feiern in diesen Tagen ihren 20. Geburtstag mit vielen prominenten Artists — so sind am Freitag neben Leipziger Acts DJ Marky und Stamina MC aus Sao Paulo bzw. London in der Distillery zu Gast, am Samstag treten Maximo Park im Werk II auf.

Auch wenn beide ungefähr zur gleichen Zeit entstanden, so sind sie institutionell doch recht unterschiedlich aufgestellt. Während das Werk 2 weit mehr als nur eine Location für Veranstaltungen ist, man denke an die Cammerspiele Leipzig oder den Frauenkultur e. V., die beide fester Bestandteil des Geländes in der Kochstraße sind, genießt die Distillery den Ruf des ältesten und wohl auch renommiertesten Techno-Club Ostdeutschlands. Unterschiedlich sind auch die Rechtsformen und die Finanzierung beider Einrichtungen: Während die Distillery als Privatunternehmen agiert und noch nie einen Euro Fördergeld erhalten hat, machen öffentliche Mittel beim gemeinnützigen Werk 2 — Kulturfabrik e. V. etwa 20 Prozent des Haushalts aus.

Doch zurück zur Entstehung vor 20 Jahren, die sich nur einen Schneeballwurf weit entfernt abspielte. In der Kochstraße siedelten sich in der ehemaligen Fabrik für Gasmessgeräte nach Abwicklung der dort in Nach-Wende-Zeiten ansässigen Beschäftigungs-, Qualifizierungs– und Entwicklungsgesellschaft Leipzig-Süd mbH schnell Vereine und Projekte an, die gemeinsam den Trägerverein (damals „Kulturzentrum Connewitzer Kreuz e. V.«) gründeten. Schon im Herbst 1992 wurde der regelmäßige Veranstaltungsbetrieb aufgenommen.

Ein paar Meter weiter stadtauswärts starteten zur selben Zeit die Techno-Parties im Gelände einer ehemaligen Brauerei in der Biedermannstraße. Damals stand die elektronische Musik in Deutschland kurz vor dem Durchbruch von einem Underground-Phänomen zum Mainstream. Für viele, die in den 1990er Jahren in Leipzig lebten oder extra für eine Wochenende an die Pleiße kamen, waren die damaligen Parties in der „Tille“ legendär.

Mitte der 1990er Jahre stehen dann beide Einrichtungen kurz vor dem Aus. Die Tille war bis dato nur geduldet, beim Brandschutz wurden beide Augen zugekniffen und Anwohner beschwerten sich regelmäßige über Lärm. Im WERK 2 — Gelände war klar, dass eine Sanierung der maroden Bausubstanz nicht aus eigener Kraft zu stemmen war. Beide Institutionen hatten in den frühen Jahren ihres Bestehens jedoch viele Unterstützer gefunden, die vor und im Leipziger Rathaus genügend Aufmerksamkeit schufen, damit die Kommune aktiv wurde. So einigten sich die Betreiber der Tille mit den Behörden auf den Umzug in ein Gebäude auf dem Gelände der Deutschen Bahn in der Kurt-Eisner-Straße, wo der Club bis heute ansässig ist.

Beim Gelände in der Kochstraße engagiert sich die Stadt noch mehr: Sie erwirbt das Gelände und seine auf mindestens 20 Jahre befristete Nutzung als sozio-kulturelles Zentrum und stellt die notwendigen Mittel zur Verfügung, schrittweise die Bausubstanz zu sanieren. Die Bautätigkeit ist ein langfristiger Prozess, der sich bis heute fortsetzt: Erst diesen Sommer wurde die Auffahrt für Equipment und Nightliner sowie die Neubepflasterung des Hofes fertiggestellt.

Während der WERK 2 — Kulturfabrik e. V. dank einer institutionellen Förderung langfristig planen kann, muss hinter der Zukunft der Distillery aktuell wieder ein Fragezeichen gesetzt werden. In Folge des Baus des City-Tunnels soll das größtenteils brachliegende Gelände der Deutschen Bahn als „Stadtraum Bayrischer Bahnhof“ neu entwickelt werden. Dass dann für die Distillery kein Platz mehr vorgesehen ist, sieht man schon an der aberwitzigen Ampelkreuzung vor den Toren des Clubs. Die Betreiber möchten aber auf alle Fälle weitermachen und werden so lange wie möglich den Standort halten.

Auch wenn die Zukunft noch die ein oder andere Herausforderung bereit halten wird, so wird im Herbst 2012 erst einmal gefeiert, dass beide Einrichtungen seit mittlerweile 20 Jahren existieren und nicht nur das kulturelle Leben bereichern sondern gemeinsam einer zweistelligen Zahl von Menschen ihren Arbeitsplatz geben und Umsätze in mehrfacher Millionenhöhe generieren. Wir sagen herzlichen Glückwunsch!

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Schon gut warm gemacht? Sportliche Designers‘ Open werfen ihre Schatten voraus http://www.kreatives-leipzig.de/allgemein/schon-gut-warm-gemacht-sportliche-designers-open-werfen-ihre-schatten-voraus.html?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=schon-gut-warm-gemacht-sportliche-designers-open-werfen-ihre-schatten-voraus http://www.kreatives-leipzig.de/allgemein/schon-gut-warm-gemacht-sportliche-designers-open-werfen-ihre-schatten-voraus.html#comments Mon, 15 Oct 2012 00:42:37 +0000 Kreatives Leipzig e.V. http://www.kreatives-leipzig.de/?p=6022 Mittlerweile sind die Designers‘ Open im achten Jahr angekommen und gehören damit längst zu den etablierten Designfestivals. Das Besondere: Nicht ein professioneller Messeentwickler hat die Veranstaltung ins Leben geworfen, sondern zwei ehemalige Bewohner der Hartensteiner Straße im sächsischen Schneeberg. Dort studierten die beiden Macher, Jan Hartmann und Andreas Neubert, einst an der Westsächsischen Hochschule Zwickau, dessen Fachbereiche Angewandte Kunst im Erzgebirge angesiedelt ist. In Leipzig angekommen und inzwischen als selbstständige Designer aktiv, setzten sie schnell ihre Idee einer Designmesse in die Praxis um, wo junge DesignerInnen ihre Produkte zu verträglichen Preisen präsentieren konnten. Auch wenn die Veranstaltung inzwischen aus allen Nähten platzt und auch die Organisatoren sich mehr und mehr professionalisieren mussten, so blieb der Charme und die Spannung des Unperfekten im Unterschied zu herkömmlichen Messen erhalten.

Was als Idee am Küchentisch geboren wurde, steht inzwischen unter Schirmherrschaft des sächsischen Ministerpräsidenten. Verliehen wird im Rahmen der Designers‘ Open in diesem Jahr auch der Sächsische Staatspreis für Design – auch dies sicher ein Zeichen der Anerkennung für das jahrelange aufopferungsvolle Engagement. Zu den Partnern der Designers‘ Open 2012 gehört weiterhin unter anderem die Stiftung Bauhaus Dessau, die Ergebnisse ihrer internationalen Sommerschule „Didactic Home“ präsentieren wird.

Zum Erfolgs der Designers‘ Open trägt sicherlich auch bei, in jedem Jahr eine andere Location zu bespielen. Dieses Jahr fiel die Wahl auf den Campus der Sportwissenschaftlichen Fakultät in der Jahnallee. Dort können vom 26. bis 28. Oktober 2012 die Produkte von mehr als 180 Ausstellern bewundert und gekauft werden. Neben den aus den letzten Messejahren bekannten Bereichen DO/Industry und DO/Market wird das Programm in diesem Jahr von einer Ringvorlesung „Ergonomie – Design – Mobilität“ vervollständigt. Nicht nur auf der Messe selbst sondern bei 22 DO/Spots im ganzen Stadtgebiet sind auch viele Mitglieder von Kreatives Leipzig e. V. bei der Designers‘ Open dabei – auch die DO/Night wird von einem Vereinsmitglied ausgerichtet (detektor.fm).

Da die Designers‘ Open einen exzellenten Anlass bietet, um auch über die Designbranche hinaus die Leipziger Kreativwirtschaft anschaulich in Szene zu setzen, werden sich mehrere Vereinsmitglieder für den Zeitraum der Messe im historischen Festsaal des Sportforums Leipzig – unweit vom Messecampus gelegen – gemeinsam im oh’K! Popup-Store präsentieren. Zur Vernissage am 25. Oktober 2012 lädt Kreatives Leipzig e. V. gemeinsam mit der IHK zu Leipzig und dem Kompetenzzentrum Kultur– und Kreativwirtschaft des Bundes ab 17 Uhr zu Vernissage und Fest. Das Programm der letzten Oktoberwoche wird also sportlich!

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Wettbewerb für Design, Fotografie und nachhaltige Produkte http://www.kreatives-leipzig.de/design/wettbewerb-fur-design-fotografie-und-nachhaltige-produkte.html?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=wettbewerb-fur-design-fotografie-und-nachhaltige-produkte http://www.kreatives-leipzig.de/design/wettbewerb-fur-design-fotografie-und-nachhaltige-produkte.html#comments Tue, 09 Oct 2012 00:49:46 +0000 Kreatives Leipzig e.V. http://www.kreatives-leipzig.de/?p=6001 Egal ob groß oder klein – für viele Unternehmen ist „Vitamin B“ ein wenn nicht gar der wichtigste Auftragsbringer. Dies trifft in besonderem Maße auch auf die Kreativwirtschaft zu. Verständlich, denn ein Auftraggeber vermag oft nicht die Masse der Anbieter zu durchschauen, um einen Dienstleister nach Geschmack zu finden, sondern verlässt sich lieber auf die Empfehlungen anderer Unternehmen. Für viele Einzelunternehmen sind Netzwerken und Kontaktpflege daher enorm wichtig, oftmals aber auch lästig.

Eine interessante Alternative bieten Wettbewerbe. Eine gute Qualifizierung oder gar ein Preis wirkt sich oftmals positiv auf die Auftragslage aus, da sich natürlich Auftraggeber auch gern mit den Produkten von Preisträgern schmücken. Hinzu kommt noch ein lukratives Preisgeld. Am bekanntesten ist der Sächsische Staatspreis für Design, der am 25. Oktober 2012 im Rahmen der Designers‘ Open in Leipzig verliehen wird. Insgesamt ist er mit 50.000 Euro dotiert. Auf das Persönliche legt der vom Chemnitzer Kunstverein VILLA ARTE e. V. initiierte Marianne-Brandt-Wettbewerb wert, der aktuell in die fünfte Runde geht. Zu den Partnern des Wettbewerbs in der Tradition des Bauhauses, wo Marianne Brandt einst wirkte, gehören unter anderem die bekannte Mailänder Designfabrik „Alessi“ sowie die Leipziger „smow GmbH“. Motto des Wettbewerbs ist „Die Poesie des Funktionalen“. Je 5.000 Euro Preisgeld winken hier in den Kategorien Produktdesign, Fotografie und Nachhaltigkeit.

Funktionalität und Nachhaltigkeit – wie passt das zusammen? Die Initiatoren möchten mit der Sonderkategorie insbesondere jungen Designbüros die Möglichkeit geben, Arbeiten einzureichen, die sich in natürlich Kreisläufe einordnen, Ressourcen wiederverwenden oder auf innovativen Energiekonzepten beruhen. Was praktisch ist und weniger Ressourcen verbraucht, kann auch schön sein, wird in der Ankündigung des Wettbewerbs betont.

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Interview mit Sandra Strauß (Agentur Glücklicher Montag) über Neues vom Schweinevogel und Crowdfunding http://www.kreatives-leipzig.de/allgemein/interview-mit-sandra-straus-agentur-glucklicher-montag-uber-neues-vom-schweinevogel-und-crowdfunding.html?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=interview-mit-sandra-straus-agentur-glucklicher-montag-uber-neues-vom-schweinevogel-und-crowdfunding http://www.kreatives-leipzig.de/allgemein/interview-mit-sandra-straus-agentur-glucklicher-montag-uber-neues-vom-schweinevogel-und-crowdfunding.html#comments Mon, 08 Oct 2012 07:46:55 +0000 Kreatives Leipzig e.V. http://www.kreatives-leipzig.de/?p=5980 Hallo ins »Schweiniversum«! Seit etwas mehr als einem Vierteljahrhundert lebt der Schweinevogel in Cartoons, Animationsfilmen, Comics, Karrikaturen u.s.w. Gehen euch eigentlich nie die Ideen aus?

Eher im Gegenteil. Seit etwa etwas mehr als fünf Jahren kümmern wir uns erst wieder intensiv um Schweinevogel — davor hat er es eher ruhig angehen lassen, weil sein Zeichner Schwarwel mehr im Grafikdesign unterwegs war und seine illustrativen Projekte sträflich vernachlässigt hatte.

Als die Arbeit am Trickfilm begann, haben wir auch erst mal rumprobiert, wo man mit Schweinevogel arbeiten kann, ohne aus ihm ein hohles Maskottchen zu machen, zu dem er nicht wirklich taugt.

Ideen sind dabei noch nie das Problem gewesen, weil Schweinevogel aus der sich ständig ändernden Welt um uns herum gespeist wird — da passiert ja dauernd etwas Neues.

 

Für das Schweinevogel TOTAL-O-RAMA beschreitet ihr erstmals den Weg des Crowdfunding und versucht so, die Druckkosten in Höhe von etwa 5.000 Euro einzunehmen. Was hat euch bewogen, den Weg des Crowdfunding zu beschreiten?

4.200,00 — so viel ist’s ja gar nicht – und beim Bergfest hatten wir auch schon 70% davon zusammen. Crowdfunding als Finazierungsidee haben wir zuerst mal scheel beäugt, weil das Konzept noch sehr frisch ist und dabei ja Leute vom Konsumenten zum Produzenten werden, was in unserer Konsumgesellschaft oft ein schwerer Schritt ist.

Aber die Sachen, die bspw. VisionBakery auf ihrer Plattform vorstellen, fanden wir oft sehr spannend und deshalb verfolgten wir die allgemeine Entwicklung auch auf den anderen Crowfunding-Seiten. Als wir über das neue, zweite „Total-O-Rama“ und seine Umsetzung sprachen, fanden wir es absolut sinnvoll, das mal über Crowdfunding zu probieren, weil gerade Schweinevogel und das, wofür er in seiner Grundaussage steht – „Selbst machen, tun, sich einmischen, mitgestalten“ –, ein ideales Projekt zu sein schien, um es dafür anzubieten. Mal gucken, ob’s stimmt..

 

Crowdfunding beruht ja immer auch auf Gegenleistungen. Was bietet ihr für eure Fans an?

Von der gezeichneten Selbstverewigung über Produktangebote vom fertigen Buch bis zum Wandkalender bis hin zu Workshops mit Schwarwel als Kursleiter bieten wir ein ziemliches Rundum-Glücklich-Paket. Plus eine transparente Entstehungsgeschichte einer solchen Anthologie.
In den USA werden über Crowdfunding längst nicht nur kleine Projekte finanziert. Für ein Comic-Projekt wurden auf kickstarter.com jüngst mehr als 1,2 Millionen US-Dollar von fast 15.000 Unterstützenden gesammelt. Verglichen damit ist euer Projekt ein Zwerg, für deutsche Verhältnisse schon recht groß. Kann Crowdfunding hierzulande mittelfristig die Dimensionen erreichen wie in den USA?
Das könnte noch etwas dauern, aber insgesamt bin ich sehr zuversichtlich, dass sich Crowdfunding in Deutschland ähnlich entwickeln wird wie in Übersee. Der vorsichtig-knausernde Schwabe ist ja eher ein Relikt aus den westlichen Wirtschaftswunderjahren und mit dem Internet und einem neuen Verständnis für die Gesellschaft im Allgemeinen wächst gerade eine neue Generation von Menschen heran, die viel dezentraler und globaler denken und handeln als der gutbürgerliche Sauerkrautvertilger der Endachtziger, als die Welt noch eine andere war.

 

Bleiben wir noch kurz bei den USA. »When pigs fly« ist dort eine gebräuchliche Redewendung, um das Unmögliche sprachlich auszudrücken. Auf welche Unmöglichkeit spielte die Geburt des Schweinevogels anno 1987 eigentlich an?

Auf Unmögliches sicher nicht, denn der „when pigs fly“-Redewendung setzt Schweinevogel ja sein eigenes „Anything goes“-Motto entgegen: „Ein Käfigvogel träumt von Freiheit – ein Schweinevogel fliegt.“

 

Na denn! Zurück zu euch: Neben dem Schweinevogel ist eure Agentur Glücklicher Montag ja noch viel breiter aufgestellt. Womit verdient ihr sonst so euer Geld?

Unser Studio bietet Animationen, Illustrationen, Grafik, CI-Design und Multimedia-Anwendungen – unser Steckenpferd ist dabei natürlich die klassische 2D-Animation, wie sie auch gern in Werbeclips und Musikvideos Verwendung findet, aber vom Veranstaltungsplakat bis zur Website machen wir alles gern, was mit klassischem Handwerk und der Umsetzung von Ideen ztu tun hat.

 

Das Interview führten Sandra Strauß (Produzentin und Studioleitung Agentur Glücklicher Montag) und Frank Trepte (Kreatives Leipzig).

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Ständig was Neues — Innovationen in der Kreativwirtschaft: Nachbetrachtung zur FOKUS-Veranstaltung vom 10.09.2012 http://www.kreatives-leipzig.de/allgemein/5942.html?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=5942 http://www.kreatives-leipzig.de/allgemein/5942.html#comments Wed, 26 Sep 2012 05:23:05 +0000 Kreatives Leipzig e.V. http://www.kreatives-leipzig.de/?p=5942 Unter dem Titel „Ständig was Neues! Innovationen in der Kreativwirtschaft“, fand am 10. September 2012 die sechste Veranstaltung der FOKUS-Reihe von Kreatives Leipzig e. V. statt.

Innovation ist ein vielbeschworener wirtschaftsstrategischer Begriff. Politiker aller Couleur betonen die Wichtigkeit von Innovationen für den gesellschaftlichen Wohlstand und auch in der Förderlandschaft wird der Unterstützung von Innovationen großer Wert beigemessen. Dabei stellt sich die Frage, was eigentliche mit einer förderwürdigen Neuheit überhaupt gemeint ist. Wer in der Kultur– und Kreativwirtschaft tätig ist, muss eigentlich ständig etwas Neues produzieren, um die Wünsche der Kunden bzw. der Auftraggeber zu befriedigen. Aber ist jede Neuerung als Innovation zu verstehen? Was bedeutet das für den Beitrag der Kultur– und Kreativwirtschaft zur Wirtschaftsentwicklung? Was bedeutet das für die Förderpolitik.

Diese und andere Fragen rund ums Thema wurden gemeinsam mit den Podiumsgästen Dr. Agnes Schipanski (Center for Leading Innovation and Cooperation – Handelhochschule Leipzig), Sascha Wolf (Dark Horse – Berlin) und Matthias Petzold (Hybrid Art Lab – Leipzig) sowie dem Publikum diskutiert.

Schon bei der ersten Frage, was das Buzzword Innovation für den einzelnen bedeutet, wurde schnell klar, dass der Begriff viele Deutungen zulässt. Sicher scheint, Innovation bedeutet etwas Neues. Einig waren sich die Anwesenden auch, dass eine Idee noch keine eigentliche Innovation ist. So meint Innovation mindestens schon einmal nur das Neue, was dann auch in der Realität funktioniert. Die Wirtschaftswissenschaften gehen hier noch einen Schritt weiter. In ihrem Sinne ist Innovation nur diejenige Idee, welche sich schlussendlich auch an einem Markt durchsetzt. Und dann gibt es ja noch die Wirtschaftsförderung, welche in alter Tradition nur diejenige Innovation als eine solche akzeptiert, welche eine technologische oder organisatorische Neuerung im industriellen Produktionsprozess bedeutet.

Vor diesem Hintergrund fällt es allerdings schwer zu verstehen, warum nun gerade die Kultur– und Kreativwirtschaft anerkannter Maßen als Innovationstreiber für Wirtschaft und Gesellschaft gilt. Es scheint vielmehr so, als ob all das, was die Branche an Neuen in die Welt setzt, im wissenschafts– und wirtschaftspolitischem Kontext überhaupt keine Rolle spielt. Gelegentlich tauchen Themen wie ›Open Innovation‹ oder ›Design Thinking‹ als kreative Heilsbringer für Unternehmen anderer Branchen in der Diskussion auf und reduzieren doch gleichermaßen die Rolle der „Kreative“ in diesem Zusammenhang auf die, des Dienstleisters. Schwer vorstellbar, das neuartige Theaterformate mit internationalem Erfolg oder die Entwicklung von zukunftsweisenden Musikstylen genauso gefördert würden, wie die Automobilindustrie bei der E-Mobility.

Dies ist in sofern etwas irritierend, da die Kultur– und Kreativwirtschaft mittlerweile eine deutlich höhere Bruttowertschöpfung in Deutschland erzielt (2010), als eben diese Automobilindustrie.

Jährlich werden durch den Bund Milliarden in Forschung und Entwicklung investiert, um herauszufinden, wie das Neue in die Welt kommt und was der universelle „Innovationscode“ ist.

Während dessen, so zeigte die Diskussion im Rahmen der Veranstaltung, machen die Akteure der Kultur– und Kreativwirtschaft einfach alles neu. Dabei verzichten sie größtenteils auf Fördermittel. Entweder weil die Förderinstrumente aufgrund ihrer technologieorientierten Ausrichtung eh nicht funktionieren oder weil die Verfahren so langwierig sind, dass die Innovation schon nicht mehr neu ist, wenn der Zuwendungsbescheid nach über einem Jahr erfolgt, wie ein Beispiel aus dem Publikum zeigte.

Ob es nun daran liegt, dass die Akteure der Kultur– und Kreativwirtschaft eine besonders offene und kreative Herangehensweise bei der Findung von Lösungen und Problemen an den Tag legen. Ob dies darin begründet ist, dass Not auch erfinderisch macht oder ob die den Brachenakteuren immanente interdisziplinäre Arbeitsweise als Erfolgsfaktor in Frage kommt. Fakt ist, die Kultur– und Kreativwirtschaft ist schon lange nicht mehr „nice to have“, sondern wesentlicher Innovationstreiber für fast alle gesellschaftlichen Bereiche. So muss die eingangs der Veranstaltung gestellte Frage, welcher Innovationsbegriff für die Akteure der Branche gilt, prinzipiell neu formuliert werden. Es stellt sich also vielmehr die Frage, wann finden die innovativen Leistungen der Kultur– und Kreativwirtschaft endlich Eingang in den wirtschaftspolitischen Innovationsbegriff. Dieser sollte spätestens nach dem „Oslo — Manual“ einmal überarbeitet werden.

Nicht zuletzt sollten jedoch auch die Akteure der Kultur– und Kreativwirtschaft dazu befähigt werden, ihre originären Ideen so „auf die Straße“ zu bringen, dass sie letztendlich auch von ihnen leben können.

Bilder zur Veranstaltung

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Pressemitteilung: Kreatives Leipzig gestaltet Popup-Store / Vernissage und Party am 25. Oktober 2012 http://www.kreatives-leipzig.de/allgemein/pressemitteilung-kreatives-leipzig-gestaltet-popup-store-vernissage-und-party-am-25-oktober-2012.html?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=pressemitteilung-kreatives-leipzig-gestaltet-popup-store-vernissage-und-party-am-25-oktober-2012 http://www.kreatives-leipzig.de/allgemein/pressemitteilung-kreatives-leipzig-gestaltet-popup-store-vernissage-und-party-am-25-oktober-2012.html#comments Wed, 26 Sep 2012 05:16:19 +0000 Kreatives Leipzig e.V. http://www.kreatives-leipzig.de/?p=5940 Das Konzept des Popup-Stores stammt aus den USA: Für kurze Zeit öffnen Galerien und Läden an Orten, die sonst für andere Zwecke genutzt werden. Genauso schnell, wie sie entstehen, verschwinden sie auch wieder.

Mitglieder von Kreatives Leipzig bringen die Idee nach Leipzig. Für drei Tage, vom 26. bis 28. Oktober 2012, gestalten sie den historischen Festsaal des Sportforums als Popup-Store und präsentieren dort ihr Schaffen und ihre Produkte. Gezeigt werden u. a. Fotografie, Grafiken, Mode, Medienkunst, Filme und Bücher »made in Leipzig«.

Eröffnet wird der Store am Vorabend, dem 25. Oktober 2012, ab 17 Uhr mit einer Party. Besonderer Gast ist der österreichische Wirtschaftsforscher und Buchautor Michael Faschingbauer. Er wird eine Keynote über »Effectuation« halten, ein neues Konzept für Unternehmertum, in dem künstlerischer Anspruch und kapitalistisches Profitstreben miteinander versöhnt werden. »Effecutation« wurde als Managementbuch des Jahres ausgezeichnet.

Anschließend laden die Kreativen Leipzigs zu einem Empfang ein, um sich und ihr Schaffen den Gästen vorzustellen. Für die musikalische Umrahmung sorgt der Leipziger Produzent und DJ Audite. Dass Kreativität bis zum Kochtopf reicht, wird an dem Abend vom Restaurant Chinabrenner unter Beweis gestellt.

Der Eintritt ist an allen Tagen frei.

Die Veranstaltung wird organisiert gemeinsam mit der IHK Leipzig, dem Kompetenzzentrum Kultur– und Kreativwirtschaft des Bundes und unterstützt durch Fritz-Kola und Leipziger Industriebier.

+ Popup-Store von Kreatives Leipzig e.V.
+ Am Sportforum 3, 1. OG, 04105 Leipzig
+ Donnerstag, 25. Oktober 2012, 17 Uhr Eröffnung
+ danach Freitag und Samstag 11–20 Uhr, Sonntag 11–18 Uhr

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Interview mit Christian Bollert (detektor.fm) über den Deutschen Radiopreis, den nahenden 3. Geburtstag von detektor.fm und Robbie Williams http://www.kreatives-leipzig.de/allgemein/interview-mit-christian-bollert-detektor-fm.html?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=interview-mit-christian-bollert-detektor-fm http://www.kreatives-leipzig.de/allgemein/interview-mit-christian-bollert-detektor-fm.html#comments Thu, 13 Sep 2012 01:34:47 +0000 Kreatives Leipzig e.V. http://www.kreatives-leipzig.de/?p=5886 Hallo, erst einmal natürlich herzlichen Glückwunsch zum Deutschen Radiopreis. Viele sind jetzt ganz stolz darauf, dass ihr den Preis nach dem Fußballradio 90elf zum zweiten Mal in Folge nach Leipzig holen konntet. Für alle, die den Preis nicht kennen: Was bedeutet er, wer wählt die Preisträger aus und wie viel ist er wert?

Der Deutsche Radiopreis ist der wichtigste Preis im Radio, den es in Deutschland zu gewinnen gibt — deswegen sind wir auch wahnsinnig stolz, dass das Konzept „Crowd Radio“ die Jury des Grimme-Institutes, die die Preisträger auswählt, überzeugen konnte. Es ist toll, dass unsere tägliche Arbeit deutschlandweit eine so hohe Anerkennung erfährt.
Du hast es schon erwähnt — die Auszeichnung habt ihr für das Konzept „Crowd Radio“ in der Preiskategorie „Innovation“ erhalten. Was genau hat die Jury hieran überzeugt?

Es gibt eine etwas längere Begründung, die man sich auch auf der Seite des Radiopreises durchlesen kann. Die Idee, Crowd Radio zu machen, stammt von der Agentur frischr aus Erfurt. Sie sind auf uns zugekommen, weil sie detektor.fm als Netzradio erkannt haben, welches sich neuen Formen widmet und dabei Journalismus ins 21. Jahrhundert transportieren will. Als sie uns dann gefragt haben, ob wir nicht Lust auf so eine App haben, die den Hörern die Möglichkeit gibt, sich über das Smartphone zu beteiligen, haben wir natürlich ja gesagt. Zum Internetkongress re:publica haben wir die Idee ausprobiert und gemerkt, dass das sehr gut funktioniert. Neben Moderator, Experten und Redakteur können dadurch die Hörer und Nutzer eingebunden und die Sendung mit einer zusätzlichen Ebene bereichert werden. Damit wird die Sendung insgesamt attraktiver. Diese Technologie und ihr gezielter Einsatz überzeugte die Jury so sehr, dass sie gesagt haben, dies sei die beste Innovation 2012.

Wie wählt ihr aus den von der Crowd eingereichten Beiträgen aus, was tatsächlich gesendet wird?

Natürlich gibt es am Ende noch einen Chef vom Dienst, der sich alle Sachen einmal anhört oder durchliest, und am Ende entscheidet, was passt in die Sendung, was ist für die einzelnen Themen am Interessantesten oder was ist juristisch unbedenklich. Daraus wird dann die Sendung zusammengestellt. Die journalistische Arbeit hört also nicht auf, sondern hat sich nur verlagert. Das Material kommt von alleine rein, muss dann aber gesichtet und geprüft werden — was ja eine grundjournalistische Aufgabe ist: Aus einem Wust von Informationen das Wesentliche herauspicken.

Insgesamt seid ihr nun schon seit fast drei Jahren auf Sendung — neben dem Deutschen Radiopreis habt ihr auch andere Auszeichnungen erhalten. Feiern möchtet ihr das alles Anfang Dezember. Kannst du schon verraten, was uns da erwarten wird?

Ja, wir wollen uns auch beim Geburtstag ein wenig weiterentwickeln: Wir planen in diesem Jahr eine Diskussionsrunde — unter anderem in Kooperation mit Kreatives Leipzig e. V. — zum Thema Kultur– und Kreativwirtschaft, welche Bedeutung hat sie, vor allem auch in der Politik: Hat die Politik schon erkannt, welche Rolle die Kreativen auch für die Wirtschaft insgesamt spielen werden? Wir sind da schon sehr gespannt, wen wir da alles für das Podium gewinnen können.
Außerdem wird es natürlich auch in diesem Jahr wieder eine Party geben, wo wir alle Hörer, die in der Region Leipzig leben, einladen, mit dabei zu sein. Ich glaube, mit Fug und Recht sagen zu können, dass das bisher in jedem Jahr ein sehr schöner Abend war. Wir sind auch schon im Gespräch mit mehreren Bands, ob sie Anfang Dezember Zeit haben und vorbeikommen können. Den 8. Dezember 2012 (Samstagabend) sollte man sich also schon mal freihalten.

Zu guter Letzt die Frage, die bestimmt viele interessiert: Wie ist er so, der Robbie Williams? Ihr durftet ihn ja bei der Verleihung des Radiopreises kennenlernen.. Und wird er denn jetzt auch auf detektor.fm zu hören sein?

Er war jetzt neulich tatsächlich bei detektor.fm zu hören, nämlich am Tag nach dem wir den Preis erhielten, haben wir „Let me entertain you“ von ihm gespielt. Zum Glück war Gregor, unser Musikchef, da noch im Urlaub und hat‘s nicht mitbekommen.. Aber in Zukunft wird Robbie Williams wahrscheinlich auch weiterhin nicht gespielt — ich weiß natürlich nicht, was er in nächster Zeit für Platten macht, vielleicht überzeugt er unsere Musikredaktion ja noch. Er hat den Radiomachern bei der Preisverleihung eine richtig gute Platte angekündigt — warten wir‘s ab, was da jetzt kommt. Aber die Chancen sind wohl eher gering, dass wir ihn spielen werden. Einmal musste natürlich sein, wenn er uns schon den Preis persönlich überreicht. Und ich fand ihn auch absolut sympathisch, er war sehr nett, sehr ironisch, sehr selbstreflektiert und witzig, dabei höchst professionell — also ein sehr angenehmer Gesprächspartner.

 

Das Interview führte für Kreatives Leipzig e. V. Frank Trepte.

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Coding Contest http://www.kreatives-leipzig.de/leipzig/coding-contest.html?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=coding-contest http://www.kreatives-leipzig.de/leipzig/coding-contest.html#comments Mon, 03 Sep 2012 16:10:16 +0000 Kreatives Leipzig e.V. http://www.kreatives-leipzig.de/?p=5868 Bereits in die vierte Runde geht der Coding Contest von netresearch. Der regionale Programmierwettbewerb für den Raum Mitteldeutschland bzw. Leipzig hat sich zur Aufgabe gesetzt IT-Nachwuchs zu finden und hier in der Region zu halten. Da uns natürlich auch daran gelegen ist, dass die Fachkräfte hier bleiben, unterstützen wir auch dieses Jahr den Contest als Medienpartner.

Vom 5. bis zum 11. November 2012 angesetzt, sind IT Studenten, Absolventen und Quereinsteiger aufgerufen, eine Aufgabe im Bereich PHP zu lösen.

Wer mitmachen möchte, kann sich schon mal unter www.coding-contest.de anmelden.  Weitere Infos folgen…

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Statement von Kreatives Leipzig e. V. zur aktuellen Ausschreibung der Stadt Leipzig zum Projekt »Creative Cities« http://www.kreatives-leipzig.de/allgemein/statement-von-kreatives-leipzig-e-v-zur-aktuellen-ausschreibung-der-stadt-leipzig-zum-projekt-creative-cities.html?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=statement-von-kreatives-leipzig-e-v-zur-aktuellen-ausschreibung-der-stadt-leipzig-zum-projekt-creative-cities http://www.kreatives-leipzig.de/allgemein/statement-von-kreatives-leipzig-e-v-zur-aktuellen-ausschreibung-der-stadt-leipzig-zum-projekt-creative-cities.html#comments Mon, 03 Sep 2012 01:42:36 +0000 Kreatives Leipzig e.V. http://www.kreatives-leipzig.de/?p=5819 Das Kulturamt der Stadt Leipzig hat am Montag, 26. August 2012, eine Ausschreibung für die Förderung einer Veranstaltungsreihe sowie für Reisekostenzuschüsse zum Besuch der Partnerstädte des Projektes veröffentlicht. Als Branchenverband werden wir immer begrüßen, wenn Mittel zur Förderung der Leipziger Kreativwirtschaft vergeben werden. Diese Ausschreibung ist jedoch nach Auffassung von Kreatives Leipzig für die Entwicklung der Branche kontraproduktiv.

++Teilausschreibung Veranstaltungsreihe

Gemeinsam mit Partnern wie der IHK zu Leipzig oder dem Kompetenzzentrum Kultur– und Kreativwirtschaft des Bundes setzt Kreatives Leipzig e. V. verschiedene Veranstaltungsformate um (FOKUS, WISSENSWERT, Business Speed Dating). Finanziert werden diese Veranstaltungen aus Mitgliedsbeiträgen bzw. Mitteln unserer Mitveranstalter, wobei Organisation und Moderation trotzdem unbezahlt und ehrenamtlich erfolgen. Obwohl die Themen der FOKUS-Reihe bspw. schon seit Anfang August veröffentlicht wurden, schreibt die Stadt Leipzig jetzt eine Reihe mit ähnlichen Inhalten aus – wahrscheinlich stehen dabei für jede Einzelveranstaltung mehr Mittel zur Verfügung als wir im gesamten Jahr ausgeben können. Trotzdem gab es keinerlei Kontaktaufnahme in Vorbereitung der Ausschreibung durch die Mitglieder der Steuerungsgruppe, die immerhin vier Ämter der Stadtverwaltung umfasst – die Möglichkeit gemeinsam im Vorfeld nach Synergien zu suchen, bestand folglich nicht. Aufgrund der inhaltlichen Überschneidungen hätte es sich angeboten, bspw. die Themen der FOKUS-Veranstaltungen im Oktober und/oder November 2012 aufzugreifen und, durch professionelle Dienstleister realisiert, im Anschluss in Workshops zu vertiefen. Stattdessen werden hier Steuermittel eingesetzt, um eine städtisch finanzierte Konkurrenz zu bereits geplanten Veranstaltungen (nicht nur von Kreatives Leipzig e. V.) einmalig durchzuführen.

Ausgeschlossen wird indes explizit eine Fach– oder Kongressveranstaltung, wie sie bereits unterschiedliche Akteure gegenüber dem Amt für Wirtschaftsförderung in unterschiedlicher Form angeregt haben. Hier hätte durch das EU-Projekt gerade im ersten Jahr eine sinnvolle Anschubfinanzierung geleistet werden können. Zeitpunkt der Ausschreibung und Umsetzungsbedingungen schließen gleichzeitig aus, bereits etablierte Formate auf eine neue Ebene zu heben.

++Teilausschreibung Reisekostenzuschüsse

Die zweite Teilausschreibung betrifft die Möglichkeit von Vernetzung und Austausch mit Kreativschaffenden der vier Partnerstädte des Projekts. Eigentlich eine tolle Sache, nur reichlich spät, wenn man bedenkt, dass das Projekt seit 2010 läuft und die Abschlusskonferenz Ende November 2012 in Leipzig stattfinden wird.

Bei einer früheren Ausschreibungsrunde, die thematisch wesentlich offener gehalten war, hatte sich Kreatives Leipzig e. V. mit einem Projektvorschlag „Europareise“ auf Basis eines erfolgreichen Projekts aus Bremen beteiligt. Im Jahresverlauf 2012 hätten wir kleine Gruppen von 2–3 Kreativen in jede der Projektpartnerstädte entsandt, für die Dokumentation ähnlich wie in Bremen auch bereits einen Medienpartner gewonnen. Der Kostenplan sah vor, dass sämtliche organisatorische Aufgaben ehrenamtlich geleistet werden, das beantragte Geld 1:1 zur Deckung der Reise– und Aufenthaltskosten weitergereicht würde. Die Antwort lautete damals, dass der Projektvorschlag „nicht den Zielen des Projektes“ entspräche.

++Kulturamtsleiterin: „Kein Bedürfnis einer Stellungnahme“

Sofort nach Veröffentlichung der Ausschreibung hatten wir die für das Projekt federführende Kulturamtsleiterin mit Nachfragen zu diesen Punkten kontaktiert und um eine schriftliche Stellungnahme gebeten, um diese in unsere eigene Positionierung einfließen lassen zu können. Die Antwort lautete, dass im Rathaus „kein Bedürfnisse“ bestehe, sich schriftlich dazu zu äußern. Ein Gesprächsangebot gab es unterdessen – dass die ehrenamtlichen Mitglieder des Vorstandes aber zu den Arbeitszeiten der Verwaltung selbst mit Geldverdienen beschäftigt sind, scheint im Rathaus unbekannt zu sein.

So hinterlässt das Projekt „Creative Cities“ aufgrund seiner Intransparenz und Widersprüche einen bitteren Nachgeschmack. Ein Beirat aus Kreativschaffenden, wie er ursprünglich angekündigt wurde, trat nie in Aktion. Stattdessen sitzen die Betreiberin des Tapetenwerks und die seit mehr als einem Jahr nicht mehr in Erscheinung getretene IG Kultur West beratend mit am Tisch – nach eigenem Bekunden aber ohne Möglichkeit, die Projektumsetzung wirklich beeinflussen oder zumindest eine Meinungsbildung der lokalen Kreativszene zu den Aktivitäten von „Creative Cities“ ermöglichen zu können. Dabei hätte man bei vier beteiligten Ämtern und einer ausgelagerten „Kontaktstelle Kreativwirtschaft“ – immerhin eine Vollzeitstelle – die Gelegenheit gehabt, innerhalb von drei Jahren viel für die Stärkung der nach wie vor fragilen Kreativwirtschaft in Leipzig zu leisten.

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Der Band-Therapeut — Teil 7 der LVZ-Serie http://www.kreatives-leipzig.de/leipzig/der-band-therapeut-teil-7-der-lvz-serie.html?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=der-band-therapeut-teil-7-der-lvz-serie http://www.kreatives-leipzig.de/leipzig/der-band-therapeut-teil-7-der-lvz-serie.html#comments Fri, 03 Aug 2012 05:19:23 +0000 Kreatives Leipzig e.V. http://www.kreatives-leipzig.de/?p=5764 Gemein­sam mit der Ansprech­part­ne­rin des Kom­pe­tenz­zen­trums Kul­tur– und Krea­tiv­wirt­schaft des Bun­des für Sach­sen, Sach­sen– Anhalt und Thü­rin­gen, Katja Gro­ßer, haben wir eine Arti­kel­se­rie in der LVZ ange­regt, in der Ver­tre­ter der elf Teil­bran­chen vor­ge­stellt wer­den. Die Auto­rin, Verena Lut­ter, hat uns den Text freund­li­cher­weise zur Ver­fü­gung gestellt.

Teil 7 — Der Band — Therapeut

An Leipzig kleben viele Labels. Messestadt, Bachstadt und Buchstadt zum Beispiel. Eines wird bisher noch nicht so häufig verwendet: Kreativstadt. Dabei arbeiteten 2010 schon 11,6 Prozent aller berufstätigen Leipziger in Unternehmen der Kultur– und Kreativwirtschaft. In loser Folge stellt die Szene-Seite in Zusammenarbeit mit dem Verein Kreatives Leipzig Akteure der elf Teilbranchen vor ― von A wie Architekturmarkt bis W wie Werbemarkt. Heute: Andy Schmidt und das Musikstudio Echolux.
Schokolade und Tee. Die perfekte Kombination, um stundenlang konzentriert arbeiten zu können. Andy Schmidt und Janika Groß sitzen in einem kleinen Raum im Dachgeschoss der Ludwig-Hupfeld-Straße 16 in Leutzsch und blicken auf einen Computermonitor. Dahinter, getrennt durch eine Glasscheibe, bringt sich Richard Killisch an seinem Cello in Position. Aus den Boxen kommen Gitarre, Bass, Schlagzeug und ein klarer Sopran. Auf Schmidts Kommando setzt Killischs Cello ein ― und wird nach wenigen Takten wieder gestoppt. „Bei dir ist nach wie vor ein kleines bisschen Miezekatze im Spiel“, sagt Schmidt und bittet den Cellisten um einen neuen Versuch. Es wird nicht der erste bleiben. Am Ende des Tages ist von der Schokoladentafel auf dem Tisch nichts mehr übrig.
Seit drei Wochen sitzt die Leipziger Band Molllust an den Aufnahmen für ihr allererstes Album. Zwei Gesangsstimmen, Klavier, Rhythmusgitarre, E-Violine, E-Bass, Cello und Schlagzeug ― es dauert, bis jede Tonspur im Kick the Flame Studio so gut klingt, dass sie nach dem Mix auf CD gebrannt werden kann. Schmidt bestimmt, wann es soweit ist. Durch seine Brille mit schwarzem Kunststoffgestell auf den Monitor blickend, registriert er jede schiefe Note, jeden zu früh oder zu spät gesetzten Ton. Molllust-Frontfrau Groß hört mit und gibt ebenfalls ihr Urteil ab. Doch die Ansagen macht Schmidt. „Komm, noch mal! Mit frischem Herz!“, lautet eine von ihnen.
Einige Wochen später im Kaffee Schwarz in Lindenau. Jetzt hat Schmidt Zeit, um über seine Arbeit zu plaudern. Die Aufnahmen mit Molllust sind inzwischen beendet, die letzten Tage hat er mit dem Abmischen von Songs verbracht. Die Flasche vor ihm auf dem Tisch ist noch kein Feierabendbier. Gleich nach dem Gespräch will noch eine Band bei ihm im Studio vorbeikommen und sich vorstellen. „Der erste Tag der Aufnahme ist die Hölle“, sagt Schmidt. „Du kämpfst an drei Baustellen gleichzeitig: der sozialen, der technischen und der inhaltlichen.“
Wer Schmidt zuhört, gewinnt den Eindruck, dass von der „sozialen Baustelle“ vieles abhängt. Es hört sich so einfach an: Eine Band mietet sich für ein paar Tag ins Studio ein und spielt ihre Songs. Doch die Tatsache, dass dabei ein Außenstehender die Fäden in der Hand hält, macht die Sache dann doch nicht mehr so einfach. Und das, obwohl die Musiker zu Schmidt kommen, um Verantwortung abzugeben. „Wenn die Chemie zwischen der Band und mir nicht stimmt, klappt es auch mit den Aufnahmen nicht“, erklärt er.
Irgendwie passt es, dass dieser große, schlaksige, ganz in Schwarz gekleidete Kerl mal einige Semester Sozialwissenschaften studiert hat. Die Liebe zu einer Frau verschlug den gebürtigen Zwickauer vor vielen Jahren nach Leipzig, wo er sich an der Universität für Soziologie, Kommunikations– und Medienwissenschaften und Englisch einschrieb. Später wurden die Fächer abgelöst durch Experimentalphysik und BWL. „Eines Tages saß ich vor meinem Seminarplan und dachte, dass sich das hier nicht gut anfühlt“, sagt Schmidt. Seine Band Disillusion, dessen jüngstes Album er als „David Lynch on Metal“ umschreibt, lag damals auf Eis. Er beschloss, sein Studium zu schmeißen und ein Album aufzunehmen. Als es fertig war, entstand die Idee mit dem Proberaum im Dachgeschoss einer ehemaligen Piano-Fabrik in Leutzsch, der heute ein Musikstudio ist.
Seit über zwei Jahren teilt er sich mit Michael Boer und Rafael Klitzing vom Echolux Studio die Räumlichkeiten. Die regelmäßige Zusammenarbeit an Projekten ließ das Team zusammenwachsen und führte zum Beschluss, den Weg gemeinsam zu gehen: Inzwischen firmieren Kick The Flame und Echolux Studio zusammen unter dem Namen Echolux.
Wobei Schmidt das Studio noch immer nicht als solches bezeichnen möchte. Er sieht es eher als Kreativinsel oder zweites Wohnzimmer für die Bands. Allein 100 Quadratmeter misst der Aufenthaltsbereich des Studios mit Küche, Entspannungsecke und Tischtennisplatte, die von den Gästen oft genutzt wird. „Das hier ist keine Dienstleistungsbude“, betont Schmidt. Die Arbeit seiner Kunden (auch ein Wort, das er nicht gerne benutzt) beruht auf zu Noten geronnenen Gefühlen. Und an einem Ort, wo diese Gefühle abrufbar sein müssen, sollte die Atmosphäre stimmen.
„Das ist eigentlich Therapie“, sagt Schmidt, noch einmal auf den Aufnahmeprozess zurückkommend. „Ich überlege ernsthaft, ob ich mich coachen lassen sollte, um andere zu coachen.“ Er selbst hat es bei seinen ersten Demo-Aufnahmen nicht anders kennen gelernt. Damals, als er auf der anderen Seite der Glasscheibe saß. Der fremde Typ im Tonstudio interessierte sich ehrlich dafür, welches Entwicklungspotenzial in Schmidts Musik steckt. Genauso will er es heute auch machen. Und die Arbeit wird ihm vermutlich nicht ausgehen. „Es gibt viele Leipziger Bands. Aber wenig erfolgreiche“, meint Schmidt.

Verena Lutter
Info: www.echolux.de

 

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Statement von Kreatives Leipzig e. V. zum Wettbewerb »Open Innovation« der Stadt Leipzig http://www.kreatives-leipzig.de/allgemein/statement-von-kreatives-leipzig-e-v-zum-wettbewerb-open-innovation-der-stadt-leipzig.html?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=statement-von-kreatives-leipzig-e-v-zum-wettbewerb-open-innovation-der-stadt-leipzig http://www.kreatives-leipzig.de/allgemein/statement-von-kreatives-leipzig-e-v-zum-wettbewerb-open-innovation-der-stadt-leipzig.html#comments Wed, 01 Aug 2012 04:00:59 +0000 Kreatives Leipzig e.V. http://www.kreatives-leipzig.de/?p=5754 Das Amt für Wirtschaftsförderung der Stadt Leipzig hat einen Teilnahmewettbewerb »Open Innovation« veröffentlicht und hierfür Mittel in Höhe von bis zu 35.000€ in Aussicht gestellt. Grundsätzlich begrüßen wir als Branchenverband natürlich jeden Euro, der durch die öffentliche Hand für die Leipziger Kreativwirtschaft eingesetzt wird und bei den Akteuren ankommt. Daher haben wir auch die Einladung angenommen, Mitglieder unseres Vorstandes in den Beirat zur Ausschreibung zu entsenden, der die Projekte letztlich auswählen wird.
Leider weißt die Ausschreibung aber mehrere Schwächen auf, die auch wir kritisieren:
1) »Open Innovation« umschreibt eine Offenheit im Prozess, die sich mit der geforderten Darlegung von Zeit– und Finanzierungsplänen zum jetzigen Zeitpunkt und innerhalb einer recht kurzen Bewerbungsfrist (noch dazu mitten im Sommer) zwangsläufig beißt. Besser wäre es gewesen, die Mittel der Stadt Leipzig als »Prämie« auszuloben, einen Innovationsprozess für die Mitwirkung anderer zu öffnen.
2) Die Ausschreibung fordert unverständlicherweise einen Projektabschluss bis Ende März 2013. Das heißt, geförderte Innovationsprozesse müssen binnen eines halben Jahres abgeschlossen sein — eine ziemlich unrealistische Vorgabe für ernsthafte Neuentwicklungen.
3) Unverständlich ist die Einengung der Förderberechtigten auf die Kreativschaffenden selbst. Außerhalb der Internet-Branchen dürfte das Potenzial der meisten Innovationsprozesse nicht innerhalb der Kreativwirtschaft bestehen, sondern wenn Unternehmen anderer Wirtschaftszweige mit den Kreativen arbeiten. Hierdurch könnten die Wertschöpfungsketten entstehen, die wir in Leipzig so stark vermissen.
4) Niemand rückt gern mit Ideen heraus, ohne zu wissen, wer sie liest, und was diejenigen vielleicht daraus machen. Bei einem fachlichen Beirat wird sich die Anwesenheit eines Mitwettbewerbers nicht verhindern lassen. Umso notwendiger ist es, dass für den Schutz geistigen Eigentums durch die Stadt Leipzig gebürgt wird und alle extern Beteiligten entsprechende Verschwiegenheitsklauseln unterzeichnen.
Als Branchenverband haben wir uns der Stadt Leipzig immer wieder als Partner angeboten, uns frühzeitig mit dem Wissen und der Kompetenz unserer 80 Mitgliedsunternehmen einzubringen, um solche suboptimalen Situationen zu vermeiden. Wir bedauern, dass dies hier nicht geschah und die Ausschreibung zu viel und in vielen Punkten berechtigter Kritik geführt hat. Trotzdem möchten wir alle Leipziger Kreativschaffenden einladen, durch eine Beteiligung an dem Wettbewerb gegenüber der Verwaltung das Innovationspotenzial der Branche herauszuheben.
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Fortführung der Veranstaltungsreihe FOKUS im zweiten Halbjahr 2012 http://www.kreatives-leipzig.de/allgemein/fortfuhrung-der-veranstaltungsreihe-fokus-im-zweiten-halbjahr-2012.html?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=fortfuhrung-der-veranstaltungsreihe-fokus-im-zweiten-halbjahr-2012 http://www.kreatives-leipzig.de/allgemein/fortfuhrung-der-veranstaltungsreihe-fokus-im-zweiten-halbjahr-2012.html#comments Tue, 31 Jul 2012 12:22:55 +0000 Kreatives Leipzig e.V. http://www.kreatives-leipzig.de/?p=5757 Nachdem die FOKUS-Runde während des Sommers eine Pause eingelegt hatte, geht es ab September 2012 im gewohnten Format weiter. Nachdem im ersten Halbjahr allgemeine kreativwirtschaftliche Themen wie der Begriff ‚Kreativwirtschaft‘, die Auswirkungen der Gentrifizierung oder Fragen der Preisgestaltung im Mittelpunkt standen, verschiebt sich im Herbst der Blickpunkt auf die Arbeitsmodelle und –prozesse in der Kreativwirtschaft. Diese werden aus praktischer, ökonomischer und sozialer Sicht betrachtet und dabei die Rollen von Innovation, Wertschöpfung und der Selbständigkeit hinterfragt. Die FOKUS-Reihe wird gemeinsam durch Kreatives Leipzig e. V. und dem Kompetenzzentrum Kultur– und Kreativwirtschaft des Bundes im LOFFT am Lindenauer Markt veranstaltet.

 

FOKUS #6: Ständig was Neues! Innovationen in der Kreativwirtschaft

Wie kaum in einem anderen Wirtschaftszweig lastet auf der Kreativwirtschaft ein ständiger Innovationsdruck: Die Branche lebt von der Produktionen neuer Ideen. Doch wie kommen sie zu Stande? Was macht die Innovationskraft der Kreativwirtschaft im Vergleich zu anderen Branchen aus? Wo wird innerhalb eines Innovationsprozesses ein abrechenbarer Mehrwert generiert? Welche Rolle spielen dabei Modelle wie „Crowd Sourcing“ und „Open Innovation“? Egal wie die Fragen von den Teilnehmenden der Diskussionsrunde beantwortet werden, so ist klar, dass das tradierte Verständnis von Innovation im Kontext der Kreativwirtschaft nicht ausreicht, um die kreativwirtschaftlichen Realitäten abzubilden. Ein innovatives Verständnis von Innovation wird gesucht!

Termin: Montag, 10. September 2012, 19 Uhr

 

FOKUS #7: Geld oder Leben! Wertschöpfung in der Kreativwirtschaft

Idealismus auf der einen, Kostenlos-Mentalität auf der anderen Seite – klassischer Wertschöpfungsketten wie sie aus dem Automobilbau oder der Biotechnologie bekannt sind, lassen sich kaum auf die Kreativwirtschaft übertragen. Wovon aber leben, wenn man nicht nur klassische Auftragsarbeiten ausführen möchte? Gemeinsam mit den Gästen werden die Dynamik und Logik von Wertschöpfungsketten innerhalb der Kreativwirtschaft diskutiert. Vorgestellt werden dabei auch praktische Beispiele für alternative, spezifische Ertragsmodelle, wie zum Beispiel Longtail-Ansätze oder User-Generated Content als Werbeumfeld.

Termin: Montag, 15. Oktober 2012, 19 Uhr

 

FOKUS #8: Allein gegen alle? Lösungen zur Selbstverwirklichung

Die meisten Kreativschaffenden sind freiberuflich bzw. selbständig tätig – und in dieser Situation oft zwischen Prekariat und idealistischer Selbstverwirklichung hin– und hergerissen. Aber es gibt sie, die zukunftstragenden und impulsgebenden Arbeitsmodelle, die ein (Über)Leben in der Kreativwirtschaft möglich machen. Gemeinsam mit den eingeladenen Gästen werden abrechenbare Praktiken, Beispiele zur effektiven Vernetzung und Kooperationen von Freelancern und Angebote zu Beratung und Weiterbildung speziell für die Kreativwirtschaft vorgestellt. Im Ergebnis soll ein Überblick entstehen, welche Möglichkeiten und Lösungen zur aktiven Selbstverwirklichung und (!) nachhaltigen Gestaltung der Arbeitssituation für Kreativschaffende bestehen.

Termin: Montag, 12. November 2012, 19 Uhr

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Ausschreibung »Open Innovation« http://www.kreatives-leipzig.de/allgemein/ausschreibung-open-innovation.html?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=ausschreibung-open-innovation http://www.kreatives-leipzig.de/allgemein/ausschreibung-open-innovation.html#comments Wed, 25 Jul 2012 12:14:38 +0000 Kreatives Leipzig e.V. http://www.kreatives-leipzig.de/?p=5744 Das Amt für Wirtschaftsförderung sucht Projekte und Projektideen. Hier die Ausschreibung:

Das Amt für Wirtschaftsförderung der Stadt Leipzig sucht Projekte bzw. Projektideen im Bereich Medien — und Kreativwirtschaft Leipziger Akteure aus dem Bereich der Medien– und Kreativwirtschaft (siehe mkw.leipzig.de) haben die Möglichkeit Ideen einzureichen und einen Finanzierungszuschuss für die Umsetzung dieser Ideen in konkreten Projekten noch im Jahr 2012 zu erhalten.

Die Projekte sollen sich mit dem Thema „Open Innovation“ in den verschiedenen Subbranchen der Medien– und Kreativwirtschaft auseinandersetzen. Innovationen entstehen immer seltener in geschlossenen Bereichen eines Unternehmens. Der Erfolg eines Unternehmens (einer Innovation) beruht vielmehr zum großen Teil auf der Fähigkeit, Netzwerke und Kooperationen mit externen Partnern entlang der Wertschöpfungskette einzugehen. „Open Innovation“ wird charakterisiert als interaktiver, verteilter und offener Prozess, der sich in Verbünden zwischen Unternehmen, Universitäten, Start-Ups, Lieferanten, Kunden und auch Wettbewerbern vollziehen kann.

Das Amt für Wirtschaftsförderung der Stadt Leipzig unterstützt mit dieser Ausschreibung den Weg von der ausschließlich internen, geschlossenen Innovation hin zur „Open Innovation“ in der Kreativwirtschaft.

Bewerber

Im Rahmen dieser Ausschreibung sollen insgesamt 7 Projekte/ Projektideen in den durch die Clusterförderstrategie der Stadt Leipzig festgelegten Subbranchen ausgewählt und finanziell unterstützt werden: Informations– und Kommunikationstechnologie, Druck– und
Verlagsgewerbe, Rundfunk und Film, Künste und Musik, Werbung und Öffentlichkeitsarbeit, Architektur und Design, Messe und Dienstleistungen.
Dabei können sich Leipziger Unternehmen, Freiberufler, Institutionen aus Wissenschaft, Kultur und Kunst bewerben, die in Vorhaben/ Projekten mit wirtschaftlichem Hintergrund eingebunden sind.

Förderung, Fristen und Teilnahmebedingungen

Zur finanziellen Unterstützung der Projekte stehen insgesamt 35.000 Euro (brutto) zur
Verfügung. Projektvorschläge/ –ideen müssen bis zum 5. August 2012 postalisch oder
elektronisch im

Amt für Wirtschafsförderung
Abteilung Messe, Medien, Logistik
z.Hd. Herrn Michael Körner
Neues Rathaus, 04092 Leipzig
Telefon: +49 (0)341 123 5826
Email:

eingegangen sein.

Über die eingereichten Projekte/ Projektideen entscheidet eine vom Amt für Wirtschaftsförderung eingesetzter Beirat bis zum 10. August 2012.
Sie erklären sich im Antrag bereit, Ihre Projektidee und den Stand der Umsetzung im Rahmen einer internationalen Konferenz am 29. im November 2012 in Leipzig kurz zu präsentieren.
Die Projekte sollten im Jahr 2012 bzw. müssen bis zum 31.3.2013 beendet sein.
Bereits begonnene Projekte können nicht berücksichtigt werden.
Es gelten die allgemeinen Auftrags– und Zahlungsbedingungen der Stadt Leipzig.

Einzureichende Unterlagen

Die Bewerbung muss folgende Punkte beinhalten:

·  Kurzkonzept (maximal 3 Seiten) mit

  • Projektbeschreibung und Zielstellung
  • Nennung der Partner und Kooperationen
  • Nachweis der Nachhaltigkeit

·  Einordnung des Projektes/ Projektidee in eine der o.g. Subbranchen

·  Angaben zur Durchführung

  • finanziell (Angaben zu Personalkosten, Investitionskosten, Reisekosten, e.t.c.)
  • inhaltlich (Meilensteinplanung)
  • zeitlich (Projektverlauf, terminierter Projektabschluss)

·  Angaben zur Qualifikation oder Referenzen der Projektbeteiligten

Vergabekriterien

Gefördert werden:

  • Vorhaben/Projekte/Initiativen, die beispielhaft durch „Open Innovation“ — Prozesse Innovationen generieren
  • Produkte, die durch die Einbeziehung von „Open Innovation“ — Prozessen entstehen
  • Projekte, Initiativen, Vorhaben, die durch den Einsatz von „Open Innovation“ — Prozessen zu wirtschaftlicher Nachhaltigkeit führen

 

Bewertung der Projektideen

Hierbei spielen unter anderem verschiedene Fragestellungen eine Rolle:

  • Wie kann man lokale Open — Innovation — Supportzentren schaffen? (mit Zugang zu Forschungsinstituten und/ oder Netzwerken)
  • Wie kann die angestrebte Zielgruppe adäquat erreicht oder eingebunden werden?
  • In welcher Form können lokale Open — Innovation – Initiativen oder Gruppen nachhaltig unterstützt werden?

Bei der Entscheidung über die Projekte / Projektideen wird beurteilt, ob

  • die Maßnahme schlüssig geplant und wirtschaftlich angemessen kalkuliert wurde
  • eine Verbesserung bzw. Erhöhung der Innovationsdynamik für/ in Leipzig deutlich wird
  • eine qualifizierte Umsetzung erfolgen kann bzw. zu erwarten ist
  • der Erprobungs– oder Pilotcharakter des Projektes bzw. der Projektidee gegeben ist

 

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Leipzigs unabhängige Kulturszene ruft zur Global Space Odyssey http://www.kreatives-leipzig.de/allgemein/leipzigs-unabhangige-kulturszene-ruft-zur-global-space-odyssey.html?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=leipzigs-unabhangige-kulturszene-ruft-zur-global-space-odyssey http://www.kreatives-leipzig.de/allgemein/leipzigs-unabhangige-kulturszene-ruft-zur-global-space-odyssey.html#comments Wed, 18 Jul 2012 09:36:21 +0000 Kreatives Leipzig e.V. http://www.kreatives-leipzig.de/?p=5732 Nachfolgend geben wir den Aufruf für die Global Space Odyssey wieder, eine kulturpolitische Demonstration und Plattform für die verschiedensten alternativen Kulturschaffenden Leipzigs wieder. Kreatives Leipzig ist selbst mit der vereinseigenen Musikinitiative popoolär unmittelbar an der Veranstaltung beteiligt: Auf dem Live-Floor bei der Abschlusskundgebung im Robert-Külz-Park treten dann zwischen ca. 17.30 und 22 Uhr Der Reimteufel (HipHop), Grafstrøm (Indietronic), The Sonic Boom Foundation (Indietronic) und Lizard Pool (Indie Rock) auf.

Am 21. Juli 2012 ist es wieder soweit: Vielfältig, laut und kritisch werden wir auf die Straße gehen und unsere Stimme für eine selbstbestimmte, selbstorganisierte Kultur und eine Gesellschaft ohne Zwänge erheben. Als Zusammenschluss von kultur– und gesellschaftspolitisch engagierten Menschen fordern wir eine Veränderung im Umgang mit Basiskultur und alternativen Lebensweisen.

Wir werden die Sterne nicht vom Himmel holen. Trotzdem machen wir keinen Halt vor den großen und grundsätzlichen Herausforderungen unserer Zeit. Wirtschaftliche Krisen, ökologische und soziale Verwerfungen sowie der Mangel an demokratischer Teilhabe sind bedenkliche Entwicklungen, die klar machen, dass es eines gesellschaftspolitischen Umdenkens bedarf.

Die GSO fordert in diesem Jahr insbesondere eine umsichtige und nachhaltige Stadtentwicklung, an der wir alle teilhaben. Wir wünschen uns eine Stadt, in der Menschen mit ihren vielfältigen Lebensentwürfen Platz haben, die sich nicht den Marktprinzipien von Effektivität, Effizienz und Profit unterwerfen wollen.

Momentan passt aber offenbar die hochsubventionierte Vorzeige-Kultur besser ins Bild einer boomenden „Überflieger“-Stadt. Das zeigt sich nicht nur an immensen Fördersummen für diese sogenannten„Leuchttürme“, sondern auch in aktuellen stadtpolitischen Debatten. Während die Ansiedlung von Hochglanzprojekten, Luxusimmobilien und Konsumtempeln stetig vorangetrieben wird, erleben wir, wie den mit viel Engagement aufgebauten alternativen Kulturströmungen Steine in den Weg gelegt werden.

Wir befürchten, dass unsere Freiräume im Zuge der kontinuierlichen städtischen Aufwertung auf lange Sicht eingeschränkt werden. Wir wollen Räume schaffen und erhalten, in denen wir uns entfalten können. Wir wollen keine Kultur, die nur Trends hinterherläuft oder als Aushängeschild des städtischen Marketings gesehen wird. Dabei mutet es nahezu ironisch an, dass die freie Kultur einerseits international vermarktet wird und es doch gleichzeitig an Akzeptanz und Unterstützung seitens der Stadt – konkret der politischen Entscheidungsträger – mangelt.

Noch immer blockiert die Stadt Leipzig unsere Bemühungen für selbstverwaltete Freiflächen für Kulturveranstaltungen, für mehr Proberäume und Studios für MusikerInnen sowie Unterstüzung für nicht-instutionalisierte Kulturprojekte.Daher fordern wir den Abbau bürokratischer Hürden für VeranstalterInnen und Veranstaltungsorte sowie den Aufbau unterstützender, transparenter Strukturen.

Die Global Space Odyssey ist eine kulturpolitische Demonstration und sie ist auch viel mehr als das: Sie ist ein Plädoyer für Selbstbestimmung und Freiheit eines jeden Menschen und für gegenseitigen Respekt. Sie ist eine Plattform von und für alle Kulturschaffenden und sendet ein unmissverständliches Zeichen. Wir werden nicht einfach so funktionieren wie es Staat und Wirtschaft von uns verlangen. Wir werden für unsere Ziele und Visionen einstehen. Am 21. Juli und darüber hinaus.
Seid dabei, organisiert Euch, bewegt Euch!

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Designers‹ Open dieses Jahr mit drei Sonderbereichen — Bewerbungen bis 31.07.2012 möglich http://www.kreatives-leipzig.de/leipzig/designers-open-dieses-jahr-mit-drei-sonderbereichen-bewerbungen-bis-31-07-2012-moglich.html?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=designers-open-dieses-jahr-mit-drei-sonderbereichen-bewerbungen-bis-31-07-2012-moglich http://www.kreatives-leipzig.de/leipzig/designers-open-dieses-jahr-mit-drei-sonderbereichen-bewerbungen-bis-31-07-2012-moglich.html#comments Tue, 10 Jul 2012 19:43:00 +0000 Kreatives Leipzig e.V. http://www.kreatives-leipzig.de/?p=5723 Die Designers‹ Open gastiert in diesem Jahr auf dem Campus der Sportwissenschaftliche Fakultät der Universität Leipzig. Vom 25. bis 28. Oktober erwarten die Veranstalter wieder mehr als 10.000 Besucher. Wer sich als Fashion– oder Produktdesigner dieses Jahr präsentieren möchte, muss schnell sein: Die Bewerbungsfrist endet bereits am 31. Juli 2012.

Beteiligen kann man sich dieses Jahr auf vielfältige Weise: Bereits aus den vergangenen Veranstaltungen dürfte der DO/Market sowie der DO/Market — Fashion gut bekannt sein. Wer nicht selbst mit einem Stand an der Jahnallee vertreten sein möchte, kann auch mit dem eigenen Laden, Atelier oder Studio als DO/Spot selbst das Programm bereichern. Oben drein gibt es dieses Jahr drei Sonderbereiche: Off/Spring präsentiert Produkte und Ideen für Kinder, Open/Air Produkte für Balkon, Garten und andere Outdoor-Bereiche, und bei Spin/Off zeigen Diplom– und Bachelor-Arbeiten die neuesten Trends.

Auch Kreatives Leipzig e. V., zu dessen Mitgliedern die Veranstalter gehören, wird bei der Designmesse in der ein oder anderen Form dabei sein. Also die Tage bitte schon mal vormerken.

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Gastbeitrag: Bewegung braucht Einsatz — Bericht von der GEMA-Hauptversammlung http://www.kreatives-leipzig.de/musik/gastbeitrag-bewegung-braucht-einsatz-bericht-von-der-gema-hauptversammlung.html?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=gastbeitrag-bewegung-braucht-einsatz-bericht-von-der-gema-hauptversammlung http://www.kreatives-leipzig.de/musik/gastbeitrag-bewegung-braucht-einsatz-bericht-von-der-gema-hauptversammlung.html#comments Mon, 02 Jul 2012 19:03:12 +0000 Kreatives Leipzig e.V. http://www.kreatives-leipzig.de/?p=5700 Vom 25. bis 27. Juni tagte in Berlin die Hauptversammlung der GEMA. Den Auftakt bildete am Montag die Aussprache zwischen den außerordentlichen und angeschlossenen Mitlgiedern aller Berufsgruppen, der dann die Delegiertenwahl nach Berufsgruppen getrennt folgte.

Die GEMA ist nach Berufs– und Statusgruppen organisiert. Volles Stimmrecht haben automatisch alle ordentlichen Mitglieder. Da die GEMA grundsätzlich Inkasso und Tarifverhandlungen für alle Musikurheber übernimmt, steht sie folglicherweise auch allen Angehörigen dieses Personenkreises offen. Damit jedoch die Masse an nebenberuflichen Urhebern bzw. Hobbyisten nicht die Existenzgrundlagen der hauptberuflichen Komponisten und Textdichter bestimmen, gibt es eine Hierarchie. Ordentliches Mitglied wird man auf Antrag, wenn man innerhalb von fünf Jahren mindestens 30.000 Euro Tantiemen in einer Berufssparte (Komponist, Textdichter oder Verlag) bezogen hat. Die Hürde ist also sehr niedrig angesetzt – 6000 Euro Jahreseinkommen sind deutlich unter der Armutsgrenze. Damit jedoch umgekehrt die Interessen der übrigen Urheber nicht von den ordentlichen bestimmt werden, entsenden die angeschlossenen und außerordentlichen Mitglieder jedes Jahr Delegierte in die Hauptversammlung, die dann selbstverständlich ebenfalls mit vollem Stimmrecht ausgestattet sind. Dieses Jahr waren es erstmals 64 Delegiertenplätze, deutlich mehr als die bisherigen 38. Die Berufsgruppe der Komponisten entsendet 32, die Textdichter entsenden 12 und die Verleger die restlichen 20 Vertreter.

Vor der Wahl erfolgte aber wie gesagt erst die Aussprache. und es zeigte sich, daß vor allem ein Thema die Gemüter bewegte: die anstehende Reform des Verteilerschlüssels in der Sparte der Aufführungen U – d.h. in die Sprache der normalsterblichen übersetzt: Konzerte. Das bisherige PRO-Verfahren sollte nach Antrag 28 der Tagesordnung durch das neue Verfahren INKA ersetzt werden. Wichtigste Änderungen sind ein stärkerer Inkassobezug, eine Ausweitung der M-Zuschläge von 50 auf 100 Aufführungen und die Einführung von automatischer Direktvergütung bei Inkasso oberhalb von 500 Euro. Ich entschuldige mich an dieser Stelle für das Bürokratendeutsch. GEMA-Mitglieder werden wissen, was gemeint ist, und den übrigen kann ich nur die Daumen drücken, daß sie mir halbwegs zu folgen vermögen.

In Zukunft werden Veranstaltungen nach Inkassoaufkommen sortiert. Hier werden dann Sparten gebildet, die sich in zwei Klassen unterteilen lassen: “unteres” und “oberes Inkasso”. Das untere (für uns Undergroundkünstler notgedrungen interessantere) Inkasso teilt sich in acht Sparten auf, die sich in engen Schritten vom Mindestinkasso (Sparte eins) bis zum Inkasso zwischen 350,01 und 500 euro (Sparte acht) staffeln. Jede dieser Sparten bildet nun einen eigenen Topf, aus dem wie gehabt gemeinschaftlich ausgeschüttet wird. Dabei wird für jede Sparte natürlich nur die Werknutzung der jeweiligen Veranstaltungen ermittelt. Eine Wichtung wie im PRO-Verfahren fällt weg. Es wird also exakter ermittelt, wie oft ein Werk genutzt wird, was sehr zu begrüßen ist. Der Nachteil liegt ebenfalls auf der Hand: durch die enge Bemessung der Sparten fällt die Subvention der Werke mit niedrigem Inkasso weg. Wessen Werk oft aufgeführt wird, aber stets nur bei Konzerten, deren Veranstalter wenig Gebühren zahlen, der bekommt entsprechend weniger als Urheber von Werken in den Sparten sieben oder acht. Im oberen Inkasso hingegen wird nicht mehr gemeinschaftlich ausgeschüttet, sondern nach Veranstaltung. Die bisherige Möglichkeit der Direktverrechnung bei Inkasso oberhalb von 750 Euro wird nun also obligatorisch und zwar schon bei Inkassobeträgen von mehr als 500 Euro. Die grundsätzliche Möglichkeit der Direktverrechnung bei mehr als 80% eigener Werke bleibt nach wie vor in allen Bereichen bestehen, ist nun aber theoretisch nicht mehr von Vorteil.

Der Wegfall der Subvention ist ärgerlich, jedoch sei nicht verschwiegen, daß an anderer Stelle der Solidargedanke ausgeweitet wurde: nun gibt es den für alle Inkassosparten gleichen M-Zuschlag nicht mehr nur für 50, sondern für bis zu 100 Aufführungen auch ohne gemessenes Airplay von mehr als 2 Minuten pauschal. Und da mit INKA jede Aufführung auch als Aufführung zählt, dürfte sich hier das Tantiemenaufkommen für “kleine” Künstler deutlich steigern.

INKA wurde in der Aussprache trotzdem sehr skeptisch bewertet. Kritik erntete vor allem die Auffangsparte 0, in der alle Aufführungen landen, denen kein konretes Inkasso zugeordnet werden kann, sei es wegen Rabbattierung oder wegen Pauschalverträgen. Völlig unklar ist, wie viele Aufführungen das betrifft und wie hoch das Inkasso dort im Durchschnitt ist. Befürchtet wird, daß es sehr viele Aufführungen betrifft und natürlich ist abzusehen, daß das Inkasso in der Sparte 0 selbstverständlich unterdurchschnittlich ist. Entsprechend sprachen sich sehr viele Wortbeiträge gegen INKA aus bzw. forderten handfeste Simulationsrechnungen vor der Abstimmung.

Ein weiteres Thema war die Außenwirkung der GEMA. Mit Sorge und ein bißchen ratlos wurde festgestellt, daß den massiven Kampagnen der Tarifpartner (allen voran DeHoGa und Google/Youtube) mehr Aufklärungsarbeit entgegengesetzt werden solle. Ein Rezept konnte aber niemand skizzieren. Der konkreteste Vorschlag war, Zahlenmaterial besser aufbereitet zur Verfügung zu stellen. Daß gegen populistisches Desinteresse daran hingegen nichts auszurichten ist, war allen klar, und so köchelte das Thema zwar in Redebeiträgen immer mal wieder auf, wurde jedoch nicht wirklich ausdiskutiert.

Ebenso die Diskothekenreform. Ein DJ meldete sich zu Wort und erläuterte seinen Interessenskonflikt als Interpret und Urheber. Allerdings kam hier im individuellen Stimmungsbild eindeutig der Interpret durch, was wohl nicht zuletzt daran liegen dürfte, daß man auch von einem spärlichen DJ-Honorar noch weitaus besser leben dürfte, als von Tantiemen aus der unterfinanzierten Sparte DK.

Nach einer dreiviertelstündigen Überziehung wurde dann kurz pausiert. Die Versammlung trennte sich nach Berufsgruppen und die Delegiertenwahl begann. Zuvor wurde noch im Schnelldurchlauf der Geschäftsbericht runtergerockt. Die folgenden Wahlen standen unter enormen Zeitdruck. Allein die Vorstellung der rund 70 Kandidaten dauerte über eine Stunde – trotzdem hatte jeder nur wenige Sekunden Zeit, ein paar Worte ins Mikro zu murmeln. Die Wahl der Rechtsnachfolger wurde gleich im Block abgefrühstückt – es gab ohnehin nur 7 Kandidaten auf die 12 Plätze, was die Zahl der übrigen Delegierten folglich auf 25 erhöhte. Es gab nach der Blockwahl insgesamt drei weitere Wahlen (Delegierte der Komponisten für die Hauptversammlung, 5 Stellvertreter dieser Delegierten und ein Delegierter für den Wertungsausschuß) mit je drei Wahlgängen. Trotz elektronischem Gadget war das eine langwierige Angelegenheit und streckenweise lagen die Nerven blank.

Nun möchte ich nicht mit den Details langweilen. Erwähnenswert dürfte sein, daß Bruno Kramm auf der Kandidatenliste stand, jedoch wegen Nichtanwesenheit nicht aufgestellt wurde. Seine Kandidatur ist übrigens besonders bemerkenswert, weil Kramm in den Medien mit der Behauptung zitiert wird, er habe über die GEMA lediglich zwei Euro und ein paar cent eingenommen. Voraussetzung einer Kandidatur ist jedoch ein Minimum von 50 Euro innerhalb der letzten zwei Jahre. Seltsam.

19 Uhr sollte eigentlich das Mitgliederfest beginnen. Da waren wir noch immer mitten in der Wahl. Zwischendurch erreichten in kurzen Abständen die Berichte über die Anti-Gema-Kundgebung Dr. Mottes. Die erste Meldung verdutzte selbst die größten Schwarzmaler, sprach sie doch von “erwarteten 5000 linksextremen, teils gewaltbereiten Autonomen”, eine zweite Meldung ein paar Minuten später korrigierte das zu allgemeinen Erheiterung auf “rund 500 friedlich tanzende Menschen”. Soweit ich gehört habe, stimmte dann auch letzteres. Bis auf bespuckte Shuttlebusse soll es wohl keine Zwischenfälle gegeben haben. Angenehm ist das natürlich trotzdem nicht.

Nach der Wahl bzw. schon in den letzten Wahlgängen setzte dann auch ein eiliger Exodus ein. Nicht jeder wollte zum Mitgliederfest, viele hatten auch einfach eine Bahn für die Heimfahrt zu erwischen. Im nächsten Jahr soll die Aussprache deswegen bereits eher beginnen. Da die Fahrt nach Leipzig auch nicht eben kurz ist, machte ich mich dann leider ohne Rast am Buffett ebenfalls auf die Socken, nicht ohne aber ein paar Delegierten noch meine Meinung zu INKA mit auf den Weg zu geben. Gestern bekam ich das Feedback: INKA wurde mit rund 75% Mehrheit angenommen, allerdings bleibt es in der Diskussion und ist offen für Anpassungen, wenn es Erfahrungswerte gibt.

Also, nächstes Jahr wieder! Und allen daheimgebliebenen kann ich nur sagen: auf die GEMA schimpft es sich leicht. Bewegung braucht Einsatz!

mr

(Der Autor ist bei einer Leipziger Band aktiv und als solcher Mitglied der GEMA. An der GEMA-Hauptversammlung nahm er erstmalig teil. Wir danken ihm für den Gastbeitrag, in dem er uns seine Eindrücke schildert.)

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Pressemitteilung: Zukunftspotenziale überregional fördern — Erste Impulskonferenz zur Kultur– und Kreativwirtschaft in Sachsen http://www.kreatives-leipzig.de/allgemein/zukunftspotenziale-uberregional-fordern-erste-impulskonferenz-zur-kultur-und-kreativwirtschaft-in-sachsen-pressemitteilung.html?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=zukunftspotenziale-uberregional-fordern-erste-impulskonferenz-zur-kultur-und-kreativwirtschaft-in-sachsen-pressemitteilung http://www.kreatives-leipzig.de/allgemein/zukunftspotenziale-uberregional-fordern-erste-impulskonferenz-zur-kultur-und-kreativwirtschaft-in-sachsen-pressemitteilung.html#comments Mon, 11 Jun 2012 13:16:21 +0000 Kreatives Leipzig e.V. http://www.kreatives-leipzig.de/?p=5637 Gemeinsame Pressemitteilung der regionalen sächsischen Verbände für die Kultur– und Kreativwirtschaft, ›Wir gestalten Dresden‹ und ›Kreatives Leipzig‹

Dresden/Leipzig, 11. Juni 2012

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Zukunftspotenziale überregional fördern: Erste Impulskonferenz zur
Kultur– und Kreativwirtschaft in Sachsen

Akteure und Branchenverbände der Kultur– und Kreativwirtschaft aus Dresden und
Leipzig diskutieren mit Entscheidern aus Politik und Verwaltung.

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Am Donnerstag, 7. Juni 2012, trafen sich Vertreter der sächsischen Politik und
Verwaltung mit Akteuren zur ersten Impulskonferenz der Kultur– und
Kreativwirtschaft in Sachsen. Eingeladen hatte das Kompetenzzentrum Kultur– und
Kreativwirtschaft des Bundes. 150 Teilnehmer finden den Weg in den voll besetzten
Riemerschmid-Saal des GebäudeEnsemble Deutsche Werkstätten Hellerau in
Dresden.

Eine hochkarätige Teilnehmerliste bestätigt die aktuelle Relevanz des Themas für
den Freistaat: In keinem anderen Wirtschaftszweig finden sich vergleichbare
Wachstumszahlen bei Beschäftigten und Umsätzen; sachsenweit stellt die Kulturund
Kreativwirtschaft nach dem Maschinenbau den zweitgrößten
Beschäftigungssektor. So steht Harm Wurthmann, Leiter des Kompetenzzentrum
Kultur– und Kreativwirtschaft des Bundes, im Einklang mit Dr. Bernd Rohde,
Abteilungsleiter Grundsatz im Sächsischen Staatministerium für Wirtschaft, Arbeit
und Verkehr, wenn beide in ihren Plädoyers die hohe Relevanz der
Wirtschaftszweige für die wirtschaftliche Gesamtentwicklung und insbesondere die
Innovationsfähigkeit der sächsischen Wirtschaft herausstellen.

In zwei Panels werden zum Einen aktuelle Situation und Entwicklungsaussichten der
Kultur– und Kreativwirtschaft in Sachsen umfassend dargestellt, zum Anderen die
Frage der regionalen Vernetzung, auf Akteursebene ein Kernmerkmal der Branchen,
beleuchtet.

Weiterführende  Informationen
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Agnes Schipanski, wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Handelshochschule Leipzig, plädiert dafür, dem Aspekt der hybriden Wertschöpfung mehr Augenmerk zu schenken: Immer häufiger würden Produkte vielfach erst durch die Einbindung von Kreativdienstleistern marktfähig – ein Aspekt, durch den Akteure der Kreativwirtschaft immer mehr zu maßgeblichen Triebfedern in allen Wirtschaftsfeldern werden. Beispiele finden sich hier sowohl bei der Gestaltung und Vermarktung klassischer Handelsprodukte, als auch bei der Entwicklung innovativer Softwarelösungen. In diesem Sinne plädiert auch Dr. Bernd Rohde vom Staatsministerium für eine Erweiterung des Innovationsbegriffs, welche in den Förderrichtlinien des Freistaats bereits Beachtung finde, so Rohde.
Claudius Nießen vom Deutschen Literaturinstitut Leipzig würdigt insbesondere die Arbeit der Bundesinitiative, welche die Branchen auch mit einer gemeinsamen Regionalbeauftragten für Sachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt unterstützt, bekräftigt jedoch seine Forderung nach einer effektiven Weiterführung dieses Engagements auf Ebene der Kommunen. Vorstandsmitglieder der Branchenverbände „Kreatives Leipzig“ und „Wir gestalten Dresden“ schildern eindrücklich und an konkreten Beispielen, wo die Potentiale der Branche liegen und welche Möglichkeiten der Förderung auf kommunaler und landespolitischer Ebene gesehen werden. Heike Lutoschka vom Amt für Wirtschaftsförderung der Landeshauptstadt kann hier ihrerseits darlegen, dass man in Dresden aktuell konkrete Schritte plant und dabei sehr vom kooperativen Engagement des lokalen Branchenverbands profitiert.
Die vielfältigen Tätigkeitsbereiche der Unternehmen in der Kultur– und Kreativwirtschaft wird den Teilnehmern aus Politik und Verwaltung in einem „Kreativ-Parcours“ bereits vor Beginn der Veranstaltung von Akteuren selbst anschaulich demonstriert: Die Teilnehmer der Tagung konnten sich so auch den eher verborgen agierenden kreativen Dienstleistungen praktisch nähern.
Die Akteure stellten unter Beweis, dass Kultur– und Kreativleistungen schon längst keine Nebenprodukte kunst– und freizeitorientierter Wirtschaftsbereiche mehr sind, sondern funktionierende und im ökonomischen Sinne stabile Wirtschaftsinseln bilden. Dabei ist der Begriff „Wirtschaftsinseln“ durchaus wörtlich zu nehmen: Aktuell fehlt es den Branchen an Wahrnehmung, Anerkennung ihrer empirisch belegten
Wirtschaftskraft. Die zwölf Teilbranchen, darunter Film– und Buchmarkt, Design-, Musik– und Rundfunkwirtschaft sind in Märkten aktiv, welche von der klassischen Wirtschaftsförderung und in wirtschaftspolitischen Entscheidungsprozessen aktuell massiv ungenügend werden.
Dabei liegen gerade hier die Wachstumspotentiale der Zukunft. „Die europäische Wirtschaft verändert sich nachweislich von einer Industriegesellschaft hin zu einer wissensbasierten Ökonomie – dabei spielen die Akteure der Kultur– und Kreativwirtschaft eine entscheidende Rolle“ sagt Claudia Muntschick, Vorstandsmitglied des frisch gegründeten Dresdner Verbands für die Kultur – und Kreativwirtschaft „Wir gestalten Dresden“. Kommunale Verwaltungen und politische Entscheider müssen dieses Potential dringend erkennen, um zukunftsfähige Strukturen zu schaffen.
Unter den Akteuren, die ihre Dienstleistungen und Produkte präsentierten, waren

  • die Leipziger Designagentur Kollaborat
  • Susanne Schreiber, freischaffende Theaterproduzentin und Seminarleiterin aus Leipzig
  • die Leipziger Fotografin Sandy Jeschke
  • das Leipziger Konzeptionsbüro Hybrid Art Lab
  • der Geschäftsführer der Dresdener Nikki GmbH, Marco Wildner
  • galerie module – Kunsthalle Dresden, eine Agentur zur Raumvermittlung für Kulturschaffende
  • Jarii van Gohl, Sounddesigner und Musiker aus Dresden, der mit der Band DYSE oder Gebäudeklangorchester international bekannt ist.

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Kultur– und Kreativpiloten 2012 http://www.kreatives-leipzig.de/allgemein/kultur-und-kreativpiloten-2012.html?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=kultur-und-kreativpiloten-2012 http://www.kreatives-leipzig.de/allgemein/kultur-und-kreativpiloten-2012.html#comments Mon, 04 Jun 2012 11:29:32 +0000 Kreatives Leipzig e.V. http://www.kreatives-leipzig.de/?p=5614 Aller guten Dinge sind 32 – Werde Kreativpilot!

Initiative Kultur– und Kreativwirtschaft der Bundesregierung sucht einfallsreiche Köpfe mit besonderen Ideen in Deutschland

# Auszeichnung „Kultur– und Kreativpiloten Deutschland“ startet ins dritte Jahr
# Bewerbung bis zum 15. Juli 2012 auf www.kultur-kreativpiloten.de
# Zu gewinnen: Know-how von Experten, Kontakte zur Branche und Publicity

„Die Auszeichnung hat mich in jeder Hinsicht stark gemacht – im Arbeitsalltag, in wichtigen Entscheidungsfindungen, in der Außenwirkung“, sagt Magdalena Bössen. Ihre Stadtabenteuer und Krimitouren durch den Hamburger Hafen und das Berliner Regierungsviertel brachten ihr im letzten Jahr den Kreativpiloten-Titel ein. Sie empfiehlt jedem die Teilnahme, der Veränderung in seinem Unternehmen will.

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie prämiert zum dritten Mal gemeinsam mit dem Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien die „Kultur– und Kreativpiloten Deutschland“. Bis zum 15. Juli 2012 können Kreativschaffende und Kulturunternehmende sich um die Auszeichnung der Initiative Kultur– und Kreativwirtschaft der Bundesregierung bewerben. Gesucht sind einfallsreiche Köpfe, die neuen Geschäftsideen auf besondere Art Leben einhauchen. Insgesamt 32 Gewinner werden ein Jahr lang den Titel tragen und von den Branchenkennern des u-instituts für unternehmerisches Denken und Handeln mit persönlichen Gesprächen und Workshops begleitet.

„Unser Bewerbungsverfahren hat sich bewährt“, sagt Christoph Backes, Initiator der Auszeichnung. „Alles, was wir brauchen, ist eine kurze Beschreibung der Idee und Geschäftstätigkeit, ein Motivationsschreiben und ein knapper Lebenslauf; zusätzlich gibt es die Option, einen Handy-Clip mitzusenden.“ Weitere Infos gibt es auf www.kultur-kreativpiloten.de. Die „Kultur– und Kreativpiloten Deutschland 2012“ werden im September von einer Fachjury ausgewählt und durch die Initiative im Dezember öffentlich ausgezeichnet. Die Titelträger können während des Kreativpiloten-Jahres ihre unternehmerische Navigationsfähigkeit erhöhen, mit erfahrenen Branchenpiloten in Kontakt kommen und zusätzliche Publicity erhalten.

Das Programm „Kultur– und Kreativpiloten Deutschland“ wird organisiert und durchgeführt vom u-institut für unternehmerisches Denken und Handeln zusammen mit dem Kompetenzzentrum Kultur– und Kreativwirtschaft des Bundes (RKW Kompetenzzentrum). Gefördert wird das Programm von der Initiative Kultur– und Kreativwirtschaft der Bundesregierung, ein gemeinsames Projekt des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie (BMWi) und des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM).
Mit der Auszeichnung möchte die Initiative das schöpferische Potenzial von Kulturschaffenden und Kreativen für die Gesellschaft und Wirtschaft sichtbar machen. Ziel ist es, Existenzgründern durch konkrete Beispiele Mut zu machen, auch aus vermeintlich schrägen Ideen heraus eine wirtschaftliche Existenz zu gründen.

 

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Impulse setzen — Branchenverbände aus Dresden und Leipzig gestalten Konferenz mit http://www.kreatives-leipzig.de/allgemein/impulse-setzen-branchenverbande-aus-dresden-und-leipzig-gestalten-konferenz-mit.html?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=impulse-setzen-branchenverbande-aus-dresden-und-leipzig-gestalten-konferenz-mit http://www.kreatives-leipzig.de/allgemein/impulse-setzen-branchenverbande-aus-dresden-und-leipzig-gestalten-konferenz-mit.html#comments Thu, 31 May 2012 22:32:47 +0000 Kreatives Leipzig e.V. http://www.kreatives-leipzig.de/?p=5605 Am 7. Juni 2012 findet in der Werkstätten Hellerau (Dresden) die 1. Impulskonferenz zur Kultur– und Kreativwirtschaft in Sachsen statt. Veranstalter ist das Kompetenzzentrum Kultur– und Kreativwirtschaft des Bundes. Gemeinsam mit unserem Pendant aus der Landeshauptstadt, Wir gestalten Dresden e. V., gestaltet Kreatives Leipzig e. V. das Rahmenprogramm der Veranstaltung. Außerdem sind wir bzw. unsere Projekte in beiden Podiumsdiskussionen vertreten.

Aber der Reihe nach: Die Impulskonferenz richtet sich vor allem an Entscheidungsträger aus Politik und Verwaltung, die bislang wenig Berührungspunkte mit der Kreativwirtschaft haben, die Chancen und Potentiale des Sektors aber beginnen wahrzunehmen. Ihnen soll die Veranstaltung einen ersten Einblick in Förderansätze, Bedürfnisse und Selbstverständnis der Branche geben.

Schon bei der Anmeldung wird auf die Gäste ein Kreativparcours warten, der gemeinsam von Akteuren der Dresdner und Leipziger Kreativwirtschaft gestaltet wird und einen ersten Einblick in die Arbeitswelt der Kreativschaffenden gibt. Nur wer ihn absolviert, erhält Einlass. Nach Grußwort vom Sächsischen Wirtschaftsministerium und einer Einführung der Gastgeberin wird das erste Panel den „Status Quo Vadis“ der Branche in Sachsen diskutieren. Mit dabei ist unser Vereinsmitglied Claudius Nießen in seiner Eigenschaft als Geschäftsführer des Deutschen Literaturinstituts Leipzig.

Noch stärker ist der Verein im zweiten Panel vertreten, welches sich unter dem Titel „Organisierte Kreativität“ mit Ansätzen zur Vernetzung der Branche beschäftigt. Während Ivo Zibulla, Inhaber der Agentur Ungestalt, den Verein vertritt, repräsentiert Anika Jankowski (scheune-Akademie Dresden) in der Diskussion unser sachsenweites Musiknetzwerk „Flying Music Circus“. Moderieren wird das zweite Panel der Geschäftsführer der Wirtschaftsinitiative für Mitteldeutschland, Jörn-Heinrich Tobaben. Zum Abschluss des Konferenzprogramms wird Sebastian Dresel, Beauftragter für Kultur– und Kreativwirtschaften der Stadt Mannheim, eine Keynote halten und den sächsischen Akteuren praktische Empfehlungen aus seinem Erfahrungsschatz mit auf den Weg geben.

Im Anschluss besteht für ausgewählte Gäste die Möglichkeit, Kreativschaffende in einem Speed Dating näher kennenzulernen. Auch dieser Programmpunkt wird von den Branchenverbänden aus Dresden und Leipzig gemeinsam gestaltet. Beide sind vor Ort auch mit einem Informationsstand vertreten, um Entscheidungsträger über ihre Arbeit zu informieren.

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Quo vadis Urheberrecht? Viele Widersprüche und keine Lösung in Aussicht http://www.kreatives-leipzig.de/allgemein/quo-vadis-urheberrecht-viele-widerspruche-und-keine-losung-in-aussicht.html?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=quo-vadis-urheberrecht-viele-widerspruche-und-keine-losung-in-aussicht http://www.kreatives-leipzig.de/allgemein/quo-vadis-urheberrecht-viele-widerspruche-und-keine-losung-in-aussicht.html#comments Wed, 16 May 2012 19:52:54 +0000 Kreatives Leipzig e.V. http://www.kreatives-leipzig.de/?p=5577 Es war ein hochkarätig besetztes Podium, welches sich den Besuchenden der zur 4. FOKUS-Veranstaltung am vergangenen Montag (14. Mai 2012) im LOFFT bot. Neben der Prominenz der Diskutierenden zeigte es aber die Risse und Widersprüche, die sich durch die aktuelle Diskussion ziehen.

Bemerkenswert waren die eindeutigen Positionen, die das Publikum bei einer Blitzumfrage vor der Veranstaltung bezog. Einstimmig wurde der Aussage zugestimmt, dass die Kreativschaffenden selbst entscheiden können müssen, unter welchen Bedingungen andere ihre Werke nutzen (also ansehen, anhören, weiterverwenden) dürfen. Ebenfalls einstimmig wurde bejaht, dass die Kreativschaffenden angemessen zu beteiligen sind, wenn mit ihren Werken online Geld verdient wird. Uneindeutig fiel hingegen das Votum zum Urheberpersönlichkeitsschutz aus: Nur etwa die Hälfte sah eine Notwendigkeit, dass die Urhebenden kontrollieren können, wer zu ihren Werken Zugang erhält. Ahnten hier die Befragten bereits, dass die Frage auf die technischen Kontrollmöglichkeiten der privaten Nutzung abzielte?

Selbst als Urheber fällt eine Positionierung nicht leicht. Sebastian Krumbiegel, bei dem die Einnahmen aus Tantiemen laut eigenem Bekunden weit mehr als nur die Portokasse füllen, findet es einerseits wichtig, dass die GEMA in den aktuellen Verhandlungen mit Google/YouTube auf höhere Lizenzgebühren pocht, andererseits sieht er auch im eigenen Umfeld, wie der Tausch von Musiktiteln ganze Festplatten füllt, ohne dass er dies selbst moralisch verurteilen möchte. Auch andere Beispiele werden genannt, die juristisch einen Rechtsverstoß darstellen, deren moralische Verurteilung aber schwer fällt. Meike Laaff, Journalistin bei der tageszeitung sowie der Sendung „Breitband“ im Deutschlandradio Kultur, sieht anhand der Beispiele ein neues gesellschaftliches Verständnis von Kunst und Kultur entstehen, die allgegenwärtig und vor allem jederzeit verfügbar ist. Philipp Otto von der Informationsplattform irights.info argumentiert in ähnliche Richtung.

Die Diskussion offenbart vor allem die Unzulänglichkeiten des bestehenden Systems. Hinzu kommt, dass die Verwertungsgesellschaften „durch viel Mist“ (Krumbiegel zur GEMA) viel Kredit verspielt haben und mittlerweile als „uncool“ gelten. Doch während im Musik-, Film– und Games-Markt starke Institutionen für die Rechte der Kreativschaffenden kämpfen, so zumindest u. a. das Selbstbild der Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen (GVU), haben viele Fotografen den Kampf ums Bild bereits aufgeben müssen. Zu schnell und einfach lassen sich ihre Fotos im Netz verbreiten, ohne dass sich dies durch sinnvolle technische bzw. juristische Barrieren verhindern ließe.

Doch genau dort sieht Dr. Matthias Leonardy, Geschäftsführer der GVU, eine mögliche Lösung. Aber wo eine Barriere aufgebaut wird, ist auch schnell der entsprechende Hack im Umlauf, um diese zu umgehen, wird sofort eingewendet. Auch andere Lösungsansätze werden angesprochen. Mit auf dem Podium sitzt schließlich Wolfgang Senges, Mitbegründer der Cultural Commons Collective Society (C3S). Aufgrund der Unzulänglichkeiten der bestehenden Verwertungsgesellschaften, man denke u. a. an die Probleme im Verteilungsschlüssel der GEMA-Ausschüttungen, wird hier an einem Gegenentwurf gearbeitet, der gleichzeitig von vorn hinein an die durch das Internet veränderten Rahmenbedingungen angepasst ist.

Auch andere Ansätze, wie zum Beispiel eine Abgabe auf Geräte bzw. Internetanschlüsse, oftmals auch als „Kulturflatrate“ bezeichnet, werden aufgegriffen. Mit Recht weist Leonardy aber darauf hin, dass es ein Ding der Unmöglichkeit sein dürfte, die entstehenden Einnahmen gerecht oder zumindest im Konsens zwischen den verschiedenen Urhebenden aus Musik, Film, Text und Bild zu verteilen. Dem wurde entgegen gehalten, dass viele User gern bereit sein dürften, eine Abgabe zu zahlen, wenn sich damit eine stärkere Kontrolle der Datenverbreitung im Internet umgehen ließe.

Doch auch die Urhebenden selbst müssen sich an neue Strukturen anpassen, mahnt Philipp Otto. Das Web eröffnet völlig neue Möglichkeiten, die Kreativschaffende auch nutzen sollten, statt traditionellen Einnahmemöglichkeiten hinterher zu trauern. Gerade durch crossmediale Verknüpfungen lässt sich Content generieren, mit dem sich gute Einnahmen erzielen lassen. Und es ist immer mehr die Story zum Stück, die nachgefragt wird. Mit dem Kauf eines Albums wird längst nicht mehr nur die Musik selbst gekauft sondern auch ein Stück Lebensgefühl. Hier sieht er eine große Chance, die natürlich umgekehrt auch mehr Kreativität abverlangt.

Schon der kurze Abriss der FOKUS-Runde zeigt, wie vielschichtig die Diskussion ist. Dabei wurden wichtige Streitpunkte, bspw. die zeitliche Dauer des Urheberschutzes oder neue Wertschöpfungsmöglichkeiten durch Mash-ups, also das Aufgreifen, Sampeln und dadurch Weiterentwickeln von Inhalten, nur angesprochen und nicht ausdiskutiert. Es wird also nicht einfach sein, die unterschiedlichen Positionen und Interessen in Ausgleich zu bringen. Philipp Otto sagte an einer Stelle, dass sich an der Diskussion über das Urheberrecht die Frage entscheidet, wie das Web der Zukunft aussehen wird. Lässt man sich diese Aussage etwas durch den Kopf gehen, merkt man schnell, wie recht er hat. Die Aufgabe, das Urheberrecht an das Internetzeitalter anzupassen, wird dadurch nicht einfacher.

Die gesamte Veranstaltung kann bis Mitte Juni unter diesem Link nachgehört werden.

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Pressemitteilung: Kreativwirtschaftsverbände kritisieren Stellungnahme des Sächsischen Wirtschaftsministers http://www.kreatives-leipzig.de/allgemein/pressemitteilung-kreativwirtschaftsverbande-kritisieren-stellungnahme-des-sachsischen-wirtschaftsministers.html?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=pressemitteilung-kreativwirtschaftsverbande-kritisieren-stellungnahme-des-sachsischen-wirtschaftsministers http://www.kreatives-leipzig.de/allgemein/pressemitteilung-kreativwirtschaftsverbande-kritisieren-stellungnahme-des-sachsischen-wirtschaftsministers.html#comments Wed, 09 May 2012 13:23:57 +0000 Kreatives Leipzig e.V. http://www.kreatives-leipzig.de/?p=5555 Sachsen ohne Strategie für Zukunftsbranche Kreativwirtschaft

Branchenverbände der Kreativwirtschaft in Dresden und Leipzig kritisieren Stellungnahme von Wirtschaftsminister Sven Morlok

Erhebliche Wettbewerbsnachteile für alle in Sachsen ansässigen Kultur– und Kreativwirtschaftsunternehmen befürchten die Interessenvereinigungen der Kreativwirtschaft in Dresden und Leipzig. Anlass für diese Befürchtung ist eine Stellungnahme von Staatsminister Sven Morlok zu einem Antrag der SPD-Fraktion der sich mit dem Thema „Kultur– und Kreativwirtschaft – Förderung einer wachstumsstarken Branche“ befasst und heute (Mittwoch, 9. Mai) im Plenum des Sächsischen Landtages diskutiert wird.

Darin werden einige der zentralen Forderungen der sächsischen Kreativwirtschaft aufgegriffen. Angeregt wird unter anderem „auf Landesebene einen zentralen Ansprechpartner (…) für die Belange der Kultur– und Kreativwirtschaft zu schaffen.“ „In seiner Antwort auf diese Forderung verweist der Minister leider ausschließlich auf das Kompetenzzentrum Kultur– und Kreativwirtschaft des Bundes, das aufgrund des starken Wachstums der Branche unbedingt durch lokale Angebote unterstützt werden muss. Diese sollten auf die Belange der Kreativunternehmer zugeschnitten sein und Neugründungen langfristig begleiten.“ so Claudia Muntschick, Vorstandsmitglied des Dresdner Branchenverbandes „Wir gestalten Dresden“.

Um zu sehen das es auch anders geht, muss man dabei noch nicht einmal bis nach Nordrhein-Westfalen oder in die Bundeshauptstadt schauen: „Während sich Thüringen mit einer eigenen Agentur für die Kultur– und Kreativwirtschaft positioniert und Sachsen-Anhalt auf Messen und im Web massiv für seine Kreativwirtschaftsunternehmen wirbt, schließt Staatsminister Morlok in seiner Stellungnahme eigene Anstrengungen seitens des Freistaats faktisch aus“, so Stefanie Bamberg, Vorsitzende der Leipziger Interessenvertretung der Kultur– und Kreativwirtschaft „Kreatives Leipzig“.

Dabei wäre der Aufwand die sächsische Kultur– und Kreativwirtschaft weiter zu stärken vergleichsweise gering. Neben Anpassungen der Mittelstandsrichtlinie, die es auch kleineren Unternehmen möglich machen würde beispielsweise eine Förderung für Beratungsleistungen in Anspruch zu nehmen wäre auch eine explizite Aufnahme der Kultur– und Kreativwirtschaft in die sogenannten Operationelle Programme für die neue Förderperiode der EU ein Schritt in die richtige Richtung. Eine Empfehlung die im Übrigen auch explizit in der „Europa 2020 – Strategie“ der EU erwähnt wird.

„Man kann schon den Eindruck gewinnen, dass an einigen Stellen in Politik und Verwaltung der Prozess der Erkenntnis, wie groß die Potentiale der sächsischen Kreativwirtschaft sind, mehr als langwierig ist“, so Stefanie Bamberg.

Und Claudia Muntschick ergänzt: “Unternehmen der Kreativwirtschaft, das hat eine Untersuchung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie aus dem Jahr 2009 gezeigt, sind sehr viel krisenfester als die Unternehmen der klassischen Industriezweige. Während in der Automobil– und Maschinenbauindustrie Umsatzeinbrüche von bis zu 23 % zu verzeichnen waren, ging der Umsatz in der deutschen Kreativwirtschaft während der Finanzkrise um lediglich 3,5% zurück. Im verarbeitenden Gewerbe mussten damals 4,5% der Mitarbeiter entlassen werden, im Gegensatz dazu stiegen die Beschäftigungszahlen in der Kreativwirtschaft sogar um 1,8%, trotz Krisenjahr.“

Gleichzeitig punktet die Branche auch in Sachen Innovation. Die KfW hat festgestellt, dass rund jeder fünfte Gründer in der Kreativwirtschaft (18%) mit einer Marktneuheit auf den Markt geht.

Diese Potentiale nicht weiter zu fördern kann sich der Freistaat eigentlich nicht erlauben. Die beiden Branchensprecherinnen weisen deshalb nochmals auf die lokalen Stärken hin: „Sachsen verfügt über eine lange und erfolgreiche Unternehmertradition. Um nachhaltige Standortvorteile im Freistaat zu schaffen, muss diese unternehmerische Kompetenz in zukunftsfähige Modelle übertragen werden. Im globalen Wettbewerb spielt die Ansiedlung von Kreativbetrieben inzwischen eine entscheidende Rolle. Hier sollten, wie es seit Jahren ja auch für Ansiedlungen anderer Industrien völlig normal ist, unbedingt die notwendigen Rahmenbedingungen geschaffen werden.“

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Gastbeitrag: Gentrifizierung und die »kreative Stadt« http://www.kreatives-leipzig.de/leipzig/gastbeitrag-gentrifizierung-und-die-kreative-stadt.html?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=gastbeitrag-gentrifizierung-und-die-kreative-stadt http://www.kreatives-leipzig.de/leipzig/gastbeitrag-gentrifizierung-und-die-kreative-stadt.html#comments Fri, 27 Apr 2012 06:27:19 +0000 Kreatives Leipzig e.V. http://www.kreatives-leipzig.de/?p=5524 Am vergangenen Montag (23.04.2012) lud der Branchenverband Kreatives Leipzig zu einer langfristig gemeinsam mit den AktivistInnen des Hamburger Gängeviertels geplanten Diskussionsrunde zum Thema Gentrifizierung ein. Die Veranstaltung fand denn auch im Rahmen des „Betriebsausflugs“ statt, einem Austausch von etwa 200 KünstlerInnen aus Leipzig und Hamburg. Mit diesem Statement soll die Diskussion erweitert und um das Thema der „kreativen Stadt“ ergänzt werden.

Überschrieben war die zurückliegende Veranstaltung mit dem Motto „Die Geister, die wir riefen“. Sind ausgerechnet die Kreativen, die vor etwa zehn Jahren anfingen, den damals eher trostlosen Leipziger Westen neues Leben einzuhauchen, am Ende die Schuldigen für die aktuellen Mietsteigerungen in Plagwitz oder Lindenau? Auf Facebook war zum Beispiel als Kommentar zu lesen, dass die Kreativen bereits die erste Welle der Gentrifizierung darstellen würden. Schon wenn sie in einen Stadtteil Einzug halten, kommt es zu Verdrängungsprozessen. Zeigen ihre Bemühungen, dort kulturelles Leben zu etablieren, folgen ihnen schnell die Investoren. Sie investieren meist in den Häuserbestand, tragen so zu einer spürbaren Aufwertung bei. Nach der Investition möchten sie dann aber auch die Rendite einfahren, heißt, die Mieten werden erhöht. Es kommt zur zweiten Welle der Gentrifizierung. Jetzt sind auch die kreativen Pioniere die Opfer und schreien laut auf. Die sozial schwächer gestellten EinwohnerInnen werden spätestens jetzt verdrängt. Dass solche Prozesse auch im Leipziger Westen stattfinden, lässt sich nicht leugnen. Dass der Stadtteil dadurch in seinem Erscheinungsbild enorm profitiert hat, ist unübersehbar. Dass längst nicht alle damit glücklich sind, es auch Opfer gibt, wurde spätestens mit der Hausbesetzung in der Naumburger Straße nur zwei Tage vor der Veranstaltung klar. Und nun?

Zuerst muss gesagt werden, dass Gentrifizierungsprozesse in Leipzig bislang nur eine vergleichsweise geringe Dynamik haben. Redet man mit Freunden aus anderen Städten über die hiesigen Mieten, blickt man in neidvolle Gesichter. Aber das Beispiel Berlin zeigt, wie rasch die Situation kippen kann. Wie eine Walze drückt sich die Quartiersaufwertungsmaschine von Kreuzberg und Friedrichshain immer weiter südlich in das zuvor mehrheitlich von MigrantInnen bewohnte Neukölln. Mietsteigerungen von 1 Euro pro Jahr und Quadratmeter sind keine Ausnahme. Wer sich dies nicht leisten kann oder möchte, ist bereits weitergezogen.

Das Phänomen ist aber kein naturgegebenes Übel sondern steuerbar. Einflussmöglichkeiten haben die für die Stadtplanung zuständigen Entscheidungsträger der Kommunalverwaltung ebenso wie die Kreativen selbst. Letztere sollten sich ihrer Rolle im Prozess stärker bewusst werden. Das heißt, erstens die Hand zu den alteingesessenen EinwohnerInnen auszustrecken. Auch sie profitieren von einer positiven Entwicklung ihres Wohnumfeldes, bspw. in dem neues Gewerbe und damit auch Arbeitsplätze direkt vor der Haustür entstehen. Eine gemeinsame Basis für einen ergebnisorientierten Dialog ist also vorhanden. Zweitens bedeutet dies, langfristig Verantwortung für den Stadtteil und sein kulturelles Leben zu übernehmen – und zwar über den Zeitraum eines Wächterhaus-Vertrags hinaus!

Etwas vertrackter ist es mit der Rolle der Stadtverwaltung. Hier prallen unterschiedliche Interessen aufeinander: Einerseits ist es erklärtes Ziel der Stadt Leipzig, die Bedingungen für Investitionen in die Bausubstanz zu verbessern – angesichts von 30.000 leer stehenden Wohnungen gut verständlich. Da sanierte Wohnungen aber auch zu einer höheren Mietbelastung führen, fördert die Stadt auch den Erwerb von Wohneigentum. Das dritte hier relevante Leitbild ist das der jungen, attraktiven und kreativen Stadt.

Leider sieht die Realität oft anders aus. Dazu zwei Beispiele aus jüngster Zeit:
• Beispiel Nummer eins ist das leidige Thema Proberäume bzw. Studios für Bands und Producer. Hier hatte die Stadtratsfraktion DIE LINKE einen Antrag formuliert, der Verwaltung den Auftrag zu geben, leerstehende Immobilien zu prüfen, ob diese sich prinzipiell eignen würden und mit welchem Instandsetzungsaufwand dabei zu rechnen sei. Die Antwort des Kulturdezernats liest sich wie Spucke ins Gesicht der MusikerInnen, die ähnlich der Bandcommunity die Dinge selbst in die Hand nehmen möchten: Haarklein wird ausgelistet, wie viele Proberäume in institutionell geförderten Häusern zu finden sind. Dass diese Anzahl längst nicht dem Bedarf gerecht wird, sollte der Stadtverwaltung, zudem dem Kulturdezernat (!), bekannt sein. Weitere Standorte zu recherchieren, so kann man dem Verwaltungsstandpunkt entnehmen, ist aus Kapazitätsgründen nicht leistbar. Nur wenn im Rathaus nicht einmal eine Recherche geleistet werden kann, fragt man sich, ob man alles andere Gerede in Sachen Kreativwirtschaft überhaupt noch ernst zu nehmen braucht.
• Blanker Hohn ist dann Beispiel Nummer zwei: Durch das Stadtmarketing wurden mehrere Folgen eines Leipzig Podcast in Auftrag gegeben. Auch hier darf das Beispiel Kreativwirtschaft nicht fehlen. Voller Stolz wird als Aushängeschild der hiesigen Kreativszene Ostdeutschlands ältester Technoclub, die Distillery, genannt. Doch das dieser Club genau dort steht, wo im Zuge der Bebauung des Geländes südlich vom Bayrischen Bahnhof Eigenheime entstehen sollen, bemerkt die Stadtverwaltung erst, als die Verantwortlichen der Distillery davon aus der Zeitung erfahren und sich im Rathaus melden.

Wenn hier nicht bald umgedacht wird, dürfte sich die kreative Szene Leipzigs schon in wenigen Jahren auf die Werbe– und IT-Branche beschränken. Wer sonst kann sich hohe Mieten leisten, wenn gleichzeitig kreatives Schaffen behindert statt gefördert wird?

Und damit sich dieses Statement nicht nahtlos an viele andere Jammertexte reiht, möchte ich mit ein paar konkreten Forderungen (vielleicht auch nur Vorschläge – das mag jeder selbst entscheiden) schließen:
• Angesichts des Einwohnerzuwachses, der dank der vielen Kreativen, die zur Attraktivität Leipzigs beitragen, nicht so schnell abreißen wird, dürfte der Druck in den nächsten Jahren steigen. Wer jetzt die Augen schließt und die Realität verkennt, wird’s in wenigen Jahren als Miete zahlen. Ob HausHalten, Dein Kiez oder in der Wissenschaft, es stehen genug Initiativen und Gruppen bereit, um gemeinsam an Lösungen zu arbeiten. Nutzt sie, ehe es zu spät ist! Die nächste Gelegenheit bietet sich bereits am Sonntag, 29.04.2012, wozu vorbereitend auch dieses PiratePad genutzt werden kann.
• Das HinZundKunZ, das Mietshäusersyndikat, in Eigentum überführte Wächterhäuser und andere Beispiele zeigen, dass man selbst etwas tun kann, um den Wohnraum vor den Interessen von Immobilienspekulierenden zu schützen. Greift diese Beispiele auf und macht los – ggf. auch erst einmal ohne Cash!
• Die Stadtverwaltung sollte dieses Engagement ohne Wenn und Aber unterstützen! Wieso nicht das Selbstnutzer-Programm um ein paar Auflagen befreien und so denjenigen helfen, die eine Investition erst in ein paar Jahren tätigen möchten oder können?
• Kultureinrichtungen, dazu zähle ich explizit auch einen Club wie die Distillery, verdienen nicht weniger Unterstützung als Einrichtungen mit institutioneller Förderung. Nachdem die Verwaltung sich besagten Lapsus geleistet hat, der sich nur mit Betriebsblindheit oder Arroganz erklären lässt, ist Wiedergutmachung angesagt. Das heißt, zumindest zu vermitteln: Damit der Club entweder weiß, wie lange er noch am Standort in der Kurt-Eisner-Straße bleiben darf, oder wohin er weiterziehen kann.
• In anderen Städten engagiert sich die Kommune, damit MusikerInnen Proberäume und Studios finden – in Mannheim ist es gar gleich ein vierköpfiges Team. Wenn das in Leipzig schon nicht geht, so sollte die Verwaltung zumindest die Informationen bereitstellen, damit die Kreativen ihr Schicksal selbst in die Hand nehmen können. Dass die Stadtverwaltung dazu nicht freiwillig bereit ist, finde ich beschämend. Wenn es dabei bleibt, sollte der Stadtrat sie mit einem Beschluss dazu zwingen.

Der Autor, Peter F. Treppenhauer, hat die Veranstaltung in der Distillery am vergangenen Montag besucht und hätte sich gewünscht, dass die am Ende andiskutierten Ansätze noch vertieft worden wären. Kreatives Leipzig e. V. unterstützt die formulierten Forderungen ausdrücklich.

Fotos zur Veranstaltung
Veranstaltung nachhören

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Interview mit Steffen Thieme zu seinem Auftritt im Landtag, die unklare Zukunft der Distillery und Wünschen an Politik und Verwaltung http://www.kreatives-leipzig.de/leipzig/interview-mit-steffen-thieme-zu-seinem-auftritt-im-landtag-die-unklare-zukunft-der-distillery-und-wunschen-an-politik-und-verwaltung.html?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=interview-mit-steffen-thieme-zu-seinem-auftritt-im-landtag-die-unklare-zukunft-der-distillery-und-wunschen-an-politik-und-verwaltung http://www.kreatives-leipzig.de/leipzig/interview-mit-steffen-thieme-zu-seinem-auftritt-im-landtag-die-unklare-zukunft-der-distillery-und-wunschen-an-politik-und-verwaltung.html#comments Fri, 20 Apr 2012 07:58:36 +0000 Kreatives Leipzig e.V. http://www.kreatives-leipzig.de/?p=5494 Steffen Thieme (Mad Again!, Distillery, Global Space Odyssey) war neulich ganz offiziell im Landtag eingeladen, um dort über die Leipziger Club– und Musikszene zu sprechen. Wir wollten einmal nachfragen, wie es dazu kam und worum es ging..

 

Steffen, du warst neulich als Experte im Sächsischen Landtag geladen? Worum ging es da?

DIE LINKE hatte einen Antrag zur „Situation der Musik-Spielstätten für moderne Musik in Sachsen und Förderung der Live-Musik-Kultur“ im Parlament eingebracht und dazu verschiedene Fragen und Forderungen aufgeworfen. Bei solchen Anträgen ist es üblich, dass diesen eine öffentliche Anhörung des betroffenen Ausschusses folgt, hier der Ausschuss für Wissenschaft und Hochschule, Kultur und Medien. Zu den Anhörungen werden von den Fraktionen Sachverständige in den Landtag eingeladen, die ihre Meinung zum Antrag einbringen können und den Abgeordneten für ihre Fragen zur Verfügung stehen.  Ich selbst war als Vertreter der Distillery eingeladen und fühlte mich im Kreise der Kulturförderer erst einmal wie ein Paradiesvogel, was ich glaube auch so bei der Vorstellung gesagt habe.

Ja, hast du – es gibt ein wörtliches Protokoll. Aber wieso Paradiesvogel? Wer war denn neben dir noch da?

Zuerst muss man sagen, dass die Anhörung im Plenarsaal des Landtages stattfand, die eingeladenen Sachverständigen auf der Regierungsbank saßen und auf die versprengten Abgeordneten und ihre Mitarbeiter im Saal herabblickten. Oben auf der Besuchertribüne saßen auch ein paar Interessierte. Neben mir waren Magnus Hecht (scheune, Dresden), Torsten Tannenberg (Sächsischer Musikrat), Dirk Tschentscher-Trinks (Die VILLA e. V.) und Torsten Wiegel (Landesverband Soziokultur Sachsen bzw. Steinhaus Bautzen) geladen.

Die ganze Runde läuft dann recht formal ab: Der Ausschussvorsitzende begrüßt, die Sachverständigen geben alphabetisch ihre Statements ab, danach erteilt der Vorsitzende auf Meldung den Abgeordneten für ihre Fragen das Wort.

Und, wie beurteilst du die Diskussion? Hattest du das Gefühl, die Abgeordneten haben verstanden, worum es geht?

Generell muss man erst einmal sagen, dass es überhaupt ein Fortschritt war, dass so eine Anhörung in einem solchen Rahmen stattfindet. Das zeigt zumindest, dass man dem Thema eine gewisse Relevanz beimisst. Ob die Abgeordneten verstanden haben, worum es geht, vermag ich nicht zu beurteilen. Wenn dem so sein sollte, würde ich meinen Hut vor dieser Leistung ziehen. Wir haben in drei Stunden verschiedenste Ansätze erörtert, das Stenogramm umfasst 46 Seiten und dazu kommt, dass die ganze Sachlage recht heterogen ist – das kurz und knapp runter zu brechen und dabei allen gerecht zu werden, ist schier unmöglich.

Ein richtiges Verständnis für unsere Arbeit aber werden die Abgeordneten aber erst erlangen, wenn sie sich genauer in die Thematik einarbeiten, also z. B. so einen Kultur(Musik)betrieb in seiner Arbeit einmal über ein paar Tage begleiten etc. pp. Ich wüsste nicht wie man sonst die Arbeit, die Umstände dieser Einrichtungen und die Belange/Bedürfnisse ernsthaft realistisch einschätzen könnte. Hier liegt denke ich der Knackpunkt. Auch müsste es breiter gefasste Arbeitsgruppen o. ä. geben, damit ein ständiger, und vor allem aktueller Austausch aller Agierenden stattfinden kann.

Letztlich war das Interesse recht unterschiedlich, uns wurde nach der Sitzung nochmal nahe gelegt, für die eine Stelle von Katja Großer zu kämpfen, so dass sie von Land Sachsen übernommen wird. Dieser Punkt zeigt schon, dass unsere Anliegen zwar wahrgenommen wurden, aber leider noch nicht der Umfang bzw. die Tragweite sichtbar geworden ist.

Übrigens ist dies eine der Forderungen, die wir als Kreatives Leipzig vor ein paar Wochen verschiedenen Landtagsmitgliedern in die Hand gedrückt haben. Zurück zum Thema: An einer Stelle hattest du dir mit dem Leipziger Abgeordneten Holger Mann (SPD) sollst du dir ein kleines Wortgefecht hinsichtlich der Zukunft der Distillery geliefert haben. Worum ging es da?

Wortgefecht ist übertrieben. Es ging um die Bebauungspläne für das Gelände hinter dem Bayrischen Bahnhof, auf welchem ja bekanntlich (noch) die Distillery steht. Mit uns (Distillery) erfolgte bis heute leider keine Absprache seitens der Stadt, wie mit uns geplant bzw. verfahren wird. Alles was wir wissen, ist das eine Ampel vor unserem Eingang steht, der angebliche Kontakt zum OBM oder sonstigen Stellen in der Stadt besteht einfach nicht. Hier wird im Moment enorm auf Zeit gespielt, was unsere Zukunftsplanung aber mehr als schwierig gestaltet. Es müssen neue Investitionen getätigt werden, und wenn man diese tätigen muss, hätte man natürlich gerne ein Statement zu dem Grund und Boden, auf dem die eigene Existenz ruht.

Wenn man diesen Zweig der Kreativwirtschaft ernst nehmen möchte, sollte man bei der Stadtteilplanung anfangen. Da tauchen meist die ersten Probleme auf, Projekte wie das ehemalige Superkronik z. B. haben bewiesen, wie unfähig man auf dieser Ebene noch immer ist, mit den betroffenen Akteuren gemeinsam nach Lösungen zu suchen. Auch in Berlin spricht man im Moment z. B. von einem massiven Clubsterben – eine Debatte, die auch mit dem Stichwort »Gentrification« zusammenhängt. Bereits in der Stadtraumplanung muss der Hebel angesetzt werden, wenn man ernsthaft über das Thema Musik(Spielstätten) reden möchte. Wenn Porsche oder BMW sich ansiedeln wollen, werden auch neue Straßen etc. gebaut.

Und zum Schluss ein Fazit: Hast du das Gefühl, dass vom Landtag auf Basis der Anhörung irgendwelche Initiativen zur Verbesserung der Rahmenbedingungen für Musik-Veranstalter ausgehen werden?

Vom Landtag aus werden sicherlich demnächst keinerlei Impulse ausgehen. Das wird wohl noch Jahre dauern und dann unter Umständen auch schon wieder zu spät sein. Zudem steht ja die Landtagswahl 2013 bevor. Deshalb kann ich mir nicht vorstellen, dass innerhalb eines Jahres noch richtungsweisende Entscheidungen getroffen werden.

Teilweise wurde zwar scheinbar begriffen, dass es uns nicht um Finanzspritzen in Millionenhöhe geht, sondern um die Schaffung von Strukturen, Ansprechpartnern und sozusagen einer Lobby.

Dann mal anders gefragt: Was wären deine Wünsche?

Ich versuche meine bzw. unsere Wünsche mal kurz und knapp konkret zu fassen und breche es mal auf einige wenige Stichpunkte herunter:

  1. Die Schaffung von klaren Strukturen mit Ansprechpartnern in der jeweiligen Verwaltung und einer Lobby, die unsere Anliegen vertritt. Das wäre für mich vorrangig.
  2. Verringerung der (bürokratischen) Hürden. Wie bereits erwähnt geht es nicht um Finanzspritzen in Millionenhöhe, sondern darum, die Arbeit zu erleichtern.
  3. Themen wie KSK, GEMA, Ausländersteuer, Lärmschutzgesetz, Städteplanung etc. bedürfen einer konkreten Prüfung und ggf. auch Änderungen! Das ist vieles einfach nicht mehr zeitgemäß.
  4. Änderung von Begrifflichkeiten. Einteilungen wie etwa in Sub-/Hochkultur sind nicht weiter tragbar.

Vielen Dank!

Das Interview führt Frank Trepte. Über die Rolle der Kreativen in Prozessen der Gentrifizierung von Stadtgebieten geht es auch bei der nächsten FOKUS-Veranstaltung am 23. April 2012 ab 19 Uhr, die passenderweise in der Distillery stattfindet.

 

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Eigene Präsentationsfläche für Kreativwirtschaft beim Medientreffpunkt Mitteldeutschland http://www.kreatives-leipzig.de/allgemein/eigene-prasentationsflache-fur-kreativwirtschaft-beim-medientreffpunkt-mitteldeutschland.html?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=eigene-prasentationsflache-fur-kreativwirtschaft-beim-medientreffpunkt-mitteldeutschland http://www.kreatives-leipzig.de/allgemein/eigene-prasentationsflache-fur-kreativwirtschaft-beim-medientreffpunkt-mitteldeutschland.html#comments Wed, 18 Apr 2012 09:35:29 +0000 Kreatives Leipzig e.V. http://www.kreatives-leipzig.de/?p=5486 Vom 7. Bis 9. Mai 2012 findet in Leipzig der Medientreffpunkt Mitteldeutschland statt. Kurzfristig erhält die Kreativwirtschaft eine eigene Präsentationsfläche, die Kreatives Leipzig kuratieren darf. Geplant sind Interviews mit Podiumsgästen der Veranstaltung, Vorträge und Präsentationen von Unternehmen.

Nähere Informationen haben unsere Mitglieder und Partnernetzwerke in Dresden, Sachsen-Anhalt und Thüringen erhalten. Sie laden wir ein, das Programm mit uns gemeinsam zu gestalten. Ein herzlicher Dank schon jetzt an die Veranstaltenden und Organisierenden, die dies ermöglicht haben, und alle, die sich hier einbringen werden.

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Gastbeitrag von mittelstern.de: Neue GEMA Tarife mit altem Systemfehler und einer bösen Ohrfeige für Elektro http://www.kreatives-leipzig.de/musik/gastbeitrag-von-mittelstern-de-neue-gema-tarife-mit-altem-systemfehler-und-einer-bosen-ohrfeige-fur-elektro.html?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=gastbeitrag-von-mittelstern-de-neue-gema-tarife-mit-altem-systemfehler-und-einer-bosen-ohrfeige-fur-elektro http://www.kreatives-leipzig.de/musik/gastbeitrag-von-mittelstern-de-neue-gema-tarife-mit-altem-systemfehler-und-einer-bosen-ohrfeige-fur-elektro.html#comments Tue, 17 Apr 2012 14:21:24 +0000 Kreatives Leipzig e.V. http://www.kreatives-leipzig.de/?p=5463 Am 02.04. veröffentlichte die GEMA eine neue Tarifstruktur für Tanzveranstaltungen (mit oder ohne Livemusik), die nicht reine Konzerte sind und ab 2013 gelten soll. Für reine Konzerte wurde bereits 2012 eine neue Regelung wirksam, nach der nicht mehr die potentielle Zuschauerzahl entscheidend für den zu entrichtenden Beitrag ist sondern die tatsächlichen Einnahmen, was für viele – gerade kleine Veranstalter – zwar etwas mehr Arbeit bedeutet, aber das finanzielle Risiko für schlecht besuchte Konzerte entscheidend gesenkt hat.

Wegfall der Discothekenpauschale: Hartes Brot für Großraumveranstalter 

Soweit ist die GEMA bei den neuen Tarifen für Tanzveranstaltungen nicht gegangen. Hier gelten immer noch Pauschalen in Abhängigkeit von Größe und Eintrittspreis. Neu sind der Wegfall einer Pauschale für Discotheken und eine höhere Gewichtung der (potentiellen) Einnahmen. Das kommt zwar den kleineren Clubs entgegen, nimmt alle Clubs mit mehr als 200qm (also ab ca. 400 Zuschauer) jedoch ziemlich böse an die Kandare. Vor allem die Gebühren für Veranstaltungen, die länger als 5 Stunden dauern (also vor allem Events mit jungem Publikum und auch viele originelle Ansätze), werden unangemessen teuer.

Sowieso aber widerspricht der Gedanke “Mehr Einnahmen = Höhere GEMA Gebühren” in meinen Augen jeder Logik! Denn:

Was haben die Umsätze mit den Urheberrechten zu tun? Ein kleiner Exkurs 

Obwohl ich bekanntlich eher ein “Anwalt der Urheber” bin als Piratenpartei-Wähler,  finde ich die Berechnung nach Einnahmen mehr als unlogisch. Egal, ob “potentielle” oder “tatsächliche” Besucherzahl: Auf die Höhe der Einnahmen haben die Urheber der aufgeführten Musik so gut wie keinen Einfluss.

Beispiel: Wenn ich 20 Beatles-Lieder live auf dem Kamm blase, dann zahlen dafür vielleicht 5 Menschen eine Mark aus Mitleid. Wenn Herbert Grönemeyer im Duett mit Farin Urlaub die selben 20 Beatles-Lieder aufführte, zahlen wahrscheinlich locker 2.000 Leute ihre 25,00 Euro. Lennon / McCartney hätten an beiden kulturellen Highlights den selben Anteil. Wenn ein jugendlicher Dorf DJ die gleichen 100 Elektro-Titel* in einer verranzten Schulaula spielt wie ein weltweit angesagter Szene DJ in einem Münchner Laden mit Mega Soundanlage, Swimming Pool, moderner Lightshow und jede Menge Tänzerinnen, dann bleibt die Leistung der Urheber (Komponist, bei Elektro meistens Artist/Producer) die selbe. Die Menschen zahlen nicht nur – in Clubs nicht mal vordergründig – wegen der Songs mehr oder weniger Eintritt. Sie kommen (und zahlen) wegen der Interpretation! Das musikalische Fundament ist dasselbe, der höhere Eintrittspreis ist abhängig von Location, Soundanlage, Lightshow, beteiligten Personen, Publikum, Lage des Clubs und und und..

In meinen Augen wäre es die einzig gerechte Lösung, wenn je Besucher ein Betrag X (z.B. 0,15 Euro) an die Urheber gehen würde, egal wann und wo und in welchem Ambiente. Aber damit:

Back to Reality – Die neuen Tarife unter der Lupe

Die GEMA argumentiert anders. Sie sagt, ohne die musikalischen Urheber könnte das Ambiente noch so fett sein: Tanzen tun die Leute am Ende doch alleine wegen der Musik! Und somit sollte auch der mehr zahlen, der mehr mit dieser Musik verdient. Dem wurde der bisherige Pauschalvertrag nicht gerecht. Auch die Einzelabrechnung war für viele kleine Veranstalter ziemlich teuer. Aus einem Dutzend Tarifen wurden nur noch zwei. Das ist genauso begrüßenswert wie die Tatsache, dass es für kleine Veranstaltungen tatsächlich preiswerter wird.

Bei der GEMA heißt es dazu:

Die Tarifanpassung führt in der Folge bei nahezu allen Veranstaltungen mit geringen Raumgrößen und moderaten Eintrittsentgelten zu deutlichen Vergünstigungen. Für größere Veranstaltungen bringt die Tarifanpassung eine höhere Vergütung mit sich. Zu den Zielen der neuen Strategie gehören insbesondere die Ausgewogenheit der Tarifstruktur sowie die Vereinfachung der Tariflandschaft.

So jedenfalls die Theorie. Und so weit stimmt das! Auch wenn das Wort “deutlich” eindeutig in der Spalte verrutscht ist. Leider beinhalten die neuen Tarif neben der allgemeinen Unlogik des Systems (siehe Exkurs oben) einen gravierenden Fehler: Events, die länger als 5 Stunden dauern, zahlen einen gewaltigen Aufschlag von 50% für jeweils drei Stunden mehr. Das bekommen vor allem große Clubs zu spüren, die bisher vom Pauschalsatz profitierten. Ganze besonders dann, wenn sie mehr als zwei Veranstaltungen in der Woche ausrichten!

Ihr wollt Zahlen sehen? Machen wir ein paar Rechenbeispiele auf! Die genannten Zahlen und Locations sind aber bitte nur beispielhaft zu sehen und entsprechen keinesfalls den tatsächlichen Zahlen!

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CLUB A (Größenordnung STAUBSAUGER)* 

  • Größe: Bis 100 Quadratmeter (= ca. 100–150 Gäste)
  • Durchschnittlicher Eintritt: 3,00 Euro
  • Anzahl Events / Monat: 5–15
  • Dauer der reinen Tanzveranstaltung: 6 Stunden (22:00 Uhr – 04:00 Uhr)

VORHER

Bei einer Einzelabrechnung entstanden Kosten in Höhe von 64,00 EUR je Event

NACHHER

Für eine Veranstaltung zahlt der Club künftig 45,00 EUR (inkl. 50% Zuschlag, wenn die Veranstaltung bis 8 Stunden dauert)

Bei 8 Events im Monat ergibt sich eine jährliche Entlastung um 1.824,00 EUR  

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CLUB B (Größenordnung DISTILLERY)*

  • Größe: Bis 200 Quadratmeter (= ca. 350 – 400 Gäste)
  • Durchschnittlicher Eintritt: 5,00 Euro
  • Anzahl Events / Monat: 5–15
  • Dauer der reinen Tanzveranstaltung: 6 Stunden (22:00 Uhr – 04:00 Uhr)

VORHER

Ein solcher Club hatte bisher die Möglichkeit, jede Veranstaltung einzeln abzurechnen oder die Pauschalsätze für Diskotheken zu nutzen.

Bei einer Einzelabrechnung entstanden Kosten in Höhe von 157,00 EUR / Event
Bei einer Pauschalabrechnung enstanden Kosten von 965,00 EUR / Monat ( = 119,50 EUR / Event bei 8 Events)

NACHHER

Für eine Veranstaltung zahlt der Club künftig 150,00 EUR (inkl. 50% Zuschlag für Events bis zu 8 Stunden Dauer)

Bei 8 Events im Monat ergibt sich eine jährliche Mehrbelastung von 2.928,00 EUR  

(Bei einer durchschnittlichen Besucherzahl von 200 Gästen / Event ergeben sich Mehrkosten von 0,15 EUR / Besuch)

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CLUB C (Größenordnung WERK 2 (HALLE A)*

  • Größe: 600 Quadratmeter (= ca. 1.100 – 1.200  Gäste)
  • Durchschnittlicher Eintritt: 8,00 Euro
  • Anzahl Events / Monat: 8
  • Dauer der reinen Tanzveranstaltung: 9 Stunden (22:00 Uhr – 07:00 Uhr)

VORHER

Ein solcher Club hatte bisher die Möglichkeit, jede Veranstaltung einzeln abzurechnen oder die Pauschalsätze für Diskotheken zu nutzen.

Bei einer Pauschalabrechnung enstanden Kosten von 965,00 EUR / Monat ( = 119,50 EUR / Event bei 8 Events)

NACHHER

Für eine Veranstaltung zahlt der Club heute 880,00 EUR (inkl. 100% Zuschlag für Partys bis zu 12 Stunden Dauer)

Bei 8 Events im Monat ergibt sich eine jährliche Mehrbelastung von 72.008,00 EUR  

(Bei einer durchschnittlichen Besucherzahl von 800 ergeben sich Mehrkosten von 0,95 EUR / Besucher)

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Fazit

  1. Die Belastung für wirklich große Clubs und Discotheken ist extrem hoch! Sie dürfte allerdings wahrscheinlich bei allen gut laufenden Clubs zu ver­kraf­ten sein, da sich die Mehrkosten je Besucher in Grenzen halten.
  2. Es gibt also keinen Grund, in Panik zu verfallen und das Ende der Kultur zu propagieren. Vor allem Sprüche wie “Bald können wir uns kein Konzert mehr leisten” sind Unfug, da es nicht um Konzerte geht! Auch wenn bei ein MC die ganze Seite dabei ist (Drum’n’Bass, Dubstep), zählt die Veranstaltung als Konzert.
  3. Trotzdem werden die Mehrkosten für große Events sicher nicht nur beim Publikum geholt werden. Es bleibt zu fürchten, dass DJ-Gagen, Security und Sound auf der Strecke bleiben. Eine fette Ohrfeige für die Kreativwirtschaft zu Gunsten weniger Urheber!
  4. Was die Gebührenaufschläge von je 50% für Events begründet, die länger dauern als 5 Stunden, weiß der Geier. Es fragt sich wirklich, ob auf Seiten der GEMA Weltfremdheit (“So lange Events gibt´s ja nur Silvester”) oder pure Schikane gegenüber dem jungen Partyvolk dahinter steckt…
  5. Der Beibehalt der Hunderter-Schritte bei der Berechnung der Größe eines Clubs ist alles andere als fortschrittlich. Es ist wohl kaum gerecht, dass ein Club mit 195qm bei den selben Eintrittspreisen (5,00 EUR) ca. 3.000 EUR weniger im Jahr bezahlen muss als ein Club mit 205qm
  6. Elektro (in all seinen Erscheinungsformen) ist dreifach gearscht:
    • Elektro feiert nämlich oft auf verhältnismäßig großer Fläche und mit hohem Eintritt, ohne dabei zwingend mehr Gewinn zu erzielen als andere auf kleinerer Fläche. Ganz einfach weil andere Elemente (Visuals, Security, Deko, Sound (!!) eine gewaltige Rolle spielen.
    • Elektro feiert lang und eine Party kann schnell über 8 Stunden dauern, was die Gebühren um 100% erhöht. Das ergibt keinen Sinn, da gerade bei solchen langen Partys die Menschen nicht vordergründig wegen der aufgeführten Musik kommen, sondern wegen der Art und Weise, wie die Musik präsentiert wird.
    • Bei den Urhebern der gespielten Werke kommt von den Mehreinnahmen nichts an! Da greift mal wieder die von mir bereits mehrfach angesprochene Problematik der Gema-Verteilung der Einnahmen. Eine Popballade verkauft sich gut, wird oft im Radio gespielt, findet aber bei Tanzveranstaltungen nicht statt. Bei Elektro ist es genau andersrum. Das Geld jeder Elektro-Veranstaltung geht an die Balladensängerin. Das ist – mit Verlaub – Beschiss!

Ob eine Petition der richtige Weg ist, möchte ich bezweifeln. Zu schnell wirkt das nach Instrumentalisierung der Fans durch die Veranstalter. Aber den sachlichen Diskurs sollten die Veranstalter eindeutig führen. Sonst haben wir bald nur noch geschlossene, nicht öffentliche Veranstaltungen (Hint!). Elektro – aber auch Hip Hop –  ist so viel anders als alles bisherige (Remix, Clubs, Verkäufe, Airplay), dass es dringend Zeit wird, über genrespezifische Tarife zu reden! DRINGEND!

*Hinweise:
1. “Elektro” steht hier für alle elektronischen Genres (von Dubstep bis Ibiza House)
2. Die Zahlen entsprechen NICHT tatsächlich den Clubs. Diese sind nur ungefähr (!) so groß! Auch sind die Eintrittspreise nur beispielhaft aus der Luft gegriffen!
3. Nicht berechnet sind eventuelle Abzüge durch Mitgliedschaften in Verbänden (z.B.Dehoga) und Aufschläge durch die GvL (weil beide unabhängig von den neuen GEMA-Tarifen verhandelt werden) und die nötige Bereinigung um die Mehrwertsteuer (GEMA Gebühren + 7%, Tickets – 7%  bzw. – 19%).

Alle Angaben erfolgten nach bestem Wissen und Gewissen. Wer Fehler findet, möge bitte in den Kommentaren darauf hinweisen! Danke!

Der Originaltext erschien im Blog mittelstern.de. Der Autor, Sebastian Schwerk, hat ihn uns dankenswerter Weise zur Veröffentlichung auf unserer Seite zur Verfügung gestellt. Hierfür vielen Dank nach Dresden!

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Populärmusik auf der Notenspur — Unterstützungsmöglichkeit per Crowdfunding http://www.kreatives-leipzig.de/leipzig/popularmusik-auf-der-notenspur-unterstutzungsmoglichkeit-per-crowdfunding.html?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=popularmusik-auf-der-notenspur-unterstutzungsmoglichkeit-per-crowdfunding http://www.kreatives-leipzig.de/leipzig/popularmusik-auf-der-notenspur-unterstutzungsmoglichkeit-per-crowdfunding.html#comments Tue, 17 Apr 2012 05:36:39 +0000 Kreatives Leipzig e.V. http://www.kreatives-leipzig.de/?p=5477 Die »Leipziger Notenspur« fasst die musikhistorisch wichtigsten Wohn– und Schaffensstätten Leipziger Komponisten zusammen und wurde von der Stadt Leipzig im Januar 2012 dem Land Sachsen als Vorschlag zur Aufnahme in die deutsche Tentativliste für das UNESCO-Weltkulturerbe unterbreitet. Am 12. Mai 2012 von 15 bis 18 Uhr wird zunächst erst einmal der 5,3 Kilometer lange Rundweg zwischen Innenstadt und Schumann-Haus (Inselstraße) feierlich eröffnet.

Doch zur Musikstadt Leipzig gehören nicht nur die einflussreichen Komponisten der Vergangenheit sondern auch die Bands, Solo-Artists und Electro-Producer von heute! Darum ist popoolär! — Die Musikinitiative des Kreativen Leipzig e. V. mit Unterstützung der Blues Agency GmbH (den Machern des Honky Tonk®) bei der feierlichen Eröffnung der Notenspur mit dabei und stellt zwei aufstrebendes Acts mitten in der Leipziger Innenstadt (gegenüber dem neuen Steigenberger Hotel — also direkt um die Ecke vom Marktplatz) an die Verstärker:

- The Flo‹ Kern Expression (Modern Blues, Folk)
mjuix (ElectroPop).

Beide Bands nehmen für den Auftritt keine Gage, ebenso wenig wie die Organisatoren von popoolär! sich ihr Engagement bezahlen lassen. Alle Beteiligten machen das gern, damit heutige Populärmusik nicht im Schatten der Klassiker steht, sondern als Teil einer »Musikstadt Leipzig« zählt.

Wer heute Musik macht, weiß wie schwierig es ist, die entstehenden Auslagen für Instrumente oder den Proberaum wieder zu erwirtschaften. Daher möchten wir den Notenspur-Auftritt nutzen, um allen MusikliebhaberInnen Leipzigs die Möglichkeit zu geben, die beiden aufstrebenden Bands per Crowdfunding zu unterstützen. Als Dankeschön gibt es verschiedene Merchandise-Artikel der Bands. Schon für 1 Euro!

Alle Crowdfunding-Einnahmen werden vollständig an die beiden Bands weitergereicht! Wer also etwas Geld in der Portokasse übrig hat, bitte die Website der VisionBakery besuchen. Vielen Dank!

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Kreatives Leipzig Stammtisch | 15.05.2012 http://www.kreatives-leipzig.de/verein/kreatives-leipzig-stammtisch-15-05-2012.html?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=kreatives-leipzig-stammtisch-15-05-2012 http://www.kreatives-leipzig.de/verein/kreatives-leipzig-stammtisch-15-05-2012.html#comments Sun, 15 Apr 2012 10:20:35 +0000 Kreatives Leipzig e.V. http://www.kreatives-leipzig.de/?p=5532 Nachdem sich so viele von euch den Stammtisch zurückgewünscht haben — hier ist er wieder. Wir treffen uns am 15. in der Kleinen Träumerei und das hoffentlich bei passendem Wetter auf dem Freisitz.

Alle, die uns noch nicht so wirklich kennen, aber Interesse am Verein haben, sind auch herzlich eingeladen!

Ein Thema gibt’s nicht (es sei denn, jemand hat ein Anliegen), aber nette Gespräche, Austausch, Kennenlernen.

Wann: 15. Mai 2012, 19 Uhr

Wo: Kleine Träumerei, Münzgasse, Leipzig

https://www.facebook.com/events/346334182093738/

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Coding Contest geht in die dritte Runde http://www.kreatives-leipzig.de/allgemein/coding-contest-geht-in-die-dritte-runde.html?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=coding-contest-geht-in-die-dritte-runde http://www.kreatives-leipzig.de/allgemein/coding-contest-geht-in-die-dritte-runde.html#comments Thu, 12 Apr 2012 11:45:14 +0000 Kreatives Leipzig e.V. http://www.kreatives-leipzig.de/?p=5419 Anfang Mai ruft der Leipziger E-Commerce-Spezialist Netresearch zum dritten Coding Contest auf. Der Programmierwettbewerb wird erstmals in zwei Kategorien angeboten und gemeinsam mit regionalen Partnern vom 4. bis 6. Mai 2012 veranstaltet.

Um den hoch motivierten Teilnehmern weiter mit anspruchsvollen Programmieraufgaben gerecht zu werden, wurde das Konzept des nun mehr dritten Wettbewerbs weiterentwickelt. In Zusammenarbeit mit dem Partner Inqbus GmbH & Co.KG, werden beim diesjährigen Coding Contest erstmals zwei Wettbewerbskategorien angeboten. Jeder Teilnehmer kann nun bei der Bearbeitung der Aufgabe zwischen den Programmiersprachen PHP und Python wählen. Unter allen eingereichten Lösungen wird die Jury die besten Ergebnisse ermitteln und attraktive Preise vergeben. Als Hauptgewinn der Kategorie PHP winkt dem Sieger die Teilnahme an einem exklusiven PHP Workshop im Netresearch Developer Campus, der Gewinner der Kategorie Python hat die Chance auf einen Platz in einem Seminar der Python Academy. Weitere Preise sind u.a. Hard– und Software Gutscheine zur Verfügung gestellt vom Partner mellowmessage GmbH und Eintrittskarten für die Magento-Fachkonferenz “Meet Magento”.

Bei der offiziellen Preisverleihung können die Sieger nicht nur ihre Preise entgegennehmen sondern sich auch mit den anderen Teilnehmern und Partnern des Coding Contests übers Programmieren austauschen und neue Kontakte knüpfen.

Anmeldungen für den Wettbewerb können online bis zum 3. Mai 2012 unter www.coding-contest.de vorgenommen werden.

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Wir unterstützen den Coding Contest als offizieller Partner.

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Gastbeitrag: Kreative Klischees http://www.kreatives-leipzig.de/allgemein/gastbeitrag-kreative-klischees.html?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=gastbeitrag-kreative-klischees http://www.kreatives-leipzig.de/allgemein/gastbeitrag-kreative-klischees.html#comments Wed, 04 Apr 2012 10:55:02 +0000 Kreatives Leipzig e.V. http://www.kreatives-leipzig.de/?p=5397 Wir Freelancer der Kreativwirtschaft bedienen die Klischees der neuen Arbeitsmodelle. Wir arbeiten mit dem Netbook im Zug, im Park oder im Cafe. Wir haben den Co-Working Space etabliert, die 24/7 Arbeitswoche geschaffen und bewegen uns in Netzwerken. Wir sind jung, kreativ, querdenkerisch und total flexibel. Wir machen uns und anderen die Welt, wie sie uns gefällt. Alle Auftraggeber wünschen sich diesen Typus Auftragnehmer, der am laufenden Band  Ideen und innovative Lösungen produziert – doch niemand will ihn adäquat bezahlen. Verständlich, denn bisher konnten 9 to 5 Jobs auf Arbeitszeitbasis abgerechnet werden. Und nun steht der Auftraggeber vor dem Problem, den kreativen Querdenker abseits des Arbeitszeitmodells zu entlohnen. Wie soll das gehen? Kann er doch nicht nachprüfen, ob im Zug, Park oder Cafe tatsächlich gearbeitet wurde und nicht nur Latte Macchiato getrunken wurde. Und wie sollte die Kreativ– und Wissensarbeit überhaupt abgerechnet werden?

Liebe Auftraggeber, wir können euch beruhigen, denn wir arbeiten. Wir arbeiten im Zug, Park, Cafe, an Samstagen und Sonntagen, oftmals nachts und irgendwie gefühlt ständig. Das müssen wir auch, denn die kreative Freiberuflichkeit ist oft eine prekäre Angelegenheit — ein Angestelltenverhältnis bei Selbstausbeutung und Co. Um das gewisse Mass an Freiheit arbeiten zu können wo wir wollen, zahlen wir einen hohen Preis. Wir ökonomisieren unsere Lebensbereiche und können oftmals zwischen beruflich und privat nicht trennscharf unterscheiden. Unsere privaten Beziehungen sind oftmals gleichzeitig berufliche, denn wir brauchen ja Netzwerke. Und beim Arbeiten im Cafe wird schnell nebenbei das längst überfällige Frühstück eingefahren. Und wir benutzen (selbst mit 35) unsere Eltern als „Sponsoren“ und unsere Partner als „Girokonto“, denn wir haben keine Schatzkiste voller Goldstücke im Keller und wollen nicht auf Aufstockungserniedrigung zurückreifen. Da stellt sich die Frage, wie frei und vor allem kreativ wir unter diesen Umständen wirklich noch arbeiten können.

Einfach aufhören und zurück ins Angestelltenverhältnis wäre die Alternative. Die Alternative von geregelter Arbeitszeit, von sozialer Absicherung und von bezahlter Weiterbildung. Aber da diese Option nicht unserem Freiheitsgedanken und Wunsch nach Selbstverwirklichung entspricht, rennen wir weiter in viel zu grossen Schuhen voran, vernetzen uns und werden uns der Bedeutung unserer Rolle als Kreativunternehmer bewusst. Und wir lernen, Forderungen zu stellen. Forderungen nach besserer Abrechenbarkeit von Wissens– und Kreativarbeit, Forderungen nach umsetzbaren Modellen der Preisbildung, neuen Konzepten zur sozialen Absicherung und Sichtbarkeit und Wertschätzung durch Gesellschaft und Politik.

Und irgendwann ist die schöne neue Arbeitswelt kein Klischee mehr, uns nennt man dann „Pioniere“ und man blickt zurück voller Ehrfurcht über unsere Anstrengungen für eine bessere Arbeitswelt.

Sylvia Kadur

Der Artikel entstand in Folge der FOKUS-Veranstaltung »Me, myself and I — Wie selbstbestimmt arbeiten wir« am 12. März 2012. Die Autorin ist selbst als Freelancerin in Leipzig tätig.

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Die Berauschte — Teil 6 der LVZ-Serie http://www.kreatives-leipzig.de/leipzig/die-berauschte-teil-6-der-lvz-serie.html?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=die-berauschte-teil-6-der-lvz-serie http://www.kreatives-leipzig.de/leipzig/die-berauschte-teil-6-der-lvz-serie.html#comments Fri, 30 Mar 2012 10:01:54 +0000 Kreatives Leipzig e.V. http://www.kreatives-leipzig.de/?p=5372 Gemeinsam mit der Ansprechpartnerin des Kompetenzzentrums Kultur– und Kreativwirtschaft des Bundes für Sachsen, Sachsen– Anhalt und Thüringen, Katja Großer, haben wir eine Artikelserie in der LVZ angeregt, in der Vertreter der elf Teilbranchen vorgestellt werden. Die Autorin, Verena Lutter, hat uns den Text freundlicherweise zur Verfügung gestellt.

Teil 6: Solveig Hoffmann macht Theater mit Kindern und Jugendlichen: »Die Berauschte«

An Leipzig kleben viele Labels. Messestadt, Bachstadt und Buchstadt zum Beispiel. Eines wird bisher noch nicht so häufig verwendet: Kreativstadt. Dabei arbeiteten 2010 schon 11,6 Prozent aller berufstätigen Leipziger in Unternehmen der Kultur– und Kreativwirtschaft. In loser Folge stellt die Szene-Seite in Zusammenarbeit mit dem Verein Kreatives Leipzig Akteure der elf Teilbranchen vor ― von A wie Architekturmarkt bis W wie Werbemarkt. Heute: die Regisseurin und Theaterpädagogin Solveig Hoffmann.

Eine Bühne voller Ikea-Möbel. Symbol für die genormte Langeweile, aus der die  Protagonistinnen des Stücks „Fuck Lack.. Oder lebst du schon?“ ausbrechen wollen. „Mann, ich bin so schön. Ich werd’ bestimmt Miss Ikea!“, lautet eines ihrer Zitate, die das Publikum am Eröffnungsabend der 8. Amateurtheatertage im Lofft zum Grinsen bringt. Josefine Hiersche, Leonie Euler, Julia Reer und Arabella Kolmitz spielen diese Mädchen aus der fiktiven Kleinstadt Lack so authentisch und kraftvoll, als wären sie Profis. Das findet ein knappes halbes Jahr später auch die Jury des Sächsischen Jugendkunstpreises: Im Dezember 2011 landen die Gymnasiastinnen in der Sparte Theater auf dem ersten Platz ― wegen ihrer „kraftvollen Anverwandlung der Rollen“.

Es war Solveig Hoffmann, mit der die Schülerinnen ihre Rollen entwickelten. Die damals noch freiberuflich arbeitende Theaterpädagogin muss grinsen, als sie erzählt, mit welchen Worten sich zwei der Mädchen bei ihr im Frühjahr 2011 vorstellten: „Wir haben gehört, da verlieben sich zwei Mädchen ineinander. So was machen wir in der Schule nicht. Deshalb sind wir gekommen.“ Anders sein, gegen den Strom schwimmen, an ihre Grenzen gehen: Das wollten die Mädchen, und das durften sie auch. Drei Monate lang probten sie mit Hoffmann in der Kinder– und Jugendkulturwerkstatt Jojo in der Riebeckstraße 51a. „Das Ganze hat sehr von der Persönlichkeit der Mädchen gelebt“, erinnert sich die 29-Jährige, am großen Tisch im Besprechungszimmer sitzend. Seit Oktober 2011 hat sie mit der Einrichtung einen festen Vertrag.

„Theaterpädagogik ist ein komischer Begriff“, findet Hoffmann, die eigentlich Theater– und Erziehungswissenschaften studiert hat. „Theater sollte ein erziehungsfreier Raum sein. Kunst und Kultur sind nicht dazu da, Regeln zu befolgen.“ Für ihre Schützlinge im Alter von drei bis 27 Jahren gilt deshalb: Alle müssen sich zum Affen machen, und keiner wird dabei ausgelacht. Der Theaterraum in der Kinder– und Jugendkulturwerkstatt soll dabei so etwas wie eine geschützte Zone sein. Wer ihn betritt, kann seine Spielwut raus lassen.

Ein helles, lang gezogenes Zimmer mit Linoleumfußboden. Die schwarzen Gardinen an den Fenstern schirmen, falls nötig, Blicke von draußen ab. Hoffmanns Schätze hängen und liegen gut versteckt an Kleiderständern und in Kisten hinter einem schweren grünen Vorhang neben der Tür. „Die Kleinen sind immer total wild drauf, die Kostüme anzuprobieren“, sagt sie und deutet auf ein rosa Kleidchen aus feinem Stoff. Gegenüber der Fensterfront, auf einem Stuhl, liegt ein Blatt Papier, das wahrscheinlich bei einer der letzten Proben vergessen wurde. „Ich kann gut singen und wurde zu einem Casting eingeladen“, steht darauf. Ein Satz, der gut in die Lebenswelt heutiger Jugendlicher passt.

Dabei glaubt Hoffmann überhaupt nicht, dass es Sujets gibt, die nur Jugendliche betreffen. „Ich empfinde es als ganz schrecklich, so genannte jugendspezifische Themen abarbeiten zu müssen“, gesteht sie. Junge Menschen, so habe ihre Erfahrung als Theaterpädagogin bisher gezeigt, hätten nicht zwangsläufig andere Probleme als Erwachsene. Und außerdem: Wer könne denn klar sagen, wann man erwachsen sei?

Sie selbst hat mit ihrer ersten Festanstellung als Theaterpädagogin ihre, wenn man es so nennen will, Postadoleszenz hinter sich gelassen und steht nun zum ersten Mal auf finanziell sicheren Beinen. Das Regie führen für eigene Projekte läuft parallel. Acht Jahre ist es mittlerweile her, dass Hoffmann zusammen mit ihrer Kommilitonin Silvia Voigt „Die kahle Sängerin“ von Eugène Ionesco inszenierte und damit prompt den ersten Preis im Wettbewerb „Hin und Kunst“ der Leipziger Theaterwissenschaften gewann. „Das war ein Rausch“, erinnert sie sich. Geackert wie nie zuvor habe sie damals für ihr Regiedebüt. „Auf einem Probenfoto sehe ich aus wie ein Wrack“, sagt sie. Und der Rausch ging weiter. 2009 räumte die Gruppe Plan B (seit 2010 heißt sie van der Hoffmann) mit ihrer Version des „Woyzecks“ bei den Amateurtheatertheatertagen im Lofft den Konzeptpreis ab.

„Als Theaterpädagogin geht es um die Förderung Anderer mittels Theaterarbeit. Ich komme dabei in Kontakt mit Menschen, mit denen ich sonst nicht in Kontakt kommen würde. Und das gibt mir die Chance, mein Leben zu überdenken. Als Regisseurin kann ich mich selbst ausdrücken. Es geht dabei um mich.“ Wie passend, dass die Hauptfigur ihrer nächsten Regiearbeit gleich so heißt wie sie selbst. „Solveig macht peer“ feiert am 22. März Premiere im Lofft. Auch diesmal könnte das Projekt in einem Rausch enden. In einem Blutrausch allemal. „Wir spielen Zombies“, verrät sie. Den vier Mädchen aus „Fuck Lack“ hätte das sicher gefallen.

Website Solveig Hoffmann

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Ausstellung »Märchenstadt Leipzig« http://www.kreatives-leipzig.de/leipzig/ausstellung-marchenstadt-leipzig.html?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=ausstellung-marchenstadt-leipzig http://www.kreatives-leipzig.de/leipzig/ausstellung-marchenstadt-leipzig.html#comments Mon, 26 Mar 2012 19:16:57 +0000 Kreatives Leipzig e.V. http://www.kreatives-leipzig.de/?p=5133 Unter der Schirmherrschaft von Kreatives Leipzig entstand im vorigen Jahr der Kalender »Märchenstadt Leipzig«. Zwölf ansässige Fotografen setzten an verschiedenen Orten in Leipzig Motive der Gebrüder Grimm modern um. Von 31. März bis 31. Mai 2012 sind diese Bilder in einer Ausstellung im Caffè Pascucci in der Marktgalerie Leipzig, Thomasgasse 2–4 zu sehen. Eine Vernissage findet am Eröffnungstag um 19 Uhr statt.

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Jetzt im Buchhandel: Das Buch zum LE Klub Analog http://www.kreatives-leipzig.de/leipzig/jetzt-im-buchhandel-das-buch-zum-le-klub-analog.html?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=jetzt-im-buchhandel-das-buch-zum-le-klub-analog http://www.kreatives-leipzig.de/leipzig/jetzt-im-buchhandel-das-buch-zum-le-klub-analog.html#comments Sun, 18 Mar 2012 12:12:30 +0000 Kreatives Leipzig e.V. http://www.kreatives-leipzig.de/?p=5115 Der Verein Kreatives Leipzig e.V. realisierte im vergangenen Jahr die Veranstaltungsreihe LE Klub Analog als Reise durch die elf Einzelbranchen der Kreativszene. Jeden Monat standen eine andere Branche und ihre Leipziger Akteure im Vordergrund — Architektur, bildende Künste, darstellende Künste/Theater, Design, Film, Literatur/Buchmarkt, Musik, Software/Games, Pressemarkt sowie Radiomarkt und Werbemarkt.

Die Eindrücke und Ergebnisse dieser Veranstaltungsreihe wurden in einem Buch dokumentiert. Pünktlich zur Buchmesse erscheint es mit dem Titel „Zustand und Zukunft kreativer Arbeit in Leipzig“.

Die Texte zu den einzelnen Teilmärkten der Kreativwirtschaft stammen von dreizehn Autoren, die meist selbst in der jeweiligen Branche aktiv sind. Darüber führte das Redaktionsteam Kurzinterviews mit Branchenakteuren und ergänzte die Artikel mit weiteren Informationen. Ein Buch von der Szene für die Szene – ohne spröde Statistiken, Selbstlob und Hypes.

Das Buch hat einen Umfang von 136 Seiten und kostet 15 Euro. Es erscheint in der Connewitzer Verlagsbuchhandlung.

Das Buch wurde ermöglicht durch eine EU-Förderung. Mehr als tausend Euro wurden zudem über die Crowdfunding-Plattform VisionBakery gesammelt. Dennoch sind die Produktionskosten noch längst nicht gedeckt und müssen über den Verkauf eingespielt werden.

Verkaufsstellen, Online-Bestellservice und mehr

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»Zustand und Zukunft kreativer Arbeit in Leipzig»
Klappenbroschüre, fadengeheftet
Verlag Connewitzer Verlagsbuchhandlung
ISBN 978–3-937799–65-0
Umfang: 136 Seiten
Preis: 15,00 Euro (D)
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WebMontag am 23.04.2012 zum Thema »Netzfreiheit und ACTA« http://www.kreatives-leipzig.de/leipzig/webmontag-am-23-04-2012-zum-thema-netzfreiheit-und-acta.html?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=webmontag-am-23-04-2012-zum-thema-netzfreiheit-und-acta http://www.kreatives-leipzig.de/leipzig/webmontag-am-23-04-2012-zum-thema-netzfreiheit-und-acta.html#comments Sat, 17 Mar 2012 14:20:18 +0000 thomas http://www.kreatives-leipzig.de/?p=5445 Der WebMontag im April findet am 23.04.2012, ab 19:00 Uhr statt. Wir sind zu Gast bei ipoque und es dreht sich alles um »Netzfreiheit und ACTA«.

Jeder kann Teilnehmen. Es gibt keine Einschränkungen. Der Eintritt ist wie immer frei.

Zu diesem Thema wird es 2 Vorträge geben:

1// “Was bedeudet ACTA für die digitale Gesellschaft” von Simon Möller, Gründer von Telemedicus

2// »ACTA, Netzfreiheit und ipoque?« von Hendrik Schulze, ipoque

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Uwe Pasora (Polarkreis 18) unterstützt den FLYING MUSIC CIRCUS http://www.kreatives-leipzig.de/musik/uwe-pasora-polarkreis-18-unterstutzt-den-flying-music-circus.html?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=uwe-pasora-polarkreis-18-unterstutzt-den-flying-music-circus http://www.kreatives-leipzig.de/musik/uwe-pasora-polarkreis-18-unterstutzt-den-flying-music-circus.html#comments Tue, 13 Mar 2012 10:55:21 +0000 Kreatives Leipzig e.V. http://www.kreatives-leipzig.de/?p=5082 Uwe Pasora, aufgewachsen in Dresden, ist Musiker der Band POLARKREIS 18. Neben seiner Arbeit als Musiker produzierte Pasora u. a. das Kinderhörspiel “Der Traumteppich” und war Co-Produzent und Engineer beim neuen Album der Band GARDA “Heart of a Pro”. Das gemeinsame Engagement unserer Musikinitiative popoolär!, dem Dresdner scheune e. V. und dem Bandbüro Chemnitz e. V. konnten Pasora schließlich überzeugen, das Projekt FLYING MUSIC CIRCUS zu unterstützen und im Frühjahr auch in der Auswahljury mitzuarbeiten. Wir sagen schon mal danke!

 

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Das Skurrile im Alltäglichen http://www.kreatives-leipzig.de/fotografie/das-skurrile-im-alltaglichen.html?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=das-skurrile-im-alltaglichen http://www.kreatives-leipzig.de/fotografie/das-skurrile-im-alltaglichen.html#comments Tue, 13 Mar 2012 10:41:23 +0000 Kreatives Leipzig e.V. http://www.kreatives-leipzig.de/?p=5077 Gemeinsam mit der Ansprechpartnerin des Kompetenzzentrums Kultur– und Kreativwirtschaft des Bundes für Sachsen, Sachsen– Anhalt und Thüringen, Katja Großer, haben wir eine Artikelserie in der LVZ angeregt, in der Vertreter der elf Teilbranchen vorgestellt werden. Die Autorin, Verena Lutter, hat uns den Text freundlicherweise zur Verfügung gestellt.

Teil 5: Julia Wilmes und Erik Weiser knipsen den Alltag europäischer Großstädte: »Das Skurrile im Alltäglichen»

An Leipzig kleben viele Labels. Messestadt, Bachstadt und Buchstadt zum Beispiel. Eines wird bisher noch nicht so häufig verwendet: Kreativstadt. Dabei arbeiteten 2010 schon 11,6 Prozent aller berufstätigen Leipziger in Unternehmen der Kultur– und Kreativwirtschaft. In loser Folge stellt die Szene-Seite in Zusammenarbeit mit dem Verein Kreatives Leipzig Akteure der elf Teilbranchen vor ― von A wie Architekturmarkt bis W wie Werbemarkt. Heute: das Fotografenpaar Julia Wilmes und Erik Weiser.

Es regnet seit Stunden, als Julia Wilmes und Erik Weiser die Tür zum Volkshaus öffnen und sich das Wasser aus den Jacken schütteln. Ein Wetter, wie es eigentlich für London typisch wäre, wo die Geschichte ihres Fotoprojekts „Peripheral visions“ im vergangenen Jahr beginnt.

Anfang Oktober 2011 fliegen die beiden Leipziger in die englische Hauptstadt, um Freunde zu besuchen, im Gepäck ihre Digitalkamera. Beim Schlendern durch die Straßen ignorieren sie die Tipps aus dem Reiseführer. „Ich mache es oft so, dass ich einfach los laufe und mir die Gegend abseits der Touristenplätze anschaue“, sagt Wilmes. Sie und Weiser fotografieren in London Dinge, die es in jeder Großstadt gibt: auf dem Gehweg liegende Matratzen, Grünpflanzen vor Häuserfassaden, wartende Menschen an Bushaltestellen, Bauarbeiter während der Mittagspause. Wieder zurück in Leipzig, taufen sie diese Bilder „Peripheral visions“, übersetzbar etwa mit „Dezentrale Sichtweisen“.

Einige der Motive erinnern an das Werk des Schweizer Fotografen Beat Streuli, der Menschen im öffentlichen Raum von Großstädten porträtiert. Manager, Arbeiter, Hausfrauen und Touristen wirken auf seinen Bildern wie anonyme Stars, herausgehoben aus einer Masse von Gesichtern. Auch Wilmes’ und Weisers Bilderserien „Working class hero“ und „Haltestelle“, zwei von insgesamt sieben Reihen aus dem Projekt „Peripheral visions“, exponieren Menschen in ihrem Alltag. Selten aber nehmen die Porträtierten mehr als ein Viertel des Motivs ein. Straßen, Häuser, manchmal sogar die komplette Bushaltestelle, sind Teil der Bildkomposition. So bleibt meistens erkennbar, in welcher Stadt die Fotos entstanden sind.

„London hat uns extrem inspiriert“, meint Weiser. In Leipzig, so glaubt er, hätte die Idee zu den „Peripheral visions“ nicht entstehen können. „Wenn man eine Stadt nicht kennt, fallen einem andere Dinge auf als zu Hause.“ Leipzig kennen der 33-jährige Weiser und die 27-jährige Wilmes mittlerweile sehr gut. Er kam 1998 zum Studium der Kunstgeschichte, Kulturwissenschaften und Religionswissenschaft hierher, sie bestand 2008 die Aufnahmeprüfung an der HGB und zog nach Leipzig. „Peripheral visions“ ist ihr erstes gemeinsames Projekt.

Warum dieser Fokus auf so Banales wie eine herumliegende Matratze? „Wir wollen Gewohntes neu anschauen“, erklärt Weiser und nennt als Beispiel die Müllmänner, Bauarbeiter und DHL-Zusteller aus der Serie „Working class hero“. „Obwohl sie auffällige Uniformen tragen, nehmen wir sie gar nicht mehr wahr.“ Weisers und Wilmes’ Fotos machen aus ihnen das, was sie sind: Helden des Alltags.

Bei seinen Touren durch die Metropolen Europas hat das Fotografenpaar überraschende Unterschiede entdeckt. „In London halten die Busse immer genau an derselben Stelle und fahren ganz schnell wieder weg. In Berlin halten sie immer woanders, mal fünf Meter vor, mal fünf Meter hinter der Haltestelle. Und man hat viel mehr Zeit zum Einsteigen“, berichtet Wilmes. Dabei heißt es doch immer, die Deutschen seien so punktgenau und unentspannt.

An einer dieser Haltestellen, an der Station „Unter den Linden / Friedrichsstraße“ in Berlin-Mitte, entsteht ein ganz besonderes Bild. Es zeigt einen Backpacker aus der Vogelperspektive, der sich mit einem Einwegrasierer die Bartstoppeln entfernt. Ein Schnappschuss, der das Skurrile im Alltäglichen offenlegt. Viele der Fotos aus „Peripheral visions“ haben diesen subtilen Humor. Zwei der „Working class heroes“ fehlt der Kopf, eine zusammengefaltete Matratzen erinnert an das Hinterteil eines großen Tiers, und auf einem Motiv der Serie „Paare“ parkt ein kompakter Zweisitzer hinter einem protzigen Geländewagen.

Wilmes’ und Weisers Fotos regen dazu an, sich selbst mit einem wacheren Blick durch den Alltag zu bewegen und auf Details zu achten. Vielleicht lernt man dabei etwas, das die beiden Leipziger noch können: zu Staunen wie ein kleines Kind.

Website

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Buchpremiere | 17.03.2012 http://www.kreatives-leipzig.de/leipzig/buchpremiere-17-03-2012.html?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=buchpremiere-17-03-2012 http://www.kreatives-leipzig.de/leipzig/buchpremiere-17-03-2012.html#comments Wed, 07 Mar 2012 20:00:26 +0000 Kreatives Leipzig e.V. http://www.kreatives-leipzig.de/?p=2518 Buchpremiere: Über den Zustand und die Zukunft kreativer Arbeit in Leipzig

17. März 2012, 15 Uhr, Buchhandlung Kapitaldruck (Roßplatz 11, 04103 Leipzig)

Es war einmal im März 2010: Während vielerorts über die hippe neue Kreativwirtschaft nur geredet wurde, setzte eine Leipziger Grafikdesignerin eine Website ‚Kreatives Leipzig‘ ins Netz. Was eigentlich nur als kleiner Blog gedacht war, entwickelte sich schnell zu etwas viel Größerem. Es folgte die Gründung eines Vereins, der Eintritt vieler neuer Mitglieder und eine Veranstaltungsreihe nach Bremer Vorbild, um das inhaltliche Futter für das noch junge Netzwerk zu liefern – der LE Klub Analog.
Wer zu den Veranstaltungsabenden kam, erlebte eine Reise durch die verschiedenen Einzelbranchen, die europaweit zu den „creative industries“ gezählt werden. Akteure wurden vorgestellt, die jeweilige Marktsituation erörtert und gemeinsame Problemlagen thematisiert. So entstand im Laufe des Jahres 2011 ein Überblick über die Kreativwirtschaft in Leipzig jenseits von Statistiken. Die einzelnen Akteure, die antreten, um ihr schöpferisches Potential dafür zu nutzen, ihren Lebensunterhalt zu bestreiten, rückten ins Zentrum.

Hin und wieder sah man bei den Veranstaltungen auch ein künstlerisch gestaltetes Buch kreisen, welches in Bremen zur Dokumentation der dortigen Klub Analog — Reihe entstanden war. Schnell lag die Idee im Raum: Wieso machen wirdas nicht auch?  Und so kamen recht unterschiedliche Kreative zusammen, um als Team ein Buch zu erarbeiten, welches „Zustand und Zukunft kreativer Arbeit in Leipzig“ beschreibt und gleichzeitig die LE Klub Analog — Reihe dokumentiert. Wie bei der Veranstaltungsreihe geschehen, so erhielt auch im Buch jeder Teilmarkt ein eigenes Kapitel. Die Texte stammen aus unterschiedlichen Federn und geben bewusst ein subjektives Bild ab. Wo wir es für nötig hielten, haben wir selbst noch Fakten recherchiert, Akteure interviewt und Material zusammengestellt. Ein großer Dank geht an dieser Stelle an all diejenigen, die uns dabei geholfen haben.

Am 17. März feiern wir im Rahmen von „Leipzig liest“ die Premiere des Buches. Dazu haben wir uns Gäste und Referenten aus den LE Klub Analog – Abenden noch einmal eingeladen, um mit ihnen zu besprechen, was denn am Ende übrig geblieben ist. Wir meinen: eine ganze Menge! Also Vorbeikommen!

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FOKUS #2: Me, myself and I – Wie selbstbestimmt arbeiten wir? | 12.03.2012 http://www.kreatives-leipzig.de/leipzig/fokus-2-me-myself-and-i-wie-selbstbestimmt-arbeiten-wir-12-03-2012.html?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=fokus-2-me-myself-and-i-wie-selbstbestimmt-arbeiten-wir-12-03-2012 http://www.kreatives-leipzig.de/leipzig/fokus-2-me-myself-and-i-wie-selbstbestimmt-arbeiten-wir-12-03-2012.html#comments Mon, 05 Mar 2012 20:16:36 +0000 Kreatives Leipzig e.V. http://www.kreatives-leipzig.de/?p=2509 FOKUS #2: Me, myself and I – Wie selbstbestimmt arbeiten wir?

12. März 2012, 19 Uhr, LOFFT (Lindenauer Markt 21, 04277 Leipzig)

Im Rahmen der Reihe FOKUS veranstaltet das Kreative Leipzig gemeinsam mit dem Kompetenzzentrum Kultur– und Kreativwirtschaft des Bundes eine Diskussion zum Thema Freiberuflichkeit und neue Arbeitsmodelle in der Kultur– und Kreativwirtschaft mit dem Namen »Me, myself and I — Wie selbstbestimmt arbeiten wir?«.

Die Akteure der Kultur– und Kreativwirtschaft leben bereits heute zukunftsträchtige Arbeitsmodelle vor, die von Politik und Gesellschaft nur unzureichend beachtet werden. Die Veranstaltung wird die „schöne neue Arbeitswelt« der Kreativberufler zwischen Prekariat und idealistischer Selbstverwirklichung beleuchten. Wie arbeitet die „Kreative Klasse«? Sind Freiheit und Selbstentfaltung haltbare Versprechen, die der Sicherheit des klassischen »9 to 5″-Jobs vorzuziehen sind? Was treibt viele Kreative dazu, am Rande der Selbstausbeutung zu arbeiten? Was muss geschehen, dass die bereits gelebten Arbeitsmodelle anerkannt und erfolgreich in die Zukunft geführt werden können? Die Veranstaltung will Möglichkeitsräume aufzeigen und Bedarfe, Wünsche und Probleme fokussieren.

Gäste der Veranstaltung sind:

  • Matthias Rosendahl — Kulturwissenschaftler
  • Prof. Dr. Daniel Markgraf — Professur für BWL der Uni Leipzig mit Schwerpunkt Marketing-, Innovations– und Gründungsmanagement
  • Sebastaian Weber — Choreograf und Tänzer
  • plus natürlich interessante Publikumgäste

Moderation:

  • Sylvia Kadur — Konzepterin
  • David Voss — Konzepter, Gestalter und Wissensvermittler

In der Reihe FOKUS wendet sich die Veranstalter branchenübergreifenden Themen zu. Gentrifizierung und Kreativwirtschaft , Kooperation vs. Wettbewerb, Selbstausbeutung und Idealismus oder Kunst und Kommerzialisierung sind einige der Themen, die in der 2012er Veranstaltungsreihe diskutiert und beleuchtet werden sollen. Sie verlangen nach einer Neujustierung des Wirtschafts– und Kulturbegriffes und einem neuen Format für Debatten. Die erste Veranstaltung der FOKUS-Reihe fand am 13.02.2012 unter dem Titel »Kreativwirtschaft — WTF« statt und beschäftigte sich mit der Begrifflichkeit ›Kreativwirtschaft‹.

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Wenn Musiker fliegen lernen http://www.kreatives-leipzig.de/leipzig/wenn-musiker-fliegen-lernen.html?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=wenn-musiker-fliegen-lernen http://www.kreatives-leipzig.de/leipzig/wenn-musiker-fliegen-lernen.html#comments Wed, 22 Feb 2012 12:09:36 +0000 Kreatives Leipzig e.V. http://www.kreatives-leipzig.de/?p=2506 Am 22.02.2012 ist Startschuss für das erste sachsenweite Musikprojekt „Flying Music Circus“. Das Projekt ist Ergebnis einer Netzwerkarbeit zwischen Musikinitiativen in Leipzig, Chemnitz und Dresden und unterstützt sächsische Künstler in den drei wichtigsten Bereichen: öffentliche Wahrnehmung, Gigs in anderen Städten sowie Grundwissen zur Musikwirtschaft.

Die musikalische Substanz in der Popmusik Sachsens ist immens. Was den Akteuren jedoch fehlt, sind gewachsene Strukturen, wie sie sich in anderen Bundesländern bereits etabliert haben. Es fehlt an Dienstleistern für Booking und Management, an Institutionen die die Szene gezielt und fachmännisch fördern und an Basiswissen wie man sich auf dem Musikmarkt bewegt. Letztendlich: Es fehlt die Musikindustrie.

Erstes sachsenweites Musikprojekt zwischen Leipzig, Dresden und Chemnitz

Frei nach dem Motto „Jammern hilft nicht“ haben sich die Musikinitiative popoolär! des Kreativen Leipzig eV, das Bandbüro Chemnitz sowie der Scheune eV Dresden zusammengeschlossen, um das gemeinsame Projekt “Flying Music Circus” aus der Taufe zu heben.

Der „Flying Music Circus“ möchte mit Projektstart Spitzenförderung für die Subkultur leisten und deren Struktur langfristig weiterentwickeln. Das funktioniert wie folgt:

Einfache Anmeldung, starke Vorteile

Ein Künstler meldet sein Profil auf www.flying-music-circus.de an und entrichtet eine Anmeldegebühr von 25 Euro. Damit sichert er sich auf jeden Fall in den Städten Leipzig, Chemnitz oder Dresden einen Weiterbildungs-Workshop zu wichtigen Themen des Musikmarktes, die von Branchenprofis durchgeführt werden. Außerdem wählt eine Juryaus sächsischen Musik– und Produzentengrößen in vier Genres die besten Bands aus. Die 8 Besten pro Genre kommen auf einen Vinyl-Sampler, die 3 Besten werden auf Tour nach Dresden, Chemnitz und Leipzig geschickt – inkl. Tourbus, Gagen und Übernachtung.

Unterstützung durch Schirmherr Sebastian Krumbiegel, Kommunen und Bund

Unterstützt wird der „Flying Music Circus“ von Schirmherr Sebastian Krumbiegel sowie durch den finanziellen Support der Initiative Musik (Berlin), des Sächsischen Staatsministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr, des Amts für Wirtschaftsförderung der Stadt Leipzig sowie die Städte Dresden und Chemnitz.

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FOKUS: Kreativwirtschaft — WTF?! | 13.02.2012 http://www.kreatives-leipzig.de/leipzig/fokus-kreativwirtschaft-wtf-13-02-2012.html?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=fokus-kreativwirtschaft-wtf-13-02-2012 http://www.kreatives-leipzig.de/leipzig/fokus-kreativwirtschaft-wtf-13-02-2012.html#comments Sat, 04 Feb 2012 17:37:23 +0000 Kreatives Leipzig e.V. http://www.kreatives-leipzig.de/?p=2500 Der Verein KREATIVES LEIPZIG e.V. ist in kürzester Zeit die Stimme der Kultur– und Kreativwirtschaft in Leipzig geworden. Dazu hat nicht zuletzt die Erfolgsreihe LE KLUB ANALOG beigetragen, die in 12 Diskussionsrunden die einzelnen Branchen der Kreativwirtschaft beleuchtete und deren Akteure zusammen brachte. Die Ergebnisse werden im Frühjahr in Buchform veröffentlicht.

In der neuen Reihe FOKUS wird sich KREATIVES LEIPZIG nun branchenübergreifenden Themen zuwenden: Gentrifizierung und Kreativwirtschaft, Kooperation vs. Wettbewerb, Selbstausbeutung oder auch Kunst und Kommerzialisierung. Diese Themen verlangen nach einer Neujustierung des Wirtschafts– und Kulturbegriffes und einem neuen Format für Debatten.

Den Anfang macht im Februar eine Diskussion um das streitbare Konzept der Kreativwirtschaft. Ist das alles nur ein Hype oder doch ein nachhaltig entwicklungsfähiger Wirtschaftszweig? Braucht Leipzig ein Cluster Medien– und Kreativwirtschaft oder soll sich die Wirtschaftsförderung auf die etablierten Industrie– und Dienstleistungsbereiche konzentrieren? Welche Erfahrungen hat man dazu an anderen deutschen Standorten gesammelt? Und wie passen Kunst und Kultur in ein wirtschaftliches Konzept?

FOKUS: Kreativwirtschaft – WTF?
Montag, 13. Februar 2012 | 19 UHR | LOFFT (Lindenauer Markt 21, 04177 Leipzig)

Unsere Gäste:
– Robert Clemen — Mitglied des Sächsischen Landtages
– Eva Kiltz — VUT — Verband unabhängiger Musikunternehmen eV
– Katja Kullmann — Autorin
– Britt Schlehahn — Kunstverein Leipzig eV
– Jörn-Heinrich Tobaben — Wirtschaftsinitiative Mitteldeutschland GmbH
– Johannes Tomm — GründerZentrum Kulturwirtschaft Aachen eV

Die Veranstaltungen werden von Kreatives Leipzig gemeinsam mit dem Kompetenzzentrum Kultur– und Kreativwirtschaft des Bundes präsentiert. Der Eintritt ist frei.

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Webmontag & API-Preisverleihung http://www.kreatives-leipzig.de/leipzig/webmontag-api-preisverleihung.html?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=webmontag-api-preisverleihung http://www.kreatives-leipzig.de/leipzig/webmontag-api-preisverleihung.html#comments Fri, 27 Jan 2012 07:36:50 +0000 Kreatives Leipzig e.V. http://www.kreatives-leipzig.de/?p=2497 Preisverleihung am 6.02.2012
Ort: Plan B-Kulturkaffee, Härtelstrasse 21, Leipzig
Start: 19:30 –22:00
Eintritt frei!

Im Rahmen des ersten Webmontag 2012 werden am 6. Februar die Entwicklungen und Einreichungen zum Wettbewerb API@WORK vorgestellt und die Preise in Gesamthöhe von 1337 € verliehen.

Herr Dr. Sören Auer von der Open Knowledge Foundation wird zuvor einen kurzen Vortrag zum Thema Open Data in Deutschland halten und auch auf die kommunale Wichtigkeit zu sprechen kommen.

Wir freuen uns auf euer Kommen!

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networking nite | 26.01.2012 http://www.kreatives-leipzig.de/leipzig/networking-nite-26-01-2012.html?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=networking-nite-26-01-2012 http://www.kreatives-leipzig.de/leipzig/networking-nite-26-01-2012.html#comments Wed, 11 Jan 2012 20:38:53 +0000 Kreatives Leipzig e.V. http://www.kreatives-leipzig.de/?p=2494 Am 26. Januar findet die nächste networking nite statt. Als Referent ist diesmal Dirk Voltz zugegen , Leiter Unternehmenskommunikation von mobile.de, einem Tochterunternehmen der eBay International AG.

Thema: Unternehmenskommunikation im E-Commerce – das Praxisbeispiel mobile.de

Zeit: Donnerstag, 26. Januar 2012, um 19:00 Uhr (Einlass ab 18:30 Uhr)

Ort: Villa Rosental, Humboldtstraße 1, 04105 Leipzig (Waldstraßenviertel)

Gäste: Berufseinsteiger & Experten (Kommunikationsbranche) aus dem Raum Mitteldeutschland sowie Studenten und Absolventen kommunikations– und wirtschatwissenschaftlicher Studiengänge.

Veranstalter: pioneer communications

Partner: Deutsche Public Relationsgesellschaft (DPRG), Leipziger Public Relations Studenten e.V. (LPRS)

Anmeldung: Die Teilnehmerzahl ist auf 30 Personen begrenzt. Eine frühzeitige Anmeldung über lohnt sich – denn es wäre schade, Sie nicht dabei zu haben. Die Veranstaltung ist für die angemeldeten Teilnehmer kostenlos.

Impressionen der 5. networking nite Leipzig: http://www.flickr.com/photos/pioneerpr/5986729325/in/photostream.

www.networkingnite.de

Über die networking nite Leipzig:

Die networking nite Leipzig ist ein Gemeinschaftsprojekt von Junioren-Mitgliedern der Deutschen Public Relations Gesellschaft (DPRG) und jungen Kommunikationsberatern aus lokalen Agenturen bzw. Unternehmen aus Mitteldeutschland. Die kostenfreie Veranstaltungsreihe richtet sich vorwiegend an Absolventen und Young Professionals aus den Berufsfeldern PR/Werbung und Marketing. Auf unseren Vortragsveranstaltungen geben erfahrene Kommunikationsexperten einen Einblick in ihre tägliche Arbeit und gestatten damit einen Blick hinter die Kulissen.

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Leipziger Notenspur | Werkstätten zu Videokunst und Musik http://www.kreatives-leipzig.de/leipzig/leipziger-notenspur-werkstatten-zu-videokunst-und-musik.html?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=leipziger-notenspur-werkstatten-zu-videokunst-und-musik http://www.kreatives-leipzig.de/leipzig/leipziger-notenspur-werkstatten-zu-videokunst-und-musik.html#comments Thu, 22 Dec 2011 08:00:03 +0000 Kreatives Leipzig e.V. http://www.kreatives-leipzig.de/?p=2478 Interessante Ausschreibung der Leipziger Notenspur-Initiative:

Visual Music auf der Leipziger Notenspur.

Bewerbungsstart für die Werkstätten zu Videokunst und Musik.

Die Werkstätten richten sich an Interessierte aus dem Medienbereich, die Wettbewerbserfahrungen als Visual Jockey (VJ) an der Schnittstelle zwischen Videokunst und klassischer Musik sammeln wollen!

Projektidee:

Das Projekt Visual Music wurde aus der aktiven Designerszene angeregt. Anlässlich der Eröffnung der Leipziger Notenspur soll die zeitgenössische Auseinandersetzung mit der Musik Leipziger Komponisten und deren Lebensgeschichten gefördert werden. Das Projekt ist intermedial ausgerichtet und erprobt neue Interaktionsformen. Es finden dazu drei Werkstätten statt. Dort werden Aufführungsformen von klassischer Musik durch Videokünstlerinnen und –künstler in Spannungen zu heutigen Rezeptionserfahrungen gesetzt. Die Arbeit in den Werkstätten ermöglicht den Beteiligten eine Annäherung an die Ästhetik der Komposition sowie eine Verbindung von sogenannten hoch– und popkulturellen Elementen. Zugleich soll der Austausch zwischen den Musikerinnen und Musikern sowie den Video-Künstlerinnen und –künstlern über ihren Annäherungs– und Arbeitsprozess angeregt werden. Mit dem spartenübergreifenden Projekt Visual Music wollen wir tradierte Genregrenzen produktiv überwinden und die Zusammenarbeit von Künstlern unterschiedlicher Sparten ermöglichen.

Mentoren der Werkstätten:

Kai-Thorsten Buchele, Professur Elektronische Berichterstattung, Reportage und Studioproduktion (Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig): „Als Medienpädagoge und Musikwissenschaftler ist Visual Music für mich die künstlerisch konsequente Auseinandersetzung mit konvergenten Medienwelten. Ziel unserer Werkstätten ist es, jungen Menschen interessengeleitete Wege zur Musik– und Medienaneignung zu eröffnen. Unser modernes Medienzentrum bietet hierfür das nötige professionelle Umfeld, unser Kino Kristallisationspunkt für ihre Ideen.“

Jens Heitjohann, ist Künstler/ Forscher/ Regisseur in Grenzregionen zwischen Live-Art, Performance und Raum– sowie Medieninstallationen. Er arbeitet als Dozent für Mediendramaturgie an der Hochschule für Musik und Theater Leipzig. „Aus meiner Profession heraus interessiert mich die Verknüpfung von Musik und live erzeugtem Videobild. Als gemeinsam genutzte Aufführungsmedien bieten sie die Chance, ihre Kontexte aufzubrechen und sich gegenseitig in ihren Potentialen zu befragen.“

Prof. Dr. Werner Schneider, Leiter Leipziger Notenspur-Initiative: „Beim Notenspur-Projekt überschreiten wir bewusst die Grenzen des tradierten Musik-‚Betriebes‘. Wir verknüpfen die großartige Musik, die in Leipzig über die Jahrhunderte entstanden ist, mit den Gebäuden, in denen ihre Schöpfer gewirkt haben und mit der Stadt, in der sie zu Hause waren. Wir schlagen den Bogen dabei bis in die Gegenwart. Da ist es nur folgerichtig, dass wir mit der Videokunst eine weitere anschauliche künstlerische Ausdrucksweise neben der Architektur in das Gespräch mit der Musik einbeziehen.“

Projektablauf

1. Werkstatt: Die Idee der Leipziger Notenspur wird an den Wirkungsstätten von Felix Mendelssohn Bartholdy, Robert & Clara Schumann und Edvard Grieg vorge-stellt. Junge Musiker der Hochschule für Musik und Theater spielen Sätze aus dem 3. Streichquartett, D-dur, op. 44/1 (1838) von Mendelssohn Bartholdy und dem 1. Streichquartett, a-moll, op. 41/1 (1842) von Schumann. Auf diese wird sich die visuelle Ebene in ihrer Projektarbeit beziehen. Im Anschluss Kennenlernen des Medienzentrums der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur und gemeinsame Erarbeitung erster Impulse für mögliche Umsetzungsmöglichkeiten.

28.01.12, Mendelssohn-Haus (Goldschmidtstr. 12) & Notenspur, 10 bis 13 Uhr

28.01.12, HTWK-Medienzentrum (Gustav-Freytag-Str. 40A), 14 bis 17 Uhr

2. & 3. Werkstatt: In den zwei interdisziplinären Video & Musikwerkstätten zur vi-suellen Interpretation und Aufführung klassischer Musik erarbeiten Videokünstlerinnen und –künstler eine zeitgenössische visuelle Ebene zu den beiden Stücken. Auch die Gewichtung von Musik und visueller Begleitung sowie konzeptionelle Überlegungen zur Form der Aufführung sind Gegenstand des Arbeitsprozesses. Ziel ist es, die Ästhetik des Stückes für das Publikum visuell erlebbar zu machen.

11.02.12, HTWK-Medienzentrum (Gustav-Freytag-Str. 40A),10 bis 17 Uhr

31.03.12, HTWK-Medienzentrum (Gustav-Freytag-Str. 40A),10 bis 17 Uhr

Individuelle Weiterarbeit der Teams mit Mentoren und Musikern bis zur Aufführung.

Präsentation der Werkstattergebnisse zum Musik– und Bürgerfest anlässlich der Eröffnung der Leipziger Notenspur – „Auftakt 12.05.12. Musik bewegt die Stadt.“

Ausgezeichnet werden die drei besten Visual Music Arbeiten und als Highlight bieten wir die Aufführung der Video-Musik-Performances mit den Musikern von der Hochschule für Musik und Theater in der Pfeilerhalle (3 mal 20 Minuten) des GRASSI Museums zur großen Abschlussveranstaltung an.

Anmeldung:

Interessierte melden sich bitte bis 22.01.12 (max. 15 Teilnehmer möglich) unter an. Bitte mit Angaben zu Ausbildung, Beruf und den Erfahrungen mit visuellen Medien.

Teilnehmergebühr: 10 Euro / 5 Euro (ermäßigt) je Werkstatt.

Technik: Wir empfehlen einen tragbaren Computer (ab Teil 2 der 1. Werkstatt) mitzubringen.

Preisgeld: Auf die drei besten Teams wartet ein Preisgeld von insgesamt 900 Euro.

Leipziger Notenspur: Am 12. Mai 2012 wird die Leipziger Notenspur eröffnet und für ein breites Publikum erlebbar gemacht. Sie ist ein 5,3 km langer Rundweg durch das Stadtzentrum, der authentische Lebens– und Schaffensorte weltbekann-ter Komponisten und Musiker verbindet, die in Leipzig wirkten. 155 in den Boden eingelassene Edelstahl-Intarsien werden den Rundweg leiten, an 23 Stationen geben Tafeln und Informationsstelen Einblick in die traditionsreiche Musik-geschichte der Stadt.

Leipziger Notenspur-Initiative
c/o Universität Leipzig
Institut für Stadtentwicklung und Bauwirtschaft
Grimmaische Str. 12 . 04109 Leipzig
www.notenspur-leipzig.de
Projektkoordination
Visual Music
Thomas P. Haetge
Tel.: 0341 / 97–33741

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„Ich warte, dass mein Baby laufen lernt” http://www.kreatives-leipzig.de/leipzig/%e2%80%9eich-warte-dass-mein-baby-laufen-lernt.html?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=%25e2%2580%259eich-warte-dass-mein-baby-laufen-lernt http://www.kreatives-leipzig.de/leipzig/%e2%80%9eich-warte-dass-mein-baby-laufen-lernt.html#comments Wed, 21 Dec 2011 22:28:33 +0000 Kreatives Leipzig e.V. http://www.kreatives-leipzig.de/?p=2481 Gemeinsam mit der Ansprechpartnerin des Kompetenzzentrums Kultur– und Kreativwirtschaft des Bundes für Sachsen, Sachsen– Anhalt und Thüringen, Katja Großer, haben wir eine Artikelserie in der LVZ angeregt, in der Vertreter der elf Teilbranchen vorgestellt werden.
Die Autorin, Verena Lutter, hat uns den Text freundlicherweise zur Verfügung gestellt.

Ich warte, dass mein Baby laufen lernt”

Kreativ in Leipzig, Teil 4: Wie Stefan Kluge mit VEB Film Leipzig das Filmgeschäft revolutionierte

An Leipzig kleben viele Labels. Messestadt, Bachstadt und Buchstadt zum Beispiel. Eines wird bisher noch nicht so häufig verwendet: Kreativstadt. Dabei arbeiteten 2010 schon 11,6 Prozent aller berufstätigen Leipziger in Unternehmen der Kultur– und Kreativwirtschaft. In loser Folge stellt die Szene-Seite in Zusammenarbeit mit dem Verein Kreatives Leipzig Akteure der elf Teilbranchen vor ― von A wie Architekturmarkt bis W wie Werbemarkt. Heute: Stefan Kluge von der Open-Source-Filmfirma VEB Film Leipzig.

Frage: 2004 haben Sie mit „Route 66“, einem Road-Movie über drei Leipziger und einen 30 Jahre alten Cadillac, den ersten deutschen Open-Source-Film ins Internet gestellt. Er wurde innerhalb eines Jahres über eine Million Mal heruntergeladen und finanzierte sich über Sponsoren, Spenden und DVD-Verkäufe. Warum haben Sie nicht einfach einen Förderantrag gestellt?

Stefan Kluge: Angenommen, wir sitzen in einer Kino-Lobby, und ich erzähle Ihnen von einem Film, den ich drehen will. Es geht um drei Jungs, die in einem V8 auf der Suche nach dem amerikanischen Traum sind. Was für ein Kitsch, denken Sie und sagen: Tut mir Leid, ich kann Ihr Projekt nicht finanzieren. Plötzlich kommen meine Buddies zur Tür rein, die alle dasselbe Kostüm anhaben und sagen zu Ihnen: Wir bekommen jetzt 17,98 Euro von Ihnen, oder Sie kommen mit. Das ist staatliche Filmfinanzierung — der Kunde wird weder gefragt, ob er zahlen will, noch wofür.

Woran lag es, dass sich in so kurzer Zeit so viele Menschen für Ihren Film begeisterten?

Kluge: Wahrscheinlich, weil das Projekt so radikal war. Einerseits netzpolitisch: als erster deutscher Langfilm unter einer Lizenz, die das Kopieren, Aufführen und Remixen gestattet. 2004, als die meisten Produzenten am liebsten alle Filesharer in den Knast gesteckt hätten. Und auch aus filmischer Sicht: Route 66 wurde von ein paar Quereinsteigern mit privaten Geldern realisiert, die dabei gegen zwei Drittel aller Regeln des Filmhandwerks verstoßen haben, und wurde trotzdem gern gesehen.

Was hätten Sie getan, wenn sich nicht genug Leute gefunden hätten, die „Route 66“ gut finden?

Kluge: Wahrscheinlich hätten wir VEB Film Leipzig nicht gegründet, ich wäre SPD-Wähler geworden, williger Steuerzahler, zufriedener Konsument staatlich abgesegneter Konsensfilme und hätte immer genug Geld auf dem Konto.

Unendliche Weiten, die nur auf eine Erkundung warten: Stefan Kluge während der Dreharbeiten zu seinem neuen Film „Breslau” über „einen Haufen Irrer, die mit Endgeschwindigkeit quer durch Polen rasen“. Foto: VEB Film Leipzig

VEB Film Leipzig veröffentlicht alle Filme unter freien Lizenzen, das heißt, jeder kann sie ohne Ihre Erlaubnis weitergeben, aufführen und sogar verändern. Haben Sie keine Angst davor, wie sich Ihr „Baby“ dadurch verändern könnte?

Im Gegenteil, ich warte immer noch auf den Tag, an dem es endlich laufen lernt. Es ist natürlich sehr wahrscheinlich, dass es dann in eine komische Richtung läuft, so machen das Kinder wohl. Aber wenn ich es an die Leine nehme, via Kopierschutz zum Beispiel, dann wird aus dem Baby auch nie mehr als ein erbärmlicher Klon seines Vaters. Das ist die typische 20.-Jahrhundert-Denke: bloß keine Kontrolle abgeben. Aber die Rechnung haben sie ohne ihre Kinder gemacht.

Seit 2005 arbeiten Sie an Ihrem Free-Culture-Blockbuster „Die letzte Droge“. Sie haben außerdem „Der Geist der Biker“ und ein weiteres Road-Movie produziert. Wovon handeln diese Filme?

„Der Geist der Biker“ ist eine Urlaubsfilmparodie, deren Protagonist mit einem lustigen Dresdner Motorradclub auf Russland-Expedition geht. Den gibt es bisher nur auf DVD und via Bezahl-Download, aber natürlich unter Creative-Commons-Lizenz, also mit der Erlaubnis zum Kopieren und Remixen. Der Netrelease folgt voraussichtlich im Frühjahr. Im aktuellen Road-Movie geht es um einen Haufen Irrer, die mit Endgeschwindigkeit quer durch Polen rasen. Mit allen Fahrzeugen, die denkbar sind, von Mopeds bis vierachsigen Trucks. Eigentlich geht es um die Suche nach Harmonie, es ist also auch wieder eine philosophische Reise, aber der Film wird trotzdem sehr lustig und übrigens erstmals auch in 3D. „Die letzte Droge“ ist ein Cyberpunk-Science-Fiction, den haben wir zum Teil in Südamerika gedreht, wo wir auf der Suche nach einem seltenen Halluzinogen waren. Das ist der Road-Movie-Teil des Films ― mit dem Aufspüren der Droge beginnt der Cyberpunk, allerdings mal nicht als Kapitalismuskritik, was in dem Genre sonst meist zu sehen ist, sondern mit libertärem, demokratiekritischen Subtext.

Auf Ihrer Website kann man sehen, wie viel Geld noch fehlt, bis die Produktionskosten wieder drin sind. Wie lange hat es bei „Route 66“ gedauert, bis Sie im Plus waren?

Das hat nur ein Jahr gedauert, aber der kostete uns auch nur 30 000 Euro. „Der Geist der Biker” wird ein paar Jahre länger brauchen, weil das Sponsoring schwieriger geworden ist. Unser Cyberpunk-Science-Fiction wird die Kosten wahrscheinlich nie einspielen, aber damit haben wir auch nicht gerechnet. Das kann man als Lehrgeld betrachten. So eine Filmausbildung ist eben nicht billig, wenn man sie selbst bezahlt.

Nur 6,5 Prozent der Unternehmen der Leipziger Medien– und Kreativwirtschaft zählen zur Rundfunk– und Filmwirtschaft. Kennen Sie Ihre Leipziger Kollegen?

Ich kenne recht wenige, weil ich Autorenfilmer bin, das heißt, ich mache kaum Auftragsarbeiten und übernehme viele Parts der Produktion selbst. Außerdem ist VEB Film Leipzig ein Netlabel, das heißt, unser Markt ist sowieso überregional. Eine Zeit lang habe ich allerdings hier und da Vorträge gehalten, und die waren in Sachsen übrigens meist besser besucht als zum Beispiel in Berlin ― ich finde die Übersichtlichkeit hier eigentlich ziemlich sympathisch.

Machen die jetzt auch alle Open-Source-Filme, weil VEB Film Leipzig damit so erfolgreich war?

Das haben wir vor sieben Jahren alle gedacht, aber wir sind die einzigen im deutschen Sprachraum geblieben, die das dauerhaft machen. Das liegt wahrscheinlich daran, dass sich mit Auftragsarbeiten mehr verdienen lässt. Wer allerdings kompromisslos eigene Filme machen will, der sollte sich das genauer anschauen!

Interview: Verena Lutter

Info: www.vebfilm.net

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Produkttest: wacom inkling http://www.kreatives-leipzig.de/leipzig/produkttest-wacom-inkling.html?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=produkttest-wacom-inkling http://www.kreatives-leipzig.de/leipzig/produkttest-wacom-inkling.html#comments Sun, 18 Dec 2011 23:16:23 +0000 Kreatives Leipzig e.V. http://www.kreatives-leipzig.de/?p=2468 Heute gibt’s mal was anderes: Und zwar habe ich von wacom die Möglichkeit bekommen, den inkling zu testen. Wer wacom kennt, hat meist Grafiktabletts im Kopf. In eine ähnliche Richtung geht auch der Inkling, jedoch besteht das Gerät nur aus einem Zeichenstift und einem Empfänger, der oben ans Papier geklemmt wird.  Ziel ist es, analog zu skizzieren und das Ganze dann gleichzeitig zu digitalisieren. Zielgruppe dürften also Grafiker, Illustratoren, Architekten und auch ansonsten alle sein, die Skizzen und Zeichnungen anfertigen. Spezialpapier ist nicht nötig.

Kurz zu den Spezifikationen: Der inkling wird mit einem Etui geliefert, was in etwa die Größe eines sehr schmalen Brillen-Etuis besitzt und gleichzeitig als Ladestation dient. Dort kann man den Stift und den Empfänger verstauen und es finden sich noch 4 Ersatzminen sowie das USB-Kabel zur Übertragung auf den Rechner darin. Alles in allem ist das Ganze sehr leicht und handlich und eignet sich super zum Mitnehmen neben dem Notizbuch. Laut wacom hält der Akku des Stiftes bis zu 15 Stunden, der des Empfängers bis zu 8 Stunden. Die Ladedauer ist mit bis zu 3 Stunden angegeben.

Die Handhabung:

Damit der Empfänger nicht verrutscht, sollte man diesen an mehrere Blätter klammern. Im mitgelieferten Manager-Programm kann man außerdem voreinstellen, an welcher Seite des Blattes man den Empfänger anbringen möchte — je nach Schreib-/Zeichen-Gewohnheiten. Mit einem Tastendruck ist der Empfänger eingeschaltet und der Stift schaltet sich selbst ein, sobald man ihn auf das Blatt aufgesetzt hat. Die ersten Striche werden allerdings unter Umständen noch nicht mit aufgezeichnet. Der Stift ist recht dick, weshalb das für viele anfangs etwas ungewohnt sein dürfte. Außerdem funktioniert er mit Kugelschreiber-Minen. Wer also normalerweise mit Copic-Finelinern o.ä. arbeitet, muss sich auch hier umstellen, da ausschließlich Kuli-Minen verwendet werden können.
Das Schöne: Es gibt schon während des Zeichnens die Möglichkeit, Ebenen zu erstellen. Mit einem Knopfdruck auf die rechte Seite des Empfängers wird eine neue Ebene erstellt. Zeichnen kann man auf einer Fläche bis zur Größe A4 und der Stift unterscheidet bis zu 1024 Druckstufen.

Vom Blatt auf den Rechner:

Ist man mit der Skizze fertig,  steckt man den Empfänger in das Etui und das Etui dann per USB-Kabel an den Computer. Die mitglieferte Software startet auf dem Mac automatisch (windows habe ich nicht getestet) und liest auch automatisch die Skizzen ein. Die Software an sich hat ansonsten wenig eigene Funktionen, was aber nicht so dramatisch ist, da die Nutzer wahrscheinlich sowieso Grafikprogramme auf ihrem Computer haben. Sehr schön ist die direkte Exportfunktion nach Photoshop und Illustrator. Unterstütze Programme sind: Adobe Photoshop oder Illustrator (CS3+), Autodesk SketchBook Pro oder SketchBook Designer (2011+).

Ich habe im Illustrator getestet und dort sind sowohl die angelegten Ebenen vorhanden, als auch die Elemente in Pfaden. Importiert wird mit einem Kalligraphie-Pinsel, um die Strichstärken zu simulieren.

Was sofort negativ auffällt sind die vielen Ankerpunkte, die erstellt werden. Das ist zum einen verständlich, macht aber zum anderen eine Bearbeitung sehr sehr mühsam. Um grafisch sauber mit so wenig Ankerpunkten wie möglich zu arbeiten, sollte man wohl doch auf herkömmliche Methoden zurückgreifen und Grafiken einscannen und nachbauen.

Was bei mir außerdem der Fall war: Die Striche wirken immer recht wackelig und nicht exakt. Teilweise waren die Ergebnisse wirklich verschoben. Das mag daran liegen, dass sich das Papier bei beim Zeichnen bewegt. Genau sagen kann ich es aber nicht — zumal wacom den inkling ja auch als »für unterwegs«-Produkt anpreist. Dort habe ich wahrscheinlich in den seltensten Fällen einen ruhigen, geraden Untergrund mit einem sich nicht bewegenden Blatt zur Verfügung. Eventuell ist es aber auch nur Gewöhnungssache. Um dazu etwas sagen zu können, wäre ein längerer Test notwendig.

Fazit?

Um unterwegs schnelle Skizzen anzufertigen und diese gleich zu digitalisieren, ist der inkling ein wunderbares Produkt. Mein Ziel wären jetzt eher typographische und illustratorische Dinge gewesen, allerdings denke ich, dass der Stift dazu nicht präzise genug arbeitet. Das Produkt an sich ist aber auf jeden Fall sehr innovativ und wird hoffentlich schnell weiter entwickelt. Das Potenzial ist da und für alle, die wie ich trotz iPad und Co Papier mögen, wäre das eine schöne Brücke, um die Entwürfe ohne Scanner schnell ins Grafikprogramm zu bekommen.

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VERLOSUNG: 3 x Minderheiten-Quartett + Erweiterungspack http://www.kreatives-leipzig.de/leipzig/verlosung-3-x-minderheiten-quartett-erweiterungspack.html?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=verlosung-3-x-minderheiten-quartett-erweiterungspack http://www.kreatives-leipzig.de/leipzig/verlosung-3-x-minderheiten-quartett-erweiterungspack.html#comments Wed, 14 Dec 2011 06:55:32 +0000 Kreatives Leipzig e.V. http://www.kreatives-leipzig.de/?p=2462 Wer kennt sie nicht, die Vorurteile, mit denen jeder von uns doch ab und an durch’s Leben läuft. Dass manche damit spielen, ist ebenfalls eine gängige Redensart. Genau DAS haben die Jungs und Mädels von rappel wörtlich genommen und das Minderheiten-Quartett erfunden. Manche mögen es vielleicht geschmacklos finden — wir finden es einfach nur gut! Und deshalb freuen wir uns umso mehr, dass es jetzt eine Erweiterung gibt mit noch mehr Minderheiten. Endlich sind auch AKW-Gegner, BILD-Leser und Künstler vertreten — toll aufbereitet und schön illustriert.

Und da ja bald Weihnachten ist, verlosen wir hier und heute 3 Komplett-Sets mit dem Basis– und dem Erweiterungskartenspiel. Alles, was ihr tun müsst, ist einen Kommentar unter diesem Artikel zu hinterlassen. Am Sonntag (18.12.) wird dann ausgelost.

Alle, die nicht warten können, haben auch die Möglichkeit, sich das Ganze im Netz zu bestellen: rappelshop.de

minderheiten-quartett.de

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Global Game Jam | 27.-29.01.2012 http://www.kreatives-leipzig.de/leipzig/global-game-jam-27-29-01-2012.html?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=global-game-jam-27-29-01-2012 http://www.kreatives-leipzig.de/leipzig/global-game-jam-27-29-01-2012.html#comments Sat, 10 Dec 2011 09:33:53 +0000 Kreatives Leipzig e.V. http://www.kreatives-leipzig.de/?p=2458 Für alle Games-Freunde gibt es am Januar die erste Global Game Jam in Leipzig. Die GGJ ist ein weltweit zur gleichen Zeit stattfindender 48-Stunden-Spieleentwicklungs-Wettbewerb. Zu einem vorgegebenen Thema finden sich Teams oder Einzelkämpfer zusammen, um experimentelle Computerspiele zu entwickeln (auch Brettspiele sind möglich). In der HTWK wird an drei Tagen dieser Wettbewerb stattfinden. Ziel ist es, in kurzer Zeit funktionierende Spiele zu erstellen. Es geht um experimentelles Gameplay und unter Zeitdruck Ideen zu verwirklichen. Wer also Programmierer, Grafiker, Sound– oder Gamedesigner ist und Lust darauf hat, sollte sich anmelden.

Mehr Infos erhaltet ihr auf dieser Seite: leipziggamejam.wordpress.com

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LE Klub Analog Radiomarkt | 10.12.2011 http://www.kreatives-leipzig.de/leipzig/le-klub-analog-radiomarkt-10-12-2011.html?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=le-klub-analog-radiomarkt-10-12-2011 http://www.kreatives-leipzig.de/leipzig/le-klub-analog-radiomarkt-10-12-2011.html#comments Wed, 30 Nov 2011 22:17:39 +0000 Kreatives Leipzig e.V. http://www.kreatives-leipzig.de/?p=2454 Die klassischen Medien — Print, Hörfunk und Fernsehen — durchleben einen massiven Wandel. Um weiterhin interessant zu bleiben, kommt man an Digitalisierung und sozialen Netzwerken nicht mehr vorbei. Oder ist das alles Unsinn? Wird der Monitor niemals gedruckte Zeitung, gesprochenes Wort ersetzen? Oder wird er schlicht alles verschmelzen? Darüber wollen wir beim letzten LE Klub Analog zum Radiomarkt diskutieren.

Podiumsdiskussion: »Das Radio von morgen: Wie es klingt und wie man’s hört«

10. Dezember 2011, 16 Uhr, Neues Schauspiel Leipzig, Lützner Straße 29, 04177 Leipzig

Mit dabei sind vier Gäste aus der Medienwelt: scharfsinnige Beobachter, kluge Analysten, erfolgreiche Unternehmer — sie diskutieren mit uns und allen Gästen:

- Robert Skuppin — neuer Programmchef von radioeins (rbb)

- Stefan Fischer — Medienredakteur der Süddeutschen Zeitung

- Mercedes Bunz — Publizistin und Expertin für digitale Medien

- Boris Lochthofen — Sprecher der bundesweiten Radioholding Regiocast

Wir laden euch herzlich ein, dabei zu sein, mitzudiskutieren und sich ganz unterschiedliche Visionen des Radios von morgen anzuhören. Die Veranstaltung findet im Rahmen des zweiten Geburtstages des Leipziger Internetradios detektor.fm statt. Am selben Ort gibt es mit Unterstützung des Kreatives Leipzig eV am Vorabend ein Konzert mit Wilhelm Tell Me und Wolf Gang.

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Herzensprojekt: Märchenstadt Leipzig http://www.kreatives-leipzig.de/leipzig/herzensprojekt-marchenstadt-leipzig.html?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=herzensprojekt-marchenstadt-leipzig http://www.kreatives-leipzig.de/leipzig/herzensprojekt-marchenstadt-leipzig.html#comments Wed, 30 Nov 2011 15:50:02 +0000 Kreatives Leipzig e.V. http://www.kreatives-leipzig.de/?p=2440 Es ist vollbracht: Der Kalender unter der Schirmherrschaft von Kreatives Leipzig mit dem schönen Titel »Märchenstadt Leipzig« wurde heute zur Preisverleihung des Leipziger Tourismus-Preises in der Moritzbastei der Öffentlichkeit vorgestellt. 4 Monate harte Arbeit liegen hinter uns, in denen geplant, koordiniert, geshootet und designt wurde. Herausgekommen ist ein toller Wandkalender mit 12 Märchenmotiven, die von 12 Fotografen an 12 Leipziger Locations fotografiert wurden.

An dieser Stelle noch mal ein dickes Danke an die Fotografen und Oliver Viehweg, der für die märchenhafte Outfits gesorgt hat. Außerdem richtet sich ein großes Dankeschön an die Wirtschaftsförderung der Stadt Leipzig sowie die Leipzig Tourismus und Marketing GmbH, die uns bei der Umsetzung unterstützt haben.
Es ist toll zu sehen, dass man solche Dinge in dieser Konstellation umsetzen kann und es gibt in Zukunft hoffentlich noch mehr davon!

Den Kalender gibt es natürlich auch zu erwerben. Dafür haben wir eine extra Website eingerichtet. Zu erreichen ist diese unter
www.maerchenstadt-leipzig.de

Dort kann man auch eine Vorschau der Motive sehen und Infos zu Fotografen und Locations sind ebenfalls vorhanden.

Wer möchte, kann uns am Samstag (3.12.) auch auf dem Westpaket besuchen. Dort sind wir auf Höhe Cineding mit einem Stand vertreten.

Hier noch ein paar Beispielseiten:

Fotograf: Michael Herrmann

Fotograf: Martin Neuhof

Fotograf: Tom Thiele

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172. Tourismusfrühstück | 30.11.2011 http://www.kreatives-leipzig.de/leipzig/172-tourismusfruhstuck-30-11-2011.html?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=172-tourismusfruhstuck-30-11-2011 http://www.kreatives-leipzig.de/leipzig/172-tourismusfruhstuck-30-11-2011.html#comments Mon, 28 Nov 2011 07:08:47 +0000 Kreatives Leipzig e.V. http://www.kreatives-leipzig.de/?p=2437 Wir präsentieren zusammen mit der Leipzig Tourismus und Marketing GmbH am Mittwoch das 172. Tourismusfrühstück, bei dem auch der Tourismuspreis 2011 verliehen wird. Wieso, weshalb, warum, wird hier noch nicht verraten. Es geht aber um den spannenden Titel »Märchenstadt Leipzig«.

Hier die offizielle Einladung:

Liebe Teilnehmer des Tourismusfrühstücks,

anbei erhalten Sie die Einladung für unsere nächste Veranstaltung, die in Zusammenarbeit mit dem Verein Kreatives Leipzig e.V. in einem besonderen Rahmen stattfindet. Höhepunkt wird die Verleihung des „Leipziger Tourismuspreises 2011“ sein. Aufgrund des zu erwartenden Publikumszuspruchs bitten wir Sie, uns Ihre Teilnahme anzukündigen. Wir freuen uns auf Ihr Kommen!

Einladung zum 172. Tourismusfrühstück

Datum/Zeit: Mittwoch, 30. November 2011, 9.00–10.30 Uhr

Ort: Moritzbastei / Veranstaltungstonne

Thema: „Leipziger Tourismuspreis 2011 – Wer sind die Preisträger?“

Anmeldung: Bitte bestätigen Sie Ihre Teilnahme, indem Sie sich per E-Mail anmelden über presse [at] ltm-leipzig [Punkt] de"> (Zusage, Name des Teilnehmers, Anzahl der Begleitpersonen, Firma). Gern können Sie sich auch telefonisch anmelden Tel.: 0341/7104–315. Das Protokoll der letzten Veranstaltung finden Sie in Kürze zum Download unter www.leipzig.de/tourismusfruehstueck.

Hinweis: Im Dezember 2011 findet aufgrund der Weihnachtsfeiertage kein Tourismusfrühstück statt. Das 173. Tourismusfrühstück® wird am 25. Januar 2012 veranstaltet. Bitte merken Sie sich diesen Termin vor.

Wir wünschen Ihnen eine entspannte Adventszeit und freuen uns darauf, Sie am 30.11. zu unserem nächsten Tourismusfrühstück begrüßen zu dürfen.

Ihre

Leipzig Tourismus und Marketing GmbH

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Hausschuhe sind erlaubt http://www.kreatives-leipzig.de/leipzig/hausschuhe-sind-erlaubt.html?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=hausschuhe-sind-erlaubt http://www.kreatives-leipzig.de/leipzig/hausschuhe-sind-erlaubt.html#comments Wed, 23 Nov 2011 08:57:44 +0000 Kreatives Leipzig e.V. http://www.kreatives-leipzig.de/?p=2434 Gemeinsam mit der Ansprechpartnerin des Kompetenzzentrums Kultur– und Kreativwirtschaft des Bundes für Sachsen, Sachsen– Anhalt und Thüringen, Katja Großer, haben wir eine Artikelserie in der LVZ angeregt, in der Vertreter der elf Teilbranchen vorgestellt werden.
Die Autorin, Verena Lutter, hat uns den Text freundlicherweise zur Verfügung gestellt.

Hausschuhe sind erlaubt

Kreativ in Leipzig, Teil 3: Bei lydiatrudi mietet man sich stundenweise einen Näharbeitsplatz

An Leipzig kleben viele Labels. Messestadt, Bachstadt und Buchstadt zum Beispiel. Eines wird bisher noch nicht so häufig verwendet: Kreativstadt. Dabei arbeiteten 2010 schon 11,6 Prozent aller berufstätigen Leipziger in Unternehmen der Kultur– und Kreativwirtschaft. Die Szene-Seite und der Verein Kreatives Leipzig stellen in loser Folge Akteure der elf Teilbranchen vor ― von A wie Architekturmarkt bis W wie Werbemarkt. Heute: der Nähladen lydiatrudi.

Lydia Gothe freut sich über den Herbst. Bei kühlem oder Regen-Wetter ist es noch schöner, sich morgens mit einer Tasse Tee an die Nähmaschine zu setzen und gar nicht zu bemerken, wie die Zeit vergeht. Am Fenster fahren dann die vollen Busse der Linie 74 und Mütter mit Kindern in Regenjacken vorbei, und sie knipst die pinkgeblümte Lampe über ihrem Nähtisch an. Der Herbst ist aber auch eine gute Jahreszeit für ihren Laden. Wenn sich die Leipziger wieder häufiger zu Hause aufhalten, schauen sie ihre Inneneinrichtung kritischer an. Passen die Kissenbezüge zu den neuen Vorhängen? Wäre eine bunte Tischlampe nicht besser als eine weiße? Dann kommen sie vielleicht zu Gothe, bei der man schöne Dinge nähen oder einfach kaufen kann.

Ihr Laden in der Industriestraße 31 heißt ein bisschen wie sie: lydiatrudi. Aber wer ist Trudi? „Während des Studiums haben ich und meine Mitbewohnerin uns gegenseitig Trudi genannt. Ich dachte, das passt zum Laden“, erklärt Gothe. Sie hat Recht: Trudi, das klingt nach einer gemütlichen alten Dame. Und gemütlich ist das, was einem zuerst in den Sinn kommt, wenn sich die Ladentür öffnet. An der Wand steht ein altes Sofa mit bunt bedruckten Kissen, in denen man am liebsten gleich versinken möchte. Die aufgearbeiteten Tische und Stühle versprühen urigen Retro-Charme, farbige Decken– und Tischlampen spenden warmes Licht.

Das alles ist gewollt, sagt Gothe: „Du sollst hierher kommen und dich zu Hause fühlen.“ Einige ihrer Kunden nahmen das im letzten Winter wörtlich und brachten sogar ihre Hausschuhe mit. Und zwei andere Besucher blieben einfach stundenlang auf dem Sofa sitzen, um sich zu unterhalten ― ohne eine Nähmaschine anzurühren.

Retro-Charme: Gemütlich wie das eigene Wohnzimmer soll lydiatrudi sein, damit sich die Kunden an den Nähtischen wohl fühlen. Foto: Jasmin Zwick

Mit der Eröffnung von lydiatrudi im November 2010 schloss die Jungunternehmerin eine Marktlücke. Während ihres Studiums der außerschulischen Kunstpädagogik und BWL hatte Gothe beobachtet, dass viele ihrer Bekannten zwar eine Nähmaschine besitzen, diese aber nie benutzen. Weil sie zu faul sind, sie immer wieder aus dem Schrank zu holen und aufzubauen. Bei lydiatrudi stehen die Maschinen schon da und können für sechs Euro in der Stunde gemietet werden. Eine Veritas ist darunter, eine Bernina, eine Singer Overlock und eine sehr alte Adler für Lederarbeiten. Dazu gibt es eine Auswahl an farbigen Garnen, Knöpfen, Werkzeugen und einen riesigen Tisch zum Zuschneiden. Die Stoffe bringt jeder selber mit oder kauft sie gleich im Laden.

In braunen Regalen an der Wand und in Fächern unterhalb des Zuschneidetisches stapelt sich die Meterware. Viele aus kräftiger Baumwolle und bunt gemustert. Mit Streifen, Punkten, Blumen, Schmetterlingen und jenen typischen Äpfeln, die in den 1970er-Jahren auf Bettwäsche und Schlafanzügen für Kinder gedruckt waren. Gothe, so sagen ihr viele, hat einen Hang zum Nostalgischen. Zumindest mag sie nicht, was in Kaufhäusern wie Karstadt aktuell an Meterware angeboten wird. „Es kann doch nicht sein, dass es so hässliche Stoffe gibt“, dachte sich die Unternehmerin in spe, als sie nach Material für ihren Laden suchte. Beim Stöbern im Internet stieß sie auf Stoffe, die in den USA hergestellt werden ― und verliebte sich sofort. „Wenn der Großhändler vorbei kommt und mir die Stoffe zeigt, dann könnte ich ausflippen. Die sind so farbenfroh“, schwärmt sie.

Dabei kam bei Gothe vor der Leidenschaft für schöne Stoffe die Liebe zu Papier. Sie mochte das Falten und Ausschneiden. Je kleiner, desto besser. Erst während des Studiums kaufte sie sich eine alte Privileg und begann, sich ohne fremde Hilfe das Nähen beizubringen. Das kommt ihr heute zugute, glaubt sie. Neben dem normalen Ladenbetrieb gibt Gothe den Nähkurs „Nullkommanichts“ für Anfänger. Und da sie selbst erst bis vor kurzem Anfängerin gewesen ist, kann sie sich gut in ihre Kursteilnehmer einfühlen.

Sie weiß zum Beispiel, wie mühsam es sein kann, zum ersten Mal ein Garn in die Maschine zu fädeln oder einen Reißverschluss anzunähen: „Das dauert manchmal Stunden.“ Für Letzteres hat Gothe sogar einen Kurs. In der „Elementaren Trickkiste“ zeigt sie Kniffe wie das Nähen von Knopflöchern und Innentaschen. Im Herbst will sie neben den bereits bestehenden fünf Näh– und drei Papierkursen auch einen Kurs für Häkel-Einsteiger anbieten. Eine ehemalige Kommiliton hat sich dazu bereit erklärt.

Trotzdem sollen die Kurse bei lydiatrudi nicht überhand nehmen. Denn sonst hat Gothe keine Zeit mehr, sich morgens selber an die Nähmaschine zu setzen, wenn die Kunden draußen bleiben müssen. Während der Ladenöffnungszeiten kommen meistens junge Mamas oder Studentinnen, die keinen Fünf-Euro-Stoffbeutel von H&M kaufen, sondern ein Unikat nähen wollen. „Ich finde es schön, dass man sich hier trifft und jeder Seines macht, man dabei aber trotzdem nicht alleine ist“, sagt Gothe. „Obwohl …“, überlegt sie und legt den Kopf mit den braunen Kringellocken schief, „das macht schon Spaß mit den Kursen. Wenn ich zum Beispiel an die Pop-up-Kurse denke und an das, was man aus Papier alles machen kann, dann könnte ich jetzt schon wieder ausflippen.“

Verena Lutter

Info: www.lydiatrudi.com

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Fortbildungsreihe zum Thema „Social Media – digitales Marketing“ http://www.kreatives-leipzig.de/leipzig/fortbildungsreihe-fur-unternehmer-zum-thema-%e2%80%9esocial-media-digitales-marketing.html?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=fortbildungsreihe-fur-unternehmer-zum-thema-%25e2%2580%259esocial-media-digitales-marketing http://www.kreatives-leipzig.de/leipzig/fortbildungsreihe-fur-unternehmer-zum-thema-%e2%80%9esocial-media-digitales-marketing.html#comments Thu, 17 Nov 2011 13:27:40 +0000 Kreatives Leipzig e.V. http://www.kreatives-leipzig.de/?p=2430 Das Amt für Wirtschaftsförderung der Stadt Leipzig bietet ab Dezember 2011 bis April 2012 verschiedene Seminare zum Themenbereich „Social Media – digitales Marketing“ an. Die Lehrgänge richten sich an UnternehmerInnen der Medien– und Kreativwirtschaft, vorrangig an Vertreter der Freien Berufe, Gründungsinteressierte/GründerInnen, Studierende künstlerischer bzw. geisteswissenschaftlicher Bereiche.

Im Einzelnen vorgesehen sind ein Einführungsseminar „Digitales Marketing – Social Media“ sowie Praxisseminare zu den Themen „Social Media / Facebook“, „Suchmaschinenmarketing – Google Coaching“, „Optimierung des Suchmaschinenmarketing“ und „E-Commerce“.

Die neue Themenreihe wurde im Auftrag des Amtes für Wirtschaftsförderung von der Leipzig School of Media und der E-Commerce Genossenschaft TowerByte Leipzig e.G. entwickelt. Ihr modularer Aufbau ermöglicht es, dass sich die Interessenten nach Stand ihrer Vorkenntnisse bzw. ihres Bedarfs für einzelne oder auch für mehrere Seminare anmelden können. Die Seminare werden kostenfrei angeboten, die Teilnehmerzahl ist auf 15 Personen je Modul begrenzt.

Angeregt wurde das neue Angebot durch Ergebnisse der Studie „Medien– und Kreativwirtschaft Leipzig 2011“ sowie durch Gespräche mit Branchenvertretern.

Die Seminare finden in der Leipzig School of Media, Poetenweg 28, 04155 Leipzig, statt.

Weitere Informationen sowie alle Termine unter: www.leipzig.de/businesslounge

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Ausschreibung Website zum Musikprojekt FLYING CIRCUS http://www.kreatives-leipzig.de/leipzig/ausschreibung-website-zum-musikprojekt-flying-circus.html?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=ausschreibung-website-zum-musikprojekt-flying-circus http://www.kreatives-leipzig.de/leipzig/ausschreibung-website-zum-musikprojekt-flying-circus.html#comments Mon, 07 Nov 2011 18:01:55 +0000 Kreatives Leipzig e.V. http://www.kreatives-leipzig.de/?p=2425 Am vergangenen Samstag (05.11.2011) fand in Leipzig die Auftaktberatung zu unserem Musikprojekt FLYING CIRCUS statt. Eine Kurzdokumentation der Veranstaltung folgt in Kürze.

Für das Projekt, welches Kreatives Leipzig eV gemeinsam mit Popoolär! Die Leipziger Musikinitiative, der Scheune/Scheune-Akademie Dresden und dem Bandbüro Chemnitz durchführt, soll eine Website programmiert werden. Die Leistungserbringung wird offen ausgeschrieben. Abgabefrist für Bewerbungen ist der 17.11.2011. Die Leistung muss größtenteils bereits vor Weihnachten 2011 erbracht werden. Alle weiteren Angaben sind der Ausschreibungsdatei entnehmbar.

Ausschreibung Website Flying Circus

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Ausschreibung Kreativwirtschaft http://www.kreatives-leipzig.de/leipzig/ausschreibung-kreativwirtschaft.html?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=ausschreibung-kreativwirtschaft http://www.kreatives-leipzig.de/leipzig/ausschreibung-kreativwirtschaft.html#comments Sun, 06 Nov 2011 07:04:56 +0000 Kreatives Leipzig e.V. http://www.kreatives-leipzig.de/?p=2422 Die Stadt Leipzig sucht Projektideen:

Mit  Mitteln des Projektes Creative Cities sollen Einzelmaßnahmen bzw. Projektideen realisiert werden, die im Rahmen des Gesamtvorhabens unmittelbare Effekte und vermittelbare Erfolge in der Leipziger Kultur– und Kreativwirtschaft bewirken. Darüber hinaus sollen die Angebote die Aufmerksamkeit für Produkte und Dienstleistungen der Leipziger Kultur– und Kreativwirtschaft erhöhen. Die Angebote müssen sich den vier Handlungsfeldern und den genannten Zielzuständen und Maßnahmen des lokalen Aktionsplanes für Leipzig zuordnen lassen.

Die komplette Ausschreibung und das Bewerbungsformular findet ihr hier.

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Klub Analog Pressemarkt | 14.11.2011 http://www.kreatives-leipzig.de/leipzig/klub-analog-pressemarkt-14-11-2011.html?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=klub-analog-pressemarkt-14-11-2011 http://www.kreatives-leipzig.de/leipzig/klub-analog-pressemarkt-14-11-2011.html#comments Sat, 05 Nov 2011 08:58:35 +0000 Kreatives Leipzig e.V. http://www.kreatives-leipzig.de/?p=2419

Bei der 11. Edition der Veranstaltungsreihe LE Klub Analog stellt der Verein Kreatives Leipzig den Journalismus in den Vordergrund und fragt nach den Erwerbsmöglichkeiten für JournalistInnen in der „Medienstadt“ Leipzig. In der Diskussion werden die journalistisch Tätigen folglich im Mittelpunkt stehen. Ort des Geschehens ist ab 19 Uhr die Spreadshirt-Zentrale in Plagwitz (Gießerstraße 27, 04229 Leipzig).

Viele Redaktionen, egal ob im Online– oder Print-Bereich, bei Tageszeitungen oder Monatsmagazinen arbeiten nur mit einer minimalen Belegschaft Festangestellter. Die meisten Artikel stammen von freiberuflich Tätigen. Nur scheinbar lässt die freiberufliche Beschäftigung aber größere Entfaltungsfreiheiten zu. Einerseits sind Freiberufler oftmals in die Arbeitsprozesse der Redaktionen fest eingebunden, andererseits werden sie nach der Menge der erbrachten Leistung bezahlt. Gleichzeitig ist der Leipziger Pressemarkt, wertfrei gesprochen, sehr überschaubar, der Zugang zu überregionalen Abnehmern schwierig. Welche Perspektiven sehen die journalistisch Tätigen selbst? Welche Entwicklungsperspektiven bietet ihnen Leipzig? Was sind die größten Herausforderungen?

Um diese Fragen zu diskutieren, haben wir Gäste aus unterschiedlichen Medien eingeladen. Mit dabei sind:

- Ute König, Studentin, nochweiter.de
– Christian Fuchs, freier Journalist (u. a. Die Zeit, Süddeutsche Zeitung)
– Daniel Große, freier Journalist (u. a. LVZ-Blog „Großes Netz“)
– Georg Klinghammer, freier TV-Journalist (u.a. TeleNewsNetwork).

Der Abend wird von Nadine Portillo aus Bremen moderiert. Sie selbst ist eine gute Kennerin des Pressemarktes und verantwortete 2009/2010 die „Klub Analog“ — Veranstaltungsreihe in der Hansestadt.

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Klub Analog Software | 07.11.2011 http://www.kreatives-leipzig.de/leipzig/klub-analog-software-07-11-2011.html?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=klub-analog-software-07-11-2011 http://www.kreatives-leipzig.de/leipzig/klub-analog-software-07-11-2011.html#comments Fri, 04 Nov 2011 17:57:48 +0000 Kreatives Leipzig e.V. http://www.kreatives-leipzig.de/?p=2414

„Software made in Leipzig: Abgehängt oder der Zeit voraus?“ lautet der Titel für die 10. LE Klub Analog – Veranstaltung, die am 7. November 2011 um 19 Uhr im sublab (Westwerk, Karl-Heine-Straße 93, Tor B) stattfindet. Zuvor, ab 18 Uhr, findet an selber Stelle ein Ideen-Workshop zum Wettbewerbs API@WORK statt, bei der innovative Anwendungen rund um die Open Data — Schnittstelle vorgestellt werden.

Die Leipziger Software/IT-Branche gilt gegenüber anderen Teilmärkten der Kreativwirtschaft als ausgesprochen umsatzstark und profitabel, tritt dabei aber nur selten in den Fokus der Öffentlichkeit. Nur wenige aus Leipzig stammende Produkte und Firmen sind über die Stadtgrenzen hinaus bekannt, was sich unter anderem mit dem API-Projekt ändern soll. Welche Entwicklungsmöglichkeiten sehen die Leipziger Software-Unternehmen also für sich und ihre Branche? Wie gestaltet sich der Markt aus Sicht der Unternehmen und der freischaffend Programmierenden? Welche Zukunftsperspektiven sehen sie? Wie ist die Branche im bundesweiten Vergleich in Leipzig verortet?

Dass sich diese Fragen nicht so leicht beantworten lassen, zeigt allein schon die Heterogenität unserer Gäste, die wir für den Diskussionsabend eingeladen haben:

- Martin Gamnitzer, freier Programmierer, Mitglied der Leipziger API– Community
– Thomas Fleck, Geschäftsführer der Fa. netresearch
– Robert Ziesche, Programmierer Fa. yasni.de
– Carsten Martin, Fa. DATA-team
– N.N., sublab eV.

Der Abend wird von Michael Körner, selbst Informatiker und Hobby-Programmierer moderiert. Herr Körner ist hauptberuflich Teamleiter für Medien– und Kreativwirtschaft im Amt für Wirtschaftsförderung der Stadt Leipzig.

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Slam Poetry und Guerilla Gardening http://www.kreatives-leipzig.de/leipzig/slam-poetry-und-guerilla-gardening.html?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=slam-poetry-und-guerilla-gardening http://www.kreatives-leipzig.de/leipzig/slam-poetry-und-guerilla-gardening.html#comments Mon, 31 Oct 2011 18:36:36 +0000 Kreatives Leipzig e.V. http://www.kreatives-leipzig.de/?p=2407 Gemeinsam mit der Ansprechpartnerin des Kompetenzzentrums Kultur– und Kreativwirtschaft des Bundes für Sachsen, Sachsen– Anhalt und Thüringen, Katja Großer, haben wir eine Artikelserie in der LVZ angeregt, in der Vertreter der elf Teilbranchen vorgestellt werden. Teil 2 der Serie stellt die Buchhandlung »Kapitaldruck« am Roßplatz vor. Die Autorin, Verena Lutter, hat uns den Text freundlicherweise zur Verfügung gestellt.

Slam Poetry und Guerilla Gardening

René Pölzing setzt sich in seiner Buchhandlung Kapitaldruck mit Subkulturen auseinander

An Leipzig kleben viele Labels. Messestadt, Bachstadt und Buchstadt zum Beispiel. Eines wird bisher noch nicht so häufig verwendet: Kreativstadt. Dabei arbeiteten 2010 schon 11,6 Prozent aller berufstätigen Leipziger in Unternehmen der Kultur– und Kreativwirtschaft. In loser Folge stellt die Szene-Seite in Zusammenarbeit mit dem Verein Kreatives Leipzig Akteure der elf Teilbranchen vor ― von A wie Architekturmarkt bis W wie Werbemarkt. Heute: die Buchhandlung Kapitaldruck.

Es war 2003, als in Leipzig das große Verlagssterben begann. Kiepenheuer schloss seinen Hauptsitz und zog komplett nach Berlin. 2006 folgte Reclam, 2009 Brockhaus und 2010 Insel. Vier renommierte Verlage in sieben Jahren, das spricht nicht gerade für den Standort Leipzig. Sollte sich die Stadt überhaupt noch Buchstadt nennen? Ja, findet René Pölzing, der seit Juni am Roßplatz 11 die Buchhandlung und das Café Kapitaldruck betreibt. „Es gibt zeitgemäßere Argumente für das Buchstadt-Label als die großen Verlage. Das Lesefest zur Buchmesse zum Beispiel, die Zweigstelle der Deutschen Nationalbibliothek, Paper C und Neugründungen von Verlagen.“ Oder Buchhandlungen wie seine, die eine Alternative zu großen Häusern wie Hugendubel und Lehmanns sein wollen.

„Ich möchte Leute ansprechen zwischen 20 und 40, die den ganzen Schrott in den Buchkaufhäusern ausblenden wollen“, sagt der Mann irgendwo zwischen 30 und 40. Und schiebt noch schnell hinterher, dass er natürlich kein Alter ausschließen möchte. Ihm geht es um Auseinandersetzungen innerhalb bestimmter Lebensabschnitte. Anders als Thalia & Co. wirkt Kapitaldruck nicht vollgestopft und funktional, sondern verströmt den Charme eines alten Wohnzimmers. Die braunen Einbauschränke stammen noch aus den 1950er Jahren, als hier ein Herrenausstatter seine Krawatten und Oberhemden verkaufte. Genauso lange hängen die beiden riesigen Deckenleuchter aus Gold und Milchglas.

Pölzing erklärt, was genau er mit Schrott meint. Nämlich einige der Titel, die in den großen Buchhandlungen als Bestseller angepriesen werden. „Nur weil ein Buch ein Bestseller ist, muss es nicht gut sein“, glaubt er, der beispielsweise eine Aversion gegen Bücher von Starköchen wie Jamie Oliver hat: „Die finde ich überflüssig.“ Stattdessen findet man bei ihm etwa ein Kochbuch, bei dessen Kauf Friends-International unterstützt wird. Eine Organisation, die kambodschanischen Straßenkindern eine Ausbildung ermöglicht. Für ihn zählt nicht der Massengeschmack. Pölzing interessiert sich für Literatur, die eher randständig ist und subkulturelle Phänomene aufgreift.

Er greift in ein Regal mit der Rubrik „Leben eben“ und zieht ein Buch des Leipzig-Dresdner Verlags Voland & Quist hervor, der sich durch Spoken-Word-Lyrik einen Namen gemacht hat. „Sax Royal“ ist eine gedruckte Sammlung von Texten der gleichnamigen Lesebühne ― inklusive einer CD mit Live-Aufnahmen. „Literatur lässt sich auch anders vermitteln als durch eine Wasserglas-Lesung“, meint Pölzing.

Eine solche Wasserglas-Lesung veranstaltete die Distillery 2004 in ihren Räumen mit dem DJ und Ex-Spex-Chefredakteur Hans Nieswandt. Pölzing war damals für die Presse– und Öffentlichkeitsarbeit des Leipziger Clubs zuständig und erklärte sich spontan dazu bereit, den Büchertisch zu betreuen. Drei Jahre später fing er an, bei Freezone Records in der Kochstraße ein Regal mit Lieblingstiteln zu bestücken ― erst 20, dann 100. „Und als ich Ende 2009 arbeitslos wurde, war klar: Jetzt oder nie.“ Pölzing machte sich auf die Suche nach Kapital und einem eigenen Laden.

Mit 500 Titeln startete er nach Pfingsten 2011 in die Selbstständigkeit. Auf dem Lesetresen liegen die aktuellen Ausgaben der Zeitschriften Missy Magazine, Brand Eins und Agora, aber Pölzings Schwerpunkt sind Bücher. Die hat er nach den Rubriken „Leben gewesen“ (Geschichte, Leipzig), „Leben eben“ (Belletristik, Politik, Philosophie, Kinderliteratur), „Leben später“ (Science Fiction) und „Musik“ geordnet. Wobei der Zusammenhang zwischen Rubrik und Titel nicht immer sofort klar wird. Die Biografie des Ex-Drogenschmugglers Howard Marks steht bei Pölzing beispielsweise im Geschichtsregal. „Das ist einfach auch Geschichte“, erklärt er. Ach so: Lebensgeschichte!

Pölzing scheint eine Sympathie für Menschen zu haben, die gegen den Strom schwimmen. Gleich neben „Mr. Nice“ steht Jutta Ditfurths Biografie über die RAF-Terroristin Ulrike Meinhof. Im Fach für Belletristik liegt Marjane Satrapis Comic-Autobiografie „Persepolis“, die sie in ihrem Heimatland Iran zur persona non grata machte. Ebenfalls in Pölzings Sortiment sind Titel über Street Art und Guerilla Gardening. Solche und ähnliche Bücher findet man wahrscheinlich auch in großen Buchhandlungen, in so konzentrierter Form aber nur bei Kapitaldruck.

„Eine Buchhandlung muss ein Gesicht haben. Und dieses Gesicht muss halt nicht jedem gefallen“, sagt Pölzing. Unweit seiner Buchhandlung druckte die Druckerei Otto Wiegand im Jahr 1867 die deutsche Erstausgabe des ersten Bands von Karl Marx’ „Kapital“. Deshalb entschloss sich Pölzing dazu, seinen Laden am Roßplatz 11 Kapitaldruck zu taufen. Marx hätte dieser Name bestimmt gefallen. Und das Gesicht dieser Buchhandlung vermutlich auch.

Verena Lutter

Info: www.kapitaldruck.de

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Nicht nur schöne Bildchen http://www.kreatives-leipzig.de/leipzig/nicht-nur-schone-bildchen.html?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=nicht-nur-schone-bildchen http://www.kreatives-leipzig.de/leipzig/nicht-nur-schone-bildchen.html#comments Wed, 26 Oct 2011 05:14:52 +0000 Kreatives Leipzig e.V. http://www.kreatives-leipzig.de/?p=2399 Gemeinsam mit der Ansprechpartnerin des Kompetenzzentrums Kultur– und Kreativwirtschaft des Bundes für Sachsen, Sachsen– Anhalt und Thüringen, Katja Großer, haben wir eine Artikelserie in der LVZ angeregt, in der Vertreter der elf Teilbranchen vorgestellt werden. Teil 1 der Serie erschien am vergangenen Samstag. Die Autorin, Verena Lutter, hat uns den Text freundlicherweise zur Verfügung gestellt.

Nicht nur schöne Bildchen

Kreativ in Leipzig, Teil 1: Das Architekturbüro quartier vier gestaltet Räume für Kunst und Kinder

An Leipzig kleben viele Labels. Messestadt, Bachstadt, Buchstadt zum Beispiel. Eines wird bisher noch nicht so häufig verwendet: Kreativstadt. Dabei arbeiteten 2010 schon 11,6 Prozent aller berufstätigen Leipziger in Unternehmen der Kultur– und Kreativwirtschaft. In loser Folge stellt die Szene-Seite Akteure der elf Teilbranchen vor ― von A wie Architekturmarkt bis W wie Werbemarkt. Heute: das Architekturbüro quartier vier.

„Ein Haus zu bauen, liegt in der Natur des Menschen. Miete zahlen nicht.“ Das Zitat der Bausparkasse LBS, von dem Künstler Frank Bölter augenzwinkernd auf Leinwand gedruckt und gerahmt, hängt über Kim Wortelkamps und Hauke Herbergs Schreibtisch. Das Haus in der Könneritzstraße, in dem sich ihr Architekturbüro quartier vier befindet, haben sie und ihre Geschäftspartnerin Claudia Siebeck zwar nicht gebaut, aber Miete zahlen sie hier keine. Es ist ein Selbstnutzerprojekt, von den Bewohnern und Gewerbetreibenden erworben und umgebaut.

Wortelkamp und Herberg blicken von ihren Fenstern im Erdgeschoss aus in einen grünen Hinterhof mit Bäumen, Büschen und Zugang zum Park. Hier trifft sich im Sommer die Hausgemeinschaft zum Ideen spinnen, Wein trinken und grillen.

Siebeck, Wortelkamp und Herberg hätten ihr Büro auch in Dresden gründen können. Dort waren sie in den 1990er-Jahren an der Technischen Universität eingeschrieben. Wortelkamp hatte Landschaftsarchitektur, Herberg Architektur, Siebeck Landschaftsarchitektur und Stadt– und Regionalmanagement studiert. Doch dann entschieden sie sich vor elf Jahren für Leipzig. „Hier ist es quirliger als in Dresden“, meint Wortelkamp. Überall wird gebaut, an jeder Ecke entsteht Neues. Viel zu tun für Architekten.

Und davon gibt es viele in Leipzig. Außer quartier vier sitzen hier noch 315 weitere Unternehmen aus der Teilbranche Architekturmarkt. Und laut einer diesen Sommer veröffentlichten Studie zur Leipziger Medien– und Kreativwirtschaft waren diese Firmen 2010 nur für 1,4 Prozent des Gesamtumsatzes der hiesigen Kultur– und Kreativwirtschaft verantwortlich. Wer als Architekt in Leipzig überleben will, muss sich also entweder eine stark nachgefragte Nische suchen oder viele verschiedene Dienstleistungen anbieten.

Quartier vier hat sich für Letzteres entschieden. „Wir spüren die Konkurrenz nicht so, weil wir sehr unterschiedliche Sachen machen“, sagt Wortelkamp. Wie der Name des Büros schon andeutet, deckt es vier Gestaltungsdisziplinen ab: klassische Architektur, Landschaftsarchitektur, Stadt– und Regionalplanung, Design. Medienvertreter und Stadtverwaltungen haben es deshalb bisweilen schwer, quartier vier mit einem Etikett zu versehen. Nach Abschluss der Lichtinstallation „public light“ im Nikolaikirchhof 2003, die das Büro mit dem Künstler Tilo Schulz realisierte, wurden Wortelkamp, Herberg und Siebeck als „Lichtplaner“ wahrgenommen. Dabei hatten sie in den Jahren vorher auch völlig andere Projekte verwirklicht.

Im Bereich der Architektur versteht sich quartier vier vor allem auf Kulturbauten. Für den Museumsbau „Depositum“ in Weyerbusch gewann es den Architekturpreis des Landes Rheinland-Pfalz 2011. „Eine silbrig schimmernde Schatztruhe, verortet im architektonischen Niemandsland eines Gewerbegebiets“, schreibt ein Kollege über das Projekt. Die horizontal gegliederte Aluminiumfassade des rundlichen Baus erinnert ein wenig an die frühere „Blechbüchse“ am Goerdelerring. Drinnen präsentiert sich die Kunst in einer kühlen, zurückhaltenden Umgebung: viel weiße Wandfläche, einige graue Säulen und ein bisschen Holz.

Diese Zurückhaltung zeigt quartier vier auch beim Ausbau der Halle 14 auf dem Gelände der Leipziger Baumwollspinnerei. Die Authentizität und die Großflächigkeit des ehemaligen Fabrikgebäudes sollen erhalten bleiben, so der Anspruch. Schon im Erdgeschoss wird sichtbar, was das heißt. Das Besucherzentrum und die Ausstellungsfläche kommen mit wenigen zusätzlichen Wandflächen aus, die über 100 Jahre alten Stahlsäulen sorgen für Struktur. Es herrscht, wie es der Architekturkritiker Wolfgang Kil ausdrücken würde, ein „Luxus der Leere“. Die Arbeit von quartier vier ist damit aber noch nicht beendet. Von Architektur über Möbeldesign bis hin zur Grünflächengestaltung auf dem Dach sind die drei Planer derzeit noch in Halle 14 gefragt.

Während sich andere Architekturbüros auf die Planung schicker Stadthäuser konzentrieren, legt quartier vier seinen Schwerpunkt auf öffentlich nutzbare Architektur. Zum Beispiel Kindertageseinrichtungen, die für Wortelkamp, Herberg und Siebeck ein ideales Betätigungsfeld bieten, weil zur Gestaltung des Innenraums auch immer die Planung einer Spielfläche im Freien gehört. Letztes Jahr planten sie den Neubau des Montessori-Kindergartens in Grünau und den Erweiterungsbau für das „Kinderland“ in Großdeuben. Der Entwurf zum „Kinderland“ erinnert ein bisschen an das „Depositum“: auch hier eine horizontal gegliederte Fassade und Rundungen, wo Ecken sein müssten.

Woher wollen die drei eigentlich wissen, ob ihr Entwurf den Praxistest besteht? „Wir sind nicht die Planer, die nur schöne Bildchen machen. Wir wollen auch wissen, ob es funktioniert“, sagt Herberg. Quartier vier betreut alle Phasen des Bauprojekts, vom Entwurf bis zur Bauleitung. Dabei kann es ruhig auch mal schmutzig werden. „Ich stehe gern auf der Baustelle“, sagt Wortelkamp.

Offenbar hat es sich für quartier vier gelohnt, sich in den vergangenen elf Jahren in keine Schublade stecken zu lassen. „Wir sind schlechte Akquisiteure, und unsere Homepage ist selten aktuell“, gibt Herberg zu. „Aber wir haben Kunden, die uns schätzen.“ Er und seine beiden Partner freuen sich über den Luxus, spannende, oft nicht ganz alltägliche Planungsaufgaben zu übernehmen.

Verena Lutter

Info: www.quartiervier.com

Luxus der Leere: das Besucherzentrum in Halle 14 der Leipziger Baumwollspinnerei, entworfen von quartier vier.

Foto: Werner Hannappel

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Kreative-Deutschland.de — Kooperationsprojekt mit Trier http://www.kreatives-leipzig.de/leipzig/kreative-deutschland-de-kooperationsprojekt-mit-trier.html?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=kreative-deutschland-de-kooperationsprojekt-mit-trier http://www.kreatives-leipzig.de/leipzig/kreative-deutschland-de-kooperationsprojekt-mit-trier.html#comments Thu, 20 Oct 2011 15:40:47 +0000 Kreatives Leipzig e.V. http://www.kreatives-leipzig.de/?p=2391 Heute ist es so weit: Unser Gemeinschaftsprojekt mit Die Kreativen Trier geht online!

Unter www.kreative-deutschland.de gibt es ab sofort eine Webseite, auf der wir alle Initiativen, die sich für die Kreativwirtschaft einsetzen, sammeln und zusammenführen. Jede Initiative kann sich mit einem Profil präsentieren. Mittelfristig ist angedacht, einen Mitgliederbereich für die Köpfe der Initiativen zu implementieren, damit direkter Austausch stattfinden und bestenfalls neue Projekte angestoßen werden können.

Wir freuen uns außerdem, dass wir das Ganze heute auch zusammen in Offenbach bei iPunkt Kreativwirtschaft auf dem Podium präsentieren konnten. Denn auch in Offenbach brodelt es. Wer sich dafür interessiert, kann sich unter www.likeoffenbach.de schlau machen.

www.kreative-deutschland.de

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Offener Teilnahmewettbewerb: Grafikdesign für Musikprojekt http://www.kreatives-leipzig.de/leipzig/offener-teilnahmewettbewerb-grafikdesign-fur-musikprojekt.html?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=offener-teilnahmewettbewerb-grafikdesign-fur-musikprojekt http://www.kreatives-leipzig.de/leipzig/offener-teilnahmewettbewerb-grafikdesign-fur-musikprojekt.html#comments Sat, 15 Oct 2011 07:54:11 +0000 Kreatives Leipzig e.V. http://www.kreatives-leipzig.de/?p=2387 popoolär! — die Musikinitiative des Kreatives Leipzig eV, Scheune eV Dresden und das Bandbüro Chemnitz haben sich gemeinsam erfolgreich um eine öffentliche Förderung der Initiative Musik, des Landes Sachsen und der Kommunen Dresden, Chemnitz und Leipzig für ein gemeinsames Projekt zur Förderung musikwirtschaftlicher Strukturen in Sachsen beworben: Ab November 2011 startet der FLYING CIRCUS. Inhalte des Projekts sind Basis-Seminare zur Musikwirtschaft, die Produktion von Vinyl-Samplern mit herausragenden sächsischen Acts aus vier Genres, eine gemeinsame Tournee durch die drei sächsischen Großstädte und Unterstützung beim überregionalen Booking. Das gesamte Projekt wird ehrenamtlich von einem engagierten Team aus den drei Städten realisiert.

Aus Projektmitteln möchten wir zunächst die Entwicklung eines Projektlogos, die Produktion eines Projektflyers und den Entwurf eines Screen-Designs für die geplante Website beauftragen. Weitere Aufträge (Tourplakate) werden ggf. zu einem späteren Zeitpunkt folgen. Hiermit möchten wir GrafikdesignerInnen dazu aufrufen, sich mit ihren Arbeitsproben an einem offenen Teilnahmewettbewerb zu beteiligen. Bitte sendet uns dazu bis spätestens 31. Oktober 2011 ein PDF-Dokument mit ausgewählten Arbeitsproben (bitte maximal 2 Seiten im A4-Format) zu. Am 5. November 2011 wird das Projektteam maximal drei BieterInnen für die kurzfristige 2. Stufe des Vergabeverfahrens auswählen. Die detaillierten Teilnahmebedingungen (Aufwandsentschädigungen für abgelehnte Entwürfe) werden zu diesem Zeitpunkt den Ausgewählten mitgeteilt.

Kontakt für die Arbeitsproben:

hallo [at] kreatives-leipzig [Punkt] de">

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Coding Contest | 25.-27.11.2011 http://www.kreatives-leipzig.de/leipzig/coding-contest-25-27-11-2011.html?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=coding-contest-25-27-11-2011 http://www.kreatives-leipzig.de/leipzig/coding-contest-25-27-11-2011.html#comments Mon, 10 Oct 2011 21:31:36 +0000 Kreatives Leipzig e.V. http://www.kreatives-leipzig.de/?p=2383 Nach dem Erfolgt im letzten Jahr, bietet netresearch auch 2011 wieder den Coding Contest an.
Der Coding Contest ist ein Programmierwettbewerb, bei dem IT-Nachwuchstalente ihre Fähigkeiten unter Beweis stellen können. In einem begrenzten Zeitrahmen von nur drei Tagen gilt es eine anspruchsvolle PHP-Aufgabe zu lösen. Der nächste Contest findet vom 25. November bis 27. November 2011 statt. Den Gewinnern winken attraktive Preise. Auch ein Arbeitsvertrag ist möglich, da netresearch natürlich immer gute Leute sucht. Mitmachen können alle Studenten und Absolventen, aber auch Quereinsteiger.

Die Anmeldung zur Teilnahme erfolgt online unter: www.coding-contest.de

Die Teilnehmer erhalten die Aufgabenstellung Freitagmittag per E-Mail und senden Ihre Lösung bis Sonntag 24 Uhr ebenfalls per E-Mail zurück. Ein erstes Kennenlernen erfolgt dann bei der anschließenden Siegerehrung.

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Kreatives Leipzig unterstützt den Coding Contest ideell, da wir natürlich ebenfalls daran interessiert sind, dass der gut ausgebildete Nachwuchs in Leipzig bleibt!

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Kreativwirtschaft trifft Gastronomie | 09.11.2011 http://www.kreatives-leipzig.de/leipzig/kreativwirtschaft-trifft-gastronomie-09-11-2011.html?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=kreativwirtschaft-trifft-gastronomie-09-11-2011 http://www.kreatives-leipzig.de/leipzig/kreativwirtschaft-trifft-gastronomie-09-11-2011.html#comments Sun, 09 Oct 2011 18:00:54 +0000 Kreatives Leipzig e.V. http://www.kreatives-leipzig.de/?p=2379 Am 9. November 2011 um 18 Uhr findet das 2. Business Speed Dating statt, welches die IHK zu Leipzig und Kreatives Leipzig eV gemeinsam präsentieren. Diesmal steht es unter dem Motto „Kreativwirtschaft trifft Gastronomie“ und wird ideell von der DEHOGA unterstützt.

Die Teilnahme von Kreativschaffenden aus den Bereichen PR/Werbung (einschl. Online-Marketing), Graphik/Gestaltung, Innenarchitektur, Eventmanagement und Produktdesign ist kostenfrei möglich, wobei maximal zwei Unternehmen gleichen Profils bei der Auswahl der Teilnehmenden berücksichtigt werden können. Die Plätze werden nach dem Motto „first come, first serve“ vergeben, wobei wir aber mittelfristig darauf achten werden, dass nicht immer die gleichen zum Zuge kommen. Wer mit dabei sein möchte, schreibe bitte eine Email an projekte [at] kreatives-leipzig [Punkt] de">.

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Der FLYING CIRCUS geht an den Start http://www.kreatives-leipzig.de/leipzig/der-flying-circus-geht-an-den-start.html?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=der-flying-circus-geht-an-den-start http://www.kreatives-leipzig.de/leipzig/der-flying-circus-geht-an-den-start.html#comments Sun, 09 Oct 2011 13:00:55 +0000 Kreatives Leipzig e.V. http://www.kreatives-leipzig.de/?p=2376 Der FLYING CIRCUS geht an den StartIm November 2011 startet unser neues Projekt FLYING CIRCUS zur Förderung musikwirtschaftlicher Strukturen in Sachsen. Das Vorhaben wird gemeinsam von Kreatives Leipzig eV (Antragsteller), Scheune eV Dresden, dem Bandbüro und der Initiative popoolär! realisiert und von der Initiative Musik, dem Freistaat Sachsen und den Kommunen Dresden, Chemnitz und Leipzig gefördert. Höhepunkt des Projekts wird die Veröffentlichung von Vinyl-Samplern ausgewählter Acts auf vier Genres, eine gemeinsame Tournee durch die drei sächsischen Großstädte sowie Seminare sein.

Am 5. November 2011 (ab 14 Uhr) startet das Projekt offiziell mit einer gemeinsamen Auftaktberatung des ehrenamtlich arbeitenden Projektteams, den Förderern und weiteren Partnern.  Wer zu dieser Veranstaltung eine Einladung erhalten möchte, kann sich durch eine Email an projekte [at] kreatives-leipzig [Punkt] de"> anmelden.

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LE Klub Analog | Tanz & Theater | 10.10.2011 http://www.kreatives-leipzig.de/leipzig/le-klub-analog-tanz-theater-10-10-2011.html?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=le-klub-analog-tanz-theater-10-10-2011 http://www.kreatives-leipzig.de/leipzig/le-klub-analog-tanz-theater-10-10-2011.html#comments Tue, 04 Oct 2011 10:43:02 +0000 Kreatives Leipzig e.V. http://www.kreatives-leipzig.de/?p=2372 LE Klub Analog | Tanz & Theater: Die Hochkultur der freien Szene

Montag, 10. Oktober | ab 19 Uhr
LOFFT (Lindenauer Markt 21)

Mit Kreativität und Engagement schaffen es die Leipziger Theaterschaffenden, trotz schwieriger Rahmenbedingungen, sich als Freiberufler und Selbständige durchzusetzen. Über die Stadtgrenzen hinaus tragen sie zum Image Leipzigs als Kulturstadt bei. Trotz des zweithöchsten kommunalen Kulturetats in Deutschland ist Selbstausbeutung üblich. Unter dem Titel „Die Hochkultur der Freien Szene“ thematisiert der LE Klub Analog die Situation freier Theaterschaffender in Leipzig.

Am 10. Oktober 2011 bringt ein Podium Branchenvertreter und Förderer zu einem Meinungsaustausch über aktuelle Entwicklungen der Theaterszene im LOFFT.Leipzig zusammen. Zusätzlich bietet eine Kontaktbörse die Möglichkeit, Akteure untereinander zu vernetzen: TheaterproduzentInnen, freie SchauspielerInnen, TänzerInnen und ChoreographInnen und alle Interessierten aus Leipzig sind herzlich eingeladen, sich einzumischen und zu intervenieren!

Die Gäste des Abends sind Günther Jeschonnek (Geschäftsführer Fonds Darstellende e.V.), Carolin Fischer (Kabarett Academixer), Michael Berninger (culturtraeger GmbH), Solveig Hoffmann (Theaterpädagogin und Regisseurin), Irina Pauls (Choreographin).

Über den LE Klub Analog: Waren Kohle und Chemie früher wichtige regionale Industrien, so treiben heute Kreativität und Netzwerke das Wirtschaftswachstum an. Doch was steht dahinter? Wer sind die kreativen Protagonisten in Leipzig? Design, Kunst, Musik, Literatur, Games – in unserer Stadt gibt es eine vielfältige Kreativwirtschaft und eine Vielzahl interessanter Akteure. Aber wer kennt wen? Wer gehört eigentlich dazu? Und welche Kooperationspotentiale gibt es? Diesen und anderen Fragen geht der LE Klub Analog bei einer Fahrt durch die Leipziger Kreativwirtschaft mit monatlichen Zwischenstopps in allen 11 Teilmärkten der Branche nach. Die Idee für den LE Klub Analog stammt aus Bremen und gelangte dank des Projekts „koop.stadt“ nach Leipzig und wird vom Stadtplanungsamt Leipzig gefördert. Veranstalter ist der im Sommer 2010 gegründete Verein Kreatives Leipzig e. V. (http://www.kreatives-leipzig.de/).

Gefördert durch das Stadtplanungsamt Leipzig (http://www.koopstadt.de/).

Der Eintritt ist frei.

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Ausschreibung!! FILMFÖRDERPREIS Meets KURZFILMFESTIVAL! http://www.kreatives-leipzig.de/leipzig/ausschreibung-filmforderpreis-meets-kurzfilmfestival.html?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=ausschreibung-filmforderpreis-meets-kurzfilmfestival http://www.kreatives-leipzig.de/leipzig/ausschreibung-filmforderpreis-meets-kurzfilmfestival.html#comments Tue, 04 Oct 2011 07:40:58 +0000 Kreatives Leipzig e.V. http://www.kreatives-leipzig.de/?p=2368 Filmsuche für die 6. „Nacht des radikalen Films“ von der Filmgruppe Cinemabstruso

Am 09./10. Dezember 2011 findet im Lindenfels Westflügel in Leipzig zum sechsten Mal das Filmfestival „Die Nacht des radikalen Films“ statt. Zwischen dreißig Sekunden und dreißig Minuten Länge kann alles eingereicht werden. Einsendeschluss ist der 28. Oktober 2011.

Mehr Infos: www.cinemabstruso.de

„Sommerfilmpreis“ — Ausschreibung von insgesamt 1000 Euro Filmförderung

Cineart e.V. nimmt Einreichungen aus Mitteldeutschland für Nachwuchsförderpreis im Bereich Dokumentarfilm entgegen! Ab sofort können wieder interessante Ideen, wertvolle Konzepte oder halbfertige Projekte im Bereich Dokumentarfilm eingereicht werden! Die Anmeldeformulare können unter www.cineart.org herunter geladen werden. Bis zum 28. Oktober 2011 müssen die Anträge beim Verein eingereicht werden.

Mehr Infos: www.cineart.org

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Bericht vom Fachtag Musik http://www.kreatives-leipzig.de/leipzig/bericht-vom-fachtag-musik.html?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=bericht-vom-fachtag-musik http://www.kreatives-leipzig.de/leipzig/bericht-vom-fachtag-musik.html#comments Tue, 04 Oct 2011 07:00:17 +0000 Kreatives Leipzig e.V. http://www.kreatives-leipzig.de/?p=2364 Am 1. Oktober 2011 fand in der Dresdner Scheune der 2. Sächsische Fachtag Musik statt und eine kleine Delegation vom Kreativen Leipzig bzw. unserer popoolär-Initiative für Musik aus Leipzig war dabei. Der Vormittag bestand aus drei Fachvorträgen und begann mit der Vorstellung der Spielstättenstudie der Initiative Musik. Hier wurde die ökonomische Situation von Live-Musik-Clubs und Veranstaltungshäusern in fünf Bundesländern untersucht, darunter auch Sachsen. Bei der nächsten Runde mit Leipziger Clubbetreibern und Veranstaltern wird die Studie auch in Leipzig vorgestellt werden, daher sollen an dieser Stelle noch keine Details genannt werden.

Den zweiten Vortrag bestritt Prof. Dr. Carsten Winter von der Hochschule für Musik und Theater Hannover. Er forscht zu medialen Geschäftsmodellen in komplexen und oft widersprüchlichen Kommunikationszusammenhängen und verdeutlichte seine Ergebnisse anhand der Musikwirtschaft. Aufgrund der Digitalisierung und auch Demokratisierung des Marktes haben sich klassische Marktmechanismen überholt, Netzwerke und vor allem Reputation (Credibility) werden hingegen zu immer wichtigeren Erfolgsfaktoren, so seine These. Um wirtschaftliche Themen, jedoch eher die der Nachtökonomie, sprach anschließend Jakob Schmid (stadtnachacht.de) und zeigte in seinem Referat auf, wie die lokale Gastronomie und Hotellerie von Live-Musik und Clubkultur profitiert – ein oft übersehener Fakt in Diskussionen, die sich sonst eher um Lärmemissionen und öffentliche Ordnung drehen.

Nach Mittagspause und einer cross-medialen Darbietung eines deutsch-polnischen Jugendprojekts des Steinhaus Bautzen stand am Nachmittag dann der Austausch untereinander im Vordergrund. Bei der Diskussionsrunde zur Förderung neuer Talente wurden mögliche Anknüpfungspunkte und Synergien zwischen den Akteuren diskutiert. Hier wird das im November 2011 startende Projekt „Flying Circus“ (Maßnahmeträger ist Kreatives Leipzig eV) eine wesentliche Rolle einnehmen.

Im letzten Diskussionsblock standen dann wieder die Spielstätten im Vordergrund. Anika Jankowski präsentierte Ergebnisse ihrer Master-Arbeit, bei der sie Spielstätten-Verbände in anderen Bundesländern und EU-Staaten untersuchte, und Magnus Hecht (Geschäftsführer Scheune eV) berichtete von der Gründung einer Interessensgemeinschaft Live-Kultur auf Bundesebene zwei Wochen vorher (am Rande des Reeperbahnfestivals). Mehrheitlich kamen die Teilnehmenden überein, auch in Sachsen eine entsprechende IG Live-Musik ins Leben zu rufen. Bleibt zu erwarten, ob diese Struktur in der Lage sein wird, auf Landesebene eine Reformierung von Bestimmungen zu erreiche, die wie bspw. das Tanzverbot an bestimmten Feiertagen oder einer Parkplatzabgabe für Clubs, deren Gäste anders als bei der Oper mehrheitlich nicht mit dem Auto vorfahren, heute nicht mehr zeitgemäß sind.

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12. Twittwoch | 05.10.2011 http://www.kreatives-leipzig.de/leipzig/12-twittwoch-05-10-2011.html?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=12-twittwoch-05-10-2011 http://www.kreatives-leipzig.de/leipzig/12-twittwoch-05-10-2011.html#comments Tue, 04 Oct 2011 05:46:36 +0000 Kreatives Leipzig e.V. http://www.kreatives-leipzig.de/?p=2361 Am 5. Oktober findet der nächste Twittwoch in der Kleinen Träumerei (Münzgasse 7) statt. Folgende Themen erwarten euch:

Thema 1: Facebook als Mittel der Hörerkommunikation (http://www.regiocast.de)

Am Beispiel von RSA, Radio Energy und Radio PSR wird Nico Nickel, Leiter der Unternehmenskommunikation im RADIOZENTRUM Leipzig, über die Chancen und Risiken von Social Media Aktivitäten für Radiosender referieren.

Thema 2: Case Study: User-Kommunikation bei Facebook am Beispiel von Woxikon (http://www.woxikon.de)

Christoph Kilz, Geschäftsführer der EISBÄR MEDIA GmbH, berichtet über seine Erfahrungen im Bereich Social Media Marketing für Woxikon, sein Facebook-Konzept, Startschwierigkeiten, gute/schlechte Aktionen uvm.

Thema 3: Social Media Bootstrapping für junge Unternehmen (http://www.seedmatch.de)

Friederike Lanzsch, Leiterin im Bereich Marketing und Social Media bei SEEDMATCH, berichtet über ihre Erfahrungen auf dem Gebiet Crowdfunding für Start-ups und was sie bisher als besonders wichtig identifizieren konnte.

Im Anschluss an jeden Vortrag gibt es wie immer Zeit für Fragen und Diskussionen.

»Twittwoch Sachsen« #tws — unter diesem Titel findet der Twittwoch abwechselnd in Chemnitz, Leipzig und Dresden statt. Mehr Infos unter: http://www.twittwoch.de

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Interessententreffen | Kreatives Leipzig http://www.kreatives-leipzig.de/leipzig/interessententreffen-kreatives-leipzig.html?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=interessententreffen-kreatives-leipzig http://www.kreatives-leipzig.de/leipzig/interessententreffen-kreatives-leipzig.html#comments Wed, 28 Sep 2011 19:00:33 +0000 Kreatives Leipzig e.V. http://www.kreatives-leipzig.de/?p=2357 Wer Interesse am Verein hat und uns unterstützen möchte, darf gerne am Freitag (30. September 2011) ab 17:30 Uhr zu uns stoßen. Wir treffen uns im Cantona und stehen euch Rede und Antwort. Auch für konkrete Projektideen sind wir natürlich immer offen!

Bei Fragen könnt ihr gerne im Vorfeld eine E-Mail an hallo [at] kreatives-leipzig [Punkt] de"> schreiben.

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Mitteldeutsches Agentur-Stipendium an der LSOM http://www.kreatives-leipzig.de/leipzig/mitteldeutsche-agentur-stipendium-an-der-lsom.html?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=mitteldeutsche-agentur-stipendium-an-der-lsom http://www.kreatives-leipzig.de/leipzig/mitteldeutsche-agentur-stipendium-an-der-lsom.html#comments Wed, 28 Sep 2011 18:56:52 +0000 Kreatives Leipzig e.V. http://www.kreatives-leipzig.de/?p=2353 Weiterbildung gewünscht?

Die Leipzig School of Media vergibt für ihre berufsbegleitenden Masterstudiengänge Crossmedia Publishing und Content & Media Engineering ab dem Wintersemester 2011/2012 gemeinsam mit Partneragenturen aus dem mitteldeutschen Raum das »Mitteldeutsche Agentur-Stipendium«. Das Stipendium steht zur Verfügung für Bewerber aus Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen, die sich für diese Studiengänge bewerben.

Interessenten für das Stipendium können sich bis zum 12. Oktober direkt bei der Leipzig School of Media bewerben. Eingereicht werden muss zusammen mit den Studienunterlagen eine Begründung, warum ihr gefördert werden solltet. In dieser Begründung muss die wirtschaftliche Situation dargelegt sowie die Motivation für die Wahl des Studiengangs beschrieben werden.

Bei Fragen zum Stipendium:
Weiterbildungsberaterin