
Die Tage in L. | Gedenktafel wird heute enthüllt
“Immer wieder morgens auf dem Weg ins Institut der Blick in den Himmel und der Gedanke: Dies ist wirklich Leipzig!”
Dieses Zitat stammt aus Ronald M. Schernikaus “Die Tage in L.”
Das Buch entstand während des Studiums des Autors in Leipzig, welches er von 1986 bis 89 hier absolvierte. Das ist erstmal nichts Ungewöhnliches, allerdings wuchs der in Magdeburg geborene Schernikau in Hannover auf, siedelt später nach West-Berlin um, war also eigentlich Westdeutscher. Trotzdem zog es ihn nach Ostdeutschland und nach Leipzig. Nach seinem Studium erwirbt 89 als einer der letzten die Staatsbürgerschaft der DDR. 1991 starb er noch sehr jung an Aids. Heute wäre er 50 Jahre alt geworden.
“Wenn man vom Leipziger Hauptbahnhof zur Oper geht, an ihr vorbei auf das Gewandhaus zuläuft und den Platz rechts davon überquert zur Moritzbastei, dann liegt gegenüber von ihr ein Lampenladen. Jeder, der je in Leipzig war, kennt diesen Lampenladen. Genau über diesem Lampenladen wohne ich.”
Den Lampenladen gibt es nicht mehr, wohl aber das Gebäude an der Schillerstraße/ Ecke Universitätsstraße. 14 Uhr wird dort heute eine Gedenktafel zusammen mit Ellen Schernikau, der Mutter des Autors, und Matthias Frings, einem engen Freund, enthüllt.
Der Text ist bewußt schlicht gehalten: “leipzig ist die glücklichste zeit” Hier wohnte von September 1986 bis Juli 1989 der Dichter Roland M. Schernikau (11. Juli 1960 – 20. Oktober 1991)
Der Kaffee– und Kuchenverkauf wird der Leipziger Aidshilfe e.V. zugute kommen.
Sonntag, 11. Juli, 14 Uhr
Universitätsstraße 20
Mehr Informationen zum Autor: www.schernikau.net
Foto: www.schernikau.net

Hach, mist. Ich hab es verpasst.