
Karriere: Die Leipzig School of Media
Wir kennen das ja alle – man steckt mitten in der Arbeit, würde aber doch gerne noch mal die Schulbank drücken und sich weiterbilden, um irgendwann mehr Geld zu verdienen, aus persönlichem Anspruch heraus oder einfach, weil es notwendig ist, um in der Kreativbranche zu bestehen.
Für die Kreativen im Medienbereich soll deshalb heute die Leipzig School of Media (LSM) vorgestellt werden, welche 2008 als Tochtergesellschaft der Medienstiftung der Leipziger Sparkasse gegründet wurde. Dort hat man die Möglichkeit berufsbegleitende Masterstudiengänge sowie Workshops und Kurse zu diversen Themen im Bereich Medien zu absolvieren.
Zur Zeit werden 4 interdisziplinäre Masterstudiengänge angeboten, auf die ich kurz eingehen möchte:
CONTENT– UND MEDIA-ENGINEERING (M.Sc.)
Der Studiengang stützt sich auf drei Schwerpunktmodule mit dem Ziel, die Absolventen vor allem für den Umgang mit der digitalen Welt zu schulen. In den Modulen Crossmediales Publizieren, Internet– und Webtechnologie und E-Commerce wird den Studierenden das Wissen vermittelt, um mit dem Medienumbruch, der im Moment stattfindet umgehen und diese Digitalisierung aktiv mitgestalten zu können. Auch Social Media, SEO und Content Management sind deshalb Themen.
Der Studiengang wird von der Universität Leipzig geplant und durchgeführt. Vorsitzender des Studiengangsausschusses ist Prof. Dr. Klaus-Peter Fähnrich vom Lehrstuhl Betriebliche Informationssysteme.
CORPORATE PUBLISHING (M.A.)
Erst im Wintersemester 09/10 angelaufen ist der Studiengang, der sich dem Thema Corporate Publishing widmet. Dieses Thema wird immer aktueller, wie man in den letzten Jahren an der Schwemme der Unternehmensmedien gemerkt hat. Kundenzeitschriften, Mitarbeiterzeitschriften – all das wird von den Zielgruppen gerne angenommen, wenn es professionellen Anspruch erfüllt. Da jedoch konkret auf dieses Feld ausgebildete Experten fehlen, wurde der Master eingerichtet.
Inhalte sind hier neben Kommunikations– und Medienwissenschaften auch Inhalte aus dem PR-Bereich, dem Marketing und der Medienökonomie. Neben journalistischen Fertigkeiten und Mediengestaltung werden auch Management-Prozesse von der Konzeption bis hin zur Erfolgskontrolle vermittelt. Die praktische Umsetzung in Unternehmen durch die Absolventen steht auch hier als Ziel an erster Stelle.
Auch dieser Studiengang wird von der Universität Leipzig konzipiert und durchgeführt. Vorsitzender des Studiengangsausschusses ist Prof. Dr. Günter Bentele, der sich für den Lehrstuhl Öffentlichkeitsarbeit und PR verantwortlich zeigt.
CROSSMEDIA PUBLISHING (M.Sc.)
Eher mit der technischen Ausrichtung befasst sich der Studiengang Crossmedia Publishing. Inhalte müssen medienübergreifend publiziert werden, was eine entsprechende Anpassung erfordert, um die gewünschte Zielgruppe über den entsprechenden Kanal zu erreichen. Neben Journalismus, Kommunikations– und Medienwissenschaften, Medienökonomie und –recht, sind deshalb vor allem Medienproduktion und Crossmediale Produktion Schwerpunkte des Studiums.
Für diesen Studiengang ist die Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig (HTWK) verantwortlich mit Kai-Thorsten Buchele, M.A., Dozent im Fachbereich Medien, als Vorsitzenden des Studiengangsausschusses.
NEW MEDIA JOURNALISM (M.A.)
Der letzte Studiengang ist auf die Unternehmen ausgerichtet, die journalistische Inhalte produzieren. Auch hier ist ein Umdenken erforderlich, da die digitale Welt zunehmend stärkeren Einfluss auf die traditionellen Medien nimmt, immer mehr auch digital publiziert wird und die Unternehmen sich dem Umstand der Vernetzung anpassen müssen. Die drei Schwerpunkte des Studiengangs sind deshalb Crossover– und Multimediaproduktion, Management und Recht, aber auch Personalführung.
Verantwortlich für die Planung und Durchführung des Studiengangs ist die Universität Leipzig. Vorsitzender des Studiengangsausschusses ist Prof. Dr. Michael Haller, der geschäftsführender Leiter der Abteilung Journalistik der Universität Leipzig und wissenschaftlicher Direktor des Instituts für praktische Journalismusforschung (IPJ) in Leipzig ist.
Da die vier Studiengänge als Ausbildung neben dem Beruf konzipiert sind, gliedert sich das Studium in Phasen des Selbststudiums und in Präsenzphasen, welche einmal monatlich Donnerstag bis Samstag von 9 bis 18 Uhr durchgeführt werden. Die Präsenzveranstaltungen finden zum Großteil auf dem Mediencampus der Villa Ida statt. Für das Selbststudium stehen den Studierenden E-Learning-Einheiten zur Verfügung.
Die Kosten belaufen sich auf 2.500 Euro im Monat, welche jedoch durch Darlehen abgefedert werden können und steuerlich abzugsfähig sind. Außerdem werden Stipendien vergeben.
Die Bewerbungsmodalitäten sowie tiefergreifende Informationen sind auf der Website der LSM zu finden.
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Neben den Masterstudiengängen kann man auch Workshops und Kurse besuchen, die in der Regel jobfreundlich am Wochenende angeboten werden. Als Beispiel sei hier »Multimediales Gestalten und Präsentieren von Mediencontent« (9. bis 10.07.2010) genannt. Das aktuelle Angebot findet man ebenfalls auf der Website der LSM.
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Am 7. Mai gibt es außerdem den nächsten Studieninformationstag, bei dem sich Interessenten vor Ort informieren können.
Bild: www.leipzigschoolofmedia.de
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