
Le Klub Analog Musik | Weiter im Takt!
Leipziger Musikakteure planen Förderantrag für Leipziger Musikinitiative / Inhaltliche Diskussionen mit Szenebereichen im Vorfeld
Der Themenabend „Le Klub Analog – Wie viel Musik spielt in Leipzig“ traf den Nerv der Leipziger Musikszene. Das zeigten die Anwesenheit vieler Akteure der Szene, ihre rege Beteiligung an der Diskussion und viele Gespräche im Nachgang der Veranstaltung.
Es wurde deutlich, dass die mangelnde Struktur in der Leipziger Musikszene das größte Defizit ist. Musikschaffende unserer Stadt erhalten wenig Unterstützung, um sich weiter zu entwickeln und zu professionalisieren – sei es in den Bereichen Management, Booking, Marketing oder Weiterbildung. Zudem fehlt es an einer unabhängigen Interessensvertretung, welche die Interessen der Szene kennt, sie Schritt für Schritt strukturiert, Lösungen entwickelt und zugleich Ansprechpartner für die Stadt Leipzig ist.
Die offizielle Statistik der Stadt Leipzig zählt etwa 100 angemeldete Gewerbe zur Musikwirtschaft, darunter Musikverleger, Veranstalter, Vertriebsstrukturen und selbständige Musiker. Dies ist genug kritische Masse, um uns selbst eine Unterstützungsstruktur zu schaffen und nicht darauf zu warten, dass dies jemand anderes, zum Beispiel die Kommune, für uns tut.
Anders als Hamburg, wo Warner Music seinen deutschen Hauptsitz unterhält und substantiell zur Finanzierung der Interessensgemeinschaft der Hamburger Musikwirtschaft (IHM) beiträgt, wird ein Aufbau ganz ohne öffentliche Förderung in Leipzig jedoch nur sehr schwer gelingen.
Daher haben wir uns entschlossen, zur nächsten Frist bereits Mitte März 2011 einen Antrag auf Infrastrukturförderung bei der Initiative Musik GmbH einzureichen. Als Antragsteller wird der Kreatives Leipzig eV auftreten. Der Verein gewährleistet ein neutrales Dach, um die Förderung zu beantragen und im Falle einer Genehmigung umzusetzen. Gleichzeitig wird die Autonomie der einzelnen Akteure des geplanten Projekts wie zum Beispiel der Bandcommunity, Ulan Bator oder popoolär! liegen werden, gewahrt werden. So hoffen wir, im Laufe eines Jahres sowohl eine anerkannte Interessensvertretung der Leipziger Musikszene zu werden als auch eine Struktur zur individuellen Unterstützung von Musikschaffenden in unserer Stadt zu schaffen.
Bevor der Förderantrag eingereicht wird, möchten wir dem Projekt ein möglichst breites inhaltliches Fundament geben. Daher möchten wir in zwei kleineren Runden mit Akteuren der Leipziger Musikszene diskutieren:
- am Montag, 28. Februar 2011, 20 Uhr, sind Vertreter der Musikwirtschaft (Labels, Produzenten, Studios, etc) ins Noch Besser Leben (Salon im OG) eingeladen;
- am Dienstag, 1. März 2011, 20 Uhr, sind Musikschaffende (Bands, DJs, Solokünstler, etc) ins Bandhaus Saarländer Straße 17 (Kantine im EG) eingeladen.
Wer an diesem Datum nicht vor Ort sein kann wird eingeladen, seine Wünsche und Ideen per Mail an <a href=»mailto:musik [at] kreatives-leipzig [Punkt] de“>musik [at] kreatives-leipzig [Punkt] de zu senden.

Woanders wird gesagt …
+++ frohfroh-Ticker +++ N°3 +++ « frohfroh – we like dance music from leipzig - geschrieben am 21. Februar 2011 um 13:34 Uhr
[…] Dafür sind auch zwei weitere Diskussionsrunden mit den Protagonisten geplant. Mehr ist auf der Kreatives Leipzig-Website zu […]