Leipziger Notenspur | Werkstätten zu Videokunst und Musik
Interessante Ausschreibung der Leipziger Notenspur-Initiative:
Visual Music auf der Leipziger Notenspur.
Bewerbungsstart für die Werkstätten zu Videokunst und Musik.
Die Werkstätten richten sich an Interessierte aus dem Medienbereich, die Wettbewerbserfahrungen als Visual Jockey (VJ) an der Schnittstelle zwischen Videokunst und klassischer Musik sammeln wollen!
Projektidee:
Das Projekt Visual Music wurde aus der aktiven Designerszene angeregt. Anlässlich der Eröffnung der Leipziger Notenspur soll die zeitgenössische Auseinandersetzung mit der Musik Leipziger Komponisten und deren Lebensgeschichten gefördert werden. Das Projekt ist intermedial ausgerichtet und erprobt neue Interaktionsformen. Es finden dazu drei Werkstätten statt. Dort werden Aufführungsformen von klassischer Musik durch Videokünstlerinnen und -künstler in Spannungen zu heutigen Rezeptionserfahrungen gesetzt. Die Arbeit in den Werkstätten ermöglicht den Beteiligten eine Annäherung an die Ästhetik der Komposition sowie eine Verbindung von sogenannten hoch- und popkulturellen Elementen. Zugleich soll der Austausch zwischen den Musikerinnen und Musikern sowie den Video-Künstlerinnen und -künstlern über ihren Annäherungs- und Arbeitsprozess angeregt werden. Mit dem spartenübergreifenden Projekt Visual Music wollen wir tradierte Genregrenzen produktiv überwinden und die Zusammenarbeit von Künstlern unterschiedlicher Sparten ermöglichen.
Mentoren der Werkstätten:
Kai-Thorsten Buchele, Professur Elektronische Berichterstattung, Reportage und Studioproduktion (Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig): „Als Medienpädagoge und Musikwissenschaftler ist Visual Music für mich die künstlerisch konsequente Auseinandersetzung mit konvergenten Medienwelten. Ziel unserer Werkstätten ist es, jungen Menschen interessengeleitete Wege zur Musik- und Medienaneignung zu eröffnen. Unser modernes Medienzentrum bietet hierfür das nötige professionelle Umfeld, unser Kino Kristallisationspunkt für ihre Ideen.“
Jens Heitjohann, ist Künstler/ Forscher/ Regisseur in Grenzregionen zwischen Live-Art, Performance und Raum- sowie Medieninstallationen. Er arbeitet als Dozent für Mediendramaturgie an der Hochschule für Musik und Theater Leipzig. „Aus meiner Profession heraus interessiert mich die Verknüpfung von Musik und live erzeugtem Videobild. Als gemeinsam genutzte Aufführungsmedien bieten sie die Chance, ihre Kontexte aufzubrechen und sich gegenseitig in ihren Potentialen zu befragen.“
Prof. Dr. Werner Schneider, Leiter Leipziger Notenspur-Initiative: „Beim Notenspur-Projekt überschreiten wir bewusst die Grenzen des tradierten Musik-‚Betriebes‘. Wir verknüpfen die großartige Musik, die in Leipzig über die Jahrhunderte entstanden ist, mit den Gebäuden, in denen ihre Schöpfer gewirkt haben und mit der Stadt, in der sie zu Hause waren. Wir schlagen den Bogen dabei bis in die Gegenwart. Da ist es nur folgerichtig, dass wir mit der Videokunst eine weitere anschauliche künstlerische Ausdrucksweise neben der Architektur in das Gespräch mit der Musik einbeziehen.“
Projektablauf
1. Werkstatt: Die Idee der Leipziger Notenspur wird an den Wirkungsstätten von Felix Mendelssohn Bartholdy, Robert & Clara Schumann und Edvard Grieg vorge-stellt. Junge Musiker der Hochschule für Musik und Theater spielen Sätze aus dem 3. Streichquartett, D-dur, op. 44/1 (1838) von Mendelssohn Bartholdy und dem 1. Streichquartett, a-moll, op. 41/1 (1842) von Schumann. Auf diese wird sich die visuelle Ebene in ihrer Projektarbeit beziehen. Im Anschluss Kennenlernen des Medienzentrums der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur und gemeinsame Erarbeitung erster Impulse für mögliche Umsetzungsmöglichkeiten.
28.01.12, Mendelssohn-Haus (Goldschmidtstr. 12) & Notenspur, 10 bis 13 Uhr
28.01.12, HTWK-Medienzentrum (Gustav-Freytag-Str. 40A), 14 bis 17 Uhr
2. & 3. Werkstatt: In den zwei interdisziplinären Video & Musikwerkstätten zur vi-suellen Interpretation und Aufführung klassischer Musik erarbeiten Videokünstlerinnen und -künstler eine zeitgenössische visuelle Ebene zu den beiden Stücken. Auch die Gewichtung von Musik und visueller Begleitung sowie konzeptionelle Überlegungen zur Form der Aufführung sind Gegenstand des Arbeitsprozesses. Ziel ist es, die Ästhetik des Stückes für das Publikum visuell erlebbar zu machen.
11.02.12, HTWK-Medienzentrum (Gustav-Freytag-Str. 40A),10 bis 17 Uhr
31.03.12, HTWK-Medienzentrum (Gustav-Freytag-Str. 40A),10 bis 17 Uhr
Individuelle Weiterarbeit der Teams mit Mentoren und Musikern bis zur Aufführung.
Präsentation der Werkstattergebnisse zum Musik- und Bürgerfest anlässlich der Eröffnung der Leipziger Notenspur – „Auftakt 12.05.12. Musik bewegt die Stadt.“
Ausgezeichnet werden die drei besten Visual Music Arbeiten und als Highlight bieten wir die Aufführung der Video-Musik-Performances mit den Musikern von der Hochschule für Musik und Theater in der Pfeilerhalle (3 mal 20 Minuten) des GRASSI Museums zur großen Abschlussveranstaltung an.
Anmeldung:
Interessierte melden sich bitte bis 22.01.12 (max. 15 Teilnehmer möglich) unter haetge@notenspur-leipzig.de an. Bitte mit Angaben zu Ausbildung, Beruf und den Erfahrungen mit visuellen Medien.
Teilnehmergebühr: 10 Euro / 5 Euro (ermäßigt) je Werkstatt.
Technik: Wir empfehlen einen tragbaren Computer (ab Teil 2 der 1. Werkstatt) mitzubringen.
Preisgeld: Auf die drei besten Teams wartet ein Preisgeld von insgesamt 900 Euro.
Leipziger Notenspur: Am 12. Mai 2012 wird die Leipziger Notenspur eröffnet und für ein breites Publikum erlebbar gemacht. Sie ist ein 5,3 km langer Rundweg durch das Stadtzentrum, der authentische Lebens- und Schaffensorte weltbekann-ter Komponisten und Musiker verbindet, die in Leipzig wirkten. 155 in den Boden eingelassene Edelstahl-Intarsien werden den Rundweg leiten, an 23 Stationen geben Tafeln und Informationsstelen Einblick in die traditionsreiche Musik-geschichte der Stadt.


