
Uni Leipzig kürzt und streicht in der Journalistik
An der Uni Leipzig droht die Abschaffung der Journalismus-Ausbildung. Hier ein Auszug aus einer Institutsinformation:
Der Institutsrat des Instituts für Kommunikations– und Medienwissenschaft hat am 6.1.2011 beschlossen, den renommierten, in der deutschen Medienlandschaft anerkannten und von Studierenden stark nachgefragten Journalistik-Studiengang ohne inhaltlich plausiblen oder finanziell notwendigen Grund und entgegen der Empfehlung externer Gutachter zusammenstreichen und teilweise zu zerschlagen. Erstens sollen die Studienplätze von 44 auf rund 20 reduziert werden. Zweitens soll eine der beiden regulären Journalistik-Professuren (W3) abgeschafft und in eine zusätzliche Professur für Public Relations umgewidmet werden, während in der Journalistik als Ersatz eine Juniorprofessur (W1) eingerichtet werden soll. Drittens soll die Anzahl der Stellen für Wissenschaftliche Mitarbeiter von derzeit fast sechs auf eine verringert werden. Viertens wird die hörfunkjournalistische Ausbildung dem Journalistik-Studiengang entzogen. Damit droht die traditionsreiche Leipziger Journalistenausbildung auszutrocknen – eine Ausbildung, die bislang weit über die Grenzen des Landes hinaus einen guten Ruf genießt und zudem ein Alleinstellungsmerkmal der Universität Leipzig und der sächsischen Hochschullandschaft ist.
Hörfunk als Ausbildungsinhalt wird komplett gestrichen, alles andere zusammengedampft. Dies ist vor allem für die Stadt Leipzig als Medienstandort, die gut ausgebildeten Nachwuchs dringend benötigt, nicht gerade als positiv zu bewerten. Die komplette Institutsinformation gibt es unter spiegelkritik.de (direkter PDF-Download).
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Stellungnahme des Instituts für Kommunikations– und Medienwissenschaft (IfKMW) der Universität Leipzig zur aktuellen Berichterstattung:
Stellungnahme (direkter PDF-Download)
Quelle: Flurfunk Dresden

Die PDF-Datei solltet ihr aber genauer lesen: Hörfunk wird nicht gestrichen, sondern soll der Zuständigkeit der Journalistik-Abteilung entzogen werden. Ob das sinnvoll ist, mag dahingestellt sein.
Hintergrund sind meiner Meinung nach Querelen innerhalb des Instituts für Kommunikations– und Medienwissenschaft. Ich fand es schon immer erstaunlich, dass gerade die Kommunikationswissenschaftler keine angemessene Kommunikation untereinander hinbekommen…
Oh, sorry, das habe ich dann falsch verstanden. Allerdings läuft es wohl leider im Moment auf’s gleiche raus — so lange zusammenstreichen, bis nichts mehr da ist. :-/
Steht nur die Frage, ob es noch irgendeine Möglichkeit gäbe, da entgegenzuwirken…
Was die Ex-DDR nicht geschafft hat, schafft die Uni jetzt selbst? Orientierung an der Praxis, quasi.Sehr schön, Journalisten sind eh überbewertet. *scnr*
Recherchieren wäre angebracht: die »Insitutsinformationen« stammen aus der Abteilung Journalistik, nicht vom gesamten Institut. Dieses hat nach mehren Jahren eine Insitutsreform beschlossen, um den veränderten Rahmenbedingungen/, Zulassungszahlen etc. Rechnung zu tragen — und wurde einstimmig vom gesamten Insitutsrat beschlossen. Gestrichen wird nix, nur dalle Abteilungen und Studiemgänge neu ausgerichtet… Eine Recherche in Form einer Email an das Institut würde da weiterhelfen…