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Kreativwirtschaft

Ist von Krea­tiv­wirt­schaft die Rede, so ist damit vor allem die Viel­zahl an Kleinst­un­ter­neh­men und Selb­stän­di­gen gemeint, die ihre kul­tu­rel­len und schöp­fe­ri­schen Leis­tun­gen am Markt anbie­ten. Der Begriff tauch­te erst­mals in den 1990er Jah­ren in Groß­bri­tan­ni­en auf („crea­ti­ve indus­tries“) und ging in den Nul­ler Jah­ren auch in der deut­schen Wirt­schafts­po­li­tik ein. Die Kul­tur- und Krea­tiv­wirt­schaft ist dabei kei­ne klar umris­se­ne Bran­che son­dern allen­falls die Sum­me von elf Teil­märk­ten:

Deutsch­land­weit sind etwa eine Mil­li­on Men­schen in der Krea­tiv­wirt­schaft tätig. Die Bran­che hat in den letz­ten Jah­ren ein star­kes Wachs­tum gezeigt und erreicht lan­des­weit mitt­ler­wei­le die glei­che Dimen­si­on wie der Auto­mo­bil­bau oder die Che­mi­sche Indus­trie. In Leip­zig, ein­schließ­lich eines Umkrei­ses von 10 Kilo­me­tern, waren 2010 etwa 4.400 Unter­neh­men mit 44.500 frei­en und fest­an­ge­stell­ten Beschäf­tig­ten in der Krea­tiv­wirt­schaft tätig. Die­se Unter­neh­men erwirt­schaf­ten einen Umsatz von drei bis vier Mil­li­ar­den Euro, was mehr als zehn Pro­zent der gesam­ten Wirt­schafts­leis­tung Leip­zigs ent­spricht.

(Quel­le: Stadt Leip­zig, Amt für Wirt­schafts­för­de­rung)