Kul­tur­stif­tung des Frei­staa­tes Sach­sen // Denk­zeit-Sti­pen­di­um und Sti­pen­di­en­för­de­rung 2021
28. Mai 2020
Coro­na­vi­rus // Infos & Unter­stüt­zungs­mög­lich­kei­ten für die Kul­tur- und Krea­tiv­wirt­schaft in Leipzig (wird lau­fend aktua­li­siert)
17. Juni 2020

Frei­staat Sach­sen // Sofort­hil­fe-Zuschuss Sozia­le Orga­ni­sa­tio­nen

(20.05.2020) Das Säch­si­sches Staats­mi­nis­te­ri­um für Sozia­les und Gesell­schaft­li­chen Zusam­men­halt infor­miert // Maß­nah­men zum Erhalt der sozia­len Infra­struk­tur in Sach­sen ver­ab­schie­det

Auch gemein­nüt­zi­ge ein­ge­tra­ge­ne Ver­ei­ne und Ver­bän­de, aner­kann­te Trä­ger der frei­en Jugend­hil­fe, gemein­nüt­zi­ge Stif­tun­gen, Schul­land­hei­me, Fami­li­en­bil­dungs- und Feri­en­stät­ten, Natur­freun­de­häu­ser, KiEZe (Kin­der- und Jugend­er­ho­lungs­stät­ten), Jugend­her­ber­gen, Ehren­amts-, Demo­kra­tie- und Inte­gra­ti­ons­pro­jek­te wur­den durch die getrof­fe­nen Maß­nah­men in ihrer Tätig­keit beein­träch­tigt. Aus die­sem Grund hat­te sich der Frei­staat schon im April dazu ent­schie­den, die För­de­rung von Pro­jek­ten und Maß­nah­men auch dann fort­zu­füh­ren, wenn die­se auf­grund der der­zei­ti­gen Aus­nah­me­si­tua­ti­on nicht wie geplant durch­ge­führt wer­den kön­nen. Damit konn­ten vie­le Pro­jek­te wei­ter durch­ge­führt wer­den.

Nun­mehr wur­de es jedoch auch not­wen­dig, dass die Ver­ei­ne bzw. Ein­rich­tun­gen selbst in der jet­zi­gen Aus­nah­me­si­tua­ti­on unter­stützt wer­den. Dazu leg­te das Sozi­al­mi­nis­te­ri­um eine Sofort­hil­fe-Richt­li­nie für sozia­le Ver­ei­ne und Jugend­über­nach­tungs­stät­ten auf, die heu­te durch Beschluss des Haus­halts- und Finanz­aus­schus­ses des Säch­si­schen Land­ta­ges mit den not­wen­di­gen Finan­zen aus­ge­stat­tet wur­de.

Sozi­al­mi­nis­te­rin Petra Köp­ping:

»Ich bin froh, dass wir die­sen Schutz­schirm für unse­re sozia­le Land­schaft in Sach­sen beschlos­sen haben. In vie­len Insti­tu­tio­nen und Pro­jek­ten Ein­rich­tun­gen sind Men­schen für Men­schen da. Sie unter­stüt­zen, geben Halt und bera­ten. Die Coro­na­vi­rus-Pan­de­mie zeigt uns gera­de über­deut­lich: Men­schen brau­chen Men­schen. Und wir brau­chen dazu die Viel­zahl an gro­ßen und klei­nen Ver­bän­den, Ver­ei­ne und Ein­rich­tun­gen. Ich den­ke an die Kin­der- und Jugend­über­nach­tungs­stät­ten, weil hier vor allem Fami­li­en und deren Kin­der pro­fi­tie­ren und an die vie­len ande­ren Unter­stüt­zungs­an­ge­bo­te für Fami­li­en. Ich den­ke an Bera­tungs­stel­len, an Trä­ger der Inte­gra­ti­ons- und Demo­kra­tie­ar­beit. Und ich den­ke auch an das viel­schich­ti­ge Enga­ge­ment, das wir mit unse­rem Pro­gramm ‚Wir für Sach­sen‘ unter­stüt­zen. Dass wir auch in Zukunft die­se Men­schen und ihre Ver­ei­ne haben, die für ande­ren Men­schen da sind: dafür ist es rich­tig und wich­tig gemein­sam auch die­se Arbeits­plät­ze zu sichern.«

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Hier gibt es die Pres­se­mel­dung vom Säch­si­schen Staats­mi­nis­te­ri­um für Sozia­les und Gesell­schaft­li­chen Zusam­men­halt vom 20.05.2020 in vol­ler Län­ge.

 

Sofort­hil­fe-Zuschuss Sozia­le Orga­ni­sa­tio­nen

Ab sofort (27. Mai 2020) kön­nen gemein­nüt­zi­ge Orga­ni­sa­tio­nen einen Sofort­hil­fe-Zuschuss bean­tra­gen. Mit dem Sofort­hil­fe-Zuschuss unter­stützt der Frei­staat Sach­sen säch­si­sche Ein­rich­tun­gen von sozia­len Trä­gern, die infol­ge amt­li­cher Maß­nah­men wäh­rend der Coro­na-Pan­de­mie in eine exis­tenz­be­droh­li­che wirt­schaft­li­che Lage gera­ten sind. Hier­von ist aus­zu­ge­hen, wenn die Ein­nah­men der sozia­len Orga­ni­sa­ti­on wäh­rend der Coro­na­kri­se vor­aus­sicht­lich nicht aus­rei­chen, um betrieb­li­che Ver­bind­lich­kei­ten für drei auf­ein­an­der­fol­gen­de Mona­te abzu­de­cken (Liqui­di­täts­eng­pass).

Hin­weis: Nicht zu den betrieb­li­chen Ver­bind­lich­kei­ten gehö­ren u. a. pri­va­te Lebens­hal­tungs­kos­ten (z. B. Mie­te der Pri­vat­woh­nung oder Bei­trä­ge zur pri­va­ten Alters­vor­sor­ge).

Antrags­be­rech­tigt sind sozia­le Orga­ni­sa­tio­nen
  • mit gül­ti­ger steu­er­li­cher Gemein­nüt­zig­keits­be­schei­ni­gung, die auf­grund der Coro­na-Pan­de­mie in wirt­schaft­li­che Schwie­rig­kei­ten gera­ten sind, die sei­ne Exis­tenz bedro­hen
  • die dem Geschäfts­be­reich des Säch­si­schen Sozi­al­mi­nis­te­ri­ums zuge­ord­net sind und deren Schwer­punkt der Tätig­keit einem der fol­gen­den Auf­ga­ben­ge­bie­te ent­spricht:
    • Trä­ger der frei­en Jugend­hil­fe,
    • Trä­ger der Fami­li­en­hil­fe,
    • Trä­ger von Senio­ren­ar­beit,
    • Trä­ger von Inte­gra­ti­ons­ar­beit,
    • Trä­ger von Demo­kra­tie­ar­beit,
    • Trä­ger für Teil­ha­be von Men­schen mit Behin­de­rung,
    • Trä­ger von Leis­tun­gen in der beson­de­ren Lebens­la­ge Armut,
    • Trä­ger von Sucht­hil­feein­rich­tun­gen,
    • Trä­ger des Ver­brau­cher­schut­zes,
    • Trä­ger von Tier­schutz­ein­rich­tun­gen,
    • Ehren­amt­li­ches Enga­ge­ment und Frei­wil­li­gen­diens­te,
    • Jugend­über­nach­tungs­stät­ten,
    • Fami­li­en­fe­ri­en­stät­ten.

Hin­weis: Grund­sätz­lich nicht in den Geschäfts­be­reich des Säch­si­schen Sozi­al­mi­nis­te­ri­ums fal­len Antrag­stel­ler, die ihre über­wie­gen­de Tätig­keit zum Bei­spiel im Bereich Sport, Feu­er­wehr, Ret­tungs­dienst, Kata­stro­phen­schutz, Kunst, Kul­tur und Tou­ris­mus, Schu­le, Aus- und Wei­ter­bil­dung, Kin­der­ta­ges­stät­ten, Hei­mat­pfle­ge, Lai­en­mu­sik, Gleich­stel­lung, Anti­dis­kri­mi­nie­rung, Gewalt­schutz, Betreu­ung, Umwelt sowie länd­li­che Ent­wick­lung haben.

För­der­um­fang:

Der Sofort­hil­fe-Zuschuss wird als ein­ma­li­ger Zuschuss gewährt und ist gestaf­felt nach der Anzahl der Beschäf­tig­ten (Voll­zeit­äqui­va­len­te) und beträgt in Abhän­gig­keit des erklär­ten Liqui­di­täts­eng­pas­ses:

  • bei bis zu 5,0 Beschäf­tig­ten: bis zu 9.000 Euro
  • bei bis zu 10,0 Beschäf­tig­ten: bis zu 15.000 Euro
  • bei bis zu 25,0 Beschäf­tig­ten: bis zu 20.000 Euro
  • bei mehr als 25,0 Beschäf­tig­ten: bis zu 30.000 Euro
  • Ein­rich­tun­gen mit Über­nach­tungs­be­trieb (z. B. Jugend­her­ber­gen) wer­den nach der Anzahl der vor­han­de­nen Bet­ten (maxi­mal 500 Euro pro Bett), je nach Höhe des erklär­ten Liqui­di­täts­eng­pas­ses, geför­dert.
Antrags­frist:
  • Anträ­ge kön­nen bis spä­tes­tens 30. Sep­tem­ber 2020 elek­tro­nisch bei der SAB gestellt wer­den: portal.sab.sachsen.de
  • Die Bera­tung-Hot­line der SAB ist Mo - Fr: 7:00 - 18:00 Uhr unter 0351 4910-1100 erreich­bar.

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Links:

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Das Sozi­al­mi­nis­te­ri­um infor­miert zudem, dass schon Mit­te April Erleich­te­run­gen für die Pro­jek­te und Maß­nah­men im Bereich des Sozi­al­mi­nis­te­ri­ums ver­öf­fent­licht wur­den. So kom­men für jet­zi­ge Zuwen­dungs­emp­fän­ger bei geför­der­ten Pro­jek­ten und Pro­jekt­mit­wir­ken­de in För­der­pro­gram­men des SMS ent­spre­chen­de Rege­lun­gen zum För­der­voll­zug in der Coro­na-Kri­se bereits zur Anwen­dung:

  • Kön­nen Pro­jekt­be­stand­tei­le nicht wie geplant durch­ge­führt wer­den, wer­den die nach­weis­lich ent­stan­de­nen (im Grun­de för­der­fä­hi­gen) Aus­ga­ben aner­kannt.
  • Geför­dert wer­den kön­nen so auch ange­fal­le­ne Stor­nie­rungs­kos­ten. Dies ermög­licht den Zuwen­dungs­emp­fän­gern und ihren betei­lig­ten eine gewis­se Pla­nungs­si­cher­heit.
  • Wird bei Pro­jek­ten der Zuwen­dungs­zweck nur vor­über­ge­hend auf­grund der Coro­na-Kri­se nicht erreicht, sind die Aus­ga­ben wei­ter­hin för­der­fä­hig, soweit sie nicht ander­wei­tig redu­ziert wer­den kön­nen. Auch ist kri­sen­be­ding­ter, abwei­chen­der Ein­satz im Bereich der Kin­der- und Jugend­hil­fe im Ein­zel­fall zuläs­sig.
  • Die Bewil­li­gungs­be­hör­den wur­den ent­spre­chend infor­miert und bera­ten kom­pe­tent, zuver­läs­sig und indi­vi­du­ell zu allen Ein­zel­an­fra­gen. Zur Unter­stüt­zung die­ser Arbeit wur­de durch das Säch­si­sche Staats­mi­nis­te­ri­um für Sozia­les und Gesell­schaft­li­chen Zusam­men­halt ein Hand­lungs­leit­fa­den erar­bei­tet.

Im Ein­zel­nen bedeu­tet das:

  • Für Pro­jek­te, die vor dem 31.12.2020 enden, kann eine Ver­län­ge­rung des Pro­jekt­zeit­raums zum 31.12.2020, in Aus­nah­me­fäl­len sogar bis Ende März 2021, ermög­licht wer­den.
  • Sofern Zuwen­dungs­emp­fän­gern bei einer lau­fen­den För­de­rung im Grun­de för­der­fä­hi­ge Aus­ga­ben ent­ste­hen, obwohl der Zuwen­dungs­zweck auf­grund der Coro­na-Kri­se vor­über­ge­hend nicht erreicht wer­den kann bzw. das Pro­jekt unter­bro­chen wer­den muss, sind die­se för­der­fä­hig, soweit die­se nicht redu­ziert wer­den kön­nen.
  • Bei Pro­jek­ten, in denen es nach­weis­lich nicht mög­lich ist, die im Pro­jekt ver­an­schlag­ten Eigen- bzw. Dritt­mit­tel zu errei­chen, ist die Bewil­li­gungs­stel­le ange­hal­ten, nach Bean­tra­gung durch den Trä­ger die Sach­la­ge wohl­wol­lend und ein­zel­fall­be­zo­gen zu prü­fen.
  • Für alle Vor­aus­zah­lun­gen ist eine ver­län­ger­te Mit­tel­ver­wen­dungs­frist von 5 Mona­ten zu gelas­sen. Dies gilt rück­wir­kend zum 1. Janu­ar 2020 auch für alle bereits erfolg­ten Vor­aus­zah­lun­gen.

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Wir wei­sen dar­auf hin, dass die Anga­ben in die­sem Bei­trag nicht rechts­ver­bind­lich sind.
Der Bei­trag wur­de zusam­men­ge­stellt von Maria Köh­ler (Kreatives Leipzig e.V.).

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