Schau­büh­ne Lin­den­fels // Pro­ben­räu­me zum Soli-Preis // Ange­bot bis Ende Mai 2020
28. April 2020
Initia­ti­ve Leipzig + Kul­tur // Offe­ner Brief // Alli­anz der frei­en Trä­ger in Sach­sen for­dert Kul­tur­schutz­schirm
5. Mai 2020

Leip­zi­ger Stadt­rat // 5 Mil­lio­nen für Solo­selbst­stän­di­ge in Leipzig // Zuschuss­pro­gramm "Leipzig hilft Solo-Selbst­stän­di­gen" beschlos­sen

(29.04.2020)  Am heu­ti­gen Tag, dem 29. April 2020, hat der Leip­zi­ger Stadt­rat für ein Hilfs­pro­gramm für Solo­selb­stän­di­ge im gewerb­li­chen, frei­be­ruf­li­chen und künst­le­ri­schen Bereich ent­schie­den.

Als Anlass des Hilfs­pro­gramm ver­weist die Vor­la­ge auf fol­gen­de Aspek­te:

Vie­le Leip­zi­ger Solo-Selbst­stän­di­ge und Ein­zel­un­ter­neh­men ohne Mit­ar­bei­ter erlei­den durch die Coro­na-Kri­se gra­vie­ren­de wirt­schaft­li­che Ein­brü­che. Ihre Geschäfts­mo­del­le funk­tio­nie­ren unter den Bedin­gun­gen der Kri­se nicht oder nur beschränkt.

Ins­be­son­de­re die Kul­tur- und Krea­tiv­wirt­schaft hat wesent­lich zu dem beson­de­ren Flair und welt­wei­ten Image der Stadt Leipzig als jun­ge und krea­ti­ve Stadt bei­getra­gen. Viel­fäl­ti­ge Kul­tur- und Ver­an­stal­tungs­pro­gram­me machen den Stand­ort attrak­tiv. Erst im Janu­ar 2020 hat die New York Times Leipzig als eines der "52 Pla­ces to Go" gekürt. Dies geschah vor allem auf­grund belieb­ter Anzie­hungs­punk­te wie Gale­rien, Clubs sowie das leben­di­ge Nacht­le­ben. In die­ser nie dage­we­se­nen exis­ten­zi­el­len Kri­se braucht die Bran­che die Unter­stüt­zung der Stadt­ver­wal­tung.

Hier geht es direkt zur beschlos­se­nen Vor­la­ge:
Vor­la­ge VII-DS-01126-DS-01 Neu­fas­sung - Pro­gramm "Leipzig hilft Solo-Selbst­stän­di­gen" - für gewerb­lich, frei­be­ruf­lich und künst­le­risch Täti­ge (Bestä­ti­gung außer­plan­mä­ßi­ger Auf­wen­dun­gen gem. § 79 (1) Sächs­Ge­mO) (29.04.)

Abstim­mungs­er­geb­nis: 40 Ja / 25 Nein / 2 Ent­hal­tung

Abstimmung zum Hilfsprogramm für Soloselbstständige in der Stadtratssitzung am 29.04.2020 / Screenshot Live-Stream via leipzig.de/ratsversammlung

Abstim­mung zum Hilfs­pro­gramm für Solo­selbst­stän­di­ge in der Stadt­rats­sit­zung am 29.04.2020 / Screen­shot Live-Stream via leipzig.de/ratsversammlung

 

Die­ser Ent­schei­dung ging einem über Wochen statt­fin­den­der inten­si­ver Aus­tausch zwi­schen den Ver­tre­tun­gen aus der Leip­zi­ger Kul­tur- und Krea­tiv­sze­ne (Kreatives Leipzig e.V., Initia­ti­ve Leipzig + Kul­tur,  Live­komm­bi­nat Leipzig e.V.) mit dem Dezer­nat Kul­tur und dem Amt für Wirt­schafts­för­de­rung vor­aus.
Wöchent­lich haben wir die Bedar­fe von Leip­zi­ger Solo­selbst­stän­di­gen ein­ge­bracht (Wir eta­blie­ren gemein­sam einen wöchent­li­chen Kri­sen­stab Kul­tur (18.03.)), pro­ak­tiv Hilfs­an­ge­bo­te, Hilfs­ge­su­che und online statt­fin­den­de Ver­an­stal­tun­gen von Kul­tur- und Krea­tiv­schaf­fen­den online prä­sen­tiert,  (Initi­ie­rung und Rea­li­sie­rung des Por­tals #DASist­Leip­zig durch die Akteur*innen der Kul­tur- und Krea­tiv­sze­ne in Leipzig (27.03.)), offen kri­tisch kom­mu­ni­ziert (Offe­ner Brief an Leip­zi­ger OBM Burk­hard Jung (02.04.)) und kon­struk­tiv an der Erar­bei­tung des kon­kre­ten Hilfs­pro­gramms für das Amt für Wirt­schafts­för­de­rung und dem Kul­tur­amt Leipzig mit­ge­wirkt und die Anfor­de­rung öffent­lich pro­to­kol­liert.

Wir haben uns als Inter­es­sen­ver­tre­tung der Leip­zi­ger Kul­tur- und Krea­tiv­sze­ne in den letz­ten Wochen soli­da­risch für alle Leip­zi­ger Solo­selbst­stän­di­gen inten­siv ein­ge­bracht. Mit Erfolg!  #Mit­ein­an­der­Für­ein­an­der

Was wir als Inter­es­sen­ver­bän­de der Kul­tur- und Krea­tiv­sze­ne gefor­dert haben und was ent­spre­chend Vor­la­ge am 29.04.2020 beschlos­sen wur­de:

1. Die Sofort­hil­fe wird ver­stan­den als Unter­stüt­zung der/des unter­neh­me­risch täti­gen Selbst­stän­di­gen, unge­ach­tet sei­ner pri­va­ten Lebens­si­tua­ti­on und der damit ein­her­ge­hen­den finan­zi­el­len Rah­men­be­din­gun­gen.

Aus der Vor­la­ge:

Da die Mit­tel nicht für alle Solo-Selbst­stän­di­gen aus­rei­chen wer­den, ist eine Aus­wahl über Kri­te­ri­en not­wen­dig, die die Betrof­fen­heit und die Hilfs­be­dürf­tig­keit beschrei­ben (sie­he unten). Mit­nah­me­ef­fek­te sol­len mög­lichst ver­mie­den wer­den.

Den­noch soll ein ein­fa­ches Ver­fah­ren ange­bo­ten wer­den, um die Antrag­stel­ler nicht auf ein sozi­al­hil­fe­ähn­li­ches Ver­fah­ren ver­wei­sen zu müs­sen. Die Pri­vat­sphä­re der Antrag­stel­ler und vor allem des­sen Ange­hö­ri­ge sol­len nach Mög­lich­keit unbe­rührt blei­ben. Im Vor­der­grund steht die unter­neh­me­ri­sche Tätig­keit des Antrag­stel­lers und es erfolgt – wie bei Zuschuss­pro­gram­men des Bun­des - kei­ne Abfra­ge der pri­va­ten Ver­mö­gens­si­tua­ti­on. Auch auf eine Prü­fung der Ein­kom­men wei­te­rer Haus­halts­an­ge­hö­ri­ger wird daher bewusst ver­zich­tet.

2. Die Sofort­hil­fe wird als zweckun­ge­bun­de­ner Zuschuss aus­ge­reicht. // Der Zuschuss kann somit als Unter­neh­mer­lohn ein­ge­setzt wer­den.

Aus der Vor­la­ge:

Die För­de­rung wird zweck­ge­bun­den zur Finan­zie­rung des eige­nen Unter­neh­mer­loh­nes (Lebens­un­ter­hal­tes) mit dem Ziel der Auf­recht­erhal­tung der selbst­stän­di­gen bzw. frei­be­ruf­li­chen Tätig­keit für den Leis­tungs­zeit­raum gewährt.

Nach Ziff. 6.4 der Fach­för­der­richt­li­nie gehö­ren zu den zuwen­dungs­fä­hi­gen Auf­wen­dun­gen Per­so­nal- und Sach­kos­ten, die wäh­rend des Bewil­li­gungs­zeit­raums zur Errei­chung des Zuwen­dungs­zwecks unmit­tel­bar erfor­der­lich, geschäfts­üb­lich und unter Beach­tung der Grund­sät­ze der Wirt­schaft­lich­keit und Zweck­mä­ßig­keit ange­mes­sen sind.

In Abwei­chung der Rah­men­richt­li­nie (Zif­fer 6.4.1) kön­nen nicht nur Kos­ten des Lebens­unterhaltes geför­dert wer­den, die nach Antrag­stel­lung ent­ste­hen. Aus­nahms­wei­se kön­nen bereits Kos­ten aner­kannt wer­den, die zeit­lich bereits nach der Ver­öf­fent­li­chung des Pro­gram­mes ent­stan­den sind. Nach Ziff. 6.4 der Fach­för­der­richt­li­nie gehö­ren zu den zuwen­dungs­fä­hi­gen Auf­wen­dun­gen Per­so­nal- und Sach­kos­ten, die wäh­rend des Bewil­li­gungs­zeit­raums zur Errei­chung des Zuwen­dungs­zwecks unmit­tel­bar erfor­der­lich, geschäfts­üb­lich und unter Beach­tung der Grund­sät­ze der Wirt­schaft­lich­keit und Zweck­mä­ßig­keit ange­mes­sen sind. Für Zwe­cke die­ses Pro­gramms gel­ten als Per­so­nal­kos­ten auch der Unter­neh­mer­lohn des Solo-Selbst­stän­di­gen oder ähn­li­che Zah­lun­gen des Kleinst­un­ter­neh­mers an sei­nen Allein­ge­schäfts­füh­rer / Gesell­schaf­ter.

 

3. Die Sofort­hil­fe wird kumu­la­tiv zur Coro­na Grund­si­che­rung (staat­li­che Leis­tung, die den Min­dest­be­darf deckt) aus­ge­reich// Eine etwai­ge Dif­fe­renz kann bei Umsatz­to­tal­ver­lust als Zuver­dienst gewer­tet wer­den.

Aus der Vor­la­ge:

Die Antrag­stel­ler müs­sen sich vor­ab ent­schei­den, wel­che staat­li­che Hil­fen sie im Leis­tungs­zeit­raum in Anspruch neh­men. Auf Arbeits­lo­sen­geld sind Leis­tun­gen nach die­sem Pro­gramm „Leipzig hilft Solo-Selbst­stän­di­gen“ anzu­rech­nen. Denn: bei­de Hil­fen ver­fol­gen das glei­che Ziel, den Lebens­un­ter­halt zu sichern.

Die Antrag­stel­ler müs­sen daher bestä­ti­gen,

  • dass sie für die Pro­jekt­lauf­zeit nicht gleich­zei­tig fol­gen­de staat­li­che Leis­tun­gen bean­tragt haben oder bean­tra­gen wer­den und falls doch, hier­über infor­mie­ren: Arbeits­lo­sen­geld I, Arbeits­lo­sen­geld II
  • sie ver­sucht haben, ihre betrieb­li­che Liqui­di­tät durch betriebs­in­ter­ne ergeb­nis­wirk­sa­me Maß­nah­men zu ver­bes­sern (Kos­ten­sen­kung, ande­re Umsatz­quel­len), jeweils anwend­ba­re Zuschuss­pro­gram­me des Bun­des und des Frei­staa­tes Sach­sen zur Abmil­de­rung der Fol­gen der Coro­na-Kri­se zu ver­bes­sern, ins­be­son­de­re:  Coro­na-Sofort­hil­fe Bund,  Schutz­schirm des Frei­staa­tes Sach­sens für Ver­ei­ne und Insti­tu­tio­nen in den Berei­chen Sozia­les, Sport, Kul­tur, Umwelt und Land­wirt­schaft (Ankün­di­gung der Staats­kanz­lei vom 07.04.2020).

Dazu ergän­zend aus der Vor­la­ge:

Bis zum 30.06.2020 hat die Bun­des­re­gie­rung ein „Sozia­les Schutz­pa­ket“ erlas­sen. Erbrach­te Sofort­hil­fen im Sin­ne zweck­be­stimm­ter Ein­nah­men sind dem­nach nicht als Ein­kom­men auf Leis­tun­gen nach dem SGB II zu berück­sich­ti­gen. Vor­aus­set­zung hier­für ist aller­dings, dass die Sofort­hil­fen auf­grund öffent­lich-recht­li­cher Vor­schrif­ten zu einem aus­drück­lich genann­ten Zweck (bspw. als Sach­aus­ga­ben) erbracht wer­den, der sich von dem der Leis­tun­gen nach dem SGB II zur Siche­rung des Lebens­un­ter­hal­tes (z. B. Nah­rung, Woh­nung) unter­schei­det. Nicht ange­rech­net wer­den daher Zuschuss­pro­gram­me, die als Zweck­be­stim­mung die betrieb­li­che Ver­wen­dung anord­nen, wie z. B. Coro­na-Sofort­hil­fe des Bun­des.

Die Wirt­schafts­mi­nis­ter der Bun­des­län­der über­ga­ben am 21.04.2020 an Bundes­wirtschafts­minister Peter Alt­mai­er (CDU) und Bun­des­fi­nanz­mi­nis­ter Olaf Scholz (SPD) ein Schrei­ben mit der For­de­rung eine Coro­na-Pau­schal­hil­fe für Solo­selb­stän­di­ge auf­zu­le­gen. Inhalt war eben­so ein „Opti­ons­mo­dell“. Ent­spre­chend die­sem Vor­schlag soll­ten Soloselbst­ständige wäh­len kön­nen, ob sie zur Siche­rung ihres Unter­neh­mer­loh­nes und Lebens­haltungs­kosten das Sofort­hil­fe­pro­gramm des Bun­des oder die Grund­si­che­rung nut­zen wol­len. Eine ers­te Reak­ti­on des Bun­des auf Ebe­ne eines Staats­se­kre­tärs des BMWi ist ver­hal­ten; er ver­wies auf Über­nah­me von Unter­neh­mer­lohn durch ein­zel­ne Bun­des­län­dern. Man wol­le das Ent­ste­hen eines Fli­cken­tep­pichs ver­mei­den

Leipzig nimmt mit der Hil­fe für Solo­selbst­stän­di­ge, ähn­lich wie beim Pro­gramm „Leipzig hilft Aus­zu­bil­den­den“, auf kom­mu­na­ler Ebe­ne eine Vor­rei­ter­rol­le ein. Soll­te der Bund oder das Land zwi­schen­zeit­lich eige­ne Zuschuss­pro­gram­me auf­le­gen, mit ähn­li­chen För­der­zie­len bzw. die die Kom­pen­sa­ti­on von Unter­neh­mer­lohn beinhal­ten, ist der Ober­bür­ger­meis­ter berech­tigt, das Pro­gramm “Leipzig hilft Solo­selb­stän­di­gen“ ein­zu­stel­len

4Die Sofort­hil­fe kann kumu­la­tiv zum BUN­DES-Zuschuss (Betriebs­kos­ten) und/oder des Sach­sen-Dar­le­hen bean­tragt wer­den. // Die Sofort­hil­fe schließt somit die För­der­lü­cke für Solo­selbst­stän­di­ge.

Aus der Vor­la­ge:

Die För­de­rung kann mit Bun­des- oder Lan­des­pro­gram­men für aus Anlass der Coro­na-Kri­se ein­ge­tre­te­ne Liqui­di­täts­eng­päs­se kom­bi­niert wer­den, nicht jedoch, wenn sie sich auf Unter­neh­mer­lohn und pri­va­te Kos­ten der Lebens­hal­tung rich­ten.
Eine Kom­bi­na­ti­on mit betrieb­li­cher För­de­rung ist sogar erwünscht, wenn sie posi­tiv auf das Betriebs­er­geb­nis wirkt und die betrieb­li­che Liqui­di­tät der Antrag­stel­ler erhöht. Damit sinkt ihre Hil­fe­be­dürf­tig­keit. Der Antrag­stel­ler ist daher ver­pflich­tet, die anwend­ba­ren Zuschuss­pro­gram­me des Bun­des und des Lan­des, der­zeit Coro­na-Sofort­hil­fe, vor­ran­gig in Anspruch zu neh­men.

5. Die Sofort­hil­fe wird sofort aus­ge­zahlt. // Die Über­prü­fung und ggf. not­wen­di­ge Rück­zah­lung erfolgt nach Steu­er­erklä­rung.

Aus der Vor­la­ge:

Vor­be­rei­ten­de Maß­nah­men wer­den unver­züg­lich ein­ge­lei­tet, ins­be­son­de­re die Pro­zes­se ent­wi­ckelt und die Digi­ta­li­sie­rung umge­setzt. Das Amt für Wirt­schafts­för­de­rung strebt eine effi­zi­en­te elek­tro­ni­sche Abwick­lung der ggf. hohen Fall­zah­len an. Dazu ist eine IT-Ent­wick­lung und Aus­stat­tung erfor­der­lich. Eine Aus­zah­lung kann bin­nen 10 Arbeits­ta­gen nach abschlie­ßen­der Bestä­ti­gung der Vor­la­ge erfol­gen.

Stellt sich im kom­men­den Jahr her­aus, dass die nega­ti­ve Umsatz­pro­gno­se nicht zutraf, oder ein Leis­tungs­be­zug nach SGB I und II bestand, ent­steht ein Rück­for­de­rungs­an­spruch für die Stadt Leipzig. Eine Nach­prü­fung erfolgt über stich­pro­ben­haf­ten Ver­gleich und Nach­wei­se, z. B. der Steu­er­be­schei­de 2019, 2020 oder über eine Abfra­ge beim Job­cen­ter.

 

6. Ein Antrag auf Sofort­hil­fe ist unbü­ro­kra­tisch und bar­rie­re­arm (kein För­der­deutsch) mög­lich.

Aus der Vor­la­ge:

Am Antrag ist eine Erklä­rung zur Pro­gno­se und deren kur­ze Plau­si­bi­li­sie­rung aus­rei­chend.

Stellt sich im kom­men­den Jahr her­aus, dass die nega­ti­ve Umsatz­pro­gno­se nicht zutraf, oder ein Leis­tungs­be­zug nach SGB I und II bestand, ent­steht ein Rück­for­de­rungs­an­spruch für die Stadt Leipzig. Eine Nach­prü­fung erfolgt über stich­pro­ben­haf­ten Ver­gleich und Nach­wei­se, z. B. der Steu­er­be­schei­de 2019, 2020 oder über eine Abfra­ge beim Job­cen­ter.

Eine Ein­schät­zung ist aus aktu­el­ler Sicht nicht mög­lich, da dies erst nach Ein­sicht in den eigent­li­che Hilfs­pro­gramm-Antrag erfol­gen kann.

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Die Fak­ten: Das Hilfs­pro­gramm für Leip­zi­ger Solo­selbst­stän­di­ge im Über­blick

Antrags­be­rech­tigt:
Solo­selb­stän­di­ge im gewerb­li­chen, frei­be­ruf­li­chen und künst­le­ri­schen Bereich

  • wirt­schaft­lich täti­ge Solo-Selbst­stän­di­ge im Haupt­er­werb oder geschäfts­füh­ren­der Gesell­schaf­ter eines Kleinst­un­ter­neh­mens ohne wei­te­re Beschäf­tig­te,
  • Unter­neh­men im Sin­ne der KMU-Defi­ni­ti­on der Euro­päi­schen Uni­on (Emp­feh­lung der Kom­mis­si­on vom 06.05.2003 (2003/361/EG),
  • Antrag­stel­ler, die auf­grund der Säch­si­schen Coro­na-Schutz-Ver­ord­nung und nach­fol­gen­de pan­de­mie­be­ding­te behörd­li­che Anord­nun­gen ihre Tätig­keit / Geschäfts­idee stark ein­ge­schränkt oder nicht wei­ter­ver­fol­gen kön­nen und
    sofern sie mit Haupt­wohn­sitz und Betriebs­stät­te in Leipzig ansäs­sig sind

För­der­vor­aus­set­zun­gen:

  • pro­gnos­ti­zier­ter Umsatz­rück­gang von min­des­tens 20 Pro­zent für das lau­fen­de Geschäfts­jahr (2020) auf­grund der Aus­wir­kun­gen der Coro­na-Kri­se,
  • Bestä­ti­gung, dass kein ande­res Ein­kom­men (z. B. aus ande­rer Erwerbs­tä­tig­keit, aus Ver­mie­tung und Ver­pach­tung oder Kapi­tal­ein­künf­ten) für den Leis­tungs­zeit­raum zufließt, wel­ches es ermög­licht, die Lebens­hal­tungs­kos­ten in der bean­trag­ten Zuschuss­hö­he zu bestrei­ten und
  • Bestä­ti­gung, dass für den Leis­tungs­zeit­raum kei­ne Leis­tun­gen nach SGB I und II bezo­gen wer­den.

För­der­hö­he:

  • mind. 1.000 €, maxi­mal 2.000 € pro Soloselbstständige:r für den För­der­zeit­raum von 2 Mona­ten (rück­wir­kend zum 1. Mai 2020 mög­lich)

För­de­rung:

  • zweck­ge­bun­den zur Finan­zie­rung des eige­nen Unter­neh­mer­loh­nes (Lebens­un­ter­hal­tes) mit dem Ziel der Auf­recht­erhal­tung der selbst­stän­di­gen bzw. frei­be­ruf­li­chen Tätig­keit für den Leis­tungs­zeit­raum

Antrags­frist:

  • bis zum 30.06.2020 (zunächst befris­tet, kann aber ver­län­gert wer­den, wenn abseh­bar die Mit­tel noch nicht aus­ge­schöpft sind. Die Fort­set­zung des Pro­gram­mes wird je nach Lage neu bewer­tet.)

Hier geht es zur Bean­tra­gung:

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6 Comments

  1. Susanne Mai sagt:

    Super! Dan­ke für eure Bemü­hun­gen.

  2. Mina sagt:

    Vie­len Dank für Eure Bemü­hun­gen!! Ich bin mir sicher, das hilft eini­gen.

    Aller­dings fra­ge ich mich bei dem Punkt: "min­des­tens 20% weni­ger Umsatz als beim Jah­res­um­satz des Vor­jah­res" - das ist dann doch eine nicht ganz so
    schö­ne Bedin­gung, wenn man also 2019 ein schlech­tes Jahr hat­te, mit dem man gera­de eben so durch­kam (und evtl. mit Grund­si­che­rung 'mehr' gehabt hät­te, es aber nicht bean­tragt hat) hat man jetzt "Pech", wenn man nicht NOCH weni­ger in die­sem Jahr ver­dient?
    Mh. Aber so wer­den sicher­lich gleich eini­ge Leu­te her­aus­ge­fil­tert... aber scha­de, dass es an so eine Bedin­gung geknüpft wur­de.

  3. Max Meier sagt:

    Das klingt im ers­ten Moment gut. Doch liest man sich die Bedin­gun­gen genau durch, stellt man schnell fest das es für die momen­ta­ne Situa­ti­on kei­ne erwar­te­te Hil­fe dar­stellt. Abge­deckt wer­den sol­len die pri­va­ten Ver­lus­te durch Coro­na. Da vie­le Solo­selbst­stän­di­ge aber eh schon ALG2 bean­tragt haben, da die­se finan­zi­ell Total­aus­fäl­le durch die All­ge­mein­ver­fü­gung haben, bringt das hier lei­der nix, da es zu 100% auf das ALG2 ange­rech­net wird. Sinn­vol­ler wäre hier eine Ein­mal­zah­lung, wie vom Bund, von die­ser Sum­me für geschäft­li­che Aus­ga­ben, denn vie­le besit­zen ein Geschäft und müs­sen trotz der Kri­se wei­ter­hin 100% Mie­te bezah­len... Für eini­ge ist momen­tan auch kei­ne Öff­nung in Sicht, sodaß das Geld hier wesent­lich drin­gen­der benö­tigt wird. Hier­mit wer­den unter ande­rem wie­der die Rei­chen geför­dert, die kei­nen Anspruch auf ALG2 haben, da sie zu viel Ver­mö­gen besit­zen.

    Fazit: Gut gedacht, schlecht gemacht!

  4. Mina sagt:

    Vie­len Dank, dass Ihr Euch dafür ein­ge­setzt habt! Schön, wenn es eini­gen zumin­dest hel­fen kann.

    Jedoch fin­de ich es etwas selt­sam - hat man z.B. letz­tes Jahr ein schlech­tes Jahr gehabt - evtl. sogar unter Grund­si­che­rungs­ni­veau - aber den­noch kein ALG II bean­tragt - und jetzt bis­her viel­leicht im Jahr etwas mehr ver­dient - dann hat man die 20% "Rück­gang" nicht und fällt durchs Ras­ter - obwohl man immer­noch sehr wenig ver­dient.
    Scha­de, dass es an so eine Bedin­gung geknüpft wur­de... aber irgend­wie muss man natür­lich auch aus­sie­ben, wenn man eigent­lich nur ca. 2500 Men­schen unter­stüz­ten kann damit... .

  5. iz sagt:

    wo kann man es bean­tra­gen?

    • Maria sagt:

      Dies wird wohl online mög­lich sein. Sobald wir eine Infor­ma­ti­on haben, ver­öf­fent­li­chen wir die­se. Vie­le Grü­ße, Maria

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